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Huawei Mate 10 Pro Testbericht

Getestet von Erik Zürrlein am Bewertung: 85%
Vorteile
  • High-End Flagship durch und durch
  • wahnsinnig gute Kamera
  • Handschmeichler & schönes Design
  • kaum Fehler im Test
  • Leistung satt & tolle Performance
  • Akkulaufzeit & Quick Charger Ladezeit
Nachteile
  • EMUI naja
  • teuer ... &
  • ...P/L-Verhältniss im Vergleich
CPUKirin 970
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB
GPUMali-G72
Display2160 x 1080, 6 Zoll ()
Betriebssystem8.0 Oreo, EMUI
Akkukapazität4000 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera20 MP
Frontkamera8 MP
USB-Anschluss
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck
LTEJa -
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht178 g
Dicke7,9 mm
Antutu212000
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am24.04.2018

Das Huawei Mate 10 Pro ist nicht mehr ganz taufrisch, ein halbes Jahr ist es bereits auf dem Markt, da steht schon der inoffizielle Nachfolger, das Huawei P20 Pro, in den Startlöchern. Nachfolger kann man das P20 Pro aber nicht nennen: das Display misst nun dank Notch ebenfalls über 6 Zoll in der Bildschirmdiagonale. Das Mate 10 Pro beerbt aber das Huawei Mate 9, das nächste Phablet-Pendant aus der Mate Serie folgt noch. Das Huawei Mate 10 Pro war die Kampfansage an die Flagships hierzulande: mit Kameraspezialisten Leica packte man die vermeintlich beste Kamera in ein Smartphone. Preislich liegt man mit einer UVP von 799€ auf dem gleichen Level wie Samsung, LG, Sony und Apple.

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 3Für uns aber wichtig: wie schlägt sich das Huawei Mate 10 Pro im Vergleich mit den Flagships aus China? Xiaomi Mi 6, OnePlus 5T, Xiaomi Mi Mix 2 und weitere Vertreter der HighEnd-Bestenliste bieten auf dem Papier dieselbe Leistung und kosten weniger – das Mate 10 Pro soll also beweisen, dass es ein kompromissloses Flagship ist: Bühne frei für das Huawei Mate 10 Pro!

Vergleich zum Huawei Mate 10

Das Mate 10 und Mate 10 Pro wurden gleichzeitig auf den Markt gebracht und unterscheiden sich im Displayformat: 18:9 bei unserem 10 Pro und 16:9 beim normalen. Das Mate 10 mit 5,9 Zoll 16:9 Display ist in Deutschland nicht käuflich erwerblich. Das Display hat eine Fläche von 95,6cm² (vs. 92,9cm²). Dadurch steigt die Gehäusebreite aber auf 77,8cm (vs. 74,5cm) und die Bedienung mit einer Hand funktioniert aufgrund der Größe nicht ehr. Etwas Positives hat es dennoch: die Auflösung steigt auf 2560×1440 (vs. 2160×1080) und der Homebutton inklusive Fingerabdrucksensor bleibt uns auf der Vorderseite erhalten. Das Huawei Mate 10 ist wohl eines der letzten 16:9 Phablets.

Design und Verarbeitung

Als riesiges Phablet kann man den Ableger aus der Mate-Serie nicht mehr bezeichnen, bei den heutigen Smartphones-Maßen: 154.2 x 74.5 x 7.9 mm misst es bei 178g auf der Waage. Mein eigentlicher Daily Driver, ein OnePlus 5, oder das neue Xiaomi Redmi Note 5 sind einfach größer. Dazu kommt, dass das Huawei Mate 10 Pro kaum Platz auf der Vorderseite verschwendet: es kommt ein 6 Zoll Display zum Einsatz und die Screen-to-Body Ratio beläuft sich auf 80%. Erhältlich ist das Huawei Mate 10 Pro in den Farben: titanium grau und midnight blau; die Farbe mocha braun ist kaum noch verfügbar in Deutschland und rosa gold wurde hier nie angeboten. Außerdem ist es nach IP67 zertifiziert und sicher gegenüber Staub- und Schmutz sowie ein „wenig“ Wasser – übertreiben sollte man es nicht.

Huawei Mate 10 Pro Test Farben

Wie es sich für ein Flagship gehört, ist die die Verarbeitung des Mate 10 Pro tadellos. Generell können wir uns in der Redaktion über wahre Handschmeichler-Handys freuen und auch ein Redmi Note 4 oder Note 5 machen hier kaum noch Fehler. Beim Mate 10 Pro fällt mir keine Stelle auf, die nicht „Luxus“ herausschreit. Sowohl das Glas der Front-  als auch der Rückseite sind gebogen. Mit dem runden Übergang zum Rahmen liegt das Smartphone super in der Hand. Der zusätzliche „Huawei“ Schriftzug auf der Front ist ein bisschen too much.

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 5 Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 4

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 7 Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 6

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 8Ein kleiner Eycatcher ist die Kamera Partie auf dem Rücken. Diese muss nicht verstecken, dass sie vom Experten Leica kommt. Der farbliche Streifen in der leicht helleren Primärfarbe kommt super rüber und ist in Echt dezenter als auf den Bildern. Die zwei Linsen stehen leicht hervor, fühlen sich sehr hart an und bieten dem Glas entsprechenden Schutz.

Steht das Huawei Mate 10 Pro nun über den Flagships aus China? Subjektiv ja, aber „hey das sind gut 700€, die du in der Hand hälst“. Würde man mir aber ein Xiaomi Mi6, das ebenfalls eine 3D-Glas Rückseite aufweist, ebenfalls in die Hand geben, so könnte ich den Preisunterschied aber nicht wirklich ausmachen.

Der Powerbutton und die Lautstärkewippe liegen beide auf der rechten Seite, links ist der Einschub für den Sim-Slot, oben ein kleiner Bereich für den Infrarot Sensor (als TV-Fernbedienung z.B.) und unten ist Platz für den Lautsprecher, Mikrofon und den USB-Type-C Port. Letzterer ersetzt leider auch den 3,5mm Klinkenanschluss, aber ein entsprechender Adapter liegt bei. Der Fingerabdruck liegt auf der Rückseite und arbeitet gewohnt akkurat und schnell. Kommt er an den von OnePlus heran, das auf dem Gebiet quasi den Benchmark darstellt? Von der Technik und Reaktionszeit ja, nur ist das Feld, das zu treffen ist, kleiner und, dem Displayformat geschuldet, schlechter platziert.Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 2

Lieferumfang des Huawei Mate 10 Pro: 

Im Lieferumfang findet sich neben dem gewohnten Zettelhaufen (Anleitung, Garantie) eine SIM-Nadel, Ohrhörer mit USB-C Stecker, einen Adapter von USB-C auf Klinken, Super Charger Ladegerät und ein USB-Type-C Kabel sowie eine Silikonhülle. Letztere schmiegt sich perfekt um das Gerät und bietet entsprechenden Schutz. Aber sie macht das Smartphone auch etwas dicker als die Hartplastikhüllen.

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 12 Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 1

Display

Zum Einsatz kommt das schon angesprochene 6 Zoll Display im 18:9 Format. Mit der Full HD+ Auflösung von 2160×1080 Pixeln erreicht es eine Pixeldichte von 402 PPI. Diese liegt weit über dem Retina Wert und das Bild ist gestochen scharf und Texte sind selbst aus naher Entfernung gut leserlich. Geschützt wird das Display durch Gorilla Glas: unser Testgerät ist schon durch ein paar Hände gewandert, befindet sich quasi seit Oktober 2017 im Dauertest, und dies ist nicht spurlos am Mate 10 Pro vorübergegangen. Hier und da erkennt man kleine Kratzer, teils aber nur Microkratzer. Diese Glasrückseite hingegen wirkt noch immer wie neu.

Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 10 Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 9

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot DisplayZum Einsatz kommt ein OLED Display, das mit den gewohnt knackigen Farben und tollen Schwarzwerten aufwarten kann. Mir gefällt dieser Style und wohl einem großen Teil der Nutzer auch, was aber nicht auf jeden zutrifft. Das Display ist schön kontrastreich und scheint hell genug, um das Huawei Mate 10 Pro draußen angenehm bedienen zu können. Wir konnten 690 Lux messen. Daneben kann der Bildschirm in den Einstellungen umfangreich angepasst werden. Auch der Modus „Augen schonen“ ist dabei und man kann sogar die Auflösung auf HD+ drosseln, um Strom zu sparen.

Durch das 18:9 Full Screen Display fällt der untere Rand weg und es bleibt kein Platz mehr für physische Buttons. Diese wandern auf das Display und werden On-Screen-Buttons geschimpft. Ja sie sind vorhanden und brauchen nur ein bisschen weniger Platz als Hardware-Buttons, was man beim Test vom OnePlus 5T schön erkennt. Aber ein Beinbruch stellen die On-Screen-Buttons nicht dar. Auf coole Gesten für die Steuerung von Home, Back und Recent Apps, wie bei MIUI und dem Redmi Note 5, muss man bei EMUI von Huawei leider noch verzichten. Diese könnten per Update noch folgen.

Leistung

Motor des Flagships ist der Kirin 970 von der Tochterfirma HiSilicon. Der Octa-Core wird im 10nm Verfahren gefertigt und besteht aus vier Cortex A73 Kernen die mit bis zu 2,4 GHz takten und vier A53 Cores mit 1,8 GHz. Als GPU kommt die Mali-G72 zum Einsatz, welche 20% schneller und 50% weniger Energie verbrauchen soll als der Vorgänger Mali-G71.

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 5 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 4 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 3 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 2 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 1

Besonders und zukunftsweisend ist neben der CPU und GPU Einheit die NPU, Neural Processing Unit. Die NPU Einheit übernimmt Aufgaben, die normal per Datenaustausch vom Server erledigt werden. Das sind zum Beispiel Übersetzer, die so noch schneller arbeiten können, der Personal Assistant (OK Google, Alexa, Siri) oder die AI, Artificial Inteligence, der Kamera erkennt Motive (Tiere, Landschaft, Menschen, Essen) in Echtzeit und passt die Parameter entsprechend an. In Apples A11, im Snapdragon 845 oder dem kommenden MediaTek P60 hält eine NPU ebenfalls Einzug und unterstützt die CPU sowie verbraucht weniger Datenvolumen unterwegs.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 7Der Speicher misst, je nach Version, 4GB RAM und 64GB Arbeitsspeicher oder, wie bei uns, 6GB Arbeitsspeicher und 128GB Systemspeicher. Dieser erreicht 6 GB/s im Benchmark, womit (natürlich) Multitasking nichts im Wege steht. Auch werden die 6GB ganz gut vom OS gut ausgenutzt: oft ist, auch bei nur wenigen zuletzt geöffneten Apps werden über die Hälfte belegt (ca. 3,6GB); bereinigt man den Speicher dann über die Systemwartung (in den Einstellungen) sind nur noch 1,7GB belegt. Der Systemspeicher ist ebenfalls genau so schnell wie auch die Flagship Konkurrenz: 422 mb/s read und 219 mb/s write sind top und bescheren ein hohes Arbeitstempo frei von jeglichen Wartezeiten.

So, bringen wie die Leistung auf den Punkt: mir ist egal ob der Chip nun Kirin, Snapdragon oder Exynos draufsteht. Und auch die 20% Leistungsunterschied in den Regionen merkt man einfach nicht. Ein gut optimiertes Betriebssystem bringt da schon mehr. So erhält man mit dem Huawei Mate 10 Pro die Leistung, die man von einem Flagship auch erwarten kann! Das System zwingt man einfach nicht in die Knie: hier kann man locker aufwändige Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Leistung 63D-Games zocken und im Hintergrund noch ein Video schneiden lassen. Nach einem 30 minütigen PUPG Match war das Smartphone im oberen nur angenehm warm und 10% Akku waren weg. Dann fordert der Kirin 970 aber auch ensprechend hohe Akkuressourcen. Das Huawei Mate 10 Pro lässt nichts anbrennen: Gewohnte Flagship-Performance, die auf einem Level mit den aktuellen High-End Chinahandys liegt.

Software

Das Huawei Mate 10 Pro kommt direkt mit Android 8.0 Oreo, EMUI ist in der Version 8.0 installiert und der Sicherheitspatch mit Januar.2018 halbwegs aktuell.

Update: in der zweiten Testwoche kam dann ein kleines Update, das den Sicherheits-Patch von März enthielt.

Aktuellen News zufolge testet Huawei bereits das neuste Android 9.0 auf dem Huawei Mate 10 Pro. Dem zufolge werden Besitzer eines Huawei P20 sich zuerst freuen dürfen, aber auch unser Modell hat gute Chancen, das Update zu erhalten. Das Android 8.1 Update wurde bereits bestätigt und damit kommen auch einige Features des Huawei P20.

Spionage und Backdoor Software & Huawei: in den USA ist Huawei und ZTE unverschuldet zum schwarzen Schaf geworden: der politische Streit trifft den chinesischen Hersteller, wodurch kurzerhand einfach die Produkte verboten wurden (Texas). Beweise für die haltlosen Anschuldigungen konnte kein amerikanischer Geheimdienst bisher liefern, weshalb wir das ganze nur müde belächeln können. Angesichts der Tatsache, dass die USA den gesamten europäischen Datenverkehr durch die NSA bespitzeln, kann man das Verbot nur als einen schlechten Scherz bezeichnen.

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot SystemHuaweis Androis Skin, EMUI, findet sich auf den Geräten des Herstellers und obwohl es nicht meine Lieblingsoberfläche ist, konnte ich mich nach meinen zwei Testwochen mit EMUI gut anfreunden. Zum einen kommt EMUI mit recht vielen vorinstallierten Apps und Programmen. Das sind zum einen nützliche Helferlein wie Notitzen, Tipps, Musik und Videoplayer, Wetter, Datensicherung und einer App für den eigenen Launcherdesign-Store. Mein Highlight ist, wie auch bei MIUI, die smarte Fernbedienung, die über den Infrarot Sender fast jedes Gerät steuern kann – mein „Schmankerl“ ist der Schrittzähler auf dem Sperrbildschirm. Die unschöne Kehrseite der Medaille sind die „Top-Apps“: Booking.com, Prime Video und Instagram – zum Glück kann man sie ohne weiteres runterschmeißen. Auch will sich EMUI stark mit der eigenen Cloud und Huawei ID verwinden, was man aber auch ignorieren kann und nicht dazu verpflichtet wird. Zum Schluss gibt es noch Swype als vorinstallierte Tastatur: der Support für das Keyboard zum Wischen wurde schon eingestellt. Im App Store finden sich bessere Alternative, wie Googles GBoard. Daneben kommt EMUI mit einem mächtigen Sammelsurium an Einstellungsmöglichkeiten. Die Vielfältigkeit erinnert mich fast an Lineage OS.

Die ganzen Flagships unterscheiden sich nicht wirklich in der verbauten Hardware. Klar ist ein Hersteller mal ein bisschen besser als der andere. Worauf es wirklich ankommt, ist das Betriebssystem: Samsung TouchWiz, Apple iOS, Huawei EMUI, Xiaomi MIUI, OnePlus Oxygen, Meizu FlymeOS und wie sie alle heißen – hier zählen die persönlichen Präferenzen. Das Huawei Mate 10 Pro und EMUI machen alles richtig – im Vergleich zum OnePlus 5T und Oxygen ist es aber sehr verschieden – so findet man dann sein Lieblings-Flagship.

Kamera

Die Kamera vom Huawei Mate 10 Pro ist in Zusamenarbeit mit dem Kameraspezialisten Leica entstanden. Schaut man in den Online-Store von Leica erschrickt man glatt: die Kameras sind richtig teuer! Beste Voraussetzungen für unsere Smartphone Kamera. Zum Einsatz kommt ein Dual-Cam System, das aus einem 12 MP RGB-Sensor und einem 20 MP Schwarz-Weiß Sensor besteht. Beide Sensoren haben eine Blende von f/1.6, außerdem hat man 2-fachen verlustfreien Zoom zur Verfügung. Ein Hybrid-System aus Laser-, Kontrast-, Tiefen- und Phasenvergleichs-Autofokus kümmert sich um das scharf stellen. Schaut euch einfach unsere geschossenen Aufnahmen an:

Alles macht das Huawei Mate 10 Pro dann aber auch nicht richtig! Die kleine Blende ist zwar lichtstark, dafür gehen Details hinter dem eigentlichen Objekt gerne verloren. Auch blendet die Sonne stark, was die Bilder überbelichtet manchmal wirken lässt. Auf dem OLED Display sieht das noch gut aus, aber nicht mehr am PC Monitor. Daneben ist kein Sensor für die Tiefe verbaut! Bedeutet Bokeh-Shots entstehen komplett über die Software und sehen anders aus, als bei der Konkurrenz – hübsch sind sie trotzdem. Der Modus “große Blende” eignet sich für Objekte besser als der Portrait Modus.

Unangefgochten ist die Low Light Performance des Huawei Mate 10 Pro! Beide Sensoren sind mit einer Blende von f/1.6 äußerst lichtstark, was in bombastischen Nachtaufnahmen resultiert. So bekommt eine Tour durch die Würzburger Altstadt ein ganz neues Gesicht. Dazu gibt es auch extra einen Modus, der bis zu 30 Sekunden die Szenerie einfängt – währenddessen sieht man, wie das Bild immer heller wird. Nur ohne Stativ habe ich keine einzige Aufnahme geschafft, die nicht verwackelt ist. Am besten fährt man, indem man einfach drauf losknippst.

Die Front- bzw. Selfiekamera nimmt mit 8MP und einer Blende von f/2.0 auf. Dabei kann die App hier mit ebenso vielen Einstellungen aufwarten, die helfen das Selfie zu verbessern. Ganz wichtig bei Selfies ist vorher die Beauty-Ebene runterzudrehen, da der Filter sonst gnadenlos das Gesicht glattbügelt. Ansonsten sind die Bilder der Frontkamera detailiert, scharf und farblich akurat. Die Bokeh Shots entstehen elektronisch und sind hübsch anzusehen.

Videos gehen ordentlich von der Hand, denn bis Full HD & 60 FPS hilft die elektronische Bildstabilisierung, was Wackeln und Ruckeln sehr vorbeugt. Maximal sind 4K Videos mit 30fps drin.

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Kamera 3 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Kamera 1 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Kamera 2

Die App der Kamera ist wahnsinnig mächtig und lässt wirklich keine Wünsche offen! Man merkt wieviel Zeit Huawei in die Optimierung und Perfektion gesteckt hat. Erwähnenswert ist noch Modus „Momente“:  hier wird zusätzlich zum Bild ein kurzes 3-sekündiges Video festgehalten, das den Moment oder den Augenblick der Aufnahme festhalten. Die beiden Sensoren machen im Duett sehr schöne und natürliche Bilder, die NPU und ihre AI erkennt die Szenerie zuverlässig und der Autofokus wird schnell scharf gestellt. Die Frontkamera profitiert von der Software und kann auch hübsche Bokeh Shots produzieren. Hier hat es eine vollwertige Digitalkamera in ein Flagship-Smartphone geschafft. 

Wie siehts im Vergleich mit anderen oder günstigeren Smartphones aus? Hier gehts zum Kameravergleich zwischen Xiaomi Redmi Note 5, Huawei Mate 10 Pro und dem OnePlus 5!

Konnektivität

Vom Huawei Mate 10 Pro bekommt man in den Online Shops eine globale Version: hier muss man sich nie Sorgen um fehlende LTE-Bänder machen. Existieren tun aber zwei Modelle: BLA-L09 und BLA-L29. Letztere unterstützt den Dual-SIM Betrieb – hier funken beide SIM-Karten in die gleichen Frequenzen.

FDD-LTE: Band 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 12 / 17 / 18 / 19 / 20 / 26 / 28 / 32Huawei Mate 10 Pro Test Produktfotos Design 11

TD-LTE: Band34 / 38 / 39 / 40

UMTS (WCDMA) / HSPA+ / DC-HSDPA: Band 1 / 2 / 4 / 5 / 6 / 8 / 19

TD-SCDMA: Band34 / 39

GSM / EDGE: 850 / 900 / 1.800 / 1.900 MHz

In den SIM-Schlitten passen zwei Nano-SIM-Karten. Auf eine Speicherweiterung via MicroSD Karte muss man beim Huawei Mate 10 Pro verzichten und dadurch bei Bedarf zur größeren Version mit 128GB greifen.

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Empfang 2 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Empfang 1 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Empfang 3

Für Telefonate ist sowohl Voice over LTE als auch Wifi Calling aktiviert (Telekom). So bekommt man glasklare Gespräche! Dabei muss sich keiner der Speaker noch das Mikrofon verstecken. Damit auch der Lautsprecher in Stereo tönen kann, wird die Hörmuschel als zweiter Lautsprecher genutzt. Das funktioniert in der Praxis recht gut, wobei der untere Speaker kräftiger bei den tiefen Tönen ist. Die NPU soll sich dabei um das Filtern von Störgeräuschen und Optimierung der eigenen Stimme kümmern. Empfangsprobleme hatte ich zu keiner Zeit und auch mitten im Naturschutzgebiet stand dem Surfvergnügen nichts im Wege. Die SAR Werte liegen bei: Kopf 0,87 W/Kg und Körper 1,28 W/Kg.

Bei der weiteren Konnektivität kann man beim Huawei Mate 10 Pro eigentlich auch kaum etwas vermissen. Ins lokale WLAN kommt man über den .ac Standard über dual band (2.4 & 5 GHz), dabei reicht der Empfang recht weit und auch im Garten konnte ich munter weitersurfen. Die Navigation klappte soweit ohne Probleme. Hierfür stehen GPS, A-GPS, GLONASS und Beidou zur Verfügung; unterstützt wird man durch den E-Kompass. So findet das Mate 10 Pro schnell ein Signal und man wird auf ca. 12m genau geortet, nach knapp einer halben Minute erreicht das Gerät eine Genauigkeit von 2 Meter. Bluetooth 4.2 ist an Bord und aptX wird unterstützt. Standesgemäß ist noch NFC verbaut und ein Infrarot Sensor hat es ins Gerät geschafft. Das restliche Sensoren Paket ist ebenso vollkommen: Helligkeit, Lage, Beschleunigung, Gyroskop, Näherung, Schrittzähler und Luftdruck. Ein Hall-Sensor unterstützt smarte Hüllen und Flip-Cover.

Huawei Mate 10 Pro Test Smart Cover Hülle Case 1 Huawei Mate 10 Pro Test Smart Cover Hülle Case 2

Der USB-C Anschluss an der unteren Seite dient neben dem Laden und der Datenübertragung noch als Audioausgang und kann das Bild an ein Display übertragen. Hier steht dann auch mit einem entsprechenden Kabel auf ein Desktop Modus zur Verfügung, der ähnlich zu Samsungs Dex agiert.

Akku

Dem Huawei Mate 10 Pro spendet ein 4000mAh großer Akku die nötige Energie. Das ist für ein 6 Zoll großes leistungsstarkes Flagship angenehm viel und man kommt super über die Runden bzw. Tage. 60 Minuten Full HD Videostreaming verbrauchten bei mittlerer Bildschirmhelligkeit 10% Akku. Im PC Mark Battery Benchmark knackte das Mate 10 Pro fast die 10 ½ Stunden Marke.

Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Akku 3 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Akku 1 Huawei Mate 10 Pro Test Screenshot Akku 2

Akkulaufzeit ErgebnisEinheit: Std

Am Ende kam ich mit einer vollen Akkuladung locker zwei Tage über die Runden. Bei 5 Stunden Display-On-Time insgesamt blieben noch gut 25% Akkukapazität über, mit denen nochmal gut ein halber Tag drin waren. Poweruser bekommen das Huawei Mate 10 Pro also an einem langen Tag kaum in die Knie, während alle anderen sich, je nach Nutzungsverhalten, über Energie für 2 Tage freuen. Die NPU, die vorausdenkende künstliche Intelligenz, soll ihren Part zu einem sparsamen Betrieb beitragen, indem sie CPU, Datenverbindungen und Hardware entlastet. Daneben bietet EMUI ein paar Stromsparoptionen und liefert Verbesserungsvorschläge.

Aufgeladen wird er mit dem mitgelieferten Super Charger extrem schnell! Das Netzteil erreicht 4,5V / 5A, ist anscheinend vom TÜV Rheinland zertifiziert und pumpt in 30 Minuten 58% in das Mate 10 Pro. Ab 90% geht es dann im Schneckentempo weiter. Am Ende stehen gerade mal 80 Minuten auf der Uhr. Mit einem Quick Charge 3.0 Lader dauerte es 140 Minuten. Über Nacht sollte man aber zum normalen 5V / 2A Charger, um den Akku nicht unnötig zu belasten. Das derzeitig trendige kabellose Laden unterstützt das Mate 10 Pro aber leider nicht.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Nach knapp anderthalb Testwochen mit dem Huawei Mate 10 Pro bin ich immer noch so begeistert wie kurz nach dem Auspacken des Flagships. Dieses Smartphone hat bewiesen, das Huawei im Kampf um das Smartphone-Treppchen mit dabei ist. Wie man es bei einem Flagship erwarten darf, finden sich so schnell keine Fehler. Die Verarbeitung und das Design sind, in meinem Augen, perfekt, das Display zeitgemäß, der Kirin 970 liefert auch nach einem halben Jahr auf dem Markt immer noch mehr als genug Leistung und zu guter letzt die Kamera: im nächsten Urlaub lass ich die Spiegelreflex daheim und nehm einfach nur das Huawei Mate 10 Pro mit – mehr braucht es nicht.

Ein bisschen hochgepokert hat man dann in ein paar Bereichen aber schon. Das Betriebssystem EMUI ist einfach Geschmackssache: hier hat jeder seinen Favoriten und ich bin froh, wieder zu Oxygen OS zurückkehren zu können. Außerdem sollte man der NPU nicht zu viel verdanken! Die Bilder sind (vermutlich) mit der KI kaum besser, wieviel Akku und Ressourcen man nun spart, ist nicht ermittelbar und Apps, die die Schnittstelle aktiv nutzen, sind noch rar. Aber das Nutzererlebniss soll verbessert werden und das bekommt Huawei beim Mate 10 Pro auch sehr gut hin – wenn auch (im schlimmsten Fall) nur subjektiv.

Die abschließende Wertung ist mega schwierig, denn wir müssen einfach auch die Top-Chinahandys zum Vergleich bitten. Ungefähr 600€ zahlt man für das Prachtstück (auf Amazon werden auch 560€ für ein OnePlus 5T aufgerufen by the way) – und damit ist es fast schon doppelt so teuer wie ein Xiaomi Mi6, Mi Mix 2, Nubia Z17 oder auch ein OnePlus 5T, als es noch im Angebot war. Dabei ist es aber nicht doppelt so gut; leider. Wem aber das Design, EMUI oder Huawei an sich am besten gefällt – oder wer sagt, er will einfach diese Kamera – ist mit dem Huawei Mate 10 Pro bestens beraten und auch ich werde es nach der Testzeit vermissen…


Gesamtwertung
85%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
80 %
Leistung und System
80 %
Kamera
100 %
Konnektivität
80 %
Akku
80 %

Preisvergleich

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Jon
Gast
Jon

Wieso kriegt die Akkuwertung nur 80% ? Da kriegen andere Handys weit mehr bei dir, mit weniger Laufzeit…

Reinhard_Schaefer
Mitglied
Mitglied
Reinhard Schäfer

Ich habe das Huawei Mate 10 Pro zwei Wochen getestet, nachdem sich bei mir das S8 bei einem Sturz einen kleinen Displayriss zuzog und in die Bucht verabschiedete. Ich finde die Kamera überbewertet, insbesondere für den üblichen Smartphonenutzer, der sich nicht lange mit den passenden Einstellungen beschäftigen will. Im Vergleich zum S8 waren die Aufnahmen trotz höherer Blende weniger lichtstark, Kanten nicht so scharf und der Gesamteindruck der Bilder deutlich schlechter. Zoomt man die Bilder des Mate 10 Pro am PC auf, wird der Unterschied zum S8 noch deutlicher – es fehlen Details, Fensterrahmen, Hauswände etc. wirken verwaschen und Schilder sind nicht so gut lesbar. Sicher kann man viel mit Feinjustierung herausholen und Samsungs post processing arbeitet vermutlich besser. Aber darauf kommt es in den meisten Situationen, in denen man schnell mal mit der Automatik gute Fotos schießen will, nicht an. Auch die Nachtaufnahmen hatten bei Huawei eine starke Sepia-Tönung, bei Samsung wirken sie realistischer und klarer.

Hinzu kommen (für mich) erhebliche Probleme der EMUI, die sich nur durch alternative Apps beseitigen lassen. Der mitgebrachte Kalender sieht als einzigen Speicherort das Telefon vor, also kein Erscheinen der Termine auf dem Google- oder Outlook-Kalender am PC und anderen Geräten. Die Telefon-App bietet keine Sprachsuche an, die E-Mail-App ist weniger ausgereift als die von Samsung und vergisst immer mal, über den Eingang zu benachrichtigen. SMS-Zustellbestätigungen können nicht mit Benachrichtigungston versehen werden, es wird lediglich in einer winzigen Schrift unter der Nachricht das Wort “zugestellt” angefügt – das heißt, immer wieder nachsehen und kontrollieren, ob wichtige Nachrichten auch angekommen sind. Das alles klappte bei Samsung reibungslos mit der mitgelieferten Software – und mehr. Auch bei meinen vorherigen Geräten HTC 10 und Mi 5S lief alles reibungsloser – das letztere war trotz kleinerem Akku langlebiger, hielt oft über zwei Tage hinweg. Beim Huawei war nach der Installation meiner üblichen Apps die Akkuleistung trotz 4000 mAh nicht besser als beim S8 Plus, was ich mir nach dem Verkauf wieder zulegte.

Besonders auffällig war auch der langsame Start von Apps trotz 6 GB Arbeitsspeicher und 213.000 Punkten im AnTuTu. Meine Lieblings-Fun-App QuizUp startete dort z.B. mit erheblichen Verzögerungen, der Bildaufbau war schleppend im Vergleich zum Samsung und sogar zum Mi5S. Mein Samsung liegt im Geekbench mit Werten von 2014/ 6740 und 10766 beim Render Script Score deutlich vor dem Mate 10 Pro, ob wohl es im AnTuTu nur 204.000 erreicht.

Trotzdem muss man dem Huawei zugestehen, dass es (ich besaß es in Blau) ein wunderschönes, solide verarbeitetes Gerät geworden ist. Mit erhöhter Alltagstauglichkeit und besserer Kamera wäre ich sicher dabei geblieben. Aber ich kaufe mir kein Smartphone für viel Geld, um dann systemeigene Apps sofort durch Alternativen ersetzen zu müssen, um das Gerät ordentlich zu nutzen. Deswegen war der Verkauf für mich obligatorisch, denn für berufliche Nutzung brachte es mir zu wenig mit. Und der Spaßfaktor war nach der Freude über die schöne Optik schnell weg. Was mir fehlen wird, ist das schöne Blau und der tolle superschnelle und zuverlässige Fingerabdrucksensor, das größte Manko des S8, denn der ist dort quasi unbrauchbar.

Paul
Gast
Paul

Als Unterschied zum normalen Mate 10 solltet ihr nicht vergessen, dass dieses auch noch Platz für eine Micro-SD bietet und noch einen 3,5mm Klinkenanschluss hat. Daher ist das Mate 10 nämlich für viele Leute die bessere Alternative, selbst wenn es etwas breiter ist, da das 16:9 Format noch von vielen gemocht wird.

Sonst muss ich sagen, sicher ein Gerät für 300€ tut es mit Sicherheit in den meisten Fällen. Aber besonders beim Mate 10 (ohne Pro) ist halt das Gesamtpaket sowas von stimmig: 450€ Top Kamera, WQHD 16:9 Display, großer Akku, der wohl so schnell wie bei wenigen anderen Smartphones wieder voll geladen ist, noch die schöne Klinke, Fingersensor vorne, damit die Softwarebuttons ausgeblendet werden können und noch dazu der Schnellste am Markt, ein super flotter Prozessor, der nicht! von Mediatek stammt, das Neueste Android mit Project Treble Unterstützung, micro-SD, gute Stereo Lautsprecher, volle LTE Unterstützung, super Design
Und jetzt möchte ich das Gerät sehen, dass das für 300€ zu bieten hat

Enzio
Gast
Enzio

Also ehrlich gesagt, die Zeiten, in denen man für Qualität so viel Geld zahlen muss, sind eigentlich vorbei. Wer kein Extremzocker ist, kann sich eigentlich im Bereich bis 300€ gut bedient fühlen. Alles darüber ist für mich nur noch ein reines Statussymbol

michael-froschauer
Mitglied
TeamMitglied
Michael Froschauer

Da gebe ich dir Recht. Nur bei den Kameras gibt es noch wirklich sichtbare Qualitätsunterschiede zwischen den akutellen Flaggschiffen großer Hersteller und den Geräten <300€.

Enzio
Gast
Enzio

Sicher, bei den Kameras gibt es Unterschiede. Die Frage ist dann wohl wieder der persönliche Anspruch. Ich fand schon die Kamera beim Xiaomi Note 4 richtig gut, obwohl die als nicht so prall gilt. Der Profi mag sich da über 15% mehr Schärfe in Bereich XY freuen, aber ich als Laie, der einfach nur draufhält und abdrückt, hab da streckenweise Probleme, einen signifikanten Unterschied zu finden, der mehrere hundert Euro Unterschied rechtfertigt. Worauf ich Wert lege, ist ein guter Dynamikumfang und eine allgemein hohe Qualität beim normalen Betrachten der Aufnahme, und das ist schon bei den günstigen Marken wie Xiaomi und Meizu mehr als ausreichend gegeben. Gerade in den letzten 3-4 Jahren haben die “Chinaböller” ja doch massiv aufgeholt.

Nils
Gast
Nils

Aber den Unterschied zwischen nem Redmi Note 4 und Huawei P20 Pro sieht auch ein Laie, muss man einfach Mal so sagen. Da können die Chinakracher einfach nicht mithalten. Besonders was Low-Light angeht, bei gutem Licht ist der Unterschied nicht so groß das stimmt.

Enzio
Gast
Enzio

Ja, bei Lowlight stimmt es. Da aber die Wenigsten bei solchen Bedingungen Aufnahmen tätigen, fällt dieser Punkt eher selten ins Gewicht. Und dass man einen Unterschied zwischen einem Huawei P20 und dem Note 4 sieht, ist mir natürlich auch klar. ^^

Wobei wir da wieder im Bereich von knapp 900€ liegen, wo ich echte Digitalkameras bekomme, die günstiger und besser sind. Da käme ich mit einem Billigsmartphone + echter Digicam wohl günstiger weg.

Dieser ganze Preisbereich eines P20, Iphone X und S9 ist für mich einfach nur was für Poser. Was will man mit so einem teuren Ding überhaupt? Ich würde es mir nicht mal in die Tasche stecken, weil ich Angst hätte, es würde kaputt gehen, Staub abbekommen oder verkratzen. Dann würde ich wohl noch eine Versicherung dafür abschließen, weil ich nix riskieren wollen würde. Dazu dann noch ein teures Marken-Case zum rumtragen.

Nee, da bin ich bissel rustikaler. Maximal 200€, dann passt es. Für mich sind Smartphones eben reine Gebrauchsgegenstände, nicht mehr. Wenns nach 2 Jahren im Arsch oder einfach zu outdated ist, hab ich keine Schmerzen, das Teil zu entsorgen. Aber manche Menschen benötigen solche 1000€-Dinger eben auch noch als Persönlichkeitsprothese.

Für mich persönlich ist das Note 3 das perfekte Smartphone zur Zeit. 250€, extrem gute Hardware in allen Belangen. Was will man als Normalnutzer mehr? Ok, Band 20, aber eine Art Note 3 mit Band 20 bekommt man wohl bald mit dem Mi A2.

michael-froschauer
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Michael Froschauer

Ich kann deine Argumentation voll verstehen. Es ist ein Batzen Geld, den man da hinlegt. Ich muss sagen ich persönlich hab mir das P20 Pro geholt ausschließlich wegen der Kamera. Ich hab keine Lust immer eine Spiegelreflex mitzuschleppen im Urlaub etc. Da gebe ich gerne etwas mehr Geld aus und habe alles kompakt in einem Gerät. Klar.. Spiegelreflex ist besser, aber halt nicht so wunderbar kompakt. Das Smartphone hat man immer dabei so kann man wunderbare Schnappschüsse in hoher Qualität machen. Man macht auch automatisch viel mehr low-light Aufnahmen, wenn die Kamera es gut hinbekommt. Sieht man diese Handys als abgespeckte Digitalkameras für die Hosentasche mit zusätzlicher Smartphonefunktion, so ist der Preis meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt.
Zu sagen, dass solche Phones nur etwas für Poser sind, ist nicht ganz richtig.

marlengo
Gast
marlengo

Das sind keine Kameras im wirklichen Sinn, sondern Knipsen.
Mit einer Kamera zu vergleichen, ist ein Witz