Meizu ist und bleibt einfach der UNDERDOG im Smartphone Business. Mit dem Meizu Note 9 will man wieder in der Mittelklasse mitmischen und sucht sich hierfür auch direkt den „einfachen“ europäischen Markt aus. In Indien z.B. wäre es deutlich schwerer, gegen die Konkurrenz von Realme und Xiaomi zu wettern, als das in Europa der Fall ist. Meizus Global Version des Note 9 geht mit 4/64GB Speicher für unter 200€ an den Start und konkurriert somit direkt mit einem Redmi Note 7, Samsung Galaxy M20 oder Motorola G7 Plus. Schon letztes Jahr konnte Meizu mit dem X8 und Meizu 16 beeindruckende Erfolge feiern, leider scheiterte es letztendlich an der Verfügbarkeit. Das will Meizu nun ändern und verspricht auch einen besseren Update-Support für die internationalen Kunden. Auf dem Papier schindet das Meizu Note 9 ordentlich Eindruck, doch kann es auch unserem 10 tägigen Praxistest standhalten?

Meizu Note 9 Hand 1

Bestellung und Verfügbarkeit

Wie man Global Versions von nahezu allen Meizu Smartphones bestellt, erfahrt ihr in diesem Artikel. Leider bietet der deutsche Shop Alternate nur eine sehr begrenzte Auswahl an Meizu Smartphones an, bei Aliexpress im offiziellen Shop des Herstellers könnt ihr aber problemlos einkaufen. Neben schnellem und zollfreiem Versand bietet die Bestellung über Aliexpress auch noch eine 1-Jahres-Garantie über die Allianz Versicherung. Damit ist nun also endgültig Schluss mit den Verfügbarkeits-Problemen. Wer ein Meizu Smartphone will, kann es jetzt einfach bestellen. Wir haben unser Testgerät ebenfalls beim offiziellen Meizu Store bestellt [Zum Shop]. 

Design und Verarbeitung

Meizu Note 9 Hand 2

Meizu ist bekannt für edle und optisch sehr ansprechende Smartphones. Dafür verzichtete man bei den Flagships wie z.B. dem Meizu 16th sogar auf eine Notch. Beim Meizu Note 9 ist eine sehr kompakte Tropfennotch nun aber als Designelement und Aussparung für die Frontkamera mit dabei. Die Ränder links und rechts zum Display sind mit 2,5mm sehr kompakt gehalten. Über dem Display sind es nur 4mm und unter dem Display dann 6mm. Die Abmessungen betragen 153 x 74,5 x 8,7 mm und das Gerät bringt 170g auf die Waage. Im Vergleich zu einem Redmi Note 7 (159.21 × 75.21 × 8.2 mm) ist das Meizu Note 9 mit seinem 6,2 Zoll Display etwas kompakter. Auch 16g weniger Gewicht sind durchaus willkommen.

Meizu Note 9 Design Verarbeitung 2 Meizu Note 9 Design Verarbeitung 4

Meizu setzt bis auf die Glasvorderseite fast ausschließlich auf Kunststoff. Der Rahmen und Power-Button + Lautstärkeregler an der rechten Außenseite bestehen aus Kunststoff. Das Feedback der Tasten ist aber gut und sie sitzen ohne Spiel im Gehäuse. Ärgerlich ist die Rückseite; Die glänzende Rückseite besteht wie bei vielen Smartphones heutzutage aus Kunststoff und eben nicht aus Glas (das RN7 hat eine Glasrückseite). Das reduziert zwar die Bruchgefahr, aber leider sind diese Rückseiten verdammt anfällig für Kratzer. Nach wenigen Wochen ohne Hülle sieht ein Smartphone dann schon aus wie 1 Jahr alt, wenn man es ohne Hülle verwendet. Leider spart Meizu auch die Hülle im Lieferumfang ein (im Aliexpress Shop bekommt ihr diese für 3€ Aufpreis im Bundle). Dafür gibt es ein Meizu Super-Charge Netzteil (24 Watt) und ein USB-Type-C Kabel.

Lieferumfang des Meizu Note 9 Global Version

Alle Anschlüsse befinden sich an der Unterseite des Smartphones, oben findet man lediglich ein geräuschunterdrückendes Mikrofon. Unten sind USB-C Port, 3,5mm Kopfhöreranschluss, das Hauptmikrofon und der Lautsprecher verbaut. Im oberen Rand neben der Notch hat Meizu auch noch Platz für eine weiße Benachrichtigungs-LED gefunden.

Meizu Note 9 Design Verarbeitung 1 Meizu Note 9 Design Verarbeitung 3

Entsperren lässt sich das Meizu Note 9 wahlweise mit dem Finger oder über Gesichtserkennung. Sowohl der Fingerabdruckscanner als auch Face-Unlock funktionieren perfekt. Erkennung und Geschwindigkeit sind auf höchstem Niveau. Lediglich aktuelle Flagships erledigen das Entsperren noch schneller. Beim Face-Unlock hat man die Wahl, ob man direkt nach dem Einschalten auf dem Home-Screen landet oder nochmal wischen muss. Wenn man wie ein iPhone Nutzer nur mal eben die Benachrichtigungen checken will, ist letzteres durchaus eine sinnvolle Option. Super, dass Meizu hier beides anbietet. Auch bei der Steuerungen des Smartphone denkt Meizu mit und bietet neben den klassischen On-Screen-Tasten einen virtuellen mTouch Button oder Wischgesten an.

Volle Aufwahl bei der Steuerung (Meizus mTouch, On-screen Buttons oder Gesten)

Face-Unlock wahlweise nur auf den Sperrbildschirm oder direkt zum Home-Screen!

Der Einschub für die Simkarten ist links außen und bietet nur Platz für 2 nano-SIM (Dual SIM). Speichererweiterung, wie eigentlich üblich in der Mitteklasse, ist hier leider nicht möglich. Die Dual Kamera hinten steht nur 1mm aus der Rückseite hervor und schon die dünnste Hülle wird perfekt mit der Cam abschließen. Hüllen aller Art findet ihr bei Aliexpress.

Zusammenfassend ist das Meizu Note 9 hervorragend verarbeitet, insbesondere wenn man den Preis im Hinterkopf hat. Die glänzende Kunststoffrückseite ist ein Ärgernis, aber die meisten werden ihr Phone ohnehin mit einer Hülle nutzen. In der B-Note gibt es letztendlich Abzug für die fehlende Möglichkeit den Speicher zu erweitern. Das moderne Notch Design und der haptische Eindruck können aber überzeugen.

Display

Das Meizu Note 9 ist mit einem 6,2 Zoll großen IPS Display mit einer Auflösung von 2244 x 1080 Pixel ausgestattet. Das resultiert in gestochen scharfe 402 Pixel pro Zoll und einzelne Bildpunkte sucht man vergebens. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert einwandfrei und die maximale Helligkeit liegt bei durchschnittlichen 450 cd/m². Die Lesbarkeit im Freien ist gewährleistet, wenngleich nichts Besonderes. Auch an hellen Tagen lässt sich das Display noch ablesen. Für ein IPS typisch ist das Display sehr blickwinkelstabil und sogar der Kontrast kann überzeugen. Schwarz sieht auch in Videos wirklich gut aus. Meizu hat hier definitiv Wert auf ein gutes Panel gelegt. Ähnlich wie beim Redmi Note 7 kann man wieder leichte Schatten an Ober- und Unterseite des Displays wahrnehmen. Nicht so stark wie beim Note 7, aber definitiv vorhanden. In der Praxis hat das aber keinerlei Relevanz und wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die Farbwiedergabe wählt Meizu im Standard sehr neutral und akkurat. Im Optionsmenü kann man diese stufenlos den persönlichen Präferenzen anpassen. Ein terminierbarer Lesemodus und Änderung der Schriftgröße gibt es auch noch zum Einstellen.

Meizu Note 9 Display 1

Der Touchscreen erkennt bis zu 10 Berührungen gleichzeitig und arbeitete im Test ohne Murren. Alle Eingaben werden genau erkannt und blitzschnell umgesetzt. Gorilla Glas oder sonstiges „Super“ Glas findet keine Erwähnung bei Meizu. Trotzdem übersteht das Display unseren Kratztest mit dem Messer problemlos. Wer auf Nummer sicher gehen will, einfach eine Displayschutzfolie/Glas besorgen. Diese kann man im offiziellen Meizu Shop auch gleich mitbestellen.

Leistung und System

Speicher Geschwindigkeit Meizu Note 9

Das Meizu Note 9 läuft mit einem brandaktuellen Snapdragon 675 Prozessor und stellt damit fast die gesamte Mittelklasse in den Schatten. Den SD675 kennen wir bereits vom Note 7 Pro, das für Europa aber nicht erscheinen wird. Der Octa-Core Prozessor verfügt über 8 x Kryo 460 Kerne, die mit bis zu 4 x 2 GHz (Kryo 460 Gold) und 4 x 1,8GHz (Kryo 460 Silber) takten. Gefertigt ist der Prozessor im sparsamen 11nm Verfahren und den spürbaren Leistungsboost bei Spielen liefert die Adreno 612 GPU. Im Antutu Benchmark lässt das Note 9 selbst ein Mi 9 SE hinter sich, von einem Redmi Note 7 gar nicht erst zu sprechen. Mit 175700 Punkten liegt das Meizu Note 9 auf absoluten Top-Niveau. In der Praxis laufen Spiele wie Asphalt 8 oder PubG oder Fortnite flüssig. Auch nach einer Stunde Gaming behält das Gerät noch einen kühlen Körper. Mehr als 39° an der wärmsten Stelle lassen sich nicht messen. Der eMMc 5.1 Speicher (in unserem Fall 64GB, alternativ auch mit 4/128GB) bringt es auf solide Übertragungsraten von 256/175 MB/s. Die 4GB LPDDR4X RAM liefern mit 21GB/s absolute Spitzenwerte, wie ein Flagship.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Das Meizu Note 9 läuft wie jedes Meizu Smartphone mit dem hauseigenen Flyme OS 7. In letzter Zeit hat Meizu mit den Updates für die Global ROMs ziemlich lange auf sich warten lassen. Der Hersteller hat aber nun versprochen sich zu bessern und beim Note 9 ist auch noch das ein oder andere Update fällig. Das System läuft grundsätzlich sehr flüssig und schnell, aber schon die Full-Screen Gesten animieren nicht ganz sauber und kleine Ruckler fallen dem geschulten Auge dann doch auf. Auch wenn man viele Apps im Hintergrund laufen hat, fährt die Performance etwas herunter. Trotzdem kein Grund zur Panik, denn wenn man den Launcher wechselt, sind die Probleme beseitigt. Flyme OS hat keinen App-Drawer (Übersichtsseite mit allen Apps) und alle Apps müssen über die Home-Screens in einzelnen Ordnern organisiert werden (wie bei iOS). Optisch gefällt mir persönlich Flyme OS ziemlich gut, wirkt aufgeräumt und das Styling ist minimalistisch und übersichtlich. Über den Theme Store kann man noch andere Styles herunterladen und aktivieren. Alternativ kann man auch einfach den Launcher wechseln, z.B. Nova Launcher.

Die offizielle Global ROM ist am „G“ am Ende des ROM Codes zu erkennen und basiert aktuell auf Android 9. Ein wenig Bloatware ist vorinstalliert, die kann man aber einfach deinstallieren. Einzig die Google Garde bleibt erhalten und die Flyme Systemapps. Die aktuelle Global Firmware findet ihr zum Download auf der Flyme-OS Webseite. Ansonsten werden Updates natürlich einfach übers Wifi installiert.

Kamera des Meizu Note 9

Im Meizu Note 9 arbeitet mit dem Samsung GM1 48 Megapixel Sensor genau der gleiche Kamerasensor wie auch schon im Redmi Note 7 Global Version. Im Vergleich zum Sony 48 Megapixel Sensor, den wir aus dem Mi 9, Mi 9 SE und Redmi Note 7 Pro kennen, ist der Sensor in der Theorie nicht ganz so potent. In der Praxis sorgt er dennoch beim RN7 für die besten Aufnahmen unter 200€ und das mit Abstand. Die Linsenöffnung gibt Meizu mit f/1.7 an, was in der Praxis dann sogar für bessere Nachtaufnahmen sorgt. Der zweite Sensor verfügt über 5 Megapixel und ist eigentlich nur für die Tiefenerkennung bei Portrait/Bokeh Aufnahmen gedacht. Dennoch bietet Meizu im Kamera-UI noch eine 2X Button für Doppelzoomaufnahmen an. Diese sind aber einfach nur per digital-zoom realisiert. Der Dual-tone LED Blitz sorgt für natürliche Gesichtsfarben im Praxiseinsatz. Für Selfies setzt Meizu im Note 9 auf einen 20 Megapixel Sensor mit einer f/2.0 Öffnung.

Beginnen wir gleich mit Bokeh Aufnahmen, diese werden vom Hauptsensor in Unterstützung mit dem Dual-Kamera 5 Megapixel Sensor jederzeit solide umgesetzt. Auch in Innenräumen und bei weniger guten Lichtverhältnissen trennt das Meizu Note 9 den Hintergrund schön ab. Die Qualität unterscheidet sich teils von normalen Aufnahmen, aber Hautton und Details sind auf gutem Niveau. Der Bokeh/Portrait liefert hier definitiv einen Mehrwert, anders sieht das bei den 2X Zoom Aufnahmen aus. Diese kann ich mit jeder Kamera durch einen 2-fach Digitalzoom so nachstellen. Im Pro-Modus lassen sich dann noch alle möglichen individuellen Einstellungen vornehmen und hier findet man ähnlich wie bei Xiaomi auch die 48 Megapixel Funktion. Doch ebenso wie beim RN7 sind diese 48 Megapixel Bilder nur in ganz besonderen Scenarien wirklich besser. Ansonsten holt man sich riesengroße, interpolierte Bilder mit mehr Rauschen auf das Handy.

Nun zum Haupteinsatzzweck einer Mittelklassekamera. Normale Fotos bei guten Lichtverhältnissen macht das Meizu Note 9 auf Spitzenniveau. Der Unterschied mit einem Redmi Note 7 ist kaum auszumachen, klar ist ja auch der gleiche Sensor. Die Farbwiedergabe ist angenehm kräftig, die dynamische Reichweite spitze und die Detailanzahl ebenfalls hoch. Erst wenn weniger Licht zur Verfügung steht, neigen die Bilder zum Rauschen, ansonsten sind sie bis zum Rand gestochen scharf.

Auch bei wenig Licht macht das Meizu Note 9 noch gute Aufnahmen, wenn man den günstigen Preis im Hinterkopf behält. Etwas enttäuschend ist nur der Super-Nachtmodus, da hätte ich mehr erwartet, denn die Bilder werden einfach nur etwas aufgehellt. Details oder Farben kommen nicht besser zur Geltung. Trotzdem kann das Meizu Note 9 ein Redmi Note 7 bei Nacht leicht übertrumpfen. Für weniger als 200€ macht hier definitiv kein Smartphone bessere Bilder bei Nacht.

Die Selfies spielen ein wenig mit vielen Megapixel und vermitteln vielleicht den Eindruck, als wäre hier ein ganz besonderer Sensor verbaut. In der Praxis kann man höchstens durchschnittlich gute Selfies bescheinigen, die gelegentlich nicht ganz scharf werden. Die Farbdarstellung im Gesicht verbessert sich deutlich, wenn man die Bokeh/Portrait-Selfie Funktion nutzt, ansonsten sieht man etwas bleich aus.

Einen kleinen Schockmoment hatte ich dann bei Videoaufnahmen. 4K Aufnahmen sind direkt über die Meizu Kamera-App möglich, aber es gibt gar keine Stabilisierung bei egal welcher Auflösung. Weder OIS noch EIS sind hier verfügbar, wobei ein EIS schon Standard sein sollte in der Mittelklasse. Wer also häufig Videos macht, sollte sich entweder einen Gimbal kaufen oder die Finger vom Meizu Note 9 lassen. Wobei die Qualität der Aufnahmen tatsächlich sehr überzeugt. Farben, Schärfe und Details sind auch bei 1080p schon verdammt gut. Nur beim Sound hat Meizu auch geschlampt, so ist der Sound bei 4K nur Mono und auch bei 1080p mit Stereo Sound keine Wohltat fürs Gehör. 

Gcam Mod auf dem Meizu Note 9

Aktuell läuft der Gcam Mod vom Redmi Note 7 Pro auf dem Meizu Note 9. Herunterladen könnt ihr euch den MOD hier. Bei normalen Aufnahmen macht die Meizu Kamera-App zumindest aktuell noch einen deutlichen besseren Job. Aber nur für Nachtaufnahmen mit dem Nachtmodus ist der Mod bereits lohnenswert.

Konnektivität und Kommunikation

Leider nur Dual-SIM und keine Speichererweiterung!

Das Meizu Note 9 (Model: M923H) verfügt in der Global Version über alle für Deutschland wichtigen 2G, 3G und 4G (LTE) Frequenzen:

GSM:B2/B3/B5/B8

CDMA:BC0

WCDMA:B1/B2/B4/B5/B8

TD-LTE:B40

FDD-LTE:B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B20

Der Empfang im Testzeitraum war ohne negative Aufälligkeiten. Die Gesprächsqualität gehört zu den besseren, da der Anrufer wirklich in guter Qualität verstanden wurde und die Stimme auch sehr klar weitergeleitet wird. Der Freisprecher ist ebenso nutzbar und wird über ein zweites geräuschunterdrückendes Mikrofon unterstützt. Obwohl die Gesprächsqualität wirklich gut ist, unterstützt das MEIZU augenscheinlich keine VoLTE, zumindest konnte ich es im System nicht finden.

Beim WIFI gibt es den aktuellen ac-Standard mit 2,4 und 5 GHZ Unterstützung und die Übertragungsraten und Reichweite ist gut. Bluetooth 5.0 versteht sich hier von selbst und verrichtet kritikfreie Arbeit. An Sensoren liefert Meizu neben den 3 Standards (Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeits-Sensor) auch noch ein Gyroskop und einen Kompass. Verzichten muss man wie so oft nur auf NFC. OTG ist aber mit dabei.

Meizu Note 9 GPS Test Fix 1Meizu Note 9 GPS Test Fix 2

Beim GPS gibt es auch eine kleine Überraschung, denn hier werden, obwohl nicht von Meizu angegeben, neben GLONASS und Beidou auch GALILEO Satelliten unterstützt. Die Genauigkeit lag bei mehreren Testfahrten konstant bei 2-3 Metern und auch die Fußgängernavigation war mit Unterstützung durch den Kompass Problemlos möglich.

Der 3,5mm Klinkenstecker hat eine gute Qualität, ist aber nicht so laut wie beim Redmi Note 7. Der einsame Mono-Lautsprecher an der Unterseite macht eine gute Figur. Nicht der lauteste, aber dafür klar und differenziert beim Sound.

Akku

Meizu Note 9 Akkulaufzeit 1Meizu spendiert dem Note 9 einen großen 4000 mAh Akku und dieser kann auch über Meizus eigene Schnelladetechnologie mCharge mit 18W geladen werden. Im PCMark Akkutest bleibt das Meizu Note 9 mit 10 Stunden zwar einem Redmi Note 7 unterlegen, in der Praxis sind aber 2 Tage Laufzeit mit einer DOT (Zeit mit eingeschaltetem Display) von 7-8 Stunden problemlos drin. Eine Stunde YouTube in Full-HD kosten nur 6 Prozent Akku (über WLAN). Wer nach einem Smartphone mit guter Akkulaufzeit sucht, ist hier jedenfalls gut bedient.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Voll aufgeladen ist das Meizu Note 9 nach einer Stunde und 40 Minuten. Diese Geschwindigkeit erreicht man aber nur mit dem mitgelieferten mCharge Netzteil. Wer zwischendrin mal kurz nachlädt, bekommt nach 30 Minuten gut 34% Akkuleistung und nach 15 Minuten auch schon auf 18 Prozent.

Fazit und Alternative

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Jonas Andre:

Zusammenfassend ist das Meizu Note 9 ein verdammt gutes Mittelklasse Smartphone geworden, das Xiaomi ein paar Kunden abluchsen könnte. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einem Snapdragon 675 ist das Phone verdammt schnell unterwegs, die Kamera macht sehr gute Fotos, Fingerabdruckscanner und Gesichtsentsperrung sind top und auch die Akkulaufzeit kann überzeugen. Das Display gehört mit zu den besten und endlich gibt es auch eine Global Version mit Global ROM und LTE Band 20. Allerdings gibt es auch Nachteile: Die Kunststoffrückseite verkratzt schnell und da kann auch die tadellose Verarbeitung nichts dran ändern. Ansonsten ist die fehlende Speichererweiterung auch einer der wenigen Kritikpunkte am Smartphone. Die fehlende Bildstabilisierung für Videoaufnahmen sei auch nochmal erwähnt, allerdings könnte Meizu hier mit einem Update nachhelfen.

Insgesamt hat es Meizu mit dem Note 9 geschafft ein, ohne Frage konkurrenzfähiges Smartphone zu präsentieren. Wenn Realme jetzt auch noch nach Europa kommt, dann gibt es ein heftiges Duell um den König der Mittelklasse. Wir sind gespannt. Wer sich für Meizu entscheidet, bekommt jedenfalls ein ausgezeichnetes Smartphone, solange man sich der wenigen Kritikpunkte bewusst ist.

88%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 90 %
  • Kamera 80 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 90 %

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Shir Khan
Gast
Shir Khan

Hallo Jonas,
das Meizu Note 9 habe ich seit gut einer Woche in Gebrauch und wollte eigentlich Eurem Test zustimmen. Doch seit gestern habe ich ein echtes Problem. Ich habe mit den Antivirusscanner Malwarebaytes und Sophos eine Prüfung des Gerätes durchgeführt und dabei die Wahrung vor einem Trojaner erhalten:
Software: Android/Trojan.HiddenAds.myu
Systemanwendung: Dynamic Themen Service

Von Malwarebaytes habe ich auch schon die Info erhalten, dass sich die Schadsoftware in der Systemanwendung befindet und durch 3. Anbieter nicht zu löschen ist und nur durch die Aufspielung einer neuen Software zu beheben sei.
Mir wurde geraten das Gerät wieder zurück zugeben.

Von Meizu kam nur die Rückfrage, welche Einschränkungen ich mit dem Gerät hätte und ich diese beschreiben sollte.

Daher meine Frage: Wie stand es denn um euer Testgerät? Hatte Ihr das Gerät mal auf Viren getestet?

Und zu guter Letzt die Bitte: Was würdest Ihr mir raten?

Vielen Dank für eure Hilfe!!

Phil
Gast
Phil

Samsung Galaxy A70 mit Snapdragon 675: „Schwacher Prozessor“
Meizu Note 9 mit Snapdragon 675: „Pfeilschneller Prozessor“

Mir ist natürlich bewusst, das ein A70 das Doppelte kostet, aber das macht den Prozessor ja nicht schwach. Wenn der Snapdragon 675 in einem 180€ Gerät Pfeilschnell ist, ist er auch in einem 999€ Gerät Pfeilschnell, selbst wenn die Konkurrenz NOCH schnelleres liefert. Es wäre angebracht so etwas zu schreiben, wie „Pfeilschneller Prozessor“ bei den Pro Argumenten und dann „Prozessor in dieser Preisklasse dennoch unterdurchschnittlich“ bei den Contra Argumenten. Das wäre deutlich transparenter. Der Snapdragon 675 ist ja stark genug, um jedes Gerät flott anzutreiben, „schwach“ ist er also auch nicht, wenn er in einem 1000€ Flaggschiff verbaut wäre.

Ingo
Gast
Ingo

Kunststoffrückseiten sind vernünftig,
zumindest für die, die ihr Smartphone mit einer Hülle schützen. Und ich persönlich kenne niemanden, der das nicht tut.
Was nutzt mir eine kostbare Rückseite mit tollen Farbeffekten, wenn sie unter einem Cover verschwindet? Metallrückseiten machen es für den Hersteller schwerer, gute Empfangsbedingungen zu schaffen.
Kunststoffrückseiten sind ausgesprochen leicht . Zusammen mit einem Cover wiegen sie ungefähr so viel wie eine Glasrückseite oder Metallrückseite. Letztere muss man dann aber doch wieder zusätzlich mit einem Cover schützen. Da kommen leicht 20 g bis 50 g hinzu.
Das Design der Smartphones geht momentan seltsame Wege. Es gibt überwiegend auf gute Optik getrimmte Phones, die ohne zusätzlichen Schutz gar nicht gebraucht werden können. Der tolle optische Effekt ist mit ein paar Fingerabdrücken eh dahin. Daneben gibt es ein kleines Segment mit regelrechten Panzerungen für den Outdooreinsatz mit meist schlechten Kameras und alltagsuntauglichem Gewicht.
Liebe Hersteller, denkt doch mal über einen vernünftigen Mittelweg nach.

Karl S
Gast
Karl S

Hi,

bisher habt ihr das Meizu Note 9 nicht in eurer Bestenliste eingeordnet oder täusche ich mich? Mich würde es interessieren auf wo und welchem Platz ihr es einordnen würdet bzw. einordnet insbesondere im Vergleich zum Redmi Note 7.

Vielen Dank für die tollen Testberichte.

Beste Grüße

Kevin
Gast
Kevin

Hallo, ihr schreibt dass man Fortnite spielen kann. Ich hab in vielen Foren gelesen, dass der Snapdragon 675 hier nicht unterstützt wird.

SCARed
Gast
SCARed

ja, ich bin auch angenehm überrascht. trotzdem interessiert mich das Meizu 16 (mit dem SD710) persönlich mehr. hoffentlich bekommt das auch den versprochenen besseren support in sachen global ROM.

auch kameratechnisch sollte das 16 eigentlich mindestens auf dem gleichen niveau liegen, vor allem dank echtem 2x zoom und OIS.

Steinlaus
Gast
Steinlaus

Wow … aus dem Nichts schleicht sich Meizu heran und erdolcht mal eben das Note 7. Endlich ne echte Konkurrenz, da freut sich der Kunde!

vonLiechtenstein
Gast
vonLiechtenstein

Wo erdolcht es denn das Note?
Schlechtere Videos kein Eis und schlechtere Laufzeit, keine Sprechererweiterung und was Updates angeht na ja.
Dennoch nicht schlecht.

leni
Gast
leni

ob dem wirklich so ist. Ich denke die Tests stimmen gerade bei der Akkulaufzeit nicht. Und bei den Bildern war Meizu schon immer besser. Updates waren beim redmi note 4 beschissen. Sicherheitspatch steht noch bei 2016. Beim 1,5 Jahr alten M6 von Meizu steht bei mir April 2019-