OnePlus 9 Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : 11.2.4.4.LE25BA
Bewertung: 90%
Vorteile
  • solides Kameraupgrade
  • sehr gute Ultraweitwinkelkamera
  • rasante Performance
  • tolles 120Hz AMOLED
  • 65 Watt + kabelloses Laden
Nachteile
  • Kunststoff-Rahmen
  • kein OIS
  • Thermal Throttling beim SD888
  • keine IP-Zertifizierung
Springe zu:
CPUSnapdragon 888 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUAdreno 660 - 840MHz
Display 2400 x 1080, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemOxygenOS
Akkukapazität4500 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera48 MP + 50MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht192 g
Maße160 x 74,2 x 8,7 mm
Antutu807000
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am11.05.2021

Ein paar Kompromisse, weniger Premium, aber trotzdem brandneue Hardware und das Kameraupgrade samt „Hasselblad“: Das OnePlus 9 kostet 200€ weniger als das Pro-Modell, präsentiert sich im Test dennoch als bärenstarkes Flagship. Aber wird es auch dem hohen Preis gerecht?

Unter der Haube haben wir wieder den schnellsten Qualcomm-Prozessor, den Snapdragon 888 und dazu gibt es ein 120 Hertz AMOLED. Merkmale wie 65 Watt Schnellladen, Wireless Charging und volle Konnektivität sind in diser Smartphone-Klasse selbstverständlich. Und dann die Kamera: Wird man mit den besseren Sensoren dem ganzen Hasselblad-Marketing gerecht?

Gab es beim OnePlus 8T noch eine kleine Überraschung mit einem niedrigeren Einstiegspreis von 100€, so startet das OnPlus 9 mit 8/128GB wieder bei 699€. Die große Speichervariante mit 12/256GB und auf Wunsch auch in der besonderen Farbe „Winter Mist“ schlägt mit 799€ zu Buche.

OnePlus 9

OnePlus 9 Lila

OnePlus 8T

OnePlus 8T Beitragsbild Farben 1

OnePlus 8

OnePlus 8 Glacial Green

Display: 6,55 Zoll, 20:9, 2400 x 1080 Pixel, 120Hz, AMOLED, 401 PPI 6,55 Zoll, 20:9, 2400 x 1080 Pixel, 120Hz, AMOLED, 401 PPI 6,55 Zoll, 90Hz, 20:9, 2400 x 1080 Pixel, 90Hz, curved AMOLED, 401 PPI
Maße: 160 x 74,2 x 8,7mm, 192g 160,7 x 74,1 x 8,4mm, 188g 160,2 x 72,9 x 8,0 mm, 180g
Hardware: Snapdragon 888, Adreno 660, 3.1 UFS, LPDDR5 RAM Snapdragon 865, Adreno 650, UFS 3.1, LPDDR4x RAM Snapdragon 865, Adreno 650, UFS 3.0, DDR4 RAM
Kamera: Sony IMX689, 48MP, f/1.8, 1.12 μm, 1/1.43”, 7P, EIS

Ultraweitwinkel: Sony IMX766, 50MP, f/2.2, 1.12 μm, : 1/1.56”, 7P, EIS

Monochrom: 2MP

Sony IMX586, 48MP, f/1.7, 1.6 µm, OIS + EIS

Ultraweitwinkel: Sony IMX481, 16MP, f/2.2, 123°

Makro: 5MP

Monochrom: 2MP

Sony IMX586, 48MP, f/1.75, 1.6 µm, OIS + EIS

Ultraweitwinkel: 16MP, f/2.2, 116°

Makro: 2MP, f/2.4

Frontkamera: Sony IMX471, 16 MP, f/2.4, 1.0 µm, fixer Fokus Sony IMX471, 16 MP, f/2.0, 1.0 µm, fixer Fokus Sony IMX471, 16 MP, f/2.0, 1.0 µm, fixer Fokus
Akku: 4500mAh, Warp Charge 65T – 65 Watt / 15 Watt QI 4500mAh, Warp Charge 65 – 65 Watt 4300mAh, Warp Charge 30T – 30 Watt
Speicher &

Preise:

8/128GB – 699€

12/256GB – 799€

8/128GB – 599€ 499€

12/256GB – 699€

8/128GB – 699€ 430€

12/256GB – 799€

Design & Verarbeitung

Das OnePlus 9 misst 160 x 74,2 x 8,7 Millimeter und bringt 192 Gramm auf die Waage. Mit dem 6,55 Zoll großem Display platziert es sich sogar noch etwas unter dem aktuellen Durchschnitt in der Flagship-Klasse. Damit gelingt auch die Bedienung mit einer Hand noch recht gut. Die Rückseite hinten verläuft wunderbar rund in den Rahmen. Scharfe Kanten oder Mängel bei der Verarbeitung finden sich, wie bei OnePlus gewohnt, keine.

Drei schicke Farbvarianten stehen für das OnePlus 9 bereit. Mit dem Farbspiel übertreibt man es zum Glück nicht und lässt den Interessenten die Wahl zwischen glänzender und matter Glasrückseite:

  • Wir haben die spannendste Version in „Winter Mist“ im Test: Je nach Winkel variiert die Farbe zwischen Lila und Silber, mit oben einem matten Effekt, während die Rückseite unten wie Chrom glänzt. Der Rahmen bleibt glänzend-silber. Das OnePlus 9 in „Winter Mist“ macht definitiv was her, man bekommt es aber nur in der großen Speichervariante mit 12/256GB.
  • „Astral Black“ setzt auf den matten Look hinten, darüber liegt aber noch eine Schicht glänzendes Glas. Zum Glück gibt es hier noch eine ganz normale schwarze Version.
  • Wirklich mattes Glas bekommt man dann mit „Arctic Sky“ in Blau ohne Farbspiegelungen.

Die Rückseite hat sonst nur ein glänzend abgesetztes OnePlus-Logo in der Mitte, die typischen Hinweise unten (CE-Kennzeichnung, Modellbezeichnung, Mülltonne) in Silber und das Kameramodul, das knapp einen halben Millimeter hervorsteht. Auch dieses ist nun farblich in Einklang mit der Rückseite. Der „Hasselblad“ Schriftzug ist erstaunlich unauffällig geworden und nur die einzelnen Sensoren sind noch mal mit einem Chrom-Ring abgesetzt, der minimal hervorsteht (Zum Schutz des Glases darunter).

Am Rahmen befindet sich unten der SIM-Slot für zwei Nano-SIM-Karten, der USB-C Port (3.1) und zwei Schlitze für den Lautsprecher. Rechts am Rahmen haben wir den Powerbutton mit Alert-Slider darüber: Über diesen kann man in drei Stufen das Lautstärkeprofil festlegen (Laut / Klingeln, Vibration und Stumm / Lautlos). Auf der linken Seite des Rahmens liegt die Lautstärkewippe und oben am Gerät ein zweites Mikrofon. Der Ohrlautsprecher ist zwischen Displayglas und Rahmen eingelassen, wo auch die Sensoren (Licht & Näherung) liegen.

Zusammenfassung: Die erstklassige Verarbeitung, das edle Design und die schicken Farben – Im Punkt “Design & Verarbeitung” gab es bei OnePlus eigentlich nie etwas zu meckern. Zumindest bei den Flagships und bis zum OnePlus 9. Wer es weiß, der wird es erfühlen: Der Rahmen ist nur aus Kunststoff. In den Schraubstock sollte man das Gerät nicht einspannen, wertig fühlt sich das Flagship trotzdem an und mit einer Schutzhülle merkt man davon nichts. Dennoch irgendwie ein No-Go in dieser Preisklasse. Auch über die fehlende IP-Zertifizierung müssen wir in dieser Preisklasse meckern. 

Lieferumfang des OnePlus 9

Im typisch roten Karton liegt das normale Zubehörprogramm dem OnePlus 9 bei. Neben dem Smartphone mit bereits angebrachter Schutzfolie, gibt es noch das übliche Zettelwerk (+Sticker), das Warp Charge 65 Schnellladegerät samt rotem USB-C auf USB-C Kabel sowie eine Schutzhülle.

OnePlus 9 Test Gerätefotos 12

Bei der mitgelieferten Schutzhülle setzt man weiterhin auf eine durchsichtige Silikonhülle, mit einem matten Rahmen und leicht strukturierter Rückseite. Für den Start ist diese definitiv solide und gut nutzbar.

Offizielle Schutzhüllen & Cases: Wer seinem neuen Smartphone etwas Gutes tun möchte, besorgt noch eine Schutzhülle zum Gerät – Die offiziellen Cases bieten sich hier besonders an. Es gibt außerdem inzwischen einen OnePlus Shop bei Amazon, in dem man häufig die besseren Preise erzielt.

Uns lag noch das bekannte Sandstone Bumber Case bei, das die bekannte raue Oberfläche bietet und damit Grip in jeder Situation. Dieses gibt es nur in der Farbe Matt-Schwarz zu einer UVP von 25€, wiegt 30 Gramm und erhöht die Maße auf 163,5 x 78,5 x 11,6mm. Darüber kommt noch das Karbon Bumper Case für 40€. Dieses wiegt 24g und misst 163 x 77,8 x 11,6mm. Die schicke Karbonhülle lag uns für das OnePlus 9 Pro bei und schmeichelt definitiv einem Flagship.

Display des Oneplus 9

Das Display ist bei OnePlus Smartphones einer der wichtigsten Faktoren und zählt seit Einführung der höheren Bildwiederholungsfrequenz zur allgemeinen Performance dazu. Mit Einführung des Pro-Modells bleibt das (unter anderen) beste Display aber auch dem teureren Modell vorbehalten.

OnePlus 9 Pro mit “Premium”-Display

So haben wir beim OnePlus 9 das gleiche AMOLED Panel wie beim Vorgänger. Das OnePlus 9 Pro hebt sich hingegen mit der höheren Auflösung, curved edges und LTPO ab. Beim OnePlus 9 misst es 6,55 Zoll in der Diagonale im inzwischen üblichen 20:9 Format. Auch die Auflösung ist mit Full-HD bei 2400 x 1080 Pixel niedriger. Davon merkt man aber in der alltäglichen Benutzung rein gar nichts. Das AMOLED Panel wird bis zu 1010 Lux hell im manuellen Modus und erreicht bis zu 1060 Lux in der Sonne. Geschützt wird das Display durch Corning Gorilla Glas.

Bei der Bildwiederholungsfrequenz hat man die Wahl zwischen 60 und 120 Hertz. Das OnePlus 9 Pro kann hingegen je nach Bildschirminhalt frei variieren von 1 bis 120 Hertz (LTPO Panel), was auch für die Auflösung (zwischen Full-HD und WQHD) gilt.Das hilft beim Akkusparen. Da man den 4500 mAh Akku den OnePlus 9 eigentlich kaum an einem Tag leer saugen kann, wird im Grunde jeder bei 120 Hertz landen. Hier läuft das OnePlus 9 wunderbar geschmeidig und Animationen sind absolut flüssig.

Der schwarze Rand zwischen Display und Rahmen misst unten 3,5mm sowie links, rechts und oben 1,5mm. Die Frontkamera ist oben links in einer Punch-Hole-Notch eingelassen und nimmt 3,5mm im Durchmesser in Anspruch.

Software: Typisch für AMOLED sind die Farben kräftig und der Kontrast exzellent. In den Einstellungen hat man bei der Farbgebung die Wahl zwischen “Lebendig”, “Natürlich” und “Erweitert” mit noch mehr Möglichkeiten zum Feintuning. Auch kann man OnePlus mit der “Komforttönung” auf Wunsch auch die Einstellungen überlassen. Je nach Umgebungslicht wird das Display dann angepasst, z.B. im Dunkeln der Blaulichtanteil deutlich verringert.

Auch hat es OnePlus (endlich) geschafft ein echtes Always-On-Display in die Software zu integrieren. Den terminier- und einstellbaren Lesemodus, Blaulichtfilter und Dark-Mode kennen wir bereits. Video-Streaming ist in HD Auflösungen dank Widevine L1 uneingeschränkt möglich.

Zusammenfassung: Das 120 Hertz AMOLED ist dem OnePlus 9 definitiv würdig und mehr braucht es nicht! Das Panel überzeugt auch mit den knackigen Farben, vielen Einstellungsmöglichkeiten und einer hohen Displayhelligkeit. 

Hardware & System

Neue Generation, neuer Top-Prozessor von Qualcomm – Das hat bei OnePlus inzwischen Tradition. Auch das günstigere OnePlus 9 kommt mit dem Snapdragon 888, der im 5nm-Verfahren gefertigt wird. Der Octa-Core setzt auf einen fixen Cortex-X1 Prime-Core mit bis zu 2,84GHz und die Adreno 660 GPU.

Beim Speicher hat man LPDDR5 RAM, der Übertragungsraten von 57 GB/s erreicht, sowie UFS 3.1 Speicherplatz, der mit einer überzeugenden Lese/Schreibgeschwindigkeit von 1895/736 MB/s arbeitet. Wir haben die Variante „Winter Mist“ und damit auch 12/256GB Speicher im Praxistest. Folgendermaßen platziert sich das OnePlus 9 in den Benchmarks:

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Von den Thermal Throttling Problemen des Snapdragon 888 bleibt man auch bei OnePlus im Härtefall nicht verschont: Legt man es darauf an, bringt man das Smartphone nach dem dritten Benchmark-Run an die thermischen Grenzen und der Chip muss die Leistungsaufnahme und damit auch die Rechenleistung reduzieren. In der Praxis wird man in das Szenario allerdings nicht so schnell gelangen. Auch nach einer Stunde 3D-Gaming auf dem Balkon in der Sonne, blieben die FPS (Bildrate) konstant. Eine spürbare Erwärmung auf 42° oben rechts am Smartphone war aber auch die Folge. Anders als mit synthetischen Benchmarks lässt sich die schiere Rechenleistung des Snapdragon 888 kaum ausreizen.

Oxygen OS auf dem OnePlus 9

Das OnePlus 9 lief zum Testzeitpunkt mit Oxygen OS 11.2 (Version: 11.2.4.4.LE25BA) basierend auf Android 11. Der Sicherheitspatch liegt bei April 2021. Neu ist auf dem OnePlus 9 damit nicht viel im Vergleich zum OnePlus 8T: Hier hat man bereits das große Oxygen OS Update auf Basis der neuen Android-Version eingeführt.

Kleine interessante Änderung in China: Hier setzt man nun nicht mehr auf Hydrogen OS (im Grunde die chinesische Version von unserem Oxygen OS), sondern direkt auf Oppos Color OS – Der BBK Electronics Konzern lässt grüßen. 

Oxygen OS gehört zu den Androidsystemen, die sich optisch nahe an Stock Android halten. Die Bedienung leidet nicht unter verschachtelten Menüs und die optische Reizüberflutung bleibt aus. Trotzdem bietet Oxygen OS genügend zusätzliche Features, Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten.

Zusammenfassung: Das Zusammenspiel aus erstklassiger Hardware, dem 120 Hertz AMOLED sowie Oxygen OS machen auch beim OnePlus 9 wieder unglaublich viel Spaß. 

Kamera des Oneplus 9

(Zu) lange hat man auf den Sony IMX586 mit 48MP gesetzt – schon seit dem OnePlus 7 vor zwei Jahren! Der IMX586 ist ein solider Kamerasensor kombiniert mit guter Kamerasoftware von OnePlus, aber spätestens beim OnePlus 8T seiner Zeit enteilt. Jetzt ist endlich das Kameraupgrade auch für das günstigere Flagship da. Zum Sony IMX689, der im OnePlus 8 Pro gute Dienste geleistet hat, gesellt sich die wohl beste Ultraweitwinkelkamera in dieser Preisklasse mit dem Sony IMX766 mit 50MP. Sonst bleibt die Frontkamera die Alte und der Monochrome-Sensor ist als Gimmicks an Bord. Das Kamerasetup des OnePlus 9 im Detail:OnePlus 9 Testbericht Screenshot Kameraapp 2 OnePlus 9 Testbericht Screenshot Kameraapp 1

  • Hauptkamera: Sony IMX689 – 48MP, f/1.8, 1.12 μm, 1/1.43”, 7P, EIS
    • Pixel Binning: 12MP – 4000 x 3000 Pixel
  • Ultraweitwinkel: Sony IMX766 – 50MP, f/2.2, 1.12 μm, : 1/1.56”, 7P, EIS
    • Pixel Binning: 12,5MP – 4096 x 3072 Pixel
  • Monochrome: 2MP
  • Frontkamera: Sony IMX471 – 16 MP, f/2.4, 1.0 µm, fixer Fokus
    • 16MP – 4608 x 3456 Pixel

Dazu kommt noch ein Kameraexperte bei OnePlus: Bei Huawei ist es Leica, Nokia hat(te) Carl Zeiss und OnePlus kooperiert nun mit Hasselblad. Das Thema haben wir bereits beleuchtet: Der Game Changer ist diese Kooperation nicht. Zunächst geht aus der Zusammenarbeit die Bildoptimierung und etwas Kamerasoftware hervor… und natürlich eine große Portion Marketing. Später soll auch Hasselblad-Hardware in den Flagships folgen.

Wie gut sich das OnePlus 9 mit der neuen Hardware und neuem Imageprocessing schlägt? Zur besseren Beurteilung haben wir uns bereits das OnePlus 9 im Kameravergleich angeschaut:

  • Gegen das 200€ teurere Pro-Modell, das sich mit dem Telefotosensor und den Zoomaufnahmen sowie den Videofunktionen hervortut.
  • Und im Vergleich mit dem OnePlus 8T, den direkten Vorgänger, das noch immer auf den Sony IMX586 48MP Sensor setzt – Wie viel besser werden Fotos mit der neuen Hardware und dem Software-Tuning durch Hasselblad?

„Großes (oder aufgeblasenes?) Thema“ bei der Kamera ist das zweite Downgrade, das das OnePlus 9 hinnehmen musste neben dem Rahmen aus Kunststoff. Die Hauptkamera ist nicht mehr in einem OIS gelagert, was in den letzten Jahren bei der Flagship-Reihe eigentlich immer der Fall war. Der Kameravergleich hat an sich schon gezeigt, dass der fehlende OIS kaum ein Problem bei Nachtaufnahmen und Videos ist – Einen faden Beigeschmack hat der Verzicht dennoch.

Tageslichtaufnahmen:

Zum Einsatz kommt der „alte“ Sony IMX689 mit 48MP aus dem OnePlus 8 Pro in Kombination mit der neuen Software von Hasselblad. Das Top-Kamera-Flagship wird das OnePlus 9 dadurch nicht, aber die Bildqualität ist wieder der Preisklasse angemessen.

Die Unterschiede werden vor allem bei der Bildverarbeitung sichtbar im Vergleich mit vorherigen OnePlus Smartphones, was die Darstellung der Farben, Fokus- und Schärfebereich sowie Kontrast & Dynamik betrifft.

Denn klar ist der IMX689 dem alten IMX586 überlegen, aber die sichtbaren Fortschritte zwischen den Generationen sind deutlich weniger signifikant. Anders die Bearbeitung durch die Software. Hier holt man mehr aus dem Motiv heraus. Neigt aber hier und da auch zu einer überschärften Darstellung.

Das OnePlus 9 zeigt bei den Tageslichtaufnahmen deutlich realistischere Farben, ohne sie „langweilig“ wirken zu lassen. So hat man einfach ein runderes Farbbild: Etwas wärmer, keine herausstechenden knalligen Farben, aber dennoch sieht man genug vom Kontrast, wenn man in das Bild hereinzoomt. Damit bietet das OnePlus 9 auch einen angenehmen Dynamikumfang.

Der größere Kamerasensor kann aber nicht alles richtig machen: Auch wenn er in der Dämmerung und Nacht mehr Licht einfängt, so verkleinert sich der Fokusbereich dadurch. Dies fällt bei Motiven in naher Entfernung auf. Das Objekt wird zum Rand hin einfach unscharf, wenn es zu groß ist und ein natürlicher Bokeh-Effekt tritt auf.

Gewollt ist der Effekt dann bei Makroaufnahmen. Hier schaltet das OnePlus 9 automatisch um, wenn man nah genug an einem Objekt dran ist und wechselt zum Ultraweitwinkelsensor. Natürlich kann man den Modus auch manuell aktivieren.

Nachtaufnahmen:

Größerer und besserer Sensor, dafür kein OIS mehr. Im Nachtmodus nehmen Smartphones mehrere Aufnahmen mit etwas längerer Belichtungszeit auf, fügen die Bilder zusammen und erhöhen so die Lichtausbeute um ein gutes Stück. Ein OIS bügelt dabei Mikroruckler der Hand durch die bewegliche Lagerung aus.

Das OnePlus 9 bekommt dies auch ohne OIS einwandfrei gebacken und die Fehlerquote liegt bei unter 5% wie bei anderen Flagships auch. Im Vergleich zum OnePlus 9 Pro hat sich gezeigt, dass die Bilder ein kleines bisschen dunkler ausfallen, die Qualität insgesamt aber auf einem sehr hohen Level ist.

Auch bringt der Nachtmodus den Nachtaufnahmen sehr viel und der ISO-Wert kann noch weiter gesenkt werden. Der Himmel wird dabei schön schwarz und  nicht blau aufgenommen, künstliche Beleuchtung wird toll in Szene gesetzt und auch Details / Strukturen bleiben beim Reinzoomen erhalten.

Ultraweitwinkel:

Schon das OnePlus 8 Pro hat hier eine ziemliche Marke aufgestellt mit dem Sony IMX586 als Sensor. Das OnePlus 9 bekommt den gleichen Ultraweitwinkelsensor wie das OnePlus 9 Pro und zaubert damit mit die besten Ultraweitwinkelbilder, die man in dem Preisbereich bekommt. Der Sony IMX766 bietet eine Auflösung von 50MP und produziert 12,5MP Fotos via Pixel Binning.

Der 50MP Sensor liefert für Ultraweitwinkelbilder eine sehr hohe Detaildichte und einen soliden Dynamikumfang. Die Farbgebung ist ziemlich ähnlich zu den Bildern der Hauptkamera und das OnePlus 9 belässt es eher natürlich. Auch kann man Bilder mit der vollen Auflösung aufnehmen, was sich gerade bei schönem Wetter anbietet. Loben darf man die Schärfe zum Rand hin durch die „Free Flow Lens“. UWW Fotos zeigen hier teils Verzerrungen und Unschärfe, die beim OnePlus 9 auf ein Minimum reduziert sind.

Ultraweitwinkel bei Nacht:

Zwar erzielt man mit der Hauptkamera bei Nacht immer die besseren Aufnahmen, mit dem starken Sony IMX766 darf man aber auch Ultraweitwinkel-Low-Light-Fotos wagen. Wenn es das Motiv hergibt, bekommt man hier auch eine breite Szenerie auf die Aufnahme, ohne dass Pixel-Matsch und ISO-Rauschen die Qualität runterziehen. Wichtig ist, dass man den Nachtmodus nutzt, denn ohne werden die Bilder zu dunkel.

Bokeh / Portrait:

Generell klappen Portrait-Aufnahmen bei OnePlus zwar gut, die Bilder zeigen aber eine Unschärfe, die für Stirnrunzeln sorgt. Unscharfer Hintergrund – Ja, das ist eben das Ziel! Aber auch die Person, also der Fokus, wird etwas zu unscharf aufgenommen, als man es von der Konkurrenz kennt.

Mit dem OnePlus 9 gelingen Bokeh Shots ziemlich gelingsicher aus dem Handgelenk: Die Person oder auch das Motiv wird zuverlässig erkannt und man bekommt direkt das Feedback. Beim Aufnehmen hat man die Wahl zwischen Zoom und Original: Dies verändert den Abstand. Natürlich fühlen sich ca. 1,5m zur Person an, dann zoomt das Smartphone von Haus aus auf einen schönen Portrait-Rahmen. Wechselt man zum originalen Blickfeld, müsste man sich einen halben Meter vor die Person stellen. Deshalb eignet sich der zweite Modus auch besser für Gruppenaufnahmen.

So sind die Portraitaufnahmen schön gezeichnet, Farben werden noch etwas wärmer aufgenommen – passt besser bei Menschen – und der Hintergrund wird angenehm unscharf ohne komplett zu verrauschen. Im Nachhinein lässt sich der Bokeheffekt nicht mehr verändern am Smartphone. Ankreiden muss man dem OnePlus 9 aber die fehlenden Details und der „glattgebügelte“ Look.

Zoom:

Einen echten Zoom-Sensor gibt es beim OnePlus 9 nicht. Der 8MP Sensor mit 3x optischem Zoom bleibt dem OnePlus 9 Pro vorbehalten. Allerdings bieten Pixel Binning Sensor mit den hohen Megapixel-Zahlen dennoch einen Vorteil beim digitalen Zoom. Bei schönem Wetter wird das Foto mit 48MP geschossen, dadurch mehr Details eingefangen und dann erst das Bild geschnitten (/gezoomt). Bei wenig Licht ist das Ergebnis deshalb hier schon deutlich schlechter.

Der digitale Zoom des OnePlus 9 kann zwar nicht mit einem dedizierten Kamerasensor mithalten, dennoch sind die Zoom-Aufnahmen nicht schlecht. Der schnell-erreichbare 2x Zoom-Button in der Kamera-App hat also seine Berechtigung.

Frontkamera:

Vorne sitzt der Sony IMX471 mit 16MP in der Punch-Hole-Notch. Der Kamerasensor ist solide, aber hier hatten wir hardwaretechnisch auch schon bessere Modelle verbaut. Dafür hat Hasselblad auch bei der Frontkamera angepackt und verbessert die Qualität der Selfies.

So erzielt man schönere Farben und einen angenehmeren Look. Den Kontrast fährt man etwas zurück, was Strukturen weniger „hart“ erscheinen lässt. Auch beim OnePlus 9 wieder wichtig: Den richtigen Abstand finden mit dem fixen Fokus, da die Detaildichte sonst ziemlich abfällt.

Eine Überbelichtung des Himmels tritt dafür nicht mehr so störend auf. Es sieht einfach besser aus, wenn sich Himmel, Hintergrund und Person beim Kontrast schön voneinander trennen.

Video:

Videos nimmt das OnePlus 9 mit bis zu 8K Auflösung auf, allerdings sind 4K / 60fps noch immer das gängige Format. Auch hier sind die Videos noch stabilisiert durch den EIS und man kann während des Videos frei und verzögerungsfrei zwischen Haupt- und Ultraweitwinkelsensor umschalten. Die Qualität der Videos ist auf einem sehr hohen Niveau und das OnePlus 9 schlägt sich beim Filmen einwandfrei.

Den OIS, den das OnePlus 9 Pro bietet, vermisst man im Grunde nicht, da der EIS schon einen tollen Job leistet. Das teurere Pro-Modell hat im direkten Vergleich aber doch die Nase weiter vorne. Das gilt auch für den zusätzlichen Telephotosensor: Gezoomt wird beim OnePlus 9 nur 2-fach digital.

Etwas speziell ist der „Super Stable Mode“, der sich auf 1080p / 30fps beschränkt, dafür aber eine Gimbal-ähnliche Stabilisierung bietet. Für mehr als Action-Videos ist der Modus aber nicht geeignet, z.B. beim Radfahren, Rennen oder beim Sport. Videos mit dem Selfiesensor sind beim OnePlus 9 auf 1080p auf 60fps beschränkt, dafür aber auch stabilisiert mit dem EIS.

Zusammenfassung – Kamera des OnePlus 9: Endlich bessere Hardware, gelungene neues Imageprocessing mit realitätsnahen Farben, einer guten Kamersoftware und auch ein Stück Marketing obendrauf. Liest sich doch super, aber zur Kamerareferenz wird das OnePlus 9 nicht. Vielmehr ist die Kamera nun als “seiner Preisklasse angemessen” zu bezeichnen. Ja, bei 700€ sollte man schon entsprechende Ansprüche stellen. Im Vergleich mit dem OnePlus 8T zeigt sich, dass der Fortschritt gut ist, aber nicht gut genug.

Anders steht es um die Ultraweitwinkelkamera: Wer gerne “ultraweite” Aufnahmen schießt, bekommt mit dem OnePlus 9 den passenden Sensor hierfür schon unterhalb der HighEnd-Smartphones. Also OnePlus, gerne weiter so und meinetwegen auch gerne mit Hasselblad, solange die Kameras immer besser werden!

Konnektivität und Kommunikation

OnePlus 9 Test Gerätefotos 1Auch was die restliche Ausstattung betrifft, ist das OnePlus 9 ziemlich vollgepackt und lässt nichts bei den gängigen Konnektivitätsstandards vermissen. Der SIM-Slot an der Unterseite nimmt zwei Nano-SIM Karten gleichzeitig für die Dual-SIM-Nutzung auf und beide Plätze unterstützen 5G (Snapdragon X60 Modem, DL Cat 20 / UL Cat 18). Folgende Netzfrequenzen unterstützt das OnePlus 9 & die Frequenzen der China Version, wer mit einem Import liebäugelt:

Die SAR-Werte des OnePlus 9: SAR: FCC: Head – 1,20 W/kg, Body – 1,18 W/kg  /  CE: Head – 0,99 W/kg, Body – 1,26 W/kg.

Netzfrequenzen Global:

  • 4G: B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, B38, 39, 40, 41
  • 5G: N1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 78

Netzfrequenzen China:

  • 4G: B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 34, 38, 39, 40, 41
  • 5G: N1, 3, 28A, 41, 78, 79

Einen Vorteil hat der Kunststoffrahmen aber doch noch: An gleicher Ort und Stelle ist man ein paar Prozent schneller unterwegs als das OnePlus 9 Pro. Zum Telefonieren funktioniert die Kombination aus zwei Mikrofonen, eines zur Unterdrückung von Störgeräuschen und dem etwas lauterem Ohrlautsprecher gewohnt super. Auch unterstützt das OnePlus 9 die Standards VoLTE und VoWiFi.

In lokale Netzwerke funkt das OnePlus 9 via WiFi 6 im ax-Standard mit Dual Band (2.4 & 5.0 GHz) sowie Unterstützung von 2×2 MIMO. Auch hier konnte man ein bisschen zulegen: Drei Stockwerke unterhalb des WLAN-Routers erreicht das OnePlus 9 5 MBit/s mehr als ein OnePlus 8T (bei einer 50.000er DSL-Leitung).

Bluetooth ist in der Version 5.2 beim OnePlus 9 verbaut und verbindet sich ohne Probleme mit anderen Geräten. Mit kompatiblen Kopfhörern steht auch AptX-HD und LDAC zur Verfügung. Auch an Bord ist natürlich NFC, das sich wie gewohnt mit anderen Geräten oder zum mobilen Bezahlen nutzen lässt.

Navigiert wird beim OnePlus 9 über Dual Band GPS & Galileo sowie mit A-GPS, Glonass und BeiDou. Ein elektronischer Kompass unterstützt bei der Richtungsfindung. Die Standortbestimmung erfolgt schon nach 5 bis 10 Sekunden auf bis zu 3 Meter genau. An Sensoren hat das OnePlus 9 ein Gyroskop, Näherungs-, Licht-, Beschleunigungssensor, “Sensor Kern” (für AR) und der “Flicker-detect Sensor”.

OnePlus 9 Test Gerätefotos 14Lautsprecher: Beim OnePlus 9 ertönt der Ohrlautsprecher im Medienbetrieb zusammen mit dem Hauptlautsprecher unten für Stereo-Sound. Xiaomi z.B. verbaut seit Neustem allerdings zwei “echte” Lautsprecher, was noch besser klingt. In der neusten Generation bei OnePlus ist der Sound wieder solide, aber die Lautsprecher stechen klanglich nicht hervor. So hat man mit dem Modellwechsel die Lautstärke etwas angehoben, was auch in den unteren Bereichen etwas satter klingt. Wer sich aber öfter mit dem Smartphone ohne Kopfhörer Videomaterial anschaut, wird sich vielleicht doch einen besseren Lautsprecher wünschen.

Sonst ist auch wieder Dolby Atmos mit an Bord, das automatisch den Klang verbessert. Mit Kopfhörern angeschlossen / kabellos verbunden, stehen Equalizer und AptX-HD zur Verfügung.

Biometrische Entsperrung: Zur Entsperrung über den Fingerabdruck ist der Sensor unter dem Display verbaut und das AMOLED Panel leuchtet an der Stelle hellblau auf. Etwas Umgewöhnung braucht es mit der Positionierung: Der In-Display-Sensor ist ein Stückchen weiter nach unten gewandert, was aber ergonomisch angenehm ist. Die biometrische Entsperrung beherrscht OnePlus perfekt und der Fingerabdrucksensor funktioniert in der Praxis ohne Fehl und Tadel.

Der Wunsch die Frontkamera zusätzlich zur Entsperrung zu nutzen, war bei mir nicht notwendig. Richtet man Face Unlock ein, liegt die Genauigkeit auf einem Level mit dem Fingerabdrucksensor und der Entsperrprozess dauert nur einen Tick länger.

Akkulaufzeit

120 Hertz

60 Hertz

An der Größe des Akkus oder der Ladeleistung ändert sich beim neuen Modell nichts. Beim OnePlus 9 misst die Akkukapazität 4500mAh und das Gerät wird mit bis zu 65 Watt geladen. Um die schnelle Ladegeschwindigkeitzu erreichen, ist auch im OnePlus 9 der Akku in zwei Zellen mit 2250mAh aufgeteilt.

Im PC Mark Akkubenchmark (mit einer Displayhelligkeit von 200cd/m²) erreicht das OnePlus 9 bei 120 Hertz Bildwiederholungsfrequenz 11 Stunden und 24 Minuten und bei 60 Hertz fast 13 Stunden.

Im Videostreamingtest über YouTube (Helligkeit auf 200cd/m² kalibriert, 120 Hertz, Bild- / Videoverbesserungen an, Lautsprecher bei 30%) genehmigt sich das Flagship in der Stunde 9% Akku. In der Praxiszeit kam ich mit dem OnePlus 9 durchaus zwei Tage über die Runden im normalen Alltagsbetrieb. So erreicht man über zwei Tage hinweg eine DOT (Zeit mit eingeschalteten Display) zwischen 7 und 7,5 Stunden.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Ladegeschwindigkeit des OnePlus 9

OnePlus 9 Test Gerätefotos 11Warp Charge 65 über USB-C: Schon beim OnePlus 8T war der neue Schnellladestandard Warp Charge 65 mit dabei und sorgt auch beim OnePlus 9 für eine rasante Ladezeit. Das Ladegerät sollte man besser nicht verlieren, denn mit einer UVP von 40€ ist es teuer. Über den USB-C Gen 3.1 Port wandern in der Spitze 65 Watt (10 Volt / 6,5 Ampere) in den 4500mAh Akku. In gerade mal 20 Minuten geht es von 5 auf 90%. Die Bereiche darüber und darunter werden gewohnt etwas schonender geladen und ein kompletter Ladevorgang nimmt 30 Minuten in Anspruch.

OnePlus und Power Delivery sind weiterhin nicht die besten Freunde: In einem Fenster von 20 bis 70% lädt man nur mit bis zu 20 Watt.

Wireless Charing mit 15 Watt: Dazu kommt noch Wireless Charging über den QI Standard, das nun auch endlich beim günstigeren Modell dabei ist. Achtung: Nicht dabei in der indischen und chinesischen Version des OnePlus 9. Zwar lädt das OnePlus 9 “nur” mit 15 Watt kabellos, dafür spart man sich aber auch den 70€ teuren originalen OnePlus Warp Charge 50 Charger.

Mit den 15 Watt wandern ziemlich genau 1% pro Minute in den Akku und ein kompletter Ladevorgang nimmt 1:33 Stunden in Anspruch. Kein Vergleich zur kabelgebundenen Variante. Aber es reicht aus, um gemütlich über Nacht vollzuladen, das Ladepad im Auto nutzen zu können oder das Smartphone immer mal wieder am Schreibtisch auf dem Charging Pad zu platzieren. Beim OnePlus 9 aber dafür auch mit an Bord ist Reverse Wireless Charging: Einfach in den Schnelleinstellungen aktivieren und anderen Geräten etwas Strom spenden.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

In der Summe seiner Teile ist das OnePlus 9 ein gelungenes Flagship, das in seiner Preisklasse einen Stich gegen seine Konkurrenten landen kann. Die Performance ist wie gewohnt über jeden Zweifel erhaben und die Kamera wesentlich besser als beim Vorgänger. Die Nutzung in der Praxis war eine wahre Freude!

Bricht man die Hardware auf die anderen Bestandteile herunter, so bekommt man die einzelnen Aspekte bei anderen Modellen auch günstiger. Aber das Paket im Ganzen macht es nunmal aus und dies beherrscht OnePlus. Negativ notieren sollte man den Kunststoffrahmen – Aber Samsung macht es nun mal auch so. Und der weite Wurf vom OnePlus 8T zum OnePlus 9 ist es nicht geworden. Aber sonst: Zoom-Kamera, Fast-Wireless-Charging, curved AMOLED? Mehr ist immer möglich, wie man auch mit dem 200€ teureren Pro-Modell zeigt.

Während ein Xiaomi Mi 11 (bei der UVP der Global Version) das bessere Display und teils gehobenere Ausstattung bietet (Lautsprecher, schnelles Wireless Charging), ist die Hauptkamera mindestens auf einem Level und die Ultraweitwinkelkamera beim OnePlus 9 definitiv besser. Sonst darf man ein OnePlus 8 Pro auf jeden Fall noch mit in die engere Auswahl mit reinnehmen, wie auch ein Samsung Galaxy S21.


Gesamtwertung
90%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
95 %
Kamera
80 %
Konnektivität
95 %
Akku
90 %

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Kunde
Gast
Kunde (@guest_77925)
1 Monat her

Also die 92% kann ich irgendwie nicht wirklich nachvollziehen. Es wäre schön, wenn ihr das Vivo X60 Pro Plus testen könntet. Dieses halte ich gerade in meiner Hand und ist definitiv ein spannendes Gerät.

NoHa
Gast
NoHa (@guest_77919)
1 Monat her

Hallo Erik, danke für den Test.
OT: du bist sehr schmal geworden ich hoffe die geht es gut! Gruß NoHa

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
1 Monat her

Hallo,

Zitat: In den Schraubstock sollte man das Gerät nicht einspannen…
Fazit also: völlig unbrauchbares Gerät! Ich spanne meine Smartphones immer in den Schraubstock.

Gruß Georg

Bleibt alle gesund!

Chris
Gast
Chris (@guest_77914)
1 Monat her
Antwort an  Wackelohr

Irre komisch.

Marko
Gast
Marko (@guest_76152)
2 Monate her

Der fehlende OIS stört schon richtig! Kann mir schwer vorstellen, dass es die Nachtaufnahmen des 9ers mit denen des 8/8T mithalten können. Trotz des größeren Sensors. Könnt ihr das bitte testen?

Bfin
Gast
Bfin (@guest_76132)
2 Monate her

Zwar ist das Oneplus 9 offiziell nicht ip zertifiziert, wird aber in der von Telekom Amerika verkauften Version als ip zertifiziert verkauft. Kann man hier also trotz fehlender ip Zertifizierung mit Spritzwasser Schutz o.ä. rechnen?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  Bfin

Hey, also Spritzwassergeschützt ist jedes gut verarbeitete Smartphone. Premiummodelle jenseits der 600€ sind für gewöhnlich IP68 zertifiziert, also komplett staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen geschützt.

Beste Grüße

Jonas

Chris
Gast
Chris (@guest_76016)
2 Monate her

Schickes Teilchen. Für den halben Preis würde ich es nehmen.