Xiaomi Redmi A1 Test

Getestet von Benjamin Kalt am Bewertung: 68%
Vorteile
  • schickes Design in drei coolen Farben
  • Kopfhöreranschluss, FM-Radio + Speichererweiterung
  • echtes Dual SIM (2x Nano-SIM + microSD)
  • 6,5 Zoll-Display mit HD+ Auflösung
  • brauchbare Hauptkamera mit Full HD-Videos
  • 2G/3G/4G mit LTE-Band 20 & Bluetooth 5.0
  • sehr gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • Micro-USB statt USB-C
  • keine Benachrichtigungs-LED
  • kein Fingerabdrucksensor & kein Face Unlock
  • wenig RAM, wenig interner Speicher
  • behäbiges System trotz Android Go
  • kein WLAN im Dual Band, kein NFC
  • Aufladen mit 10 Watt
Springe zu:
CPUMediatek Helio A22 - 4 x 2,0GHz
RAM2 GB RAM, 3 GB RAM
Speicher32 GB
GPUPowerVR GE6320 - 650MHz
Display 1600 x 720, 6,5 Zoll 60Hz (IPS)
BetriebssystemMIUI - Android 12
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera8 MP
Frontkamera5 MP
USB-AnschlussMicro-USB
KopfhöreranschlussJa
Entsperrung
4G1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
NFCNein
SIMDual - nano
Gewicht192 g
Maße164,9 x 76,8 x 9,1 mm
Antutu93173
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am28.12.2022

Xiaomi hat sich zuletzt merklich auf die beliebten Volumenmodelle der Mittelklasse und die margenstarken Modelle der Oberklasse konzentriert. So richtig günstige Handys für um 100 Euro hat es in den letzten Monaten kaum gegeben, wobei andere Hersteller ähnlich agiert haben. Die Budget-Preisklasse ist seit mindestens zwei Jahren unterrepräsentiert. Umso interessanter ist es nun zu sehen, wie sich die Chinesen ein Budget-Modell im Jahr 2022 vorstellen. Das Redmi A1 kostet gerade einmal 90 Euro. Ist es trotzdem ein brauchbares Smartphone oder sind die Kompromisse in der Ausstattung einfach zu umfassend?

Xiaomi Redmi A1 3

Die Ausstattung wirkt nämlich grundsätzlich veraltet und schwach. Das sage ich nicht nur in Bezug auf den aktuellen Smartphone-Markt, sondern auch im Vergleich mit ähnlich günstigen Modellen anderer Hersteller. Es gibt keinen Fingerabdrucksensor, nur 32 Gigabyte Speicher, einen Micro-USB-Anschluss und den schwachbrüstigen und bald fünf Jahre alten Helio A22 von MediaTek. Fehlendes NFC ist eigentlich auch nicht in Ordnung. Ob sich der Kauf des Redmi A1 unter bestimmten Umständen trotzdem lohnen kann, klären wir in diesem Testbericht!

Anschlüsse, Design & Verarbeitung

Lieferumfang des Redmi A1

Unser Redmi A1 hat uns in der schicken Farbe Light Blue erreicht. Es handelt sich um die schwächer ausgestattete Version mit 2 Gigabyte RAM anstelle von 3 Gigabyte RAM. Mit in der Box liegen das Netzteil mit 10 Watt, ein Kabel von USB-A auf Micro-USB, die mehrsprachige Bedienungsanleitung und natürlich die SIM-Nadel. Eine beiliegende Schutzhülle suchen wir leider vergebens.

Das Gehäuse des Redmi A1

Neben der Farbe Light Blue ist das Redmi A1 in Light Green und Black erhältlich. Das 192 Gramm schwere Smartphone ist vollständig aus Kunststoff gefertigt, fühlt sich aber trotzdem hochwertig, stabil und gut verarbeitet an. Die geriffelte Oberfläche sorgt für einen guten Halt – außerdem wirkt sie eleganter als eine glänzende Plastikrückseite. Die Spaltmaße sind hervorragend und das Smartphone liegt ziemlich gut in der Hand. Die Tasten befinden sich allesamt im rechten Rahmen – der Druckpunkt ist für meinen Geschmack etwas schwammig und ein wirklich wahrnehmbares Klickgeräusch gibt es ebenfalls nicht.

Xiaomi Redmi A1 10

Mit seinen 164,9 x 76,8 x 9,1 Millimeter ist das Gehäuse zwar nicht kompakt, nach aktuellen Maßstäben aber auch nicht übertrieben groß. Trotzdem wäre mit etwas dünneren Displayrändern ein kleineres Smartphone möglich gewesen – das kann man einem Budget-Modell aber kaum vorwerfen. Die Kamera befindet sich in einem Punch Hole, darüber befindet sich die Hörmuschel. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es leider nicht. Die Kameras auf der Rückseite stehen minimal aus dem Gehäuse hervor, was aber bereits ausreicht, dass ich das Redmi A1 nicht wackelfrei auf einem Tisch verwenden kann.

Xiaomi Redmi A1 4

Es gibt weder einen Fingerabdrucksensor noch Face-Unlock. Das ist eigentlich nicht akzeptabel – zumindest eines von beiden ist in jedem Smartphone der letzten Jahre vertreten. Der Sound kommt aus dem Lautsprecher im oberen Rahmen. Es gibt einen Triple-Slot – ihr könnt also zwei Nano SIM-Karten und eine microSD-Karte parallel betreiben. Ein Kopfhöreranschluss ist auch am Start, dafür aber leider auch nur Micro-USB. Auch das ist im Jahr 2022 eigentlich nicht akzeptabel.

Schickes Design mit seltsamer Technik

Wir haben es also mit einem für seinen Preispunkt hochwertigen und meiner Meinung nach optisch ansprechenden Gehäuse zu tun. Auch die verfügbaren Farben finde ich genial, besonders Light Blue gefällt mir ausgezeichnet. Das Design ist zwar in keiner Weise besonders, aber es funktioniert und das zeigt sich auch daran, dass ich das Redmi A1 gerne in der Hand halte. Letztlich sind es die technischen Elemente, die problematisch sind. Micro-USB ist einfach ein veralteter Anschluss, der unserer Meinung nach schon vor Jahren aus dem gesamten Markt hätte verschwinden müssen. Ende 2022 noch ein Smartphone mit diesem Anschluss vorzustellen – wie günstig es auch sein mag – ist einfach frech.

Xiaomi Redmi A1 8

Ebenso frech ist der fehlende Fingerabdrucksensor. Ja – es gibt einige Budget-Modelle, die auf dieses Bauteil verzichten. Die bieten dann aber allesamt zumindest Face Unlock als Alternative. Xiaomi hat bei diesem Smartphone leider grundsätzlich an den falschen Ecken gespart und das zeigt sich bereits im ersten Kapitel dieses Testberichts.

Display des Redmi A1

Das 6,52 Zoll große Display des Redmi A1 löst mit 1.600 x 720 Pixel auf. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 269 Pixel pro Zoll – einzelne Bildpunkte sind also unter Umständen erkennbar. Die verwendete Bildschirmtechnik ist natürlich IPS und die Bildwiederholrate liegt konstant bei 60 Hertz. Die Blickwinkelstabilität des Panels ist solide, die Farben wirken aber insgesamt etwas blass. Die Kontraste überzeugen auch nicht unbedingt, sind aber noch im grünen Bereich. Wer nicht von schnellen OLED-Panels verwöhnt ist, dürfte kein Problem mit diesem Bildschirm haben.

Xiaomi Redmi A1 15

Problematisch ist hingegen die schwache maximale Helligkeit von rund 360 Lux, gemessen im Automatikmodus und bei direkter Sonneneinstrahlung. Da bietet die Konkurrenz häufig einfach noch etwas mehr. Dafür unterstützt der Touchscreen zehn gleichzeitige Berührungspunkte und das Deckglas des Displays wirkt stabil. Wiederum problematisch ist die automatische Anpassung der Helligkeit, die beim Redmi A1 nicht mittels eines dedizierten Sensors, sondern auf Basis von Daten der Frontkamera geschieht. Grundsätzlich war das Display irgendwie immer zu dunkel – in einem gut beleuchteten Innenraum in meiner Wohnung ist die Helligkeit direkt auf 28% gefallen und verharrte dort. Erkennen konnte ich auf dem Display so fasrt nichts.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Außerdem musste ich die Funktion “Zum Aktivieren anheben” quasi sofort ausschalten, da der Beschleunigungssensor viel zu sensibel eingestellt ist und teilweise leichte Vibrationen in der Tischplatte ausreichen, um das Redmi A1 zu aktivieren. Unter dem Strich also ein solides Display mit etwas schwachbrüstiger Maximalhelligkeit, wobei die Werte durchaus noch im Rahmen liegen. Die großen Probleme treten irgendwie wieder an Stellen auf, wo ich sie eigentlich nicht erwartet hätte.

Leistung und System

Budget-Smartphones sind grundsätzlich mit schwächeren Prozessoren ausgestattet, weswegen exzessives Multitasking, 3D-Gaming und Videoschnitt mit großen Dateien sich verständlicherweise schwierig gestalten. Ich erwarte aber auch bei einem günstigen Smartphone, dass Apps in einer annehmbaren Zeitspanne starten und Optionen und Eingaben nicht allzu zeitversetzt umgesetzt werden. Und genau diesen Mindeststandard konnten in den letzten Jahren immer mehr Budget-Smartphones erreichen, sicherlich auch dank des abgespeckten Betriebssystems Android Go.

Xiaomi Redmi A1 6

Leider erreicht das Redmi A1 diese Mindestanforderung nicht. Ich habe zehnmal hintereinander den Google Play Store gestartet und die Zeit gemessen, bis die App vollständig geladen war. Damit meine ich wirklich die Startseite und nicht nur den Splash Screen. Die Werte lagen zwischen sechs und 17 Sekunden, wobei der Durchschnitt bei rund zehn Sekunden gelegen haben dürfte. Und auch ansonsten müsst ihr Geduld beweisen. Aus einer App heraus auf den Startbildschirm wechseln? Kann durchaus mal drei bis vier Sekunden dauern. Eine Benachrichtigung löschen? Ähnliche Werte. Auch das Starten der Kamera dauert gut und gerne mal sechs bis sieben Sekunden.

Antutu (v9)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3D Mark (Slingshot)

All das spiegelt sich auch in den schwachen Benchmark-Ergebnissen wider. Multitasking mit mehr als zwei Apps ist vollkommen unmöglich und selbst zwei Apps werden selten für mehr als ein paar Minuten im Arbeitsspeicher gehalten. Zwei Gigabyte RAM sind auch einfach zu wenig. Und der Helio A22 ist offensichtlich in Kombination mit so wenig Arbeitsspeicher selbst mit Android 12 Go einfach nicht brauchbar. Das System ruckelt, keine einzige Animation läuft jemals flüssig und jede Eingabe dauert mehrere Sekunden bis zur Umsetzung. Wer viel Geduld mitbringt, könnte das in Ordnung finden, mich hat es – in diesem enormen Umfang – schon nach wenigen Minuten genervt. Wie zuvor erwähnt – all das sage ich bezugnehmend auf andere Budget-Smartphones. Das System auf mehreren Jahre alten Modellen von Umidigi läuft flüssiger als das hier.

Speicher & Hitzeentwicklung

Die zwei guten Nachrichten: Der interne Speicher ist relativ flott und es gibt keine merkliche Hitzeentwicklung, selbst nicht während eines Stresstests. 32 Gigabyte Speicher sind zwar ziemlich wenig, erweitert werden kann aber via microSD um bis zu einem Terabyte. Den zu kompakt bemessenen Arbeitsspeicher sehe ich da als größeres Problem. Gaming ist eigentlich nur in wenigen Fällen flüssig möglich – viel mehr als Temple Run würde ich dem Redmi A1 ungern zumuten.

System: Android 12 Go mit MIUI

Android 12 Go mit MIUI-Überzug gefällt mir überraschend gut – besser als das Standard-MIUI allemal. Das Design wirkt aufgeräumt, klar strukturiert und intuitiv. Der App Drawer ist standardmäßig aktiv, die Benachrichtigungen und Quick Settings sehen aus wie bei Android und nicht wie bei MIUI. Die Systemfarben passen sich zwar nicht dynamisch an, aber die grundsätzliche Ästhetik wirkt wie eine abgespeckte Variante von Android mit minimalen MIUI-Einflüssen, die eigentlich nur in den vorinstallierten Apps und der Ersteinrichtung zur Geltung kommen. Während der Ersteinrichtung ist das Redmi A1 übrigens abgestürzt, das ist mir vorher auch noch nie passiert.

Die vorinstallierten Google-Apps sind häufig sogenannte Go-Editionen mit abgespecktem Funktionsumfang. Die jeweilige Alternative kann aber natürlich über den Google Play Store installiert werden. Vorinstallierte Xiaomi-Apps sind unter anderem das Radio, der Taschenrechner, die Uhr, Musik, Browser und Mi-Video. Die App “Bereinigung” kann nicht deinstalliert werden, ebenso wenig wie “Feedback”. Auch “ShareMe” ist fester Bestandteil des Systems. Deinstallierbar ist hingegen die Bloatware – in diesem Fall Audible, LinkedIn und Facebook Lite. Ich persönlich würde am liebsten auf all das verzichten und bevorzuge auch die Uhr und den Taschenrechner von Google.

Wer noch mehr Apps von dem System löschen will, kann das aber mit unserer Anleitung in wenigen Schritten erledigen.

Bugs sind mir im System eigentlich keine aufgefallen, außer dass die Uhr auf dem Sperrbildschirm gelegentlich kurz verschwindet und dann nach einigen Sekunden wieder auftaucht. Allerdings scheint die Anpassung der Software an die Hardware keine Priorität bei der Entwicklung dieses Geräts gewesen zu sein. Wie schon öfters erwähnt – das Redmi A1 fühlt sich überaus behäbig an. Immerhin hat es jetzt innerhalb von sechs Wochen schon drei Updates gegeben und das Sicherheitsupdate ist vom 5. November 2022 – das ist gut!

Kameras des Redmi A1

Das Redmi A1 ist mit einer einzelnen Kamera auf der Rückseite ausgestattet, die nur von einem Tiefensensor unterstützt wird. Außerdem gibt es natürlich eine Selfie-Knipse auf der Front. Viel mehr können wir in diesem Preisbereich nicht erwarten.

  • Hauptkamera: 8 Megapixel, f/2.0
  • Selfie-Kamera: 5 Megapixel, f/2.2

Hauptkamera

Die Hauptkamera macht bei Tageslicht akzeptable Aufnahmen. Die Bilder sind relativ hell, haben einen ansprechenden Kontrast und sind farbenfroh. Details und Farbgenauigkeit sind dennoch auf einem eher niedrigen Level und auch der HDR-Effekt kann gegen den sehr schwachen Dynamikumfang der verwendeten Sensoren nicht ausreichend ankämpfen.

Die Bilder wirken wie mit einem günstigen Smartphone geschossen – und letztlich sind sie das ja auch. Für gelegentliche Schnappschüsse ist das ausreichend, wer aber wirklich gerne mit seinem Smartphone fotografiert, sollte darüber nachdenken, zumindest 50 Euro mehr für ein Modell aus der Mittelklasse auszugeben. Sobald es dunkel wird oder ich in schlecht beleuchteten Innenräumen fotografiere, nimmt das Bildrauchen überhand und die Bilder wirken besonders detailarm.

Selfies

Die Selfies reihen sich ziemlich nahtlos in den Gesamteindruck der Hauptkamera ein. Haut wirkt häufig etwas überbelichtet, wodurch Details und Schatten verloren gehen. Der Hintergrund ist indes oft ausgebrannt und es mangelt an Bildschärfe. Für den gelegentlichen Schnappschuss reicht aber auch das wieder aus.

Videos


Videos sind nicht stabilisiert und werden in Full HD bei 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Die Qualität ist solide für den Preis.

Konnektivität und Kommunikation

Der Mobilfunkempfang nach den Standards 2G/3G/4G ist sehr solide, ebenso die Reichweite des WLAN. Leider wird nur WiFi 4 unterstützt und damit auch nur das 2,4 GHz-Band – das ist selbst in diesem Preisbereich eine Erwähnung wert. Außerdem gibt es kein NFC, was ebenfalls sehr schade ist. Bluetooth ist stabil und macht, was es soll. Ebenso geschieht die Lokalisierung via GPS zügig und ohne Ausfälle.

Die Gesprächsqualität ist so weit in Ordnung, wobei die Person am anderen Ende der Leitung oft etwas blechern klingt. Das liegt aber einfach nur an der schlechten Ohrmuschel. Der Empfang funktioniert problemlos und Gespräche brechen nicht mittendrin ab oder werden anderweitig unterbrochen. Die Mikrofonqualität ist auch bei Sprachnachrichten völlig in Ordnung und ich konnte immer verstanden werden.

  • 3G: Band 1, 5, 8
  • 4G: Band 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41

Der einzelne Lautsprecher klingt etwas kraftlos, wird aber ausreichend laut. Musikhören würde ich darüber nicht, aber mal schnell einem Freund ein Video zu zeigen, geht problemlos von der Hand.

Akkulaufzeit & Ladegeschwindigkeit

Der Akku ist mit einer Kapazität von 5.000 mAh mehr als ausreichend bemessen. Zwar lädt das Redmi A1 eher langsam auf, dafür ist die Laufzeit im normalen Nutzungsmix aber hervorragend. Ich bin immer problemlos über zwei Tage gekommen und selbst Vielnutzer mit exorbitanter Displaynutzung sollten das Handy nicht an einem Tag leer bekommen. Wer nur gelegentlich mal telefoniert und eine Nachricht schreibt, kann drei Tage sicherlich schaffen. Dieser Eindruck spiegelt sich auch in den ausgezeichneten Benchmarkwerten wider.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Geladen wird via Micro-USB mit 10 Watt, was gut 2,5 Stunden dauert. Die folgenden Screenshots dokumentieren einen vollständigen Ladevorgang.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Endlich wieder ein richtiges Budget-Smartphone! Für 90 Euro ist das Redmi A1 von Xiaomi ein zumindest halbwegs sinnvoller Einstieg in die Welt der Smartphones – allerdings natürlich nicht ohne große Kompromisse gegenüber der unteren Mittelklasse. Gerade einmal 32 Gigabyte Speicher, nur eine einzelne Kamera auf der Rückseite und selbst auf den Fingerabdrucksensor wurde verzichtet. Ein großes Manko ist auch, dass Xiaomi auf den veralteten Standard Micro-USB anstelle von USB-C setzt. Das ist selbst in diesem Preisbereich nicht tolerierbar.

Abgesehen davon lobe ich mir die Möglichkeit der Speichererweiterung, das schicke Design und die hervorragende Akkulaufzeit. Wer mit seinem Smartphone wirklich nur einfache Aufgaben wie Telefonie, Social Media und Instant Messaging erledigen möchte, kann deswegen eigentlich zugreifen und die Vorzüge des schwachen Prozessors in Form der guten Akkulaufzeit ausnutzen. Ob nun für Rentner oder für kleine Kinder in Kombination mit Family Link von Google – dafür ist das Redmi A1 allemal brauchbar. Außerdem gibt es einen klassischen Kopfhöreranschluss und während des Testzeitraums sind drei Updates eingetrudelt – auch das finde ich toll!

Für eine wirklich gute Bewertung reicht es leider trotzdem nicht. Andere Smartphones für rund 100 Euro bieten einen Fingerabdrucksensor, mehr Speicher, USB-C und teilweise sogar mehrere Kameras, wobei deren Qualität dann auch entsprechend nicht überzeugt. Es fehlt WLAN im Dual-Band und auch die Systemleistung liegt merklich unter anderen Budget-Modellen, die mit einem Helio P60 oder ähnlichen Chips ausgestattet sind. Ob es nun an der Inflation oder der Halbleiterknappheit liegt – mit einem günstigen Smartphone von vor zwei Jahren seid ihr in den meisten Fällen besser beraten. Gute Alternativen zum Redmi A1 findet Ihr in unserer 50 bis 150€ Bestenliste.


Gesamtwertung
68%
Design und Verarbeitung
75 %
Display
70 %
Leistung und System
50 %
Kamera
60 %
Konnektivität
70 %
Akku
80 %

Preisvergleich

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Marcel
Gast
Marcel (@guest_98741)
7 Monate her

Als 1. Smartphone für die Kinder auf jeden Fall ein super Gerät. Hab 59 Euro gezahlt und das Kind kann Whatsapp, YouTube sowie n paar kleine Spiele nutzen und natürlich telefonierten. Family link für Schulweg und der gleichen ist auch möglich. Das Gerät hat meiner Meinung nach eine Daseinsberechtigung. Es macht was es soll und das einigermaßen anständig. Nicht jeder möchte seinem Kind gleich ein teures Gerät in die Hand drücken.

A1user
Gast
A1user (@guest_94407)
1 Jahr her

Hallo, habe das A1 als 2 Handy in Betrieb.
Es tut, was es soll. Kein schlechtes Gerät.
Sehr gut verarbeitet, zum Telefonieren und Surfen mehr als ausreichen.
VG

Ralf
Gast
Ralf (@guest_93642)
1 Jahr her

Da hat man mal die Werkstatt bei Xiaomi durch gefegt und hat dann mit den alten teilen ein Handy zusammen gebastelt, was keiner braucht. Mein kleiner Neffe wäre sehr sauer mit mir wenn ich ihm das Handy schenken würde auch wenn er ein Einsteiger wäre, was immer das heißen soll, so als ob Fahranfänger nur mit ein VW Käfer erst mal starten sollten.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
1 Jahr her
Antwort an  Ralf

Servus Ralf, so ein 60-100€ Zweitsmartphone hat schon viele Einsatzzwecke. Nicht jeder mag mit seinem sündhaft teuren Gerät den ganzen Tag auf der Arbeit verbringen. Da waren und sind solche unter 100€ Geräte durchaus beliebt. Und dass man jüngeren Menschen (klassische Einsteiger) nicht gleich ein 1000€ Gerät in die Hand drückt, kann ich auch sehr gut nachvollziehen. In meiner Welt sollten auch Fahranfänger zunächst mit einem günstigen Fahrzeug(VW Käfer?) starten, da die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall recht hoch ist. Du kannst deinen Neffen natürlich auch in einen 80.000€ VW Touareg stecken. Aber als Einsteigerfahrzeug würde ich den nicht bezeichnen. Also… Weiterlesen »

Ralf
Gast
Ralf (@guest_93672)
1 Jahr her
Antwort an  Jonas Andre

Hallo Jonas, es gibt aber genug Handys auf dem Markt die zwischen 100€ und 1000€ verfügbar sind, ich würde keins für !000€ kaufen, habe dann auch nicht das Problem mit mein teures Handy das nur zu Hause mal an zu machen weil ich auf Arbeit oder auf der Straße ich mich nicht traue das Handy aus der Tasche zu holen. Also der Mittelweg ist immer das beste kein Touareg für 80.000€ und kein Xiaomi Redmi A1, sogar der Name ist ist nicht neu, Xiaomi hatte doch schon mal ein A1, das hatte aber eine viel bessere Ausstattung und kostete auch… Weiterlesen »

Ray Collins Hot Club
Gast
Sven Jochens (@guest_93463)
1 Jahr her

Völlig indiskutabel.
Warum werden solche Handys produziert?
Für den deutschen Markt völlig unnötig.

Sven
Gast
Sven (@guest_93667)
1 Jahr her
Antwort an  Sven Jochens

Ich finde diese Geräte auf gar keinen Fall überflüssig, wer so ein einfaches Gerät nicht haben will braucht es sich ja nicht zu kaufen. Es ist ech furchtbar dass viele hier offensichtlich ihr Smartphone als Statussymbol ansehen, an aussagen wie dieser merkt man dass wir in Deutschland noch immer in einer Überflussgesellschaft leben. Es gibt aber auch noch reihenweise Menschen die mit einem Smartphone nicht mehr machen als zu kommunizieren (telefonieren, SMS und vielleicht noch den ein oder anderen Messenger nutzen) und dafür ist ein solches Gerät völlig ausreichend. Da zählt eine gute Akkulaufzeit viel mehr als wenn eine App… Weiterlesen »

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_93461)
1 Jahr her

Vor 2,5 Jahren war ein Cubot P40 mit dieser CPU offenbar das bessere Paket. Mit NFC und Face-Unlock.

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