Honor Magic 4 Pro Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : 6.0.0.129
Bewertung: 88%
Vorteile
  • Hardware & Ausstattung lassen keine Wünsche offen
  • Schnellladen: 100 Watt über Kabel & kabellos
  • exzellentes "echtes" Face Unlock
  • starke Kamera mit sehr vielen Optionen
  • sehr gute Lautsprecher
Nachteile
  • sehr hoher Preis
  • UWW & Tele etwas unter der Konkurrenz
  • Nachtaufnahmen nicht auf Top-Level
  • Magic UI könnte Feinschliff vertragen
  • SD 8 Gen 1 überhitzt
Springe zu:
CPUSnapdragon 8 Gen 1 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,5GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM
Speicher256 GB
GPUAdreno 730 - MHz
Display 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem - Android 12
Akkukapazität4600 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera50 MP + 50MP (dual) + 64MP (triple)
Frontkamera12 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa -
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht215 g
Maße163,6 x 74,7 x 9,2 mm
Antutu962000
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am13.07.2022

Gut zwei Jahre lang saßen Fans von Huawei-Flagships auf dem Trockenen: Mit dem Honor Magic 4 Pro steht nun ein High-End-Smartphone bereit, das die alten Tugenden mitbringt! Das Kamerasetup bietet eine Vielzahl an Kameras mit einigen Hilfssensoren, während die Software mit zahlreichen Features zum kreativen Ausleben einlädt. Der Preis ist mit 1100€ (UVP) königlich angesetzt, dafür lässt die Hardware aber auch kaum Wünsche offen.

In der High-End-Klasse konkurrieren derzeit eine Vielzahl an Herstellern, wodurch auch hier der Kunde die freie Wahl hat. Während sich die Hardware und Ausstattung kaum unterscheidet, wetteifern die Top-Smartphones wie das Xiaomi 12 Pro, Vivo X80 Pro, Samsung Galaxy S22 Ultra, Oppo Find X5 Pro (und vielleicht noch das ZTE Axon 40 Ultra und OnePlus 10 Pro) um die beste Kamerawertung. Dem Xiaomi Mi 11 Ultra wurde aber noch kein neues Smartphone gefährlich. Hat hier das Honor Magic 4 Pro als „Außenseiter“ ein Wörtchen mitzureden? Glaubt man dem Kameraspezialisten DXOMARK, dann ist das Honor Magic 4 Ultimate das beste Kamerahandy derzeit! Das Honor Magic 4 Pro rangiert hingegen unterhalb des alten Huawei P40 Pro. 

Honor Magic 4 Beitragsbild neu
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Größe 163,6 x 74,7 x 9,2mm 163,6 x 74,7 x 11,4mm 163,6 x 74,6 x 8,2mm
Gewicht 215g 242g 205g
CPU Snapdragon 8 Gen 1 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,5GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 8 Gen 1 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,5GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 8 Gen 1 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,5GHz + 4 x 1,8GHz
RAM 8 GB RAM 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 120Hz (AMOLED) 2848 x 1312, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 12 Android 12 Android 12, MIUI
Akku 4600 mAh (100 Watt) 4600 mAh (100 Watt) 4600 mAh (120 Watt)
Kameras 50 MP + 50MP (dual) + 64MP (triple) 50 MP + 64MP (dual) + 64MP (triple) 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera 12 MP 12 MP 32 MP
Anschlüsse USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n3, n5, n8, n28, n38, n41, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 26, 34, 38, 39, 40, 41
Zur Ankündigung Zum Testbericht

Das Honor Magic 4 Pro ist das erste High-End-Gerät für Europa seit dem US-Bann. Das Magic 3 Pro gab es zwar bereits, wie auch eine noch bessere Ultra-Version, nur nicht für uns. Im Vergleich zum Vorgänger ändert sich nicht viel, das Magic 4 Pro wird mehr oder weniger nur auf den neusten Stand gebracht.

Design & Verarbeitung

die Farbvarianten für Deutschland

Schon optisch macht das neue High-End-Gerät ordentlich was her: vorn das curved Display mit einer starken Krümmung und hinten das „übermächtige“ Kameramodul mit der präsenten Periskop-Zoomkamera. Sieht fast aus wie eine „Spiegelreflexkamera“ im Handy. Das Honor Magic 4 Pro ist in zwei Farben verfügbar: ganz klassisches Schwarz und „Cyan“. Den blau-grünen Farbton hat unser Testgerät. Je nach Lichteinfall zeigt sich das Türkis eher in einem Stahlblau. Das Gerät kleidet sich in zwei abgerundete Glasscheiben zwischen einem Metallrahmen. Auch an der offiziellen IP68 Zertifizierung spart Honor nicht und das Magic 4 Pro ist wasserdicht und vor Staub geschützt.

Mit dem 6,81 Zoll großen Display und dem dicken Kameramodul wirkt das Honor Magic 4 Pro wuchtig. Das Flagship misst 163,6 x 74,7 x 9,15 Millimeter und bringt 215 Gramm auf die Waage. Dank des gerundeten Displays passt das Handy noch gut in eine Hand, wobei man für die oberen Elemente umgreifen oder fix zum Einhandmodus wechseln muss.

Am Rahmen sind oben und unten Lautsprecher für Stereo-Sound untergebracht. Der Ohrlautsprecher für Telefonate befindet sich unter dem Display. Der USB-C-Anschluss (3.1) befindet sich unten neben dem SIM-Slot für zwei Nano-SIM-Karten. Der Powerbutton und die Lautstärkewippe aus Metall liegen rechts; oben und unten sind je ein Mikrofon zum Telefonieren und ein Drittes im Kameramodul für Videoaufnahmen. Apropos komplette Ausstattung: Selbst ein Infrarot-Sender ist oben verbaut und das Honor Magic 4 Pro kann als Universalfernbedienung (z.B. für den TV) verwendet werden.

Lieferumfang des Honor Magic 4 Pro

Das Flagship kommt mit einem 100 Watt Netzteil, einem USB-A auf USB-C Kabel und dem Zettelwerk (Anleitung und Garantiekarte). Eine Schutzfolie ist von Werk aus angebracht. Die mitgelieferte TPU-Schutzhülle ist gut für den Start, aber aus recht weichem Silikon.

Honor bietet an Zubehör derzeit noch eine matt-strukturierte schwarze Kunststoffhülle an. Den 100 Watt Wireless Ladeadapter samt 135W Adapter muss man separat erwerben. Der 100 Watt Wireless Charger lädt mit dem mitgelieferten Ladeadapter “nur” mit 80 Watt.

Display des Honor Magic 4 Pro

Zum Einsatz kommt ein OLED-Panel im 19,5:9 Format, das nach links und rechts stark gekrümmt ist (z.B. mehr als beim OnePlus 10 Pro). In der Diagonale misst es 6,8 Zoll und löst mit maximal 2848 x 1312 Pixel auf. Mit der Auflösung erreicht das Magic 4 Pro eine Bildpunktdichte von 460 Pixel pro Zoll. Dabei handelt es sich um ein LTPO-Panel, das intelligent zwischen 1 und 120 Hertz regelt. Das OLED-Panel erreicht im Automatik-Modus eine maximale Helligkeit von 1770 Lux. Das sorgt auch für eine exzellente Lesbarkeit im Freien.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Tatsächlich könnte es auf niedrigster Stufe auch etwas dunkler sein. Zur Regelung der Helligkeit arbeitet das Honor Magic 4 Pro mit PWM, wobei Honor auf eine hohe Frequenz von 1920 Hertz geachtet hat, damit auch empfindliche Personen kein Flackern wahrnehmen.

Honor verbaut für das Display einen separaten Chipsatz, der sich um die automatische Regelung und die Software-Features kümmert. Bei der Displayauflösung hat man die Wahl bzw. überlässt sie dem Smartphone zwischen 2848 x 1312, 2492 x 1148 und 2136 x 984 Pixel. Gleiches gilt für die Bildwiederholungsfrequenz, die sich auch auf 120, 90 und 60 Hertz arretieren lässt. Dazu stehen für Medieninhalte noch ein Bildraten-Booster und Videooptimierer mit Farb- und Kontrast-Steigerung bereit. Die allgemeine Bild- und Farbtemperatur kann zwischen Normal (sRGB / P3) und Lebhaft (breites Spektrum) sowie Standard, warm und kalt festgelegt werden. Die Schriftgröße kann in 4 Stufen und die Anzeigegröße in 3 Stufen eingestellt werden.

Das Always-on-Display lässt sich vollumfänglich personalisieren, terminieren und je nach Geschmack anzeigen (z.B. dauerhaft, nach Zeitplan, auf Tippen oder bei Benachrichtigungen). Ebenfalls nett und bekannt von Apple: Der Sperrbildschirm bleibt auf Wunsch dank des vorderen ToF-Sensors nur aktiv, solange man auch auf das Display schaut. Das „Smart Sensing“ klappt auch mit dem AoD-Bildschirm und eingehenden Anrufen.

Am Display gibt es drei Dinge zu bemängeln. Bei der automatischen Bildwiederholungsfrequenz schaltet das Magic 4 Pro zudem etwas zu selten auf 120 Hertz, wobei meines Empfindens nach ein jederzeit flüssiges Bild geboten wird. Außerdem ist das curved Display zwar wunderbar edel, aber etwas zu sehr gebogen: Zum Rand hin wird das Farbbild verfälscht. Die abgerundeten schwarzen Ränder um das Display hingegen sind so klein wie nur möglich: links und rechts 1mm, aber von vorn nicht sichtbar, unten knapp 2mm und oben unter 1mm. Dazu kommt ein weiterer ästhetischer Makel. Die zwei Sensoren (Frontkamera + ToF) ziehen die Notch präsent in die Breite. Ansonsten macht das OLED-Panel des Magic 4 Pro vollkommen glücklich und überzeugt auch in dieser Preisklasse.

Hardware & System

In der Preisklasse erwartet man nichts anderes als den aktuellen Top-Prozessor von Qualcomm. Der Snapdragon 8 Gen 1 basiert auf der neuen ARM v9 Architektur, sowohl die Rechenkerne als auch die Adreno 730 GPU. Die CPU setzt sich folgendermaßen zusammen: 1 x Cortex-X2 @ 2,9GHz + 3 x Cortex-A710 @ 2,5GHz + 4 x Cortex-A510 @ 1,7GHz. Gefertigt wird der Octa-Core im 4nm-Verfahren.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Wildlife)

Im AnTuTu-Benchmark v9 knackt das Honor Magic 4 Pro fast die 1 Million Punktemarke, platziert sich bei den synthetischen Benchmarks aber im Mittelfeld der Konkurrenz. Die pure Rechenleistung des neuen Flagships ist natürlich über jeden Anwendungsbereich erhaben, jedes 3D-Game wird auf den höchsten Details wiedergegeben und die allgemeine Systemperformance absolut flüssig.

Das Honor Magic 4 Pro erscheint in Deutschland nur in einer (vernünftigen) Speichervariante mit 8/256GB. Zum Einsatz kommt schneller LPDDR5 RAM und UFS 3.1 Systemspeicher, der Daten mit 1435 MB/s liest und 1343 MB/s schreibt.

Thermal Throtteling beim Honor Magic 4 Pro

Wie bei den meisten Snapdragon 888 und Snapdragon 8 Gen 1 Geräten, muss das Honor Magic 4 Pro nach einer gewissen Zeit unter Volllast die Leistung drosseln. Die Adreno GPU muss ihre Leistung bereits nach 5 Minuten Volllast auf 60% herunterfahren, nach 18 Minuten geht es noch mal auf 40% hinab. Die Prozessor-Einheit muss nach spätestens 20 Minuten die Leistung auf ca. 70% herunterfahren. In der Praxis merkt man von Performance-Einbrüchen zum Glück herzlich wenig. Anders könnte das aber in ein paar Jahren aussehen, wenn Apps und Games mehr Rechenleistung brauchen. Letztendlich hat das Honor Magic 4 Pro die gleichen Hitzeprobleme, wie die meisten anderen Snapdragon 8 Gen 1 Smartphones.

Magic UI 6.0

Auf dem Honor Magic 4 Pro kommt die hauseigenen Magic UI 6.0 basierend auf Android 12 zum Einsatz (Version 6.0.0.129). Der Sicherheitspatch lag zum Testzeitpunkt bei Mai 2022. Auch wenn Honor das System schon länger eigens tauft, so findet man sich schnell zurecht, wenn man Huaweis EMUI oder Harmony OS kennt. Honor selbst garantiert für das Magic 4 Pro zwei große Androidupdates (also inklusive Version 14) und vier Jahre lang Sicherheitsupdates. Die Hardware lässt keine Wünsche offen und auch die Software wird dem High-End-Gerät definitiv gerecht! Die Magic UI 6.0 läuft super flüssig, die Bedienung ist intuitiv und es sind reichlich Personalisierungsoptionen vorhanden.

Auch mit den zusätzlichen Features geizt Honor nicht. Bisher unbekannt war mir die Schnellauswahl-Leiste rechts mit Zugriff auf wichtige Apps und Funktionen. Die öffnen sich dann als schwebendes Fenster und können flüssig simultan genutzt werden – z.B. um mit dem Taschenrechner beim Webbrowsing Preise zusammenzurechnen. Groß angepriesen wurde außerdem die AI / künstliche Intelligenz, die Honor „Magic Live“ oder „VOYO“ tauft. Bis auf ein paar automatisch erstellte Reminder kam sie im Praxistest aber nicht zum Tragen. Die vorinstallierte Software / Bloatware beschränkt sich auf sechs deinstallierbare Apps (z.B. Netflix, Booking, Tik Tok) und ein paar Tools von Honor.

An einigen Stellen würde ich behaupten, dass es noch an einem gewissen Feinschliff fehlt. Ich habe etwa keine Möglichkeit gefunden, die Suche zu deaktivieren: Diese öffnet sich, wenn man auf dem Homescreen nach unten wischt. Um zu den Schnelleinstellungen und Benachrichtigungen zu kommen, muss man vom oberen Rand nach unten ziehen. Kurz vor dem Magic 4 Pro hatte ich noch das Samsung S21 FE im Einsatz, wo die One UI 4.0 auch deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten und Features bietet. Auch ist kein Game Mode vorhanden, wie ihn eigentlich so gut wie alle Hersteller implementieren.

Kamera des Honor Magic 4 Pro

Das Honor Magic 4 Pro packt drei potente Pixel-Binning-Sensoren in die riesige Kameraeinheit, dazu kommen noch zwei Hilfs-Sensoren für Fokus und Rauschunterdrückung. Selbst die Frontkamera wird durch einen ToF-Sensor für Fokus und Bokeh unterstützt. Auch die Software ist vollgepackt mit Features, Aufnahmemodi und Bildaufwertern. Unglaublich, wie viele Möglichkeiten Honor dem Nutzer beim Aufnehmen bietet!

Kamerasetup des Honor Magic 4 Pro – Selbstbewusst „Das Auge der Muse“ genannt:

  • Hauptkamera (oben links): 50MP, f/1.8, 1/1,56 Zoll Sensorgröße, 1,0µm / 2,0µm (mit Pixel Binning) Pixelgröße, 7P Linsen,
    • Video: Magic-Log-Format, 10bit 4K / 60fps
  • Ultraweitwinkel (oben rechts): 50MP, f/2.2, 1/2,5 Zoll Sensorgröße, 122° Sichtfeld, Makro-Fotographie
  • Zoomkamera – Periskop-Teleobjektiv (Mitte): 64MP, f/3.5, 1/2,5 Zoll Sensorgröße, 3,5x optischer Zoom / 100x digitaler Zoom, OIS
    • Flimmersensor (unten rechts): verringert das Flackern / Bildrauschen
    • ToF-Sensor / Fokus (unten links): 8×8 dToF Laserfokussystem, Autofokus + Tiefenbestimmung (Bokeh z.B.)
  • Frontkamera: 12MP, f/2.4, 100° Blickfeld
    • 3D-Tiefenkamera: für die Gesichtsentsperrung

Beim Vorgänger benannte Honor die Sensoren noch. Da sich das Kamerasetup des Magic 4 Pro nicht grundlegend ändert, können wir zumindest auf die verwendete Hardware schließen. Beim Hauptkamera wird der Sony IMX766 zum Einsatz kommen, allerdings verzichtet Honor auf einen OIS. Neu ist die Ultraweitwinkelkamera mit 50MP, dessen Spezifikationen zum Samsung JN1 passen.

Tageslicht

Die Hauptkamera liefert bei Tag eine phänomenale Bildqualität ab. Über Pixel Binning werden aus den 50MP Bilder mit 12,5MP. Egal, welcher Abstand zum fokussierten Objekt besteht, die Detaildichte ist auf einem unglaublich hohen Niveau. Auch die dynamische Reichweite präsentiert uns exzellente Farben, während kaum Fehler beim Clipping oder bei Schatten sich einschleichen. Der Kontrast ist etwas erhöht, was man gerade bei dunklen Stellen sieht, aber das lässt die Fotos nur ausdrucksstärker erscheinen. Eine Kleinigkeit zeigt sich beim Crop: Das volle Field of View der Hauptkamera bekommt nur bei 50MP, bei 12,5MP wird das Bild an den Rändern etwas beschnitten. Generell nimmt bei dem Modus die Qualität etwas ab, weshalb man mit dem Standard-Modus besser beraten ist.

Ein Flimmersensor soll bei Indoor-Aufnahmen oder bei etwas schlechterem Licht nachhelfen: Kanten zeigen nicht die typische Unschärfe und der Farbumfang wird umfangreicher aufgenommen. Auch im Freien hilft der zusätzliche Sensor bei der detailreichen Aufnahme von Schatten / abgedunkelten Bereichen. – so zumindest erklärt es Honor. Wir können an dieser Stelle nur die Resultate beurteilen, die uns wirklich gut gefallen. Beim Huawei P50 Pro kommt eine ähnliche Technik zum Einsatz und im Vergleich zum P40 Pro, das ohne den Monochrome-Sensor arbeitet, sind die Ergebnisse (hier im Kameravergleich) sehr gut.

Schaltet man den AI-Modus hinzu, aktiviert man nicht nur die Szenenerkennung, sondern die Kamerasoftware passt auch den Aufnahmemodus entsprechend an. So wird je nach Situation der passende Sensor vorgeschlagen oder ist man nah genug am Motiv, dann wird automatisch zum UWW-Sensor für Makroaufnahmen umgeschaltet. Gerade hier hat der Laserautofokus / dToF allerdings Probleme den Fokus richtig zu setzen – Bei mehr Distanz klappt das deutlich besser.

Nachtaufnahmen

Bei Nacht schlägt sich die Hauptkamera gut, aber die Bildqualität ist nicht in allen Bereich überragend. Die dynamische Reichweite ist insbesondere richtig gut! Davon profitiert auch die allgemeine Bildschärfe, die auch in weniger gut ausgeleuchteten Bereichen noch überzeugt. Jedoch bügelt die Software auch deutlich über das ISO-Rauschen und nimmt so feinen Strukturen die Details. Was viele Hersteller nicht hinbekommen: Das Magic 4 Pro zieht künstliche Beleuchtung nicht ins Gelbliche. Dafür hat der Nachtmodus oft das Problem mit einem zu hell beleuchtetem Himmel! Sattes Schwarz würde deutlich besser aussehen.

Bei OnePlus z.B. liefert der separate Nachtmodus ein ordentliches Plus an Bildqualität, beim Honor Magic 4 Pro nicht besonders. Die Dynamik wird bis zu einem gewissen Grad stärker, die Helligkeit beleuchteter Bereiche nicht. Wenn es schnell gehen muss, dann schießt man einfach ohne den separaten Nachtmodus.

Portrait

Portraitaufnahmen nimmt das Honor Magic 4 Pro mit der Hauptkamera auf und setzt mit dem Laser-Autofokus & ToF-Sensor zielgenau den Fokus. Der Abstand zur Person lässt sich durch den 2-fach digitalen Zoom verringern. Dazu steht noch der Modus „Blende“ bereit, der sich besser für Gegenstände und Objekte eignet. Hier lässt sich der Grad der Hintergrundunschärfe frei festlegen.

Der Fokus wird mit dem Setup nahezu perfekt und zielgenau gesetzt, die Abtrennung zwischen Vorder- und Hintergrund klappt über die zusätzliche Hardware astrein und Personen werden wunderschön mit Bokeh in Szene gesetzt.

Ultraweitwinkel

Der 50MP Sensor bzw. die Bildfläche ist kleiner als bei der Hauptkamera, dafür nimmt der UWW-Sensor ein sehr breites Blickfeld von 122° auf. Nach der Verzerrrungskorrektur an den Rändern, fällt die tatsächliche Aufnahme etwas kleiner aus. Mit der Pixel-Binning-Technik entstehen dabei Aufnahmen mit 4096 x 3072 Pixel.

Die Ultraweitwinkelbilder zeigen eine sehr hohe Detaildichte und großen Farbumfang, ähnlich zu der Hauptkamera. Im Vergleich fällt der Kontrast etwas höher aus und dunkle Stellen zeigen nicht die gleiche dynamische Reichweite. Bedeutet, dass z.B. Schatten nicht mit einer ebenso weiten Farb- / Helligkeitsabstufung dienen können. Bei Tageslicht liefert die Ultraweitwinkelkamera ansonsten wunderbar breite Aufnahmen.

Zoom: Periskop-Kamera

Honor selbst benennt die Zoomkamera als „Periskop-Teleobjektiv-Kamera“, die optische Vergrößerung liegt aber bei nur 3,5-fachem Zoom. Dies kombiniert Honor allerdings mit einem Pixel Binning Sensor, um die Vorteile, wie z.B. eine hohe Detaildichte, auch bei den Zoom-Aufnahmen nutzen zu können. Honor lagert den Telephoto-Sensor in einen optischen Bildstabilisator (OIS), was beim Aufnehmen ein Segen ist. Der Pixel Binning Sensor hat dazu noch den Vorteil, dass sich auch digitaler Zoom nutzen lässt, ohne, dass die Bildqualität drastisch nachlässt.

Bei vorherigen Tests wurde noch bemängelt, dass die Software nicht immer zum Telephotosensor wechselt, sondern den Zoom über die Hauptkamera realisiert. Inzwischen schaltet das Magic 4 Pro konsequent um, wenn man in der App über die 4 Punkte wechselt (Weit – Normale – Zoom – 10x kombinierter Zoom). Nutzt man Pinch-to-Zoom (mit zwei Fingern ziehen), dann entscheidet die Software selbstständig.

Loben darf man die fast identische Farbdarstellung im Vergleich mit der Hauptkamera. Auch die Bildschärfe lässt keinerlei Wünsche offen. Ein höherer optischer Zoom, wie bei anderen Geräten, würde die Aufgabe „Heran zu zoom“ sogar noch besser erfüllen, aber man kommt auch mit der Zoomstufe gut zurecht.

Ultraweitwinkel & Zoomkamera bei Nacht

Bei Tag gab es Lob für den soliden Ultraweitwinkelsensor, bei Nacht schneidet der 50MP Sensor deutlich schlechter ab: Die Details gehen sichtbar im ISO-Rauschen verloren. Der separate Nachtmodus bietet etwas Besserung, aber mit der Hauptkamera ist man bei Nacht besser beraten.

Die Periskop-Teleobjektiv-Kamera mit 64MP schlägt sich bei Nacht schon deutlich besser: Die Bildqualität überzeugt wieder mit dem hohen Farbumfang, den das Magic 4 Pro generell beweist. Auch die Schärfe geht so weit noch in Ordnung, wobei man mit etwas ISO-Rauschen leben muss.

Frontkamera

Die Frontkamera löst zwar nur mit 12MP auf, bietet mit einem 100° Blickfeld aber auf Wunsch fast schon Ultraweitwinkel-Selfies. In der Kameraapp lässt es sich zwischen 1x, 0,8x und 0,6x Zoom umschalten. Der ToF-Sensor setzt den Autofokus und hilft bei Selfie-Portraits (Bokehmodus).

Das Honor Magic 4 Pro gehört zu den besten Selfie-Smartphones. Die dynamische Reichweite ist einwandfrei und die Farbdarstellung der Person lässt sich von Umgebungslicht nicht beeinflussen. Ein überbelichteter Himmel lässt sich bei strahlendem Sonnenschein allerdings nicht vermeiden. Auch in dunkleren Umgebungen stimmt die Bildqualität. Dank des breiten Blickfeldes nimmt man einen großen Teil der Landschaft mit auf und kann toll Gruppen-Selfies schießen.

Bei Nacht schlägt sich die Frontkamera gut, wenn auch nicht überdurchschnittlich. Der Nachtmodus steht auch für Selfies zur Verfügung bereit.

Videos

Beim Filmen kann man jeden Sensor des Magic 4 Pro nutzen und darf sich bei Bedarf in der Software austoben. Folgende Auflösungen und Bildraten stehen für die einzelnen Sensoren bereit:

  • Hauptkamera: maximal 4K / 60fps mit 21:9 & 16:9
  • Ultraweitwinkel: maximal 4K / 30fps, 1080p / 30fps mit 21:9 & 16:9
  • Zoomkamera: maximal 4K / 30fps, aber nur mit 4x kombinierten Zoom
  • Frontkamera: 4K / 30fps, 21:9 & 16:9 mit 1080p / 60fps – alles bei 0,6x / 0,8x / 1x

Beim Aufnehmen hätte ich mir auf jeden Fall den Schalter mit den drei Punkten gewünscht, um zwischen den Sensoren live wechseln zu können. Gerade geht das nur über Pinch-to-Zoom. Oder man wechselt vor der Aufnahme zum gewünschten Kamerasensor. Gerade die Zoomkamera behandelt man komisch: Filmen kann man mit den 64MP in 4K / 30fps, aber nur mit 5x fachem Zoom. Warum man die rein optischen 3,5x weglässt, erschließt sich mir nicht ganz – vermutlich wegen der Stabilisierung. Gleichzeitig kann man auch mit 4K / 60fps filmen und 5x reinzoomen, dann bleibt die Zoomkamera aber außen vor.

Auch wenn es für den Fokus bisher nur Lob gab, so patzt das Honor Magic 4 Pro hier leider. So kommt es immer wieder zur Fokussuche und damit zu unscharfen Videobildern während der Aufnahme. Die Bildstabilisierung arbeitet ohne Fehl und Tadel: Der EIS stabilisiert die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera in jeder Auflösung und liefert ein wackelfreies Video. Die Zoomkamera ist etwas anfälliger für eine unruhige Hand, wird aber durch den OIS zusätzlich unterstützt.

Die Videoqualität steht der den Bildern in kaum etwas nach und liefert tolle Videos mit einem sehr ansehnlichen Kontrast. Bei Nacht lässt die Qualität leider etwas nach und einen „Nacht-Videomodus“ gibt es nicht.

Auch für Videos stehen noch ein paar Software-Features: Die Videos sind IMAX-zertifiziert für ein „brillanteres“ Bild (das man z.B. auf dem IMAX-zertifizierten Display des Magic 4 Pro betrachten kann). Der Sound profitiert von der DTS-Zertifizierung. Mit dem eigens entwickelten Magic Log Format ist das Honor Magic 4 Pro laut Hersteller derzeit das einzige Smartphone, das Videos mit 4K / 60fps in 10-bit aufnehmen kann. Für 4K HDR gibt es acht vorgefertigte „LUT“ Modi (Look up Tables für die Farbkorrektur) zur Nachbearbeitung der Aufnahmen. Der „Movie“ / Film Modus ändert das Format zu 21:9, beschränkt aber auf 4K & 30/24 fps.

Zwischenfazit Kamera

Schade, dass sich vereinzelt ein paar Fehler einschleichen, die größtenteils auf die Kappe des Fokus gehen (und vielleicht noch gefixt werden). Auch gibt es bei Bildqualität noch ein bisschen Raum zur Elite, aber das Magic 4 Pro ist ja noch nicht die Speerspitze von Honor – Darüber rangiert das Honor Magic 4 Ultimate, das aber hierzulande nicht verfügbar ist.

Aber die Form der Kameraeinheit sagt an, was man mit dem Honor Magic 4 Pro alles anstellen kann: Sieht nicht nur imposant aus, sondern bietet eine unglaubliche Vielfältigkeit. Mit wirklich jedem Kamerasensor kann man sich austoben und gute Fotos aufnehmen und dazu stehen noch zahlreiche Funktionen bereit. Zusammen mit der starken Bildqualität (wir reden hier schließlich von einem 1000€ Gerät), wird man mit der Kamera des Honor Magic 4 Pro auf jeden Fall sehr zufrieden sein.

Konnektivität

Honor Magic 4 Pro Produktfotos SIMDas Honor Magic 4 Pro bietet ein breites Arsenal an modernen Konnektivitätsstandards und auch zusätzlicher Ausstattung. Der SIM-Slot nimmt zwei Nano-SIM-Karten auf, wobei DualSIM auch mit einer eSIM möglich ist. Die unterstützten LTE- und 5G-Frequenzen decken im Grunde den weltweiten Gebrauch ab.

Moderne Konnektivitätsstandards sind mit WiFi 6 bei 2×2 MIMO-Unterstützung und Bluetooth 5.2 samt Unterstützung von LDAC und aptX HD abgedeckt. Das Honor Magic 4 Pro navigiert mithilfe von Tri-Band GPS und den Diensten A-GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo sowie einem E-Kompass. Das klappt richtig präzise und auch im Gebäude wird der Standort in unter 5 Sekunden auf 4m genau bestimmt. NFC zum mobilen Bezahlen ist ebenfalls an Bord wie auch die gängigen Sensoren, einem Gyroskop und Infrarot-Sender. Auch nett: Über Honor Share ist das Magic 4 Pro mit Laptops von Honor und Huawei kompatibel. So lassen sich schnell Dateien austauschen, Benachrichtigungen / Anrufe teilen und sogar der Handys-Bildschirm lässt sich auf das Notebook spiegeln und das Smartphone so bedienen.

Honor Magic 4 Pro Test Screenshot Konnektivitaet Features 5

Sound & Lautsprecher: Der Telefonlautsprecher liegt gewissermaßen unter dem Display und bringt dieses („piezoelectric“) zum Schwingen. Dies sorgt für ein ästhetisches Auftreten ohne die Ohrmuschel und der zweite Stereo-Speaker kann besser positioniert werden (oben am Rahmen). Die Display-Lautsprecher strahlen sonst recht frei ab, hierfür integriert Honor das Feature „Privacy Call“ mit der ersten „Dual Sound-Emitting Unit“ auf dem Markt. Dadurch gelangt weniger vom Gespräch an die Umstehenden, was aber noch immer nicht einwandfrei funktioniert. Die Gesprächsqualität hingegen ist erstklassig und der Display-Lautsprecher extra auf Telefonate abgestimmt.

Das Stereo-Lautsprecher-Setup gehört zu dem Besten, was der Markt derzeit zu bieten hat. Das Honor Magic 4 Pro bietet eine unglaublich hohe Lautstärke, wenn erwünscht. Gleichzeitig gefällt mir sehr, dass man den unteren Bereich sehr präzise regeln kann. Auch die Qualität überzeugt. Die beiden Lautsprecher sind gleich laut, Mitten werden gut definiert, die Höhen sind klar und Bässe sogar ausreichend vorhanden. Software-seitig wird der Klang durch DTS:X Ultra aufgewertet.

Honor schreibt das Thema „Sicherheit“ generell groß: Auch für die Sicherheitsfeatures ist ein separater Chip von Qualcomm verbaut und das Dual TEE Security OS von Qualcomm kommt zum Einsatz. So werden Dinge wie der „Passwortmanager“ vom eigentlichen System abgekoppelt.

Biometrische Entsperrung: Der Fingerabdrucksensor findet unter dem Display seinen Platz und zum Einsatz kommt ein „Qualcomm 3D Ultraschallsensor“. Der Sensor liefert erstklassige Arbeit und entsperrt das Honor Magic 4 Pro in unter einer halben Sekunde mit präziser Treffer-Genauigkeit.

Das wirkliche Highlight ist aber die 3D-Gesichtsentsperrung mithilfe der Frontkamera und des zusätzlichen ToF-Sensors. Es lohnt sich definitiv, Face Unlock einzurichten. Das Entsperren geht rasend schnell, klappt auch bei diffusem Licht, lässt sich auch schon durch einfaches Tippen auf das Display oder Ausrichten zum Nutzer aktivieren und ist dank der zwei Sensoren (ziemlich) sicher. Die „Smart Sensing“ Features sind ein zusätzliches Schmankerl.

Akkulaufzeit

Der verbaute Akku misst 4600mAh, was im Vergleich zum OnePlus 10 Pro (5000mAh) etwas kleiner ist, dafür aber genauso groß wie beim Xiaomi 12 Pro. Insgesamt dürfte die Akkulaufzeit etwas besser ausfallen, aber die Meisten sollten damit zurechtkommen. Im PC Mark Akkubenchmark erzielt das Honor Magic 4 Pro solide Ergebnisse, wenn man die stromhungrige Hardware bedenkt:

  • 2848 x 1312 Pixel bei 120 Hertz – 9:33 Stunden
  • 2492 x 1148 Pixel bei 90 Hertz – 10:31 Stunden
  • Variable Auflösung und Bildwiederholungsfrequenz mit LTPO – 10:15 Stunden

Die Auflösung und Bildwiederholungsfrequenz noch weiter runterzuschrauben, wird der Hardware kaum gerecht. Genutzt habe ich das Honor Magic 4 Pro die meiste Zeit mit der dynamischen Auflösung und Bildwiederholungsfrequenz mit LTPO. In der Praxis regelt das Gerät das Display öfter runter, als im PC Mark Benchmark, was dem Nutzer solide Nutzungszeiten beschert. Bei einer aktiven Display-On-Time von 3 bis 4 Stunden am Tag sind vor dem Schlafen gehen noch ungefähr 40% übrig. Ein Kandidat für eine Zwei-tägige-Akkulaufzeit ist das Honor Magic 4 Pro keinesfalls. An einem Tag sollten ungefähr 7 Stunden DoT machbar sein, ohne Gaming oder sonstige fordernde Tasks. Im Streaming Test über YouTube (200 Lux Displayhelligkeit, Full-HD Video, Lautsprecher 30%) zieht das Magic 4 Pro in der Stunde 9% aus dem Akku. Das ist ziemlich viel.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Ladegeschwindigkeit – 2x mit 100 Watt

In den Optionen können „Smart Charge“ und „intelligente Akkuschonung“ aktiviert werden, um den Akku nicht zu überladen. Mit dem 100 Watt Ladegerät (20V / 5A) pumpt das Honor Flagship in 15 Minuten 60% in den Akku (von 15% auf 75%) und nach 20 Minuten ist es mit 90% schon fast wieder voll aufgeladen. Die ersten und letzten 10% werden etwas schonender geladen, mit den beiden aktivierten Optionen und so benötigt der komplette Ladevorgang insgesamt 30 Minuten. Schaltet man die Schonung aus, so ist das Magic 4 Pro in 25 Minuten vollständig geladen. Über Power Delivery lädt das Flagship mit maximal 18 Watt und so geht es von 20% auf 70% in etwas unter einer Stunde.

Noch bequemer wird das Honor Magic 4 Pro kabellos geladen und mit dem 100 Watt Wireless Charger (separat für 99€ UVP) dauert das auch kaum länger. Hierfür braucht es dann aber noch das 135 Watt Netzteil. Mit dem mitgelieferten 100 Watt Netzteil liefert der Wireless Charger noch 80 Watt. Muss zwischendurch Energie getankt werden, geht es von 30% auf 60% in 9 Minuten und nach weiteren 25 Minuten ist es vollständig aufgeladen. Mit der vollen kabellosen Ladeleistung von 100 Watt soll ein vollständiger Ladevorgang 35 Minuten dauern. Das Magic 4 Pro ist auch mit anderen kabellosen Ladegeräten über den QI-Standard kompatibel.

Bei der hohen Ladeleistung müssen das Gerät und Smartphone aber auch anständig gekühlt werden. Bei mir steht der Wireless Charger auf dem Schreibtisch und der verbaute aktive Lüfter ist sogar etwas lauter als der Tower-PC (Luftgekühlt + CPU WaKü). Anderen Geräten spendet das Magic 4 Pro über Reverse Wireless Charging kabellos Energie bei Bedarf.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Endlich wieder ein High-End-Smartphone von Honor, das auch in Europa verfügbar ist! Für das Honor Magic 4 Pro wird eine stolze Summe aufgerufen. Dafür ist auch fast alles mit an Bord, was man sich nur wünschen könnte. An ein paar Stellen muss man aber kleinlich sein bei dem Kaufpreis und Kritik üben. Die Komplementär-Sensoren können nicht ganz bei den Ergebnissen der Konkurrenz mithalten. Dazu könnte das System, die Magic UI 6.0, noch etwas „Feinschliff“ gebrauchen (wobei man hier auf Geschmackssache plädieren könnte).

Bei der Entscheidung zur Kaufempfehlung zum Honor Magic 4 Pro können wir es uns einfach machen. Mit manchen Herstellern liebäugelt man mehr – Wer gerne wieder ein Huawei- /Honor-Flagship hätte („vor dem US-Bann“), bekommt mit dem Magic 4 Pro einen starken Nachfolger. Sonst bekommt man insbesondere mit dem Xiaomi Mi 11 Ultra ein noch mächtigeres Kamera-Flagship für kaum mehr als 600€.


Gesamtwertung
88%
Design und Verarbeitung
95 %
Display
90 %
Leistung und System
80 %
Kamera
85 %
Konnektivität
100 %
Akku
80 %

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Munde
Gast
Munde (@guest_89196)
4 Monate her

Interessant, selbe Main IMX 766 und UWW JN1 wie im Nothing phone (1).
Wird dazu etwas von Euch kommen, Vorstellungsbericht, Test?

Petunia
Gast
Petunia (@guest_89195)
4 Monate her

Ein Chinahandy mit guter 4k-Frontkamera? Dass ich das noch mal erlebe ^^

Basti
Gast
Basti (@guest_90295)
3 Monate her
Antwort an  Petunia

Wenn man nur bei Apple ist, dann erlebt man auch keinen Sprung der Bildqualität. Das ehemalige Flaggschiff von Huawei, das P40 Pro, hat eine bedeutend bessere Frontkamera Qualität als das iPhone 13 Pro Max. Wohlgemerkt, das P40 Pro bekommt man schon für 400€!

Torsten
Gast
Torsten (@guest_89190)
4 Monate her

Bitte einen Kameravergleich mit dem etwas “schlechteren” Vivo X80 Pro

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr(@wackelohr)
4 Monate her

Hallo,

Zitat: Außerdem ist das curved Display zwar wunderbar edel, aber etwas zu sehr gebogen: Zum Rand hin wird das Farbbild verfälscht.
Ätsch, das habt Ihr nun davon!
Vielleicht bin ich ja zu alt aber der Sinn von curved Displays bleibt mir verborgen.

Gruß Georg

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