Oukitel WP18 Test

Getestet von Mathias am
Firmware : OUKITEL_WP18_EEA_V10_20220216
Bewertung: 73%
Vorteile
  • extrem lange Laufzeit
  • Kopfhörer-Anschluss
  • robust und gut verarbeitet
  • Sonderbutton
Nachteile
  • extrem dick und schwer
  • schlechte Kamera
  • kein Fingerabdrucksensor
Springe zu:
CPUMediatek Helio A22 - 4 x 2,0GHz
RAM4 GB RAM
Speicher32 GB
GPUPowerVR GE6320 - 650MHz
Display 1440 x 720, 5,9 Zoll 60Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 11
Akkukapazität12500 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid

Hybrid
Hauptkamera12 MP + 0,3MP (dual)
Frontkamera5 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFace-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 19, 20, 28, 38
NFCNein
SIMDual - nano
Gewicht420 g
Maße171 x 84 x 22,4 mm
Antutu97166
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am14.04.2022

Oukitel widmet sich mit dem WP18 wieder der Budget-Outdoor-Sparte. Für um die 120€ bekommt man immerhin einen großen Akku mit 12.500 mAh – der Rest der Ausstattung ist auf die rudimentären Aufgaben eines Smartphones beschränkt. Deshalb gibt es einen Helio A22, 4GB RAM und 32GB Speicher. Ob das Oukitel WP18 als günstiger Outdoor-Begleiter taugt, klärt der Bericht.

Design und Verarbeitung des Oukitel WP18

Wie gewohnt besteht das Gehäuse des WP18 aus Plastik und Gummi. Mit 171 x 84 x 22,4 mm und seinem Gewicht von 421g ist das WP18 ein richtiger Klotz, selbst für ein Outdoor-Smartphone. Natürlich fehlen auch hier nicht die gängigen Zertifizierungen IP68, IP9K und MIL-STD-810G, womit das Oukitel in der Theorie einiges aushalten kann. Im Praxistest musste das Smartphone Stürze aus Standhöhe sowie 30 Minuten Wasserbad über sich ergehen lassen. Beides hinterließ keine Spuren.

Die Rückseite des Smartphones besteht aus Kunststoff und ist mit einer gummierten Schicht überzogen. Das Kameramodul steht minimal aus dem Gehäuse hervor, sodass die Dicke des Gerätes an dieser Stelle 24,1 mm beträgt. Auf der Vorderseite ist das Display von einer leicht erhöhten Gummilippe umgeben, die an der Ober- und Unterseite etwas dicker ausfällt und das Display bei Stürzen schützen soll. Über dem Display sind wie üblich die Hörmuschel, Sensoren und die Frontkamera untergebracht. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es nicht.

Auf der rechten Seite befinden sich der Powerbutton und die Lautstärke-Wippe. Auf der gegenüberliegenden Seite liegen der SIM-Schacht und der Sonderbutton. Die Knöpfe sitzen fest im Gehäuse und haben einen festen Druckpunkt. An der Oberseite ist ein Kopfhöreranschluss und an der Unterseite der USB-C Port untergebracht. Sowohl der SIM-Schacht als auch die beiden Anschlüsse sind durch Abdeckungen vor Wasser und Staub geschützt.

Insgesamt ist die Verarbeitung des Oukitel WP18 einwandfrei. Die Dicke und das Gewicht sind natürlich dem großen Akku geschuldet. So ist das Smartphone leider extrem unhandlich und passt kaum in eine normale Hosentasche.

Lieferumfang des Oukitel WP18: Das Oukitel WP18 wird mit dem Nötigsten geliefert: Dem Netzteil samt USB-C Kabel zum Aufladen, SIM-Pin und Anleitung.

Display des Oukitel WP18

Oukitel WP18 Bilder Test 18

Das Oukitel WP18 verfügt über ein 5,93 Zoll großes Display, das mit HD+, sprich 1440 x 720 Pixel auflöst. Mit 271 Pixel pro Zoll ist die Schärfe des Displays in Ordnung, einzelne Bildpunkte lassen sich bei genauem Hinschauen allerdings erkennen. Das Touchpanel verarbeitet bis zu 5 Berührungspunkte gleichzeitig und arbeitet dabei genau und auch recht flott. Die Farbwiedergabe ist im Allgemeinen gut und nicht übertrieben. Eine Anpassung der Farbwiedergabe ist allerdings nicht möglich. Die maximale Helligkeit ist mit 510 Lux leider nicht allzu hoch. Deswegen lässt sich das Display bei viel Sonnenschein nicht mehr so gut ablesen. Man muss aber auch relativierend ergänzen, dass andere Outdoor-Smartphones in diesem Preis ebenfalls keine helleren Displays haben, wenn man mal vom Cubot King Kong 5 Pro absieht.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Insgesamt überrascht das Oukitel WP18 in dieser Kategorie nicht und man bekommt das typische Budget-Setup für Outdoor-Smartphones, bei dem man Abstriche bei Auflösung und Helligkeit hinnehmen muss.

Leistung des Oukitel WP18

Im WP18 werkelt ein MediaTek Helio A22. Der Quad-Core besteht aus vier Cortex A53 Kernen, taktet mit maximal 1,8 GHz und wird von einer PowerVR GE8300 unterstützt. Zusätzlich stehen dem Smartphone 4GB RAM zur Verfügung, die mit 4,4 MB/s nicht allzu schnell sind. Der interne 32 GB große Speicher leistet 191 bzw. 96 MB/s Lese-/Schreibgeschwindigkeit. Da das Oukitel WP18 nur über einen Hybrid-Slot verfügt, muss man auf die Dual-SIM Funktion verzichten, wenn man den Speicher erweitern möchte.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Slingshot)

Der Helio A22 ist natürlich absolut auf Standard-Aufgaben begrenzt und war auch schon vor zwei Jahren im Ulefone Armor X7 nicht berauschend. Das Navigieren durchs System gelingt relativ flüssig, aber Apps öffnen erst nach kurzer Zeit. Hat man mehrere Apps gleichzeitig offen, wird alles merklich zäher. Das Oukitel eignet sich für die Grundaufgaben eines Smartphones, für mehr aber nicht.

System

Auf dem Oukitel WP18 kommt Android 11 zum Einsatz. Das System kommt ohne App-Drawer, weswegen die Apps direkt auf dem Bildschirm abgelegt werden. Sonderfunktionen, Multitouch-Gesten und Gesichtserkennung sind mit an Bord. Die Gesichtserkennung wird natürlich über die Frontkamera realisiert und funktioniert souverän. Ein automatisches Aufwecken des Bildschirms beim Anheben ist allerdings nicht möglich.

Natürlich ist auch beim Oukitel WP18 eine SOS-Funktion vorhanden. Ausgelöst wird der SOS Call über den Sonderbutton, auf den sich die Funktion legen lässt. Obwohl es sich hier um ein Budget Smartphone handelt, hat Oukitel den belegbaren Knopf glücklicherweise nicht eingespart, wie das bei vergangenen Modellen durchaus der Fall war. Somit lässt sich der Button wieder wie gewohnt mit Drücken, Doppeldrücken oder gedrückt Halten belegen.

Bloatware oder Adware sind nicht vorhanden. Natürlich unterstützt das WP18 nur Widevine L3 also kein Full HD-Streaming über Netflix und Co., was bei dieser Displayauflösung aber auch kaum relevant ist.

Insgesamt gibt es hier nicht viel zu beanstanden, außer vielleicht die fehlende Möglichkeit, das Handy aufzuwecken beim Anheben. Denn der Face-Unlock ist die einzige Alternative zur klassischen Entsperrmöglichkeit. Einen Fingerabdruck-Scanner gibt es nicht.

Kamera des Oukitel WP18

Das Kamera-Setup des Oukitel setzt sich aus einem 12MP Hauptsensor und 0,3 MP „Auxiliary“ Kamera zusammen. Die Hauptkamera nutzt den IMX362 Sensor aus dem Hause Sony mit einer f/1.8-Blende. Den Sensor kennen wir auch schon aus dem Blackview BL5000 und aus dem kürzlich getesteten Oukitel WP16 – er ist ein absoluter Budget-Sensor. Schon im WP16 war die Kamera nicht der Knaller, so verhält es sich leider auch hier: Generell wirken die Texturen etwas matschig und körnig. Zudem hat das Smartphone Probleme bei hohen Unterschieden in der Helligkeit. Beim Motiv mit dem Ritter oder auch der Burg wurde der Fokus auf das Objekt gesetzt. Obwohl die Sonne aber nicht von vorne scheint, sondern versetzt von der Seite, wird der Hintergrund extrem überbelichtet. Das ändert sich nur, wenn man den Fokus direkt in den Himmel setzt. Das ist unpraktisch, da dann die Schärfe der Bilder leidet. Im HDR-Modus werden die Bilder etwas besser – zumindest was die Belichtung angeht. Dafür will die Kamera hier einfach keine scharfen Bilder produzieren und es wirkt so, als würde der Fokus beim Schießen verloren gehen.

Auf die “Auxiliary“ Kamera oder zu Deutsch “Unterstütztungskamera” brauchen wir nicht näher einzugehen. Sie hat einfach keinerlei Effekt auf die Bilder. Der Bokeh-Modus wird richtig Oldschool einfach mit einem scharfen Kreis in der Mitte realisiert. Eine Abtrennung vom Hintergrund zu Objekten ist nicht möglich.

Die Selfie-Kamera ist ein nicht näher definierter 5MP Sensor. Die Bilder werden, was Details und Farben angeht, ganz okay. Durch die niedrige Auflösung gibt es aber wenig Details und ein deutliches Rauschen ist ebenfalls inklusive.

Insgesamt ist die Kamera des Oukitel WP18 kein Glanzstück des Smartphones. Die Hauptkamera ist für gelegentliche Schnappschüsse noch annehmbar, zumindest dann, wenn die Belichtung stimmt, aber einfach nicht auf dem aktuellen Stand der Technik.

Kommunikation

Oukitel WP18 Bilder Test 14Das Oukitel WP18 kommt mit allen nötigen 4G Frequenzen, die für einen Gebrauch in Deutschland notwendig sind. Leider verfügt das Smartphone nur über einen Hybrid-Slot, wodurch kein Dual-SIM Betrieb möglich ist, wenn man den Speicher erweitern möchte.

Im Testzeitraum war der Empfang immer gut und es kam zu keinen Abbrüchen. Die Sprachqualität ist ebenfalls gut und meine Stimme wurde klar und deutlich übertragen. Auch ankommende Gespräche waren problemlos zu verstehen. Hier gab es wider Erwarten weder Rauschen noch den typischen “Blecheimer-Klang”, den man in diesem Budget-Bereich öfter bekommt. Im Bereich Bluetooth und WiFi setzt das WP18 auf Dual-Band WLAN (2,4 + 5 Ghz) und die Standards a/b/g/n/ac sowie Bluetooth 5.0.

oukitel wp18 gpsNeben den 3 Standardsensoren (Beschleunigungs-, Licht- und Annährungssensor) verfügt das Oukitel WP18 auch über einen E-Kompass. Einen Fingerabdrucksensor gibt es wie bereits erwähnt leider nicht. Das GPS funktioniert auf ein paar Meter genau und konnte sowohl bei der Navigation im Auto als auch zu Fuß überzeugen. Hier gibt es keine Kritikpunkte.

Insgesamt macht das WP18 in dieser Rubrik nichts falsch und die Sprachqualität war überraschend gut. Dass man 2022 aber ein Smartphone auf den Markt wirft, das keinen Fingerabdrucksensor hat, ist ziemlich fragwürdig.

Akku des Oukitel WP18

oukitel wp18 pcmarkIm WP18 sorgt ein 12.500 mAh großer Akku für genügend Power. Im Benchmark hielt das Smartphone bei 200 Lux ganze 34 Stunden und 40 Minuten durch.Das

Unter normalen Bedingungen kommt man locker 5-6 Tage mit einer Ladung über die Runden. Hier liegen die Stärken des Smartphones, denn es ist ein echter Dauerläufer. Dafür lässt sich der Akku aber mit maximal 18 Watt laden, was über 4 Stunden in Anspruch nimmt.

Akkulaufzeit Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von
Mathias

Das Oukitel WP18 ist ein sehr günstiges Outdoor-Smartphone. Dementsprechend gibt es ein paar Einsparungen, die man hinnehmen muss: Das Smartphone hat keinen Fingerabdruck-Scanner, die Performance genügt nur für einfache Apps und die Kamera ist nur für gelegentliche Schnappschüsse zu gebrauchen. Außerdem ist das Smartphone sehr dick und schwer. Wer sich von diesen Punkten nicht verunsichern lässt, bekommt einen stabilen Langläufer, der genug Akkupower für eine ganze Woche Nutzung bietet. Das System läuft im Test stabil und auch das Display genügt den Ansprüchen an diese Preisklasse. Zudem liefert das Smartphone einen guten GPS-Empfang und eine ordentliche Konnektivität.

Wer ein leichteres Outdoor-Smartphone sucht oder bereit ist, mehr Geld auszugeben, findet in unserer Outdoor-Bestenliste gute Alternativen. Sind Akkulaufzeit und ein günstiger Preis Eure Priorität, könnte das Oukitel WP18 etwas für Euch sein.


Gesamtwertung
73%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
70 %
Leistung und System
60 %
Kamera
40 %
Konnektivität
80 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 08.12.2022

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