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Samsung Galaxy A71 Testbericht

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : QP1A.190711.020.A715FXXU1ATA7
Bewertung: 77%
Vorteile
  • Top AMOLED Display
  • Starker Akku & Ladezeit
  • Snapdragon 730 flott genug
  • Ausstattung: Triple-Slot, USB-C + Klinke, NFC
Nachteile
  • Kamera definitiv nicht dem Preis angemessen
  • Quad-Kamera ohne Mehrwert
  • Kratzeranfällige Kunststoffrückseite und Rahmen
  • Fingerabdrucksensor unzuverlässig
  • Insgesamt zu teuer
Springe zu:
CPUSnapdragon 730 - 2 x 2,2GHz + 4 x 1,8Ghz
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB
GPUAdreno 618 - 500MHz
Display2400 x 1080, 6,7 Zoll 60Hz (AMOLED)
BetriebssystemAndroid 10, One UI
Akkukapazität4500 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera64 MP + 12MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 20, 28, 66, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht179 g
Maße163,6 x 76 x 7,7 mm
Antutu273700
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am25.04.2020

Mit dem neuen Samsung Galaxy A71 holt Samsung die Mittelklasse-Nutzer ab, die es gerne etwas größer hätten: 6,7 Zoll misst das AMOLED Display! Und auch sonst verbessert man sich im Vergleich zum Vorgänger, dem Samsung A70, in wesentlichen Punkten. Samsung-typisch hat das aber auch seinen Preis.Samsung Galaxy A71 Testbericht Produktfotos 2

Samsungs UVP für das Galaxy A71 liegt bei stolzen 450€ – auf dem Markt wird es derzeit für ungefähr 380€ gehandelt. Eine ganz schön stolze Summe für ein Smartphone / Phablet mit Mittelklasse Snapdragon 730 Prozessor, 64MP Quad Kamera und Rückseite aus Kunststoff. Aber vielleicht überwiegen ja die Vorteile des erstklassigen 6,7 Zoll AMOLED Displays und die gute Akkulaufzeit dank 4500mAh? Ist es damit das bessere Samsung A51? Im Testbericht finden wir es heraus und schauen uns die Alternativen an.

Samsung Galaxy A71

Samsung Galaxy A71 Testbericht Beitragsbild

Samsung Galaxy A51

Samsung Galaxy A51 Test

Display:6,7 Zoll, 20:9, 2400 x 1080 Pixel, 60Hz, AMOLED6,5 Zoll, 20:9, 2400 x 1080 Pixel, 60Hz, AMOLED
Maße:163,6 x 76 x 7,7mm, 179g158,5 x 73,6 x 8 mm, 172g
Prozessor:Snapdragon 730, Adreno 618, 273.000 AnTuTuExynos 9611, Mali-G72, 157.000 AnTuTu
Kamera:Hauptsensor: Samsung GW1, 64MP, f/1.8

Ultraweitwinkel: 12MP, f/2.2

Macro: 5MP, f/2.4

Bokeh: 5MP, f/2.2

Hauptsensor: Samsung GM1, 48MP, f/2.0

Ultraweitwinkel: 12MP, f/2.2

Macro: 5MP, f/2.4

Bokeh: 5MP, f/2.2

Frontkamera:32MP, f/2.232MP, f/2.2
Akku:4500mAh, Fast Charging 25 Watt4000mAh, Fast Charging 15 Watt
Preise & Speicher:6/128GB – 449€ UVP, ca. 380€4/128GB – 349€ UVP, ca. 290€

Das Samsung A71 hat man in den USA auch als 5G Version auf den Markt gebracht: 599$ kostet es dort und 5G wird in Kombination mit dem Exynos 980 ermöglicht.

Design & Verarbeitung

Mit der aufwändig gestalteten Rückseite, dem großen Kameraelement und der mittig platzierten Punch-Hole-Notch liegt das Samsung Galaxy A71 voll im Trend. Auch die Maße finden sich bei den meisten Smartphones wieder: 163,6 x 76 x 7,7 Millimeter misst es bei 179,5 Gramm auf der Waage.

Die Abstände vorne zwischen Displaypanel und Rahmen sind ebenfalls schmal gehalten. Links und rechts misst der Rahmen um das Display 2mm, oben 3mm und das Kinn unten ist 4mm groß. Beim Samsung A70 war die Frontkamera noch in einer Waterdrop-Notch eingefasst, nun fällt beim Galaxy A71 die Umrandung weg und die Selfiecam wandert in ein „Punch-Hole“. Die Notch hat einen Durchmesser von 4,5mm, davon ist ein schwarzer 1mm großer Rand um die Linse. Mir gefällt die Art ziemlich gut: so kommt das Smartphone dem Full-Screen-Ideal recht nahe und mittig stört die Notch auch nicht im Betrieb. Notifications werden einfach sauber links und rechts aufgereiht.

Der Rahmen ist aus Kunststoff mit dem Powerbutton sowie der Lautstärkewippe rechts. Gegenüber liegt der SIM-Slot, was erfreulicherweise ein Triple Slot mit zwei Nano-SIM-Karten und zusätzlich MicroSD-Karte zur Speichererweiterung ist. Die zweite erfreuliche Nachricht: am unteren Rahmen befindet sich neben dem Lautsprecher noch die Kombination aus USB-C und 3,5mm Klinkenanschluss. Am Smartphone oben liegt nur ein zweites geräuschunterdrückendes Mikrofon.

Die Rückseite ist an sich schön gestaltet: Das neue „Prisma“ Muster mit den feinen Linien gefällt mir sehr und das Farbspiel in den Spiegelungen kommt auch gut an. Bei den Farben hat man dieselbe Auswahl, wie beim kleineren Samsung Galaxy A51:  Schwarz, Weiß und Türkis. Auch bleiben dank des Musters der Samsung Schriftzug sowie die typischen EU-Regularien unauffällig.

Aber wer in Gottes Namen ist denn hier für die Materialauswahl zuständig? Es kommt eine glänzende  Kunststoffrückseite zum Einsatz, die sehr schnell verkratzt. Klar nutzen die meisten eine Schutzhülle, die nicht mal beiliegt. Hochwertig wirkt das Samsung A71 dadurch nicht und bei über 400€ auch mehr als fragwürdig.

Lieferumfang & S-View Cover

Der Lieferumfang besteht aus dem Smartphone, ein paar günstige In-Ear-Kopfhörer sowie dem Netzteil mit 25 Watt und USB-C auf USB-C Kabel. Im Paket vermisst man aber schmerzlich eine Silikonhülle und eine vorangebrachte Displayschutzfolie.

Aus dem Grund habe ich mir für den Test direkt das S-View Silicon Cover bestellt. Eine Hülle mit Klappe und durchsichtigem Fenster vorne. Dieses kann man sich konfigurieren und auch als Always-On-Display einrichten. Gleichzeitig wird das Galaxy A71 automatisch ge- und entsperrt durch den Hallsensor. Dieses kostet 30€ und ist in den Farben Schwarz außen und Türkis innen sowie Weiß außen und Lachs-rosa innen verfügbar. Zum Beispiel hier bei Amazon.de.

Alternativ gibt es auch normale Silicon Cover von Samsung in den Farben Hellblau, Weiß oder Rosa-lachs-pink für knapp unter 20€ bei Amazon.

Display

Beim Display gibt es dafür dann wieder die typische Samsung-Kost, dieses Mal im positiven Sinne. Zum Einsatz kommt ein 6,7 Zoll großes AMOLED Panel im länglichen 20:9 Format. Dieses löst mit 2400 x 1080 Pixel auf, was für eine Bildpunktdichte von 392 PPI sorgt. Oben in der Mitte wird das Display durch eine Punch-Hole-Notch unterbrochen – bei Samsung heißt es marketingtechnisch „Infinity-O“ Display. Geschützt wird das Display durch Gorilla Glas 3, das schon viele Kratzer abhält.

Das AMOLED Panel erreicht im manuellen Modus bis zu 600 cd/m² und im automatischen Modus bis zu 725 cd/m². Im Freien hat man auch mit den über 700 cd/m² keine Probleme, in der direkten Sonne läuft das AMOLED Panel aber schon auf Anschlag.

AMOLED typisch sind Farben schön knackig und der Kontrast sehr hoch. Bei der Kalibrierung hat man die Wahl zwischen „Lebendig“ und „Natürlich“ und kann den Weißabgleich noch zwischen „kühl“ und „warm“ regeln.

Auch sonst bietet Samsung mit der One UI 2.0 viele weitere Features für das Display. Ein terminierbarer Dark Mode (schwarze statt weiße Farben zum Stromsparen) und auch ein Blaulichtfilter lässt sich planen. Das Always On Display lässt sich individuell nach Belieben anpassen und auch mit dem S-View Smart Cover nutzen. Dieses frisst aber gut 20% des Akkus in 24 Stunden, man kann es aber auch terminieren und für die Nacht ausschalten. Dazu kommen noch Features wie Seitenpanele, ein Schnellzugriff auf Funktionen, Apps und Kontakte und das Seitenlicht, das die Benachrichtigungs-LED ein wenig ersetzen kann.

Auf eine erhöhte Bildwiederholungsfrequenz verzichtet man beim Samsung A71: es ist ja schon ein paar Monate auf dem Markt und erst jetzt fangen die ersten Mittelklasse Modelle an, auf 90 oder 120Hz zu setzen. Das fällt natürlich deutlich auf, wenn man davor mit 90Hz unterwegs war und dann wieder zu 60Hz downgradet. Ansonsten gibt es am 6,7 Zoll AMOLED des Samsung A71 nichts auszusetzen und es gehört zu den besten Displays der oberen Mittelklasse.

Leistung

Wie auch schon beim Vorgänger, dem Samsung Galaxy A70, kann man meckern, dass für den Preis schon ein besserer Prozessor möglich gewesen wäre. Aber der Snapdragon 730 erledigt seinen Job wirklich gut und verhilft dem Samsung Galaxy A71 zu einer angenehmen Performance. Der Octa Core setzt sich auf 2 Kyro 470 mit 2,2GHz und 6 Kyro 470 Kernen mit 1,8GHz zusammen. Als GPU ist die Adreno 618 zum Einsatz.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Einzige Ausnahme mit mehr Leistung: Auf den Philippinen kommt beim Samsung A71 der Snapdragon 730G zum Einsatz, der eine etwas bessere Grafikleistung aufweist. Bei uns kommt das Samsung A71 stets mit Snapdragon 730 sowie mit 6GB Arbeitsspeicher und 128GB Speicherplatz. Beim verbauten Speicher handelt es sich um schnelleren UFS 2.1 Speicher  mit 500 MB/s read und 185 MB/s write. Der Arbeitsspeicher taktet mit 22,5 GB/s. Bei Bedarf lässt sich der Speicherplatz noch um bis 512GB per Micro-SD Karte erweitern.

Klar, mit dem Snapdragon 730 ist das Samsung Galaxy A71 nicht auf Dauer das geborene Gaming-Smartphone, aber die Performance ist für den normalen Gebrauch vollkommen zufriedenstellend. Beim Gaming kann es dabei schon mal unter Last zu Thottling kommen: Der Prozessor senkt also den Takt, da er zu heiß wird. Aber die gut 273.000 Punkte im AnTuTu Benchmark sprechen schon für sich. Sonst läuft die Samsung One UI 2.0 sehr flüssig und Wartezeiten muss man eigentlich keine hinnehmen.

System

Auf den Samsung Smartphones kommt die eigene One UI zum Einsatz: ein stark angepasster eigener Launcher mit vielen zusätzlichen Funktionen, aber auch stark aufgebläht und dadurch unübersichtlich mit vielen eigenen Apps und Diensten.

In der Praxiszeit hatte das Samsung A71 die One UI in der Version 2.0 basierend auf Android 10 (Buildnummer: QP1A.190711.020.A715FXXU1ATA7). Der Sicherheitspatch ist vom Januar 2020.

Beim ersten Einrichten wird dem ungeduldigen Nutzer erstmal versucht, Bloatware unterzujubeln. Und auch wenn man alles abwählt, sind noch einige Apps vorinstalliert. Hier lässt sich das Meiste deinstallieren oder zumindest deaktivieren. Dazu kommen noch einige Samsung-Dienste, die ganz gerne die Pendants von Google ersetzen möchten. Hier muss man, auf Wunsch natürlich, sich erstmal reinfuchsen zum Umstellen. Bixby bekommt man natürlich auch komplett zum Schweigen.

Für Netflix und Amazon Prime Video steht natürlich Widevine L1 zur Verfügung. Bedient wird das Galaxy A71 über virtuelle Bedientasten oder über Wischgesten.

Ansonsten ist bei der One UI 2.0 alles an Bord, was sich der Smartphone-Nutzer heutzutage so wünscht und man hat auch zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. Hier kommt man auch mit dem Samsung A71 nach wenigen Tagen sehr gut zurecht.

Kamera

Hinten thront imposant das große schwarze Kameramodul mit vier Sensoren und einem LED-Flash. Aber hohe Megapixelzahlen und eine „Quad Cam“ sind dabei leider kein Garant für gute Aufnahmen. Folgende Sensoren sind an Bord:Samsung Galaxy A71 Testbericht Kamera Sensoren 1

  • Hauptsensor: Samsung GW1, 64MP, f/1.8
  • Ultraweitwinkel: 12MP, f/2.2
  • Macro: 5MP, f/2.4
  • Bokeh: 5MP, f/2.2
  • Frontkamera: 32MP, f/2.2

Die Kamera vom Samsung Galaxy A71 ist leider wirklich nicht so gut, wie man es vielleicht in der Preisklasse erwartet hätte. Ihr glaubt nicht meinen Testbildern? – auch bei DxO Mark belegt das A71 mit 84 Punkten einen der hinteren Plätze.

Beim Samsung GW1 mit 64MP handelt es sich beim Samsung Galaxy A71 um eine klassische Schön-Wetter-Kamera. Fotos tagsüber bei guter Beleuchtung können sich durchaus sehen lassen, bilden auf den ersten Blick genügend Details ab und auch Rauschen hält sich in Grenzen. Etwas untypisch für Samsung fallen die Farben und Kontraste aber blass aus. Auch Strukturen abseits des Fokus werden schnell matschig, gerade wenn man manuell in das Bild reinzoomt. Sonst hat der Sensor im Samsung A71 auch seine Stärken und zaubert manchmal ziemlich gute Bilder. Bei schlechtem Motiv oder schlechteren Lichtbedingungen, dann fällt die Qualität wieder sehr stark ab.

Nachtaufnahmen:

Für Nachtaufnahmen ist das Samsung Galaxy A71 dann eigentlich nicht mehr zu gebrauchen; hier haben schon andere Smartphones mehr aus dem Samsung GW1 Sensor mehr herausgeholt. Der Nachtmodus bringt dabei schon Verbesserungen, indem er mehr Licht einfängt und den Kontrast erhöht. Aber sonst werden gerade Teile des Bildes ohne künstliche Belichtung sehr schlecht aufgenommen.

Die Ultraweitwinkelkamera driftet hier noch mehr, aber das ist erfahrungsgemäß so der Fall. Bei Nacht sollte man auf den Sensor verzichten. Auch die Frontkamera kann sich nachts vor ISO-Rauschen nicht retten.

Ultraweitwinkelkamera:

Bei gutem Wetter und dem passendem Motiv ist der Griff zur Ultraweitwinkelkamera eine Überlegung wert. Zum Beispiel ein Panorama würde sich eignen, denn gerade bei nahen Motiven werden Details deutlicher schneller schwammig. Und auch sonst kann der Ultraweitwinkelkamera bei Details und Farben mit dem Hauptsensor mithalten, das ist aber im Grunde bei allen Mittelklasse-Smartphones der Fall.

Bokeh & Makro Sensor:

Dazu kommen noch zwei Hilfssensoren mit jeweils 5MP Auflösung. Der Makrosensor liefert Bilder mit einer Auflösung von 2576 x 1932 Pixel und ermöglicht es bis zu 3cm an das Objekt ranzugehen. Die Qualität lässt stark zu wünschen übrig und in den meisten Fällen erhält man mit der Hauptkamera und etwas mehr Abstand die besseren Aufnahmen.

Dazu kommt noch ein Bokehsensor mit 5MP. Dieser hat nur die Funktion bei Portrait Aufnahmen zwischen Vorder- und Hintergrund zu trennen. Bokehs gelingen sehr gut.

Frontkamera:

Im Umkehrschluss schlägt die 32MP Frontkamera sich dann tagsüber wieder deutlich besser. Auch hier arbeitet der Sensor mit Pixel Binning, sodass die Bilder zwischen 2 und 4MB groß sind bei einer Auflösung von 3264 x 2448 Pixeln / 8MP. Auch gefällt mir die Möglichkeit trotz des einzelnen Sensors zwischen Standard und Weitwinkel umzuschalten. Hier beträgt dann die Auflösung 12MP bei 4000 x 3000 Pixeln.

Wie schon beim Samsung A51 sind die Selfies um einiges besser als die Hauptkamera. Der Sensor liefert viele Details, gute Farben und eine angenehme Schärfe. Durch den fixen Fokus muss man den richtigen Abstand treffen, in der Praxis gelang dies bei mir aber stets.

Videos:

Videos lassen sich mit dem 64MP Hauptsensor mit bis zu 4K / 30fps oder auch 1080p/ 30fps aufnehmen. Zur Bildstabilisierung steht bei Full-HD ein EIS zur Verfügung. Die Frontkamera verfügt über keinen Bildstabilisator, kann aber auch 4K bei 30fps aufnehmen.

Das Videomaterial ist wie auch die Bilder höchstens mittelmäßig. Der Fokus hat mit dem EIS sichtbare Probleme beim Fokus. Schärfe und Farben sind soweit auf dem Level der normalen Aufnahmen und für Videos vollkommen in Ordnung.

Konnektivität

Im Samsung Galaxy A71 kommt ein Triple Slot zum Einsatz: hier lassen sich zwei Nano-SIM Karten gleichzeitig im Dual-SIM Betrieb nutzen und zusätzlich noch der Speicher über eine Micro-SD Karte erweitern. Mit den unterstützten LTE Frequenzen sollte man ebenfalls soweit zurecht kommen:Samsung Galaxy A71 Testbericht Konnektivität 2

  • LTE: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B12, B13, B17, B20, B28, B66
  • TDD-LTE: B38, B40, B41

Der Ohrlautsprecher könnte etwas lauter und klarer sein, die Mikrofone erledigten ihren Job dafür sehr gut. Zum Telefonieren steht VoWiFi und VoLTE bereit, was die Sprachqualität verbessert. Auch hier sprang das A71 erstaunlich häufig auf das WLAN Netz um.

Beim Samsung A71 hatte ich wieder das „Problem“, dass der Empfang einfach schlechter war, als man es eigentlich gewohnt ist. In meinem Sendegebiet macht das an sich nichts aus, wer aber mit dem Netz Probleme hat, sollte dies in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen.

Der WiFi Empfang war hingegen schon besser, vermutlich begünstigt durch den massiven Einsatz von Kunststoff. Das Samsung Galaxy A71 in 2.4 & 5.0 GHz Netze im ac-Standard. Gleiches galt auch in der Praxiszeit für die Navigation. Unterstützt werden die Dienste GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo sowie einem elektronischen Kompass. Im Test war nach 10 Sekunden der Standort auf ca. 100m und nach 20 Sekunden auf wenige Meter genau bestimmt. Im Auto verlor das GPS nie den Empfang.

Samsung Galaxy A71 Testbericht Konnektivität 1Der Näherungssensor liegt nicht oben im Rahmen oder dem Ohrlautsprecher, sondern im Display. Ich habe es hier gleich mal im Bild markiert. In der Praxis funktioniert das gewohnt super.

Dazu wird NFC unterstützt und dies lässt sich auch zum mobilen Bezahlen einrichten. Nur muss man erstmal Samsung Pay deaktivieren, um ohne Umwege auf Google Pay zurückzugreifen. Kopfhörer kann man nach Wahl über Bluetooth 5.0 verbinden und dann auch AptX-HD nutzen oder man greift auf USB-C & den 3,5mm Klinkenanschluss zurück. Schön, dass der Platz hierfür genutzt wurde.

Für Musik und Videomaterial steht dabei leider nur der untere Lautsprecher zur Verfügung. Stereo-Speaker hätten dem A71 mit schönen 6,7 Zoll AMOLED Panel gut gestanden. So hat man leider nur einen Mono Speaker zur Verfügung: dieser ist auch bis zu 70% der Lautstärke recht ausgewogen, gehört aber nur zu der Standard-Kost.

Der Fingerabdrucksensor gehört zu den gemächlichen Genossen. Er ist deutlich träger als gewohnt und auch die Fehlerquote ist recht hoch. Zum Einsatz kommt ein normaler In-Display-Sensor, wo der AMOLED hell grün leuchtet. In nur circa 6 von 10 Fällen klappt die Entsperrung problemlos und man landet in gut einer Sekunde auf dem Homescreen. Aber zu häufig kommt es auch vor, dass der Fingerabdrucksensor streikt und der fünfte Fehlversuch dann zum Streik führt. Beim Samsung A71 war es für mich daher schon notwendig, Face Unlock einzurichten. Durch das S-View Cover gelangt man so beim Öffnen direkt zum Lockscreen und kann es in der Kombination aus Frontkamera und Fingerabdrucksensor zuverlässig genug entsperren.

Akku

Samsung Galaxy A71 Testbericht Benchmark 4Sehr zufrieden hingegen war ich in der dreiwöchigen Praxiszeit mit der Akkulaufzeit des Samsung Galaxy A71. Der Akku misst 4500mAh und profitiert vom sparsamen Snapdragon 730 sowie dem AMOLED Display & am besten mit dem Dark Mode – schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift und ein schwarzer unauffälliger Wallpaper.

So kommt man an den meisten Tagen auch leicht auf eine Display-On-Time (tatsächliche aktive Nutzungszeit des Smartphones) auf gut 8 bis 9 Stunden. Also bei mir zwischen 3 und 4 Stunden am Tag + eine Nacht, bis das Samsung A71 wieder geladen werden wollte. Auch die 13 Stunden und 18 Minuten sind für so ein „Phablet“ ein guter Wert.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Und wenn der Akku doch zu Neige geht, dann wird er auch entsprechend schnell wieder geladen. Hierfür steht das 25 Watt Schnellladegerät zur Verfügung, aber auch mit Power Delivery über USB-C versteht sich das A71 gut. Mit dem 25 Watt Ladegerät lädt man von 0 auf 50% in 30 Minuten. Eine komplette Ladung dauert 80 Minuten. Mit Power Delivery lädt man in 20 Minuten von 15 auf 40% und von 0 auf 100% in 95 Minuten. Wireless Charging steht dem Samsung A71 nicht zur Verfügung.
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Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Für das Samsung Galaxy A71 wird ein ganz schön hoher Preis aufgerufen: zwei Faktoren rechtfertigen diesen Preisen bzw. passen in diese Preisklasse – zwei Faktoren sind dann wieder auf Niveau des „Samsung-Preis-Leistung“. So ist das Display sehr gelungen und die Größe für mich noch angenehm. Die Kombination aus ausreichend schnellem sowie sparsamen Snapdragon 730 und dem gut dimensioniertem 4500mAh Akku plus 25 Watt schnellem Laden macht den Alltag angenehm.

Auf der Gegenseite steht definitiv die Kamera, die einfach nicht gut ist. Das Xiaomi Mi Note 10 kostet derzeit ungefähr genau so viel, bietet eine ähnliche Hardware, aber hat eine Kamera an Bord, die einige Zeit auf Platz 1 stand. Und dann wäre noch das Gehäuse aus Kunststoff: kann man sich schönreden, aber der Preisklasse angemessen ist dies nicht.

Der Vorgänger, Samsung A70 hat mir zum damaligen Testzeitpunkt doch besser gefallen. Damals waren „Phablets“ bzw. etwas größere Smartphones noch seltener. Jetzt sind wir mit dem fortschreitenden Full-Screen Display im Bereich von 6,5 bis 6,7 Zoll mit den meisten Smartphones angekommen. Ein Redmi K30, oder Pocophone X2 für uns erledigt alle Hausaufgaben des neuen Samsung Galaxy A71 nun für fast die Hälfte des Preises. Auch ein Realme X2 Pro darf herangezogen werden zum ähnlichen Preis: für 380€ gibt es dort einen deutlich schnelleren Snapdragon 855+ Prozessor und ein 90Hz AMOLED Display. Die Konkurrenz macht Samsung das Leben also schon ziemlich schwer.


Gesamtwertung
77%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
90 %
Leistung und System
70 %
Kamera
60 %
Konnektivität
80 %
Akku
90 %

Preisvergleich

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Miknik
Gast
Miknik

Also so mies finde ich die Kamera nicht (habe ein Xiaomi MI9), die Farben wirken natürlich, und Weißabgleich und Farbsbalance von Haupt und UW Kamera wirken für Mittelklasse sogar überdurchschnittlich ähnlich; Hier ist das MI9 oft unzuverlässiger, und liegt auch mit Farben oder Belichtung (Überbelichtung liebt es) oft sehr daneben; Dazu scheint der Ulraweitwinkel bei Nacht zumindest brauchbar (in der Mittelklasse oft nur dunkler Matsch), und ein Nachtmodus ist auch dort verfügbar; DIe Makrokamera hat zumindest eine Auflösung, wo mal tatsächlich was gelingen kann (bei 2MP Makros eher zum vergessen);

Ich würde sagen, keine Flagschiffkamera, aber durchaus nicht schlecht, und den One UI Launcher würde ich inzwischen zu den besseren zählen, und auch was die Updatepolitik angeht, hat sich Samsung inzwischen von einem Stiefkind eher zum Musterschüler gewandelt. (mein altes Samsung S7 hat z.B. einen aktueller Sicherheitsstatus als mein MI9)

Frankenstein
Gast
Frankenstein

Tja Samsung. War schön dich gekannt zu haben.

Wackelohr
Mitglied
Wackelohr

Hallo,
Ich wünsche mir einen Vergleichstest zwischen Note 9s und dem Galaxy M21.

Gruß Georg

Uwe
Gast
Uwe

Und ich wünsche mir das Ende von Corona – könnt ihr da auch was tun ?

Boris
Gast
Boris

Ich danke dem chinahandys.net dafür dass auch ein Smartphone von Samsung getestet wurde was sehr selten passiert. Primär geht es mir dabei nicht um diese Firma sondern um die Vielfalt von Hersteller (und um sich in der Entscheidung ein Chinasmartphone zu kaufen bestätigt zu fühlen). Auch wenn nach solchen Tests vielleicht nicht jeder (oder besser gesagt kaum jemand) die Links von Verkäufern anklicken wird aber das wird meiner Meinung nach die Besucheranzahl steigern und somit zu Popularität des Portals beitragen.
Nokia, Lenovo, Motorola, BQ – nur um einige zu nennen deren Testberichte ich mir hier wünschen würde.
p.s. ich weiß wir sind hier nicht bei “Wünsch dir was” 🙂

Jan
Gast
Jan

Wenn ich mir die Geschichte anschaue was so alles in der letzten Jahren bei Samsung passiert war ist dann stelle ich fest das denen Quantität viel wichtiger ist als Qualität, unteranderem auch dadurch das bei der Sendung von Akte auf Sat1, Samsung beim Service glatt durchgefalln ist sofern es űberhaupt einen gibt und hatte somit den schlechtesten Service. Ich selbst hatte mal nen Reparaturfall von einem Samsung Handy obwohl es innerhalb der Garantiezeit war sollte ich die Reparatur komplett selbst bezahlen diese war auch noch höher als das Handy damals neu gekostet hätte, das Problem war das dieses Handy sein hauseigenes Ladegerät nicht mehr erkannte schon nach einem halben Jahr, ich nahm dann ein anderes und nach fast einem Jahr ging dann gar nichts mehr zu laden und der Reparaturdienst schrieb mir ich solle selbst nen Softwareschaden verursacht haben wobei ich mich frage wie das den gehn soll, zumal ich mich damit nicht besonders gut auskenne mit programmieren etc.

Meine Schwester hat von ihrer Firma ein Diensthandy unzwar ein Samsung Galaxy S10 und wollte für dieses ein zweites USB C Kabel haben damit sie es sowohl in der Firma als auch zu Hause laden kann, ich besorgte ihr ein gutes was ich auch selbst nutze und funktioniert auch tatenlos bei allen was ich so damit lade aber ausgerechnet bei ihrem Samsung Galaxy S10 funktioniert es űberhaupt nicht in keinster Weise und ist somit nutzlos für das was es vorgesehen ist. Kann es sein das USB Kabel Hersteller bezogen sind und diese nur die originalen Funktionieren?

Ralf
Gast
Ralf

Hallo, es kann tatsächlich manchmal sein, dass nicht jedes Kabel mit jedem Smartphone kompatibel ist. Gerade in der heutigen Zeit wo Smartphones und Ladegeräte Fastcharge mit 40 Watt und mehr unterstützen, kann es vorkommen dass das verwendete Kabel gar nicht in der Lage ist soviel Strom weiter zu leiten. Auch wenn ein Kabel zu lang ist, habe ich schon erlebt dass während des Ladens bei Benutzung des Handys der Akku sich schneller wieder entladen hat als er geladen wurde. Also wenn du ein universal Ladekabel oder Ladegerät für verschiedene Geräte benutzt, würde ich dir empfehlen diese ca. alle zwei Jahre durch neue zu ersetzen um einfach mit dem Technischen Fortschritt mitzuhalten

Jan
Gast
Jan

Das Kabel ist ein Flachbandkabel von 2m mit auffroll Mechanismus zudem schnelllade fähig sowie mit 2 Adapter von Mirco auf Lightning und von Mirco auf USB C, es. wurde am 23. Dezember neu gekauft. Bei Honor, Huawei als auch bei meinem Sony Xperia XZ2 funktioniert es einwandfrei auch alle samt mit Quick Charge gibt es keinerlei Probleme nur beim Samsung Galaxy S10 wird es in keinster Weise erkannt noch nicht einmal wenn man Daten űbertragen möchte eine Verbindung beim S10 gibt es nicht. Woran kann ich erkennen bei welchem Smartphone das jeweilige USB C Kabel funktioniert wenn es nicht drauf steht?

Spongebob Schwammkopf
Gast
Spongebob Schwammkopf

Ich vermute es funktioniert deshalb nicht, da das Kabel ein micro USB Kabel mit USB c Adapter ist. Bei meinem S20 ultra funktioniert das Laden mit Adapter auch nicht.

Ralf
Gast
Ralf

Samsung kommt aus Korea, bin gerade etwas verwirrt einen Test auf “CHINAhandys.net” zu lesen 🤔

Wackelohr
Mitglied
Wackelohr

Hallo,
weil für uns Liebhaber dieser Seite ein Vergleich mit aktuellen Geräten eines der Marktführer immer wieder erhellend ist.

Gruß Georg

Boris
Gast
Boris

Wackelohr – Danke für dieses Kommentar.

Boris
Gast
Boris

Wusste nicht dass man einen Test auf “CHINAhandys.net” lesen muss. Bin gerade etwas verwirrt.

Igor
Gast
Igor

Wieso nicht ?……………….

Shorty2020
Gast
Shorty2020

Über 350€ für einen ein Smartphone mit miserabler Kamera und einen Snappi der 700er Reihe… Mir wäre fast mein 199€ teures Realme vor lauter Lachen aus der Hand gefallen!

Steinlaus
Gast
Steinlaus

Für die meisten Kunden zählt eben nach wie vor “Marke”. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass Xiaomi und Co. vielen Kunden immer noch unbekannt sind. Da wirken 350€ für das Gerät einer bekannten und beliebten Marke schon günstig, wenn das Flaggschiff an der 1000 kratzt.

Miknik
Gast
Miknik

Davon abgesehen wird man ein Samsung A Model in jedem Media Markt usw. kaufen können, während es Xiaomis und RealMes weiterhin hauptsächlich in Online Shops gibt, und richtig, man die Marke mal erst kennen muss (wenn in einem Media Markt erhältlich, ist der Preisvorteil auch nicht mehr so groß); Gerade für nicht so technikaffine Leute ist damit oft schon die Entscheidung gefallen, da ist auch ein vertrauter Samsung Launcher mehr wert als irgendwo ein 10% schneller Prozessor, 5 Punkte mehr in DXo oder sonsitige Gimmicks, die diese Leute kaum nutzen;