Umidigi One Max

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Umidigi macht eigentlich fast immer einen großen Wirbel um seine Smartphones der oberen Mittelklasse, die häufig als Flagship-Killer angepriesen werden. Doch häufig geht dieses Konzept nicht ganz auf, wie sich jüngst beim Umidigi Z2 Pro gezeigt hat. Dabei zeigte sich in den letzten Jahren häufig, dass der Hersteller durchaus sehr gute Geräte auf den Markt bringen kann – absurderweise sind dies jedoch meist diejenigen Modelle, für die Umidigi nicht so kräftig die Werbetrommel schlägt.

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Das neuste Beispiel, das sich in diese Reihe einordnet, könnte das Umidigi One Max sein. Das Smartphone bietet eine solide Mittelklasse-Ausstattung und wird wohl für deutlich unter 200€ über die Ladentheke gehen. Dafür bekommt man einen schnellen Mediatek Helio P23 Prozessor, ein großes 6,3 Zoll Display, 4GB RAM und ganze 128GB Speicher. Mit dabei ist natürlich auch die obligatorische Dual-Kamera. Was uns beim Umidigi One Max ansonsten noch erwartet, klären wir in der folgenden Ankündigung.

Design und Verarbeitung

Das Umidigi One Max ist äußerlich eine größere Version des bereits getesteten Umidigi One Pro. Das One Pro zählt zweifelsohne zu den schönsten Handys im unteren Preisbereich und zeigt, dass auch günstige Handys mit der Verarbeitung von High-End Smartphones mithalten können. Das Umidigi One Max wird hoffentlich ebenso optisch zu entzücken wissen. Mit dabei ist wiedereinmal die Glasrückseite, die notwenig für Wireless-Charging ist. In diese ist das Dual-Kamera Modul im Iphone-Style vertikal integriert. Ein Fingerabdrucksensor befindet sich nicht auf der Rückseite, sondern wurde in den Metallrahmen des Smartphones eingelassen und dient gleichzeitig auch als drückbarer Powerbutton. Dieses Konzept konnte uns bereits beim Umidigi One Pro begeistern. Das One Max ist in den Farben Twilight (spiegelnd in mehreren Farben) und in Kohlenstofffaser-Optik erhältlich. Im folgenden findet ihr die Produktbilder aus unserem Umidigi One Pro Testbericht, die bis auf die Größe und die Waterdrop-Notch identisch mit dem One Max sein sollten.

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Umidigi One Max 4Das Smartphone verfügt, wie es sich im Jahr 2018 gehört, nur über sehr dünne Displayränder. Zudem wurde die Notch auf die Größe eines Wassertropfens verkleinert, was wir bereits vom OnePlus 6T und dem Nubia Z18 kennen. Die Maße betragen 156.8 x 75.6 x 8.35mm, das Gewicht ist bisher noch nicht bekannt. Ein zeitgemäßer USB Type C Anschluss und ein Kopfhörer-Anschluss sind vorhanden, zudem gibt es Stereo-Lautsprecher, was in der unteren Preisklasse eine absolute Seltenheit ist. Dual-SIM ist natürlich ebenfalls vorhanden und einer der beiden Slots lässt sich alternativ zur Speichererweiterung per Micro-SD nutzen.

Display

Umidigi One Max 2

Das Display zählt mit 6,3 Zoll zu den größeren seiner Art. Zum Einsatz kommt klassische IPS-Technik, was in natürlichen Farben und einer guten Blickwinkelstabilität resultieren sollte. Die Auflösung beträgt nur HD+ mit 1520 x 720 Pixeln. Somit ist das Smartphone weniger scharf als aktuelle Modelle mit Full-HD Panel.

Die Bildpunktdichte liegt mit 287ppi allerdings nur sehr knapp unter dem Retina-Wert, dass das Bild dennoch angenehm scharf sein sollte.

 

Leistung

Das Umidigi One Max arbeitet mit einem Helio P23 von MediaTek. Die gleiche CPU gab es schon im Umidigi One Pro, wo sie einen guten Dienst leistete. Der Octa Core setzt sich aus einem Leistungscluster mit 4 x 2.3 GHz sowie das Energiesparcluster mit 4 x 1.65 GHz. Als Grafiklösung agiert die ARM Mali G71 MP2 mit 700MHz. Auch konnten wir bei unseren bisherigen Testgeräten, wie dem Cubot Power, dem Helio P23 bescheinigen, dass er entsprechend effizient rechnet und nicht viel vom Akku abzweigt. Hinzu kommen beim Umidigi One Max noch 4GB Arbeitsspeicher und satte 128GB internen Speicher. Die Erweiterung per Micro-SD ist also nur nötig, wenn man sehr viele Daten auf dem Handy speichern will.

Umidigi One One Pro Ankündigung 7Mit der Leistung lässt sich ein Android-Smartphone gut benutzen: das System läuft sehr flüssig und bei Grundaufgaben (Surfen, WhatsApp, Navigation,…) fällt einem der Unterschied zu einem Flagship kaum auf. Auch 3D-Games lassen sich mit dem Helio P23 zocken, nur muss man hier manchmal bei der Grafikstufe Abstriche machen. Das Umidigi One wird übrigens mit Android 8.1 kommen. Das System wird vom Hersteller unberührt belassen, sodass die Oberfläche sauber und aufgeräumt sein sollte. Ob es allerdings auch ein Android 9 Update geben wird, ist fraglich.

Kamera

Das Kamera-Setup entspricht dem Vorgänger Umidigi One Pro. Es kommen die gleichen Sensoren zum Einsatz, allerdings ist es möglich, dass der Hersteller durch Software-Optimierung eine bessere Bildqualität liefert. Die Kamera auf der Rückseite setzt sich aus einem Hauptsensor mit 12MP und einer Blende von f/2.0 zusammen und einem zweiten mit 5 MP. Der Chip kommt von Omnivision. Auf der Vorderseite findet sich ein einzelner S5K3P3 mit 16MP und einer f/2.0 großen Blende von Samsung.

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Was die Dual-Kamer angeht, so wird das Umidigi One Max vermutlich eine echte Dual-Kamera zu bieten haben. Dies war auch schon beim One Pro der Fall. Davon abgesehen konnte der Vorgänger aber eine gute Bildqualität liefern und wir sind daher optimistisch, dass auch das One Max hier nicht versagen wird. Im Folgenden findet ihr unsere Testfotos des Umidigi One Pro:

Konnektivität

Auch was die Konnektivität angeht, ist das One Max mit allem vollgepackt, was ein aktuelles Smartphone so braucht! Zunächst mal hat man in Deutschland keine Empfangsprobleme. In den Hybrid SIM Slot lassen sich entweder zwei Nano SIM Karten gleichzeitig betreiben oder man tauscht eine aus gegen die MicroSD Karte zur Erweiterung des Speichers. Beide SIM-Plätze sind für LTE freigeschalten und auch VoLTE soll funktionieren. Bei den unterstützten Frequenzen hat man sogar eine etwas größere Auswahl, als es sonst üblich ist; Folgende sind an Bord:

4G: FDD-LTE 1 /2 /3 /4 /5 /7 /8 /12 /13 /17 /18 /19 /20 /25 /26 /28A /28B /34/38/39/40/41

An kabellosen Verbindungsstandard ist sonst noch Dual Band WiFi (2.4 und 5.0 GHz) im n-Standard verbaut. Dazu gesellt sich noch Bluetooth 4.2 und NFC. Zur Navigation steht GPS, A-GPS und GLONASS bereit, während ein elektronischer Magnetsensor noch bei der Richtung unterstützt. An Sensoren stehen außerdem noch die drei Standards (Beschleunigung, Näherung und Licht) und ein ein Gyroskop bereit.

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Zur biometrischen Entsperrung steht neben dem coolen Fingerabdrucksensor integriert im Powerbutton noch die Frontkamera zur Verfügung. Das „Face ID“ ist schon von ein paar Testgeräten bekannt und funktioniert soweit – wenn man es auch mit einem Foto teils austricksen kann.

Akku

Die Akkukapazität ist mit 4150mAh gut proportioniert. Der Helio P23 kann insgesamt als ein durchschnittlich sparsamer Prozessor angesehen werden und so wird man wohl auf 1,5-2 Tage Laufzeit kommen. Wer sein Smartphone sehr häufig benutzt, erreicht nur einen Tag, wer eher selten zum Handy greift, kommt auf zwei Tage Laufzeit. Aufgeladen wird das One Max entweder per Kabel mit Mediatek Pump Express oder über Wireless-Charging mit maximal 15W.

Unsere Einschätzung

Umidigi One Max TitelDas Umidigi One Max klingt nach einem vielversprechenden Smartphone. Wie immer wird es darauf ankommen, ob der Hersteller sich keine Patzer erlaubt – Die Hardware ist jedenfalls für ein Handy der Mittelklasse gut aufgestellt und hat sich schon im Umidigi One Pro bewährt.

Wir werden uns zeitnah ein Umidigi One Max besorgen und Euch in einem ausführlichen Testbericht mehr zu dem Handy berichten.

 

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Erik ZürrleinGrzegorzH.E. Letzte Kommentartoren
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Grzegorz
Gast
Grzegorz

Hi
Hat d. Smartphone eine notifications LED?

Erik Zürrlein
Editor
TeamMitgliedStar
Erik Zürrlein

Hi, bei Gearbest ist gelistet, dass keine verbaut ist: Notification LED: Not Supported. Beim Umidigi One Pro war aber eine an Bord. Vermutlich nicht, aber wir haben das Gerät bald bei uns, dann werden wir es sehen. Beste Grüße

H.E.
Gast
H.E.

Interessant, vielen Dank. Misstrauisch macht mich allerdings die fehlende Gewichtsangabe. Alles über 170g geht für mich gar nicht. Freue mich aber auf einen Test!