Hatte sich der Smartphone Hersteller LeEco mit dem CoolEco Cool 1 noch mit Coolpad zusammengeschlossen, kooperiert er nun auch mit der nicht weiter bekannten russischen Firma „REE“ (Russian and Eastern Europe). Informationen hierzu sind sehr rar, bzw. gar nicht auffindbar. Herausgekommen ist das LeEco LeRee Le 3, das sich äußerlich vom CoolEco Cool 1 fast überhaupt nicht unterscheidet. Wir haben das günstige Gerät für euch näher untersucht und teilen euch im folgenden Testbericht mit, ob sich eine Investition lohnt oder man doch lieber die Finger davon lassen sollte.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Wie eingangs bereits erwähnt, sieht das LeRee dem CoolEco Cool 1 sehr ähnlich. Das CoolEco wiederum den Smartphones von LeEco. Hier hat man also Kosten gespart und profitiert von den bereits veröffentlichen älteren Modellen. Erhältlich ist es in den Farben „Gold“ und „Grau“. Das LeRee besteht zum Teil aus Plastik und Aluminium. Somit ist das Unibody-Gehäuse extrem leicht. Das Backcover aus Alu schmiegt sich von der Rückseite rund herum bis zum Display und ist überhaupt nicht anfällig für Fingerabdrücke. Der Rest des Gehäuses ist eine komplette Einheit aus Polycarbonat oder ähnlichem Material. Keine Sorge: Trotz etwas Plastik macht das Smartphone äußerlich einen sehr positiven Eindruck. Das liegt auch daran, dass der größte Teil der Oberfläche matt lackiert ist und mit den glänzenden, leicht abgerundeten Ecken einen schönen Kontrast bildet. Aufgrund der Materialwahl bringt es 173g auf die Waage. Die Maße des Smartphones betragen 74,8 x 152,0 x 8,5 mm. Somit ist das Gerät sehr handlich und passt noch bequem in nahezu jede Hosentasche.

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Auf der Rückseite befinden sich unterhalb der mittig platzieren Dual Kamera noch der spiegelnde Fingerabdrucksensor und der Dual LED Blitz. Die Kamera ragt ca. einen halben Millimeter raus. Ich persönlich bin eher ein Freund davon, wenn sich der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite befindet. Zum einem spart man so Platz auf der Displayfrontseite und zum anderen hält man das Telefon eh in der Hand und hat den Zeigefinger auf der Rückseite. Da ist das Entsperren mittels Finger doch viel bequemer. Andere hingegen mögen eventuell bemängeln, dass es nicht sonderlich profitabel ist, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt und es daher jedes Mal erst in die Hand genommen werden muss, um es zu entsperren. Das aber mag wahrscheinlich jeder etwas anders sehen. Der Dual LED Blitz leuchtet in 2 verschieden Weißtönen: Der obere Blitz leuchtet in hellem, kalten weiß, wie aus der Arztpraxis bekannt. Die untere LED leuchtet dagegen in einem schönen warmen „Wohnzimmerweiß“. 🙂 Unterbrochen wird das Backcover noch von einem Plastikelement oben und unten. Zudem ist noch der Schriftzug von „LeRee“ unterhalb aufgedruckt.

LeEco Le Ree review 5 LeEco Le Ree review 3

LeEco LeRee Le3 LED

Benachrichtigungs-LED

Das LeRee besitzt ein 5,5“ großes Display. Im typischen LeEco Stil sind oberhalb jeweils links und rechts vom Hörmuschelgitter die Sensoren und Frontkamera untergebracht. Schaut man frontal auf das Display, geht man davon aus, dass LeRee keine Benachrichtigungs-LED verbaut hat. Falsch! Sie befindet sich nebst der Frontkamera und leuchtet direkt unter dem farbigen / lackierten Displaybereich. Unterhalb des Displays befinden sich die Soft-Touch Buttons. Diese sind kurzzeitig, nach Anschalten leicht beleuchtet. Die Bedienung erfolgt also größtenteils blind, was aber kein Problem darstellt. Lautstärkewippe und Power Button liegen auf der rechten Seite des Gehäuses. Sie haben einen angenehmen Druckpunkt und nahezu kein Spiel. Auf der linken Seite befindet sich der SIM-Karten Schacht. Der Kopfhöreranschluss befindet sich, zusammen mit dem Infrarot-Sender, auf der Oberseite. Unterhalb des Telefons ist mittig der USB-C Anschluss untergebracht. Hinter den jeweils 6 Öffnungen zur Linken und Rechten sind Lautsprecher und Mikrofon untergebracht.

LeEco Le Ree review 1

Zum Lieferumfang des LeEco LeRee 3 gehört folgendes Zubehör:

  • Smartphone
  • USB-C Ladekabel
  • Ladeadapter
  • Bedienungsanleitung

Designtechnisch ist das LeRee keineswegs eine Neuheit. Ohne es zu wissen, wird man beim ersten Anblick des Smartphones mit Sicherheit sofort feststellen, dass es irgendwie aus dem Hause LeEco kommt. Schlimm ist das allerdings nicht. Hat doch LeEco zum Beispiel mit dem ähnlich aussehenden Le Pro 3 ein Schmuckstück gezaubert. Auch hier ist die Verarbeitungsqualität auf sehr hohem Niveau. Mit dem LeRee bekommt man also das, was man erwartet.

Display

Das LeRee besitzt ein 5,5“ großes IPS Display im altbewehrtem Seitenverhältnis von 16:9. Die Auflösung liegt bei 1920 x 1080 Pixel, was eine Anzahl von 400 PPI ergibt. Das wiedergegebene Bild ist scharf, dass einzelne Bildpunkte nicht sichtbar sind. Der große Vorteil gegenüber größeren Displays mit eventuell vorhandenen 2K-Auflösungen ist natürlich die Stromersparnis. Gemäß den Spezifikationen wird das Display nicht durch Gorilla Glas geschütztDie Screen-to-Body Ratio liegt bei 73,3%. Zumindest sind die Displayränder dank 2.5D Glas leicht abgerundet. Im ausgeschalteten Zustand wirkt das Display vollkommen randlos. Sobald man das Display allerdings einschaltet, ist ein ca. 3mm dünner Rand zu erkennen.

LeEco Le Ree review 4

LeEco LeRee Le3 Color ModeMaximal 10 Berührungen werden gleichzeitig registriert. Der Multitouchscreen reagiert sehr gut und ohne Verzögerung. Das Display leuchtet hell genug, um auch bei Tageslicht alle Inhalte lesen zu können. Im oberen Display Bereich erreicht es maximal 505 Lux einen sehr guten Wert. In der Bildschirmmitte kommen wir auf 542 und im unteren Teil des Displays auf immer noch gute 509 Lux. Die Blickwinkelstabilität ist exzellent. Die Farben wirken kräftig und der User hat auch die Möglichkeit in den Displayeinstellungen zwischen 4 voreingestellten Farbmodi („Color Mode“) zu wählen.

Zusammengefasst leistet sich das Display keinen Patzer und erweist sich als sehr solide. Das Display überzeugt trotz fehlendem Gorilla Glas in jeder Hinsicht: Tolle Farbwiedergabe & Top Blickwinkelstabilität.

Leistung

LeEco LeRee Le3 3D MarkLeEco LeRee Le3 AnTuTuLeEco LeRee Le3 Geekbench

Das LeEco LeRee 3 verfügt über eine Snapdragon 652 SoC, bestehend aus 4x Cortex A72 Kernen mit maximal 1,8 Ghz und weitere 4x sparsamen Cortex A53-Kernen, die eine Maximaltaktung von 1,4 GHz besitzen. Dieser Prozessor soll bei geringen Energiebedarf aufgrund der hohen Taktrate eine gute Performance liefern. Für einfache Anwendungen stehen die sparsameren (1,4 GHz) Kerne zur Verfügung. Im Ein-Chip-System ist ein 3 GB großer LPDDR3 Arbeitsspeicher verbaut. Im Benchmark erreicht er, je nach Zeitpunkt der Messung, unterschiedliche Werte. Im kalten Zustand werden bis zu 8,7 GB/s erreicht. Führt man den Test während ausgiebiger Nutzung des LeRee‘s durch, fließen „nur“ noch 5,8 GB/s durch den RAM. Immer noch ein sehr ansehnlicher Wert.

LeEco LeRee Le3 Speicher kalt

im kalten Zustand

Grafikberechnungen erledigt der integrierte Adreno 510-Chip, der mit 600 MHz taktet. Diese GPU befindet sich eher im Mid-Range Bereich. Hier gibt es mit dem Adreno 430, der u.a. im Snapdragon 810 steckt deutlich schnellere Alternativen, diese sind dann aber auch in einem anderen Preisbereich verortet. Leistungsmäßig kann der Snapdragon 652 natürlich nicht mit Higher Class Modellen 820 oder 835 mithalten, auch was die Features anbetrifft. Dafür ist er aber deutlich günstiger und im Alltag sind die Unterschiede wohl kaum zu merken. Die SoC bietet genug Leistung für alle Aufgaben. Wer gern daddelt, kann mit der Hardware durchaus zufrieden sein. Das von uns immer wieder verwendete Asphalt 8 zum Beispiel läuft auf maximaler Detailsstufe…na ratet mal? Ja richtig, wie geschnitten Butter! Sonderlich warm für das LeRee auch bei einer längeren Zockereinheit nicht.

LeEco LeRee Le3 Speicher warm

im warmen Zustand

Das LeRee verfügt über insgesamt 32 GB Hauptspeicher. Erweitert werden kann dieser allerdings nicht. Im SIM-Tray ist maximal Platz für 2 Nano SIM-Karten zur parallelen Nutzung von 2 Mobilfunknummern. Der interne Speicher erreicht Raten von 196 MB/s beim Lesen und 152 MB/s beim Schreiben.

Unsere Testbenchmark Ergebnisse lauten wie folgt: Bei Antutu werden achtungsvolle 94.723 Punkte erreicht. Im Geekbench Benchmark kommt das LeRee im Multi- auf 3146, bzw. ansehnlichen 1410 Punkte im Single-Core Bereich. Das Nubia Z17 mini kommt ebenfalls mit dem Snapdragon 652 und schneidet ähnlich in den Benchmarks ab.

Das LeEco LeRee 3 führt alle Standardaufgaben wie Surfen, WhatsApp, Social Media Apps und Co. verzögerungsfrei durch. Die Performance der Systems ist vollkommen flüssig. Genug Ressourcen für Multitasking sind ebenfalls vorhanden. Selbst wenn viele Apps geöffnet sind, kommt das Smartphone nicht ins Straucheln. Obwohl der Snapdragon 652 nicht mehr der neueste Sprössling von Qualcomm und auch leistungsmäßig nicht das Non-Plus-Ultra ist, bietet er trotz der schwächeren Adreno 510 GPU mehr als genug Leistung für das Geld.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Android

Screenshot 20180308 082537LeEco LeRee Le3 OSLeEco LeRee Le3 Menue

LeEco steckt schon länger in einer schweren Finanzkrise und so steckt auch die Software in einer Krise. Auf dem LeRee befindet sich Android 6.0.1 mit LeEco’s Benutzeroberfläche EUI, die hier und da etwas an Apple’s iOS erinnert. Die deutsche Sprache ist zwar vorhanden, aber gewisse Menüs sind nicht übersetzt und werden in Englisch angezeigt. Der Sicherheitspatch des Gerätes ist noch vom April 2017. Und hier haben wir das Problem beim LeRee. Gut, Problem ist eventuell etwas übertrieben, aber Käufer des Smartphones sollten sich im Klaren sein, dass das Gerät keine Updates mehr erhalten wird, sofern man nicht manuell zu einer Customs Rom greift, die unter Umständen auf einem aktuellerem Android System basiert. Im Forum von den Kollegen von XDA-Developers steht einen Link zu einer neueren Software Version des chinesischen Pendants CoolEco Cool 1 für das Gerät zur Verfügung. Auf echte Custom-Roms muss man allerdings noch warten.

Außerdem ist es recht wahrscheinlich, dass noch weitere Custom ROMS für das LeEco erscheinen, da die Geräte gut in der Community ankommen. Lineage OS auf dem Smartphone wäre natürlich cool, aber News dazu gibt es noch nicht.

LeEco LeRee Le3 ThemesAlle Standard Google Apps sind glücklicherweise serienmäßig auf dem Telefon vorinstalliert. Ein App Drawer besitzt das EUI System allerdings nicht. Wer den Verlust nicht verkraftet, kann ohne Probleme einen anderen Launcher aus dem App-Store installieren und als Standard-Launcher einstellen. Zusätzlich können Wallpaper und andere Designs heruntergeladen werden, um das System nach seinen Wünschen anzupassen. Zumindest theoretisch…laut Meldung besteht jedes Mal beim Versuch ein Theme herunterzuladen keine Netzwerkverbindung, was schlichtweg nicht stimmte. Auch im WLAN hatte es bei mir nicht funktioniert.

Die EUI-Oberfläche ist schön, läuft sehr flüssig und stabil. Ferner kann sie sogar nach eigenen Wünschen angepasst werden. Der Test auf Malware fiel glücklicher Weise ebenfalls negativ aus. Ein nettes Feature befindet sich in der „Gallery“-App. Gelöschte Bilder und Videos werden zunächst in den Papierkorb geschoben und müssen also 2 Mal zum endgültigen Löschen entfernt werden. Zudem kann man das Smartphone zu festgelegten Zeiten aus- und auch wieder einschalten lassen.

LeEco LeRee Le3 SperreLeEco LeRee Le3 RuhezustandLeEco LeRee Le3 Push ServiceLeEco LeRee Le3 Browser

Ein sinnvolles Sicherheitsfeature ist die Möglichkeit eine x-beliebige App mit einer Sperre versehen zu können. Die Applikation wird dann nur nach erfolgreicher Muster- oder Passworteingabe, bzw. nach Identifikation des Fingerabdrucks geöffnet. Anscheinend sind im LeRee Wake-Locks Apps vorhanden, die ohne Root nicht ohne Weiteres ausfindig gemacht werden können. Das bedeutet, dass eine oder mehrere Programme das Telefon daran hindern in den „Ruhemodus“ bei ausgeschaltetem Display zu wechseln. So wird im Hintergrund die SoC immer wieder „aufgeweckt“, was dazu führt, dass wir sinnlos Akkuleistung einbüßen. Während des Dauerbetriebes von 1 Tag und 16 Stunden, gingen so stattliche 31% an Kapazität verloren.

Auf dem Telefon befindet sich eine App namens „Push Service“, die immer wieder nach Berechtigung fragt, Telefonanrufe zu tätigen und zu verwalten. Zwar verliefen alle Test auf Malware negativ, aber wir empfehlen dennoch die Berechtigungen zu verweigern. Selbiges gilt für die hauseigene Browser-App. Auch hier werdet ihr unnötig um sensible Berechtigungen gebeten. Im Google Play Store gibt es ja zahlreiche andere und vor allem sicherere Alternativen.

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Insgesamt bietet das LeRee ein sehr gutes und stabiles System mit nützlichen und zusätzlichen Funktionen, auch wenn die Browser-App und der Push Service einen zweifelhaften Eindruck hinterlassen. 

Kamera

Das LeRee verfügt über eine 13 MP Dual Kamera von Sony (IMX258) mit einer Aperture von f/2.0. Leider bin ich etwas gebrandmarkt was Dual Kamera anbetrifft. Ich kann diese 0815 Bokeh-Fake Filter nicht mehr sehen. Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, jemals in den Genuss einer realen Dual Kamera zu kommen, wäre da nicht das LeEco LeRee Le 3 ins Haus geflattert. Tatsächlich…kein Dummy, kein Fake! Endlich eine waschechte Dual Kamera…und was für eine! Das schießen von Fotos, bzw. nach nachträgliche Bearbeiten der Dual-Lens Fotos macht richtig Spaß. Die Fotos sehen einfach klasse aus, egal ob Standard- oder Dual-Kamera Fotos. Bei manchen Dual-Kamera Fotos sind allerdings die Übergängen zwischen dem unscharfen zum scharfen Bereich der Fotos nicht immer ganz sauber. Das ist allerdings zu verschmerzen. Des Weiteren besitzt die LeEco LeRee Le3 AuflösungKamera-App einen „Pro-Modus“ bei dem ISO-, Sättigungs- und Kontrastwerte oder gar Makroaufnahmen manuell eingestellt, bzw. ausgewählt werden können. Allererste Sahne! Zusätzlich gibt es noch einen HDR-Modus. Der Autofokus arbeitet ebenfalls schnell und zuverlässig. Eins steht fest: Spätestens mit dem LeRee wird jeder Newbee zum Hobbyfotograf. Das LeRee bietet dem Nutzer sogar die Möglichkeit, eigene animierte GIF’s zu erstellen. Klar, in minderer Qualität, aber dennoch witzig. Beim Bildformat hat man die Wahl zwischen Standard 4:3 und 16:9. Die maximale Auflösung von Videos sind 1920 x 1080 pixel (Full HD) und bieten ein gutes Gesamtbild. Ein leichtes Bildrauschen ist aber schon zu sehen. Ferner sind sogar Slow-Motion Videos möglich. Deren Auflösung ist allerdings nur auf Standard HD (1280 x 720) begrenzt.

Die Frontkamera mit dem OV8865 Sensor von Omnivision löst mit maximal 8 MP auf. Hier empfiehlt es sich die HDR-Funktion auszustellen. Die Selbstportraits wirken sonst etwas zu „unrealistisch“, bzw. bekommen bei schlechteren Lichtverhältnissen einen übermäßigen Rot-Stich. Zusätzlich gibt es den bereits von anderen Chinahandys bekannten Schönheitsmodus bei dem das Gesicht des Protagonisten via Filter „verschönert“ werden kann. Insgesamt sind 5 Schönheitsstufen wählbar. Lasst mich das allgemeine Ergebnis des „Verschönerungs-Modus“ am besten metaphorisch so beschreiben: Wenn man dem Dacia Duster nachträglich noch Bentley-Felgen, künstliche Lufteinlass-Klebefolien und noch hübsche Plastik-Chrome-Zierleisten von ATU verpasst, bleibt es dennoch eben immer noch ein hässliches Auto :). Kurzum, lasst den Filter einfach aus, bzw. verwendet ihn wirklich nur minimal! Ansonsten ist die Qualität der Selfies zwar nicht überragend aber im höheren Mittelfeld. Zoomt etwas heran, werden schon gewisse Unstimmigkeiten, bzw. Bildrauschen sichtbar.

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„Pro“-Modus

Betrachtet man den sehr günstigen Anschaffungspreis, ist die Kamera des LeRee’s eine wahre Wucht! Eine (funktionierende!!!!!) Dual Kamera für gerade einmal 100€..wo bekommt man noch Qualität zu solch günstigen Preis? Ich muss mir immer noch die Glückstränen aus dem Gesicht wischen und aufpassen, dass mein Ultrabook keinen Kurzschluss bekommt, während ich diesen Bericht schreibe. Sicherlich machen die Kameras der Premium Modelle noch bessere Bilder und wie so oft sollten die Lichtverhältnisse schon stimmen, aber die Kamera-App selbst bietet dem Hobby-Fotografen so viele Einstellmöglichkeiten, dass das Fotografien zu einem wahren Vergnügen wird. Wir sind begeistert!

Konnektivität und Kommunikation

LeEco LeRee Le3 GPSDas LeEco LeRee Le 3 verfügt über alle wichtigen Netze für Deutschland. Das Band 20 (800 MHz) wird ebenfalls unterstützt. Der Netzempfang ist schier tadellos. Zur Navigation und Standortnutzung verwendet das Gerät GPS, A-GPS, Beidou und GLONASS. Die Navigation mit dem PKW funktioniert absolut zuverlässig und genau. Beim Navigieren zu Fuß mit Google Maps wird der Positionspfeil mitunter nicht immer in Blickrichtung angezeigt. Übermäßig problematisch ist das allerdings nicht.

Das Gerät unterstützt Bluetooth 4.2 und den WiFi Standard 802.11a/ac/b/g/n im 2,4 und 5,0 GHz Bereich. Der WiFi Empfang ist erwartungsgemäß sehr gut. Die Verbindung zum Router riss erst ab, als ich mich unten auf der Straße ca. 20m vom Gebäude entfernt befand (Router im 5. Stock).

LeEco Le Ree review 10Das LeRee verfügt eine ganz Bandbreite von Sensoren. So sind neben Helligkeits-, Beschleunigungs- und Annäherungssensor auch noch ein Kompass, ein Gyroskop, Magnetfeld- und Hall-Sensor implementiert. Alle Sensoren verrichten ihre Aufgaben ohne Murren und Zurren. Der Fingerabdrucksensor ist einfach klasse. Ich hätte wohl tagelang testen können, ohne dass es auch nur zu einer Fehlerkennung gekommen wäre. Nach 20 aufeinanderfolgenden Entsperr-Versuchen brach ich den Test ab. Mein Finger wurde jedes Mal prompt erkannt und das Gerät zackig entsperrt. Eine physische Bestätigung (Vibration), dass der Finger erkannt wurde, ist nicht vorhanden. Beim Testen mit einem anderen, nicht registrierten Finger, wird dem Benutzer das Scheitern der Entsperrung durch eine einmalige Vibration signalisiert.

Die gehobene Gesprächsqualität bietet überhaupt keinen Anlass zur Kritik. Der Gesprächspartner ist laut und deutlich zu verstehenDer Klang des Lautsprechers ist zufriedenstellend. Er gibt zwar Sounds und Musik sauber und klar wieder, aber ist dabei sehr blechern. Basslastige Musik hört sich daher weniger gut an. Gut, das ist erstens verkraftbar und zweitens auch nichts Neues.

Akku

LeEco LeRee Le3 BatteryWie bereits bei anderen Modellen von LeEco, muss man dem Hersteller schon ein Lob aussprechen. Der chinesische Hersteller hat es zu Stande gebracht ein 4000mAh Akku in ein kompaktes 5,5“ Smartphone zu packen. Der Vorteil von kleineren Displays ist natürlich der geminderte Strombedarf. Es ist nahezu ausgeschlossen bei „Normalnutzung“ das LeRee am gleichen Tag abends wieder ans Stromnetz hängen zu müssen. Im Work 2.0 Battery Life Test hielt das tolle Smartphone 8 Stunden durch bei 50% Displayhelligkeit. Wer 1 Stunde HD Video auf YouTube schaut, verballert 8% Akkuleistung. Das ist ein Klacks. Super! Bei normaler Nutzung sind also locker 2 Tage drin, bis das Smartphone nach neuer Energie lechzt.

Geladen wird das Telefon mit einem 5V/2A Ladegerät via Standard USB-C Anschluss. Das vollständige Aufladen von 2 auf 100% benötigt genau 3 Stunden. In diesem Zeitraum wurden 3900mAh in das Telefon eingespeist, womit die Spezifikationen der Akkukapazität bestätigt wird.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Christian Müller:

Das Fazit fällt ausnahmsweise Mal relativ kurz aus, da es nicht viel zu melden gibt. Im Fall des LeEco LeRee Le 3 ist das allerdings positiv gemeint. Es gibt beinahe Nichts, was bei diesem Smartphone wirklich unangenehm aufstößt. Manch Einer mag eventuell das EUI-System nicht, da es doch etwas dem iOS ähnelt. Anderen wird vielleicht gerade das erfreuen. Bestimmte Menüs im System sind nicht übersetzt worden und man sollte der englische Sprache zumindestens etwas abgewinnen können. Das Negativste, was wir Euch auf den Weg geben können, ist die nicht vorhandene Möglichkeit den internen Speicher erweitern zu können.

Nehmen wir, dass was man für den Kampfpreis von gerade einmal 100€ erhält, kommen wir einfach nicht drum herum als eine definitive Kaufempfehlung auszusprechen. Mit dem LeEco LeRee Le 3 erhält man gewiss keine HighEnd Hardware. Dennoch ist die Leistung mehr als ordentlich und genug Power ist zweifellos vorhanden um alle Standard Aufgaben durchzuführen und noch Games zu zocken. Ferner bietet das Smartphone ein tolles Display, verpackt in einem sehr leichten Unibody. Last but not least bekommt man doch tatsächlich eine waschechte Dual Kamera geboten. Die Aufnahmen, egal ob normal oder Bokeh, sind einfach nur als gelungen zu bezeichnen. Somit ist das LeRee z.Z. bei diesem Preis einfach konkurrenzlos. Einzig das LeEco Le Pro 3 Elite kann eine derart krasse Preis/Leistung vorweisen.

87%
  • Design und Verarbeitung 100 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 80 %
  • Kamera 90 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 80 %

Preisvergleich

ShopPreis 
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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 19.4.2018

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Gast
Sven

Das es keine Custom Roms gibts stimmt so nicht. Es gibt für das Coolpad Cool 1 (baugleich) ein Custom Rom von Cuoco92 in der Android Version Nougat. Hab ich selber auf dem Handy, läuft sehr stabil und hat bei mir keine Bugs. Es ist sogar OTA Update fähig. Das letzte Update stammt vom April 2018. Anleitung zur Installation gibt es auf Youtube auf dem Kanal „Tech Stuff“.

Gast
Luki

Tja ohne CR Versorgung…
Ob dahingehend noch was passiert.
Im Preisbereich mag das gut sein, ich gebe lieber etwas mehr aus und habe vor allem lieber größeren oder zu erweiternden Speicher.

Gast
raimerik

Noch was anderes: Du schreibst von Alu-UniBody? So wie es für mich aussieht (wie beim LeEco Cool 1) ist es doch eben kein UniBody wegen der PlatikTeile oben und unten, oder?
Beim LeEco Le2 hingegen ist es ja ein ‚echter‘ Alu-UniBody, weil das Gehäuse ja nur die eingefrästen PlastikLinien für den AntennenEmpfang hat? Oder ist das beim Le3 auch so? (Es sieht auf den Fotos mehr nach Plastik-‚Kappen‘ oben und unten aus…)

Gast
Enzio

Der Hammer, was diese ums Überleben kämpfende Firma ausspuckt! Damit übertreffen sie sogar die Preis/Leistungsdominatoren von Xaomi. Ich liebäugele seit längerer Zeit mit einem der Le Eco-Modelle, aber die wohl nicht mehr kommenden Updates schrecken mich ab. Und da ich keinerlei Lust auf das herumfummeln mit Custom Roms habe, schrecke ich einfach davor zurück. Und dass einige Shops auch noch ihre eigenen Shop-Roms mit deutscher Sprache draufbügeln, ist mir auch suspekt. Aber der Preis (gerade für das Le Pro 3 Elite) ist leider so verlockend! 🙂

Gast
raimerik

Moin Enzio! Gerade weil ich auch kein begeisterter Custom-ROM-Frickler bin, kann ich Dir sagen, dass sich das einmalige (nicht sonderlich komplizierte) LineageOS-Aufspielen wirklich lohnt!
Die wöchentlich kommenden und automatisierten Updates sind die Wucht!
Beste Grüße, raimerik

Gast
raimerik

Sorry – das bezieht sich (bisher) natürlich nur auf die offiziell unterstützten Le2, LeMax2 und Le3Pro (Elite)… 😉

Gast
raimerik

Moin Christian – danke für den Testbericht!

Kannst Du vielleicht noch ein paar Worte im direkten Vergleich zum LeEco Le2 (habt Ihr ja bereits getestet) sagen?
Die beiden sind sich ja sehr ähnlich bis fast identisch.
Ich hatte sie direkt verglichen und mich trotz einiger Vorteile des LeRee Le3 (4000er statt 3000er Akku, Dual-Kamera, KopfhörerAusgang) vor allem wegen der offiziellen LineageOS-Unterstützung (neben des schickeren Alu-Unibody + DE-Versand) für das LeEco Le2 entschieden…
Da ein anderer Testbericht die DualKamera des baugleichen (?) LeEco Cool 1 nicht so beeindruckend fand wie Du, würde mich hier ein direkter Vergleich zum LeEco Le2 besonders interessieren!
(Spätestens mit [wegen der Ähnlichkeiten nicht unwahrscheinlicher] offizieller LineageOS-Unterstützung für das LeRee Le3 wird das mehr als ein GeheimTipp!)

Beste Grüße, raimerik

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