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Motorola Moto G7 Plus Testbericht

Getestet von Joscha Becking am
Firmware : PPW29.98-66
Bewertung: 80%
Vorteile
  • gute Kamera mit OIS
  • Dual-SIM + Micro-SD Slot
  • NFC
  • sauberes Android 9 System
  • Stereo Lautsprecher
  • USB C + Kopfhöreranschluss
  • Quick-Charge 4+
Nachteile
  • vergleichsweise langsamer Prozessor
  • mittelmäßige Akkulaufzeit
  • Farbdarstellung des Display
Springe zu:
CPUSnapdragon 636
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB
GPUAdreno 509
Display2280 x 1080, 6,2 Zoll (IPS)
Betriebssystem9.0 Pie
Akkukapazität3000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera16 MP + 5MP (dual)
Frontkamera12 MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht176 g
Maße157 x 75,3 x 8,3 mm mm
Antutu116400
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am10.04.2019

Das Motorola Moto G7 Plus ist der Spitzenreiter der neuen Motorola Moto G-Reihe. Neben einem 6,2 Zoll Display mit Waterdrop-Notch bietet das Smartphone einige Besonderheiten, die es eigentlich erst bei teureren Modellen zu finden sind: So kommt das Moto G7 Plus beispielsweise mit Stereo-Lautsprechern und einem optischen Bildstabilisator. In unserem ausführlichen Testbericht gehen wir der Frage nach, ob dieses Gesamtpaket überzeugen kann.

Bevor wir zum eigentlichen Objekt der Begierde übergehen, werfen wir jedoch einen kurzen Blick auf die neue G7-Reihe, um das Smartphone besser einordnen zu können.

Motorola Moto G7-Reihe im Vergleich

Motorola Moto G7 PlayMotorola Moto G7 PowerMotorola Moto G7Motorola Moto G7 Plus
Display5.7-Zoll IPS; 1512×720 Pixel6.2-Zoll IPS; 1520×720 Pixel6.2-Zoll IPS; 2270×1,080 Pixel6.2-Zoll IPS; 2270×1,080 Pixel
Abmessungen148.71 x 71.5 x 8.19 mm159.43 x 76 x 9.3 mm157 x 75.3 x 8 mm157 x 75.3 x 8.3 mm
Gewicht151g198g172g176g
SystemAndroid 9.0Android 9.0Android 9.0Android 9.0
Kamera13 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel, 5 Megapixel (Dual)16 Megapixel, 5-Megapixel (Dual-), OIS
Frontkamera8 Megapixel8 Megapixel8 Megapixel12 Megapixel
Video-Aufnahme1,080p1,080p4K4K
ProzessorSnapdragon 632Snapdragon 632Snapdragon 632Snapdragon 636
Speicher32GB32GB64GB64GB
RAM2GB3GB4GB4GB
SpeichererweiterungJa, bis 512GBJa, bis 512GBJa, bis 512GBJa, bis 512GB
Akku3,000-mAh5,000-mAh3,000-mAh3,000-mAh
USBUSB-CUSB-CUSB-CUSB-C
Kopfhörer-AnschlussJaJaJaJa
Weitere FeaturesSpritzwasser geschützt; front-facing flashSpritzwasser geschützt; TurboPower ChargingSpritzwasser geschützt; TurboPower ChargingSpritzwasser geschützt; TurboPower Charging
Price (GBP)155€205€235€285€

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dem Moto G7 Plus um das leistungsstärkste Modell der Reihe. Hierfür sorgt natürlich der schnellere Snapdragon 636 Prozessor. Darüber hinaus gibt es mehr Megapixel bei den Kameras und natürlich einen Optischen Bildstabilisator (OIS).

Design und Verarbeitung

Motorola moto g7 plus 3

Nach dem Kunststoff-Bomber Samsung Galaxy A50, freut es mich, mit dem Moto G7 Plus endlich wieder ein Smartphone mit hochwertigen Materialien im Test zu haben. Die Rückseite des Smartphones besteht aus Corning Gorilla Glas 3 und ist zu den Seiten hin leicht abgerundet. Dies sorgt dafür, dass das Moto G7 Plus angenehm in der Hand liegt. Fingerabdrücke setzen sich jedoch leicht auf der Rückseite ab und eine einhändige Bedienung ist mit Maßen von 157 x 75.3 x 8.3 mm nicht mehr möglich. Das Gewicht liegt mit 176g im mittleren Bereich.

Motorola moto g7 plus caseMotorola moto g7 plus camera

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Kamera-Modul mit Motorola-Branding, welches deutlich aus der Rückseite herausragt. Benutzt man allerdings die Schutzhülle aus dem Lieferumfang, schließt der Ausschnitt bündig mit dem Kameramodul ab. Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich unterhalb der Kamera und entsperrt das Smartphone extrem schnell und zuverlässig aus dem Standby. Zusätzlich gibt es noch Face-Unlock über die Frontkamera. Auch hier ist die Entsperrung in einer Sekunde vollzogen. Das Gesicht wird in recht dunkler Umgebung noch erkannt.

Motorola moto g7 plus 6Motorola moto g7 plus 5

Der Rahmen des Smartphones besteht aus Kunststoff und umfasst den Power-Button und die Lautstärke-Regler. Auf der Oberseite kann man den SIM-Slot herausnehmen, in dem zwei Nano-SIM Karten und eine Micro-SD gleichzeitig Platz finden. Daumen hoch für den Dreifach-Slot, Motorola!

Ein Blick auf die Vorderseite zeigt die aktuellen Design-Trends. Die Waterdrop-Notch ist angenehm kompakt, allerdings gibt es oberhalb des Displays trotzdem einen 3mm breiten Rand. Unterhalb des Displays misst das “Kinn” knappe 7mm. Hier befindet sich ein Motorola-Schriftzug, auf den ich auch gerne verzichtet hätte.

Das Moto 7 Plus hat übrigens ein “wasserabweisendes Design mit P2i-Nanobeschichtung”. Wie jedes andere Smartphone auch überlebt das Moto G7 Plus damit einen normalen Regenschauer, mehr aber auch nicht!

Insgesamt handelt es sich beim Moto G7 Plus um ein ordentlich verarbeitetes Smartphone mit einem Hauch von Premium. Sehr schön ist zudem der Dreifach-Slot für Speichererweiterung und Dual-SIM. 

Display

Motorola moto g7 plus simslot display 6

Beim Display setzt Motorola in der G7-Generation überwiegend auf sehr große Panels. Lediglich das Moto G7 Play hat mit 5,7 Zoll noch ein eher kleineres Display. Mit 6,2 Zoll zählt das Moto G7 Plus zu den größeren Vertretern seiner Art. Dafür hat man aber auch viel Platz für Inhalte wie Videos oder Apps. Die Auflösung von 2270 x 1080 Pixel entspricht Full-HD. Mit einer Bildpunktdichte von 405 Pixel pro Zoll sind einzelne Bildpunkte nicht mehr erkennbar und das Bild ist vollkommen scharf. Das Panel verfügt über gute Kontraste und stabile Blickwinkel. Im Standard erscheint das Moto G7 Plus mit 470cm/m2 nicht besonders leuchtstark. Wenn man allerdings die automatische Helligkeitsanpassung aktiviert, wird die Helligkeit bei starkem Sonnenlicht noch einmal um weitere 100cd/m2 erhöht. Ein Ablesen ist somit meistens möglich, wenngleich es deutlich hellere Smartphones wie das Mi 9 SE oder das Samsung A50 im Preisbereich gibt. Die Farbdarstellung ist von Werk aus okay, allerdings lässt sich ein leichter Blaustich feststellen. In den Displayeinstellungen kann zwischen 3 Farbtemperaturen wechseln, jedoch bringt keiner der Modi hier eine wirkliche Verbesserung. Der Touchscreen registriert bis zu 10 Berührungen gleichzeitig und arbeitet sehr zuverlässig und präzise. Zum Schutz vor Kratzern kommt Gorilla Glas 3 zum Einsatz.

Motorola moto g7 plus simslot display 1

Zum Anzeigen von verpassten Nachrichten gibt es keine Benachrichtigungs-LED. Motorola setzt stattdessen auf ein Inaktivitäts-Display (“Moto Info”), das sich bei Bewegungen in der Nähe des Smartphones automatisch für etwa 2 Sekunden aktiviert. Man bekommt dann neben der Uhrzeit über App-Symbole angezeigt, was in der Zwischenzeit verpasst wurde. Zum Auslösen der Anzeige genügt es, das Handy in die Hand zu nehmen oder einfach die Hand 5 Zentimeter über das Display zu halten.

Insgesamt kann das Moto g7 Plus in punkto Display eine durchschnittliche Wertung erzielen. Die Auflösung und der Kontrast des IPS-Panels sind in Ordnung. Die Farbdarstellung könnte aber etwas natürlicher sein und besonders leuchtstark ist das Moto G7 Plus auch nicht.

Leistung

Motorola moto g7 plus antutuMotorola moto g7 plus geekbenchMotorola moto g7 plus 3dbench

Angetrieben wird das Motorola Moto G7 Plus vom Snapddragon 636. Der Octa Core taktet mit maximal 4 x 1,8GHz sowie 4 x 1,6GHz im Energiesparcluster. Als Grafiklösung kommt die Adreno 509 GPU zum Einsatz und gefertigt ist der Qualcomm Chip im 14nm Verfahren. Für seine Preisklasse ist das Motorola Moto G7 Plus mit diesem Prozessor sehr schwach aufgestellt. Dies soll jetzt zwar nicht bedeuten, dass es sich mit dem Chip nicht gut leben lassen könnte, die Konkurrenz ist einfach schon wesentlich weiter. Selbst im 180€ teuren Xiaomi Redmi Note 7 befindet sich inzwischen der schnellere Snapdragon 660 und im Preisbereich um 300€ brauchen wir einen Vergleich mit dem Meizu X8 oder Pocophone F1 gar nicht erst anzustellen.

Von Haus aus gibt es 4 GB Arbeitsspeicher, der mit 5,7GB/s taktet, womit es beim Multitasking auch mit vielen Apps keine Probleme gibt. An Speicherplatz ist das Moto G7 Plus mit 64GB normal ausgestattet. Der eMMC-Speicher verarbeitet Daten mit 250MB/s read und 140MB/s write.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist das Motorola kein Handy für Speed-Junkies. Aber lebt es sich wirklich schlecht mit der Performance? Die Antwort ist kein klares “Nein”. Selbst wenn der Snapdragon 636 alles andere als dem Preis angemessen ist, bleibt die Performance im Android-System und bei der Verwendung von Standard-Apps angenehm schnell. Das Öffnen von Internetseiten läuft ohne Rendering-Probleme und Wartezeiten sind generell kaum vorhanden.Wer sein Smartphone fürs Gaming verwenden will, muss aber spürbare Abstriche machen. Anspruchsvolle Titel mit PUBG laufen auch auf mittleren Grafikeinstellungen nicht 100% flüssig. Gamer sind daher mit einem Pocophone F1 besser beraten. Wer einfach nur ein schnelles Handy für YouTube, Whatsapp, Instagram etc sucht, bekommt mit dem Motorola ein passendes Gerät.

Auch wenn es sich mit der Performance gut leben lässt: Der Snapdragon 636 hat in einem Handy für fast 300€ nichts mehr verloren. Bei keiner anderen Testkategorie ist der Abstand zur Konkurrenz so groß wie in der Leistung.

System

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Das Motorola Moto G7 Plus wird mit einem purem Android 9 Pie System ausgeliefert. Der Hersteller garantiert überdies auch ein zukünftiges Update auf Android Q. Das System wurde von Motorola fast unverändert belassen, allerdings handelt es sich hier um keine AndroidONE Gerät! Nur hier und da finden sich ein paar Extra-Einstellungen, wie etwa die Gestensteuerung “Moto Action” oder das zuvor thematisierte Inaktivitätsdisplay “Moto Infos”.

Was das unveränderte Android-System angeht, so wird der eine es lieben und der andere eben nicht. Fakt ist: Stock-Android bietet wesentlich weniger Einstellungmöglichkeiten als die Benutzeroberflächen von Huawei, Xiaomi oder Samsung. Dadurch ist das System aber besonders einsteigerfreundlich und arbeitet aufgrund des geringen Ballast auch sehr schnell.

Ich für meinen Teil könnte gut mit Stock-Android leben. Lediglich die unveränderliche Position der On-Screen-Buttons ist meiner Meinung nach ein Graus. So kann man den Zurück-Button nicht auf die rechte Seite setzen. Motorolas Alternative in Form eines multifunktionalen Homebuttons ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei und in der Praxis weitaus weniger ansprechend als die Gestensteuerung von Samsung, Apple, Xiaomi oder Huawei.

Motorola moto g7 plus motoinfos Motorola moto g7 plus motoactions 2 Motorola moto g7 plus motoactions 1

Ein Dark-Mode zum Wechseln von Schwarz auf Weiß zu Weiß auf Schwarz wurde ebenfalls integriert. Die Umsetzung ist aber sehr stümperhaft, denn viele Bedienelemente wie etwa das gesamte Einstellungsmenü werden einfach nicht  umgestellt. In der Praxis ist der Dark-Mode eine ästhetische Katastrophe.

Motorola hat insgesamt wenig am Android-System geschraubt. In der Praxis ist das System sauber und schnell. Wer auf stark modifizierte User-Interfaces steht, wird hier aber viele Funktionen vermissen.

Kamera

Das Motorola hat einen 16 Megapixel Hauptsensor mit einer großen f/1.7 Blende und PDAF Autofokus. Dieser wird unterstützt durch einen weiteren 5 Megapixel Tiefen-Sensor mit f/2.2 Blende. Eine Besonderheit ist zweifelsfrei der optische Bildstabilistator, der für ruhigere Videos und bessere Nachtaufnahmen sorgen sollte und eigentlich erst in deutlich teureren Smartphones zum Einsatz kommt. Das günstigste Handy mit OIS nach dem Moto G7 Plus ist das Xiaomi Mi 8.

Bei Standardaufnahmen kann die 16 Megapixel Kamera überzeugen. Die Bilder haben viele Details und kräftige Farben. Generell neigt das Moto G7 Plus zu einer etwas dunkleren Darstellung mit sehr satten Farben. Aufnahmen sind daher nicht besonders naturgetreu, sehen allerdings sehr lebendig aus. Die Kantenglättung ist angenehm dezent und nur auf einem großen PC-Bildschirm sieht man, dass bei größerem Zoom Details verloren gehen. Der Dynamikumfang der Fotos kann durch den HDR-Modus verbessert werden. Das Moto G7 Plus hat dafür auch einen Auto-HDR Modus an Board, der seinen Job gut erfüllt. Die Trennung von Vorder- und Hintergrund bei Portrait-Aufnahmen gelingt ebenfalls zuverlässig. Über einen Slider lässt sich der Grad an Unschärfe einstellen.

Durch den OIS und die große Blende ist die Qualität auch bei Nachtaufnahmen noch einigermaßen konstant. Farben bleiben erhalten und die Bilder sind scharf. Im Vergleich zu High-End Smartphones lässt sich beim Hineinzoomen deutlich mehr Bildrauschen feststellen, auf dem kleinen Handydisplay fällt dies jedoch nicht wirklich auf.

Die Frontkamera mit 12 Megapixel produziert Selfies mit guter Qualität. Positiv zu erwähnen ist die natürliche Farbdarstellung.

Die Hauptkamera kann Videos mit 4K und 30FPS aufnehmen. Full-HD Videos können mit 30 und 60FPS aufgenommen werden. Mit Ausnahme der 4K-Aufnahmen kommt zusätzlich zum OIS noch elektronische Bildstabilisierung zur Unterstützung. Auf die Frontkamera kann Videos mit 4K-Auflösung aufzeichnen, was ebenfalls eine Seltenheit in diesem Preisbereich ist.

Die Full-HD Aufnahmen mit 30 FPS haben eine gute Qualität und Stabilisierung. Die Aufnahmen mit Full-HD 60 FPS wirken extrem unscharf und verwaschen. Bei der Frontkamera sind auch nur die Full-HD Aufnahmen brauchbar. Die Aufnahmen mit 4K Auflösung wirken verwaschen und übersättigt. Wenngleich hier noch ein paar Schwächen vorhanden sind, überzeugt das Moto G7 Plus in den wichtigsten Punkten.

Konnektivität

Motorola moto g7 plus simslot 1Das Motorola Moto G7 Plus unterstützt alle in Deutschland nötigen LTE-Frequenzen. Der Empfang ist durchschnittlich stark. Beim Telefonieren wird man vom Gegenüber gut verstanden. Einen sehr guten Job macht auch die Freisprechfunktion. Störgeräusche werden von einem geräuschunterdrückenden Mikrofon auf der Rückseite gefiltert. Zur Verbesserung der Gesprächsqualität kann auch VoLTE und VoWifi genutzt werden. Zwei SIM-Karten finden ebenfalls gleichzeitig Platz, sowie eine zusätzliche Micro-SD zur Speichererweiterung.

Motorola moto g7 gps testAn Sensoren gibt es neben den Standards noch ein Gyroskop und einen E-Kompass. Auch NFC zum kontaktlosen Bezahlen und ein FM-Radio sind vorhanden. Die Standortbestimmung erfolgt über GPS (+ A-GPS, GLONASS, GALILEO) sehr zuverlässig und auf wenige Meter genau. Dual-Band Wifi mit .ac-Standard und Bluetooth 5.0 sind zur drahtlosen Verbindung ebenfalls vorhanden. Wer unterwegs oder zuhause Netflix oder Amazon Prime Video streamen möchte, wird sich zudem über die Widevine L1 Zertifizierung freuen.

Ein Highlight sind auch die Stereo-Lautspecher. Neben dem Speaker neben dem USB-C Anschluss auf der Unterseite wird die Ohrmuschel zur Wiedergabe genutzt. Der Klang ist sehr laut, voll und auch mit einem Hauch von Tiefe. Zum Anschauen von Videos ist das Motorola G7 Plus bestens geeignet. Alternativ kann man auch 3,5mm Kopfhörer an das Handy anschließen.

Akku

Hinsichtlich der Akkukapazität ist das Moto G7 Plus mit einem 3000mAh Akku nicht gerade üppig bestückt. Allerdings handelt es sich bei dem Snapdragon 636 auch um einen recht sparsamen Chip, obwohl er noch im älteren 14nm Verfahren hergestellt wird. Die Akkulaufzeit ist entsprechend nicht berauschend. Für das Abspielen eines einstündigen YouTube Videos mit halber Helligkeit werden 15% verbraucht. Wer das Smartphone für anspruchsvolle Tasks wie Gaming verwendet, kommt auch schnell auf über 20% Verbrauch pro Stunde. Die meisten Nutzer können mit der Laufzeit dennoch leben. In der Testphase hatte ich mit etwa 3,5 Stunden aktiver Nutzung pro Tag abends noch 20-30 Prozent Akku übrig. Um ein 2-Tage-Smartphone handelt es sich allerdings nicht und bei intensiver Nutzung kann der Akku auch schonmal vor Tagesende zuneige gehen.

Im PC-Mark Akkutest erzielt das Moto G7 Plus mit 8,5 Stunden ein überraschend gutes Ergebnis.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Was die Ladezeit angeht, gibt Motorola an, dass das G7 Plus in 55 Minuten komplett aufgeladen wird. Hierzu kann man das mitgelieferte USB C 27 Watt Netzteil oder einen anderen Power Delivery 4 Adapter verwenden. Erfreulicherweise stimmt die Angabe des Herstellers und der Ladevorgang ist in 55 Minuten komplett abgeschlossen, wobei das Laden von 2% auf 80% sogar nur eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Der neue Quick-Charge Standard kompensiert die mittelmäßige Laufzeit zumindest etwas.
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Testergebnis

Getestet von
Joscha Becking

Selten kann man so klar Vor- und Nachteile benennen wie beim Motorola Moto G7 Plus. Was an dem Smartphone wirklich überzeugt, ist die hochwertige Verarbeitung, die gute Kamera und die umfangreichen Konnektivitäts-Standards (Kopfhörer, USB C, NFC, Dual-SIM + Speichererweiterung, Stereo-Speaker). Auch das unveränderte Android 9 Pie wird sicher viele Nutzer ansprechen, aber Updates wie bei AndroidONE sollte man bei Lenovotorola nicht erwarten.

Auf der Seite der Nachteile stehen dafür der schwachbrüstige Prozessor und die mittelmäßige Akkulaufzeit. Wer auf diese Features wert legt, der wird wohl einen breiten Bogen um das Motorola machen… und letztendlich beim Pocophone F1 landen.

Wer hingegen auf den sauberen Android-Look steht, sein Smartphone eher moderat verwendet, und überdies viel Wert auf eine gute Kamera und breite Konnektivität legt, der wird mit dem Motorola Moto G7 Plus glücklich.


Gesamtwertung
80%
Design und Verarbeitung
80 %
Display
80 %
Leistung und System
60 %
Kamera
90 %
Konnektivität
100 %
Akku
70 %

Preisvergleich

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8 Kommentatoren
Otto ReeMankeFrosch86Lu_DErik-Zuerrlein Letzte Kommentartoren
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Otto Ree
Gast
Otto Ree

Moin Joscha, nachdem heute mit dem Nokia 6.2 offenbar ein Clone vorgestellt wurde, der aber deutlich günstiger ist (UVP – 199, wird wohl bald bei 160 Euro sein), eine Frage. Dein Kollege Jonas Andre hat mir vom Xiaomi Redmi 7 (ohne Note) wegen des Displays abgeraten. Ich möchte einen SD-Slot neben 2 SIMs. Was würdest Du sagen, lieber dieses Telefon oder Mi A2 Lite? Ich spiele nicht, will nur ein aktuelles Android, akzeptable Akku-Zeiten, tripple-Slot und 3,5mm-Klinke. Danke!

Manke
Gast
Manke

Was bei diesem, Test, aber auch allen anderen auf chinahandys. aber übrigens auch auf notebookcheck usw. mir negativ auffällt:
Es fehlt IMMER, gerade bei Handys mit besseren Kameras und Bildstabilisatoren, bei Video-Nachtaufnahmen ein Test mit einem Dashcam Programm.
Reicht die Lichtempfindlichkeit, wenn man in einen Tunnel hineinfährt?
Wird beim Hinausfahren überbelichtet. Ist der Bildstabilisator reaktionsschnell genug auch auf schlechten Straßen ,beim Überfahren von Schienen, Gullydeckeln etc?
Fügt das doch mal als Standard-Test ein.

Lu_D
Mitglied
Lu D

Wer für den Preis im Anbetracht der Leistung kauft, der hat noch nichts von Xiaomi und Co gehört…

Frosch86
Mitglied
Frosch86

Da hast du vollkommen Recht

Bartok
Gast
Bartok

Dieses Info-Display ist ja wohl ziemlich sinnlos. Wenn ich das Phone erst in die Hand nehmen muss, damit es aktiv wird, kann ich es auch gleich einschalten. Eine Benachrichtigungs-LED kann das nicht ersetzen.

Ich finde es traurig, dass bei vielen Phones die Benachrichtigungs-LED eingespart wird ohne einen adäquaten Ersatz (z.B. Always-on-Display).

Boris
Gast
Boris

Gerade bei einem Dreifach-Slot wäre ist ein größerer Akku wichtig. Dafür Daumen runter.
Und das „Moto Info“… Tja wenn man kein AMOLED verbaut muss man sich irgend etwas einfallen, egal wie sinnvoll oder wie prktisch das ist.

Thommy
Gast
Thommy

Mich interessiert das Motorola G7Plus vor allem von der Konnektivität (NFC, FM-Radio) und Kamera (mit OIS) her. Zu einem ähnlichen Kurs bekommt man aber mittlerweile das LG V30 mit vergleichbarer Ausstattung. Hat hier jemand Erfahrung, welche Kamera hier die bessere ist? Mir geht es mehr um Bilder, weniger ums Videodrehen. Welches Gerät bietet zudem das bessere Gesamtpaket Eurer Meinung nach? Tolle Seite im übrigen hier-lese seit Jahren mit! Jetzt steht halt ein Smartphone-wechsel an, eines der beiden könnte es werden.Grüße!

Erik-Zuerrlein
Editor
TeamMitgliedStar
Erik Zürrlein

Hi, schon im DxO Mark Test (Zum externen Test) schnitt es unter den Flagships nicht so gut ab. Bei der Kameraqualität sind sie in etwa gleich auf, je nach persönlicher Präferenz. Die Frage ist nur, ob man sich bei der Updatepolitik heutzutage noch ein anderthalb Jahre altes Gerät kaufen sollte. Beste Grüße