Poco M4 Pro 4G Test

Getestet von Lennart Moog am Bewertung: 86% Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • astreines 90Hz AMOLED-Display
  • schneller Fingerabdruck-Sensor
  • solide Leistung
  • gute Akkulaufzeit
  • schnelles Laden (33 Watt) und Stereo Lautsprecher
  • Dual-SIM + Micro-SD
  • starker Empfang (Netz, WLAN, GPS)
Nachteile
  • ausbaufähige Kamera
  • nur "Sometimes-On-Display"
  • keine stabilisierten Videoaufnahmen
Springe zu:
CPUMediaTek Helio G96 - 2 x 2,05GHz + 6 x 2,0GHz
RAM6 GB RAM, 8 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUMali-G57 MC2 - MHz
Display 2400 x 1080, 6,4 Zoll 90Hz (AMOLED)
BetriebssystemMIUI - Android 11
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera64 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht180 g
Maße159,9 x 73,9 x 8,1 mm
Antutu311816
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am16.03.2022

Nach dem Poco M4 Pro 5G hat der chinesische Hersteller nun auch noch eine 4G-Version auf den Markt gebracht – diese ähnelt nun dem Redmi Note 11s sehr stark. Das Gerät kommt mit einem MediaTek Helio G96 und einem 5.000 mAh großen Akku. Das Display 6,4 Zoll große Display hat eine Bildwiederholungsrate von 90 Hz und setzt auf AMOLED-Technik. In den letzten Tagen war das Gerät schon zu Preisen von knapp 170 Euro verfügbar. Ich hatte das Gerät jetzt 14 Tage im Einsatz und in diesem Test lest ihr alles Wichtige, was ihr vor dem Kauf wissen solltet.

Design und Verarbeitung

Das Poco M4 Pro misst 159,9 x 73,9 x 8,1 Millimeter und ist mit 180 Gramm angenehm leicht. Sowohl die Rückseite als auch der Rahmen bestehen aus Plastik, lediglich die Front wird durch Glas geschützt. Das Design ist – wie für das Jahr 2022 üblich – kantiger als das des 5G-Modells. Front- und Rückseite sind wenig zum Rahmen hin abgerundet und der Rahmen ist eckig. Das 6,4 Zoll große AMOLED-Display auf der Vorderseite wird von einem schmalen Rahmen von 2 Millimeter umrandet. Nur das Kinn ist mit 5 Millimeter etwas breiter. Die Frontkamera findet in einem Punch-Hole mittig im Display ihren Platz. Auf der Rückseite sitzt ein großes Kameramodul, das sich über das gesamte obere Drittel der Rückseite erstreckt. Das Element ist in sich noch einmal in zwei Teile unterteilt. Das obere Segment beherbergt die 64 Megapixel Hauptkamera und rechts oben prominent den „POCO“-Schriftzug. Im zweiten Segment sitzen zwei weitere Kameralinsen, der Kamerablitz und ein „64MP AI Triple Camera“-Schriftzug. Das Element ragt ca. einen Millimeter hervor. Dadurch, dass sich dieser über die gesmate Rückseitenbreite erstreckt, wackelt das Gerät nicht auf dem Tisch. Die restliche Rückseite ist bis auf die in Europa verpflichtenden Entsorgungs- und Sicherheitshinweise blank gehalten.

Die rechte Gehäuseseite beherbergt von oben nach unten die Lautstärkewippe und den Powerbutton mit integriertem Fingerabdruck-Sensor. Auf der Unterseite befinden sich von links nach rechts ein Mikrofon, der USB-Typ-C Ladeanschluss und der erste Lautsprecher des Stereo-Setups. Die Oberseite beherbergt einen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss, den zweiten Lautsprecher und einen Infrarot-Sender. Auf der linken Gehäuseseite sitzt zu guter Letzt der Triple-Slot für bis zu zwei Nano-SIM-Karten und eine MicroSD-Speicherkarte gleichzeitig. Zum Entsperren setzt das Poco M4 Pro auf einen Fingerabdruck-Sensor oder auf Gesichtsentsperrung. Eine Benachrichtigungs-LED sucht man leider vergebens. Dafür gibt es durch AMOLED-Technik die Möglichkeit eines Always-On-Displays (AOD). Wobei hier nur die Option für 10 Sekunden verfügbar ist. Also Sometimes-On-Display (SOD) wäre die passendere Bezeichnung.

Die Verarbeitung ist auf einem hohen Niveau. Die Tasten sitzen gut und haben einen perfekten Druckpunkt. Dies gilt auch für den Powerbutton, denn solche mit integriertem Fingerabdruck-Sensor haben oftmals einen schlechteren Druckpunkt – das ist hier nicht der Fall! Auch die sonstige Verarbeitung ist auf hohem Niveau. So knarzt das sehr stabile Gehäuse nicht und weist an keiner Stelle zu große Spaltmaße auf. Trotz des kantigen Designs gibt es nirgends scharfe Kanten und das Display ist durch Gorilla Glass 3 gut vor Kratzern und Brüchen geschützt – den Kratztest mit einem Schlüssel hat das Gerät schadenfrei überstanden. Positiv fällt auch der offizielle Schutz gegen das Eindringen von Alltagsstaub und Sprühwasser (z.B. Regen) auf, denn das Smartphone ist nach IP53 zertifiziert.

Lieferumfang des Poco M4 Pro

Im Lieferumfang finden wir zum einen das Poco M4 Pro und ein schnelles 33 Watt Netzteil mit USB-C auf USB-A Lade- und Datenkabel. Außerdem liegen eine Schnellstartanleitung und eine SIM-Nadel bei. Besonders erfreulich ist die brauchbare und sehr passgenaue Silikonschutzhülle. Auch die bereits ab Werk aufgebrachte Schutzfolie sei noch erwähnt.

Display des Poco M4 Pro 4G

Das Poco M4 Pro 4G setzt auf ein 6,4 Zoll großes AMOLED-Display mit 2400 x 1080 Pixel, was in einer Full-HD+-Auflösung mit gestochen scharfen 409 Pixel pro Zoll resultiert. Das Display unterstützt eine schnelle Bildwiederholungsrate von 90Hz. Mit der Kombination aus AMOLED und einer hohen Hertz-Zahl bietet das Poco M4 Pro 4G zum Zeitpunkt des Testberichts ein Display, wie man es neben dem Poco nur im Redmi Note 11 findet. Normalerweise bekommt man entweder AMOLED oder eine hohe Bildwiederholungsfrequenz. Das Poco liefert beides und bietet daher mit dem Redmi Note 11 aktuell das beste Display im Budget Bereich.

Das Display bietet im manuellen Modus eine hervorragende Spitzenhelligkeit von 850 Lux. Im Automatikmodus unter direkter Lichteinstrahlung ist sogar ein Boost auf knapp 1.000 Lux möglich. Somit ist die Lesbarkeit im Freien brillant und das Display ist zu keinem Moment zu dunkel. Einer der größten Kritikpunkte am 5G-Modell war bei Jonas im Test die geringe Helligkeit – hier hat man auf die Kritik der Community gehört und ein deutlich besseres Display verbaut. Wunderbar!

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Auch bei der Darstellung der Inhalte leistet das Display exzellente Arbeit. Auf dem gestochen scharfen Screen werden Farben kräftig dargestellt, wir bekommen eine astreine Blickwinkelstabilität und dank AMOLED sind die Kontraste traumhaft. Die Farbgebung kann – wie für Mittelklassegeräte mit MIUI typisch – mittels dreier Stufen (Lebhaft, Gesättigt, Standard) auf eigene Vorlieben angepasst werden. Die Farbtemperatur lässt sich hingegen stufenlos auf persönliche Vorlieben anpassen. Ein terminierbarer Dunkelmodus und Lesemodus sind ebenfalls mit an Bord. Im Vergleich zum 5G-Modell macht das 4G-Modell beim Thema Touch-Abtastrate einen kleinen Schritt zurück. Sind es beim Poco M4 Pro 5G 240Hz, so sind es nun „nur noch“ 180Hz. Das ist aber keinesfalls schlecht und reicht im Alltag und für Spiele völlig aus. Ansonsten verfügt das Display über 10 Touchpunkte und dank Widevine L1-Zertifizierung sind Videoinhalte diverser Streaming-Anbieter (Amazon Prime, Netflix und Co.) in voller HD-Auflösung genießbar. Insgesamt handelt es sich um ein sehr starkes Display, das auch bei Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar ist. Die Spitzenwerte in puncto Helligkeit des Redmi Note 11s – an dem sich das Poco M4 Pro in allen Details sehr stark orientiert – bleiben allerdings unerreicht. Die 90Hz Bildwiederholungsrate sorgen für eine angenehme flüssige Darstellung der Inhalte. Xiaomi konkurriert in Sachen Display im Preisbereich unter 200€ aktuell nur mit sich selbst.

Leistung des Poco M4 Pro

Unter der Haube werkelt wie beim Redmi Note 11s der MediaTek Helio G96 Octa-Core Prozessor mit zwei leistungsstarken 2,05 GHz Cortex-A76 Kernen und sechs stromsparenden 2,0 GHz Cortex-A55 Kernen. Für die Grafikleistung ist eine ARM Mali G57 zuständig. Der Prozessor wird im 12 Nanometer-Verfahren gefertigt und bietet für die Preisklasse optimale Leistung. So bringt es das M4 Pro 4G auf starke 311.816 Punkte im Antutu-Benchmark. Damit ist das Poco leistungstechnisch auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy A52, Redmi Note 11s und kommt auch nah an das Poco M4 Pro 5G mit MediaTek Dimensity 810 heran. Dem Prozessor stehen je nach Modell 6 oder 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 oder 256 Gigabyte Massenspeicher zur Verfügung.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
Akkulaufzeit Einheit: Std
3D Mark (Slingshot)
3D Mark (Wildlife)
Speichergeschwindigkeit (RAM) Einheit: GB/s

Das M4 Pro 4G überzeugt durch hohe Performance im Alltag. Anwendungen starten und schließen schnell und bleiben lange im Hintergrund geöffnet. Auch mit grafikintensiven Spielen wie Asphalt 9 oder PUBG kommt das Gerät gut zurecht. Nach einer halben Stunde PUBG ist eine leichte Wärme auf der Rückseite zu verspüren, diese fällt aber keineswegs negativ auf. Zu keinem Zeitpunkt wird das Gerät unangenehm heiß. Der schnelle UFS 2.2 Speicher liefert eine Leserate von 520 MB/s und eine Schreibrate von 324 MB/s. Der Arbeitsspeicher liefert eine Übertragungsrate von 18 GB/s. Unser Testgerät hat 6 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Massenspeicher, es handelt sich also um die „kleine“ Speichervariante. 128 Gigabyte sind für mich aber absolut ausreichend und wem das nicht reicht, kann den Speicher via MicroSD-Karte erweitern, ohne auf eine zweite SIM-Karte verzichten zu müssen. Einziger Grund für die größere Speichervariante wären somit die zwei Gigabyte mehr Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher erreicht eine Geschwindigkeit von 18GB/s.

System

Im Poco M4 Pro 4G kommt das sogenannte „MIUI for POCO“ als Betriebssystem zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Xiaomis User Interface (UI) in der neuesten Version 13 auf Grundlage von Android 11. MIUI ist jedoch so stark angepasst, dass es im Endeffekt keinen Unterschied macht, welche Android Version als Basis installiert ist. Ein Update auf Android 12 wird es in nächster Zeit auch noch geben. In meinem Testzeitraum gab es ein Sicherheitsupdate, welches auf den Stand von Januar aktualisiert wurde. Die Anpassungen, für die der Beiname „for POCO“ im Namen des Betriebssystems steht, sind ausschließlich optischer Natur, denn auf dem M4 Pro ist der hauseigene Poco-Launcher installiert. Dieser zeichnet sich primär durch ein eigenes Icon-Design mit runden statt eckigen Icons und durch einen App-Drawer mit umfangreicher Filterung aus.

Wie immer gilt, wer sich bereits in MIUI 12 und 12.5 zurechtfindet, sollte auch mit MIUI 13 keinerlei Probleme haben. Das System läuft flüssig und ohne jegliche Ruckler oder Aussetzer. Einziger Kritikpunkt meinerseits am System ist die hohe Anzahl an vorinstallierter Bloatware. Immerhin ist bei so vielen Apps auch die ein oder andere brauchbare dabei, im Großen und Ganzen wird die erste Amtshandlung bei den meisten Nutzern sein, die Bloatware zu deinstallieren. Dies gestaltet sich mittlerweile zum Glück sehr einfach und die Apps lassen sich alle auf einmal deinstallieren. Außerdem empfinde ich die Werbeanzeigen im System als störend, diese Anleitung zeigt euch aber sehr detailliert, wie ihr diese loswerdet. Wenn ich mal kein Testsmartphone zur Hand haben, dann nutze auch ein Xiaomi-Smartphone, ich habe aber die Custom-ROM „Xiaomi.EU“ installiert. Der Vorteil hier ist die systemweite Deaktivierung von Werbung und es gibt keinerlei Bloatware. Diese Anleitung zeigt euch, wie ihr die Xiaomi.EU-ROM installiert. Für das Poco M4 Pro 4G ist die ROM allerdings nicht geeignet, da nur Xiaomi Smartphones mit Snapdragon Prozessor unterstützt werden.

Kamera des Poco M4 Pro

Das Kamera-Setup des Poco M4 Pro besteht aus drei Kameras auf der Rückseite und einer Kamera auf der Vorderseite. Konkreter handelt es sich um eine 64 Megapixel Hauptkamera (OmniVision OV64B40) mit f/1,8 Blende in Verbindung mit einem 8 Megapixel Weitwinkelobjektiv (Sony IMX 355) mit f/2,2 Blende und einem 2 Megapixel Makrosensor. Selfies werden mit dem 16 Megapixel-Sensor (Sony IMX 471) auf der Vorderseite geschossen.

Hauptkamera

Die Hauptkamera liefert durch 4:1 Pixelbinning Aufnahmen mit 16 Megapixel. Bei Tag bekommt man solide Ergebnisse. Die Bilder sind allesamt scharf genug, aber besonders Landschaftsaufnahmen haben mich etwas enttäuscht, denn hier fehlt es den Bildern an Farbtiefe und Dynamik. Die Ergebnisse wirken oft etwas flach. Der HDR-Modus verbessert dies ein wenig und kann hier und da noch ein paar Details herauskitzeln. Ansehnliche Ergebnisse liefert die Hauptkamera bei Tag und besonders bei Sonnenlicht aber allemal.

Bei Nacht liefert die Kamera akzeptable Ergebnisse, was in der Preisklasse aber erstens nicht anders zu erwarten ist und zweitens nicht gefordert wird. Dennoch kann die Kamera die Bilder etwas aufhellen und im Nachtmodus mehr Details einfangen, ein Rauschen ist aber zu erkennen. Die Kantenerkennung bei Porträtfotos ist Xiaomi-typisch exzellent. Zwar haben auch die Portraits fehlende Dynamik, aber die Hintergrundschärfe beherrscht Xiaomi einfach!

Ultraweitwinkelkamera

Die Ultraweitwinkelkamera hat einen typischen Blickwinkel von 118° und liefert ansehnliche Bilder, die aber auch hier wieder mit fehlender Dynamik und Farbtiefe zu kämpfen haben. Die Schärfe ist beim UWW-Sensor ebenfalls gut und die Ergebnisse sehen auch auf einem Monitor noch gut aus.

Makrokamera

Beim Makrosensor haben wir es bedauerlicherweise wieder mit einer schrottigen 2 Megapixel-Kamera zu tun. Hier darf man keine atemberaubenden Ergebnisse erwarten. Die Fotos sind im Freien noch recht ansehnlich, das ändert sich aber, wenn weniger Licht zur Verfügung steht. Die Makroaufnahmen sind gelegentlich eine nette Spielerei, die Linse eignet sich aber nicht für ernste Anwendungszwecke.

Selfiekamera

Die 16 Megapixel-Selfiekamera bietet für die Preisklasse mit satten Farben und naturgetreuen Hauttönen einwandfreie Ergebnisse. Auch hier funktioniert der Porträtmodus gut und Xiaomi beweist einmal mehr sein Können in puncto Kantenerkennung. Die Dynamik in den Aufnahmen ist durchschnittlich.

Videomodus

Videos nimmt die Hauptkamera maximal in Full-HD-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Enttäuschend sind hier die fehlende 4K-Option und besonders die fehlenden Stabilisierung. Die Qualität der Aufnahmen ist somit nur ausreichend und die Soundqualität gut. Insgesamt handelt es sich um kein Smartphone, das gut für Videos geeignet ist.

Kamerafazit zum POCO M4 Pro 4G

Die Kamera des Poco M4 Pro ist nicht schlecht und kann für den Preisbereich überzeugen. Dennoch gibt es Kritikpunkte, die verbesserungswürdig sind. Da wären etwa die Dynamik und die fehlende Farbtiefe zu nennen, die sich durch das gesamte Kamera-Setup auf der Rückseite ziehen. Für ein Gerät für knapp 200 Euro habe ich mir hier etwas mehr erwartet.

Konnektivität

Im Vergleich zum M4 Pro 5G unterstützt das hier getestete Poco M4 Pro 4G den 5G-Standard nicht. Das ist aber definitiv kein Kritikpunkt, denn der echte 5G-Standard ist deutschlandweit lange nicht so breit ausgebaut, dass sich ein solches Smartphone mit diesem Standard lohnen würde. Hinzu kommt, dass 5G-Verträge immer noch kostenintensiv sind. Im Alltag fällt das fehlende 5G nicht auf, da auch der 4G-Standard zuverlässig funktioniert. Die Datenraten im Up- und Download sind blitzschnell und die Verbindung war zu jedem Zeitpunkt stabil. Die 4G-Netze im Einzelnen sind Folgende:

  • 4G (LTE): 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41

Der SAR-Wert liegt bei 0,592 W/kg (Kopf) und 0,845 W/kg Körper. Die Sprachqualität ist super und die Standards VoLTE und VoWiFi werden unterstützt. Ansonsten kann man sich über den 3,5 Millimeter-Klinkenanschluss freuen, der mit einer FM-Radioapp einhergeht. Mobile Transaktion via Google Pay oder sonstigen Zahlungsdienstleistern des Vertrauens sind dank NFC problemlos möglich. Die Verbindung mit kabellosen Audiogeräten geschieht über Bluetooth 5.0 und das Poco M4 Pro 4G setzt für WLAN-Verbindungen auf die Standards a, b, g, n und ac (WiFi 5). Bei den Bluetooth-Codecs setzt das Gerät auf SBC und AAC, auf aptX muss man leider verzichten.Des Weiteren besitzt das Smartphone einen Beschleunigungs-, Helligkeits- und Näherungssensor, ein Gyroskop und einen Infrarot-Sender. Auch ein Kompass ist am Start. Für die Navigation nutzt das M4 Pro 4G GPS, Glonass, Galileo und Beidou. Die angesprochenen Stereo-Lautsprecher sind erstaunlich gut und kraftvoll. Videos schauen macht mit dem Gerät definitiv Spaß und auch zwischendurch etwas Musik ist ertragbar, da die Tiefen und Mitten gut ausgeprägt sind. Für ein Smartphone unter 200€ sind die Speaker einfach exzellent. Der angesprochene Fingerabdruck-Sensor im Powerbutton ist mit beiden Händen gut erreichbar und bietet eine perfekte Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit ist ebenfalls hervorragend. Generell gefallen mir die „Oldschool“-Sensoren besser als solche unter dem Display. Das liegt schlichtweg daran, dass diese generell zuverlässiger und schneller sind.

Akkulaufzeit des POCO M4 Pro

screenshot poco m4pro benchmark pcmarkDen 5.000 mAh großen Akku kennen wir bereits aus dem POCO M3 Pro und dem M4 Pro 5G. In den genannten Vorgängermodellen konnte der Akku durch eine gute Akkulaufzeit glänzen und auch ich kam in der Praxis immer auf volle 2 Tage Laufzeit. Ist der Akku leer, wird er dank schnellem 33 Watt-Laden innerhalb von 70 Minuten von 0 auf 100 Prozent geladen. Der hierfür benötigte Adapter liegt dem Lieferumfang bei.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Im Benchmark kommt das Gerät mit eingeschalteten 90 Hertz auf ziemlich genau 11 Stunden. Regelt man die Bildwiederholfrequenz auf 60 Hertz herunter, landet man sogar bei 1,5 Stunden mehr. Kein außergewöhnlicher Wert im Benchmark, aber die Praxisnutzung ist insgesamt überzeugend.

Testergebnis

Getestet von
Lennart Moog

Man kann eigentlich sagen, dass es sich beim POCO M4 Pro 4G um einen absoluten No-Brainer handelt, besonders für einen Preis von 170 Euro. Spätestens bei einem Preis von 150 Euro muss man hier nicht mehr überlegen. Die aktuell aufgerufenen 220 Euro für das Gerät sind jedoch zu hoch angesetzt. Man bekommt ein hervorragendes Display mit AMOLED-Technik und einer entsprechend hohen Helligkeit. Außerdem ist die Verarbeitung auf einem hohen Niveau und die Leistung lässt keine Wünsche offen. Die Kamera liefert besonders bei Tageslicht gute Ergebnisse, die an manchen Stellen aber auch etwas mehr Farbtiefe und Dynamik vertragen könnten. Die schnelle Ladezeit und der lang ausdauernde Akku sind ebenfalls ein Kaufargument, das nicht unerwähnt bleiben darf.

Poco hat im Vergleich zum 5G-Modell hier aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Die Einsparungen durch das Weglassen der 5G-Konnektivität liefern auf der anderen Seite große Verbesserungen beim Display. Was euch also wichtig ist, könnt ihr letztendlich selbst entscheiden. Das Poco M4 Pro 5G ist definitiv eine Alternative zu dem hier getesteten Modell. 


Gesamtwertung
86%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
95 %
Leistung und System
80 %
Kamera
75 %
Konnektivität
90 %
Akku
85 %

Preisvergleich

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Boris
Gast
Boris (@guest_90353)
1 Monat her

Jetzt gibt es den POCO M4 Pro 5G mit einigen Verbesserungen (angeblich). Wird dieser vielleicht auch getestet?

SockoRVD
Gast
´SockoRVD (@guest_89117)
2 Monate her

Besitze noch das Redmi Note 7! Hab soeben bei den Prime Days für 180€ zu geschlagen, hoffentlich bereu ich den kauf nicht, mein Note7 läuft eigentlich noch gut

nadine f.
Gast
nadine f. (@guest_87185)
5 Monate her

Handelt es sich hier um die (fleur) Version?

https://forum.xda-developers.com/f/redmi-note-11s-4g-poco-m4-pro-4g-fleur.12591/

Wäre das der richtige Thread?

G S
Gast
G S (@guest_86554)
6 Monate her

Hallo leider ist für dieses Handy keine Handyhülle online und auch kein Schutzglas
Nur über AliExpress und das dauert ewig bis es da ist oder wisst İhr mehr

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
6 Monate her
Antwort an  G S

Servus, also eine Hülle ist im Lieferumfang und das Display ist auch geschützt. Einfach bei Ali bestellen und 2 Wochen warten. Sehe ich jetzt nicht problematisch. Man spart auch etwas Geld. Die Alternative sieht so aus: Jemand anderes bestellt bei Aliexpress und verkauft es dir dann für mehr als doppelte weiter :). Aber bis es dann hier verfügbar ist, dauert es ebenfalls 2 Wochen.

Beste Grüße

Jonas

Denis TR
Gast
Denis TR (@guest_86365)
6 Monate her

Das Handy schaut auch interessant aus. Ich habe zurzeit das Xiaomi Redmi 8t und will langsam umsteigen, da das Redmi nicht einmal mehr neuere spiele packt.

das hier schaut interessant aus, genauso wie das Redmi Note 10 oder Poco x3.
Schaue mich bis 300€ um

Habt ihr sonst noch ein interessantes Handy? 🙂 Gerade fürs Gaming und die Akkulaufzeit sind für mich entscheidend.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
6 Monate her
Antwort an  Denis TR

Servus, also wenn dir ein AMOLED Display nicht so richtig ist, dann wäre das X3 Pro einen Blick wert. Ansonsten gibt es das F3 auch aktuell unter 300€. Aber die 8/256GB würde ich bei deiner Nutzung schon mitnehmen. Dann hast du die nächsten Jahre erst mal Ruhe.

Beste Grüße

Jonas

Denis TR
Gast
Denis TR (@guest_86395)
6 Monate her
Antwort an  Jonas Andre

Moin,

vielen Dank für die Antwort! 🙂 Es wird nun tatsächlich das X3 Pro in der 8/256 Version 🙂

Danke dir!

Liebe Grüße

Denis

Micha
Gast
Micha (@guest_86225)
6 Monate her

Seit einer Woche das Handy da …..es ist top …amoled, Stereo Lautsprecher , leicht usw.
Nach dem Redmi Note 8 pro lange überlegen müssen was passt aber bei dem Gerät ist alles drin was man braucht unter 250 Euro
Und für die 8/256 GB Version ist man bei 229 Euro mit Rabatt je nach Anbieter( kaufte bei Poco direkt) bei einem top Preis.

Wurzelsepp
Gast
Wurzelsepp (@guest_86221)
6 Monate her

Wann verabschiedet ihr euch von dem sprachverhunzenden Nicht-Wort “no brainer”?

Almöhi
Gast
Almöhi (@guest_86226)
6 Monate her
Antwort an  Wurzelsepp

Der Name ist Programm :D…

Uwe
Gast
Uwe (@guest_86234)
6 Monate her
Antwort an  Almöhi

Leute, die mit zwei Accounts einen Dialog führen, mag ich am liebsten. Das sind die, von denen man sagt, dass sie immer freundlich gegrüßt haben…

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
6 Monate her
Antwort an  Wurzelsepp

Servus, ich finde das Wort eigentlich ganz cool 😅. Aber Lennart muss das letztendlich entscheiden, ob das Wort wirklich flext 🙂

Liebe Grüße

Jonas

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
6 Monate her
Antwort an  Jonas Andre

Hallo,
Herr Google sagt u.a. dazu:
“Hier kann No Brainer wörtlich genommen werden. Diese Person nutzt ihr Gehirn nicht und strengt ihren Grips nicht an. Sprachlich würde gefragt werden, ob diese Person überhaupt ein Hirn hat.”
Grundsätzlich fände ich es gut, wenn man Eure Artikel ohne die Benutzung von Nachschlagewerken lesen könnte.
Gruß Georg

Turboschnuffel
Gast
Tobias (@guest_86252)
6 Monate her
Antwort an  Lennart Moog

Nein, bitte drin lassen! Habe das Handy übrigens schon zu Hause (für 169€ aus Spanien gekauft) und es ist exakt ein no-brainer. Wollte eigentlich das redmi Note 11s kaufen, aber das hätte mich über 50€ mehr gekostet für fast exakt dieselbe Ausstattung. Musste mich nur kurz auf den poco launcher umgewöhnen, aber nach 2 Tagen hat man es gut drauf und es gibt immer vor – und Nachteile

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
6 Monate her

Hallo,
welche Bluetooth – Codecs werden unterstützt?
Gruß Georg

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