Xiaomi Redmi Note 11S Test

Getestet von Jonas Andre am
Updatezeitraum: MIUI 13.0.3
Bewertung: 91%
Vorteile
  • phänomenales Display
  • Dual-SIM + Micro-SD
  • starke Akkulaufzeit
  • gute Kameras
  • starker Empfang (Netz, WLAN, GPS)
  • schickes Design + solide Verarbeitung
  • astreiner Fingerabdrucksensor
  • auf NFC Version achten beim Kauf!
Nachteile
  • nur "Sometimes-On-Display"
  • MIUI 13 nicht ganz stabil
  • nur 1080p/30FPS Videoaufnahmen
Springe zu:
CPUMediaTek Helio G96 - 2 x 2,05GHz + 6 x 2,0GHz
RAM6 GB RAM, 8 GB RAM
Speicher64 GB, 128 GB
GPUMali-G57 MC2
Display 2400 x 1080, 6,4 Zoll 90Hz (AMOLED)
BetriebssystemMIUI - Android 11
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera108 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 3, 7, 20, 28, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht179 g
Maße160 x 74 x 8 mm
Antutu306700
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am17.02.2022

Xiaomis Redmi Note Smartphones sorgen seit Jahren für exzellente Verkaufszahlen. Wir starten unsere Testreihe mit dem Redmi Note 11S, das sich bei knapp 200€ einpendeln sollte. Es bringt folgende Ausstattung mit: Ein 6,43 Zoll großes AMOLED Display mit 90Hz Bildwiederholungsrate, ein MediaTek Helio G96 Prozessor, mindestens 6/64GB Speicher, eine 108 Megapixel Hauptkamera und ein 5000 mAh Akku mit 33 Watt Ladegeschwindigkeit. Ich hatte das Redmi Note 11S nun 10 Tage im täglichen Einsatz. Im Test lest ihr von meinen Erfahrungen mit dem Gerät.

Xiaomi Redmi Note 11S Hand 1

Xiaomi Redmi Note 11S im Test

Die Redmi Note 11 Reihe besteht dieses Jahr abermals aus vier Modellen, aber direkt an den Vorgängern kann man nicht alle Geräte messen. Das Redmi Note 11S hat jedoch mit dem Note 10S einen direkten Vorgänger und überrascht mit einem spannenden Datenblatt. Auf dem folgenden Bild seht ihr noch mal alle aktuellen Note Modelle im Überblick:

Redmi Note 11 Reihe Spezifikationen Vergleich

Die Redmi Note 11 Reihe im Überblick!

Das Redmi Note 10S bekommt ein neues Design, einen neuen Prozessor, eine neue Hauptkamera und ein noch helleres Display mit 90Hz. So verspricht uns das Datenblatt eigentlich die perfekten Upgrades zu einem bereits herausragenden Mittelklasse-Smartphone.

Design und Verarbeitung

Das Xiaomi Redmi Note 11S misst 160 x 74 x 8 Millimeter und bringt ein Gewicht von 179 Gramm auf die Waage. Damit bleibt es normal groß und schwer für ein Mittelklasse-Smartphone. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Unterschiede zu vernachlässigen. Das Redmi Note 11S ist außerdem baugleich mit dem Redmi Note 11. So könnt ihr auch entsprechende Hüllen bei beiden Geräten verwenden. Der einzige nennenswerte Unterschied ist der mit 3,2mm recht große Kamerahügel des Redmi Note 11S. Beim Note 11 ragt die Kamera gerade mal 1,4mm aus der Rückseite hervor. Das ist eben dem 108 Megapixel Samsung Sensor geschuldet.

Das Redmi Note 11S hat eine matte Kunststoffrückseite. Die Rundungen der Rückseite fallen deutlich geringer aus als beim Vorgänger. Damit wirkt das Gerät auch spürbar kantiger in der Hand. Positiv zu verbuchen ist, dass das Gehäuse deutlich weniger Flex aufweist als der Vorgänger. Man spürt die durchweg stabile und hochwertige Verarbeitung des Redmi Note 11S. Fingerabdrücke fallen auf der Rückseite weniger auf, allerdings kann man die Rückseite mit Leichtigkeit verkratzen. Die Kratzer sieht man auf der matten Oberfläche aber kaum. Den Weg von glänzendem zu mattem Kunststoff begrüßen wir explizit. Der Rahmen besteht ebenfalls aus Kunststoff und gleiches gilt auch für die Lautstärkewippe. Neben unserem schwarzen Testgerät gibt es noch eine blaue und eine weiße Version des Redmi Note 11S.

Aus Metall besteht lediglich der Power-Button des Note 11S, der gleichzeitig als Fingerabdrucksensor dient. Die Genauigkeit (9/10) und die Geschwindigkeit (unter einer Sekunde) beim Entsperren sind ausgezeichnet. Die meisten Flagships mit Fingerabdrucksensor unter dem Display haben keine Chance gegen das Note 11S. Das Display liegt flach im Gehäuse und die Ränder links und rechts zum Display betragen durchschnittliche 3mm. Auch oben sind es nur 3mm, wobei das Kinn mit 6,5mm deutlich dicker wirkt. Das Design der Vorderseite ist ansonsten durch die mittig platzierte Punch-Hole-Notch mit Frontkamera geprägt. Die ist mit einem Durchmesser von 3,5mm wirklich winzig und nimmt nicht mehr Platz ein als nötig.

An der Unterseite des Redmi Note 11S befinden sich der USB-C-Anschluss, das Mikrofon und der Lautsprecher. Links außen haben im Simkarteneinschub zwei Nano-SIMs und eine Micro-SD (bis 1TB Speichererweiterung) gleichzeitig Platz. Der Dreifachslot ist also noch verfügbar, bei den Pro-Versionen der neuen Note 11 Geräte muss man darauf leider verzichten. Ebenfalls mit dabei ist der gute alte 3,5mm Kopfhöreranschluss. Der sitzt nebst einer zweiten Lautsprecheröffnung, einem Infrarot-Sender und dem zweiten Mikrofon. Also das Xiaomi Redmi Note 11S lässt in puncto Design und Verarbeitung eigentlich keine Wünsche offen. Leider schauen Beanchrichtigungs-Junkies weiter in die Röhre. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es nicht und das Always-On-Display des AMOLED Display ist auf Sometimes-ON limitiert. Es leuchtet also maximal 10 Sekunden am Stück auf, danach geht es aus. Hier wieder mein Hinweis an Xiaomi: Bitte einfach mal nachschlagen, was “Always-On” bedeutet. Beim Stereo Sound ist Xiaomi hingegen wieder überzeugend und liefert diesen zumindest in der Hybrid-Variante auch in den günstigeren Geräten.

Das Redmi Note 11S ist spürbar kleiner und leichter als aktuelle Flagships, aber definitiv kein kleines Smartphone. Insbesondere die Stabilität ist diesmal über jeden Zweifel erhaben. Nichts knarzt oder wackelt und das Note 11S wirkt wie aus einem Stück gefertigt. Gleiches gilt natürlich auch für das Redmi Note 11, denn die Geräte sind bis auf den Kamerahügel äußerlich identisch.

Lieferumfang des Xiaomi Redmi Note 11S

Xiaomi Redmi Note 11S Lieferumfang

Der Lieferumfang des Redmi Note 11S ist wie gewohnt vorbildlich. Es gibt einen 33 Watt Ladeadapter, ein USB-A auf USB-C Kabel und eine Silikonschutzhülle. Eine Displayschutzfolie ist bereits auf dem Display aufgebracht. Eine SIM-Nadel, eine Kurzanleitung und Sicherheitshinweise sind auch mit im Paket.

Display des Xiaomi Redmi Note 11S

Xiaomi Redmi Note 11S Design 2

Dass Xiaomi auch in der günstigen Mittelklasse auf AMOLED Displays setzt, hat uns 2021 schon etwas überrascht. Jetzt macht man mit dem logischen Schritt weiter und verpasst dem Redmi Note 11S sogar eine Bildwiederholungsfrequenz von 90Hz. Damit wirken sämtliche Inhalte deutlich flüssiger als bei einem gewöhnlichen 60Hz Display. Die Auflösung der Displays belässt Xiaomi bei knackscharfen 2400 x 1080 Pixel. Das resultiert bei einer Größe von 6,43″ in 409 Pixel pro Zoll. Die maximale Helligkeit liegt im automatischen Modus bei gewaltigen 1400 Lux, was in der Mittelklasse ein klarer Rekordwert ist. Die Lesbarkeit im Freien ist exzellent und besseres Display wird man in der Mittelklasse nicht finden. Im manuellen Modus lässt sich die Displayhelligkeit stufenlos von 2 Lux bis 850 Lux regulieren. Die super umfangreichen Farbanpassungen der Xiaomi Flagships gibt es in diesem Preisbereich zwar nicht, aber mit drei Farbvoreinstellungen (Lebhaft, Gesättigt, Standard) und einer stufenlos regulierbaren Farbtemperatur bekommt man das Display auf persönliche Verlieben angepasst. Die Blickwinkelstabilität ist gut und der Kontrast AMOLED-typisch ausgezeichnet.

Xiaomi Redmi Note 11S Display 4

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Kritisieren kann man am Display des Redmi Note 11S nur zwei Dinge. Leider verzichtet Xiaomi auf die DC-Dimming Funktion für empfindliche Nutzer und die Always-On Funktion bleibt auf 10 Sekunden beschränkt. Ansonsten sind natürlich Einstellungen wie ein Dunkelmodus (Schwarz/Weiß Umkehr) und Lesemodus mit dabei. Beide Features können auch zeitlich konfiguriert werden. Die Bildwiederholungsrate kann man auch auf 60Hz reduzieren, was ich aber niemandem empfehlen würde. 90Hz sind deutlich flüssiger und belasten die gute Akkulaufzeit kaum. Das Xiaomi Redmi Note 11 ist selbstverständlich Widevine L1 zertifiziert und Streaming in HD Auflösung bei Pay-to-Watch Anbietern steht nichts im Wege. Nur HDR und Dolby Vision Inhalte werden nicht unterstützt.

Xiaomi macht Nägel mit Köpfen und stattet auch die beiden günstigsten Redmi Note 11 Modelle nun mit einem 90Hz AMOLED Display aus. Damit legt man die Messlatte für die kommenden Konkurrenten sehr hoch. Realme und Samsung werden sich wahrscheinlich an diesem Display die Zähne ausbeißen.

Leistung und System

Der Chiphersteller Mediatek steht aktuell bei vielen von euch hoch im Kurs. So setzt Xiaomi abermals auf einen Mediatek Chipsatz in der beliebtesten Smartphone-Reihe. Im Note 11S werkelt ein Helio G96 SoC. Der Octa-Core Prozessor wird noch im älteren 12 Nanometer Verfahren gefertigt und bringt es mit zwei leistungsstarken Cortex-A76 Kernen auf knapp 307.000 Punkte im Antutu Benchmark. Für weniger anspruchsvolle Aufgaben sind sechs stromsparende Cortex-A55 Kerne zuständig. Das Redmi Note 11S überzeugt nicht nur mit der Leistung im Alltag, sondern auch das ein oder andere Spiel läuft flüssig. Auch nach einer Stunde Gaming erhitzt sich das Gehäuse kaum spürbar. In Stresstests zeigt der Helio G96 Prozessor ebenso keinerlei Auffälligkeiten und ruft konstant die gleiche Leistung ab. In Kombination mit dem 90Hz Display navigiert man super flüssig durchs System und Surfen oder Chatten macht ebenfalls keinerlei Probleme.

Antutu (v9)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3D Mark (Slingshot)

Xiaomi Redmi Note 11S Benchmarks 5Moderner UFS 2.2 Speicher sorgt für solide Lese/Schreibraten von 404/185 MB/s. Ihr könnt beim Note 11S zwischen 64 oder 128GB Speicher wählen. Der Speicher kann außerdem ohne Verzicht auf die Dual-SIM Funktion per Micro-SD erweitert werden. Beim RAM gibt es immer 6GB und der liefert schnelle Übertragungsraten von 22GB/s. Schnelles Multitasking und einfache 3D-Spiele sind für das Redmi Note 11S gar kein Problem.

Beim System gibt es eine kleine Überraschung, denn Xiaomi liefert auch in der Mittelklasse bereits das neue MIUI 13 aus. Aktuell noch auf Android 11 Basis, aber die Android-Version ist bei einem stark angepassten MIUI System kaum von Bedeutung. Dennoch wird Android 12 natürlich nachgeliefert. Im Testzeitraum kam bereits ein Update und das war auch bitter nötig. Auch jetzt noch fühlt sich MIUI 13 aber irgendwie unfertig an. Zweimal ist mein Redmi Note 11S während der Nutzung komplett eingefroren und nur ein Neustart brachte es wieder auf Kurs. Die Kamera-App stürzte vor dem Update ebenfalls mehrmals ab, aber das hat sich nun erledigt. Schwerwiegende Fehler habe ich ansonsten keine zu beklagen und das Note 11S läuft flüssig und schnell durchs System. Wer gerne Custom ROMs nutzt, sollte aber die Finger vom Note 11S lassen. Durch den Mediatek Chipsatz wird es kaum bis gar keine ROMs geben. 

Viel Neues gibt es nicht bei MIUI 13, aber Xiaomis Custom System ist wie immer mit vielen zusätzlichen Features und Funktionen bestückt. Wer sich bereits auskennt, wird sich auch unter MIUI 13 sofort zurechtfinden. Wie immer gibt es einiges an Bloatware, aber die kann man seit MIUI 12.5 einfach deinstallieren. Die Werbung im System könnt ihr mit dieser Anleitung deaktivieren. Ich bin vom Xiaomi 12 Pro auf das Redmi Note 11S gewechselt und muss klar sagen: Die Systemgeschwindigkeit und Optik macht keinen großen Unterschied. Das liegt natürlich einerseits am astreinen Display, als auch am definitiv schnellen Prozessor.

Kamera des Redmi Note 11S

Xiaomi bewirbt das Note 11S selbstbewusst als “Kamera-Spezialist”. Die Marketingabteilung nimmt als Basis für diese Aussage den 108 Megapixel Sensor, aber die weiteren Features finden keine Berücksichtigung. Für Bilder ist das Note 11S zweifellos gut geeignet, aber FHD Videos sind einem Kameraspezialisten Redmi Note 11S unwürdig. Nun aber zum Kamerasetup, denn mit insgesamt 5 Sensoren will das Mittelklasse-Smartphone punkten. Einen 108 Megapixel Samsung HM2 Sensor mit f/1.9 Blende. Dazu gibt es eine 8 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera (Sony IMX355) und zwei (unnötige) 2 Megapixel Sensoren für Makro- und Portrait-Aufnahmen. Die Selfie-Kamera hat einen Sony IMX471 Sensor mit 16 Megapixel.

Xiaomi Redmi Note 11S Kamera 2

Die Kamera-App unter MIUI 13 ist nahezu unverändert. Nur die Funktion, um die Stabilisierung bei Videoaufnahmen zu deaktivieren, gibt es einfach nicht mehr.

Tageslichtaufnahmen

Für scharfe und detailreiche Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen sorgt im Redmi Note 11S ein Samsung HM2 Sensor, den wir bereits aus dem Redmi Note 10 Pro kennen. Die Aufnahmen haben eine akkurate Farbdarstellung. Wer auf knackige Farben steht, kann allerdings den AI-Modus zuschalten. Die Dynamik ist im Standard bereits gut, aber auch da kann der automatische HDR-Modus auf Wunsch nachhelfen. Auffällig ist, dass große Flächen sichtbar weichgezeichnet sind, das war beim Note 10 Pro so nicht der Fall. Zusammengenommen liefert das Note 11S starke Aufnahmen im Preisbereich um 200€.

Nicht so richtig gut gefallen mir die Porträt-Aufnahmen. Der zusätzliche 2 Megapixel Sensor sorgt zwar für eine gute Abtrennung von Vorder- und Hintergrund, allerdings sind die Aufnahmen, insbesondere bei Gesichtern, nicht richtig scharf. Das fällt aber erst auf, wenn man ins Bild hereinzoomt. Die Farbdarstellung ist auch hier wieder sehr akkurat und wenig lebendig.

Die Ultraweitwinkel-Kamera ist mit dem Sony IMX355 Sensor auch wieder ein alter bekannter. Für die Preisklasse sind die Aufnahmen angemessen und das Rauschverhalten auch auf einem PC Bildschirm noch erträglich. Sobald man aber nur etwas zoomt, fallen die fehlenden Details ins Auge. Im Gegensatz zur Hauptkamera tendiert die Farbwiedergabe bei der UWW-Kamera ganz klar ins Warme. Den 2 Megapixel Makro-Sensor hätte man sich eigentlich sparen können. Die Aufnahmen sind eigentlich für nichts zu gebrauchen.

Nachtaufnahmen

Nur die Hauptkamera kommt für Nachtaufnahmen infrage und auch ohne OIS liefert das Redmi Note 11S mit einer ruhigen Hand ordentliche Aufnahmen. Die Farben bleiben akkurat, aber die Bilder beginnen deutlich zu rauschen. Das ist in der Preisklasse absolut nichts Ungewöhnliches und solange man nicht in die Aufnahmen hereinzoomt, bekommt man gute Nachtaufnahmen. Um verwackelte Bilder zu vermeiden, sollte man stets 2 Aufnahmen machen.

Selfies

Für Selfies setzt Xiaomi beim Redmi Note 11S auf einen neuen Sensor. Der Sony IMX471 mit 16 Megapixel haut mich aber ehrlich gesagt nicht vom Hocker. Die Aufnahmen werden egal mit welchem Abstand nie richtig scharf. Dafür ist die Dynamik in den Bildern ausreichend und auch hier liefert man abermals eine akkurate Farbdarstellung.

Videoaufnahme mit dem Redmi Note 11S

Bei Videoaufnahmen muss man leider auf eine 4K Auflösung verzichten und das ist 2022 auch in dieser Preisklasse nicht mehr zeitgemäß. Wer gerne Videos aufnimmt, der greift lieber zu einem Poco X3 Pro oder Realme 8, die beide 4K Aufnahmen unterstützen. Beim X3 Pro sogar stabilisiert. Aber zurück zum Redmi Note 11S, denn das stabilisiert Videoaufnahmen bei 1080p mit 30fps sowohl mit der Haupt- als auch mit der Ultraweit- und Selfie-Kamera zuverlässig. Die Qualität geht so weit in Ordnung und auch der Sound kann sich hören lassen. Dennoch sind 4K Aufnahmen sichtbar etwas anderes.

Zusammenfassung

Die Mittelklasse macht bei der Kameraqualität im Vergleich zum letzten Jahr keine großen Sprünge. Wer guten Tageslichtaufnahmen mit der Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera sucht und auch noch anständige Nachtaufnahmen machen will, der ist mit dem Redmi Note 11S bestens beraten. Lediglich Videoaufnahmen werden durch die fehlende 4K Option unvorteilhaft beschnitten.

Konnektivität und Kommunikation

Xiaomi Redmi Note 11S Sim Netz Empfang

Dreifachslot!

Das Xiaomi Redmi Note 11S funkt äußerst zuverlässig auf folgenden 2G, 3G und 4G (LTE Frequenzen):

  • 2G: GSM: 850 / 900 / 1800 / 1900MHz
  • 3G: UMTS: 1/2/4/5/8
  • 4G: LTE FDD: 1/2/3/4/5/7/8/20/28

Das Redmi Note 11S ist ein Dual-SIM Smartphone und kann zwei SIM-Karten gleichzeitig nutzen. Durch den Dreifachslot kann dann sogar noch zusätzlich der Speicher mittels Micro-SD-Karte erweitert werden. Auf die Nutzung des 5G Netzes muss man bei drei Redmi Note 11 Modellen verzichten, nur die teuerste Note 11 Pro 5G funkt im neusten Netz. Das ist in der Mittelklasse auch absolut kein Nachteil und 5G bei 200€ Smartphones ohnehin ein fragwürdiges Verkaufsargument. Der SAR-Wert liegt bei 0,69 W/kg (Kopf) und 0,88 W/kg (Körper). Für eine gute Gesprächsqualität sorgen Features wie VoLTE (Telefonie über das 4G Netz) und VoWiFi (Telefonie über das WLAN). Beides klappt problemlos und auch die Problematik mit dem Näherungssensor ist Geschichte. Das Display des Xiaomi Redmi Note 11S dunkelt sich beim Telefonat zuverlässig ab und zeigt hier keine Auffälligkeit.

Beim WLAN nutzt das Redmi Note 11S den WiFi 5 Standard und bringt es damit in meiner gesamten Wohnung auf knapp 300/50 Mbit/s. Das ist für meine Gigabit-Leistung zwar nicht viel, reicht aber für alle erdenklichen Aufgaben locker aus. Zur Standortbestimmung nutzt das Note 11S GPS, Glonass, Galileo und Beidou. Mit bis zu 30 Satelliten ist das Gerät binnen weniger Sekunden verbunden und der Standort auf 1-2 Meter genau bestimmt. Die Navigation im Auto und als Fußgänger klappte ohne Probleme. Auch ein elektronischer Kompass ist natürlich im Xiaomi Redmi Note 11S verbaut.

Android Auto konnte ich dieses Mal ebenfalls testen und es lief problemlos. Und sogar bei meinem Seat Mii electric blieb die Bluetooth-Verbindung stabil. Mit Bluetooth 5.0 ist der Standard ausreichend aktuell, aber wer gerne hochauflösende Codecs beim Musikhören nutzt, der wird enttäuscht sein. Es wird nur SBC und AAC unterstützt. Auf aptX oder LHDC muss man verzichten. Dafür gibt es mittels 3,5mm Kopfhöreranschluss und kabelgebundenen Kopfhörern ein funktionierendes FM-Radio. Danach kann man auch über die Lautsprecher hören, die Kopfhörer müssen nur angeschlossen bleiben. Für ein Mittelklasse-Smartphone ist der Sound ausreichend laut und auch etwas differenziert. Auf höchster Lautstärke übersteuern zwar die Höhen, aber bei 80% klingt das Ganze ausgewogen. Nur auf die Tiefen muss man wie immer verzichten.

Vorsicht bei NFC! Es gibt mal wieder 2 Versionen und wenn ihr mobil bezahlen wollt, dann greift zum NFC Modell. Darauf einfach vor der Bestellung achten. An sonstigen Sensoren sind neben den 3 Standards (Beschleunigungs-, Helligkeits- und Näherungs-Sensor) noch ein Gyroskop, Infrarot-Sender und ein Kompass verbaut.

Akkulaufzeit des Xiaomi Redmi Note 11S

Redmi Note 11S AkkutestDer 5000 mAh Akku des Note 11S sorgt in Kombination mit dem Display und Prozessor für eine gute Laufzeit. Im PCMark Akkutest hielt das Gerät bei 90Hz solide 12 Stunden und 43 Minuten am Stück durch. Im 60Hz Modus schlägt es auch das Redmi Note 10S. In der Praxis kam ich innerhalb von 2 Tagen auf 7-8 Stunden DOT (Zeit mit eingeschalteten Display) und das Note 11S ist ein waschechtes 2 Tage Smartphone geworden. Eine Stunde YouTube über WLAN schlägt mit 8% Akkuverlust zu Buche. Bei Social-Media-Apps und beim Surfen sind es knapp 10%. Der Stand-by-Verbrauch liegt bei 8 Stunden lediglich bei 3-4%, was ebenfalls ein ausgezeichneter Wert ist. Probleme mit der Laufzeit wird man mit dem Redmi Note 11S jedenfalls nicht haben. Auch bei der Ladegeschwindigkeit gibt es keine böse Überraschung.

Akkulaufzeit Einheit: Std

Mit dem mitgelieferten 33 Watt Ladeadapter ist das Xiaomi Redmi Note 11S in 70 Minuten wieder vollständig einsatzbereit. Wie üblich gibt es in der Mittelklasse kein Wireless-Charging.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Xiaomi ist dieses Jahr früh dran mit der neuen Redmi Note 11 Reihe. Für ein Mittelklasse-Smartphone um die 200€ liefert uns das Xiaomi Redmi Note 11S ein spitzenmäßiges Display und eine solide Hauptkamera. Bei der Verarbeitungsqualität bessert Xiaomi im Vergleich zum Vorgänger nach und die Akkulaufzeit ist einfach gut. Liebgewonnene Features wie den Dreifachslot, das FM-Radio, den 3,5mm Kopfhöreranschluss und den Infrarot-Sender können wir auch wieder begrüßen. Klare Kritik gibt es aber für die absichtlich beschnittene Software. Das Always-On Display kann nicht dauerhaft leuchten und DC-Dimming hatte zumindest ein Note 10S schon. Positiv und nicht alltäglich ist natürlich auch der Stereo Sound des Redmi Note 11S. Ab einem Preis von 200€ muss man nicht mehr lange überlegen und bekommt hier einen ausgezeichneten Nachfolger des Redmi Note 10S präsentiert.


Gesamtwertung
91%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
100 %
Leistung und System
85 %
Kamera
80 %
Konnektivität
100 %
Akku
90 %

Preisvergleich

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Ursula Claus
Gast
Ursula Claus (@guest_103839)
3 Monate her

Hallo, ich habe leider, leider beim Kauf vor einigen Monaten deinen Hinweis überlesen, dass es dieses Handy auch ohne NFC gibt. Bei der Angebotsbeschreibung der Verkäufer wird natürlich nicht darauf hingewiesen.
Nun benötige ich aber für das elektr. Rezept der Krankenkassen die NFC-Funktion. Gibt es irgendeine Möglichkeit, das Redmi S11 Note 11S damit aufzurüsten, oder muss ich mir ein neues Handy kaufen?
Danke im Voraus für eine Antwort! Grüsse, Ursula

Joschbo
Autor
Team
Joscha(@joschbo)
3 Monate her
Antwort an  Ursula Claus

Hallo Ursula, NFC lässt sich leider nicht nachrüsten. Wir hoffen, dass Dir das nicht bei dem Kauf über einen unserer Links passiert ist. Wir achten eigentlich darauf, nur die NFC-Version zu verlinken oder zumindest darauf hinzuweisen, wenn ein Shop die Version ohne NFC anbietet. Liebe Grüße

Franc
Gast
Franc (@guest_99673)
8 Monate her

Hallo, vielen Dank einmal mehr fü4 einen sehr ausführlichem Überblick über dieses spannende Phone im unteren Preisbereich. Stutzig hat mich nur der Hinweis auf die Custom Rom Eignung, da ich seit vielen Handy Generationen den square home launcher verwende. Gehe ich da richtig in der Annahme dass sich die Warnung ausschließlich auf C-Rom und nicht auf Launcher bezogen hat?
Danke nochmals für eure tolle Arbeit!!

Joschbo
Autor
Team
Joscha(@joschbo)
8 Monate her
Antwort an  Franc

Danke für Dein Lob! Klar, wir beziehen uns ausdrücklich auf Custom ROMs. Das sind eigenständige Systeme, die statt MIUI auf dem Gerät installiert werden. Einen Launcher-Wechsel kannst Du natürlich jederzeit durchführen.

Dominik
Gast
Dominik (@guest_98517)
9 Monate her

Ich habe gestern das 11S gekauft weil mein Mi 9SE leider runtergefallen ist. Ich bin entsetzt wie mies (unscharf, Details verrauscht, Weitwinkel grottig schlecht) die Fotos im Vergl. sind obwohl das 9SE über 3 Jahre alt ist! Wie kann das sein?? ch bringe es heute wieder zurück..!

segoiii
Gast
segoii (@guest_99276)
8 Monate her
Antwort an  Dominik

Ich habe das Note 11 Pro 5G – das hat außer dem Tiefensensor dasselbe Kamera Setup. OOB ist die Kamera eine Katastrophe. Das kann man eigentlich keinem anbieten. Mir kommt es so vor als sei die Kamera-Software nicht auf den Sensor abgestimmt.
Wenn du die Kiste noch hast, installiere dir die GCAM LMC 8.4 R15. Da kann ich dir meine Config zukommen lassen. Damit wirds erträglich.

Okan Tetik
Gast
Okan Tetik (@guest_97537)
10 Monate her

Hallo habe seit kurzem das problem das ich beim Video anruf die Gegenseite meine Stimme nicht hört habe schon vieles probiert ohne Erfolg kann irgendwer helfen
Update und WhatsApp etc . Update Microphone Freigabe alles gemacht

Eislauftraum
Gast
Andre (@guest_94781)
1 Jahr her

Eine wirklich tolle Kamera, aber….ich finde das Smartphone sehr langsam. Ich habe sogar das Gefühl, Seiten bauen sich langsam auf. Kann ich irgendwas falsch gemacht haben ?

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