Xiaomi Redmi 10C Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : 13.0.6.0 (RGEEUXM)
Bewertung: 73%
Vorteile
  • starke Akkulaufzeit
  • USB-C, 3,5mm Klinke & NFC
  • Triple-Slot
  • Snapdragon 680 mit solider Leistung...
Nachteile
  • ...aber unterdurchschnittliche Performance
  • wenig Ausstattung, fehlende Sensoren
  • noch Android 11
  • nur 10W Netzteil statt möglichen 18 Watt
Springe zu:
CPUSnapdragon 680 - 4 x 2,2 GHz + 4 x 1,8GHz
RAM3 GB RAM, 4 GB RAM
Speicher64 GB, 128 GB
GPUAdreno 610 - MHz
Display 1650 x 720, 6,7 Zoll 60Hz (IPS)
BetriebssystemMIUI - Android 11
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera50 MP + 2MP (dual)
Frontkamera5 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht190 g
Maße169,59 x 76,56 x 8,29 mm
Antutu236000
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am28.11.2022

Das Redmi 10C orientiert sich größentechnisch in Richtung der Phablets, ist aber günstiger als die beliebte Redmi Note Reihe. Reichen das 6,7 Zoll große Display mit dem vernünftigem Snapdragon 680 als Argumente gegenüber den Preis-Leistungs-Empfehlungen der Mittelklasse? Leider muss man mit dem Redmi 10C einige Kompromisse eingehen. Auf dem Markt ist es bereits seit Juli 2022, aber nun hat Xiaomi den offiziellen Preis gesenkt: von 170€ auf 140€.

Zwei Gründe könnten für das Redmi 10C gegenüber den anderen Xiaomi Smartphones sprechen. Zum einen bietet das große 6,7-Zoll-Display viel Bildfläche, was bei einer höheren Schrift- und Anzeigegröße von Vorteil ist. Dazu war das Redmi 10C bereits für 120€ im Angebot. Einen kleinen Preisvorteil hat es also gegenüber dem stärkeren Redmi Note 11.

Redmi 10C Test Farben 3
Xiaomi Redmi 10C
Redmi Note 11 Test Titel
Xiaomi Redmi Note 11
POCO M5 header 2
Poco M5
Größe 169,59 x 76,56 x 8,29mm 160 x 74 x 8mm 163,99 × 76,09 × 8,9mm
Gewicht 190g 179g 201g
CPU Snapdragon 680 - 4 x 2,2 GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 680 - 4 x 2,2 GHz + 4 x 1,8GHz MediaTek Helio G99 - 2 x 2,2GHz + 6 x 2,0 GHz
RAM 3 GB RAM, 4 GB RAM 4 GB RAM, 6 GB RAM 4 GB RAM
Speicher erweiterbar Ja
speichererweiterung web
Speichererweiterung
Ja
speichererweiterung web
Speichererweiterung
Ja
speichererweiterung web
Speichererweiterung
Display 1650 x 720, 6,7 Zoll 60Hz (IPS) 2400 x 1080, 6,4 Zoll 90Hz (AMOLED) 2408 x 1080, 6,6 Zoll, Auflösung, Größe 90Hz (IPS)
Betriebssystem Android 11, MIUI Android 11, MIUI Android 12, MIUI
Akku 5000 mAh (18 Watt) 5000 mAh (33 Watt) 5000 mAh (18 Watt)
Kameras 50 MP + 2MP (dual) 50 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple) 50 MP + 2MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera 5 MP 13 MP 5 MP
Anschlüsse 3,5mm Kopfhörer Anschluss, USB-C, Dual-SIM 3,5mm Kopfhörer Anschluss, USB-C, Dual-SIM 3,5mm Kopfhörer Anschluss, USB-C, Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
Zum Testbericht Zum Testbericht

Dazu gibt es ein weiteres Modell von Poco im gleichen Gehäuse. Das Poco C40, welches etwas günstiger ist, aber dafür mit weniger Rechenleistung klarkommen muss. Die offizielle Preisempfehlung von Xiaomi für das Redmi 10C sah zum Marktstart wie folgt aus:

  • 3GB Arbeits- / 64GB Systemspeicher: 169,90€
  • 4/64GB: 179,90€
  • 4/128GB: 199,90

Das Redmi 10C ordent sich unter der Redmi Note 11 Reihe ein

Design & Verarbeitung

Das Redmi 10C ist in drei Farben erhältlich: „Graphite“ Grau / Schwarz, „Mint“ Grün und unsere Version „Ocean“ Blau. Alle drei haben einen seidenmatten Glanz und eine leichte Strukturierung durch die diagonal-verlaufenden feinen Streifen. Der Look des Redmi 10C ist so nicht wirklich modern, die Waterdrop-Notch nimmt mehr Platz ein als die Punch-Hole-Variante und das Kameramodul hinten ist unnötig aufgeblasen. Extra eine Linse andeuten und „AI“ reinschreiben? Und dazu noch den Fingerabdrucksensor nach oben verschieben – wo er zudem schlecht erreichbar ist. So ergeben sich zudem zwei Erhöhungen von knapp 0,5mm: einmal zum äußeren und dann noch zum inneren Rahmen mit der Kamera. Andere Modelle bekommen das Design besser hin. Das Low-Budget Smartphone misst 169,59 x 76,56 x 8,29 Millimeter und wiegt 190 Gramm.

Am Rahmen des Redmi 10C befinden sich rechts der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Links oben ist der Triple-Slot für zwei Nano-SIM-Karten und eine MicroSD-Karte. Unten liegen der USB-C Port (2.0), Hauptlautsprecher und Mikrofon. Oben ist zudem noch ein 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Verarbeitung: Bis auf die Vorderseite aus Gorilla Glas 3 ist das Redmi 10C komplett aus Kunststoff gefertigt. Die strukturierte Rückseite und der leicht-glänzende Rahmen sind ein Bauteil. Der Rahmen und die Rückseite sind schön abgerundet, beim Display hingegen verzichtet man auf seitlich leicht abgerundetes 2.5D Glas. Dadurch entsteht eine unnötig große und kantige Erhöhung, die auch bei der Bedienung stört. Das Display ist im länglicheren 20,6:9 Format, was der Bedienbarkeit zugutekommt: Mit der Breite von 76mm kann ich es zumindest noch mit einer Hand bedienen, auch wenn man den oberen Bereich des Displays mit dem Daumen nicht erreicht.

Lieferumfang des Redmi 10C

Redmi 10C Test Produktfotos Lieferumfang

Das Redmi 10C wird lediglich mit dem üblichen Zettelwerk, 10 Watt Netzteil und einem weißen USB-A auf USB-C Kabel geliefert. Die volle Ladeleistung von 18 Watt kann man damit nicht ausreizen (ab 10€ bei Xiaomi direkt erhältlich) und auch eine Displayschutzfolie hätte man ruhig auf Smartphone ab Werk aufbringen können. Auch eine Hülle vermissen wir schmerzlich.

Display des Redmi 10C

Das größere 6,71-Zoll-Display sollte der Verkaufspunkt für das Redmi 10C sein. Leider bleibt die Displayfläche der einzige Pluspunkt am Panel. Verbaut ist ein LCD-IPS Panel, das in HD+ mit 1650 x 720 Pixel auflöst. Die etwas niedrige Bildpunktdichte von 268 Pixel pro Zoll kaschiert das bunte MIUI noch recht gut, spätestens bei kleingedruckter Schrift werden einzelne Pixel aber sichtbar. Die Bildwiederholungsfrequenz verbleibt bei den standardmäßigen 60 Hertz.

Die maximale Helligkeit liegt im manuellen Modus bei 385 Lux und steigert sich immerhin auf 500 Lux im automatischen Modus, was bei direkter Sonneneinstrahlung dennoch zu gering sein kann. Das Touchpanel registriert 10 Finger bzw. Eingaben gleichzeitig.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Software: Ab Werk ist das Display recht farbenfroh kalibriert, woran auch das farbenfrohe MIUI-System seinen Anteil hat. In den Einstellungen stehen „Lebhaft“ (voreingestellt), noch knalligere Farben mit „Gesättigt“ und blassere mit „Standard“ bereit. Die Farbtemperatur kann frei konfiguriert werden. Für die Schrift- und Anzeigegröße stehen 6 Stufen bereit. Auch ohne AMOLED kann man das Redmi 10C im Dunkelmodus (Dark Mode) nutzen. Dazu gibt es einen terminier- und konfigurierbaren Lesemodus (Blaulichtfilter).

Für das Videostreaming ist das Redmi 10C nach Widevine L1 zertifiziert und unterstützt auch HDR – wobei man davon mit dem LCD-Panel weniger profitiert. Im Praxistest funktionierten Netflix und Disney+ problemlos in Full-HD.

Leistung & System

Wie auch das Redmi Note 11, wird das Redmi 10C vom Snapdragon 680 angetrieben. Der Octa-Core wird im 6nm-Verfahren gefertigt und setzt sich aus 4 x 2,4 GHz und 4 x 1,8 GHz Prozessorkernen mit einer Adreno 610 GPU zusammen. Xiaomi vertreibt das Redmi 10C in zwei Speichervarianten: Mit 3/64GB oder 4/64GB Speicher. Dabei setzt man auf LPDDR4x Arbeits- und UFS 2.2 Systemspeicher. Letzterer erreicht Datenraten von 969 MB/s beim Lesen und 497 MB/s beim Schreiben. Der Arbeitsspeicher wird bei unserer 3GB / 64GB Variante um 1GB Virtual RAM aufgestockt. Über den Triple-Slot mit einer MicroSD-Karte lässt sich der Speicherplatz um bis zu 1TB erweitern.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Slingshot)

Die Performance liegt etwa auf Level mit dem Redmi Note 11 – Der Snapdragon 680 ist zwar solide, aber in der unteren Mittelklasse beheimatet. Normale Anwendungen werden in angemessener Geschwindigkeit erledigt und Apps lassen sich flüssig bedienen. 3D-Games gehören natürlich nicht zum Metier des Redmi 10C. Mir ist am schlechtesten die normale MIUI-Nutzung im Kopf geblieben, mit dem funktions-umfangreichen System scheint das Smartphone etwas überfordert zu sein und gerät beim Multitasking ins Stocken (z.B. Zurückkehren zum Hauptbildschirm, erzeugt schon mal einen Ladebildschirm).

MIUI 13 auf Basis von Android 11

Auch unser Redmi 10C läuft noch mit Android 11 und MIUI 13 darüber. Am Funktionsumfang von MIUI ändert sich nichts mit der älteren Basis, als negativen Punkt sollten wir dies trotzdem vermerken. Der Sicherheitspatch lag zum Testzeitpunkt bei August 2022 bzw. wurde im Testzeitraum sogar noch auf Oktober aktualisiert. Mit Sicherheitsupdates soll das Redmi 10C vierteljährlich bis 2025 versorgt werden.

Ab Werk ist verdammt viel Bloatware vorinstalliert. Diese lässt sich zwar vollständig deinstallieren, ist aber ärgerlich. Schlimmer ist die Werbung in Apps von Xiaomi – etwa Werbung für die Singles Day Angebote im Xiaomi Deutschland Shop auf dem Sperrbildschirm bei aktiviertem „Karussell“. Hier sind die meisten Websites aufdringlicher, aber man kann die Werbung auch mit unserer Anleitung deaktivieren.

Sonst bringt MIUI 13 ab Werk sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten mit sich. Als Android-Nutzer erfreut man sich natürlich an den Optionen zur Personalisierung des eigenen Handys.

Kamera des Redmi 10C

Im Vergleich zum Redmi Note 11 ist eine Quad-Cam beim Redmi 10C nur optisch vorgetäuscht. Bis auf den gleichen Hauptkamerasensor bleibt sonst nur ein 2MP Tiefensensor für Portraitaufnahmen übrig. Auch die Selfiekamera muss beim Redmi 10C einem deutlich schlechteren Sensor weichen.Redmi 10C Test Produktfotos Kamera

  • Hauptkamera: 50MP (Samsung JN1), f/1.8, Autofokus
  • Bokeh / Tiefensensor: 2MP, f/2.4
  • Frontkamera: 5MP, f/2.2, fixer Fokus

Zum Einsatz kommt der Samsung ISOCELL JN1, wie in vielen anderen Smartphones auch. Mit anständiger Optimierung liefert der 50MP Sensor für gewöhnlich bei Tageslicht ansehnliche Fotos. Um es vorwegzunehmen: Die Mittelklasse war schon besser aufgestellt und bekam hochwertigere Sensoren als den Samsung JN1. Der Fokus liegt nun eher auf der Performance, dem Prozessor und dem Display. Das Redmi 10C ist keine Katastrophe und zumindest bei Tag als Smartphone nutzbar… Mehr aber garantiert nicht. Aber schauen wir uns an, was das Redmi 10C in der Praxis liefert.

Tageslicht

Über Pixel Binning werden vier Pixel zu einem zusammengefügt und das Redmi 10C liefert Bilder mit 12,5MP Auflösung. Bei Tageslicht macht das Redmi 10C relativ gute Fotos, die mit den etwas übersättigten Farben wenigstens gefällig sind. Aber die Schwächen fallen schnell auf. Im Vergleich zu teureren Smartphones fällt die Detaildichte deutlich ab und der Dynamikumfang ist weitaus weniger ansehnlich. Helle Flächen werden zudem überbelichtet.

Der 50MP Modus ist, wie eigentlich bekannt, eher ein Gimmick und zieht die Schärfe sichtlich in die Höhe. Bei schlechtem Wetter, mit wenig Licht oder tristen Motiven, hat es das Redmi 10C dann schon deutlich schwerer. Was uns vom Samsung JN1 ja leider schon bekannt ist.

Nachtaufnahmen

Bei Nacht zeigt sich ein massiver Verlust an Bildqualität. Das ISO-Rauschen wird größtenteils durch zu dunkle Aufnahmen überspielt. Die beleuchteten Teile der Nachtaufnahmen zeigen dann trotzdem das bekannte Rauschen. Der separate Nachtmodus hilft zumindest etwas beim Aufhellen der Aufnahme, sodass die Szene gut erkennbar ist.

Portrait

Für die Preisklasse liefert das Redmi 10C solide Portraits. Die Erkennung des Motivs klappt in den meisten Fällen zuverlässig. Beim Aufnehmen würde ich mir aber mehr „Bestätigung“ wünschen, wie ein „Bokeh bereit“. Die Trennung zwischen Vorder- / Person und Hintergrund gelingt ohne große Probleme. Auch die Frontkamera erkennt alleine über die Software das Gesicht zuverlässig und zeichnet den Hintergrund unscharf auf.

Frontkamera

Mit einer Auflösung von 5MP kann man sich schon denken, dass die Selfies nicht mehr als zweckmäßig sind. Auch ohne in die Aufnahmen zu zoomen, fallen die groben Strukturen und verwaschenen Details auf. Sogar die Farbwiedergabe ist etwas zu blass und dunkle Stellen zeigen ja auch schon bei Tag etwas Rauschen. Wenigstens der fixe Fokus passte bei mir in jeder Selfieaufnahme. Und immerhin kann man die Frontkamera gut für die Gesichtsentsperrung und Videotelefonie nutzen.

Videos

Das Redmi 10C nimmt Videos maximal in Full-HD mit 30fps auf, sowohl mit der Haupt- als auch der Frontkamera. Videos mit der Hauptkamera werden zumindest über einen die Software stabilisiert, was die Videoqualität gegenüber anderen Low-Budget Smartphones sichtlich steigert. Ansonsten fehlt es dem Bild sichtlich an Details und Farbdynamik. Der Autofokus der Hauptkamera könnte auch schneller arbeiten.

Konnektivität und Kommunikation

Redmi 10C Test Screenshot KonnektivitaetRedmi 10C Test Produktfotos SIMDer Triple-Slot des Redmi 10C nimmt zwei Nano-SIM-Karten für den Dual-SIM Betrieb und eine MicroSD-Karte (bis 1TB) zur Speichererweiterung gleichzeitig auf. Mit dem Snapdragon 680 funkt das Smartphone lediglich in das LTE / 4G Netz. Die wichtigsten Mobilfunkfrequenzen für Deutschland werden unterstützt. Zur Steigerung der Sprachqualität nutzt das Redmi 10C beim Telefonieren VoLTE und VoWiFi. Hier schlägt sich das günstige Smartphone passabel: Der Ohrlautsprecher ist für meinen Geschmack laut genug, nur das Mikrofon könnte Störgeräusche effektiver herausfiltern.

Die Soundausgabe im Medienbetrieb übernimmt nur der untere Hauptlautsprecher. Zwar soll er um bis zu 40% lauter sein als im Vorgänger, richtig gut hört er sich allerdings nicht an. Im unteren Lautstärkebereich mangelt es hörbar an Tiefe.

Redmi 10C Test Screenshot gpstestMit dem lokalen Netzwerk verbindet sich das Redmi 10C über Dual-Band WiFi 5. Die Verbindung wird dabei zuverlässig gehalten, ist aber etwas schwächer, als wir es von Flagships gewohnt sind. Andere Geräte koppelt man über Bluetooth 5.0 und kann mit kompatiblen Kopfhörern sogar aptX und LHDC nutzen. Auch NFC ist verbaut und kann für Google Pay genutzt werden. Zur Navigation nutzt das Redmi 10C die Satelliten GPS, AGPS, GLONASS, BeiDou und Galileo. Zwar wird der Standort schon im Gebäude auf 3m genau innerhalb 10 Sekunden bestimmt und die Navigation im Auto verlief problemlos, ein E-Kompass fehlt dennoch. Wichtig für manche Apps: Zwar sind Näherungs-, Umgebungslicht- und Beschleunigungssensor verbaut, ein Gyroskop fehlt allerdings.

Biometrische Entsperrung: Wie schon angesprochen, ist der Fingerabdrucksensor nicht besonders ergonomisch positioniert. Das führte bei mir dazu, dass die Zuverlässigkeit in der Praxis bei nur ca. 70% lag. Linkshänder dürften es zudem noch deutlich schwerer haben. Alternativ lässt sich auch Face-Unlock über die Frontkamera einrichten. Dies klappt teils sogar schneller als per Fingerabdruck. Das Handy kann entweder durch Anheben des Gerätes oder durch Doppel-Tippen auf das Display aktiviert werden.

Akkulaufzeit des Redmi 10C

Redmi 10C Test Screenshot AkkubenchDas Redmi 10C ist mit einem 5000mAh großen Akku ausgestattet. Dank der sparsamen Komponenten – das Display hat quasi nur die halbe Auflösung und der genügsame SD680 im 6nm-Fertigungsprozess – hält das Handy mehrere Tage durch. Im PC Mark Akkubenchmark (Display auf 200 Lux Helligkeit) knackt das Redmi 10C die 16 Stunden. In der Praxis waren 3 Tage und 2 Nächte mit einer täglichen Display-on-Time von ca. 2,5-3 Stunden kein Problem.

Geliefert wird das Redmi 10C leider nur mit einem 10 Watt Ladegerät, obwohl es mit bis zu 18 Watt aufgeladen werden kann. Auf ein Power Delivery Netzteil sprang das Redmi 10C ungünstigerweise nicht an: Nach 70 Minuten war der Akku gerade mal zur Hälfte geladen und erst nach 2:40 Stunden komplett aufgeladen. Mit dem richtigen Ladeadapter dauert der Ladevorgang ziemlich genau zwei Stunden, wobei der Akku nach einer Stunde bereits wieder zu 65% gefüllt war.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Im Praxistest zeigt sich, dass das Redmi 10C im Sortiment des Herstellers eher eine überflüssige Nische bedient. Dabei eignet es sich als Einstiegshandy mit großer Bildfläche: die normalen Smartphone-Funktionen angenehm flüssig nutzen, Schnappschüsse bei Tag mit der 50MP Kamera festhalten und dabei nicht jeden Tag aufladen müssen. Klingt eigentlich super.

Darüber hinaus wird man mit dem Redmi 10C aber nicht glücklich. Man bekommt für ein paar Euro “mehr Smartphone” für sein Geld in der “unteren” Mittelklasse geboten. Besonders hochwertig fühlt sich das Redmi 10C nicht an, der Snapdragon 680 ist unter MIUI 13 etwas überfordert und abgesehen von der Akkulaufzeit gibt es keine Highlights am Gerät. Als Alternativen in der Klasse bekommt man mit dem Redmi Note 11 und dem tollen 90 Hertz AMOLED das bessere Gesamtpaket oder man greift zum neuen Poco M5 mit der starken Rechenleistung dank des Helio G99. In der Preisklasse unter 150€ ist man mit älteren Mittelklasse-Smartphones einfach deutlich besser beraten als mit neuen Geräten der Low-Budget-Klasse.


Gesamtwertung
73%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
60 %
Leistung und System
75 %
Kamera
65 %
Konnektivität
80 %
Akku
90 %

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Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_92856)
2 Monate her

Gab es von Redmi nicht mal Modelle bei denen das UKW-Radio auch ohne eingesteckten Kopfhöhrer funktionierte? Schade dass sie sich davon wohl verabschiedet habe. Ich träume weiter von einem Smartphone für <200 € mit >400.000 AT-Punkten und DAB+-Radio.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr(@wackelohr)
2 Monate her
Antwort an  Jürgen

Hallo,
das Kabel der Kopfhörer dient als UKW Antenne, ich vermute, daß UKW Empfang ohne Kabel nicht funktioniert.
Gruß Georg

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  Wackelohr

Servus, das ist für gewöhnlich so, stimmt. Aber das Redmi 7A und Redmi 8A konnten UKW Radio ohne extra Antenne empfangen. Man konnte den Sound aber nicht an Bluetooth-Kopfhörer weiterreichen. Also letztendlich mit dem Handy hören oder doch wieder ein Kabel rein für Kopfhörer Nutzung.

beste Grüße

Jonas

Mike
Gast
Mike (@guest_92961)
2 Monate her
Antwort an  Jürgen

ja Redmi 8 und Redmi 8a funktionieren ohne Kopfhörer

stephen
Gast
stephen (@guest_92809)
2 Monate her

In einer Welt wo ein Redmi note 11 für 140 Euro zu bekommen ist haben solche Modelle meiner Meinung nach keinen Platz mehr.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  stephen

Servus, du bringst es auf den Punkt. Die Geräte müssten auf 80€-100€, dann passt das schon. Aber so wird es schwierig, wir haben gerade auch das Poco C40 im Test, das muss auch auf unter 100€…

beste Grüße

Jonas

Rolfinger
Gast
Rolfinger (@guest_92793)
2 Monate her

Die größte Alternative zu Einsteigerphones ist der Gebrauchtmarkt. Tolle Geräte die nach 2+x Jahren immer noch toll funktionieren. Das gleiche gilt auch für Mini/ kleine Geräte wo sich auch ein altes IPhone anbietet.

Someone
Gast
Someone (@guest_92788)
2 Monate her

Im Vergleich zu meinem alten Note 8 sieht es wirklich billigst aus, auch die Cameras überzeugen total nicht. Mein RedMi Note 9 Pro werde ich min. bis 2025 noch nutzen außerdem…sehe kein Grund für ein Upgrade, vor 2025 wird 5G LTE (4G) auch nicht überholt haben….laut Web Infos.

shorty
Gast
shorty (@guest_92777)
2 Monate her

Kostet derzeit im MI Shop 119€ (3/64).
Das Bild im 50MP Modus finde ich schon sehr gut für die Presiklasse.

Acrodar
Gast
Acrodar (@guest_92772)
2 Monate her

Komisches Fazit speziell bei der Alternative. Beim 10C die Leistung kritisieren und dann das Redmi Note 11, mit dem gleichen Prozessor, als bessere Alternative anbieten.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  Acrodar

Servus, also es ist doch genau beschrieben: das Redmi Note 11 bietet das bessere Display und damit das deutlich bessere Gesamtpaket. Für mehr Leistung beim Poco M5 umschauen.

beste Grüße

Jonas

Huaweifan1970
Gast
Huaweifan1970 (@guest_92780)
2 Monate her
Antwort an  Jonas Andre

Schon mitbekommen das Huawei sich vom europäischen Markt zurück zieht? Aufgrund der neuen US Sanktionen

Lu_D
Mitglied
Mitglied
Lu D(@lu_d)
2 Monate her

Gutes Fazit! Habe als Weihnachtsgeschenke bei eBay Kleinanzeigen ein Mi 10t für 100e gekauft und ein oppo Find x2 neo für 150. Damit wird Mutter und Schwiegermutter ausgerüstet. Klar gebraucht, jedoch mit Sicherheit längere (angenehme) Nutzbarkeit als dieses neue Billiggerät. Ein eventueller Akkutausch ist für mich ein Handgriff. LG und weiter so. Bin täglich auf eurer Website.

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