Black Shark 4 Pro Test

Getestet von Max Drechsel am
Firmware : JOYUI 12.8
Bewertung: 87%
Vorteile
  • präzise und praktische Schultertasten
  • exzellentes 144Hz AMOLED Display
  • starke Performance (SD888 + UFS 3.1)
  • starker Stereo-Sound
  • zusätzliches Zubehör
  • alltagstaugliches Design
  • solide Kameras
  • 120 Watt Ladegeschwindigkeit!
  • gute Preis/Leistung
Nachteile
  • unterdurchschnittliche Akkulaufzeit
  • keine Speichererweiterung
Springe zu:
CPUSnapdragon 888 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB
GPUAdreno 660 - 840MHz
Display 2400 x 1080, 6,7 Zoll 144Hz (AMOLED)
BetriebssystemMIUI - Android 11
Akkukapazität4500 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera64 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera20 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 34, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht220 g
Maße164 x 76 x 10 mm
Antutu818301
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am20.03.2022

Manch einer findet ja leichte Verspätungen schick! Das dachte man sich auch bei Black Shark und ließ uns fast ein Jahr lang auf das Black Shark 4 Pro warten. Jetzt haben wir es doch noch im Test und klären, welche Unterschiede zum Black Shark 4 bestehen, ob sich das Warten gelohnt hat und ob das Smartphone auch 2022 mit dem aktuellen Line-Up mithalten kann.

Black Shark 4 Pro Hand 1

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Wer den Test zum Black Shark 4 gelesen hat, weiß, wie das Pro-Modell aussieht. An den Maßen ändert sich beispielsweise nichts. Es bleibt bei 164 x 76 x 10 Millimeter (L x B x H). Auch gewichtstechnisch tut sich wenig, das Pro bringt mit 220 g nun 10 Gramm mehr auf die Waage.

An der Vorderseite setzt Xiaomi auf eine Punch-Hole Kamera im AMOLED Display, was aber auch beim normalen Modell der Fall war. Statt einer einfarbigen Folie unter der Kunststoffrückseite setzt man auf Lichtspielereien und ein großes Black Shark Logo im Zentrum. Der wohl einzige optische Unterschied zwischen Pro und non Pro Variante dürfte die LED unterhalb des Kamera-Moduls darstellen. Im Kontext des Namens würde ich beim Design auf einen Haifischzahn tippen. Der Clou: Sie kann auch als Benachrichtigungs-LED fungieren, dafür existiert ein komplettes Menü.

Bedienelemente und Features wie Mikrofone und Lautsprecher sind identisch angeordnet. An der linken Seite befindet sich demnach, mittig platziert, die Lautstärkewippe, direkt darüber ist ein weiteres Mikrofon angebracht. Oben links kann man das SIM-Karten-Tray aus seiner Vertiefung befreien und darin bis zu zwei Nano-SIM-Karten einsetzen. Eine MicroSD-Kartenerweiterung ist leider nicht vorgesehen.

An der Stirnseite wirkt es recht leer. Hier kommen das sekundäre Mikrofon und ein Lautsprecherausgang zum Vorschein. Es wird also wieder ein separater Lautsprecher für Stereo-Sound genutzt, statt dies über den Ohrhörer zu realisieren.Black Shark 4 Pro Display Test 1

Am spannendsten fallen wohl die Buttons auf der rechten Smartphone-Seite aus. Neben den Schaltern, welche die eigentlichen Schultertasten ausfahren, befindet sich hier, ebenfalls genau mittig platziert, der Power-Button / Fingerabdrucksensor. Wer jetzt aufgepasst hat, wird feststellen, dass sich die Lautstärkewippe und der Power-Button genau gegenüberliegen, das führt bei meiner Handhabung ständig zu ungewollten Screenshots. Ich fürchte, ich bin da nicht der einzige. Allerdings ist das bei sämtlichen Realme Smartphones auch der Fall und man gewöhnt sich an die Positionierung.

Zum Abschluss des Handyrundgangs fehlt nun nur noch die Unterkante. Neben dem obligatorischen USB 2.0 Typ-C Anschluss in der Mitte, befindet sich hier auch noch das primäre Mikrofon sowie das Gegenstück zum obigen Lautsprecherausgang. Mir persönlich gefällt auch der 3,5 mm Klinkenanschluss ausgezeichnet.

Xiaomi Black Shark 4 Pro Test Farben

Der komplette Rahmen und alle Buttons bestehen aus Aluminium, durch eine Schleifkante fühlt sich der Rahmen sehr direkt und griffig an, ohne das Gerät klobig wirken zu lassen. Das kurze Klickgeräusch, welches beim Ausfahren der Trigger-Buttons entsteht, klingt sehr befriedigend und lädt ein, Leute im Zimmer mit ständigem hin- und herschieben der Buttons zu nerven. Verarbeitungstechnisch befindet sich das Black Shark 4 Pro auf einem gewohnt hohem Niveau. Keiner der Buttons wackelt und alles wirkt clean und robust. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz, Dunkelblau und Silber.

Lieferumfang des Xiaomi Black Shark 4 Pro

Black Shark 4 Pro Lieferumfang

Xiaomi spendiert dem Black Shark 4 Pro die gleiche Verpackung wie dem Schwesterchen, das heißt eine recht dunkle Schachtel, ein glänzendes Black Shark Logo und ein paar grüne Zierelemente. Neben der nun aus Gummi bestehenden Schutzhülle ist besonders das fette 120 Watt Netzteil eine gesonderte Erwähnung wert.

  • Schutzhülle
  • Schutzfolie (bereits aufgebracht)
  • 120 Watt Netzteil
  • USB Type-C zu USB-A Kabel (95 cm)
  • Garantiekarte
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (u.a. deutsch, englisch, chinesisch)

Display des Xiaomi Black Shark 4 Pro

Black Shark 4 Pro Display Raender 1

Was braucht ein Gaming Smartphone im Jahr 2022 ebenso wie im Jahr 2021? Richtig, ein schickes Display mit möglichst hoher Bildwiederholrate. Beides erfüllt das Black Shark 4 Pro, auch wenn man sich damit nicht vom normalen Black Shark 4 absetzt. Nett anzusehen sind die Daten allemal. Auf 6,7 Zoll Fläche erstrecken sich 2400 x 1080 Pixel (20:9), was in einer Pixeldichte von 393 Pixel pro Zoll resultiert. Kombiniert wird das Ganze mit 144 Hz, als Unterbau dient ein Samsung E4 AMOLED Panel. Nicht vergessen darf man dabei, dass dieses Display auch für HDR10+ spezifiziert ist und in der Spitze eine Helligkeit von 1300 Lux zu bieten hat.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Im Minimum liegen 3 Lux an, manuell kann man bis zu 810 Lux einstellen. Die Automatik versucht offensichtlich hier etwas Energie zu sparen, denn ich hatte häufig den Fall, dass besonders in schummrig beleuchteten Bereichen, die Helligkeit etwas arg weit heruntergeregelt wurde.

Farbe, Blickwinkelstabilität und Kontrast sind, wie man es von AMOLED gewohnt ist, einwandfrei. Zudem wurde das Display vom TÜV mit dem SGS Eye Care-Siegel versehen, welches ein besonders Augen schonendes Bild und einen geringen Energieverbrauch bescheinigt.

Natürlich lassen sich viele dieser Optionen anpassen. Beispielsweise lässt sich die Helligkeit im Nacht und Tag-Modus unabhängig voneinander voreinstellen. Es gibt verschiedene voreingestellte Modi für die Farbtemperatur und bei Bedarf lässt sich DC-Dimming zu oder abschalten, einen Lesemodus gibt es ebenfalls. Natürlich bietet das Black Shark 4 auch einen Always-On Modus. Die AOD-Anzeige kann dauerhaft aktiviert oder auf bestimmte Tageszeiten begrenzt werden. Wie von Xiaomi bekannt, gibt es auch verschiedene Designs zur Auswahl.

Wer will, hat auch noch die Möglichkeit selbst Hand anzulegen und die Farbtemperatur nach Bedarf oder Vorliebe anzupassen. Ihr wollt es eher Warm, Kühl oder mit Grünstich, alles kein Problem.

Gaming Features

Xiaomi Black Shark 4 Pro Test Gaming e1647022177710

Ihr könnt selbstredend auch die Bildwiederholrate anpassen. Möglich sind die üblichen Stufen 144, 90 und 60 Hz. Hier muss wieder der Spagat zwischen Akkuleistung und Bildqualität vollbracht werden, bei dem sich 90 Hz als guter Kompromiss herauskristallisieren.

Denn nicht nur die Bildwiederholrate liefert hohe Werte, auch die Abtastrate der Touch-Erkennung ist mit 720 Hz extrem hoch. Selbst mit 10 Fingern liegt die Latenz bei gerade mal 8,3 ms. Hinzu kommt noch eine unglaublich genaue Erkennung. Xiaomi gibt an, dass der Touchscreen auf 0,004 mm (also 4 Mikrometer) genau agiert. Ich habe ja deutlich größere Finger, aber immerhin könnt ihr nicht die Technik dafür verantwortlich machen, wenn ihr etwas nicht trefft 😉.

Leistung & System

Xiaomi Black Shark 4 Pro Test CPU

Klar, das Black Shark 4 Pro reißt mit der Hardware per se niemanden mehr vom Hocker. Doch erhält man an dieser Stelle eines der wenigen Upgrades gegenüber der non Pro Version.

Ein Snapdragon 888 wurde schon in zig Smartphones verbaut und hat mit dem Snapdragon 8 Gen. 1 sogar einen direkten Nachfolger erhalten. Trotzdem bietet der Prozessor für alle Anwendungen mehr als genügend Leistung. Auch im Black Shark 4 Pro vereint die CPU einen Cortex-X1 „Prime-Core“ mit 2,84 GHz, drei Cortex-A78 als „Performance-Cores“ mit 2,42 GHz und vier Cortex A-55 Kerne werden als „Energiesparcluster“ mit 1,88 GHz betrieben.

Gefertigt wird das gute Stück im mittlerweile gereiften 5 nm Prozess und schlucken darf der Prozessor bis zu 5 Watt. Für die Grafik ist eine Adreno 660 GPU zuständig, welche in 7 nm auf dem Chip landet und sich bis zu 1800 MHz takten lässt.

CPU und GPU müssen ihre Daten aber irgendwo zwischenspeichern und da kommt der schnelle LPDDR5 RAM (45 gb/s) zum Einsatz. Doch auch der Systemspeicher ist auf Basis von UFS 3.1 keineswegs lahm. Mit 1800 MB/s lesend und 790 MB/s schreibend gehen Kopieraufträge und Installationen locker flockig von der Hand. Die Anzahl der Speicherkonfigurationen wurde nicht entschlackt, aber es sind zumindest bessere Kombinationen im Angebot.

Zur Auswahl stehen 8/128 GB (unser Testmodell) 8/256 GB, 12/256 GB und 16/512 GB. Zugegeben, die Speicherausstattung unseres Testgerätes ist, vor allem ohne die Möglichkeit diesen erweitern zu können, etwas mau. Aber der Rest befindet sich auf Augenhöhe mit anderen High End Smartphones. Der Aufschlag für etwas mehr Speicher ist jedoch nach wie vor recht happig.

Antutu
Geekbench Multi
Geekbench Single
3D Mark (Wildlife)

In den Benchmarks liegt das Black Shark 4 Pro bei den SD 888 Geräten ganz vorne mit dabei. Einen Anteil daran dürfte das Kühlsystem haben, welches den Chip effektiv bei Laune hält und nicht so stark ins Hitzelimit rennen lässt. Dies unterstreichen auch unsere Tests mit verschiedenen Benchmarks unter Dauerlast. Der SD888 schlägt sich durch die Bank gut und muss nur selten, wenn überhaupt drosseln. Es wird allerdings mit fast 43° C schon ziemlich warm in der Hand. Beim Spielen wird der Prozessor aber selten so gefordert, wodurch hier deutlich niedrigere Werte anliegen.

Wem das nicht reicht, der kauft noch den FunCooler dazu und kühlt das Gerät auf 6-8 Grad herunter. Für das System und alle anderen Anwendungen reicht die Leistung doppelt und dreifach.

Joy UI auf dem Black Shark 4 Pro

Joy UI nutzt im Kern Android 11 und ist mittlerweile in Version 12.8 erhältlich, welche wiederum auf Version 12.5 von MIUI basiert. Die Unterschiede sind aber nicht gewaltig und zielen hauptsächlich auf Designanpassungen ab. Insbesondere der Gaming-Mode bietet aber deutlich mehr Umfang und mehr Möglichkeiten für Einstellungen. Mit dabei ist diesmal auch ein richtiges Always-on-Display, welches sich nicht nach ein paar Minuten doch deaktiviert. Es stehen etliche Designs für das AOD zur Verfügung, unter anderem auch Black Shark spezifische.

Ihr steht auf Shortcuts? Beide Schultertasten ausgefahren, 2 Sekunden gedrückt halten, schon landet ihr im Shark Space, also der Gaming-Oberfläche. Auch ohne laufendes Spiel können den Tasten verschiedene Funktionen zugewiesen werden. Zubehör von Xiaomi lässt sich im Shark Space ebenso einbinden, wie z.B. externe Controller.

Startet man ein Spiel der Wahl, kann man das Menü durch ein Wischen von der rechten oberen Ecke aus aufrufen. Ihr wollt beim Daddeln eure Ruhe, dann blockiert doch einfach Anrufe und Nachrichten. Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr genügend Netz für eine online Partie habt, der Shark Space versorgt euch mit den nötigen Infos zum System. Egal, ob FPS, Temperatur oder Akkustand, alles wird euch detailliert angezeigt.

Und in den Untermenüs kann man noch viel mehr einstellen, bis hin zu einem Performance-Mode für die CPU, welcher keine Rücksicht mehr auf Energiesparaspekte nimmt. Vieles gab es schon in anderen Geräten, zum Beispiel auch dem Nubia Red Magic 5G oder 6, aber das Black Shark 4 Pro bietet hier noch einmal mehr.

Insgesamt läuft das System stabil und flüssig. Das größte Ärgernis sind ein paar schlecht oder nicht übersetzte Passagen hier und da, die meist im Shark Space vorkommen.

Xiaomi Black Shark 4 Pro Test System 26

Wer übrigens schon immer mal eine animierte private Assistentin wollte, nicht wie Siri, Cortana und Co., der erhält diese in abgespeckter Form mit Shark-Chan. In der gleichnamigen App lässt sich gewissermaßen die „Seele“ des Black Shark 4 Pro aufrufen und man kann sie, nun ja, antatschen. Ihr könnt Shark-Chan aber nicht nur zu mehr oder weniger witzigen Bemerkungen verleiten, sondern sie auch über euer Hintergrundbild legen, sie als Wecker benutzen oder, und das sieht wirklich cool aus, als Ladeanimation festlegen. Nette Spielerei.

Kamera des Black Shark 4 Pro

Black Shark 4 Pro LED Beluchtung

Neben einem Prozessorupgrade kommt das Black Shark 4 Pro auch mit einem kleinen Kameraupgrade daher. Effektiv wird die Hauptkamera, ein Sony IMX582, mit 48 Megapixel durch einen Samsung GW3 mit 64 Megapixel getauscht. Die Blende bleibt bei f/1.79. Was sich ändert, ist die Pixelgröße, von 0.80 µm auf 0.70 µm und auch die Sensorgröße schrumpft leicht von 1/2 auf 1/1.97.

  • Hauptkamera: 64 MP Samsung GW3, f/1.79, 1/1.97″, 0,7 µm, PDAF
  • Ultraweitwinkel: 8 MP Sony IMX355, f/2.2, 118˚
  • Makro-Zoom-Kamera: 5 MP Samsung s5k5e9, f/2.4, 2X
  • Selfie: 20 MP Samsung s5k3t2, f/2.45

Die Kamera-App ist wie üblich gut ausgestattet und bietet Sonderfunktionen wie eine AI-Bearbeitung oder den Nachtmodus. Schnelle Auslösezeiten und ein fixer Fokus ergänzen das Set-up.

Wie auch das Geschwisterchen liefert das 4 Pro grundsolide Fotos mit guter Schärfe und natürlicher Farbgebung. Viele abgebildete Details runden das Ergebnis ab. Wer will, kann mit dem HDR-Modus Schwächen insbesondere bei Gegenlicht ausgleichen und der AI-Modus zaubert hier und da etwas kräftigere Farben auf die Linse. Trotz anderem Sensor gibt es nur wenige Unterschiede.

Bei der 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera tut sich hingegen nichts. Logisch, ist doch der gleiche Sensor verbaut. Nach wie vor kommt es zu übersättigten Farben und deutlich weniger Details. Für den ein oder anderen Schnappschuss reicht das.

Bei Nachtaufnahmen zeichnet sich ein ähnliches Bild, wie schon beim Black Shark 4. In der Mittelklasse kann man gut mitmischen. Je nach vorhandenem Licht kann auch eine gewisse Menge an Details festgehalten werden. Der neue Sensor scheint die Szenerie in Nuancen sogar besser einzufangen.

Selfies und Portraits

Gleiche Selfie-Kamera, gleicher Sensor, gleiches Spiel. 20 Megapixel für alle. Keine Neuerungen beim Black Shark 4 Pro von dieser Warte aus. Die Fotos sind in der Qualität identisch mit denen des Black Shark 4, was für die normalen und die Porträtaufnahmen gleichermaßen gilt. Eine gute Abtrennung im Porträt-Modus darf noch mal erwähnt werden.

Videos

Rein technisch ändert sich auch hier nichts. Das Black Shark 4 Pro bietet 4K/60 FPS und stabilisiert die Aufnahmen bis zu dieser Auflösung mit EIS. Beim Black Shark 4 hatten wir den Bug entdeckt, dass Videos in 4K/30 FPS nicht stabilisiert wurden. Dies hat sich aber mittlerweile durch ein Update für beide Smartphones erledigt.

Ihr erhaltet also eine starke Videoqualität bis hoch zu 4K/60 FPS, zusammen mit einer guten Soundqualität und einer soliden Stabilisierung. Filmen könnt ihr auch mit dem UWW Sensor, dann aber nur in Full-HD und 30 FPS.

Bei der Selfie-Kamera ist man ebenfalls auf 1080p und 30 FPS limitiert und das alles ohne Stabilisierung. Für ein kurzes Video reicht aber auch das und für den Videocall mit Mama allemal. 😉

Zusammenfassung

Es gibt leichte Verbesserungen bei der Hauptkamera, ansonsten aber keine großen Überraschungen. Das Black Shark 4 Pro liefert eine tolle Kameraleistung, die aber sicher nicht in der obersten Liga mitspielt. Die Stärken des Smartphones liegen eindeutig woanders und dafür liefert die Kamera doch ordentlich ab!

Konnektivität und Kommunikation

Black Shark 4 Pro Rueckseite 2

In Sachen Konnektivität unterscheidet sich die Pro-Version nicht von der normalen. Der Test bescheinigte einen guten Empfang, trotz immer mal wieder angezeigten fehlenden Signalbalken. An den Frequenzbändern kann es nicht liegen, denn da sind alle wichtigen vorhanden.

  • 2G: GSM:B2/3/5/8
  • 3G: UMTS: B1/2/4/5/6/8/9/19
  • 4G: LTE TDD : B34/B38/B39/B40/B41
  • 4G: LTE FDD:B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B18/B19/B20/B26/B28
  • 5G: N1/N3/N8/N28/N41/N77/N78

Super ist auch die Gesprächsqualität, für die Verbindung lässt sich bei Bedarf auch auf VoLTE oder VoWifi zurückgreifen. Nach wie vor kann man jedoch nicht zwei 5G Karten gleichzeitig nutzen.

Mit WiFi 6 erzielt das Black Shark 4 Pro gute Übertragungsraten. Auf 15 Meter Entfernung, mit einer Wand und einer Balkontür, kamen immerhin noch 600/40 der 1000/50 Leitung an.

Freuen kann man sich auch über das einwandfrei arbeitende Bluetooth 5.2 und dessen Kompatibilität zu Codecs wie aptX, aptX HD, aptX adaptive und LDAC. NFC ist durch ein Update nicht nur für das Black Shark 4 verfügbar geworden, sondern kann direkt auch vom Pro Modell genutzt werden.

Stark agiert der 3,5 mm Klinkenanschluss, der einen glasklaren Sound, sowie eine gute Lautstärke bietet. Nicht abschreiben sollte man die Stereo-Lautsprecher. Auch diese bieten einen überraschend klaren Klang. Xiaomi konnte sich damit nicht nur den ersten Platz im DxO Audio Ranking sichern, sondern integriert auch DTS:X Ultra für ein kleines Heimkinoerlebnis im Ohr.

Der Standort lässt sich mit dem Black Shark 4 Pro in Windeseile auf 3 Meter genau bestimmen, herangezogen werden dafür GPS, Glonass, Beidou und Galileo.

Wer hingegen mit dem Smartphone streamen will, braucht Widevine L1 für HD-Qualität. Das Black Shark 4 Pro bietet diese und liefert in Amazon Prime, Netflix und Disney+ volle Qualität!

An Sensoren kommen neben Beschleunigungs-, Näherungs– und Helligkeits-Sensor noch ein Gyroskop und Kompass zum Einsatz. Nicht vergessen darf man den blitzschnellen Fingerabdrucksensor, der im Power-Button integriert ist.

Akkulaufzeit des Black Shark 4 Pro

Black Shark 4 Pro Design Verarbeitung 3

Im Vergleich zum Geschwisterchen tut sich auch hier nicht viel. 4500 mAh werden auf zwei Akkus aufgeteilt, um diese dann mit extrem schnellen 120 Watt zu laden. Im normalen Gebrauch erreicht die Akkulaufzeit eher durchschnittliche Laufzeiten. Hier gilt das gleiche wie für das Schwestermodell. Bei einem Gaming-Smartphone dürfte es ruhig etwas mehr Akku sein.

Akkulaufzeit Einheit: Std

Xiaomi Black Shark 4 Pro Test AkkuIn einem normalen Alltag, mit Social Media, YouTube und ausgiebiger Chrome-Nutzung (um Artikel auf ChinaHandys.net zu lesen) erreichte auch ich eine DOT (Zeit mit eingeschaltetem Display) von 6 bis 7 Stunden. Wenn man das Smartphone aber für intensives Gaming nutzt, sind schnell 20 % verbraten. Entgegenwirken kann man dem nur, indem man die Bildwiederholrate von 144 Hz auf 90 Hz oder weniger stellt. Der Unterschied zwischen 60 und 90 Hz ist quasi nicht vorhanden, während man zu 144 Hz knapp eine Stunde einbüßt.

Allerdings haben wir im Test auch festgestellt, dass Xiaomi etwas trickst. Das Black Shark 4 Pro legt in der normalen UI nur 120 Hz an. Also auch in der Benchmark-App. Erst wenn im Shark-Space die 144 Hz forciert werden, liegen diese auch an. Aber nur für Apps, die über den Shark-Space gestartet werden. Das ist schade, zumal im Menü zur Bildwiederholrate der UI nicht per harten Zahlen ersichtlich ist, welche Option wie viel FPS bietet.

Ein Glück, dass das Black Shark 4 Pro schneller geladen wird, als man es leer spielen kann. Mit 120 Watt zapft es ordentlich aus der Steckdose und da diesmal auch ein passender 120 W Adapter beiliegt, kann man diese auch voll nutzen. Von 0 auf 100 geht es in gerade mal 17 Minuten. Wobei man nach 10 Minuten schon die 80 % knackt. Diese Werte lassen sich durch den Test mit den Black Shark 4 bestätigen.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Das Xiaomi Black Shark 4 Pro ist das, was man von einer Pro-Version erwarten kann. Hier und da gibt es Verbesserungen im Detail und noch mehr Leistung. Im Kern bleibt das Pro aber ein Black Shark 4. Mit diesem bekommt man ein solides Gaming-Smartphone für 400 €, wem die Detailverbesserungen wichtig sind, muss allerdings mindestens 100 € mehr berappen. Für 500 € ist das Black Shark 4 Pro gut ausgestattet und bietet viel Leistung für recht wenig Geld.

Aufmacher sind nach wie vor die magnetischen Schultertasten, die sich direkt und präzise anfühlen und deren Mechanik wohl sehr beständig ist. Echte Stereo-Lautsprecher sieht man auch nicht so häufig. Die Punch-Hole-Notch ist wie immer Geschmackssache, hier macht Nubia mit der Red Magic 5G und dem Red Magic 7 meiner Meinung nach den besseren Job, um keinen Platz auf dem Display zu verlieren.

Die Kamera haut trotz aktuellem GW3 Sensor niemand aus den Latschen und ist für diese Preisklasse gut, aber kein High-End. Für den Einsatzzweck etwas knapp bemessen ist die Akkuleistung. Verbessern kann man sich bei der Speicherausstattung. Das kleinste Modell ist zwar mit 128 GB immer noch recht mager, aber die anderen Versionen gehen in Ordnung.

Sucht ihr ein echtes Gaming-Smartphone mit viel Leistung zu einem adäquaten Preis, kommt ihr um das Black Shark 4 Pro, trotz einjähriger Verspätung, fast nicht drumherum. Die Konkurrenz ist meist deutlich teurer. Zudem sind die meisten Gaming-Smartphones auffälliger. Das Black Shark 4 Pro eignet sich durch den eher unauffälligen Look auch gut als „normales“ Smartphone.


Gesamtwertung
87%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
100 %
Leistung und System
95 %
Kamera
70 %
Konnektivität
90 %
Akku
75 %

Preisvergleich


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Heiko
Gast
Heiko (@guest_86453)
8 Monate her

Wie sieht es eigentlich mit Prime, Disney und Netflix aus, Videos und Streaming in HD? Habe es mittlerweile geschafft auf meinem Black Shark 4 Disney und Prime in HD streamen zu lassen, Netflix sagt weiterhin, dass nur Widevine L3 unterstützt wird, obwohl das Smartphone L1 beherrscht. Auch in diesem Test kein Wort darüber.

Heiko
Gast
Heiko (@guest_86518)
8 Monate her
Antwort an  Max Drechsel

Ok, das ist seltsam, da mein Black Shark 4 unter Netflix nur SD erlaubt. Obwohl es auch Widevine L1 hat.

Zagros
Gast
Zagros (@guest_86369)
8 Monate her

Mal ehrlich wozu braucht man ein Gaming Smartphone ? Mobile Versionen von PC und Konsolenspielen auf dem Smnartphone zu zocken und via Touchscreen einen Krampf in den Händen zu bekommen? Sind Mobile Spiele überhaupt für echte Gamer ernst zu nehmen. Die meisten Spiele bieten weder Controller Support und die meisten Smartphones kein Keymapping. Ich habe selber eine 8bit do controller für mein Smartphone aber die meisten Games sind damit sowieso nicht kompatibel. Da lob ich mir die Emulatoren für Dreamncast, Gamecube etc. Die kann man zumindest mit dem Controller konfigurieren und damit macht es wieder sinn mobil zu zocken. Aber… Weiterlesen »

Omid
Gast
Omid (@guest_86346)
8 Monate her

Seit 3 Jahren spiele ich pubg Mobile mit black shark 3 auf 90 FPS.Ich habe mir das neueste Modell Black shark 4 Pro beim Amazon bestellt.Die Enttäuschung war keine 90 FPS Unterstützung. Laut Support,die haben vergessen bei Tencens eine Freischaltung zu beantragen! Also bei so einem Gerät nur 60 FPS ,mehr ist nicht drin.

Angelus
Mitglied
Mitglied
Angelus(@angelus)
8 Monate her

Na wenigstens wissen wir jetzt, wie tief man bei Xiaomi für ein Smartphone mit Benachrichtigungs-LED ins Portemonnaie greifen muss….
Sorry für diesen polemischen Kommentar.

Letzte Änderung 8 Monate her von Angelus
Uwe
Gast
Uwe (@guest_86330)
8 Monate her
Antwort an  Angelus

Deine Fokussierung auf eine Benachrichtigungsleuchte nimmt langsam manische Dimensionen an. Forderst du das auch bei Waschmaschinen und Toastern ?

Boris
Gast
Boris (@guest_86396)
8 Monate her
Antwort an  Uwe

“manische Dimensionen” nimmt die Anzahl der Smartphone-Nutzenr an, die keine Benachrichtigungs-LED brauchen. Etwa weil sie sowieso ständig an dem Teil “kleben” und so nichts verpassen? Ja, AOD gibt es auch aber nicht bei IPS Displays bzw. ist dort nicht sinnvoll, weil größerer Stromverbrauch.

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_86322)
8 Monate her

Also mein Realme 8 hat auf der linken Seite gar keine Tasten. Deshalb liegen sich auch Lautstärke- und Power-Tasten keinesfalls gegenüber. Eine Verwechslung?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
8 Monate her
Antwort an  Jürgen

Servus, also Realme macht das zumindest ziemlich regelmäßig so. Beim Realme GT 2 Pro aktuell, oder Realme 9 Pro, 9 Pro+. Also das Realme 8 ist da die Ausnahme.

Beste Grüße

Jonas

Geschoss
Gast
Geschoss (@guest_86318)
8 Monate her

Welcher Durchschnitt liegt bei 7 Stunden? Habe seit Ewigkeiten kein Samrtphone mit derart wenig Laufzeit gesehen, insofern halte ich die Betzeichnung “durchchnittlich” für Euphemismus.

Melfice
Mitglied
Mitglied
Melfice(@melfice)
8 Monate her
Antwort an  Geschoss

Sehe ich genauso durchschnittlich würde ich bei 9-10h ansehen. und 7h sind da schon eher unterdurchschnittlich bis schlecht!
Und bei der Aufladegeschwindigkeit im Text hat man wohl das pro mit der normalen Version verwechselt. Denn Text und Grafik passen nicht überein (Text 17min. Grafik 20min.)

Letzte Änderung 8 Monate her von Melfice
Joschbo
Autor
Team
Joscha(@joschbo)
8 Monate her
Antwort an  Melfice

Danke für Euer Feedback. Wir haben den Punkt in “unterdurchschnittlich” geändert. 8 Stunden sind ja wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Allerdings würde mich das bei der Ladegeschwindigkeit eher weniger stören. Ein Kritikpunkt ist es aber so oder so.

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