Black Shark 4 Test

Getestet von Jonas Andre am
Firmware : JoyUI 12.5
Bewertung: 86%
Vorteile
  • präzise und praktische Schultertasten
  • exzellentes 144Hz AMOLED Display
  • sehr gute Performance (SD870 + UFS 3.1)
  • starker Stereo-Sound
  • zusätzlich Zubehör
  • alltagstaugliches Design
  • solide Kameras
  • gute Preis/Leistung für ein Gaming-Smartphone
Nachteile
  • durchschnittliche Akkulaufzeit
  • kein NFC
  • keine Speichererweiterung
Springe zu:
CPUSnapdragon 870 - 1 x 3,2GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUAdreno 650 - 670MHz
Display 2400 x 1080, 6,7 Zoll 144Hz (AMOLED)
BetriebssystemMIUI
Akkukapazität4500 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera48 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera20 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht210 g
Maße164 x 76 x 10,4 mm
Antutu672000
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am28.04.2021

Seit 2018 gibt es die Xiaomi-Untermarke Black Shark. Im Gegensatz zur Untermarke Redmi verfolgt Xiaomi bei Black Shark sogar einer logischen Nomenklatur. Auf die Namen Black Shark 4 und Black Shark 4 Pro hören die Gaming-Smartphones für das Jahr 2021. Wir haben das normale Black Shark 4 im Test. Im Vergleich zur Pro-Version muss man auf den SD888 und die 64MP Knipse verzichten. Dafür bekommt man für um die 400€ einen Snapdragon 870, 8/128GB Speicher, einen Sony IMX582 Hauptsensor und ein 144Hz AMOLED Display mit FHD Auflösung. Pop-Up Schultertasten und ein dezenter Gaming-Look gibt es natürlich inklusive. Außerdem will Black Shark zusätzlich mit optionalem Zubehör punkten. Smartphone-Gaming liegt nach wie vor im Trend und wer das Thema ernst nimmt, der findet beim Black Shark 4 ein verhältnismäßig günstiges Gaming-Smartphone. Ob das China-Handy auch im Alltag überzeugt, lest Ihr in diesem ausführlichen Testbericht zum neusten Black Shark Modell.

Xiaomi Black Shark 4 im Test

Design und Verarbeitung

Mit Abmessungen von 164 x 76 x 10,4 Millimeter und einem Gewicht von 210 Gramm liegt das Black Shark im Durchschnitt. Der aktuelle Trend geht zwar in Richtung leichter und dünner, aber ein Gaming Smartphone nutzt man nun mal häufig mit zwei Händen. Weder das Gewicht noch die Dicke sind mir negativ aufgefallen. Der Metallrahmen sorgt für die nötige Stabilität und das Black Shark 4 unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von normalen Smartphones. Die sogenannten Pop-Up Schultertasten werden durch 2 Schieberegler an der rechten Außenseite aktiviert.

Die Schultertasten und die Schieberegler bestehen aus Metall. Der gesamte Mechanismus hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der Powerbutton befindet sich mittig zwischen den Schiebereglern. Die Lautstärkewippe musste dafür auf die linke Außenseite ausweichen. Der Powerbutton beinhaltet den Fingerabdrucksensor und entsperrt das Handy mit einer hohen Genauigkeit innerhalb von einer Sekunde aus dem Stand-by. Das Black Shark steht in den Farbvarianten Schwarz oder Silber zur Auswahl, die jeweils unterschiedliche Muster aufweisen. Meine schwarze Version hat neben dem Black Shark Schriftzug noch ein zentriertes “S” samt X-förmiger Spiegelungen. Wie Ihr den Bildern entnehmen könnt, ist das Design für ein Gaming Smartphone ziemlich dezent.

Während der Metallrahmen und die Stabilität des Black Shark 4 voll überzeugen, ist die Rückseite leider aus glänzendem Kunststoff. Wenn Ihr Kratzer vermeiden wollt, dann seid Ihr also auf eine Hülle angewiesen. Die liefert Black Shark in Form einer harten Kunststoffhülle immerhin direkt mit. Ansonsten sind im Lieferumfang ein 67 Watt starker Ladeadapter samt USB-C Kabel enthalten. Auf dem Bild seht Ihr den 120W Ladeadapter des Mi 10 Ultra, der ist kompatibel mit dem Black Shark 4 um die maximale Ladeleistung zu nutzen. Leider gibt es noch keine EU-Version des 120W Ladeadapters. Eine Displayschutzfolie ist ab Werk auch bereits aufgebracht.

Lieferumfang des Xiaomi Black Shark 4

AOD Display des Black Shark 4

Die Frontkamera befindet sich beim Black Shark 4 in einer zentrierten Punch-Hole Notch. Die drei Kameras sind vertikal samt LED-Blitz unter einer Glasscheibe angeordnet. Das Kameramodul steht nicht mal einen Millimeter hervor und das Gerät liegt auch ohne Hülle Plan auf dem Tisch. Das Mikrofon, ein Lautsprecher, der USB-C (2.0) Anschluss und der 3,5mm Kopfhöreranschluss befinden sich unten. Oben befindet sich zudem der zweite Lautsprecher für echten Stereo Sound und ein zweites Mikrofon. Die Sim-Karten (Dual-SIM) finden links außen in einem Schacht ihren Platz. Eine Speichererweiterung via Micro-SD ist leider nicht möglich. Auf eine Benachrichtigungs-LED muss man verzichten, aber ein voll funktionsfähiges Always-On-Display (AOD) steht zur Verfügung.

In der Praxisnutzung bin ich zweimal versehentlich an die Schieberegler für die Schulterbuttons gekommen und sie wurden ausgefahren. Für meinen Geschmack sollten die Regler etwas schwergängiger sein. Nichtsdestotrotz überzeugt mich das Konzept und die Schultertasten verfügen über ein perfektes Feedback beim Drücken. Die Tasten kann man auch außerhalb vom Gaming mit sinnvollen Funktionen belegen. Völlig frei sind sie aber leider nicht konfigurierbar.

Das Black Shark ist ein exzellent verarbeitetes Gaming Smartphone, das sich mit einem durchdachten Konzept für die Schultertasten abheben kann. Die Stereolautsprecher klingen außerdem hervorragend und damit sind schonmal zwei wichtige Punkte beim Gaming erfüllt. Leider muss man mit der Punch-Hole-Notch leben, auch wenn diese recht klein gehalten ist. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die empfindliche Kunststoffrückseite. In puncto Design präsentiert sich das Gaming-Smartphone ansonsten dezent und unauffällig.

FunCooler

Als optionales Zubehör bietet Black Shark unter anderem den sogenannten FunCooler an. Der Black Shark FunCooler 2 Pro wird mittels zweier Krallen an der Rückseite befestigt. Der Kühler passt auf sämtliche Smartphones mit einer Breite von 76-88 mm. Der Lüfter muss zusätzlich mit Strom versorgt werden und das geht am besten mit einer Powerbank. Dieser Lüfter kann auch mit dem USB-C-Anschluss des Black Shark 4 betrieben werden, aber dann ist das Zocken im Landscape-Modus nicht mehr möglich. Sonderlich bequem sitzen meine kleinen Hände mit installiertem Lüfter leider auch nicht am Smartphone. Davon abgesehen erfüllt der Lüfter problemlos seinen Auftrag und kühlt das Smartphone binnen weniger Minuten auf Kühlschranktemperatur herunter. Die große Kontaktfläche am FunCooler 2 Pro kühlt sich nach einer Minute auf 6 Grad herunter. Die Temperatur bekommt man sogar angezeigt und der Lüfter leuchtet natürlich in unterschiedlichsten Farben, die im System eines Black Shark Smartphones konfiguriert werden können. Die Betriebslautstärke liegt bei 55 Dezibel, was etwa der Lautstärke eines Kühlschrankes oder leichtem Regen entspricht.

Display des Black Shark 4

60,90 und 120Hz sind möglich

Das Black Shark 4 verfügt über ein 6,67 Zoll großes E4 AMOLED Display aus dem Hause Samsung. Bei einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixel und einem Seitenverhältnis von 20:9 ergibt das gestochen scharfe 395 Pixel pro Zoll. Für ein möglichst flüssiges Bild bietet das Black Shark 4 eine Bildwiederholungsrate von maximal 144Hz. Die sind wie immer nur in Spielen abrufbar, die eine so hohe Bildwiederholungsfrequenz auch unterstützen. In den Einstellungen kann man zwischen 60, 90 und 120Hz für das System und normalen Apps wählen. Dabei wird in Apps wie YouTube die Frequenz immer auf 60Hz heruntergeregelt, um Akku zu sparen. Die Einstellungsmöglichkeit auf maximal 90Hz empfinde ich als sehr positiv, da dies seit längerer Zeit kaum noch ein Hersteller bietet. Im manuellen Modus lässt sich die Helligkeit auf bis zu 740 Lux steigern. Im automatischen Modus ist eine Spitzenhelligkeit von 1220 Lux im direkten Sonnenlicht möglich. Auch unter Last werden mindestens 740 Lux erreicht und das Display dunkelt nicht ab. Das Display ist auch HDR10 zertifiziert, was bei dieser hohen Helligkeit kaum verwunderlich ist. Ansonsten haben wir Xiaomis Standardrepertoire an Einstellungen für die Farben an Bord. Die Farbtemperatur lässt sich stufenlos regulieren und auch der Kontrast lässt sich konfigurieren. Ein Lese-Modus und ein Dunkel-Modus stehen ebenfalls zur Verfügung. Auch das AOD lässt sich minuziös auf alle erdenklichen Szenarien anpassen.

Black Shark 4 Display Test 1

Der Touchscreen arbeitet genau und die Touch-Samplingrate liegt bei 720Hz. Bei dieser Abtastrate profitiert man als Gamer von noch schnelleren Reaktionszeiten in Spielen. In der normalen Nutzung fällt dieser Unterschied aber nicht ins Gewicht. Der Touchscreen des Black Shark 4 arbeitet schnell und genau, wie bei Smartphones in dieser Preisklasse üblich. Empfindliche Nutzer dürften sich über die Option DC-Dimming freuen, damit wirkt man der störenden Pulsweitenmodulation bei niedrigen Helligkeiten entgegen. Geschützt wird das Display durch Corning Gorilla Glas 5.

Das Black Shark 4 verfügt über ein astreines AMOLED Display und bietet viele Features und Einstellungsmöglichkeiten. Für Gamer am wichtigsten sollte die hohe Helligkeit und die schnelle Bildwiederholungsfrequenz sein. Auch bei der Abtastrate des Displays kann sich das Black Shark positiv hervortun. Auffällig beim Zocken bleibt dennoch die Unterbrechung durch die Notch, aber die Ränder rund um das Display sind schmal gehalten.

Leistung des Black Shark 4

Gaming Smartphones zeichnen sich üblicherweise durch den leistungsstärksten Prozessor auf dem Markt aus. Der Snapdragon 888 kommt jedoch nur in der Pro-Version zum Einsatz und das normale Black Shark 4 muss mit dem Snapdragon 870 vorlieb nehmen. Da sich der SD888 in sämtlichen Smartphones bislang als Hitzkopf entpuppte, könnte die Prozessorwahl sogar von Vorteil sein. Der SD870 ist kurz gesagt ein aufgebohrter Snapdragon 865, der letztes Jahr sämtliche Flagships antrieb. Black Shark leistet astreine Arbeit bei der Kühlung des Chipsatzes. Auch nach einer Stunde großer Belastung erhitzt sich das Gerät lediglich auf spürbare 41°C an der wärmsten Stelle. Die hohe Leistung bleibt konstant abrufbar und es gibt keinerlei Probleme mit Leistungseinbrüchen. Auch die Displayhelligkeit wird unter Last nicht heruntergeregelt. Ein Phänomen, das wir bei einigen Xiaomi Smartphones in der letzten Zeit beobachten mussten.

Der Snapdragon 870 wird mit pfeilschnellem UFS 3.1 Speicher und LPDDR5 RAM kombiniert. Das Ergebnis ist eine ordentliche Leistung, die auch problemlos für die anspruchsvollsten Spiele auf dem Markt ausreicht. Der UFS Speicher ist mit einer Lese/Schreibrate von 1691/759 MB/s super schnell. Der RAM liegt mit 19GB/s hingegen nur im Durchschnitt.  Bei Speichervarianten muss ich etwas meckern, da sich Black Shark hier zu viele Optionen offen hält und zusätzlichen RAM auch anständig bezahlen lässt. Es steht 6/128GB, 8/128GB, 12/128GB und 12/256GB zur Auswahl. Bedenkt man, dass ein Poco X3 Pro bereits in einer Version mit 8/256GB daherkommt, sind die Speicheroptionen bei Black Shark absolut unangemessen. Auch ist der Speicher nicht per Micro-SD erweiterbar und insbesondere Gamer benötigen mit ihren Spielen viel Speicherplatz. Schauen wir uns nun noch die Benchmarks im Vergleich an:

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3D Mark (Slingshot) Ergebnis

Im JoyUI System läuft alles butterweich und flüssig. An der Performance des Black Shark 4 kann man eigentlich nichts aussetzen, aber der kleine Speicher in den meisten Versionen ist ein großes Ärgernis.

Joy UI auf dem Black Shark 4

Die Black Shark eigene Joy UI basiert auf Xiaomis MIUI und das wiederum auf Android 11. Klingt irgendwie kompliziert, aber Black Shark passt letztendlich nur das Design etwas an und fügt dem System einen umfangreichen Gaming-Modus, den sogenannten Shark Space hinzu. Auch normales MIUI hat bereits einen Gaming-Modus, aber der Modus von JoyUI geht hier deutlich weiter. Man muss lediglich die Schultertasten ausklappen und beide gleichzeitig gedrückt halten. Dann startet blitzschnell der Shark Space, in dem man sein gewünschtes Spiel auswählen kann. Hier lässt sich auch das optionale Zubehör wie das Gamepad, der Shark Cooler, das Gaming Headset oder die Tastatur verbinden.

Shark Space

BLackshark 4 Schultertasten belegenSobald man ein Spiel gestartet hat, gelangt man mit über ein Wischen von der linken oder rechten Ecke in der Game-Space Menü. Dort findet man die üblichen Optionen wie “Nachrichten blocken”, “Anrufe blocken”, “Fadenkreuz Anpassung” und viele umfangreiche Einstellungen bezüglich Performance, Display, Touchscreen, Sound und WLAN. Die Helligkeit des DIsplay und die Lautstärke lassen sich auch schnell anpassen über zwei Schieberegler. Man sieht außerdem die FPS, das WLAN-Signal, die CPU Auslastung, Uhrzeit und Akkustand. Das coolste Feature sind aber die Schultertasten, die man mit A und B bestimmten Funktionen auf dem Touchscreen zuordnen kann. Letztendlich erfindet man hier das Rad auch nicht neu, aber der Shark Space bietet eben umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, die bei einem Gaming Smartphone angebracht sind.

Die JoyUI läuft soweit stabil und insbesondere flüssig. Hier und da gibt es aber noch englischen Text oder schlecht übersetzte Passagen, das betrifft vor allem den Shark Space. Die Schultertasten lassen sich auch für das normale System mit einer Funktion belegen, schaut Euch dafür einfach den Screenshot an. Der erklärt auch meine Kritik der Übersetzung 😁. Es gab bereit 2 Updates für das Gerät und Black Shark scheint motiviert, hier noch etwas nachzubessern.

Kamera des Black Shark 4

Gaming Smartphones sind nicht gerade für gute Kameras bekannt. Aber kaum jemand würde sich wohl ein Smartphone nur zum Zocken kaufen. Umso schöner ist es, dass das Black Shark 4 solide Videos und Fotos liefern kann. Dafür bedient man sich dem Kamera-Setup des Poco F3 und das stellt sich als gute Entscheidung heraus.

Black Shark 4 Kamera

  • Hauptkamera: 48 MP Sony IMX582, f/1.8, 1/2″, 0,8µm, PDAF
  • Ultraweitwinkel: 8 MP Sony IMX355, f/2.2, 118˚
  • Makro-Zoom-Kamera: 5 MP Samsung s5k5e9, f/2.4, 2X
  • Selfie: 20 MP Samsung s5k3t2, f/2.45

Die MIUI Kamera-App des Black Shark 4 bietet die üblichen Optionen wie z.B. den bekannten Nachtmodus. Die Auslösezeit ist gering und der Fokus im Test stets schnell und genau.

Tageslichtaufnahmen

Das Black Shark 4 liefert grundsolide Aufnahmen mit guter Schärfe, vielen Details und einer guten Dynamik. Der HDR Modus sorgt für etwas kräftigere Farben, ansonsten ist die Farbgebung Xiaomi-typisch eher akkurat. Aber auch der AI Modus kann dem entgegenwirken.

Die 8 Megapixel UWW Kamera neigt dann hingegen übersättigte Farben und liefert sichtbar weniger Details. Dennoch eignet sich die Ultraweitwinkelkamera auch für den ein oder anderen Schnappschuss und zum Verschicken via Whats-App und Co.

Nachtaufnahmen

Auch bei Nachtaufnahmen ist das Black Shark 4 alles andere als eine Enttäuschung. Hier hält das 400€ teure Gerät wacker mit der Mittelklasse mit und liefert ausreichend scharfe Aufnahmen mit ausreichend vielen Details.

Selfies und Portraits

Die Selfie Kamera von Xiaomi gibt es seit zig Jahren in allen Smartphones und der 20 Megapixel Sensor sollte langsam mal abgelöst werden. Dennoch unterscheiden sich die Aufnahmen je nach Modell etwas und das Black Shark 4 liefert hier brauchbare Ergebnisse. Auch für Portrait-Aufnahmen ist die Hauptkamera problemlos zu nutzen. Die Bokeh-Shots zeigen sich mit einer perfekten Abtrennung zum Hintergrund und sehen hervorragend aus.

Videos

Bei Videos wird es spannend, denn mittels EIS stabilisiert das Black Shark 4 sogar 4K/60 fps Aufnahmen. Ein Modus der beim Poco F3 nicht mal zur Verfügung steht. Jetzt aber zum Problem: 4K/30 fps Aufnahmen werden nicht stabilisiert. Den BUG habe ich Xiaomi gemeldet und es wird hier hoffentlich ein Update geben. Die Frontkamera hat hingegen keine Stabilisierung und macht Aufnahmen mit höchstens 1080p bei 30 fps. Die Qualität bei 4K kann überzeugen, die Soundqualität ist solide und die Stabilisierung sehr gut.

Zusammenfassung

Das Black Shark ist nicht die Überraschung des Jahres bei der Kamera, aber liefert grundsolide in sämtlichen Kategorien ab. Die Tageslicht- und Nachtaufnahmen der Hauptkamera können sich sehen lassen und die UWW-Kamera steht für den ein oder anderen Schnappschuss bereit. Bei einem normalen Smartphone für 400€ würde ich hier mehr meckern, aber für ein Gaming Smartphones ist das alles durchweg in Ordnung. Hier liegt der Fokus einfach in anderen Bereichen und dennoch hat Black Shark die Kamera nicht komplett vergessen.

Konnektivität und Kommunikation

Dual-SIM Einschub

Das Black Shark 4 funkt auf sämtlichen in Deutschland notwendigen 2G, 3G, 4G (LTE) und 5G Frequenzen und zeigte im Test einen zuverlässigen Empfang.

  • 2G: GSM:B2/3/5/8
  • 3G: UMTS: B1/2/4/5/6/8/9/19
  • 4G: LTE TDD : B34/B38/B39/B40/B41
  • 4G: LTE FDD:B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B18/B19/B20/B26/B28
  • 5G: N1/N3/N8/N28/N41/N77/N78

Die Gesprächsqualität ist super auf Features wie VoLTE (Telefonie über das LTE Netz) und VoWifi (Telefonie über das Netz) kann man zurückgreifen. Allerdings ist es laut Black Shark aktuell nicht möglich, zwei 5G Karten gleichzeitig zu verwenden. Im Dual-SIM Betrieb ist man auf 4G + 4G limitiert, ein Phänomen, das wir von Flagships aus dem letzten Jahr noch kennen.

Das WiFi 6 Modul liefert solide Übertragungsraten und hat eine durchschnittliche Reichweite. Im üblichen Test kamen 10 Meter und 2 Wände später noch 100/40 Mbit/s von meiner 250/40er Leitung an. Modernste Standards wie Bluetooth 5.2 sind ebenfalls verbaut und zeigten im Testbetrieb keinerlei Auffälligkeiten. Black Shark gibt hier eine Unterstützung von aptX, aptX HD, aptX Adaptive und LDAC an. Die Standortbestimmung klappt innerhalb von wenigen Sekunden auf 3m genau mithilfe von GPS, Glonass, Beidou und Galileo. Auf NFC müssen Teilnehmer der mobilen Bezahlrevolution leider verzichten. Dafür können Fans des 3,5mm Kopfhöreranschluss aufatmen. Der Anschluss liefert glasklaren Sound und eine hohe Lautstärke. Ebenso überzeugend ist der Stereo Sound über die beiden Lautsprecher am Black Shark 4.

An Sensoren kommen neben Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeits-Sensor noch ein Gyroskop und Kompass zum Einsatz. Bis auf die Abwesenheit von NFC kann Black Shark in dieser Kategorie ebenfalls ordentlich punkten.

Akkulaufzeit

Das Black Shark 4 verfügt über einen 4500 mAh Akku, der in zwei Akkus aufgeteilt ist. Die Aufteilung ist notwendig für die extrem schnelle Ladegeschwindigkeit von 120 Watt, aber dazu gleich mehr. Die Akkulaufzeit des Black Shark 4 kann als durchschnittlich beschrieben werden, bei einem Gaming Smartphone würde ich mir persönlich mehr Akkupower wünschen. In der Praxisnutzung gingen mit viel Social Media, einigen Benchmarks und viel YouTube nach 6-7 Stunden DOT (Zeit mit eingeschalteten Display) die Lichter aus. So brachte mich das Black Shark eigentlich immer über 2 Tage. Sobald man aber Spiele nutzt, ändert sich das, da eine Stunde intensives Gaming mit 20% Akkuverlust zu Buche schlägt. Dann muss man täglich an die Steckdose, was aber bei der Ladegeschwindigkeit eigentlich kein Problem darstellt. Wer übrigens etwas Akku einsparen will, der kann die 90Hz Option nutzen, die im Benchmark den gleichen Wert wie die 60Hz Option ausspuckte. Bei 120Hz verliert man dann knapp eine Stunde Laufzeit im Vergleich.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Geladen wird das Black Shark 4 mit bis zu 120 Watt, wobei nur ein 67W starker Adapter im Lieferumfang enthalten ist. Mit dem 67 Watt starken Adapter geht es ebenfalls flott in 28 Minuten von 1 auf 100%. Mit dem 120W Ladeadapter des Xiaomi Mi 10 Ultra dauert der Ladevorgang lediglich 17 Minuten.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Das Xiaomi Black Shark 4 kann sich als Gaming Smartphone kaum von der Konkurrenz abheben. Der Preis von um die 400€ macht das Gerät allerdings attraktiv. Man bekommt perfekt umgesetzte Schultertasten, einen umfangreichen Gamingmodus, ein spitzenmäßiges Display und ohne Ende Leistung. Auch die echten Stereo Lautsprecher sind definitiv gelungen. Das Design ist nicht allzu auffällig, aber man muss mit der Punch-Hole Notch leben. Die Kamera ist Standard-Kost in diesem Preisbereich, auf NFC muss man leider verzichten und die Akkulaufzeit haut einen leider nicht vom Hocker. Auch als normales Smartphone schlägt sich das Black Shark 4 gut, aber eben nicht besser als ein Poco F3. Die geringe Speicherausstattung mit 128GB in drei der vier Versionen stößt mir außerdem sauer auf. Wer ein Gaming Smartphone mit Schultertasten und optionalem Zubehör sucht, der hat im Preisbereich um die 400€ allerdings auch kaum Auswahl. Also, auch wenn das Black Shark bei Weitem nicht perfekt ist, bietet es die richtigen Features für ein insgesamt gelungenes Gaming-Smartphone.


Gesamtwertung
86%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
100 %
Leistung und System
90 %
Kamera
70 %
Konnektivität
90 %
Akku
75 %

Preisvergleich

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NoHa
Gast
NoHa (@guest_77693)
1 Tag her

Black shark 3 San noch hip aus-das hört ist ein ganz gewöhnlicher Handy-fetzt nicht

IgorB
Gast
Igor (@guest_77523)
6 Tage her

Von den Specs ist es ja ein Poco F3, nur mit einem anderen Design.

Frankenstein
Gast
Frankenstein (@guest_77536)
5 Tage her
Antwort an  Igor

Prinzipiell ja, mit den Schultertasten halt noch und der Akku lädt schneller. Ausserdem kostet es um die 100€ mehr als ein poco F3. Meiner Meinung nach lohnt sich der Aufpreis nicht

H F
Gast
H F (@guest_77503)
6 Tage her

Hi. Auf diversen Seiten steht, das das Black Shark 4 NFC hat. Jetzt bin ich irritiert. 😀 Fehlt NFC tatsächlich? Danke und Grüße.

H F
Gast
H F (@guest_77520)
6 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

vielen Dank, das erleuchtet. Heutzutage kein NFC ist schon komisch. Gut, daß ich nachgefragt habe. Grüße

Rahmaron
Mitglied
Mitglied
Rahmaron (@rahmaron)
6 Tage her

Schön das ihr sowas testet, finde ich gut!!
Frage: tatsächlich gezockt habt ihr aber nix, oder? Die Benchmarks lassen zwar Rückschlüsse ziehen, aber mir ist aufgefallen das bei Smartphones die auf dem Papier gleich stark erscheinen dann in der Praxis doch ein paar Unterschiede auffallen.
Falls ihr eine Liste mit Games braucht die Testwürdig sind – sagt Bescheid! 😀

Rahmaron
Mitglied
Mitglied
Rahmaron (@rahmaron)
6 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

Aber na sicher, hier die Liste:

  • Raziel Dungeon Arena
  • EVE Echoes
  • RAID Shadow Legends
  • Infinite Lagrange
  • Warhammer 40k: Freeblade

In der Reihenfolge ;-P
Sobald erschienen nehme ich dann statt Raziel lieber Diablo Immortal, und statt Infinite Lagrange dann The Witcher: Monster Slayer. Aber mit beidem werden die Entwickler uns dieses Jahr wohl nicht mehr belasten 😀

David
Gast
David (@guest_76540)
1 Monat her

Habe das Black Shark 3 muss leider sagen die Update Politik ist dort eher bescheiden, wenn ich im Gegensatz, das Mi Note 10 Pro, von meiner Frau vergleiche

Henry
Gast
Henry (@guest_76520)
1 Monat her

Ich bin mal auf den Test gespannt. Bin zwar kein Gamer, aber aktuelle Smartphones mit DC Dimming sind leider selten.

Frankenstein
Gast
Frankenstein (@guest_77537)
5 Tage her
Antwort an  Henry

Also das Relame X2, das ich aktuell nutze, besitzt so eine Funktion.

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_76517)
1 Monat her

Wenn das zwei richtig gute Stereo-Lautsprecher sind, man die Gamingtasten einklappen kann, sind 360€ nicht nur für Gamer sondern auch für VielvideoSchauer interessant. Die Kameras sind grundsolide, reichen völlig.

Popk1ller
Gast
Chris (@guest_76548)
1 Monat her
Antwort an  Shorty2020

interessant wirds ob man die Schultertasten auch z.B in dere Kamera nutzen kann als “auslöser” wäre praktisch

DOM3NiC
Mitglied
Mitglied
DOM3NiC (@dom3nic)
1 Monat her

hmmm lecker… wird der Speicher sich erweitern lassen? 🤔

Samy
Gast
Samy (@guest_76512)
1 Monat her
Antwort an  DOM3NiC

No, diese Frage ist eigentlich überflüssig weil die meisten es nicht mehr bieten. 😉

DOM3NiC
Mitglied
Mitglied
DOM3NiC (@dom3nic)
1 Monat her
Antwort an  Samy

also ich meine nicht RAM sondern Speicherplatzerweiterung via SD 😉

Samy
Gast
Samy (@guest_76527)
1 Monat her
Antwort an  DOM3NiC

Ich weiß, keine SD Speicherkarte erweiterung. 😉

DOM3NiC
Mitglied
Mitglied
DOM3NiC (@dom3nic)
1 Monat her
Antwort an  Samy

POCO X3 Pro etc… da wird´s noch geboten