iPhone 15 Pro Test

Getestet von Erik am
Updatezeitraum: 5 Jahre
Bewertung: 88%
Vorteile
  • exzellentes System (...im Ecosystem)
  • starke Kamera (besonders Video & Portrait)
  • endlich USB-C
  • tolles Display & AOD
  • gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • Titan-Rahmen nicht wirklich ein Fortschritt
  • Thermal Throtteling
  • astronomisch-teuer
  • Apple-Eigenheiten: Bluetooth-Codecs, Notch,...
Springe zu:
CPUApple A17 Pro Bionic - 2 x 3,78 GHz + 4 x 2,11 GHz
RAM8 GB RAM
Speicher1 TB, 128 GB, 256 GB, 512 GB
GPUApple GPU
Display 2556 x 1179, 6,1 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemiOS
Akkukapazität3274 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera48 MP + 12MP (dual) + 12MP (triple)
Frontkamera12 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 30, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano, eSIM
Gewicht187 g
Maße146,6 x 70,6 x 8,25 mm
Antutu
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am16.10.2023

USB-C, ein konfigurierbarer Button, 5x Zoom und Titan – hören sich nicht nach Neuerungen an, aber das sind die Argumente, die für das neue iPhone 15 Pro (Max) sprechen. Letztes Jahr kam der Test des iPhone 14 Pro gut an und die Kameravergleiche waren allemal spannend. Auch für ein Android-Flagship zahlt man schnell mehr als 1000€, deshalb testen wir auch dieses Jahr wieder das neue Apple-Flagship und werden es in Kameravergleichen antreten lassen. Im Praxistest haben wir das kleine iPhone 15 Pro, das bei 1199€ mit 128GB startet. Das große iPhone 15 Pro Max startet mit 256GB bei 1449€, hat dann aber ein größeres Display, mehr Akku und auch die 5x-Zoomkamera – Das kleine 15 Pro muss mit 3x Zoom auskommen.

Für Nutzer des iPhone 14 Pro ist das neue Modell definitiv kein Upgrade, denn das iPhone ist regelrecht der Porsche 911 der Smartphone-Welt: 1. teuer, aber am häufigsten verkauft, 2. funktioniert ausgezeichnet, aber nur in der Weise, in der es benutzt werden soll, 3. Mehr Leistung, die man nur im Extremfall merkt, 4. und am signifikantesten: Jede Generation ist zwar neu, aber wird lediglich immer weiter optimiert, sodass der Vorgänger eine Empfehlung bleibt.

Kurzer Hinweis: iPhones bekommen immense mediale Aufmerksamkeit und jeder kleine Fehler wird von der Mücke zum Elefanten. Die Widerstandsfähigkeit, der verfärbende Rahmen, das Überhitzen – Ein winziger Teil der Geräte hat Problem und als normaler Nutzer wird man davon sehr wahrscheinlich nichts mitbekommen.

Design & Verarbeitung

Das iPhone 15 Pro misst 146,6 x 70,6 x 8,25 Millimeter und wiegt 187 Gramm (nun 19 Gramm leichter). Damit zählt es ganz klar zu den letzten kompakten Premium-Geräten. Vor dem Kauf hat man die Qual der Wahl. Die Farbe „Natural Titanium“ in Beige unterstreicht das neue Premium-Material, aber auch unsere blaue Version ist schick. Am unauffälligsten sollte Schwarz sein, dazu gibt es noch Weiß als Option.

Das iPhone 15 Pro ist nach IP68 zertifiziert und soll in 6 Metern Wassertiefe für 30 Minuten überleben. Der Rahmen ist nun zu den Glasflächen hin abgerundet, so liegt das iPhone 15 Pro besser in der Hand. Die Rückseite ist aus mattem Glas und mit dem glänzenden Apple-Logo sowie der großen Kameraeinheit äußerst edel. Allerdings steht die Kameraeinheit auch ganze 3mm hervor. Die Front wird durch Apples gehärtetes Glas „Ceramic Shield“ geschützt.

Eine Neuerung ist der Wechsel vom Aluminium- zum Titan-Rahmen: Nur die äußere 1mm breite Schicht ist aus Titan, darunter befindet sich noch immer ein Innenleben aus Aluminium. Das iPhone 15 Pro sollte (!) also noch edler und auch widerstandsfähiger geworden sein. Sollte: Im bekannten Zerstörungs-Test vom YouTuber JerryRigEverything überlebt es den “Bend-Test” nicht und die Glasrückseite zerspringt. Dass solche Test völlig an der Realität vorbeilaufen, sollte aber auch klar sein. Das neuere und günstige iPhone 15 hingegen überlebt die Gewalteinwirkung. Dazu führen Fingerabdrücke zu temporären Verfärbungen am Rahmen (einfach feucht abwischen hilft). Kratzer auf den Varianten Weiß, Schwarz und Blau sehen beim iPhone 15 Pro dazu sehr unschön aus, da das Titan darunter zum Vorschein kommt.

Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos und das iPhone hat sich gewissermaßen als Designerstück etabliert. iPhones erkennt man einfach sofort wieder: Wegen des Apfels hinten und der gewöhnungsbedürftigen Notch vorn – Schaut her, ich habe viel Geld für mein Handy ausgegeben … Das Gerät liegt erstklassig in der Hand, gerade unser kleines iPhone 15 Pro kann leicht einhändig bedient werden. Auch die Materialien sind absolut edel. Nur dem neuen Titan-Rahmen darf man ruhig zwiegespalten gegenüberstehen.

Endlich USB-C

Zum Glück hat die EU Apple gewissermaßen zu USB-C gezwungen und der Lightning-Anschluss ist damit Geschichte. Aber natürlich verkauft Apple dies als Feature. Das iPhone 15 Pro (Max) hat USB-C 3.1 – das normale iPhone 15 mobbt man mit USB 2. Nebenbei: Man hat zwar USB 3.1, aber braucht noch das entsprechend-schnelle Kabel, denn Apple legt nur ein USB-C 2.0 Kabel bei.

Endlich hat man auch im Apple Universum einen Stecker für alles … wenn man die Cash-Cow füttert und sich die neusten Geräte kauft: Tauscht doch eure AirPods Pro gegen die neuste Generation aus. Aber wenigstens unterliegt der USB-C-Anschluss des iPhones keiner Zertifizierung, sodass man beliebige USB-C-Kabel und Zubehör nutzen kann.

Durch USB 3.1 ist die Datenübertragung mit bis zu 10 Gbit/s rasend schnell, man kann sogar hochauflösende Videoaufnahmen direkt auf eine angeschlossene Speicherkarte / SSD aufnehmen und nun auch per Kabel einen externen Monitor verbinden. Dies klappte im Test mit einem USB-C Adapter von Huawei, sodass ein 4K-Bild per HDMI ausgegeben wurde.

Und Action!

iPhone 15 Pro Test Screenshot Action ButtonEin konfigurierbarer Button an der Seite – … was für eine Weltneuheit! Und natürlich ist die Neuerung den Pro-Modellen vorbehalten. Statt des Schiebers, um schnell in den Stumm-Modus zu wechseln, kann man den Action-Button nun mit beliebigen Funktionen (z.B. Stumm-Modus, Taschenlampe, Kamera) oder „Kurzbefehlen“ belegen.

Für jeden, der von Android kommt, wird die App „Kurzbefehle“ ein wichtiges Tool sein. Denn dort kann man sich so viele Android-Funktonen auch unter iOS einrichten. Die legt man sich dann einfach per Widget auf den Homescreen oder auf den Action-Button. Das einfachste Beispiel: Doppeltippen zum Handy sperren, funktioniert bei fast jedem Android-Hersteller, und klappt so auch auf dem iPhone.

Natürlich kann man mit den Kurzbefehlen auch ganze Ketten an Aktionen und Bedingungen starten oder über die „Automatisierung“, diese von allein ablaufen lassen, wenn man sich in die Materie etwas einarbeitet.

Lieferumfang des iPhone 15 Pro

iPhone 15 Pro Test Produktfotos Lieferumfang

Dem iPhone 15 Pro liegt wie gewohnt kein Netzteil bei und es ist nur ein „Ladekabel“ im Lieferumfang. Dies ist wunderschön und mit Nylon ummantelt, aber eben nur ein USB 2.0 Kabel: Es lässt somit die maximale Ladegeschwindigkeit zu, aber limitiert die Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Jetzt kann man natürlich noch sehr viel Geld für das originale Zubehör von Apple ausgeben: die schicken Hüllen oder MagSafe-Accessoires. Aber das muss man nicht, denn Hersteller für iPhone-Zubehör gibt es reichlich und das iPhone 15 Pro lädt auch an vielen vorhanden Ladegeräten meist mit maximaler Ladegeschwindigkeit auf.

Display des iPhone 15 Pro

Abgesehen von der maximalen Helligkeit, ändert sich an den „Super Retina XDR Displays“ – nennen wir sie einfach OLED – nichts. Einem High-End-Gerät wird das Display definitiv gerecht!

Das iPhone 15 Pro Max hat ein 6,7 Zoll und das kleine iPhone 15 Pro ein 6,1-Zoll-Display jeweils im 19:5,9 Seitenverhältnis. Der schwarze Rahmen rundherum ist kleiner geworden, sodass es noch randloser erscheint – mal abgesehen von der immensen Dynamic Island. Mit der Auflösung von 2556 x 1179 Pixel erreicht das iPhone 15 Pro eine Bildpunktdichte von hohen 460 Pixel pro Zoll.

Apple melkt mit dem 120 Hertz OLED weiterhin die Cash-Cow: Wer mehr als 60 Hertz (iPhone 15 / 15 Plus) möchte, muss das Pro kaufen. Hier kommt die LTPO-Technik zum Einsatz, sodass die Frequenz von 1 Hertz (z.B. beim AOD) bis zu 120 Hertz variieren kann.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Die maximale Helligkeit erhöht Apple auf dem Papier auf 2000 Lux im Freien. Wir messen 2110 Lux im Test. Geschützt wird die Front durch Apples „Ceramic Shield“ Glas, das in Tests (z.B. das JerryRigEverything Video zum iPhone) auch minimal härter und kratzresistenter als z.B. Gorilla Glas ist.iPhone 15 Pro Test Screenshot Display 2

Software / Einstellungen:

Das Display ist von Haus aus hervorragend kalibriert. In den Einstellungen lässt sich die Farbe allerdings nicht anpassen. Auf Wunsch kann der Nutzer dabei die Farbdarstellung mit der True Tone Technik an das Umgebungslicht anpassen lassen. Dazu gibt es einen einstell- und terminierbaren Dunkelmodus und „Night Shift“ als Blaulichtfilter. Die Textgröße kann in sieben Stufen und die Anzeigegröße in zwei Stufen angepasst werden. Das Display ist natürlich HDR10 und Dolby Vision kompatibel und nach Widevine L1 für DRM-Videostreaming zertifiziert.

Always-on-Display, Dynamic Island & Face Unlock

Das Always-on-Display haben wir schon im iPhone 14 Pro gelobt und auch beim 15 Pro ist es grandios. So viele optische Personalisierungsoptionen bietet kaum ein Hersteller und der Akkuverbauch, trotz der teilweise aufwendigen Animationen / Grafiken, ist mit ca. 1% Stunde angenehm niedrig.

Die Notch alias „Dynamic Island“ ist noch immer riesig und davon geht viel vom Displayplatz verloren. Nur leider nicht mehr Pro-exklusiv: Wie soll man jetzt bloß angeben, dass man das neuste iPhone hat?! Die Einbindung in die Software ist ganz gut umgesetzt, aber eigentlich nur schlimmer als die kleinen Statussymbole unter Android.

Den Platz braucht man für die Front- und Tiefenkamera von Face Unlock. Da die Gesichtsentsperrung hervorragend funktioniert, arrangiert man sich mit der riesigen Notch. Bei Tag ist das iPhone augenblicklich entsperrt und auch in vollkommener Dunkelheit (selbst ohne lästiges Aufleuchten des Displays) wird das Gesicht in unter einer Sekunde registriert. Es ist allerdings nicht möglich, nach dem Entsperren ohne Wischen auf den Homescreen zu gelangen. Dieses Android Standard-Feature verweigert Apple weiterhin konsequent.

Leistung

Apple bekommt von TSMC als erster Hersteller Prozessoren im 3nm-Fertigungsverfahren, was den Chip noch effizienter macht. Der Apple A17 Pro Bionic soll 10 bis 20% schneller als der Apple A16 im Vorgänger sein. Dazu kommt die hardwareseitige Unterstützung der 6-Kerne GPU von Ray Traycing, was die Grafik von 3D-Games auf ein neues Level hebt.

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So setzt sich der Prozessor zusammen: 2x Performance-Kerne mit bis zu 3,78 GHz, 4x Effizienz-Kerne mit bis zu 2,11 GHz, 6x GPU-Kerne & 16x NPU-Kerne. Dazu sind stets 8GB LPDDR5 Arbeitsspeicher verbaut, 2GB mehr als beim Vorgänger. Der Systemspeicher kommt auf Werte von 1668 MB/s beim Lesen und 1698 MB/s beim Schreiben. Das Upgrade auf mehr Speicher ist Apples Geld-Magnet – hier die UVP:

iPhone 15 Pro: iPhone 15 Pro Max:
128GB: 1199€
256GB: 1329€ 1449€
512GB: 1579€ 1699€
1TB: 1829€ 1949€
Antutu (v10)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3D Mark (Wildlife Extreme)

Der Benchmark-Vergleich zu den Android-Flagships ist zwar ganz nett, aber nicht aussagekräftig im Hinblick auf die Praxisnutzung. Man kann beim Gaming auch nicht PC-Hardware mit Konsolen vergleichen. Die Performance ist zu jeder Zeit tadellos und sie wird es auch noch in Jahren sein. Apple optimiert sein System exzellent auf die Hardware. Auch 3D-Games laufen in voller Grafikpracht auf dem iPhone 15 Pro – Wir sind aber gespannt auf Blockbuster-Spiele, die Gebrauch von Ray Traycing machen.

Thermal Throtteling

Wie eigentlich jeder High-End-Prozessor, muss auch der Apple A17 Pro bei hoher Belastung nach kurzer Zeit die Leistung reduzieren, damit das Smartphone nicht zu heiß wird. Die hohe thermische Belastung soll aber nicht durch den neuen Prozessor kommen – dieser sollte durch das 3nm-Verfahren noch effizienter sein. Laut den ersten Teardowns wird die produzierte Hitze schlechter an den Rahmen abgeleitet und um das iPhone leichter zu machen (irgendwie muss man den Wechsel zu Titanium ja verkaufen), wurde an Kühlmaterial gespart.

Nach 30 Minuten maximaler CPU-Belastung, reduziert sich die Leistung auf 80%. Die GPU ist im 3D-Mark Wildlife Extreme Stress Test nach 20 Minuten bei 75%. Im 3D-Mark Solar Bay Stress Test, der Ray Traycing nutzt, reduziert sich die GPU-Leistung auf 70%. Nicht unerwähnt soll der hohe Stromverbrauch bei Maximallast bleiben: Ein AnTuTu-Durchlauf braucht 6% – Bei einem Android-Flagship gerade mal die Hälfte.

Dazu kommen Temperatur-Schwankungen in der Praxis, über die sich das Internet streitet, die sich bei unserem Testgerät nicht nachvollziehen lassen: Mal beim Aufladen, nach einem Update, beim Gaming oder gewisse Apps, die nicht an iOS17 angepasst sind – Das iPhone 15 Pro werde heiß und die Akkuladung sinke rapide. In der Praxisnutzung können wir das Problem nicht nachvollziehen. Klar merkt man die thermische Belastung während der Benchmarks, aber eine Stunde 3D-Gaming waren frei von Framerate-Einbrüchen. Wie man Apple kennt, wird hierzu in nächster Zeit ein Update veröffentlicht, das den Fehler beheben sollte. Mit dem Update auf iOS 17.0.3 (am 04.10.2023) kam auch das Update. Das Thermal Throtteling bleibt aber trotzdem.

Später dieses Jahr sollen noch Triple-A Spiele folgen, die für Videospielkonsolen entwickelt worden sind, z.B. Assassins Creed Mirage oder Resident Evil Village. Dass das kleine iPhone 15 Pro diese abspielen kann, ist beeindruckend, aber wir sind gespannt, wie sich das Thermal Throtteling hier auswirkt.

System: iOS 17

Das iPhone 15 Pro hatten wir mit iOS 17.0.2 (bzw. 17.0.3) im Praxistest. Apple versorgt seine Smartphones etwa fünf Jahre lang mit Updates. Und wenn ein neues Update verfügbar ist, dann bekommen es auch direkt alle kompatiblen iPhones! Hier ist der Hersteller aus Cupertino definitiv branchenführend. Das Update von iOS 16 auf 17 bringt keine bahnbrechenden neuen Funktionen, aber viele kleine Verbesserungen mit sich.

iOS funktioniert einfach exzellent. Am besten, wenn man komplett im Apple-Ökosystem unterwegs ist: Also shut up and take my money! Gerade wenn man dazu noch eine Apple Watch nutzt – Das sind Welten im Vergleich zu Google Wear OS Smartwatches. Nicht unerwähnt sollte auch die „Barrierefreiheit“ bleiben: Eingeschränkte Nutzer werden definitiv von iOS besser als von Android unterstützt.

Die Systemperformance ist brillant, alles läuft butterweich und die Bedienung ist sehr intuitiv, aber nach drei Wochen bin ich definitiv der Meinung, dass man Android schneller bedient. Der größte Faktor ist die „Zurück-Geste“, die es bei iOS nur teilweise gibt: nicht immer funktioniert Wischen von links nach rechts und teils muss man auf einen Button tippen (der auch meist wieder oben links ist). Das ist einfach unintuitiv, unhandlich und bremst die Nutzung im Alltag aus. Warum sich Apple hier sträubt, die bei allen Android-Herstellern vorhandene Zurück-Geste durch Wischen von rechts zu integrieren, können wir nicht verstehen.

Den ganzen Funktionsumfang von iOS und dem Apple Ökosystem können wir an der Stelle nicht abdecken. Hier verweise ich gerne auf Joschas dreiteilige „Anti-iPhone-Kolumne“, um die Apple-Welt als Android-Nutzer besser zu verstehen. Und wer von Android zu iOS wechselt, hat es dank der „Auf iOS übertragen“ App (im Google Play Store) ziemlich leicht. Selbst WhatsApp lässt sich inzwischen problemlos hin- und herübertragen. Meine komplette Android- und Google-Welt kann ich mit dem iPhone 15 Pro wie gewohnt nutzen und das neue Gerät integrieren.

Kamera des iPhone 15 Pro

Die Kamerasensoren übernimmt das iPhone 15 Pro vom Vorgänger und bietet das gewohnte Quartett aus Sony-Sensoren, die alle Zoomstufen abdecken. Eine größere Hauptkamera ist nicht verbaut, sodass man mit Software-Tricks und Optimierung arbeitet. Die größte Neuerung betrifft das iPhone 15 Pro Max. Dort erlaubt die Baugröße (… klar, nicht die Gewinnmaximierung) den Einsatz einer Periskop-Kamera. Diese bietet eine 5-fache Vergrößerung. Unser iPhone 15 Pro hat lediglich einen 3x Telephoto-Sensor.

  • iPhone 15 Pro Test Produktfotos KameraHauptkamera: 48MP (24mm Brennweite, Sony IMX803), ƒ/1.78, 1/1.28″ Sensor, 1.22µm Pixelgröße, Autofokus, OIS
  • Ultraweitwinkel: 12MP (13mm Brennweite, Sony IMX663), 1/2.55″ Sensor, 1.4µm Pixelgröße, Autofokus, 120° Aufnahmebereich
  • Zoomkamera iPhone 15 Pro: 12MP (77mm Brennweite, Sony IMX713), ƒ/2.8, 1.12µm Pixelgröße, OIS, Autofokus, 3x optischer Zoom (Telephoto)
    • iPhone 15 Pro Max: 12MP (120mm Brennweite), ƒ/2.8, 5x optischer Zoom
  • Frontkamera: 12MP (23mm Brennweite, Sony IMX714), ƒ/1.9, 1/3.6″ Sensor, Autofokus, OIS

Den LiDar-Scanner bzw. den ToF-Sensor, sowohl vorn und hinten, für Portrait-Aufnahmen (und andere Spielereien, wie das Maßband) haben beide Pro-Modelle an Bord. Der Blitz arbeitet mit 9 LEDs.

Ein paar neue Software-Tricks hat das iPhone 15 Pro noch parat. Fotos können nun als 48MP HEIF/JPG oder 48MP ProRAW aufgenommen werden und auch die 24MP Bilder mit zusätzlicher Schärfe sind sehr interessant. Wer gerne mit der Hauptkamera mit etwas Zoom aufnimmt, kann standardmäßig diesen auf 1,2x oder 1,5x stellen. Die Kameraeinstellungen finden sich allerdings nicht wie unter Android gewohnt in der Kamera-App, sondern in den Einstellungen. Die Testaufnahmen mussten wir vom .HEIC Format zu JPEG konvertieren.

Tageslicht Hauptkamera

Die 48MP-Kamera arbeitet wie gewohnt mit Pixel-Binning, womit 4 Pixel in 1 kombiniert werden. Alternativ steht auch die volle Auflösung von 48MP bereit oder nun auch 24MP. Hierfür werden zunächst alle Details aufgezeichnet, inklusive der Beleuchtungsinformationen, dann 4-in-1 zusammengefügt und anschließend wieder auf 24MP interpoliert. Hört sich komisch an, aber im Vergleich erkennt man sichtlich schärfere Konturen und gleichzeitig bleibt der hohe Dynamikumfang erhalten, der bei 48MP etwas leidet.

Drückt man auf den Auslöser, ist das Foto auch direkt aufgenommen, sodass man den richtigen Moment erwischt. Der Autofokus arbeitet schnell und präzise.

Eine der größten Stärken des iPhone 15 Pro ist die Belichtung der Aufnahmen, die bei unterschiedlichsten Aufnahmebedingungen stets hervorragende Bildergebnisse abliefert. Der Weißabgleich sitzt hier auf den Punkt. Sonst hat Apple eine weitestgehend neutrale Farbwiedergabe, wobei warme Farben etwas bevorzugt werden, was die Bilder verschönert. Im hohen Kontrastbereich konnte die Farbverschiebung beseitigt werden. Noch besser sind die HDR-Aufnahmen, wenn sie auch einem entsprechend leuchtstarken Display betrachtet werden. Hier zaubert Apples Software eine gewaltige Bilddynamik.

Nachtaufnahmen Hauptkamera

Bei Nachtaufnahmen wird auch automatisch von 24MP auf 12MP umgeschaltet, um die Helligkeit zu steigern. Schon beim Vorgänger haben wir die Nachtaufnahmen kritisiert und auch beim neuen iPhone, gibt es einfach bessere High-End-Geräte in der Kategorie. Gerade die Flagships, die mit „1-Zoll“ Kamerasensor protzen, sind lichtsensitiver als das iPhone 15 Pro und zeichnen mehr Details auf. Was uns hier etwas stört, ist das Rauschen in besonders dunklen Bereichen. Auch können Lichtquellen nicht so souverän wie bei der Konkurrenz aufgenommen werden.

Sonst liefert das iPhone Nachtaufnahmen, die dem Preis entsprechen. Der Kontrast ist ansehnlich und die Belichtung ausgesprochen gut getroffen. Auch wenn die Bilder teils etwas rauschen, ist die Schärfe im gesamten Bildbereich erstaunlich hoch.

Ultraweitwinkel & Nahaufnahmen

Beim Aufnehmen mit der Hauptkamera bekommt man gleichzeitig die Vorschau des UWW-Bereichs angezeigt, sodass man schnell entscheiden kann, ob man zu 0,5x wechseln möchte. Die Farben sind vergleichbar mit der Hauptkamera und auch die Belichtung perfekt getroffen. Das gleiche Level an Dynamik wie der 48MP-Sensor kann der UWW-Sensor aber nicht liefern.

Der UWW-Sensor ist vermeintlich noch der Schlechteste im iPhone 15 Pro und nicht ganz auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Beim digitalen Zoom in das Bild wird ein Verlust an Details sichtbar. Der Aufnahmebereich ist sichtlich weiter. Im Randbereich treten keine Verzerrungen auf, nur etwas unschärfer ist der UWW-Sensor hier. Sonst sitzt die Belichtung auf dem Punkt und der Dynamikumfang ist sehr hoch.

Bei Nacht sollte man zudem die Hauptkamera bevorzugen. Der Nachtmodus sorgt schon für ordentliche UWW-Nachtbilder, aber das ISO-Rauschen zieht die Qualität herunter.

Der Ultraweitwinkelsensor wird außerdem für sehr nahe und Makroaufnahmen genutzt, da er näher fokussieren kann als die Hauptkamera. Das iPhone schaltet automatisch in den Modus um. Das Bokeh fällt dabei nicht so stark aus, als dass der Hintergrund nicht mehr zu erkennen wäre, was gut ist. Die Farbwiedergabe ist äußerst akkurat und in der Bildmitte sind viele feine Details erkennbar. Auch die nahen Aufnahmen sind erstklassig! Aber nur bei Tag: In der Dämmerung mit weniger Licht fangen die Nahaufnahmen an zu rauschen.

Zoom-Aufnahmen

Von der neuen 5-fach-Kamera profitiert das kleine iPhone leider nicht, aber auch hier liefert der Telephotosensor mit 3-fach optischen Zoom einen klaren Mehrwert. Auch bei der Zoomkamera zeigt sich eine sehr konsistente Farbdarstellung im Vergleich zu den anderen Kamerasensoren. Die aufgezeichnete Detaildichte ist exzellent: Auch hier kann man noch ohne Probleme noch weit in die Bilder digital hereinzoomen.

Beim Aufnehmen hat man zudem noch 2x Zoom zur Wahl, wenn man nicht ganz so weit heranzoomen möchte. Dabei handelt es sich um eine Vergrößerung der Hauptkamera, was dank des Pixel-Binning-Sensor ordentlich funktioniert. Die Fotoqualitäten sind hier noch gut, wenngleich die Detailschärfe etwas niedriger ist. Andere Flagships nutzen hier die Bildinformationen beide Kamerasensoren (Main + Tele), was bei Apple nicht der Fall ist.

Dank der verhältnismäßig großen Blende ist auch die Telephotokamera bei Nacht eine Option. Der Nachtmodus springt auch hier automatisch an und liefert nach knapp zwei Sekunden Aufnahmezeit ein ordentlich helles und kontrastreiches Bild.

Portrait

Für die Portraitaufnahmen haben wir ebenfalls sehr viel Lob übrig. Mit den beiden ToF-Sensoren gelingt die Bestimmung von Motiv tadellos. Sämtliche Tiefeninformationen werden beim Aufnehmen gespeichert: So kann man nachträglich nicht nur die Tiefenschärfe anpassen, sondern auch neu fokussieren. Man muss dabei nicht mal manuell zu „Portrait“ wechseln: Erkennt das iPhone ein Gesicht (oder Hund / Katze), werden sämtliche Tiefeninformationen gespeichert, was für die Nachbearbeitung stark ist.

Mit den verschiedenen simulierten Belichtungsmodi kann man sich zudem kreativ austoben. Für die Aufnahme kann man zwischen 1x und 2x mit der Hauptkamera und 3x mit der Zoomkamera wählen.

Die Portraitaufnahmen sind wunderbar, zeigen eine tolle Detaildichte und ansehnliche Farbdynamik. Verbessert hat man dazu die Wiedergabe von Hauttönen, welche nun wie in Echt wiedergegeben wird. Besonders schön sind hier die natürlichen Schatten im Gesicht und Aufnahme von Glanzlichtern. Hervorheben kann man auch die Geschwindigkeit, mit der Portraits aufgenommen werden. Der Sucher zeigt dabei live an, was fokussiert wird. Wie auch bei den normalen Tageslichtaufnahmen werden die Portraits augenblicklich aufgenommen. So verpasst man nicht den richtigen Moment und hat auch gute Chancen bei sich bewegenden Motiven.

Alle Optionen hat man auch mit der Frontkamera. Hier nimmt man ebenfalls schicke Portraits auf, die überzeugen. Einzig die Schärfe im Gesicht könnte etwas höher sein: Alle Details sind zwar auf dem Bild, aber das letzte bisschen fehlt.

Selfies

Die Frontkamera hat zwei Besonderheiten: wie schon angesprochen das LiDar für Portrait und den Autofokus und dazu noch einen optischen Bildstabilisator (OIS), welcher für Videos und auch Nachtaufnahmen ein Pluspunkt ist. Beim Schießen von Selfies hat man die Wahl zwischen einem Zuschnitt und dem vollen Sichtfeld.

Die Selfies sind gut, aber in der Preisklasse nicht exzellent. Der Hintergrund wird sehr scharf wiedergegeben, was einem gefallen kann oder nicht. Auch die Detaildichte ist beim Hereinzoomen noch hoch.

Am meisten stört bei den Selfies, dass nicht die gleiche Farbwiedergabe und Aufnahme von Hauttönen zum Einsatz kommt, die wir bei der Hauptkamera gelobt haben. Wie schon der Vorgänger haben wir einen Rotstich. Bei direkter Sonne fällt der noch stärker aus. Dazu werden die Nachtaufnahmen einem High-End-Gerät nicht gerecht: zu viel Rauschen, schlechte Detaildichte, aber wenigstens passt die Lichtausbeute.

Videos mit dem iPhone 15 Pro

Das iPhone 15 Pro nimmt mit allen vier Kamerasensoren mit 4K / 60fps (alternativ in Full-HD oder mit 24 / 30fps) auf, stabilisiert sämtliches Format und auch während der Videoaufnahme kann man live zwischen 0,5x (UWW), 1x, 2x (Main) und 3x (Zoom) wechseln.

Es gibt noch weitere Videoformate: z.B. Zeitraffer, Slow-Motion und „Kino“ (nur Hauptkamera) mit 4K / 30fps, das mit Blende / Fokus für ein Bokeh arbeitet und auch eine nachträgliche Bearbeitung zulässt oder der Action-Modus, der die Auflösung auf 2.8K / 60fps aber die typische Gimbal-Stabilisierung bietet. Dazu werden die HDR-Daten für Dolby Vision mit aufgezeichnet.

Auch kann man die ProRes-Aufnahme aktivieren, was perfekt für die Videonachbearbeitung am PC ist. Dann schließt man einfach eine externe SSD per USB-C an, zeichnet auf diese statt den internen Speicher auf und hat die großen Videodateien direkt parat.

Genug zu den Spezifikationen: Die Videos des iPhone 15 Pro gehören zu den besten auf dem ganzen Smartphonemarkt. Die Videostabilisierung ist erstklassig – Hier sieht man auch das neue „Pixel Shift 2.0“. Das Videobild zeigt kaum Rauschen, hat eine enorme Detaildichte und einen besonders ansehnlichen Farbumfang. Selbst bei Nacht holt man das iPhone durchaus gerne noch für ein Video hervor. Die Mikrofone zeichnen klar auf und fokussieren auf Stimmen. Sogar in besonders lauten Gegenden kommt das iPhone noch zurecht.

Zwischenfazit Kamera

Das iPhone 15 Pro Max holt sich direkt den zweiten Platz hinter dem Huawei P60 Pro (zum Test) im bekannten DxO Mark Ranking. Beim kleinen iPhone 15 Pro können wir ein paar Punkte mit der schwächeren Zoomkamera abziehen, aber auch sonst bekommt man eines der besten Kamera-Smartphones auf dem Markt.

Die größte Stärke des iPhone 15 Pro sind Videoaufnahmen. Unglaublich wie gut das Bild ist, die Stabilisierung ist stark und die vielen Optionen und Features für Videos, machen das iPhone zur ersten Wahl. Dazu liefert der iPhone 15 Pro hervorragende Portraitaufnahmen. Marginale Abzüge in der Endnote kann man den Nachtaufnahmen und der UWW-Kamera aufdrücken, aber da braucht es schon ein geschultes Auge.

Konnektivität und Kommunikation

Die europäische Version des iPhones hat weiterhin einen SIM-Slot. In den USA wurde dieser schon letztes Jahr gegen eSIM ersetzt. In Deutschland kann man eine Nano-SIM-Karte einsetzen und für die Dual-SIM-Nutzung zusätzlich eine eSIM einrichten. Mit den unterstützten LTE / 4G und 5G Mobilfunkfrequenzen ist der Empfang weltweit sichergestellt, z.B. auch in den USA kommt man mit einem iPhone deutlich besser zurecht. Besonders gut ist der Empfang der iPhones generell nicht und im Vergleich unterdurchschnittlich. In schlecht ausgebauten Gebieten ist das iPhone 15 Pro dann schon eher offline. Die SAR-Werte liegen bei 0.98 W/kg (Kopf) und 0.98 W/kg (Körper). Dazu kann das iPhone 15 Pro wie auch der Vorgänger per Satelliten-Kommunikationen eine Notruf-SMS absetzen. Auch wenn z.B. ein schwerer Autounfall erkannt wurde, wird automatisch ein Notruf eingeleitet.

iPhone 15 Pro Test SIM

Zum Telefonieren werden VoLTE & VoWiFi (muss erst in den Einstellungen aktiviert werden) unterstützt. Die Gesprächsqualität ist exzellent und so manches Android-Flagship kann sich hier eine Scheibe abschneiden.

Mit lokalen Netzwerken verbindet sich das iPhone 15 Pro über WiFi 6 und erzielt auch hier nur eine durchschnittliche Reichweite. Mit anderen Geräten koppelt man sich per Bluetooth 5.3. Bei den Bluetooth-Codecs ist AAC weiterhin das höchste der Gefühle: Klappt gut mit den AirPod (Pro), nur andere hochwertige Kopfhörer werden etwas vernachlässigt. Die Audiowiedergabe unterstützt auch Dolby Digital Plus und Dolby Atmos. Mit „3D-Sound“ hat iOS auch Spatial Audio an Bord.

NFC ist natürlich an Bord und funktioniert exzellent mit Apple Pay zum mobilen Bezahlen. Hier fügt man einfach wie gewohnt die EC- oder Kreditkarte hinzu. Gerade in Zusammenspiel mit anderen Apple-Geräten ist der neue UWB 2.0 Chip interessant. Die zweite Generation erhöht die Reichweite signifikant. Zum Beispiel kann man so Geräte metergenau orten. UWB kann z.B. auch als digitaler Autoschlüssel genutzt werden.

Die Standortbestimmung erfolgt über Dual-Band GPS (L1+L5) sowie GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS und NavIC. Die genaue Position wird nach wenigen Sekunden metergenau bestimmt. Ein E-Kompass ist ebenfalls verbaut. Zu den Sensoren zählen zudem ein Beschleunigungs-, zwei Lichtsensoren, ein Näherungssensor, Barometer und Gyroskop.

Ein großes Lob bekommen auch die Lautsprecher. Hörbar besser sind nur Gaming-Smartphones und der Klang des iPhone 15 Pro wird der Preisklasse gerecht. Über den gleichwertigen oberen Ohr- und den unteren Lautsprecher kommt symmetrischer Stereoklang zustande. Die Wiedergabe ist deutlich Bass-betonter, als man es von anderen (kleinen) Flagships gewohnt ist und für so ein kleines Gerät ist richtig Druck vorhanden. In den Mitten kommt eine schöne Dynamik zustande und die Höhen / Stimmen werden klar wiedergegeben. Das einzige Defizit zeigt sich ab 90% der Lautstärke, wo der Klang übersteuert und verzerrt wird.

Akkulaufzeit des iPhone 15 Pro

Im Vergleich zum iPhone 14 Pro ist der Akku größer geworden, von 3200mAh auf 3274mAh, und dazu ist der 3nm-Prozessor effizienter. Dadurch hält das iPhone 15 Pro je nach Nutzung 1 bis 2 Tage ohne Nachladen durch. Eine Display-on-Time von bis zu 8 Stunden an einem Tag sind machbar. Meistens kam ich mit 3-4 Stunden Display-on-Time und gut 3 Stunden Hintergrundnutzung (z.B. Telefonieren oder Musik-Streaming) auf 50% Restakku beim zu Bett gehen. Trotz der geringeren Akkukapazität hält das iPhone 15 Pro also etwa so lange durch wie vergleichbare Android-Flagships.

Mit maximal 25 Watt Ladegeschwindigkeit hat man zunächst Panik bei wenig Akku, aber diese Angst legt sich schnell: Der Akku lädt nämlich schneller als gedacht und das iPhone 15 Pro wird die meisten langen Tage ohne Nachladen überstehen. In 30 Minuten sind 50% wieder nachgeladen. Ein vollständiger Ladevorgang dauert 100 Minuten. Die letzten 5% von 90 auf 100% dauern mit 30 Minuten recht lange, vor allem wenn man das optimierte Aufladen aktiviert hat. Das originale Ladegerät von Apple haben wir nicht zur Hand, sodass wir vorhandene Ladegeräte mit verschiedenen Schnellladestandards genutzt haben: Über Power Delivery erreichten wir maximal 22,5 Watt.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Kabellos über QI lädt das iPhone 15 Pro mit maximal 7,5 Watt, sodass eine vollständige Ladung gut 3,5 Stunden dauert. Dabei handelt es sich übrigens um den brandneuen QI2-Standard. Ein Upgrade bei der Ladegeschwindigkeit ist Mag Safe (gibt es auch von Drittanbietern), das mit 15 Watt aufladen kann und die Ladezeit auf 2,5 Stunden verkürzt. Beide Werte sind eigentlich ein schlechter Scherz angesichts der Geschwindigkeiten mancher Android-Smartphones.

Testergebnis

Getestet von
Erik

Das iPhone 15 Pro, gerade das 15 Pro Max, ist das beste iPhone bisher – wie schon die Jahre zuvor natürlich. Auf dem Papier hat man aber kaum Gründe zum Upgrade im Vergleich zum iPhone 14 Pro, denn ganz im Gegenteil: Vom Wechsel zu Titan hat man nicht viel, der 3nm-Prozessor A17 Pro zickt herum (Thermal Throtteling) und viele Aspekte wurden nur optimiert. Die 5-fach-Zoomkamera konnten wir nicht testen und das wäre vielleicht ein Grund für die neue Generation. Für Android-Nutzer ist USB-C zudem eine Hürde weniger, bei Apple reinzuschnuppern.

Gegenüber Android-Flagships gibt es im Grunde keinen nachvollziehbaren Grund, zum iPhone 15 Pro zu wechseln. Im Vergleich zur Konkurrenz hat es kein schöneres Display, die Kamera ist nicht besser und mehr Leistung bietet es auch nicht. Wer ein kompaktes Android-Flagship sucht, kann z.B. zum Xiaomi 13 (zum Test) oder Asus ZenFone 10 (zum Test) greifen. Dazu bietet sich auch ein Honor Magic 5 Pro (zum Test) oder Google Pixel 8 Pro als Alternativen an.

Der Preis des iPhone 15 Pro ist astronomisch hoch und dafür müsste Apple eigentlich ein perfektes Smartphone abliefern. Dem ist aber nicht so, sodass man die Summe nur über die Wertstabilität halbwegs rechtfertigen kann. Aber das iPhone 15 Pro ist auch zu 100% ein Premium-Gerät und funktioniert tadellos!


Gesamtwertung
88%
Design und Verarbeitung
85 %
Display
90 %
Leistung und System
90 %
Kamera
90 %
Konnektivität
90 %
Akku
80 %

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cryptocat
Mitglied
Mitglied
cryptocat(@cryptocat)
6 Monate her

ich scheine eine der ausnahmen zu sein, die nicht aus “prinzip” gegen apple sind, und auch nicht, weils mir zu teuer ist, sondern weil ich einerseits das design langweilig und öde empfinde und zeitgleich das paket fürs gebotene dann doch wieder zu teuer. das iphone 15 pro max mit GUTEM, mir gefallendem design, ich hätte keine probleme, “teuer” einzukaufen.

Apfeltasche
Gast
Apfeltasche (@guest_101438)
6 Monate her

Finde die Preisdiskussion mittlerweile lächerlich. Die Preise für Xiaomi 13 Pro, Honor Magic 5 Pro, S23+ oder gar dem neuen Pixel 8 Pro sind jetzt nicht viel günstiger (zum Release). Die Preise bei den Android Phones fallen natürlich schneller aber der Widerverkaufswert ist um einiges höher bei Apple Produkten. Design und Betriebssystem sind natürlich Geschmackssache und soweit auch nicht mehr auseinander (ausgehend vom Pixel Launcher).

Oliver
Gast
Oliver (@guest_101465)
6 Monate her
Antwort an  Apfeltasche

Na ja, der Wiederverkaufswert ist auch nicht mehr zu prickelnd. Wer ein Android Smartphone nicht gleich bei Release kauft fährt meistens günstiger wenn er nach ca. 3-4 Jahren verkauft. Hatte gerade selbst verglichen.

Ole
Gast
Ole (@guest_101427)
6 Monate her

Selbst wenn ich ein Apple -Jünger wäre, fände ich den Formfaktor extrem hässlich, dieses relativ breite Gerät mit den viel zu runden “Ecken”, ne danke…
Abgesehen von den allseits bekannten Nachteilen.

RutenRudi
Gast
RutenRudi (@guest_101406)
6 Monate her

Die Brennweiten sind vermutlich Äquivalentangaben zu photographischem Vollformat? Wäre ganz gut dran zu schreiben, Brennweiten sind konstant und interessieren sich nicht für Sensorgrößen

otajufrank
Gast
otajufrank (@guest_101403)
6 Monate her

Trotzdem ich das Geld hätte, sehe ich es einfach nicht ein, diese Preise von Apple zu bezahlen. Dann noch im Apple Universum gefangen zu sein, wo die meisten Apps nur noch im teuren Abo erhältlich sind. Ich bleibe bei Android.
Hab ein gutes Handy von den bösen Chinesen…. ich liebe es.

Darth
Gast
Darth (@guest_101437)
6 Monate her
Antwort an  otajufrank

Wahrscheinlich hast du noch nie ein Apple Handy gehabt, sonst würdest du nicht so einen Mist schreiben, wenn du keine Ahnung hast dann lass es sein. Ob Android oder iOS wenn die Entwickler der Apps Abos nur noch anbieten sind bei beiden drauf….

Matze
Gast
Matze (@guest_101440)
6 Monate her
Antwort an  otajufrank

Ein Xiaomi 13 Ultra kostet auch 1500 Euro, die Chinesen Buden sind ebenfalls teuer. Und dann der wiederverkauf, ohne worte

Jan
Gast
Jan (@guest_101464)
6 Monate her
Antwort an  Matze

ja und nein. Ich hab mein neues 13 Ultra für 850 eur inkl. Versand und 90w Netzteil bekommen via Trading Shenzhen. Wobei nicht jeder so einen Weg gehen will, dass man 2 Wochen warten muss, bis es ankommt und, dass man kein LTE Band 20 hat. Ich habe dessen fehlen aber noch nie bemerkt, weder in Gebäuden noch auf dem Land bzw. nicht Stadt.

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