Nothing Phone 1 Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Firmware : Nothing OS 1.1.0
Bewertung: 84%
Vorteile
  • kabelloses Laden
  • schickes Design und hochwertige Materialien
  • flotter & effizienter Prozessor
  • gutes 120 Hertz AMOLED
  • Kamera: zwei gute Sensoren
  • Glyph: eine XXL-Benachrichtigungs-LED
Nachteile
  • durchschnittliche Akkulaufzeit & lange Ladezeit
  • Nothing OS mit wenig Features
  • Kamera hat noch Optimierungsbedarf
  • Glyph hat noch zu wenig Funktionen
  • kein Schnäppchen
Springe zu:
CPUSnapdragon 778G Plus - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUAdreno 642L - 490MHz
Display 2400 x 1080, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem - Android 12
Akkukapazität4500 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera50 MP + 50MP (dual)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht193 g
Maße159,2 x 75,8 x 8,3 mm
Antutu577000
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am29.07.2022

Ist das Nothing Phone 1 nichts als Marketing? Oder hat der OnePlus-Gründer Carl Pei eines der besten Mittelklasse-Smartphones aus dem Nichts vorgestellt? Wir haben uns das Nothing Phone 1 direkt zum Launch bestellt und hatten es nun knapp 2 Wochen in Nutzung!

Das Highlight ist die Rückseite mit dem LED-Muster, dem sogenannten „Glyph“. Abseits davon sind die Komponenten ziemlich durchschnittlich. Es gibt einen Snapdragon 778G+, ein 120 Hertz AMOLED und eine 50MP Dual-Kamera. Das ein oder andere Extra bietet Nothing aber dennoch…

Nothing Phone 1 vorgestellt Beitragsbild
Nothing Phone 1 Test
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Größe 159,2 x 75,8 x 8,3mm 159 x 73,2 x 8,4mm 155,7 x 74,5 x 7,9mm
Gewicht 193g 190g 177g
CPU Snapdragon 778G Plus - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz MediaTek Dimensity 1300 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,6GHz + 4 x 2,0GHz Snapdragon 888 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 6 GB RAM, 8 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 2400 x 1080, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED) 2400 x 1080, 6,4 Zoll 90Hz (AMOLED) 2340 x 1080, 6,4 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 12 Android 12, OxygenOS Android 12, One UI
Akku 4500 mAh (33 Watt) 4500 mAh (80 Watt) 4500 mAh (25 Watt)
Kameras 50 MP + 50MP (dual) 50 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple) 12 MP + 12MP (dual) + 8MP (triple)
Frontkamera 16 MP 32 MP 32 MP
Anschlüsse USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n41, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n3, n7, n8, n20, n28, n38, n41, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 28, 34, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n41, n66, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41
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Die UVP des Nothing Phone 1 liegt kaum über dem, was andere Hersteller inzwischen für ihre Mittelklasse-Smartphones verlangen. Für das OnePlus Nord 2T werden 400€ fällig, wie auch für das Poco F4 und vom Xiaomi 12 Lite wollen wir noch gar nicht reden. Entscheidend sind allerdings die Straßenpreise nach einigen Wochen. Dann wird sich zeigen, ob Nothing eher Xiaomis Preisdumping bietet oder doch die OnePlus DNA der Preisstabilität teilt. Die ersten kabellosen Kopfhörer des Unternehmens gab es öfter bei Amazon reduziert und zuletzt für 60€ statt 100€ UVP. Beim Nothing Phone muss sich zeigen, wo es sich einpendelt. Das Smartphone ist aktuell in folgenden Speichervarianten und Farben verfügbar:

Nothing Phone 1 in Schwarz

Nothing Phone 1 vorgestellt Design 2

Weiß / Transparent

Nothing Phone 1 vorgestellt Design 1

8/128GB 469€
8/256GB 499€ 499€
12/256GB 549€ 549€

Das Nothing Phone 1 könnte allerdings auch DIE Google Pixel Alternative sein! Schon der Look weist darauf hin, aber auch sonst schlägt das Androidsystem denselben Weg ein.

Design & Verarbeitung

Die Nothing Ear 1 haben den Look bereits angekündigt, den man auch beim Nothing Phone 1 bekommt: Das Smartphone bringt frischen Wind in die Smartphone-Welt und bietet einen unverwechselbaren Look mit der teilweise durchsichtigen Rückseite und dem LED-Muster „Glyph“. Und wem es zu sehr nach „iPhone“ aussieht: auf die riesige Notch verzichtet man zum Glück.

Das Nothing Phone 1 misst 159,2 x 75,8 x 8,3 Millimeter und wiegt 193,5 Gramm. Zertifiziert ist das Gerät nach IP53, würde aber laut Hersteller noch besser abschneiden (Kostengründe der Zertifizierung). Die weiße Version mit silbernem Rahmen ist das Vorzeigemodell und präsentiert das durchsichtige Design mit den vielen kleinen Details am besten. Die Variante gibt es erst ab 8/256GB. Wir haben uns bewusst für die schwarze Variante mit dunkelgrauem Rahmen entschieden, die schon preiswerter mit 8/128GB bereitsteht. Das Nothing Phone 1 präsentiert sich so deutlich unauffälliger, die LED-Beleuchtung wirkt aber noch besser, wenn diese aufleuchtet.

zweite Partytrick: es “steht” aufrecht

Die Rückseite ist ganz klar der Hingucker und Partytrick des Nothing Phone 1: Dreht man das Smartphone auf das Display um, leuchtet das Glyph zweimal auf, um zu signalisieren, dass es „bereit“ ist. Spätestens ab dem Punkt ist die Aufmerksamkeit der Tischkollegen garantiert. Das Glas hinten zeigt nur wenige Teile des Innenlebens, mehr ist bei der Bauweise nicht möglich: Die Ladespule für kabelloses Aufladen, Schrauben und das Lautsprechergitter stechen hervor, die passive Kühlung oder Kabelkanäle können erahnt werden.

Für Viele hoffentlich nicht ganz unwichtig: Nothing hat auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Verpackung ist aus „Altpapier“, über 50% des Innenlebens ist aus wiederverwendetem Kunststoff und auch der Aluminiumrahmen aus recyceltem Material. Hier befinden sich unten der USB-C-Anschluss (2.0), Lautsprecher und SIM-Slot. Der rechte Powerbutton und links die zwei Lautstärketasten sind ebenfalls aus Metall und angenehm groß zum Drücken. Zwischen Display und Rahmen ist der Ohrlautsprecher eingelassen und die Displayschutzfolie lässt für die Sensoren etwas Platz.

Äußerlich kommt zum Glück nur hochwertiges Material zum Einsatz: Ein solider Rahmen und Front- und Rückseite aus Corning Gorilla Glas. Die Verarbeitung ist im Grunde exzellent, das Nothing Phone 1 wird aber vom eckigen Formfaktor geprägt. Das Gerät ist zwar leichter als die Konkurrenz mit 193,5g, aber wirkt sehr klobig. Mit großen Händen liegt das Smartphone super in der Hand: Ich kann es problemlos mit dem Daumen und Ringfinger „festkrallen“ und angenehm navigieren. Meine Frau tut sich hingegen schwer und ohne die optionale Schutzhülle wäre es wohl auch zu rutschig zum einhändigen Texten.

Funktionen des Glyph – Was bringen 900 LEDs?

Nothing Phone 1 Test Produktfotos Glyph 2Freunde der Benachrichtigungs-LED – DAS ist mal eine ordentliche Ausführung! Widmen wir uns dem offensichtlichen Highlight in einem Abschnitt mit allen Funktionen, statt verteilt über den ganzen Testbericht. Nothing verteilt über 5 Elemente mit 900 LEDs und baut zahlreiche Funktionen drumherum auf. Leider sind es noch lange nicht genug! Auch wenn das System von der Einfachheit lebt, will man das Markenmerkmal so häufig wie möglich nutzen oder zumindest individualisieren können. Aber ohne den Umweg des Videomodus aufzurufen, kann man das Glyph ja noch nicht mal dem Freundeskreis präsentieren (z.B. über die Schnelleinstellungen, denn hier lässt sich nur die herkömmliche Taschenlampe, der Kamerablitz, einschalten).

Das sind alle Funktionen des LED-Glyphs, dem man auch einen kompletten Menüpunkt in den Einstellungen widmet – In kursiv meine Erfahrung, wenn nötig:

  • Nothing Phone 1 Test Produktfotos 6Allgemein: Die Helligkeit des lässt sich stufenlos einstellen
  • Das Glyph lässt sich in den Schnelleinstellungen (auf dem Homescreen nach unten ziehen) komplett Ein- und Ausschalten
    • Über den Schlafenszeitplan, terminierbar nach Uhrzeit und Wochentag, lässt es sich auch steuern
  • Zum Glyph drehen“ = Mit dem Display auf den Tisch legen: Das Telefon wird stumm geschaltet und Benachrichtigungen / Anrufe werden nur noch optisch signalisiertNothing Phone 1 Test Screenshot Glyph Funktion
  • Ladeanzeige: Beim Laden zeigt die Licht-Leiste ganz unten den Ladefortschritt an. Ein winziger Schubser genügt, um sie aufblinken zu lassen
    • In der Praxis nutzt man dann eher Doppeltippen zum Aufwecken, um einen schnellen Blick auf das Display zu werfen.
  • Google Assistant Feedback: Die LEDs ganz unten geben auch Feedback (Pegel) bei der Kommunikation mit dem Google Assistant („OK Google“).
    • Gerade wenn das Nothing schon umgedreht auf dem Tisch liegt, bekommt man so direktes Feedback beim Benutzen des Personal Assistant.
  • Beim Filmen im Dunkeln kann man statt des LED-Blitzes das Glyph für eine schönere diffuse Ausleuchtung einschalten. Das klappt mit dem neuen Update auch im normalen Foto- und Portrait-Modus.
    • Wieso man in den Schnelleinstellungen mit der simplen „Taschenlampen“-Funktion nur den LED-Blitz nutzen kann, bleibt ein Rätsel oder ein Fall für das nächste Softwareupdate
  • bisher wenig Features für das Glyph

    Klingeltöne und Benachrichtigunssounds – Symphonie aus Klang und optischem Signal:

    • Nothing hat zahlreiche Kompositionen erstellt, die den Sound auf das Leuchten und Blinken des Glyphs abstimmen. Bei einzelnen hohen Tönen zum Beispiel blinkt nur der LED-Punkt unten. Die Klingeltöne klingen allerdings allesamt technisch, statt melodisch-dynamisch.
    • Alternativ lassen sich auch eigne Sounds festlegen, dann aber ohne das darauf abgestimmte Blinken.

Klar lässt sich für jeden Kontakt bzw. für die wichtigen Personen ein Klingelton separat festlegen. Und auch WhatsApp hat schon ewig die Funktion integriert, für Einzel- und Gruppenchats verschiedene Töne auszuwählen. Das gilt aber nicht für andere App-Benachrichtigungen und das muss per Update kommen @Nothing! Ich möchte bei Bedarf für jede App einen separaten Ton bzw. Blinken – Denn gerade schaue ich trotzdem auf das Smartphone bei einer neuen Benachrichtigung, eben weil man nicht weiß, was Neues hereinkam.

Lieferumfang des Nothing Phone 1

Das Nothing Phone 1 kommt mit einer bereits aufgetragenen Displayfolie, Zettelwerk und Betriebsanleitung. Dazu gibt es noch eine SIM-Nadel mit durchsichtigem Griff und ein USB-C auf USB-C Kabel. Einem Trend folgt man (leider) ebenfalls und verzichtet auf ein Netzteil. Das Phone 1 versteht sich mit Power Delivery und lädt mit maximal 33 Watt. Nothing selbst bietet ein Ladegerät mit 45 Watt für 35€ an, zu dem ihr aus Kostengründen bitte nicht greift. Etwa Anker oder UGreen haben Netzteile, die zu dem Preis eine höhere Ladeleistung und mehr Anschlüsse bieten.

Eine Schutzhülle liegt leider ebenfalls nicht bei. Wir haben uns von Nothing die offizielle Hülle für 25€ mit dazu bestellt. Dabei handelt es sich eher um ein komplett durchsichtiges Case aus festerem Material, die auch nicht besonders dick aufbaut. Ein Rand über dem Display steht aber über, was definitiv gut ist: Das Nothing Handy soll ja umgedreht daliegen, um das Glyph zu präsentieren.

Display des Nothing Phone 1

Beim Nothing Phone 1 kommt ein AMOLED-Panel zum Einsatz, das perfekt in die obere Mittelklasse passt. Abgesehen von LTPO und einer absurd-hohen Helligkeit oder Auflösung muss man auf nichts verzichten. In der Diagonale misst es 6,55 Zoll im 20:9 Format. Mit der Auflösung von 2400 x 1080 Pixel erreicht das Nothing Smartphone eine Bildpunktdichte von 401 Pixeln pro Zoll und bietet so ein scharfes Bild.

Wie man es zum Beispiel auch vom iPhone kennt, ist das Display komplett symmetrisch. Das schafft man nur durch ein flexibles OLED-Panel. Die Displayränder sind mit 2mm zwar nicht super schmal, der Look aber insgesamt stimmig. Die Punch-Hole-Notch oben links misst 3mm im Durchmesser.

Das Displaypanel bietet mit 120 Hertz eine schön flüssige Bildwiederholungsfrequenz. Aktivieren kann man diese nur als „Automatik“ oder limitiert eben gleich komplett auf 60Hz. Mit aktivierter Automatik entscheidet das Smartphone, wann und in welcher App 120Hz genutzt werden. Das klappt soweit gut, aber 90Hz im Chrome ist kein Volltreffer. Bei den meisten Games und YouTube wird auf 60Hz heruntergeregelt. Das Touchpanel arbeitet mit einer Abtastrate von 240 Hertz.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Nothing gibt für die Displayhelligkeit maximal 1200 Lux an, die das Phone 1 mit 1150 Lux auch fast erreicht. Im manuellen Modus kann man die Helligkeit auf bis zu 800 Lux hochschrauben. In der prallen Sonne dürfte es in der Praxis teils noch etwas heller leuchten, man kommt aber auch in der sonnenreichen Jahreszeit problemlos zurecht. Schön ist der „Extradunkel“ Modus, der sich in den Schnelleinstellungen aktivieren lässt: abends im Bett blendet das AMOLED so noch weniger.

Software: In den Einstellungen hat man die Wahl zwischen einer lebhaften Farbdarstellung „Alive“ und etwas natürlichem „Standard“. Die Farbtemperatur kann stufenlos zwischen warm und kalt noch feinjustiert werden. Nothing kalibriert das OLED-Panel weniger knallig bunt, wie manch anderer Hersteller.

Für die Größenanpassung stehen je vier Schrift- und Anzeigegrößen zur Wahl. Im System kommt die bekannte Schriftart „Roboto“ zum Einsatz und viele Überschriften oder hauseigene Homescreen Widgets sind in der Pixel-Optik gehalten.

Wie gewohnt stehen ein terminierbarer und regelbarer Blaulichtfilter und Dark-Mode / Dunkelmodus für das AMOLED bereit. Ein Always-on-Display ist auch implementiert. Auf dem “Sperrbildschirm” werden dabei nur die Uhrzeit, Datum, Wetter und Benachrichtigunssymbole angezeigt. Weiter anpassen lässt es sich nicht. Für Videostreaming wird HDR10 / HDR10+ unterstützt und das Gerät ist nach Widevine L1 zertifiziert. Bedient wird das Nothing Phone 1 nach Wahl über Gesten, die sich sogar in der Empfindlichkeit anpassen lassen, oder über die drei Android-Buttons. Hier lässt sich leider nicht die Zurück-Taste von links nach rechts verlegen.

Hardware & Rechenleistung

Zum Einsatz kommt der Snapdragon 778G+ Prozessor: Ein moderner Octa-Core von TSMC, der im 6nm-Verfahren gefertigt wird. Der Chip ist ein Kompromiss aus Preis, genügend Leistung und Effizienz. Mit anderen Smartphones der Preisklasse kann das Nothing Phone bei der Rechenleistung so nicht konkurrieren, Einschränkungen spürt man in der Praxis aber nicht deutlich. Der SoC setzt sich aus einem schnellen Prime-Core, Leistungs- und Energiesparcluster (1 x A78 @ 2.5GHz + 3 x A78 @ 2.4GHz + 4 x A55 @ 1.8GHz) und der Adreno 642L GPU zusammen. Wie es der Name schon sagt, ist der Chip eine leistungsgesteigerte Variante des SD778G.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Wildlife)

An Speicher stehen dem Nothing Phone 1 bis zu 12 GB LPDDR5 Arbeitsspeicher und maximal 256GB UFS 3.1 Systemspeicher zur Verfügung. Letzterer erreicht Werte von 1581 MB/s beim Lesen und 1046 MB/s beim Schreiben. Mit 8/128GB kostet das Nothing-Smartphone 469€ in Deutschland, 499€ mit 8/256GB und die größte Version mit 12/256GB erscheint erst später für 549€.

Im AnTuTu-Benchmark v9 erreicht das Nothing Phone 577.000 Punkte, die Adreno GPU zieht den Score allerdings nach unten. Das zeigt sich auch in modernen 3D-Games. Das Smartphone spielt sie zwar problemlos ab, vereinzelt geht die Framerate auf unter 40fps. Die CPU hingegen garantiert einen astreinen Systembetrieb. In anspruchsvollen Szenarien zeigt sich der Performance-Unterschied zu stärkeren Smartphones, wo das Nothing eine Gedenksekunde mehr braucht.

Thermal Throtteling: Die Mittelklasse von Qualcomm ist nicht bekannt für Überhitzen und die Leistung muss unter Dauerbelastung nicht gedrosselt werden. Die GPU des Nothing Phone 1 zeigt sich absolut stabil im 3D Mark Stress Test. Die im Vergleich stärkere CPU  muss die Leistung auf etwas 90% nach 10 Minuten drosseln, für 3D-Games ist das aber nicht relevant.

System – (Stock) Android 12

Das Nothing Phone 1 wird mit dem eigenen Nothing OS ausgeliefert, das auf Android 12 basiert. Der Sicherheitspatch wurde im Testzeitraum auch auf den Stand von Juli 2022 gebracht. Der Hersteller selbst verspricht drei Jahre Android-Updates und vier Jahre Sicherheitspatches alle zwei Monate. Das geht natürlich nur, wenn das Unternehmen dann noch im Smartphonegeschäft tätig ist. Bloatware ist nicht vorhanden. Die einzige vorinstallierte App von Nothing ist der Rekorder für Soundaufnahmen.

Derzeit handelt es sich bei Nothing OS größtenteils um Stock Android, das optisch etwas angepasst wurde und nur ein paar wenige zusätzliche Features bietet. In einem separaten Artikel schauen wir uns noch das Nothing OS im Vergleich zur „Pixel Experience“ des Google Pixel 6a genau an.

Nothing OS läuft auf dem ersten Smartphone des Herstellers mit dem Snapdragon 778G+ und dem 120 Hertz Display butterweich und lässt sich selbsterklärend in der Praxis wunderbar nutzen. Der Fokus liegt laut Carl Pei auf dem puren Android, ohne überfrachtet zu sein. Für die typischen Smartphone-Funktionen setzt man auf die Google Apps. Die optische Anpassung ist gut gemacht und ein besonderes Lob gibt es für die vielen Hintergrundbilder, die ab Werk an Bord sind. Das Menü zum Runterziehen (Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen) ist super gemacht und gerade Verbindungen zu anderen Geräten lassen sich hierüber deutlich schneller aufbauen (WLAN, mobile Daten und Hotspot & Bluetooth-Manager).

Definitiv müssen wir Punkte abziehen für den geringen Funktionsumfang. Hat man sich z.B. sein Realme Smartphone mit der Realme UI oder auch Samsungs One UI bzw. Xiaomis MIUI einmal eingerichtet und reingefuchst, profitiert man von den vielen zusätzlichen Funktionen. Nothing bietet diese derzeit nicht. Viele Funktionen, die sich eigentlich etabliert haben, fehlen – Um ein paar zu nennen: Der Game Mode ist zwar da, bietet aber keine Einstellungen, es gibt lediglich den App-Drawer als Option, die optische Individualisierung ist nur beschränkt möglich und Funktionen wie eine Seitenleiste oder Schnellstart gibt es nicht. Auch die Position der On-Screen-Buttons kann nicht eingestellt werden und der Zurück-Befehl ist immer links platziert.

Per Update kam jüngst lediglich ein Widget für die eigenen NFTs (als Galerie) oder Tesla-Integration hinzu. Schade, dass die eigenen Kopfhörer Nothing Ear 1 noch nicht richtig eingebunden wurden (es braucht die separate App aus dem Play Store).

An dieser Stelle ein kleiner Seitenhieb: Die Gründer von Nothing wollen das Smartphone mit einer “seamless Integration” des Ökosystems von der Konkurrenz abheben. Bis dato hat das Unternehmen einen einzigen Kopfhörer vorgestellt und der ist nicht nahtlos in das Nothing OS integriert. Was das für ein Licht auf das Vorhaben “seamless Integration” wirft, darf der Leser jetzt gerne selbst beurteilen.

Fazit zum System. Nothing OS ist aufgeräumt und sauber. Hoffentlich folgen in Zukunft noch ein paar optionale Optionen oder Features, sonst hat man halt einfach nur Android und muss auf viele Funktionen verzichten.

Kamera des Nothing Phone 1

Auf eine überladene Kameraeinheit verzichtet man zum Glück und setzt in der Dual-Cam auf zwei 50 Megapixel Kamerasensoren. Die Kamerasoftware bietet die typischen Aufnahmemodi an, kann aber noch nicht mit den großen Herstellern mithalten. Das LED-Glyph dient der Kamera nur als diffuses Videolicht oder auch Portrait-Beleuchtung. Der Autofokus wird über einen PDAF gesetzt, loben darf man die schnelle Auslösezeit. Folgende Sensoren sind beim Nothing Phone 1 im Detail verbaut:

  • Hauptkamera: Sony IMX766, 50MP Auflösung – 12,5MP Pixel Binning, f/1.88 Blende, 1/1,56“ Zoll Sensorgröße, 1 µm Pixelgröße / 2 µm mit Pixel Binning, 24mm Brennweite
    • Video: OIS + EIS, bis zu 4K / 30fps, 1080p / 60fps
  • Ultraweitwinkelkamera: Samsung JN1, 50MP Auflösung – 12,5MP Pixel Binning, f/2.2 Blende, 1/2,76“ Zoll Sensorgröße, 0,64 µm Pixelgröße / 1,28 µm mit Pixel Binning, 114° Sichtfeld (FoV), Makromodus bis 4cm Fokus
    • Video: EIS
  • Frontkamera: Sony IMX471, 16MP Auflösung, f/2.45 Blende, 1/3,1“ Zoll Sensorgröße
    • Video: 1080p / 30fps

Mit dem Sony IMX766 hat man einen potenten Hauptkamerasensor, der z.B. auch im OnePlus Nord 2 oder dem Oppo Find X5 / 5 Pro überzeugt. Auf den Samsung JN1 setzt z.B. auch das OnePlus 10 Pro oder Realme GT 2 Pro als Ultraweitwinkelsensor, dort allerdings mit einem beachtlichen Blickfeld von 150°. Hat Nothing schon zum Marktstart die Software unter Kontrolle und bietet eine ebenso gute Optimierung wie die etablierten Hersteller?

Tageslicht

Das Nothing Phone 1 liefert mit dem gut-bekannten Sony IMX766 schicke Aufnahmen bei Tageslicht mit einer Auflösung von 12,5MP. Alternativ kann man auch zu 50MP wechseln (bei der Haupt- und dem UWW-Sensor): So holt man ein paar mehr Details beim Reinzoomen aus dem Motiv, verzichtet aber etwas auf die hohe dynamische Reichweite. Farben und Kontraste stellt das Smartphone lebendig dar und bedient sich kräftigen Farben.

Mit den modernen Quad-Bayer-Sensoren kann man auch ruhigen Gewissens zum zweifach digitalen Zoom wechseln, ohne dass das Bild einfach nur gecropped wird. Die Qualität reicht je nach Motiv für die meisten Aufnahmen aus. Die Detaildichte und der Vergrößerungsfaktor kann mit echten Telephotosensoren allerdings nicht mithalten.

Nahaufnahmen / Makro mit dem UWW-Sensor

Der Sony IMX766 liefert mit der 24mm Brennweite einen stark-ausgeprägten natürlichen Bokeheffekt bei Nahaufnahmen, was Objekte gut in den Fokus rückt. Die Hauptkamera fordert mit dem großen Sensor etwas Abstand zum Objekt (etwa 10cm) und der Fokusbereich ist nicht besonders groß. Mit der Ultraweitwinkelkamera hingegen kann man bis zu 4cm nah an Objekte heran und bekommt auch anschauliche Aufnahmen.

Nachtaufnahmen

Wichtig: Mit der neuen Software OS 1.1.0 wurde das ISO-Rauschen stark gesenkt bei Nachtaufnahmen. Der Sony IMX766 konnte sich bereits mehrmals bei Nacht profilieren und auch das Nothing Phone 1 muss bei Nacht nicht in der Hosentasche bleiben. Die Belichtung bleibt ziemlich natürlich und die Rauschunterdrückung lässt etwas ISO-Rauschen zu, ohne zu viele Details glattzubügeln. Insgesamt fällt auf, dass z.B. OnePlus mit dem Nord 2 / Nord 2T, noch mehr aus dem IMX766 bei Nacht herausholen.

Bei wenig Licht schalten die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera automatisch um in einen „soften“ Nachtmodus. Wechselt man separat in den „Nightmode“ erhöht sich die Lichtausbeute signifikant, für ein Foto benötigt das Nothing Phone 1 dann aber auch gut 5 Sekunden. In den speziellen Nachtmodus kann man aber nur wechseln, wenn das Symbol auftaucht – Bei Sonnenuntergang ist das zum Beispiel noch nicht der Fall. Der Nachtmodus bietet eine gesteigerte Helligkeit und auch Farben kommen besser zur Geltung. Hat man die Zeit, sollte man ihn auch nutzen.

Portrait

Nothing Phone 1 Test Screenshot BokehEin großes Lob gibt es für die Portrait-Aufnahmen, die Personen klasse zur Geltung bringen. Der Fokus wird meistens über die Gesichtserkennung gesetzt – Bei Gegenständen braucht das Nothing Phone 1 etwas mehr Zeit, um ein Bokeh zu erkennen. Die Portraitaufnahmen zeigen eine angenehme Belichtung und tolle Farbdynamik.

Der Unschärfeeffekt kann bei der Aufnahme angepasst werden (über das Blenden-Symbol, wie man es von der Spiegelreflexkamera kennt). Auch darf man nach der Aufnahme die Portrait-Aufnahmen noch mit Google Fotoeditor bearbeiten und profitiert von den bereitgestellten Filtern (z.B. Color-Pop Effekt).

Ultraweitwinkel

Einen enorm weiten Aufnahmebereich bietet das Nothing Phone 1 mit 114° nicht an, zeigt dafür aber eine höhere Qualität der UWW-Aufnahmen. Der typisch unscharfe Kantenbereich ist hier nicht vorhanden und die automatische Verzerrungkorrektur arbeitet toll. Bei Tageslicht ist der Samsung JN1 definitiv eine Alternative zur Hauptkamera bei passender Szenerie. Die UWW-Bilder zeigen eine ebenso hohe dynamische Reichweite und nur etwas niedrigere Detaildichte.

Das ändert sich mit dem kleineren Sensor umgehend bei Nacht. Hier ist der Samsung JN1 noch zu kaum etwas zu gebrauchen und keine Alternative zur Hauptkamera. Die Bilder sind einfach schlichtweg zu dunkel.

Frontkamera

Die Frontkamera mit dem Sony IMX471 liefert so weit gute Ergebnisse. Die aufgenommenen Farben sind natürlich und eine anschauliche Dynamik kommt ebenfalls auf. Die Detaildichte kann hingegen beim Reinzoomen nicht ganz mit der hochauflösenden Selfiekamera mithalten und besonders scharf sehen die Selfies nicht aus. Das Nothing Phone 1 lässt sich dazu von Gegenlicht / Sonneneinstrahlung ziemlich beirren.

Der Portrait-Modus der Frontkamera arbeitet mit Gesichtserkennung und liefert gute Selfie-Bokehs. Bei Nacht ist die Frontkamera nur in gut künstlich-ausgeleuchteten Bereichen wirklich nutzbar. Der Nachtmodus liefert hier wenig.

Videos

Die Videoqualität ist so weit in Ordnung, wenn auch im Funktionsumfang beschränkt. Die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera sind auf 4K / 30fps oder 1080p / 60fps limitiert und während der Videoaufnahme kann man nicht zwischen den Sensoren wechseln. Lediglich mit dem Sony IMX766 steht ein 2x digitaler Zoom bereit. Die Frontkamera verbleibt leider bei 1080p / 30fps und wird auch nicht durch einen EIS stabilisiert. Die Hauptkamera liefert stabile Videoaufnahmen dank der Kombination aus gutem EIS und der Lagerung in einem OIS. Beim UWW-Sensor funktioniert der EIS nicht korrekt.

Konnektivität und Kommunikation

Mit dem modernen Snapdragon Chip sind die Konnektivitätsstandards auf dem aktuellen Stand. Der SIM-Slot nimmt zwei Nano-SIM-Karten gleichzeitig auf und funkt auch mit beiden ins 5G-Netz. Eine E-SIM kann nicht eingerichtet werden. Das Nothing Phone 1 unterstützt zahlreiche Frequenzbänder und die Empfangsqualität ist super. Zum Telefonieren werden zudem noch VoLTE und VoWiFi unterstützt. SAR-Werte: 0,99 W/kg Kopf, 1,476 W/kg Körper.

Lautsprecher: Nothing setzt auf Stereo-Lautsprecher. Der Ohrlautsprecher in dem kleinen Schlitz oben ist dabei aber hörbar schwächer. Beim Telefonieren in ruhigen Umgebunden ist das kein Problem, auch wenn er lauter sein könnte. Im hohen Lautstärkebereich stechen Höhen schrill hervor. Im Medienbetrieb gibt es viele besser klingende Smartphones in der Preisklasse. Höhen werden sauber wiedergegeben, bei den Mitten und (typisch) Bässen schwächelt das Gerät. Die Stimme wird über ein Mikrofon unten aufgenommen, das obere Mikro filtert hingegen Nebengeräusche solide heraus. Ein Drittes ist hinten bei der Kamera zum Filmen.

Konnektivität: Das Nothing Phone 1 zeigt auch bei den anderen Verbindungen starken Empfang. Mit lokalen Netzwerken verbindet es sich über WiFi 6, kann die volle Geschwindigkeit aber nur zu 70% ausreizen. Mit anderen Geräten koppelt man sich über Bluetooth 5.2 und kann mit Kopfhörern auch AptX HD nutzen. NFC ist mit an Bord und Google Pay bzw. Google Wallet konnten wir wie gewohnt einrichten. Die Navigation erfolgt über Dual-Band mit den Satelliten GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo und QZSS. Das Nothing Phone 1 bestimmt den Standort in unter 10 Sekunden auf 3 Meter genau und im Auto verlief die Navigation problemlos. An Sensoren gibt es die drei Standards (Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeits-Sensor), E-Kompass und ein Gyroskop.

Biometrische Entsperrung: Der Fingerabdrucksensor findet seinen Platz unter dem Display und ist immer aktiv. Einfach den Finger auch im Standby auflegen und das Nothing Phone 1 wird im besten Fall in unter einer halben Sekunde entsperrt. Die Genauigkeit liegt in der Praxis bei ca. 95%, manchmal braucht der Entsperrvorgang aber auch knapp 1 Sekunde. Alternativ lässt sich die Frontkamera für die Gesichtserkennung einrichten. Das Smartphone muss dafür über den Powerbutton oder Double-Tap aufgeweckt werden, ist dann aber fix entsperrt und das Ganze klappt sogar mit Maske.

Akkulaufzeit des Nothing Phone 1

Das Nothing Phone 1 hat mit 4500mAh einen durchschnittlich großen Akku, profitiert aber vom besonders effizienten Snapdragon 778G+. Beim System zeigt sich, dass noch etwas Luft nach oben ist, denn ein OnePlus Nord 2T mit ähnlicher Hardware (ebenfalls 4500mAh) hält spürbar länger durch. Mit dem Nothing Phone 1 kam ich problemlos durch den Tag und auch nach einem Reisetag (9 Stunden Fahrt) mit Navigation, Musikstreaming und Entertainment, waren nach 6 Stunden Display-On-Time am Abend wenigstens noch 10% übrig. Eine zwei-tägige Nutzung schafft man nur bei sehr sparsamen Gebrauch.

Im PC-Mark Benchmark (Display bei 200 Lux) erreicht das Nothing Phone 1 immerhin 12 Stunden und 44 Minuten im 120 Hertz Modus. Im Videostreaming über YouTube (200 Lux) braucht das Nothing Phone 1 in der Stunde 9% Akku. Auch das ist leider kein guter Wert.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Aufladen: Auf einen eigenen Schnellladestandard verzichtet die junge Marke. Über Power Delivery 3.0 oder Quick Charge 4.0 werden maximal 33 Watt erreicht. Realme, OnePlus oder Xiaomi lachen über die Ladezeit von insgesamt 80 Minuten – Ein Google Pixel 6a oder Samsung laden hingegen auch nicht schneller. Zwischendurch lädt man das Nothing in 15 Minuten um 25% nach. Die ersten und letzten 10% werden wie gewohnt behutsamer geladen und nehmen zusammen 20 Minuten in Anspruch.

Dafür bietet das Nothing Phone 1 aber Wireless Charging über den QI-Standard an, worauf viele andere Konkurrenten leider verzichten und es als absolutes High-End Feature darstellen. Kabellos lädt das Smartphone mit bis zu 15 Watt und braucht für eine vollständige Ladung gut zwei Stunden. Anderen Geräten, z.B. den Nothing Ear 1 True Wireless Earphones, spendet das Phone 1 über Reverse Wireless Charging mit bis zu 5 Watt Energie.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Das Nothing Phone 1 bereichert den Smartphone-Markt um ein stylisches und solides Gerät abseits des Einheitsbreis der großen Marken. Abgesehen von der gesamten Aufmachung und den LED-Features ist das Nothing Phone 1 ein stinknormales Mittelklasse-Smartphone – Und das ist gar nicht mal negativ gemeint. Die Geräte in dieser Preisklasse funktionieren einfach hervorragend, bieten genug Rechenleistung, mehr als brauchbare Kameraqualität und auch teilweise etwas Premium. Aber das Nothing Phone 1 ist speziell und bei den etablierten Marken gibt es definitiv die besseren Gesamtpakete, wenn auch ohne kabelloses Laden! Man sollte schon auf der Suche sein nach etwas Besonderem und am besten auch mit dem geringen Funktionsumfang von purem Android zurechtkommen.

Die bessere Preis-Leistung gibt es bei den großen Herstellern definitiv und mit einem Flagship-Killer und OnePlus DNA der ersten Stunde hat das Gerät nichts zu tun. Um ein paar Alternativen zu nennen, die günstiger sind und deutlich besser abschneiden im Test: Das Poco F4 oder OnePlus Nord 2 / Nord 2T. Im etwa gleichen Preisbereich bieten ein Samsung S21 FE, Google Pixel 6, Realme GT 2 oder auch die ältere Flagship-Generation, wie dem Xiaomi Mi 11 Pro, definitiv mehr.


Gesamtwertung
84%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
75 %
Kamera
80 %
Konnektivität
90 %
Akku
80 %

Preisvergleich

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 06.08.2022

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Max
Gast
Max (@guest_89772)
4 Tage her

Ich verstehe nicht, warum im Jahr 2022 noch immer Smartphones mit Akku unter 5000maph verbaut werden. Die Message sollte doch angekommen sein, dass die Leute wenigsten einen Tag intensiver Nutzung haben möchten. :/

Schade, für mich leider das KO-Kriterium.

Max Mustermann
Gast
Max Mustermann (@guest_89705)
7 Tage her

Ich bin Besitzer des Nothing Phones. Ich hatte seit 12 Jahren unzählige Telefone in der Mache. Es ist nicht die Eierlegendewollmilchsau, doch bei weitem nicht so schlecht wie viele denken. Ich habe keine Displayprobleme oder generelle Materialfehler. Meine Akkulaufzeit ist für mich sehr gut. Bin auch kein Mensch der ständig was am Telefon macht. Fotos finde ich gut, nicht so gut wie mein letztes Pixel 6 aber besser als das Realme GT 2. Die Updates werden kommen und einige Bugs ausbügeln. Der Preis ist ok. Die Leistung ist im Alltag gut, ich spiele aber auch nicht. Meine Apps sind nur… Weiterlesen »

Nomadd
Gast
Nomadd (@guest_89692)
8 Tage her

Ich finde die Bewertung extrem fair denn aufgrund des Preises hätte ich ein paar % abgezogen in der Bewertung. Für das Geld gibts nun einmal besseres . Ich bin wäre sowieso nicht bereit mehr als 300 Euro für die Mittelklasse zu zahlen.Wenn ich bereit bin tiefer in die Tasche zu greifen, hole ich mir das pixel 6 pro oder das galaxy s21ultra vom letzten jahr.

jetztschreiben
Gast
jetztschreiben (@guest_89680)
8 Tage her

Hallo zusammen,

ich habe dem Test so entgegen gefiebert, beim lesen mich zurückhalten müssen, um nicht gleich zum Kamera Kapital zu scrollen, um etwas Vorfreude aufzuheben.

Aber irgendwie bleibt nach dem Lesen außer dem Design nicht viel übrig womit sich das Nothing Phone1 von den Mitbewerbern abhebt. Konsequent abgestimmt erscheint mir die Systemschrift und die ‘Retrotöne”. Meins ware das nicht.
Die Hoffnung ein hervorstechendes Kamersetup zu erhalten hat sich ebenfalls nicht bestätigt und die Videolimitierung muss man nicht verstehen.

Irgendwie allles zu wenig für das TamTam um das Gerät.
Schade.

Grüße und ein schönes Wochenende

Mike
Gast
Mike (@guest_89678)
8 Tage her
Pyrolman
Gast
Samuel (@guest_89670)
9 Tage her

Das Phone wäre ja eigentlich ganz interessant. Was mich jedoch etwas verwundert ist die Tatsache, dass die LEDs nur in Weiss leuchten. Wieso man hier nicht auf mehrfarbige LEDs setzt ist mir ein Rätsel.

Boris
Gast
Boris (@guest_89716)
6 Tage her
Antwort an  Samuel

Das Thema bedarf noch sehr viel Vorschung. Ingenieure weltweit versuchen fieberhaft das Problem mit mehr Farben bei LEDs zu lösen. Schätzungsweise in 10 Jahren könnte man soweit sein. Bis dahin muss sich die Menschheit mit einfarbigen LEDs begnügen.

Gerza
Gast
Gerza (@guest_89667)
9 Tage her

Ich bin’s mor ziemlich sicher, dass dieses Smartphone mindestens 5 Punkte mehr bekommen würde, wenn’s drauf Poco oder Xiaomi stehen würden 🥲
Baterie hält ja super, sogar im Vergleich zu Poco F4… und kein Bloatware ist ja auch ein riesen Plus!

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
9 Tage her
Antwort an  Gerza

Servus Gerza, also wir hätten ehrlich gesagt nichts davon, dieses Gerät schlecht zu machen. Das macht Erik auch denke ich nicht, sondern er bewertet es fair und ordnet es ein. Du machst mit dem Gerät auch definitiv nichts falsch, aber wenn Realme, Poco, Redmi, Samsung oder OnePlus steht, bekommst du sicherlich mehr für dein Geld. Für den aktuellen Preis des Nothing gibt es auch ein Pixel 6, das hat auch keine Bloatware :).

Beste Grüße

Jonas

Mars
Mitglied
Mitglied
Mars (@mars)
9 Tage her

Danke für den Test!
Ich finde der Test liest sich etwas negativ, im Gegensatz zum Fazit danach :”…ist das Nothing Phone 1 ein stinknormales Mittelklasse-Smartphone – Und das ist gar nicht mal negativ gemeint”. Ich vertraue hier mal auf das Fazit 😉

Warum ein fast Stock Andriod ohne Bloadware (!) als Nachteil aufgeführt wird, verstehe ich leider nicht. ich brauche einfach nicht jede App 2 mal, einmal von Google und einmal vom Hersteller.
Auch die “lange Akkuladezeit” ist sicherlich nur im Vergleich zu anderen zu sehen. Wenn das Ding in etwa 1,5h voll geladen ist, finde ich persönlich das fein.

Calimero
Gast
Calimero (@guest_89658)
9 Tage her

Danke für den Interessanten Test.
Eine Anmerkung
Zitat:
“Ist das Nothing Phone 1 nichts als Marketing? Oder hat der OnePlus-Gründer Pete Lau eines der besten Mittelklasse-Smartphones aus dem Nichts vorgestellt?

Ihr meint sicher Carl Pei und nicht Pete Lau, oder? Pete hat nothing mit Nothing zu tun

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
9 Tage her
Antwort an  Calimero

Servus, danke für den Hinweis. Das war definitiv der falsche OnePlus Gründer :).

Beste Grüße

Jonas

Alexander K. aus W.
Gast
Alexander K. aus W. (@guest_89652)
9 Tage her

Vorab danke für den Test. Wie bereits gedacht / befürchtet, außer der Aufmachung und kabellosem laden ein überteuertes Mittelklassemodell. Außer Hype nicht viel gewesen, leider auch beim Pixel 6a.

Bin gespannt, was die Leute sagen, denen das F4 nicht innovativ genug war 😀

Nico
Gast
Nico (@guest_89651)
9 Tage her

Das mit dem AOD solltet ihr noch mal prüfen und im Anschluss in Eure Bewertung einfließen lassen…

Ich habe das Gerät jetzt selbst seit einer Woche in der Nutzung.

Schade das eine reines, minimalistisches, Android System ohne unnütze Funktionen und Bloatware mittlerweile zu Abzügen in der B-Note führt.
Das Nothing OS läuft ähnlich smooth und performant wie ein C-Droid oder vergleichbare Custom-Rom, auf beispielsweise einem POCO F3.

Der Sinn hinter Nothing OS und dem phone (1) ist es, mit der Community (Discord) den Funktionsumfang sinnvoll und kontinuierlich zu erweitern. Scheinbar wurde die Philosophie hier nicht verstanden.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
9 Tage her
Antwort an  Nico

Servus, danke für den Hinweis. Werden wir machen. Wirklich negativ eingeflossen ist das System nicht. Erik ist sogar ein Fan von Stock-Android und der Satz mit den Punkten ist vielleicht etwas falsch gewählt. Es soll darum gehen, dass man versteht, was fehlt. Das beginnt schon bei einfachsten Dingen, wie den Zurück-Button für Rechtshänder einstellen (das geht nicht). Außerdem ist es nun mal auch nicht so, dass es hier irgendeinen Geschwindigkeitsvorteil gibt. Wir reden hier immerhin von einem Smartphone, dass über 400€ kostet. Da gibt es genügend Geräte, die einfach aufgrund der reinen Hardwarepower deutlich schneller sind, egal wie voll das… Weiterlesen »

s0fax
Gast
s0fax (@guest_89648)
9 Tage her

Es gibt ein AOD !
Einstellungen – Display – Sperrbildschirm – Basisinformation des Sperrbildschirms immer anzeigen

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
9 Tage her
Antwort an  s0fax

Servus, danke für den Hinweis. Das hat Erik wohl übersehen. Ich passe es gleich an und wir checken es nochmal.

Beste Grüße

Jonas

Max
Gast
Max (@guest_89534)
14 Tage her

Hi, wisst ihr schon, wann in etwa euer Test zum Nothing Phone online geht? Je nach dem wie der Akku hält, wäre es doch für mich interessant (oder könnt ihr dazu vll schon was sagen? Am besten im Vergleich zum Ulefone Armor 6e ^^, danke).

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
14 Tage her
Antwort an  Max

Servus Max, der Test wird diese Woche wahrscheinlich noch kommen.

Beste Grüße

Jonas

Henrik Langer
Gast
Henrik Langer (@guest_89516)
15 Tage her

Interessantes Gerät, sehr gute Zusammenstellung mit dem 778+ und weglassen von sinnlosen Kamerasensoren, defintiv eine gute sinnvolle Entscheidung, aber bis auf die sinnlosen LEDs nichts Neues, kabelloses Laden interessiert mich nicht. Solange ein Samsung A52s immer noch gute bis bessere Fotos und Videos macht uns ein Gleichgutes Paket bietet, ist alles über 300€ einfach zu viel. Wer auf den Markt fussfassen will, muss schon mal mit einen Preiskracher kommen (wie einst Realme), aber so wird das nichts, nothing! Kurios: BBK hat bei den neuen Narzo-Geräten auch jetzt die sinnlosen zusätzlichen Kamerasensoren weggelassen, zeitgleich gleiche Idee , schon komisch

Mike
Gast
Mike (@guest_89352)
21 Tage her

Ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, an welchem ich mir gerne Smartphones für um die 500 Euro kaufe. Das Nothing Phone wäre sicher interessant im Preisbereich für max. 300 Euro, aber nicht in der teuersten Variante für knapp 500 Euro. Da macht man 100x den besseren Deal, wenn man ein Flaggschiff vom Vorjahr kauft. Bessere Kamera, besserer Akku (resp. Wireless Laden usw.), besseres Display usw.

Nur so. Nothing Phone 12GB / 256GB kostet ca. 500 Euro. Ich hab für den gleichen Preis nun ein OnePlus 9 Pro mit 12 / 256 gekauft.

Simon S.
Gast
Simon S. (@guest_89350)
21 Tage her

Kabelloses Laden bietet eigentlich keiner in der Preisklasse (außer vielleicht Samsung?), und dann auch nicht mit den selben Kamera-Sensoren vom Realme GT2 Pro – das KEIN Kabelloses Laden hat und noch mal ein paar hundert Tacken mehr kostet.

FloFlorian
Gast
FloFlorian (@guest_89318)
22 Tage her

Finde das Smartphone sinnlos, was bringen diese LEDs, außer das Sie Akku Kapazität verbrauchen und sonst halt standard Kost.

eismann333
Gast
eismann333 (@guest_89308)
22 Tage her

Ich finde das Phone 1 ziemlich interessant.
Es hat natürlich nicht die Leistung, die andere Geräte auch schon billiger liefern (die aber 95% der Leute auch gar nicht braucht) aber bietet dafür Features wie kabelloses Laden, das Symmetrische Display vorne, IP Rating etc, auf die sehr gerne mal Verzichtet wird oder die generell Flagships vorenthalten sind.
Den Verzicht auf unnötige Kamerasensoren finde ich super, die 2MP makro Linse benutzt eh niemand.

Beim Design werden sich die Geister scheiden. Mir persönlich ist es etwas zu auffällig aber das muss jeder selbst wissen.

Mirko
Mitglied
Mitglied
Mirko (@mirko)
22 Tage her

Ich wollte das Phone 1 für meine Frau ordern, will aber die ersten Testberichte abwarten. Bei YT habe ich schon einige Vorab-Tests gesehen. Das Design ist schon etwas besonderes. Ob man das nun mag oder nicht. Es erinnert natürlich an ein Iphone, was ja nicht schlimm sein muss. Ich finde es gut, dass man auf 2MP-Sensoren bei den Kameras verzichtet und bei den Sensoren für die Hauptkamera und der UWW gute Technik verbaut. Übrigens ist der Sony IMX766 nicht beim Oppo Find X5 (Pro), sondern beim Oppo Find X3 Pro. Und hier als Haupt- und UWW-Kamera.

Mirko
Mitglied
Mitglied
Mirko (@mirko)
22 Tage her
Antwort an  Erik Zürrlein

Na, wenn es Oppo selbst so angibt, dann muss es ja stimmen. Dann sind es die gleichen Sensoren wie beim Find X3 Pro. Nur mit Hasselblad. Bei eurem Test wurde das nicht spezifiziert. Bei Tradingshenzhen stehen die Sensoren auch nicht bei den Produktdetails.

Letzte Änderung 22 Tage her von Mirko
jetztschreiben
Gast
jetztschreiben (@guest_89168)
25 Tage her

Hallo zusammen,

für mich ein spannendes Smartphone. Ob es auf irgendeine Art, neben dem Hype, besonders ist, wird bestimmt euer Test aufzeigen.

Wird es auch einen Kameravergleich mit dem Motorola Edge 30 geben? Das Setup scheint mir ziemlich ähnlich. Auch preislich sind sich die Geräte recht nah.

Grüße

Joschbo
Autor
Team
Joscha (@joschbo)
25 Tage her
Antwort an  jetztschreiben

Leider haben wir das Motorola Edge 30 nicht mehr. Wir schauen aber mal, dass wir noch den ein oder anderen Kamera-Vergleich machen. Jetzt freuen wir uns aber erstmal auf den Test.

jetztschreiben
Gast
jetztschreiben (@guest_89182)
25 Tage her
Antwort an  Joscha

Ja, bin auch riesig gespannt. In meinem Augen hat das Nothing Phone das Potential ein Midrange Photo König zu werden. Warten wir den Test ab.

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