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Samsung Galaxy M31 Testbericht

Getestet von Joscha am
Firmware : One UI Core 2.0
Bewertung: 81%
Vorteile
  • exzellentes Display
  • starker Akku
  • gute Selfie- und Ultraweitwinkel-Kamera
  • sehr gute Konnektivität (Kopfhörer, NFC, Dual-SIM)
Nachteile
  • viel zu langsamer Prozessor
  • sehr anfällig für Kratzer
  • Plastikgehäuse wirkt billig
  • Fotos haben einen Blaustich
  • fast 3 Stunden Ladezeit
  • kein Fortschritt zum Vorgänger
Springe zu:
CPUExynos 9611 - 4 x 2,3GHz + 4 x 1,7Ghz
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB
GPUMali-G72 - MHz
Display2340 x 1080, 6,4 Zoll 60Hz (AMOLED)
BetriebssystemAndroid 10, One UI
Akkukapazität6000 mAh
Speicher erweiterbar Ja

Speichererweiterung
Hauptkamera64 MP + 8MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB Type-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
LTEJa - 1, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 20, 26, 28, 66
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht191 g
Maße159,2 x 75,1 x 8,9mm mm
Antutu189913
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am05.07.2020

Das Samsung Galaxy M31 ist das aktuelle Modell der auf der Preis-/Leistung fokussierten M-Reihe von Samsung. Die typischen Merkmale bleiben auch dem M31 erhalten: So gibt es einen phänomenal großen 6000mAh Akku, ein AMOLED-Display und ein Kunststoff-Gehäuse. Die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger Samsung Galaxy M30S betreffen eigentlich nur die Kameras. Hier gibt es nun ein Upgrade von 48 auf 64 Megapixel und vier statt “nur” drei Kameras auf der Rückseite. Wir haben das Galaxy M31 die letzten zwei Wochen einem ausführlichen Test unterzogen. Ob das Smartphone überzeugen kann, erfahrt Ihr im Folgenden!

samsung galaxy m31 display 2

Design und Verarbeitung

Nach dem Auspacken kommt fast schon ein bisschen Langweile auf: Das Samsung Galaxy M31 gleicht seinem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. Wäre da nicht die vierte Kamera in dem vertikalen Modul auf der Rückseite, könnte man die beiden nicht unterscheiden. Aber gut: Auch das Galaxy M31 ist ein durchschnittlich großes Handy, das mit Maßen von 159,2 x 75,1 x 8,9mm angenehm in der Hand liegt und ein überraschend geringes Gewicht von 191g hat.

samsung galaxy m31 1

Wer sich jetzt fragt, wie Samsung es geschafft hat, das Gewicht trotz des 6000mAh Akkus so gering zu halten, dem sei diese Frage beantwortet: Kunststoff. Das komplette Smartphone besteht von vorne bis hinten aus Plastik. Für ein über 200€ teures Gerät ist dies durchaus ungewöhnlich. Im Vergleich mit einem Redmi Note 9S wirkt das Samsung Galaxy M31 wesentlich billiger. Zudem hat der glänzende Kunststoff der Rückseite einen immensen Nachteil: Er ist enorm anfällig für Kratzer. Wer das Smartphone auch nur ein einziges Mal mit dem Schlüssel zusammen in die Hosentasche macht, wird sichtbare Kratzer vorfinden. Die glänzende Rückseite ist einfach nur dafür gemacht, auf Produktfotos oder im Laden schön auszusehen. An den praktischen Einsatz als Alltagsgegenstand wurde hingegen nicht eine Sekunde gedacht. Eine matte Oberfläche wäre viel praktischer gewesen. Leider versäumt es Samsung auch, eine Schutzhülle in den Lieferumfang zu packen. Eine solche muss man also zwangsläufig dazu kaufen, wenn das Handy nicht nach einer Woche stark verkratzt sein soll. Der Fairness halber sei hier auch erwähnt, dass Kunststoff weniger anfällig für Brüche ist als Glas. Allerdings sollte Samsung dann auch dazu stehen und die Oberfläche matt gestalten oder wenigstens eine Schutzhülle in den Lieferumfang packen.

Das Smartphone liegt gut in der Hand. Zudem gibt es einen USB-C 2.0 und einen Kopfhörer-Anschluss. In den SIM-Slot passen zwei Nano-SIM Karten und eine Micro-SD zur Speichererweiterung gleichzeitig. Hier bekommt der Nutzer also maximale Flexibilität geboten.

samsung galaxy m31 fingerprint

Kritisieren lässt sich, dass der Kunststoff auf der Rückseite um den Fingerabdruck-Sensor leicht uneben ist. Zudem ist die Position der Lautstärke-Buttons nicht optimal. Diese sitzen etwas zu hoch, sodass man zum Drücken des Volume+ Button umgreifen muss. Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich auf der Rückseite und entsperrt das Smartphone blitzschnell und zielsicher aus dem Standby. Hier hat der Nutzer definitiv mehr Freude als beim Galaxy A41. Zudem steht noch Face-Unlock über die Frontkamera zur Verfügung, was ebenfalls gut funktioniert.

Im Lieferumfang des Smartphones gibt es eine Schnellstart-Anleitung, SIM-Stecker, USB-C Kabel und Netzstecker. Da das Samsung M31 recht anfällig für Kratzer ist, wäre mir Schutzhülle definitiv eine gute Ergänzung gewesen.

Das Samsung Galaxy M31 ist ein richtiger Kunststoff-Bomber. Allerdings ist die Verarbeitung durchaus ordentlich und zudem bekommt man alle wichtigen Anschlüsse und ein verhältnismäßig niedriges Gewicht. Wer keinen besonderen Wert auf die Ästhetik seines Smartphones legt und eine Schutzhülle dazu bestellt, wird wahrscheinlich zufrieden sein.

Display

samsung galaxy m31 display 1

Zur Anzeige nutzt das M31 ein Full-HD Display mit 2340 x 1080 Pixel und einer Größe von 6,4 Zoll. Der Rand an der Oberseite misst lediglich 3mm. Die Tropfen-Notch ragt etwa 5mm in das Bild. Auf der Unterseite liegt ein 7mm breites Kinn. Das Display-zu-Gehäuse Verhältnis des M31 ist insgesamt gut, allerdings keine Besonderheit. Eine Besonderheit ist dafür die Displayhelligkeit: Mit 620cd/mMaximum bei manueller Einstellung und 960cd/mim Boost bei direkter Sonneneinstrahlung bekommt man eine ausgezeichnete Lesbarkeit im Freien. Die Farbwiedergabe ist in der Standard-Einstellung “lebendig” durchaus etwas knallig und übersättigt. Wer ein realistischeres Bild möchte, kann die Darstellung auf “natürlich” wechseln. Die Blickwinkelstabilität des Displays ist ebenfalls gut und der Kontrast AMOLED-Typisch unendlich hoch.

Eine Benachrichtigungs-LED ist beim Galaxy M31 nicht vorhanden. Dafür gibt es aber Samsungs Always-On Funktion. Samsung bietet hier viele verschiedene Einstellungen. Im Standard bekommt man Informationen zum Wetter, App-Benachrichtigungen und die Uhrzeit angezeigt. Allerdings lassen sich auch weitere Shortcuts auf dem Display platzieren und neue Styles herunterladen. Der Stromverbrauch steigt durch die AOD-Funktion natürlich an. Da das M31 jedoch Akkupower ohne Ende hat, lassen sich die 10% Extra pro Tag spielend verkraften. Ansonsten steht natürlich auch noch ein Lesemodus und ein Dark-Mode zur Verfügung. Das Panel ist zudem HDR-Ready, eine sichtbare Steigerung der Bildqualität zeigte sich bei HDR-Content auf YouTube jedoch nicht. Zur Bedienung kann man auf die klassischen Android On-Screen-Buttons zurückgreifen oder Vollbild-Wischgesten.

Während das Gehäuse des Galaxy M31 zu billig ist, kann das Display auf ganzer Linie überzeugen: Hier kommt ein astreines AMOLED Display zum Einsatz, wie man es in diesem Preisbereich sonst nicht zu Gesicht bekommt. 

Leistung

Das Samsung Galaxy M31 hat den gleichen Exynos 9611 Prozessor, der auch im Galaxy A51, dem Galaxy M30S und dem Galaxy M21 zum Einsatz kommt. Es handelt sich um einen Octa-Core CPU mit 4 x 2,3GHz und 4 x 1,7GHz aus dem Jahre 2019, hergestellt im recht aktuellen 10 Nanometer Verfahren. Für grafische Aufgaben kommt eine Mali-G72 GPU zum Einsatz. Flankiert wird der Prozessor immer von 64GB Speicher und 6GB RAM.

Was die Leistung des Prozessors angeht, lässt sich hier nur sehr schwer ein lobendes Wort finden. Im Vergleich mit der chinesischen Konkurrenz erreicht das Galaxy M31S gerade einmal die Werte des 130€ teuren Redmi Note 8. Bereits ein Redmi Note 9S oder Realme 6 für etwa 200€ lassen das Galaxy M31 ziemlich alt aussehen.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Dieser Abstand zur Konkurrenz besteht leider nicht nur in den Benchmarks, sondern ist auch im System und den Apps deutlich zu spüren. Es gibt spürbare Wartezeiten und das System wirkt insgesamt etwas träge. Wir vermuten, dass dies unter anderem auch an dem sehr langsamen RAM liegt. Mit 5GB/s erreicht dieser nur ein Viertel der Geschwindigkeit dessen, was wir normalerweise in diesem Preisbereich erwarten. Der UFS Speicher erreicht mit 465MB/s Lesen und 215MB/s Schreiben gute Werte.

In punkto Leistung ist das Samsung Galaxy M31 ein richtiger Underperformer. Während der Exynos 9611 dem Galaxy M30S im letzten Jahr nur eine leichte Kritik einbrachte, ist der Chip in diesem Jahr für ein über 200€ teures Handy einfach nicht mehr angemessen. Die Konkurrenz hat mit Prozessoren wie dem Helio G90T oder dem Snapdragon 720G einfach zu stark zugelegt und lässt Samsungs hauseigenen Chip meilenweit hinter sich. Leider spürt man die niedrige Performance auch in der alltäglichen Benutzung.

System

Das Samsung Galaxy M31 hat eine aktuelle Android 10 Basis und die neue OneUI 2.0 Oberfläche. Samsungs Benutzeroberfläche wurde in der zweiten Version noch etwas übersichtlicher gemacht, ohne dass wichtige neue Funktionen hinzugekommen sind. Dies ist allerdings auch kein Problem, da One UI ohnehin schon sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten mitbringt. So lassen sich selbst Kleinigkeiten wie die Größe der App-Icons oder die Sortierung der Apps im App-Drawer konfigurieren. Anspruchsvolle Nutzer kommen also auf Ihre Kosten, aber auch für Einsteiger ist das System durchaus eine gute Wahl. Einziger Kritikpunkt bleibt, dass OneUI eine Menge an Bloatware mitbringt, die sich teilweise auch nicht deinstallieren lässt (OneDrive, Netflix und Facebook). Wer OneUI etwas entschlacken möchte, kann sich aber diese Anleitung anschauen.

Samsung arbeitet konstant daran, dem Nutzer eine gute Software zur Verfügung zu stellen. Auch OneUI 2.0 auf dem Galaxy M31 enttäuscht hier nicht. Bugs oder Abstürze hatten wir während der Testphase nicht zu beklagen.

Kamera

Das Samsung Galaxy M31 hat im Vergleich zum Vorgänger M30S eigentlich nur bei der Kamera zugelegt. So gibt es nun einen 64 Megapixel Hauptsensor statt dem “alten” 48 Megapixel Sensor. Wie immer kommt der Sensor aus eigener Produktion und es handelt sich vermutlich um den Samsung GW1 Sensor, den wir auch aus zahlreichen anderen Smartphones wie dem Redmi Note 9 Pro oder dem Realme 6 Pro kennen. Dazu gibt es nun eine 5 Megapixel Makro-Kamera und eine 32 Megapixel Selfie-Kamera:

  • 64 MP, f/1.8 Samsung GW1, 26mm (Hauptkamera), 1/1.72″, 0.8µm, PDAF
  • 8 MP, f/2.2, 12mm (Ultraweitwinkel), 1/4.0″, 1.12µm
  • 5 MP, f/2.4, (Makro)
  • 5 MP, f/2.2, (Tiefensensor)
  • 32 MP, f/2.0, 26mm (Selfie), 1/2.8″, 0.8µm

Tageslicht Hauptkamera

Der 64 Megapixel Sensor fängt bei Tageslicht jede Menge Details ein. Samsung neigt dazu, per Software feine Details sehr hart nachzuzeichnen, was die Bilder aber auch sehr scharf und lebendig wirken lässt. Was die Farbdarstellung angeht, hat Samsung aber eine miserable Arbeit geleistet. Nahezu alle Bilder haben einen extremen Blaustich. Insbesondere weiße und graue Farben sind hiervon betroffen. Wenn man nicht gerade eine Szene mit eher warmen Farben wie Rot, Grün oder Braun (die letzten 4 BildeR) fotografiert, ist der Effekt kaum zu übersehen.

Nachtaufnahmen

Die Nachtaufnahmen des Galaxy M31 sind zwar keine Katastrophe, wirklich überzeugen kann das Smartphone aber auch hier nicht. Farben werden noch ziemlich lebendig eingefangen, allerdings haben die Bilder ein starkes Bildrauschen und wirken etwas verwaschen. Ein Nachtmodus mit Langzeit-Belichtung steht für die Hauptkamera zur Verfügung und beseitigt diese Probleme teilweise. Bei Verwendung des Night-Mode wird jedoch der Bildbereich deutlich verkleinert.

Ultraweitwinkel

Die Ultraweitwinkel-Kamera mit 8 Megapixel liefert natürlich wesentlich weniger Details als die Hauptkamera, für den Preisbereich sind die Bilder aber sehr gut. Die Farbdarstellung passt zur Hauptkamera. Das heißt, dass es auch hier oft einen Blaustich gibt. Dennoch gefallen uns die Resultate besser als bei den meisten anderen UWW-Kameras unter 300€.

Makro

Makro-Aufnahmen im Preisbreich unter 300€ sind eigentlich meistens eher Spielerei statt sinnvolles Feature. Das Samsung Galaxy M31 liefert mit seiner 5 Megapixel dennoch mit die besten Makro-Shots in der Mittelklasse. Mit einem Abstand von 3 bis 5cm kann man wirklich sehr nah an das Objekt heran und bekommt auch tatsächlich vorzeigbare Resultate geboten.

Portraits

Bei Portrait-Aufnahmen sorgt ein 5 Megapixel Tiefensensor für die Erkennung des Hintergrundes. Die Abtrennung funktioniert recht zufriedenstellend, wobei hier und da auch Teile der fotografierten Person unscharf gezeichnet werden. Auch wirkt die Darstellung insgesamt in den Konturen etwas weich und daher auch künstlich.

Selfies

Die 32 Megapixel Selfie-Kamera liefert gute Bilder mit einer sehr schönen Farbdarstellung. Die Details sind zwar nicht unbedingt so hoch, wie man es sich von der hohen Megapixel-Zahl erhofft hätte, die Resultate können sich aber trotzdem sehen lassen. Auch ein Portrait-Modus mit unscharfem Hintergrund steht zur Verfügung und funktioniert gut.

Videos

Bei Videos macht das Galaxy M31 eine ganz gute Figur. Aufnahmen bis Full-HD Auflösung werden sehr gut stabilisiert und sogar die Ultraweitwinkel-Kamera produziert gute Aufnahmen. Der Fokus ist bei der Hauptkamera etwas sprunghaft, wie im Intro des Testvideos zu sehen ist. 4K Aufnahmen können ebenfalls aufgenommen werden, sind jedoch nicht stabilisiert. Die Farbdarstellung geht auch hier wieder zu stark ins Bläuliche. Die Selfie-Kamera zeichnet Videos mit einer sehr guten Qualität auf, allerdings ebenfalls nicht stabilisiert.

Fazit zur Kamera: Das Samsung Galaxy M31 hätte eigentlich das Zeug zu einem guten Kamera-Handy. Die Ultraweitwinkel-Kamera zählt zu den besten im Preisbereich und auch die Frontkamera liefert gute Resultate. Leider haben die Fotos der Hauptkamera aber einen deutlichen Blaustich, was das Gesamtbild ziemlich trübt. Dies ist insbesondere ziemlich schade, da Samsung aus dem hauseigenen Sensor weniger herauskitzelt, als es die Konkurrenz macht. Hierzu könnt Ihr gerne mal in den Kamera-Vergleich mit dem Redmi Note 9 Pro schauen.

Konnektivität

Samsung Galaxy M31 Simslot

Das Samsung Galaxy M31 ist ein Dual-SIM Handy. Neben dem Slot für die beiden Nano-SIMs gibt es zudem noch einen dritten Slot zur Speichererweiterung per Micro-SD. Da der Speicher mit 64GB eher klein ausfällt, ist dies auf jeden Fall eine gute Option. An Netzfrequenzen werden alle wichtigen LTE Bänder für Europa unterstützt:

  • FDD LTE: B1 (2.100), B2 (1.900), B3 (1.800), B4 (AWS), B5 (850), B7 (2.600), B8 (900), B12 (700), B13 (700), B17 (700), B20 (800), B26 (850), B28 (700), B66 (AWS-3)
  • TDD LTE: B38 (2.600), B40 (2.300), B41 (2.500)

Für das Surfen unterwegs oder zum Telefonieren stellt das Galaxy M31 immer einen guten Empfang bereit. Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist ebenfalls gut. VoWifi und VoLTE können natürlich genutzt werden. Der WLAN-Empfang mit .ac-Standard ist durchschnittlich stark. Von meiner 500 Mbit Leitung konnte das Galaxy M31 320 Mbit nutzen. Auch beim Bluetooth 5.0 Empfang gab es keine Aussetzer oder Probleme zu beklagen. Mit SBC, AAC und AptX werden die wichtigen Codecs unterstützt. Der Mono-Lautsprecher auf der Unterseite liefert einen guten und klaren Sound mit wenig Tiefen. Der Kopfhörer-Anschluss liefert einen sehr guten Klang.

Die Navigation gelingt über GPS, Glonass, Beidou und Galileo zuverlässig. Ein E-Kompass zur Fußgängernavigation ist auch vorhanden. Weiterhin gibt es an Sensoren noch ein Gyroskop, Helligkeit, Näherung und Beschleunigung. NFC zum kontaktlosen Bezahlen sowie ein FM-Radio stehen auch bereit.

Das Samsung Galaxy M31 bietet im Bereich Konnektivität eigentlich alles, was man sich in der Preisklasse so wünschen kann. Alle wichtigen Netzfrequenzen, Dual-SIM mit Speichererweiterung, einen Kopfhöreranschluss und NFC sind an Board.

Im Bereich Konnektivität macht Samsung alles richtig. Der 3-fach Slot ermöglicht Dual-SIM bei gleichzeitiger Speichererweiterung. Zudem gibt es alle wichtigen Sensoren, einen guten Netzempfang und obendrein noch NFC und einen Kopfhörer-Anschluss. 

Akkulaufzeit

Samsung m31 0623 133006 PCMarkEin typisches Merkmal der Galaxy M-Reihe ist der gigantische Akku. Im Samsung M31 kommt wieder der gleiche 6000mAh Akku zum Einsatz wie in seinem Vorgänger M30S. Erfreulicherweise hat Samsung sogar noch ein bisschen Software-Optimierung betrieben und die Akkulaufzeit ein kleines bisschen gesteigert. In der Praxis ist es unmöglich, das Smartphone an einem Tag leer zu bekommen. Selbst nach zwei Tagen Nutzung hatte ich noch gute 30% Restkapazität. Wer sein Handy eher selten zur Hand nimmt, könnte sogar 3 Tage Laufzeit schaffen. Auch im PC-Mark Akkutest kann das M31 eine Spitzenposition einnehmen.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Was das Aufladen angeht, ist das Galaxy M31 sehr langsam unterwegs. Nach einer halben Stunde sind gerade mal 22% wieder im Akku. Nach einer Stunde sind 40% geladen und der vollständige Ladevorgang dauert zwei Stunden und 50 Minuten. Die Ladeleistung von 15 Watt wird hier offenbar nicht ganz ausgereizt. Xiaomi lädt beim Redmi Note 9S in einer Stunde und 40 Minuten mit 18 Watt den ähnlich großen 5000mAh Akku vollständig. Beim Redmi Note 9 Pro dauert der Ladevorgang lediglich 70 Minuten.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Samsung Galaxy M30S habe ich noch als das beste Mittelklasse-Smartphone des koreanischen Herstellers bezeichnet. An diesen Erfolg kann das Galaxy M31 meiner Meinung nach nicht anknüpfen. Zwar handelt es sich auch bei dem Galaxy M31 durchaus um ein gutes Smartphone mit einem exzellentem Display und einer guten Konnektivität. Das Problem ist aber: Es wurden quasi keine Fortschritte zum Vorgänger gemacht. Der 64 Megapixel Sensor liefert aufgrund der fehlerhaften Farbdarstellung keine besseren Ergebnisse und die Makro-Kamera ist eher eine Spielerei als sinnvolles Feature. An den verbesserungsbedürftigen Punkten hat Samsung jedoch nichts getan: Das Plastik-Gehäuse wirkt billig, ist dem Preis nicht angemessen und verkratzt bei leichtester Belastung. Zudem ist der Exynos 9611 Prozessor so leistungsschwach wie Konkurrenzprodukte um die 130€.

Wie gesagt… Es handelt sich bei dem Galaxy M31 durchaus um ein gutes Smartphone. Wer das Handy unbedingt kaufen möchte, begeht keinen Kapitalfehler. Zudem tröstet das schöne AMOLED-Display und die starke Akkulaufzeit über einiges hinweg. Es ist aber einfach schade, dass die Konkurrenz sich im letzten halben Jahr gesteigert hat und Samsung dem einfach nichts entgegensetzt.

Das Redmi Note 9 Pro liefert für einen günstigeren Preis eine deutlich bessere Verarbeitung, eine bessere Hauptkamera und einen spürbar schnelleren Prozessor. Die Akkulaufzeit ist nur minimal schwächer, dafür lädt das Redmi aber fast dreimal so schnell. Der einzige Vorteil des Galaxy M31 gegenüber dem günstigeren Redmi ist das exzellente AMOLED-Display. Wer auf dieses nicht verzichten will, kann aber auch ein paar Euro drauflegen und sich ein in nahezu allen Aspekten besseres Xiaomi Mi Note 10 Lite kaufen.


Gesamtwertung
81%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
100 %
Leistung und System
60 %
Kamera
70 %
Konnektivität
95 %
Akku
90 %

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Robert S.
Gast
Robert S. (@guest_66544)
15 Tage her

Das Fazit “Im Bereich Konnektivität macht Samsung alles richtig” ist leider falsch: Das Gerät macht keine LTE+ Carrier Aggregation und ist im Mobilfunk damit auf Bitraten <100Mbit/s beschränkt! Das zeitweise gleich teure Samsung Galaxy A51 kann dagegen LTE+, was ich auch mit einem SIM-Kartentausch verifizieren konnte. Dieser Unterschied ist auf KEINER Vergleichsseite zu finden, sei es bei Samsung selbst, oder gsmarena oder teltarif. Alle bescheinigen dem M31 die gleiche Konnektivität wie dem A51, was aber nicht stimmt. Und wie man sieht, bemerken auch Tester das nicht. So ist das Gerät eine Riesenenttäuschung für mich: Ich wollte ein neues Handy für… Weiterlesen »

jk-reg
Gast
jk-reg (@guest_65547)
1 Monat her

Habe es seit Samstag und etwas merkwürdiges festgestellt. Mein jetziges ist das MI A2 Lite. Merkwürdigerweise sind beide Displays bei direkter Sonneneinstrahlung gleich hell. Ich frage mich wie das sein kann, denn das A2 bringt laut Spezi schlechtere Werte. Jetzt passiert aber kurioses! Nach kurzer Zeit lässt die Helligkeit des M31 nach und es ist wesentlich dunkler und bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mehr so toll ablesbar. Ich gehe also in die Einstellungen des Displays und spiele damit rum. Schon ist es wieder für eine kurze Zeit genauso hell wie das A2. Ich hatte erst die Adaptive Helligkeitsanpassung im Verdacht….leider ist… Weiterlesen »

caddy2309
Gast
caddy2309 (@guest_65556)
1 Monat her
Antwort an  jk-reg

Kann ich nur bestätigen. Das Display ist direkt in der Sonne kaum lesbar, egal ob mit oder ohne adaptive Helligkeit. Bei einem Redmi Note 8 Pro dagegen war alles super zu lesen. Da lagen Welten dazwischen! Keine Ahnung, wie die gemessenen Helligkeitswerte zustande kommen. Die Praxis sagt etwas anderes.

Frank
Gast
Frank (@guest_65893)
29 Tage her
Antwort an  jk-reg

Mein M31 regelt das Display bei Sonnenlicht extrem rauf und ist Super lesbar. Komisch, das ihr solche Probleme habt. Hatte bisher noch kein Handy, was bei Tageslicht ein besser lesbares Display hat.

Ch.p
Gast
Ch.p (@guest_65519)
1 Monat her

Das Samsung M31 kostet gerade nebenbei bei Amazon 229 Euro und ist echt ein tolles Handy ich besitze es selber! Ach ja hab auch noch ein Redmi Note 9s und ein Xiaomi Mi Note 10 lite , soviel langsamer ist das Samsung auch nicht !!

mssaar
Gast
mssaar (@guest_65518)
1 Monat her

Warum ist die Laufzeit des M31 so viel länger als die des M30S trotz gleichem Akku und Prozessor?