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AlphaESS BlackBee 1000 – Powerstation mit 1036 Wh im Test

Getestet von Michael am
Vorteile
  • sehr gute Effizienz AC und DC
  • sehr gute Verarbeitung
  • 2x Wireless-Charging-Pad 10W
  • hohe Leistung 1000W / 2000W peak
  • Ladung über USB-C möglich (100W)
Nachteile
  • externes Netzteil
  • keine Drehzahlreglung bei den Lüftern (ON/OFF)
  • keine App Anbindung
  • langsames Aufladen -180 W über Netzteil oder Solar
  • keine USV-Funktion
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Die Firma AlphaEss wurde 2012 gegründet und hat sich seither der Entwicklung und dem Vertrieb moderner Akkutechnik und Energiespeichersystemen verschrieben. Die Angebotspalette umfasst neben Energiespeichern für private und gewerbliche Endverbraucher auch Wallboxen für Elektroautos. Der Hersteller hat es somit geschafft, einer der führenden Anbieter von Energiespeichersystemen zu werden.

Durch die jahrelangen Erfahrungen im Akku und Energiespeichersegment liegt es natürlich nahe, eine eigene Powerstation Produktsparte auf den Markt zu bringen.

AlphaEss Blackbee 1000 Einleitung

Genau dieses Ziel wurde jetzt mit der AlphaEss BlackBee 1000 realisiert. Die 1100 Euro teure Powerstation bietet eine Kapazität von beachtlichen 1036 Wh, kann eine Dauerleistung von 1000W bereitstellen und wiegt dabei 10,3 Kilogramm. Wie sich die kleine schwarze Biene bei uns im Test geschlagen hat, könnt ihr auf den folgenden Seiten erfahren.

Design und Verarbeitung der AlphaESS BlackBee 1000

Nach dem Auspacken der Powerstation sticht sofort die auffällige gelb schwarze Farbgebung ins Auge. Diese Farbgebung erinnert uns ein wenig an die Elektrowerkzeuge des Herstellers DeWalt.

Ist die Powerstation erst einmal aus ihrem Karton befreit, präsentiert sich die AlphaEss BlackBee 1000 mit einem schicken schwarzen Kunststoffgehäuse, welches durch gelbe Designelemente ergänzt wird. Auf den gelben Lufteinlässen an den Seiten ist sogar das Logo des Herstellers eingeprägt. Hinter dem rechten Lufteinlass befindet natürlich auch ein Lüfter, der den Akkuzellen und dem Wechselrichter bei Bedarf frische Luft zu fächert. Entsprechend wichtig ist es, dass die Seiten der Powerstation stets frei bleiben, damit die Abwärme abtransportieren kann. Die Kanten des Gehäuses sind abgeschrägt, wodurch die Powerstation ein wenig einer Bienenwabe ähnelt. Mit den Maßen von 342 x 264 x 254 mm und einem Gewicht von 10,3 Kilogramm kann man die Powerstation gerade so noch als kompakt und handlich bezeichnen.

Der Transport gelingt aufgrund des ausklappbaren Tragegriffs auf der Oberseite aber völlig problemlos. Alle Anschlüsse inkl. des Ladeanschlusses für das Netzteil und Solar befinden sich auf der Vorderseite und sind entsprechend gut zu erreichen. Auf der Rückseite finden wir lediglich die zwei großen LED Lichtleisten, die in drei Helligkeitsstufen (200 Lux, 800 Lux, 1400 Lux) durch den mittig platzierten Taster steuerbar sind. Die LEDs leuchten in einem Kaltweiß mit einer Farbtemperatur von ca. 6000 Kelvin. Die Helligkeitsmodi lassen sich durch mehrmaliges Drücken des Tasters durchschalten. Betätigt man die Taste zweimal schnell hintereinander, wird ein SOS Blinksignal aktiviert.

Lieferumfang

Die Powerstation wird in einem braunen Umkarton geliefert, auf dem alle technischen Spezifikationen aufgedruckt sind.

Dieser beinhaltet neben der Powerstation ein externes Netzteil, das für die Ladung der Powerstation benötigt wird. Dieses liefert eine Leistung von 180W und verfügt über einen DC5525 Ladeanschluss. Eine komplette Ladung der Powerstation dauert damit ca. 7 Stunden. Wir finden es ein bisschen schade, dass der Hersteller das Netzteil nicht direkt integriert hat. Somit muss dieses für den Ladevorgang immer mitgeführt werden. Auch eine gleichzeitige Ladung über Solar und Netzteil kann somit nicht erfolgen, da die Powerstation nur über einen DC5525 Eingang verfügt. Weiterhin im Lieferumfang findet sich ein passender Adapter von KFZ Buchse auf DC5525 Ladeanschluss. Somit lässt sich die Powerstation auch problemlos im Auto aufladen. Wer die Powerstation oder andere mobile Geräte direkt über USB-C aufladen möchte, wird sich über das beigelegte USB-C zu USB-C Kabel freuen. Eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache, die euch durch die wichtigsten Funktionen führt, rundet das Gesamtpaket ab. AlphaEss bietet eine Garantieverlängerung um zusätzliche 12 Monate an. Dazu müsst ihr euch lediglich die beiliegende Garantiekarte schnappen und euch auf der Homepage des Herstellers registrieren. Somit bekommt ihr insgesamt 36 Monate Garantie auf die Powerstation.

Anschlüsse

Rechnen wir die beiden Wireless-Charging-Pads auf der Oberseite mit ein, bietet die AlphaEss BlackBee 1000 insgesamt 12 Anschlüsse, um eure Geräte wieder mit neuer Energie zu versorgen.

Diese teilen sich wie folgt auf:

  • 1 x KFZ Buchse 12V/10A
  • 2 x DC5525 Hohlkammerbuchse 12V/10A
  • 2x Wireless-Charging-Pad auf der Oberseite
  • 2 x USB-C Power Delivery mit 100W
  • 1 x USB-A 5V/2,4A
  • 1 x USB-A 5V/3A
  • 3 x AC Wechselstromsteckdose max. 1000W / 2000W peak

Neben den zahlreichen Ausgängen findet sich auf der Vorderseite auch der Ladeeingang der Powerstation. Bei diesem handelt es sich ebenfalls um eine DC5525 Buchse an die entweder das beiliegende Netzteil, der KFZ Ladeadapter oder ein Solarpanel angeschlossen werden können. Die Eingangsleistung ist hier auf 180W begrenzt. Auch wenn ihr ein stärkeres Netzteil oder eine höhere Solar-Eingangsleistung verwenden würdet, würde die Ladeleistung nicht über 180 W steigen. Die beiden USB-A Ports bieten laut Aufschrift auf der Powerstation einmal 2,4A/5V und einmal 3A/5V. Im Test hat sich gezeigt, dass beide Ports 3 Ampere (15W) liefern können. Leider verfügen sie über keine aktuellen Ladestandards. Somit lädt ein Poco F3 und ein Xiaomi Mi 11 T Pro mit gerade einmal 5W auf. Die beiden USB-C Ports liefern dank Power Delivery bis zu 100W. Somit ist es möglich gleichzeitig zwei Geräte entsprechend schnell aufzuladen. Die zwei DC5525 Hohlkammerbuchsen sind intern mit der KFZ Buchse parallel geschaltet. Das bedeutet, dass ihr aus allen drei Ports zusammen 10 Ampere bei 12 V beziehen könnt. Betreibt ihr an der KFZ Buchse ein sehr leistungsfähiges Gerät, kann es somit passieren, dass für die DC5525 Buchsen keine Leistung mehr übrig bleibt oder die Station wegen Überlast abschaltet. Die zwei Wireless-Charging-Pads verrichten ihre Arbeit ausgezeichnet. Hier können zwei Geräte mit maximal 10W gleichzeitig kabellos geladen werden.

AlphaEss Blackbee 1000 induktives

Zusammen mit den drei Wechselstromsteckdosen bietet die AlphaESS BlackBee1000 eine wirklich gute Anschlussvielfalt. Somit sollte sich so gut wie jedes Gerät mobil versorgen lassen.

Bedienung und Display der AlphaESS BlackBee 1000

Die Bedienung der Powerstation ist selbst für ungeübte Nutzer ein Kinderspiel. Fast alle Funktionen sind selbsterklärend. Um die jeweiligen Ausgänge zu aktivieren, genügt es, den entsprechenden Taster neben den Ausgängen einmal zu drücken. Die Aktivierung der jeweiligen Ausgänge wird durch eine grün aufleuchtende LED im Taster quittiert.

Diese grünen LEDs sind in Innenräumen sehr gut zu erkennen. Leider kann man das bei direkter Sonneneinstrahlung nicht behaupten. In einer hellen Umgebungen ist es nahezu unmöglich zu erkennen, ob der entsprechende Ausgang ein- oder ausgeschaltet ist. Drückt ihr die Taste für die Aktivierung der AC-230V Steckdosen, erwacht sofort der Lüfter zum Leben und macht mit einer recht hohen Lautstärke auf sich aufmerksam. Die Info-Taste im oberen Bereich dient zum einen dazu, das Display aus dem Ruhezustand zu wecken, als auch für die Aktivierung Wireless-Charging-Pads.

Drückt ihr diese einmalig, wird das Display entweder ein- oder ausgeschaltet. Drückt ihr hingegen zweimal schnell hintereinander, aktivieren sich die Wireless-Charging-Pads auf der Oberseite. Wie oben bereits erwähnt, lässt sich die LED Leiste durch Drücken des mittig positionierten Tasters auf der Rückseite steuern. Einmaliges Drücken schaltet die zwei LED Leisten ein. Durch weiteres Drücken können die verschiedenen Helligkeitsstufen durchgeschaltet werden. Möchtet ihr ein SOS Blinksignal aussenden, so muss die Taste zweimal schnell hintereinander gedrückt werden.

Leider bietet die AlphaESS keine App Steuerung oder mobile Anbindung an. Für viele Nutzer wird es zunehmend wichtiger, die Parameter ihrer Powerstation stets im Blick zu haben. So wäre es beispielsweise möglich, angeschlossene Geräte zeitabhängig zu steuern oder die Solarladung zu überwachen. Dass der Hersteller hier auf diesen Funktionsumfang verzichtet, ist wirklich schade.

Da sich die seitlichen Lüfterabdeckungen sehr leicht entfernen lassen, haben wir für alle Technik interessierten hier zwei Bilder aus dem Inneren der Powerstation eingestellt.

Auf der rechten Seite ist sehr gut der verbaute Lüfter zu erkennen. Unter diesem befindet sich das Batterie-Management-System, welches für die Überwachung des Akkus zuständig ist. Ein Blick in die linke Seite zeigt uns im unteren Bereich die Akkuzellen der Powerstation. Direkt darüber befindet sich der Wechselrichter für die 230V Steckdosen. Eine genaue Beurteilung der verbauten Komponenten würde hier den Rahmen sprengen. Daher belassen wir es bei diesem kleinen Einblick.

Display

Das Display der Powerstation ist sehr klein und kompakt gehalten. Es misst gerade einmal 60 x 25 Millimeter. Es zeigt euch den Akkustand in Prozent und per Balkendiagramm an. Weiterhin könnt ihr jederzeit die Eingangs- und Ausgangsleistung ablesen. Damit ist der Funktionsumfang dieses Displays auch schon nahezu erklärt.

Bei Überlast oder zu hoher/niedriger Temperatur werden euch noch entsprechende Warnsymbole angezeigt. Auf eine Anzeige der Restlaufzeit oder der angeschlossenen Geräte müssen wir hier leider verzichten. Die Blinkwinkelstabilität ist von allen Seiten einwandfrei. Schaut man allerdings von unten auf die Powerstation, verschlechtert sich die Ablesbarkeit merklich. Dieses Problem haben aber nahezu alle Powerstations. Die meisten Nutzer werden dies aber nicht bemerken, da sich die Powerstation selten an einem höheren Ort als man selbst befindet. Die Ablesbarkeit des Displays in Innenräumen kann sich wirklich sehen lassen. Im Außenbereich sieht die Sache aber anders aus. Während man bei wolkigem Himmel noch alles gut erkennen kann, verschwindet die Anzeige bei direkter Sonneneinstrahlung nahezu. Dies ist den starken Spiegelungen und der geringen Displayhelligkeit geschuldet.

Akkutechnik

Mittlerweile hat sich die Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePo4) Technologie bei vielen Herstellern von Powerstations zum Standard etabliert. AlphaESS geht hier allerdings einen anderen Weg. Der Hersteller nutzt bei seiner BlackBee1000 Akkuzellen vom Typ Lithium-Nickel-Cobalt-Mangan (NCM). Diese Akkutechnik bietet den Vorteil der höheren Energiedichte pro Kilogramm gegeüber LiFePo4. Somit lässt sich die Powerstation etwa 10 % leichter und kompakter bauen. Leider bietet diese Akkutechnologie auch einige Nachteile, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen. So sind NMC Zellen sehr anfällig gegenüber mechanischer Beschädigung und neigen im Fehlerfall zum Brand oder gar zur Explosion. Dieses Verhalten tritt bei LiFePo4 Akkuzellen in der Regel nicht auf. Natürlich sind auch NMC Zellen mit einer vernünftigen Spannungs- und Temperaturüberwachung als sehr sicher zu bewerten. Auch die Zyklenfestigkeit von NMC Akkus liegt deutlich unter der von LiFePo4 Zellen. AlphaEss gibt hier 1000 Ladezyklen an, bis eine Restkapazität von noch 80 % vorhanden ist. LiFePo4 Akkus schaffen hier mit 3000 Ladezyklen deutlich mehr. Wer seine Powerstation täglich im Einsatz hat, sollte dies zumindest im Hinterkopf behalten.

Leistung der AlphaESS BlackBee 1000

Wie bei unseren bisherigen Tests schauen wir uns zu aller erst das Ausgangssignal der Wechselstromausgänge an. AlphaESS wirbt wie viele andere Hersteller mit einem reinen Sinus Signal.

Wie man sehen kann, wird dieses Versprechen ernst genommen. Das Sinus Signal ist selbst unter Last erstklassig. Wir haben die Powerstation mit bis zu 500W belastet, wobei sich das Signal nicht verschlechtert hat. Damit steht der Versorgung empfindlicher Elektronik wie Computern, medizinischen Geräten oder Steuerungsanlagen nichts im Weg.

Natürlich wollen wir auch wissen, wie sich die Powerstation im Alltag schlägt. Mit der BlackBee 1000 lassen sich Geräte mit einer Dauerleistung von 1000 W betreiben und Kurzzeitig sind sogar bis zu 2000 W möglich. Für einen kleinen Test haben wir wie immer eine Handvoll Elektrogeräte ausgewählt, an denen die Powerstation zeigen musste, was in ihr steckt.

Die Heißluftpistole verrichtet ihren Dienst völlig unauffällig und verlangt dabei ziemlich genau 1000 W Leistung. Der große Trennschleifer läuft ohne Probleme an und zieht im laufenden Betrieb rund 900 W. Beim Steine schneiden geht die Leistung auf bis zu 1800 W hoch. Dies führte nach kurzer Zeit zur Sicherheitsabschaltung der Powerstation. Der 1200 W Staubsauger verrichtete völlig klaglos seinen Dienst, wobei die Leitungsaufnahme aber unter 1000 W bleibt. 3D Drucker, Laptop und Fernseher sind ein Beispiel für empfindliche Elektrogeräte, die unter Umständen auf ein sauberes Sinus Signal angewiesen sind. Hier gab es bei der Versorgung keinerlei Probleme oder Aussetzer. Bei einem Wasserkocher oder Heizlüfter, die bis zu 2000 W an Leistung verlangen, muss sich die Powerstation aber geschlagen geben. Nach etwa 2-3 Sekunden schaltet sich der Überlastschutz ein und die Wechselstromausgänge werden deaktiviert.

Man kann also festhalten, dass das Leistungsversprechen von 1000 W in jedem Fall eingehalten wird. Durch die hohe kurzfristige Leistung von 2000 W haben auch Geräte mit hohem Anlaufstrom keinerlei Probleme mit der Powerstation. Dieses Verhalten macht sie zu einem guten Partner für den Einsatz an allerlei Werkzeugen, Geräten mit Kompressor oder auch Gartenpumpen. Um dies zu verdeutlichen, habe ich euch noch ein kleines Video mit dem Test an einer Metabo-Kappsäge eingestellt. Diese benötigt unter Last eine Leistung von 1350 W laut Typenschild.

Wie man sehen kann, schlägt sich die Powerstation hier wirklich hervorragend. Ich habe nach dem Video auch noch ein 10 cm Kantholz ohne Probleme eingekürzt. Dadurch, dass die maximale Leistung von 1000 W hier nur kurzzeitig überschritten wird, schaltet die Powerstation nicht ab.

Leistungsausbeute über AC

Wie ihr sicher schon wisst, ist nie die komplette Kapazität von Powerstations nutzbar, die der Hersteller auf seinen Produktseiten angibt. Wir haben zu diesem Thema vor kurzem einen interessanten Artikel über die tatsächlich nutzbare Kapazität von Powerstations veröffentlicht. Wer sich dafür interessiert, kann dort gerne noch mal reinklicken. Um zu beurteilen, wie sich die AlphaESS BlackBee 1000 bei dieser Problematik verhält, haben wir für euch einen sogenannten Low-Watt-Test und einen High-Watt-Test durchgeführt. Bei ersterem wird die Powerstation mit einer geringen Last vollständig entladen und dabei die nutzbare Kapazität gemessen. Dafür haben wir einen elektrischen Luftentfeuchter verwendet, der rund 220W benötigt. Nach über 4 Stunden war der Test beendet und 945 Wh standen auf dem Messgerät. Bei dem darauffolgenden High-Watt Test verwenden wir eine Last, die nahe an der Belastungsgrenze der Powerstation liegt. Ein Heizlüfter mit 800 W Nennleistung schaffte es den Akku innerhalb von 1 Stunde und 16 Minuten zu entleeren.

Dieser zog dabei, 961 Wh aus den Akkuzellen. Beide Tests zusammen ergeben somit einen Mittelwert von 953 Wh tatsächlich nutzbarer Kapazität. Das entspricht ausgezeichneten 92 % der angegebenen Werkskapazität von 1036 Wh.

Leistungsausbeute über DC

Jetzt waren wir natürlich gespannt, ob die Powerstation dieses ausgezeichnete Ergebnis auch im Gleichspannungsbetrieb (5V USB/ 12V KFZ) wiederholen kann. Dazu haben wir uns unser digitales Multimeter mit der dazugehörigen Last geschnappt und die Station kontinuierlich mit 12 Watt über den USB-A Port entladen.

AlphaEss Blackbee 1000 DC Test1

Nach rund 75 Stunden, in denen wir dem Lüfter der elektronischen Last lauschen durften, standen 890 Wh auf dem Messgerät. Das entspricht 86 % der Werkskapazität von 1036 Wh. Auch dieser Wert ist überdurchschnittlich gut.

Dieses Ergebnis lässt sich erfahrungsgemäß nicht unbedingt auf die Ausgabeleistung der 12V Ausgänge übertragen. Daher haben wir diesen Test nochmals mit einer großen elektronischen Last durchgeführt.

AlphaEss Blackbee 1000 DC Test2

Für diesen Test haben wir die Powerstation mit 100 W Dauerleistung entladen. Nach rund 9 Stunden konnten wir hier eine Kapazität von 960 Wh entnehmen. Damit liegt die nutzbare Kapazität an 12V nochmals höher als an 230V. Ganze 93 % der angegebenen Werkskapazität von 1036 Wh sind hier nutzbar.

Messungen im Vergleich

In der folgenden Tabelle seht Ihr die Daten der Powerstation im Vergleich mit der Konkurrenz. Ihr seht die Kapazität der Akkuzellen (Rot), sowie die effektiv nutzbare Kapazität über USB/DC (Blau) und die AC-Steckdose (Orange).

Kapazität und nutzbare Energie
Wie man anhand der Ergebnisse sehen kann, schlägt sich die AlphaESS BlackBee 1000 sowohl bei der Ausgabe über AC als auch über DC ausgezeichnet. Hier hat der Hersteller alles richtig gemacht.

Temperaturen und Lautstärke

Wer seine Powerstation beim Camping, im Zelt oder in der Nacht betreiben möchte, für den spielt die Lautstärke eine entscheidende Rolle. Den Schalldruckpegel haben wir wie immer im Abstand von einem Meter gemessen.

In vielen Situationen bleibt die Powerstation ein absoluter “Leisetreter”. Weder beim Laden, noch bei der Ausgabe über DC gibt es Lüftergeräusche. Werden allerdings die AC Wechselstromsteckdosen aktiviert, rauschen die Lüfter sofort mit 50 dB(A) los. Diese Lautstärke verändert sich auch zu keinem Zeitpunkt. Egal ob ihr die Powerstation mit 10 W oder 1000 W belastet. Man kann somit nicht von einer Lüftersteuerung sprechen. Das Verhalten lässt sich am ehesten mit einer On/Off-Regelung beschreiben. Mit diesen 50 dB(A) gehört die BlackBee1000 zwar nicht zu den lautesten Powerstations, dennoch wäre eine Reduzierung der Lüfterdrehzahl bei wenig Last wünschenswert gewesen.

Bei der Wärmeentwicklung zeigt sich die Powerstation wieder von ihrer besten Seite. Alle Messungen wurden bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C durchgeführt.

Vor den Aufnahmen, wurde die Powerstation 45 Minuten mit 800 W belastet. Das Gehäuse erwärmte sich dabei an keiner Stelle über 30 °C. Lediglich an der Seite, an der die warme Luft ausströmt, konnten wir Temperaturen von rund 34 °C messen.

Ladung der AlphaESS BlackBee 1000

Sind die Akkus der Powerstation einmal erschöpft, bietet euch der Hersteller vier Möglichkeiten an, die Station wieder mit neuer Energie zu versorgen.

Zum einen wäre da natürlich das mitgelieferte Netzteil. Dieses lädt die Powerstation in der Theorie mit bis zu 180 W. Tatsächlich wird auf dem Display eine Ladeleistung von maximal 169W angezeigt. Eine komplette Ladung benötigt somit ungefähr 7 Stunden. Das kann die Konkurrenz inzwischen wesentlich schneller. Ladeleistungen von 500 bis 1500 W sind heutzutage möglich. Um die BlackBee 1000 vollständig zu laden, werden dabei, 1283 Wh aus dem Stromnetz bezogen. Somit belaufen sich die Ladeverluste auf 247 Wh oder  24 % in Bezug auf die Werkskapazität von 1036 Wh.

Habt ihr noch ein wenig mehr Zeit übrig, könnt ihr die AlphaESS BlackBee 1000 selbstverständlich auch im Auto aufladen. Dank des mitgelieferten Adapters ist diese schnell verbunden und nimmt den Ladebetrieb auf. Dabei ist die Powerstation bei ausgeschaltetem Motor sehr zögerlich und lädt bei 12,4V nur mit rund 30 W. Startet ihr den Motor und steigert somit auch die Batteriespannung auf 14,4V geht die Ladeleistung der Powerstation auf 120 W hoch. Mit dieser Leistung könnt ihr den Akku in 11 Stunden wieder vollständig aufladen.

Bei der dritten Möglichkeit, kommt der USB-C Anschluss mit ins Spiel. Über diesen könnt ihr die Powerstation mit bis zu 100 W laden. Diese Lademethode lässt sich praktischerweise mit dem mitgelieferten 180 W Netzteil kombinieren, wodurch sich die Ladeleistung auf bis zu 268 W steigern lässt.

AlphaESS BlackBee 1000 USB C Ladung

Mithilfe unserer EcoFlow River 2 Pro, die wir erst kürzlich im Test hatten, haben wir dies erfolgreich überprüft. Bei dieser Ladeleistung ist die Powerstation nach 5 Stunden wieder komplett einsatzbereit.

Für viele von euch wird die vierte Lademethode über Solar die interessanteste sein. Da auch hier wieder der DC5525 Ladeanschluss zum Einsatz kommt, ist die Leistung wie beim Aufladen über das Netzteil auf 180 W begrenzt. Dies solltet ihr bei der Auswahl der passenden Solarmodule beachten. Es ergibt daher wenig Sinn ein Solarpanel mit mehr als 200 W Ausgangsleistung zu verwenden. Die BlackBee 1000 verfügt über einen MPPT Laderegler, der dafür sorgt, dass ihr jederzeit die maximal mögliche Leistung aus den Solarmodulen beziehen könnt. Dieser Regler tastet sich Schritt für Schritt an den maximalen Strom des Panels heran, und regelt dann wieder etwas zurück, wenn die Spannung leicht einbricht. Diese Regelung wird in kurzen Zeitintervallen immer wieder wiederholt, um stets die maximale Ladeleistung zu erreichen. AlphaESS hat und freundlicherweise ein passendes Solarmodul mit 200 W zur Verfügung gestellt.

AlphaEss Blackbee 1000 SolarLadung

Dieses werden wir in einem separaten Test genau unter die Lupe nehmen. Ihr dürft also gespannt sein.

Um die maximale Ladeleistung ermitteln zu können, haben wir die Powerstation an unser Labornetzteil (30V/10A) angeschlossen und Leistungstests an verschiedenen Spannungen durchgeführt.

 

Bei einer Spannung von 12,4V (Spannung im KFZ ohne laufenden Motor) werden maximal 3 Ampere Strom aus dem Netzteil bezogen. Vermutlich soll damit die Batterie im Auto geschont werden. Ab einer Spannung von 13,4V arbeitet der MPPT Regler vollumfänglich und regelt an das Strommaximum des Labornetzteils (10 Ampere). Die maximale Ladeleistung der Powerstation wird bei 21V und 10 Ampere Strom erreicht. Hier lädt die Powerstation mit den angegebenen 180 W. Erhöht man die Spannung weiter auf bis zu 24V, sinkt der Strom auf etwa 8,3 Ampere und die Ladeleistung bleibt konstant bei 180 W. Wie man sehen kann, arbeitet der MPPT Regler sehr zuverlässig und hält die Leistung stets innerhalb der Spezifikationen. Aufgrund der begrenzten Eingangsspannung von maximal 24V sind große stationäre Module nicht für die Ladung der Powerstation geeignet, da diese Leerlaufspannungen von bis zu 50 V erreichen.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Bei unserem Test wird schnell klar, dass AlphaESS nicht umsonst einer der Marktführer in den Bereichen Akkutechnik und Energieversorgung ist. Der Hersteller hat es mit der BlackBee 1000 geschafft, eine ausgezeichnete Powerstation auf den Markt zu bringen. Diese besticht durch eine gelungene Optik, erstklassige Verarbeitung und hohe Dauerleistung. Zudem ist die nutzbare Kapazität sowohl im AC als auch im DC Bereich sehr hoch. Natürlich haben uns auch einige Punkte gestört. Die langsame Ladeleistung von nur 180 W und die fehlende Lüftersteuerung gehören zu den Hauptkritikpunkten. Weiterhin wäre für die Zukunft eine Anbindung per App der richtige Weg, um noch mehr Kundschaft an sich zu binden. Angesichts des hohen Preises von 1100 Euro wird es der Hersteller entsprechend schwer haben, sich gegen die etablierten Marken wie EcoFlow oder Bluetti durchzusetzen. Wer allerdings ein wenig Zeit mitbringt und Angebote durchforstet, kann die Powerstation auch schon für etwa 1000 Euro erwerben, was angesichts der gebotenen Leistung durchaus fair erscheint.

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