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AUKEY Dual Dashcam im Test

Getestet von Michael Froschauer am
Vorteile
  • zwei Kameras
  • Nachtsicht durch Infrarot an Zweitkamera
  • einfache Bedienung und Montage
  • mitgelieferter KFZ-Adapter hat 2 USB-Anschlüsse
Nachteile
  • kein Akku
  • recht hoher Preis
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Dashcams gibt es inzwischen viele und sie erfreuen sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Für die Hersteller ist es da natürlich schwierig, mit den eigenen Geräte herauszustechen. Die AUKEY Dual Dashcam fährt deswegen zweigleisig in doppelter Hinsicht. Es werden nämlich gleich zwei Kameras geliefert, wobei die kleinere wiederum zwei verschiedene Einsatzmöglichkeiten erlaubt. Der Hersteller wirbt mit der Nachtsichtfunktion, die durch Infrarot (IR) gewährleistet werden soll. Wer für eine Dashcam über 100€ verlangt, muss schon was zeigen. Ob dieser Preis gerechtfertigt ist, haben wir für euch geprüft.

AUKEY Dual Dashcam

Lieferumfang und Montage

Beim Lieferumfang hat AUKEY zumindest nicht gespart. In der Verpackung findet man allerlei nützliches Zubehör. Neben den beiden Cams findet man:

  • Sehr langes USB-Kabel für die Rückkamera
  • USB-Kabel für die Stromversorgung
  • KFZ-Ladadapter mit 2 USB-Ports
  • 4 Zusätzliche Klebepads
  • Entsprechende Halterungen für Vorder- und Rückkamera
  • Werkzeug für Montage
  • 6 Kabelhalterungen
  • Bedienungsanleitung + Garantiekarte

Aukey Dual Dash Cameras Test 1

Montage AUKEY Dual DashcamDie mitgelieferten Klebepads weisen schon recht deutlich darauf hin, dass die AUKEY Dual Cam nicht per Saugnapf angebracht wird. Stattdessen kommen die Klebepads zum Einsatz. Einmal angebracht halten diese bombenfest an der Scheibe. Man sollte hier also aufpassen, wo man diese genau anbringt. Optimalerweise bringt man die Front-Cam hinter dem Innenspiegel an. In meinem Fall habe ich Sie auf der Beifahrerseite angebracht. Hier sehe ich sie vom Fahrersitz aus gar nicht. Natürlich ist dadurch auch die Bedienung erschwert. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da man die Dashcam üblicherweise nicht allzu oft bedient. Super ist natürlich, dass man bei beiden Kamera-Modulen den Winkel der Linse manuell einstellen kann.

Die Kabel zu verlegen ist je nach Geschick und Auto-Modell mehr oder weniger aufwendig. Man sollte hierzu aber definitiv Zeit und Geduld haben. Zusätzlicher Aufwand entsteht natürlich, wenn man die zweite Kamera an der Heckscheibe anbringen möchte. Hier muss man entsprechend ein Kabel bis nach hinten verlegen.

Inbetriebnahme und Bedienung der AUKEY Dual Dashcam

Rocketscience ist was anderes. 4 Knöpfe und Aukey Dual Dash Cameras Test 7ein Screen, mehr hat die Dashcam nicht und mehr braucht sie auch nicht. Die Beschriftung auf dem Screen ist gut verständlich und man weiß immer, welchen Knopf man drücken muss, um das gewünschte Menü zu erreichen. Leider hat die Dashcam keinen Akku. Entsprechend muss die Zündung aktiviert sein, um aufzunehmen bzw. um Einstellungen vornehmen zu können. Kleiner Tipp: Wer dies außerhalb des Autos machen möchte, kann den USB-Adapter eines Smartphones verwenden mit einem herkömmlichen Mikro-USB-Kabel. AUKEY bietet auch noch einen Adapter an, welcher den Anschluss an die OBD-Schnittstelle im Auto ermöglicht. Dieser kostet aber extra

Im Einstellungsmenü gibt es allerlei zu konfigurieren. Auflösung, die Anzeige und die Länge der Loop-Aufnahmen sind nur einige davon. Es ist zudem möglich, die Infrarot-Funktion der Rückkamera automatisch bei schlechtem Licht aktivieren zu lassen. Weitere Einstellungen sind die Sensibilität der Bewegungssensoren, die Sprache, der Belichtungswert und die Aufnahmefrequenz, die bis zu 60 Hz zulässt. Ein Zurücksetzen der Cam kann über einen Reset-Knopf an der Seite der Cam vollzogen werden. Dieser ist wie üblich innerhalb des Gehäuses und lässt sich nur mit einem dünnen Gegenstand wie einer Büroklammer erreichen.

Funktionen und Aufnahmequalität

Mit FullHD-Aufnahmen sowohl auf Vorder- als auch auf der Rückseite, bringt die Cam, bzw. die beiden Cams genügend Pixel auf den Bildschirm, um scharfe Aufnahmen zu erhalten. Im Testzeitraum war es zwar sehr feucht und auch salzig auf den Straßen, wodurch die Scheiben immer etwas getrübt waren, dennoch gelangen mitunter gute Aufnahmen. Um einen Unfallhergang später zu rekonstruieren, benötigt man im Normalfall auch keine 4k Aufnahmen bei voller Schärfe. Mit einem Weitwinkelobjektiv von 170° wird auch ein sehr weites Blickfeld eingefangen. Bei der Rück-Kamera sind es immerhin 152°.

Die Aukey Dual Dashcam kann auch Ton aufnehmen und ist dafür mit zwei Mikrofonen ausgestattet. Weiterhin befinden sich Bewegungs- bzw. Beschleunigungssensoren im Inneren, um Unfälle automatisch zu erkennen. Zudem lässt sich der “Gefahren-Modus” auch durch einen einfachen Knopfdruck manuell aktivieren. Dies führt dazu, dass die aktuelle Aufnahme nicht automatisch wieder überschrieben wird.

Die Speicherung erfolgt ausschließlich auf der Micro-SD-Karte. Die Cam akzeptierte sogar meine 128 GB Karte. Mit dieser kann man stundenlang aufnehmen, ohne dass es zur Überschreibung von Inhalten kommt. Leider gibt es keine Möglichkeit, auf den Speicher drahtlos zuzugreifen (z.B. per WLAN, oder Bluetooth). Um an die Videos zu kommen, musste ich die Micro-SD-Karte manuell auslesen. GPS bringt die Cam auch nicht mit. Ein entsprechendes Modul müsste zusätzlich bestellt werden.

Nachtsicht

Hier war es zwar noch nicht ganz dunkel, aber die Reflexion der IR-Leuchten ist deutlich sichtbar.

Nun das Highlight der AUKEY Dual Dashcam: Die IR-Funktion ist dazu da, bessere und schärfere Nachtaufnahmen zu ermöglichen. Etwas enttäuscht war ich zunächst, dass die IR-Funktion nur auf der Rückseite eingesetzt wird. Diese Enttäuschung ist jedoch unberechtigt. Immerhin erzeugen an der Front ja die Scheinwerfer genügend Licht, um eine gute Aufnahmequalität auch bei Nacht zu ermöglichen. An der Rückseite des Autos ist dies schon schwieriger. Ist IR nicht aktiviert, so stört ein sehr unschönes Rauschen das Bild. Bei aktiviertem IR jedoch werden die Aufnahmen deutlich schärfer und ein Rauschen ist nicht mehr da. Zwei Nachteile bringen die beiden IR-Leuchten jedoch. Da die Kamera durch die Scheibe hindurch filmt, reflektieren die IR-Strahlen in dieser und werden von der Kamera wiederum erfasst. Dadurch hat man immer die Reflexion im Bild. Weiterhin nimmt die Kamera bei IR-Modus nur in schwarz-weiß auf.

Montiert man die Rückkamera an der Frontkamera, so nimmt sie den Innenraum auf und das Problem mit der IR-Reflexion besteht nicht.

Testergebnis

Getestet von
Michael Froschauer

Alles in allem konnte die AUKEY Dual Dashcam vor allem durch ein überzeugendes Konzept aus Front- und Rückkamera punkten. Die Flexibilität mit dem Einsatz der Sekundär-Cam habe ich bisher noch nicht so gesehen. Kleinere Pluspunkte, wie die zwei vorhandenen USB-Ports wissen wir auch zu schätzen. Weiterhin ist die angepriesene IR-Funktion tatsächlich kein Fake, sondern liefert bei Nachtfahrten einen klaren Mehrwert. Schade ist lediglich, dass durch das Glas Reflektionen in den Aufnahmen zu sehen sind.

All diesen Premium-Feature steht der fehlende Akku gegenüber. Dieser hätte z.B. auch eine Parkplatz-Überwachung und eine Bedienung der Cam ohne eingeschaltete Zündung erlaubt. Es gibt Zubehör, um diese Funktionalität nachzurüsten. Bei einem Preis von aktuell über 130€ hätte AUKEY an dieser Stelle aber nicht sparen sollen und entweder das Zubehör selbst gleich dazulegen, oder einen Akku verbauen sollen. Wem eine anständige Nachtsicht viel wert ist, kann hier zuschlagen. Wer gerne spart, findet bestimmt einige günstigere Cams mit guter Leistung.

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Andijonas-andreOlaf Recent comment authors
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Andi
Gast
Andi

Die Klebepads mögen schon nicht schlecht sein. Aber woher bekommt man neue wenn die Scheibe mal raus muss?

Olaf
Gast
Olaf

Hallo, es gibt vom Hersteller ein Zusatz, mit dem die Cam am OBD Port angeschlossen werden kann und damit auch eine Park Überwachung zulässt.

jonas-andre
Autor
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Hey Olaf, danke für den Hinweis. Das hier sollte das sein oder?

Beste Grüße

Jonas

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