Startseite » Gadgets » Baseus USB-C Dex Docking Station im Test

Baseus USB-C Dex Docking Station im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • viele Anschlüsse
  • kompaktes Design
  • gleichzeitiges Aufladen
  • günstiger Preis
Nachteile
  • Smartphone nur in Portrait-Modus einsteckbar
  • etwas billiges Feeling in der Hand
Springe zu:

Smartphones sind schon längst zu kleinen Computern für die Hosentasche geworden. Insbesondere hinsichtlich der Performance wird der Unterschied zwischen Laptops und Smartphones zudem immer geringer. Wenn man aber mit seinem Smartphone Office-Aufgaben erledigen möchte, dann scheitert es doch meist am kleinen Display und dem Mangel an Anschlüssen. Wer dieser Begrenzung entgegenwirken möchte, kann dazu auf eine Docking-Station zurückgreifen.

Baseus Mate Docking Station with smartphone

Baseus verspricht mit seiner multifunktionalen USB-C Docking Station nicht nur, das Smartphone-Display auf einen großen Bildschirm zu übertragen, sondern stellt dazu noch jede Menge Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. So befinden sich gleich drei USB-A Anschlüsse, HDMI, ein MicroSD- und SD Slot, ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und ein USB-C Port zum Aufladen an dem Gerät. Im folgenden Test werden wir untersuchen, ob das kleine Gadget das Smartphone wirklich in einen Desktop-Ersatz verwandeln kann.

Design und Verarbeitung

Die Baseus Docking-Station hat ein recht kompaktes Design. Das viereckige Gehäuse misst lediglich 10cm in der Länge, 10cm in der Breite und 4,7cm in der Tiefe. Auch das Gewicht ist mit 190g ziemlich leicht. Um das Smartphone in die Station zu setzen, kann man die Oberseite nach hinten schieben. Der Mechanismus ist leichtgängig und kann auch mit einem Finger ausgeführt werden. Durch das Zurückschieben wird dann der USB-C Stecker frei. Sollte das Smartphone nicht stabil in der Form liegen, dann kann man zur Befestigung noch eine kleine Gummimatte in den Schacht einkleben, von denen Baseus zwei in den Lieferumfang gepackt hat.

Wer die Docking-Station unterwegs mitnehmen will, hat mit dem Schiebe-Mechanismus einen praktischen Schutz für den USB-C Stecker integriert. So kann man auch ohne Hülle oder Schutztasche das Gerät einfach im Rucksack verstauen. 

Die Ober- und Unterseite des Gehäuses bestehen aus Kunststoff und der Köper aus Metall. Oben wurde eine Gummimatte angebracht, um das Smartphone zu halten. Auf der Unterseite befinden sich vier Gumminoppen, welche die Docking-Station stabil auf einer flachen Unterlage stehen lassen. In der Hand fühlt sich das Gerät etwas billig an, da es im Inneren größtenteils hohl zu sein scheint. Verarbeitungsmängel konnten wir an dem Testexemplar jedoch nicht ausfindig machen.

Steckt man das Smartphone in die Docking-Station, wird es von hinten durch die zurückgeklappte Oberseite gehalten. Die Station bietet im Inneren etwa 8,4cm Platz für das Smartphone. Somit lassen sich die meisten Handys auch noch mit Schutzhülle problemlos einstecken. Einen typischen Nachteil der meisten Docking-Stationen hat auch das Exemplar von Baseus. Bedingt durch die Bauform erlaubt sie es nur das Smartphone im Portrait-Modus in die Station zu stellen. Wenn man das Smartphone-Display auf dem Monitor spiegeln möchte, ist dies natürlich ein Nachteil. Zwar bieten einige Apps einen Button zum Wechseln in den Landscape-Mode, aber der Home-Screens und viele Apps bleiben leider im falschen Layout. Es empfiehlt sich daher in den meisten Fällen auf den integrierten Desktop-Modes des Smartphone-Herstellers zurückzugreifen. Zum Glück gibt es einen solchen Mittelerweile bei fast allen Herstellern. Samsung nennt die den Dex-Modus, während die Desktop-Oberfläche bei Huawei und Android One Geräten schlicht und ergreifend “Desktop-Mode” genannt wird. Beim Einstecken des Smartphones wird gleich erkannt, dass ein Display angeschlossen wurde und man bekommt ein Pop-Up zum Aktivieren des Modus angezeigt. Bei Samsung ist es jedoch teilweise nötig, den Dex-Mode über einen Button im System zu aktivieren.

Anschlüsse & Praxistest

Folgende Anschlüsse sind an dem Hub vorhanden:

  • 1 x USB-C 3.0 Anschluss für das Smartphone
  • 1 x USB-C Power Delivery Anschluss zum Aufladen
  • 3 x USB-A 3.0 Anschluss
  • 1 x MicroSD Slot
  • 2 x SD Slot
  • HDMI Anschluss
  • 3,5mm Kopfhörer-Anschluss

Dies ist wirklich eine beachtliche Anzahl an Anschlüssen für eine Docking-Station, die in etwa vergleichbar ist mit dem, was aktuelle Laptops an Anschlüssen liefern. In unserem Test funktionierten sämtliche Ports ohne Probleme und das Smartphone erkannte eingesteckte Geräte ohne Verzögerung. Das Anschließen von mehreren Geräten gleichzeitig stellte ebenfalls kein Problem dar (Maus, USB-Stick, Kopfhörer, Bildschirm und 8TB Festplatte). Auch eine Nutzung der Docking-Station ohne Ladestrom funktionierte problemlos.

Huawei P40 Pro Desktop-Modus mit Logitech Maus & Tastatur auf GMK XPanel 4K Monitor

Bei dem HDMI-Anschluss können wir letztendlich nicht beurteilen, um welche Version es sich hier handelt. Baseus gibt zwar an, dass man die Station am besten mit einem HDMI 2.0 Kabel verwenden soll, allerdings ist die Auflösung auf 4K mit 30 Hertz begrenzt, was wiederum eher einen HDMI 1.4 Anschluss vermuten lässt. In unserem Test mit einem Huawei P40 Pro konnte der Adapter genau die versprochenen 4K mit 30Hz liefern. Für die Nutzung als externen Monitor mit Office sind 30Hz generell zu wenig und führen dazu, dass das Bild leicht ruckelt. Wer also Office-Aufgaben mit dem Smartphone erledigen möchte, sollte eher zu einem Full-HD Monitor greifen. Das Anschauen von Filmen oder Bildern ist mit 4K 30Hz aber problemlos möglich.

Der USB-C Port zum Aufladen unterstützt PowerDelivery 2.0. Laut Baseus kann der Anschluss bis zu 49 Watt an das Smartphone weiterleiten. Hierzu wäre es allerdings nötig, dass die Smartphone-Hersteller PowerDelivery mit einer so hohen Geschwindigkeit unterstützen, was quasi nie der Fall ist. In der Praxis ziehen die meisten Smartphones daher 15 bis 18 Watt aus dem Hub, was aber für ein etwas langsameres Aufladen während der Nutzung ausreichend ist. 

Kompatibilität mit Smartphones

Baseus Docking Station Desktop Mode 4

Da es hier offenbar oft zu Missverständnissen kommt: Um eine Docking-Station mit Display-Übertragung verwenden zu können, ist immer ein USB-C 3.0 Anschluss (oder höher) am Smartphone nötig. Dass bei Amazon manche Nutzer beklagen, dass Ihr Smartphone nicht mit dem Dock funktioniert, liegt vermutlich einfach daran, dass sie ein Handy mit USB 2.0 verwenden. Allgemein haben leider die meisten Smartphones im Preisbereich unter 400€ nur USB 2.0, was die Nutzung eines Docks zum Übertragen des Bildschirms unmöglich macht. Vor dem Kauf sollte man also immer erst auf der Herstellerwebsite überprüfen, ob das eigene Handy über mindestens USB 3.0 verfügt. Falls der Hersteller dies nicht angibt, findet man diese Info meistens auf GSMArena, indem man das Smartphone in den Suchschlitz eingibt und sich den Eintrag “USB” anschaut.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Die USB-C Docking-Station von Baseus kann in unserem Test überzeugen. Sie ermöglich es, das Smartphone-Display per Plug-and-Play auf einen großen Bildschirm zu übertragen und dabei eine Menge externer Geräte zu nutzen. Das Anschließen an einen 4K Monitor  funktionierte dabei genauso zuverlässig wie die Erkennung von Maus, Tastatur, USB-Stick oder Kopfhörern. Größere Kritikpunkte offenbarten sich in unserem Test nicht. Vor dem Kauf sollte man natürlich recherchieren, ob das Smartphone über einen USB 3.0 Anschluss verfügt, denn nur dann ist ein Display-Output möglich.

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
Nur 60 €*

Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 60€* Zum Shop
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 21.06.2021

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
10 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
wanidani
Mitglied
Mitglied
wanidani (@wanidani)
3 Monate her

Kommt das USB-C Dock über die Auflösung von 1080P bei Verwendung von Samsung DeX z.Bsp. mit dem Note 10+ und UI 3.0/3.1 hinaus um 3440 x 1440 auszugeben oder wird es auf die 1080P begrenzt?

wanidani
Mitglied
Mitglied
wanidani (@wanidani)
3 Monate her
Antwort an  Joscha

Bei den meisten HUBs wird scheinbar softwareseitig auf 1080P limitiert auch wenn die Hardware mehr leisten könnte. Wäre toll wenn jemand den HUB mal mit Samsung DeX testen könnte .

Christian
Gast
Christian (@guest_73055)
5 Monate her

Hallo Chinahandy ich hab mir die USB-C Docking-Station von Baseus bestellt, mein Huawei P40 läuft sehr gut mit der Station! Hab noch ein Huawei Mate 20x leider ist das Handy für die Station zu groß ?! Nun meine Frage gibt es einen Adapter oder Kabel von der Dockingstation direkt zum Handy??

Christian
Gast
Christian (@guest_73136)
5 Monate her
Antwort an  Joscha

Servus Joscha , hab dein empfohlenes Kabel heute bekommen und funktioniert mit meinen Mate 20x super !! Jetzt noch eine vernünftiges Android Office App,und ich kann mir ja schon fast meinen Computer sparen !! Vielen Dank . Gruß Christian

Axel
Gast
Axel (@guest_72958)
5 Monate her

Ich brauche so ein Dick nun wirklich nicht. Mir reicht Linux zum Beispiel auf Laptop und das kleine Programm scrcpy. Damit Spar ich mir die 60 Euro.

Robert
Gast
Robert Minkoff (@guest_72909)
5 Monate her

Hi, wisst ihr, ob man über so ein Dock Sky Go auf dem Fernseher ansehen kann?
… Vorausgesetzt natürlich man hat einen Account und die App am Handy installiert.
Vielen Dank
Robert

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
5 Monate her
Antwort an  Robert Minkoff

Wir haben leider kein Sky Go um es zu testen. Ich glaube aber kaum, dass die Sky Go App das unterdrücken kann. Also es sollte funktionieren.

Beste Grüße

Jonas

Wolferl
Gast
Wolferl (@guest_72942)
5 Monate her
Antwort an  Robert Minkoff

Ich glaube nicht, Huawei P30 (nicht Lite) mit HDMI Kabel an Tv und Desktopmodus – Amazon Prime Videos werden nicht ausgegeben – nur ein Balken wird eingeblendet mit dem Filmnamen. Wird bei allem, was HDCP abfrägt der Fall sein