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BlitzWolf BW-GM3 – 34 Zoll 165Hz WQHD Curved Monitor im Test

Getestet von Mathias am
Vorteile
  • scharfes Bild (WQHD)
  • hohe Helligkeit
  • verstellbarer Fuß (gute Ergonomie)
  • Free-Sync
  • Multi-Window (PBP, PIP)
Nachteile
  • schlechte Qualitätskontrolle
  • Funktionen ohne positiven Einfluss
  • Falschangabe zur sRGB Abdeckung
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Geräte von Blitzwolf hatten wir in letzter Zeit aus den verschiedensten Kategorien im Test. Jetzt hat es auch der BlitzWolf BW-GM3, ein 34 Zoll Curved Gaming Monitor, zu uns Testlabor geschafft. Er steht in direkter Konkurrenz zum Xiaomi Mi Curved, den wir bereits letztes Jahr im Test hatten.

Die UVP des BlitzWolf BW-GM3 liegt deutlich über dem Xiaomi Mi Curved. Laut unserem Angebot sinkt der Preis des Xiaomi Monitor aber auch regelmäßig unter die 400€ Marke. Beide PC-Monitore sind 34“ WQHD Curved Displays mit FreeSync Unterstützung. Dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden. Ob der BlitzWolf BW-GM3 gegen den Xiaomi Mi Curved die Nase vorn hat und ob der Monitor sein Geld wert ist, erfahrt ihr im Testbericht.

Nicht unterschätzen: Der Blitzwolf BW-BM3 ist mit 34 Zoll einfach riesig.

Design, Verarbeitung und Lieferumfang des BlitzWolf BW-GM3

Der Monitor wird in einer großen Kiste mit Styropor Inlay geliefert und ist somit sicher verpackt. Neben dem Monitor selbst liegen auch der Standfuß, das Stromkabel und ein DisplayPort Kabel. Da der Monitor sich insbesondere an Gamer richtet, ist die Beilage eines DisplayPort Kabel sehr positiv, da nur darüber die höhere Bildwiederholrate von 165Hz unterstützt wird. Trotzdem hätte das Beilegen eines zusätzlichen HDMI Kabels nicht weh getan. Von Blitzwolf waren wir bislang einen konkurrenzlos umfangreichen Lieferumfang gewohnt.

Der Fuß ist aus Metall gefertigt und wird mit einer Schraube zusammengesetzt. Der gesamte Standmodul wird dann anschließend an der Rückseite des Monitors eingeklickt. Alternativ kann der Monitor natürlich auch an der Wand festgemacht werden. Löcher nach VESA Standard sind dafür natürlich vorhanden. Ist der Monitor am Standfuß montiert, kann dieser sowohl in der Höhe als auch der Neigung verstellt werden. Um die Halterung des Standfußes herum ist zudem eine RGB-LED Leiste angebracht, die automatisch Farben durchwechselt. Diese lässt sich leider nicht konfigurieren oder ausschalten. Der Monitor steht bei mir circa 23cm von der Wand entfernt und die LEDs sind nicht hell genug, um ihr Licht an die Wand zu werfen. Deshalb empfand ich die LED-Leiste nicht als störend. Von einer tollen RGB-LED Beleuchtung kann man dann allerdings auch nicht sprechen.

Die Anschlüsse werden auf der Rückseite durch eine Abdeckung versteckt, sodass alles wirkt wie aus einem Guss. Leider sitzt die Abdeckung sehr fest und diese nachträglich zu lösen, ist eine Herausforderung. Folgende Anschlüsse gibt es beim BlitzWolf BW-GM3:

  • Stromanschluss
  • USB 2.0
  • HDMI 2.0 (1x)
  • DisplayPort 1.4 (2x)
  • Audio Out (3,5mm-Klinke)

Die Knöpfe zum Bedienen des On-Screen-Display (OSD) sind klassischerweise rechts unten am Bildschirmrand untergebracht. Der Druckpunkt der Knöpfe ist angenehm fest und das Menü ist aufgeräumt, sodass man sich gut zurechtfindet. Lautsprecher sind im Monitor nicht integriert. Für Windows Nutzer ist das ein klarer Vorteil, da das System immer mal wieder auf die Idee kommt, den Sound einfach über solche Displaylautsprecher auszugeben.

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Insgesamt macht der BlitzWolf BW-GM3 einen guten ersten Eindruck. Leider scheint die Qualitätskontrolle bei Blitzwolf nicht allzu gut zu sein. Bei meinem Standfuß wurde in der Mitte leider etwa unsauber geschliffen und auch das Display hat einen dunklen Fleck in der oberen linken Ecke. Das ist inakzeptabel und scheinbar auch kein Einzelfall, denn in den Bewertungen bei Banggood gab es auch den ein oder anderen Patzer bei der Qualität des Produkts.

Bildqualität des BlitzWolf BW-GM3

Der Curved Monitor von BitzWolf ist genau wie der von Xiaomi mit einem VA-Panel ausgestattet. Im Vergleich zu IPS sind VA-Panels in Sachen Reaktionszeit und Farbwerte schlechter und zudem anfälliger für Berührungen und extreme Temperaturen.

Auflösung 3.440 x 1.440 Pixel
Seitenverhältnis 21:9
Bildschirmkurve 1500 R
Bildwiederholrate 165 Hertz (nur über DisplayPort, über HDMI 2.0 maximal 120 Hertz)
Reaktionszeit (grau zu grau) 4 Millisekunden
Kontrastverhältnis 3.000:1
Maximale Helligkeit (Herstellerangabe) 300 Candela pro Quadratmeter
Maximale Helligkeit (eigene Messung) 320 Candela pro Quadratmeter
Abdeckung sRGB (Herstellerangabe) 120%
Abdeckung sRGB (eigene Messung) 98%
Abdeckung AdobeRGB (eigene Messung) 76%

Der Hersteller gibt eine 120% sRGB Farbraumabdeckung an, das kann ich so leider nicht bestätigen. Laut unserer datacolor Spyder Messung beträgt die Abdeckung 98%. Für den Casual-User stellt das im Alltag kein Problem dar, bei der Bildbearbeitung ist dies aber ein nicht zu verachtender Faktor. 98% reicht aber für sicheres Arbeiten in diesem Farbraum allemal aus. Ärgerlich ist vielmehr, dass der Hersteller falsche Werte kommuniziert. Dass BlitzWolf es mit den Werten nicht so genau nimmt, zeigt auch die Website, denn hier sind in der Präsentation des Monitors einige Fehler und Widersprüche. Hier sind unterschiedliche Kontrastverhältnisse zu finden und auch offensichtliche Falschangaben, denn hier ist zwischenzeitlich die Rede von einem 4K-Monitor.

Bei der Farbtonwiedergabe als auch bei der Helligkeit ist der BlitzWolf BW-GM3 nicht negativ aufgefallen. Bei der Helligkeit übertrifft die Probemessung sogar die angegebenen 300 cd/m².

Im OSD findet sich auch einige Funktionen wie Reaktionszeit, Rauschunterdrückung, Super Auflösung, dynamische Lichtsteuerung und Multi-Window. Bei der Rauschunterdrückung konnte ich optisch keinerlei Unterschiede feststellen, egal ob ich sie auf niedrig, mittel oder hoch eingestellt hatte. Bei der Super Auflösung wird das Bild deutlich weichgezeichnet. Auf hoch eingestellt, ist dieser Effekt sehr extrem und die Funktion hatte für mich keinen Mehrwert, auch nicht in Spielen. Die Funktion “dynamische Lichtsteuerung” macht das Bild tatsächlich noch mal etwas heller im normalen Betrieb. In Spielen war die Auswirkung nicht so wirklich spürbar. Bei dem Menüpunkt Reaktionszeit lassen sich zusätzlich die Modi niedrig, mittel oder hoch wählen. Standardmäßig ist die Reaktionszeit auf „aus“ gestellt. Egal, ob aus, niedrig, mittel oder hoch, es gab keinerlei positive optische Veränderung. Dafür aber eine negative. Ist die Reaktionszeit auf hoch eingestellt und man nutzt den Monitor gerade für alltägliche Dinge, wie z.B. das Tippen eines Textes, dann kann es dazu kommen, dass das Bild flackert. Deshalb blieb diese Funktion von mir ebenfalls deaktiviert.

Über Multi-Window können zwei der Anschlüsse des Monitors gleichzeitig als Input genutzt werden. Hierbei kann man zwischen “PIP Mode” und “PBP 2Win Mode” wählen. PIP steht für Picture in Picture und positioniert ein kleines Fenster auf dem Bildschirm, das den Inhalt des zweiten Eingangs wiedergeben kann. Die Größe und die Position dieses Fenster kann konfiguriert werden, allerdings nur mit den vorgegebenen Maßen bzw. Positionen. PBP steht für Picture by Picture und separiert dabei den Monitor in zwei Hälften. Somit hat man virtuell entweder zwei Monitore in einem, sofern beide Eingänge aus einem Endgerät ein Signal bekommen, oder man hat aus zwei verschiedenen Quellen eine Anzeige. Beides hat im Test problemlos funktioniert.

Der BlitzWolf BW-GM3 unterstützt zudem HDR also auch Free-Sync. Viele Monitore mit FreeSync sind auch in der Lage, Nvidia G-Sync zu nutzen, ohne dass sie dafür lizenziert wurden. Beim Monitor von Blitzwolf ist das leider nicht der Fall. Bei dieser Helligkeit ist eine HDR Unterstützung außerdem fraglich.

Insgesamt macht das Panel eine gute Figur gemessen an der Preisklasse und Zielgruppe. Allerdings muss man auch einige kleine Fehler in Kauf nehmen und die Mehrheit der „Verbesserungsfunktionen“ waren für mich nicht nützlich. Die Multi-Window Funktion hat dafür ausgezeichnet funktioniert und konnte überzeugen. Leider kam es im Testzeitraum einige Male vor, dass der Bildschirm kurz schwarz wurde und das Bild danach wieder sichtbar war. Das war hauptsächlich im Arbeitsalltag der Fall und ich konnte keinen Grund in der Hard- oder Software dafür finden. Zudem waren meine beiden anderen Monitore von dem Problem nicht betroffen. Daher muss ich davon ausgehen, dass der Fehler beim Blitzwolf Monitor liegt. Während des Zockens ist dieser Fehler allerdings nie aufgetreten.

Arbeiten auf dem BlitzWolf BW-GM3

Wie arbeitet es sich mit dem 32 Zoll großen Blitzwolf BW-GM3 Monitor? Hervorragend, die Größe und Helligkeit des Monitors sind überaus positiv. Auch den PBP Modus hatte ich zwischenzeitlich im Einsatz, da ich sowieso häufig im Split-Screen Modus arbeite und so beim Online-Präsentieren nicht meine Fenster neu arrangieren muss. Websites sind für diese Auflösung natürlich eher weniger konzipiert, weshalb sich der Inhalt auf die Mitte konzentriert und man links und rechts mit einem Balken leben muss. Das sind aber auch schon die einzigen Einschränkungen, die man hinnehmen muss. Bearbeitung von großen Tabellen und Videoschnitt profitieren extrem von der Bildschirmgröße, weshalb hier die Vorteile klar überwiegen.

Zocken auf dem BlitzWolf BW-GM3

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Kommen wir zu guter Letzt zum eigentlichen Aufgabengebiet, bzw. der Zielgruppe des Monitors. 165 Hertz sind eine enorme Bereicherung fürs Gaming, erst recht bei schnellen Spielen wie First Person Shootern. Gespielte Spiele im Testzeitraum waren Metro Exodus, Far Cry 5, Monster Hunter: World und Dead By Daylight. Alle unterstützen die WQHD Auflösung und wirken durch die 165Hz deutlich flüssiger. Zu beachten ist, dass über HDMI keine 165Hz, sondern nur die üblichen 120 Hz unterstützt werden.

Testergebnis

Getestet von
Mathias

Insgesamt ist der BlitzWolf BW-GM3 empfehlenswert, solange er deutlich unter 400€ gehandelt wird. Das Panel ist für den Einsatzzweck dem Preis entsprechend, durch Monitore wie dem Xiaomi Mi Curved oder auch dem Samsung Odyssey G5 steht er aber nicht alleine dar. Sowohl der Xiaomi als auch der Samsung Monitor liegen im Angebot bei um die 400€ und können mit gleichen oder zumindest ähnlichen Eigenschaften aufwarten. Zudem kommt die schlechte Qualitätskontrolle bei Blitzwolf, die einem unter Umständen kein sauber verarbeitetes Produkt liefert. Ob Fehler, wie das ausfallende Bild, ebenfalls auf eine mangelnde Kontrolle zurückzuführen sind, kann ich nicht abschließend beurteilen. Nur wer unbedingt 165Hz will, sollte den BlitzWolf BW-GM3 dem Xiaomi vorziehen. Zudem unterstützt der Xiaomi Mi Curved auch G-Sync. Es kann nicht alles beim ersten Versuch klappen und BlitzWolf wirkt mit dem Monitor etwas überfordert. Die falschen Angaben bei den Spezifikationen sind ebenfalls kaum vertrauenserweckend und der Verarbeitungsfehler ein No-Go. Wenn der BlitzWolf BW-GM3 Monitor sich in Richtung 300€ bewegt, dann könnte man hier ein echtes Schnäppchen machen. Ansonsten ist man mit der Konkurrenz von Xiaomi oder Samsung allemal besser bedient. 

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