Chuwi präsentierte Mitte 2016 sein neues Modell, das Chuwi Lapbook. Ausgelegt ist das Gerät mit einem Intel Cherry Prozessor und 4GB Arbeitsspeicher eher für Office-Anwendungen und einfachere Programme. Wir haben uns einmal genauer angeschaut, ob das Notebook überzeugen kann.

Design

Mit den Abmessungen von 371 x 240 x 22mm baut Chuwi ein 15,6 Zoll Notebook. Damit ist es um etwas größer als das Standard MacBook. Doch mit einem geringen Gewicht von nur gerade einmal 1900 Gramm macht das Chuwi LapBook das Rennen. Ausgelegt wurde das Notebook darauf, als Computer für unterwegs zu dienen. Schon die schmale Bauweise soll Portabilität versprechen.

Der komplette Körper besteht aus Plastik erweckt einen sehr hochwertigen Eindruck. Alles ist stabil und fest verbaut, es gibt keinerlei Spaltmaße und scharfe Kanten oder Ränder am Gehäuse. Auch beim Drücken auf die Displayrückseite oder auf die Tastaturmitte gibt das Plastik kaum nach. Aufklappen lässt sich der Laptop mit nur einer Hand und das Gelenk wurde so konstruiert, dass hierbei der Körper des Lapbooks auf dem Tisch stehen bleibt. Hier wurde also ordentlich gearbeitet. Auf der Unterseite befinden sich vier Gummifüße, die einen sehr stabilen und rutschfesten Stand versprechen. Schlicht gehalten macht das Chuwi LapBook einen schicken Eindruck. Ein eingraviertes Logo findet man auf der Rückseite, was aber dem Design keinen Abbruch tut.

Schnittstellen und Kommunikation

Schon der geringe Speicher zeigt, dass das Chuwi Lapbook für den einfacheren Einsatz gebaut wurde. So fallen auch die Schnittstellen eher spärlich aus. Zwei USB-Anschlüsse, ein HDMI-Anschluss und ein 3,5mm Klinkenanschluss und das war es dann auch. Mit einem Micro-SD-Slot kann der Speicher um 128GB erweitert werden. Ein winziger Stromanschluss wurde ebenfalls an der Seite verbaut. Hier sollte man durchaus etwas vorsichtig sein und den Stecker mit Feingefühl anstöpseln. Das mitgelieferte Stromkabel ist per USB Adapter mit jeder Steckdose kompatibel. Auf der Unterseite des Laptops befinden sich zwei Stereo Lautsprecher, die aber nicht besonders überzeugen. Hört man auf mittlerer Lautstärke, bringt das Chuwi Lapbook einen angenehmen Sound. Dreht man jedoch etwas auf, wird das Ganze etwas blechern und der Bass fehlt.

 

Zur Datenverbindung ist eine Bluetooth 4.0 Schnittstelle verbaut, die sowohl sehr schnell verbindet als auch stabil überträgt. Für eine Internetverbindung wurde ein Wlan 802.11 Modul verbaut, was den derzeitigen Standard darstellt. Beide Datenverbindungen funktionieren einwandfrei und bieten eine stabile Übertragung. Eine 2,0 Megapixel Innenkamera befindet sich an der Oberseite des Displays. Die Doppelmikrofone sind am unteren Rand des Bildschirms angebracht und nehmen den Ton beim Skypen sehr gut und klar auf.

Touchpad und Tastatur

Das Chuwi Lapbook verfügt über ein großzügiges Touchpad, das sich sehr angenehm bedienen lässt und direkt und zuverlässig anspricht. Die Maustaste ist nicht abgesetzt und dennoch gut zu finden und drücken. Auch mit schwitzenden Fingern ist es kein Problem, den Zeiger akkurat über den Bildschirm zu manövrieren. Er springt nicht und läuft angenehm flüssig. Die Rechtstaste erhält man durch ein Tippen mit zwei Fingern, was ebenfalls zuverlässig klappt. Die sonst bekannten Multitouch Gesten wie zum Beispiel das Zoomen mit zwei Fingern sind auch beim Chuwi Lapbook zu finden. Des Weiteren lässt sich die Taskansicht mit drei Fingern anzeigen, zwei Finger werden für das Scrollen auf Internetseiten gebraucht und zwei Finger in der oberen Hälfte des Touchpads lassen ein Fenster verkleinern.

Die Tastatur ist, wie üblich in der englischen Anordnung beklebt, lässt sich aber mit einfachen Tastaturaufklebern umändern. Die Einstellung ist zudem leicht über Windows änderbar. Der Anschlag der Tasten ist erstaunlich angenehm und man hört ein sattes Klicken, was sonst nur bei teureren Modellen zu finden ist. So macht das Chuwi Lapbook auch in ruhigen Räumen wie Bibliotheken keine unangenehm störenden Geräusche. Hier waren wir im Test definitiv positiv überrascht.

Display

Chuwi hat im Lapbook ein 1920x1080p auflösendes Display verbaut, was eine Full-HD Auflösung darstellt. Das Ganze breitet sich über 15,6 Zoll aus und ist somit ein Modell der größeren Klasse. Die Farben werden klar wiedergegeben und auch einzelne Pixel sind fast nicht zu erkennen.

Durch die Matte Verglasung des Displays spiegelt hier nur sehr selten etwas. Diese matte Beschichtung mindert keinesfalls die Helligkeit. Und so ist das Lapbook auch für den Außeneinsatz bei Sonnenlicht verwendbar. Die Ausleuchtung an den Ecken und Kanten zeigt keinerlei Auffälligkeiten. Insgesamt bietet das Chuwi Lapbook ein sehr angenehmes Bilderlebnis, das auch für Filme genutzt werden kann.

Leistung

Im Chuwi Lapbook wurde ein Intel Cherry Trail Z8300 verbaut. Dieser Prozessor ist mittlerweile bei Laptops dieser Preisklasse weit verbreitet. Mit einer Taktrate von 1,44GHz und einem Boostmodus mit bis zu 1,8GHz ist der Vierkern-Prozessor nicht für Spiele ausgelegt. Alternativ gibt es das Chuwi Laptbook auch mit dem Intel Cherry Trail Z8350. Beim Update des Prozessors wurde der Boostmodus auf 1,9GHz etwas erhöht. Wem die ganzen Daten etwas niedrig vorkommen, den können wir getrost beruhigen. Das Chuwi Lapbook wurde für einfache Arbeiten wie Office-Anwendungen konzipiert und hierfür ist die Leistung vollkommen ausreichend. Auch mehrere Programme gleichzeitig meistert das Notebook einwandfrei und ohne Hänger. Insgesamt ist die Bedingung sehr flüssig und gut. Webseiten lassen sich gut scrollen und Anweisungen werden direkt umgesetzt. Als Arbeitsspeicher wurde ein 4GB DDR3L Modul verbaut, das die Performance unterstützen. Dies hilft natürlich auch beim Starten aus dem ausgeschalteten Modus (15 sec.) und dem Ruhemodus (6 sec.).

total Benchmark 10.000 = Spiel mit 60fps

Das Chuwi Lapbook wurde definitiv für den einfacheren Gebrauch unterwegs gebaut. Die 64GB Speicher lassen sich mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 128GB erweitern und bieten somit genug Platz, um sämtliche Dokumente und auch Bilder ständig bei sich zu haben.

Betriebssystem

Das Chuwi Lapbook wird mit einer Standardversion von Windows 10 ausgeliefert. Ein Product-Key ist nicht zu finden, das Betriebssystem authentifiziert sich jedoch beim ersten Start selbstständig.

Die Sprache lässt sich ganz normal über die Windows Einstellungen umstellen. So können nach dem Download der jeweiligen Sprachpakete so ziemlich alle Sprachen der Welt eingestellt werden.

Akkulaufzeit

Offiziell verbaut Chuwi einen 10.000mAh Akku im Lapbook, doch nach unseren Messungen bietet die Batterie sogar 10.500mAh. Geworben wird mit bis zu zehn Stunden Aktivität, vor allem aufgrund des sparsamen Prozessors und dem Flashmemory-Speicher. Doch im Test erreichten wir eher sechs Stunden bei eingeschaltetem WLAN und dauerhafter Benutzung. Aber auch dieser Wert ist nicht zu verachten. Aufgeladen ist das Chuwi Lapbook innerhalb von knapp neun Stunden, was ziemlich lang ist, wahrscheinlich aber dem einfachen USB Ladekabel geschuldet ist. Wer also ein normales Ladegerät kauft, der sollte eine bessere Zeit erreichen können. Für die angedachten Zwecke ist der Akku dennoch vollkommen ausreichend und überzeugt auf ganzer Linie.

Fazit

Chuwi hat das Lapbook für einfachere Arbeiten konstruiert. Für den Makler, der bei der Besichtigung schnell mal Bilder und Diagramme zeigen will, für den Schüler, der einen Laptop für sein Referat braucht oder um auf der Zugfahrt oder im Flugzeug schnell noch ein paar Sachen zu schreiben und zu bearbeiten. Hier profitiert man vom großen Akku, dem niedrigen Gewicht und dem flüssig laufenden Windows 10. Wer also ein preisgünstiges Notebook sucht, das dennoch eine gute Performance für alltägliche Programme abliefert, der ist hier genau richtig. Wir können das Chuwi Lapbook ohne Bedenken empfehlen.

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4 Kommentare zu "Chuwi Lapbook"

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arminius
Gast
arminius

Kann man den Arbeitsspeicher auf 8GB erweitern?

Viste
Gast
Viste

Wie schlägt sich das Lapbook im Vergleich zum Jumper EZpad 6? Letzteres ist ja eher ein 2-in-1 Tablet im Sinne eines Surface-Klons.

René
Gast
René

Weiss jemand wie gross die Tasten im Quadrat sind? Möcte Kleber bestellen.

Carsten
Gast
Carsten

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
Hört sich nach nahezu der identischen Ausstattung des Jumper Ezbook 2 an. Mit Ausnahme der Bildschirmgröße natürlich.
Seht Ihr das von der Leistung und von der Haptik genauso? Was mich beim Ezbook etwas stört ist das sehr laute Klicken der “Maustaste“. Ist Euch das hier auch aufgefallen?
Hier gefällt mir noch der Rahmen um das Display sehr gut, der um ein einiges schmaler aussieht als beim Jumper.

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