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Digital Mitschreiben – Android vs. iOS vs. Windows

Seit ich vor einigen Jahren mit dem Studium begonnen habe, versuche ich meine Technikaffinität mit dem Studium zu verknüpfen. Ein Aspekt dessen ist das digitale Mitschreiben. In diesem und einem weiteren Artikel möchte ich meine Erfahrungen und Empfehlungen in diesem Bereich mit Euch teilen. Heute soll es erst einmal um die Hardware gehen, im nächsten Artikel dann um die Software.

digital Mitschreiben

Technische Grundlagen

Was heißt digital Mitschreiben? Ganz generell gesagt Notizen und Texte digital aufzuschreiben. Eine Methode das zu tun, kennen wir seit langer, langer Zeit: Die Tastatur am PC. Darum soll es hier aber nicht gehen, tippen ist nach wie vor der Standard. Viel mehr ist mit digitalem Mitschreiben hier die Benutzung eines digitalen Stiftes gemeint, um handschriftlich auf einem Display zu schreiben. Dabei sollen auch nicht diese billigen Touch- Stifte gemeint sein, die man überall hinterher geschmissen bekommt, sondern spezielle digitale Stifte, die zu präziser, zuverlässiger Eingabe taugen. Dafür ist unter dem Display ein sogenannter Digitizer nötig, der Stifteingaben verarbeiten kann. Doch Vorsicht: Nicht jeder Digitizer passt zu jedem Stift. Was wozu passt, ist ein einziges riesiges Chaos. Selbst innerhalb einer Firma können Stifte zu einigen Geräten passen, zu anderen wieder nicht. Nehmt euch also die Zeit, um sicherzugehen, dass Gerät und Stift zusammen passen.

Das passende Gerät

Der Grundstein des digitalen Mitschreibens ist das passende Gerät. Schaut Ihr euch online etwas um, dann stellt ihr schnell fest, dass die Auswahl da zunächst gar nicht so groß ist. Grundsätzlich unterscheiden sich die Geräte maßgeblich nach Betriebssystem: Android, Windows oder IOS. Alle drei Systeme haben dabei ihre Vorteile:

Android

Samsung Galaxy S6 Lite Display 1Android Tablets wurden über Jahre etwas vernachlässigt, was leider zur Folge hat, dass Apples iPad den Markt dominiert. Dennoch gibt es einige Android Tablets, die sich gut zum Mitschreiben eignen. Vor allem sind das die Budget-Geräte, denn bei den Preisen kann Apple einfach nicht mithalten. Hervorstechen tut hier das Samsung Galaxy Tab S6 Lite, das mittlerweile im Angebot teils für unter 300€ inkl. Stift zu haben ist. Vorteil für alle Android Handy Nutzer ist, dass man sich an kein neues System gewöhnen muss. Und auch wenn Apples Tableterfahrung etwas ausgereifter seien mag – Windows hängt man in Punkto Nutzererfahrung locker ab (solange es um Tablets geht).

Nachteile gibt es aber auch einige. Die Stifteingabe ist teilweise etwas ungenauer als bei der Konkurrenz. Der größte Kritikpunkt ist aber ein anderer: Unter Android ist die Menge an guten Schreibprogrammen kleiner als bei Apple und Windows. Tolle Apps wie PDF Expert oder GoodNotes gibt es gar nicht, in EverNote sprechen User von Lag und OneNote schränkt auf Android viele Funktionen ein. Unsere Top-Empfehlung lautet hier Squid.

Apple

Ipad Air

Wer ein System sucht, bei dem nichts gefriemelt werden muss, der geht zu Apple. Dafür bindet man sich selbst an ein geschlossenes System und zahlt den Apple Extrapreis. Dieses System hat aber seine Vorteile. Die Handschrift auf Apple Geräten sieht am Besten aus und die Auswahl an Mitschreib-Apps ist umfangreich – inklusive Microsofts OneNote mit vollem Funktionsumfang.

Windows

Windows ist erstmal ein Betriebssystem für PCs und das merkt man auch. Selbst mit eigenem Tabletmodus ist die Nutzungserfahrung auf Windows Tablets nicht mit Android oder Apple zu vergleichen. Zum Mitschreiben hat sich deshalb die Microsoft Surface Linie etabliert. Das sind Tablets mit ansteckbarer Tastatur. Damit können die Surface Geräte mehr oder weniger wie ein Laptop genutzt werden, bis man wirklich mitschreiben will. Dann kann die Tastatur abgenommen werden und auf dem liegendem Tablet geschrieben werden. Microsoft unterstützt dabei viele Apps, schafft es aber nicht, Handschriften so schön abzubilden, wie Apple. Dabei haben auch die Surface Geräte ihren Preis. Die Pro Modelle nehmen sich gegenüber Apple kaum etwas. Kein Wunder also, dass etwa Chuwi versucht, dieses Konzept günstig zu kopieren. Wir hatten hier das Chuwi Ubook im Test, waren dann aber doch eher enttäuscht.

Convertibles

Convertibles sind Geräte, die PC und Tablet verbinden wollen, Betriebssystem ist dabei Windows. Die Idee ist, dass man ein Gerät als normalen Laptop nutzen kann, aber auch die Möglichkeit hat, das Display nach hinten zu klappen, um so ein Tablet zu erhalten. Xps 13 2 in 1Klingt wunderbar, ist es in der Praxis aber nicht. So zumindest meine Erfahrung und auch die aller, mit denen ich bisher darüber geredet habe. In der Praxis klappt maximal einer der Modi gut – meistens der Laptop Modus. Im Tabletmodus hat man dann ein unhandliches, schweres und lautes Ding in der Hand, auf dem auch noch das unhandliche Windows System läuft. Wir raten von Convertibles in Form von umklappbaren Laptops zum Mitschreiben eher ab. Convertibles mit abnehmbarer Tastatur, wie etwa die Surface Pro Geräte, können hingegen eine echte Option sein.

Fazit

Mitschreiben direkt auf dem Bildschirm ist schon eine schöne Sache. Man hat seine Notizen jederzeit zusammen und kann sie einfach ordnen. Das richtige Gerät dafür zu finden, ist aber keine Kleinigkeit. Android Geräte bieten teils günstige Preise, ein gewohntes System und eine stabile Tablet-Performance. Apple Geräte bieten wohl das beste Schreiberlebnis und die umfangreichste Auswahl an Apps, kosten dafür aber jede Menge Geld. Dann ist da noch Windows und das Versprechen, PC und Tablet zu verbinden. Das kann gut klappten, viele Geräte sind dann aber doch nichts Halbes und nichts Ganzes, zumal Windows als Tablet OS nicht mit IpadOS und Android mithalten kann.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr evtl. auch verschiedene Geräte zum digitalen Mitschreiben verwendet und könnt von Euren Erfahrungen berichten? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar!



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BlueMoon
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BlueMoon (@bluemoon)
1 Jahr her

Ich verstehe nicht, warum Jonas im Artikel nur auf Geräte mit LCD-Display eingeht. Dabei sind Geräte mit E-Ink-Display geradezu prädestiniert für den Zweck des digitalen Mitschreibens! Natürlich verstehe ich als Gegenargument, dass der höhere Preis ein Thema sein könnte, Bewegtbilder quasi gar nicht und Farbdarstellung unmöglich ist und man somit mglw. neben dem LCD-Tablet noch ein weiteres Gerät, das E-Ink-Tablet, bräuchte. Aber das gestochen scharfe Bild in monochrom auch in der prallen Sonne, das exakte Schreiben mit dem Stylus fast wie auf Papier, sowie die ewig lange Akkulaufzeit sollte in diesem Kontext zumindest hier mal erwähnt sein! Die E-Ink-Tablets von… Weiterlesen »

Manuel
Gast
Manuel (@guest_74144)
1 Jahr her

Ich hatte zuerst ein Surface Go. War zum testen ganz nett, aber für PC-Anwendungen zu langsam und die Stifteingabe konnte nicht überzeugen.
Jetzt teste ich gerade ein Samsung Galaxy Active Tab2 mit der App Noteshelf und bin eigentlich zufrieden damit.

Liveamsterdam
Gast
Liveamsterdam (@guest_74136)
1 Jahr her

Das Thema kann man sich gänzlich sparen, bei tablets gibt es keine Alternative zu Apple…da braucht man sich nichts vormachen und nichts schön reden. Android kann man völlig knicken, Surface ist noch ganz nett und hat paar Vorzüge aber im gesamten bleibt da nur Apple.

Magnitude
Gast
Magnitude (@guest_74130)
1 Jahr her

Mal wieder typisch, keine Erwähnung von Linux und immer nur die Programme aufzählen, die teuer, systembeschränkt und proprietär sind…

Linux-Nutzer kennen das gute alte „Xournal” (Frei, Open Source), welches stets weiterentwickelt wird, und mittlerweile auch Stylus Labs’ „Write” (Frei, großteils Open Source). Beide Programme sind für alle genannten Plattformen erhältlich und erfüllen fast jeden Wunsch.

moses
Mitglied
Mitglied
moses (@moses)
1 Jahr her

mein Sohn nutzt seit drei Jahren für das Studium das Samsung Galaxy Tab S4, meine Frau als Lehrerin seit einem Jahr ein Microsoft Surface Pro, mein anderer Sohn für seine Graphikdesigns ein Apple Ipad. Jeder nutzt das jeweilige Tablet auch noch für andere Bereiche, meine Söhne etwa zum Streamen und für Videoschnitt und meine Frau für Social Media… und alle sind sehr begeistert von ihrem Gerät und möchten nie mit dem anderen tauschen. Man sieht, dass die Geräte nebeneinander und je nach Nutzung ihre Daseinsberechtigung haben und man sehr differenziert auswählen soll, wozu man das Gerät nutzt…. demzufolge, der “Test”,… Weiterlesen »

Tom
Gast
Tom (@guest_74123)
1 Jahr her

So richtig nachvollziehen kann ich diesen “Test” nicht wenn man eher im Nebensatz erwähnt, dass das auf Android eher weniger taugt, laggt und kaum gute Apps gibt. Auf Android ist es schrecklich und v.a. sind die Tablets auch schrecklich weil sie eben vernachlässigt werden. Miese Akkulaufzeit im Vergleich zum iPad. Ich mag kein Apple, aber eben zum Fernstudium gab es ein iPad bei meiner Partnerin dazu und das sticht unser Lenovo Tablet komplett aus – nicht nur bei der Stifteingabe. Und mit dem kommenden iOS Update wird die Handschrifterkennung noch viel besser, wird automatisch in Text übersetzt, etc… Ich mag… Weiterlesen »

Jonas_Schlag
Gast
Jonas Schlag (@guest_74128)
1 Jahr her
Antwort an  Tom

Schrecklich ist es auch nicht auf Android mitzuschreiben. Ich besitze das erwähnt Galaxy Tab S6 Lite und mitschreiben darauf geht keine Frage. Ja Apple hat in Sachen Handschrifterkennung und auch Latenz die Nase vorn, aber ganz so schlimm ist es nun auch nicht. Mit den Updates sprichst du einen riesigen Punkt an. Was Apple da macht ist schlicht Galaxien besser, als bei den meisten Android Geräten. Aber auch daran arbeitet Google. Und grundsätzlich ist Android immer noch weit weit offener, als Apple. Das zeigt ja schon die Notwendigkeit von iTunes oder Versuch Mal eine Custom ROM auf ein Apple Gerät… Weiterlesen »

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