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Doogee T10 Tablet im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • sehr gute Verarbeitung
  • gute Performance & sauberes System
  • Widevine L1
  • viel Speicher
  • LTE-Unterstützung
  • guter Lieferumfang
Nachteile
  • GPS ungenau
  • keine automatische Displayhelligkeit
  • schwache Kameras
  • Display für Nutzung im Freien nicht hell genug
  • Netflix aktuell trotz Widevine L1 nur in SD
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Günstige Tablets wie das Doogee T10 aus China gibt es mittlerweile in großer Zahl. Was die meisten dieser Geräte aber nicht haben, ist eine Widevine L1 Zertifizierung. Ohne diese Zertifizierung können pay-to-watch Anbieter wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video nur in niedriger Qualität angeschaut werden – denkbar ungünstig für Geräte, die auf Medienkonsum ausgelegt sind. Das Doogee T10 soll dieses Manko beheben. Zudem bringt das Tablet ein großes 10 Zoll Full-HD Display, 8/128GB Speicher und LTE-Unterstützung mit. In unserem Test findet Ihr heraus, ob das 150€ Tablet eine Empfehlung wert ist.

Design und Verarbeitung

Das Doogee T10 misst 242 x 161 x 9mm Millimeter bei einem Gewicht von 571 Gramm. Wie der Hersteller auf die Idee kommt, die Dicke mit 7,5mm anzugeben, ist uns schleierhaft. Das Gehäuse besteht fast komplett aus Metall. Dies sorgt zum einen für das recht hohe Gewicht, zum anderen aber auch für einen sehr hochwertigen haptischen Eindruck. Seinen günstigen Preis sieht und “fühlt” man dem Tablet auf gar keinen Fall an. Auf der rechten Seite befindet sich eine sehr dezente Kunststoff-Leiste, die für einen besseren Empfang sorgt.

Die Lautstärke-Wippe und der Powerbutton befinden sich beide auf der rechten Oberseite. Die Knöpfe sind etwas klapprig, bestehen aber aus Metall und haben einen gut spürbaren Druckpunkt. Der Powerbutton liegt beim Doogee T10 auf der Oberseite. Zudem befindet sich dort ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und der USB-C 2.0 Anschluss. Ein Fingerabdruck-Scanner ist nicht vorhanden. Gesichtsentsperrung ist als Alternative zwar möglich, funktioniert aber nicht gut. Auf der linken Seite liegen die beiden Stereo-Lautsprecher. Diese Positionierung ist für den Stereo-Effekt nicht optimal, sorgt aber dafür, dass nie beide Lautsprecher von den Händen bedeckt werden. Der SIM-Slot ist auf der rechten Seite zu finden. In den SIM-Slot können zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine Micro-SD gleichzeitig eingesetzt werden. Eine Benachrichtigungs-LED gibt es nicht. 

Lieferumfang des Doogee T10

Im Lieferumfang des Doogee T10 befindet sich ein EU-Netzteil, ein USB-C Kabel, eine klappbare Schutzhülle mit Standfunktion und etwas Papierkram. Zudem ist eine Displayschutzfolie auf dem Display angebracht und es gibt einen Stylus. Der Stift ist bei unserem Testgerät nicht funktionsfähig, was wohl kein Einzelfall ist. Dennoch ist der Lieferumfang astrein und es wurde an alles Wichtige gedacht.

Display des Doogee T10

Doogee T10 Display

Das Doogee T10 hat ein 10,1-Zoll-IPS-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Damit erreicht das Doogee T10 eine Bildpunktdichte von 224 Pixel pro Zoll. Das genügt noch für ein ausreichend scharfes Bild. Die maximale Helligkeit gibt der Hersteller mit 300 Lux an. Wir kommen mit unserer Messung auf 250 Lux. Die Bildwiederholungsfrequenz liegt bei normalen bei 60 Hertz. Natürlich darf auch die Zertifizierung vom TÜV Rheinland nicht fehlen für den niedrigen Blaulichtanteil.

Im Vergleich mit der Konkurrenz ist die Helligkeit nicht besonders hoch. Für den Einsatz in Innenräumen ist das nicht weiter relevant, aber im Freien lässt sich das Display nur mit größter Mühe ablesen. Die Farbdarstellung ist ansonsten ausgeglichen. Ein Helligkeitssensor ist nicht vorhanden. Daher muss die Displayhelligkeit immer manuell angepasst werden. Die Ausleuchtung des Displays ist bei unserem Testgerät ausreichend gleichmäßig.

Vonseiten der Software gibt es einen Dark-Mode. Zudem ist ein Nachtmodus vorhanden, der die Anzeige allerdings in ein unangenehmes Grün taucht. Dieser Modus ist definitiv misslungen. Hervorragend ist allerdings, dass die Farbdarstellung in den Einstellungen frei verändert werden kann. Das ist bei günstigen Tablets fast nie möglich. Mit dem Modus “Standard” kann man auch die etwas kühle Darstellung korrigieren. Ansonsten lässt sich noch die Anzeigegröße und die Schriftgröße einstellen.

Das Doogee T10 bringt als Special-Feature eine Widevine L1 Zertifizierung mit. Dies sorgt dafür, dass man Streams von Pay-to-Watch Anbietern in voller Auflösung anschauen kann. Im Test ist HD-Streaming mit Disney+ und Amazon Prime Video auch möglich. Netflix erkennt die Widevine L1 Zertifizierung aber nicht korrekt und begrenzt die Wiedergabe daher auf SD-Qualität. Wir haben diese Fehler an Doogee weitergeleitet und hoffen, dass er mit einem Update behoben wird. In jedem Fall ist es schön, endlich auch in einem richtig günstigen Tablet Widevine L1 zu sehen.

Leistung und System

Angetrieben wird das Doogee T10 vom Unisoc T606. Gefertigt wird der Chip im 12nm-Verfahren und taktet mit bis zu 1,6 GHz mit den 2 x Cortex-A75 und 6 x Cortex-A55 Kernen. Als GPU ist die Mali-G57 MP1 integriert.

Auf dem Markt sind Smartphones und Tablets mit dem Unisoc T606 ziemlich rar, aber wenn dann eher in neueren Geräten an Bord, obwohl der Chip schon 2019 auf den Markt kam. Dazu zählen das Motorola Moto E32 (vorgestellt Mai 2022), Samsung Galaxy A03 (Ende 2021) oder das Nokia G21 (April 2022). Schauen wir uns einmal an, wie sich das Doogee T10 im Vergleich mit den Konkurrenz-Geräten schlägt.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3dMark

Es zeigt sich, dass das Doogee T10 für seinen niedrigen Preis wirklich eine beeindruckende Performance aufs Parkett legt. Sieht man einmal von der etwas niedrigeren Grafik-Leistung (3DMark) ab, sortiert sich das Doogee T10 direkt unter dem Redmi Pad, dem Realme Pad und dem Teclast M40. Alle drei Geräte kosten mehr als das Doogee. Glücklicherweise können wir diesen positiven Eindruck auch vonseiten der Praxisnutzung bestätigen: Das Doogee T10 fühlt sich nicht wie ein langsames Gerät an. Apps und der Browser laden mit brauchbarer Geschwindigkeit und es gibt im System so gut wie keine Wartezeiten. Auch fürs Gaming von 3D-Games ist das Doogee T10 noch geeignet. Selbst aufwändige Titel wie Asphalt 9 oder PUBG lassen sich auf niedrigster Grafikeinstellung noch flüssig zocken.

Die adäquate Leistung könnte auch am üppigen Arbeitsspeicher und den generell hochwertigen Speichermoduls lieben. Ganze 8GB LPDDR4 Arbeits- und 128GB UFS-Systemspeicher spendiert der Hersteller dem Low-Budget Gerät. Auffällig ist auch, dass der interne Speicher mit 920MB/s im Lesen und 750MB/s im Schreiben wirklich schnell ist! Der Arbeitsspeicher kann bei Bedarf übrigens um bis zu 7GB durch Virtual RAM aufgestockt. Wir halten dieses Feature bei 8GB RAM aber für komplett überflüssig.

Android 12 System

Ausgeliefert wird das Doogee T10 mit Android 12. Auch wenn man besser nicht auf ein Android 13 Update hoffen sollte, bekommt man hier also eine aktuelle Software-Basis. Das System wurde vom Hersteller nur an ein paar Stellen sinnvoll ergänzt. Die Displayeinstellungen für die Farbwiedergabe haben wir bereits erwähnt. Zudem kann das Display aktiviert werden, wenn man das Tablet anhebt. Eine Funktion, das Display durch doppeltes Antippen aufzuwecken, fehlt aber. Auf Tablets ist dies meiner Meinung nach ziemlich praktisch. Ansonsten gibt es eine gute Auswahl an Wallpapers, das Farbschema kann angepasst werden und die Position der On-Screen-Buttons kann festgelegt werden. Natürlich steht auch eine Steuerung über Wischgesten zur Verfügung. Ausgefallene Special-Features, wie man sie von MIUI, EMUI oder OneUI kennt, fehlen aber. Das Doogee T10 hat ein sauberes und einfaches Android-System, das seinen Job macht und nicht viel Ballast mitbringt. Unter anderem deswegen ist die Performance des Tablets wahrscheinlich so gut.

Kamera und Konnektivität

Die Hauptkamera löst mit 13MP auf. Ein zweiter Sensor befindet sich zwar ebenfalls in dem Modul auf der Rückseite, auf den geht Doogee aber nicht mal in den Daten ein. Er erfüllt also keine Funktion, außer vielleicht die Optik des iPads nachzuahmen. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 8MP. Insgesamt sind die Bilder grauenhaft. Die Selfie-Kamera genügt für Videotelefonie und die Hauptkamera zum Abfotografieren von Dokumenten. Viel mehr ist nicht drin. Dafür ist die Klangqualität über das Mikrofon aber ganz ordentlich.

Zur drahtlosen Verbindung in lokale Netze gibt es mit WiFi 5 und Bluetooth 5.0 die wichtigsten Standards. Die Empfangsstärke war im Test in Ordnung, wenngleich etwas schwächer als bei durchschnittlichen Smartphones. Die maximale Übertragungsrate war mit 27Mbit/s aus einer 60Mbit/s Leistung nicht besonders gut, wobei daraus auch keine wirklichen Nachteile in der Nutzung entspringen. Ansonsten hat man auch die Möglichkeit, über 4G per SIM-Karte ins Internet zu gehen. Hierbei werden folgende 4G-Bänder (LTE) unterstützt:

  • FDD: B1/3/5/7/8/20
  • TDD: B34/38/39/40/41

Man bekommt also eine Grundausstattung für die Nutzung in Europa und hat hierzulande mit keinen Einschränkungen zu rechnen. Zudem kann man auch mit dem Tablet telefonieren – sogar via VoLTE und WLAN-Call.

Zur Navigation gibt es die Satellitensysteme GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und A-GPS. Das Doogee T10 bestimmt den Standort aber nicht besonders schnell und genau, sodass das Gerät als Navi-Ersatz nicht geeignet ist. Ein E-Kompass zur Richtungsanzeige ist auch nicht vorhanden. Überhaupt hat das Tablet keine Sensoren außer einem einsamen Beschleunigungs-Sensor. Immerhin gibt es ein UKW-Radio, das mit angeschlossenen Kopfhörern genutzt werden kann.

Für die Wiedergabe von Sounds kommen zwei Lautsprecher zum Einsatz. Der Sound ist definitiv sehr laut. Die Qualität ist in Ordnung. Tiefen sind kaum vorhanden, allerdings verzerren die Speaker auch nicht.

Akkulaufzeit des Doogee T10

Das Doogee T10 hat einen großen 8300mAh Akku. Für ein 10-Zoll-Tablet ist das auf jeden Fall ein guter Wert. Jedoch stellt sich der leistungsstarke Unisoc T606 auch als energiehungriger Chip heraus. Der Verbrauch beim Anschauen von einer Stunde YouTube liegt bei 10%. Gaming von Asphalt 8 zieht pro Stunde 15% aus dem Akku. Das sind keine besonders guten Werte, womit sich das Doogee T10 im Mittelfeld eingliedert. In der Praxis kann das Tablet etwa 5 Stunden genutzt werden, bevor die Lichter ausgehen. Der Standby-Verbrauch liegt bei 4 Prozent ist 24 Stunden, was ein ausgezeichneter Wert ist.

PCMark Akku

Aufgeladen wird der Akku mit 18 Watt. Der Ladevorgang dauert damit ganze vier Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Mit dem Doogee T10 ist dem Hersteller wirklich ein gutes Gerät gelungen. Es gibt viele Punkte, in denen das Tablet in seinem Preisbereich einwandfreie Ergebnisse liefert: Die Verarbeitung ist absolut spitze. Der Nutzer bekommt ein sauberes System mit einer ausgesprochen guten Performance geboten. Hier steht das Tablet auch deutlich teureren Geräten kaum in etwas nach. Auch ist die Widevine L1 Zertifizierung ein netter Bonus, wenngleich es aktuell noch ein Problem mit Netflix gibt. Bei der Konnektivität bekommt man gute Standards und die Akkulaufzeit ist in Ordnung. Kritikpunkte betreffen im Test eher Kleinigkeiten: Es gibt nahezu keine Sensoren, nicht einmal einen Helligkeitssensor. Zudem funktioniert trotz Widevine L1 bei Netflix derzeit kein HD-Streaming und das Tablet hätte ein helleres Display vertragen können.

Insgesamt macht das Doogee T10 zu einem Preis von rund 150€ eine gute Figur. Bekommt man das Tablet unter 120€, macht man einen echt guten Deal. Wir können eine Kaufempfehlung aussprechen.

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Bonnie
Mitglied
Mitglied
Bonnie(@bonnie)
6 Tage her

Habt ihr schon das DOOGEE T20 Tablet ? zZ bei Amazon zu haben ich bin dran interessiert – scheint um einiges besser als das T10 zu sein

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
6 Tage her
Antwort an  Bonnie

Hey Bonnie,

haben wir noch nichts davon mitbekommen. Sieht aber ganz spannend aus. Du kannst den Link bei Amazon gerne schicken.

beste Grüße

Jonas

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
6 Tage her
Antwort an  Bonnie

Danke, scheint eine Vorbestellung zu sein.

beste Grüße

Jonas

Bonnie
Mitglied
Mitglied
Bonnie(@bonnie)
5 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

am 07.02.2023 wird geliefert bei heutiger bestellung

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