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Ecoflow Delta Max Powerstation im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • 2400 Watt stabile Ausgangsleistung
  • sehr hohe Energieeffizienz
  • 4x AC-Anschlüsse, 2x USB-C PD, 4x USB-A
  • bis zu 800 Watt laden über Solar
  • ausgezeichnete App
  • vollständig geladen in 90 Minuten
  • integriertes Netzteil
Nachteile
  • LED-Beleuchtung der Buttons draußen nicht lesbar
  • kaum Schnellladestandards für Smartphones
  • Energieeffizienz über USB
  • NCM-Akkus: etwas weniger langlebig
  • kein Bluetooth als Alternative zu WiFi
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Wer aktuell auf der Suche nach einer Powerstation mit extrem hoher Leistung und Kapazität ist, dürfte von der Marke EcoFlow gehört haben. Das chinesische Unternehmen ist spezialisiert auf hochleistungsfähige Powerstations, die den Alltag von Vanlifern und Campern erleichtern sollen, oder zu Hause als Notstromversorgung genutzt werden können. Mit der EcoFlow Delta Max haben wir nun eine solche Powerstation im Großformat im Test: Der Akku umfasst ganze 2000 Wattstunden und die Ausgangsleistung liegt bei 2400 Watt. Damit lassen sich nahezu alle Elektro-Geräte des Alltags betreiben – sogar leistungshungrige Geräte wie Induktionsplatten, Staubsauger, Kaffeemaschinen oder Wasserkocher. Zudem kann die Powerstation mit 2000 Watt aufgeladen werden und bietet darüber hinaus noch einige technische Finessen. Im folgenden ausführlichen Test findet Ihr heraus, wo die Stärken und Schwächen der EcoFlow Delta Max liegen und ob sich ein Kauf der rund 2200€ teuren Powerstation lohnt.

EcoFlow Delta max design 2

Design und Verarbeitung

Die EcoFlow Delta Max hat ein Gehäuse, das in Form und Größe an einen großen PC-Tower erinnert. Das Gewicht liegt bei 22 Kilogramm und die Abmessungen betragen 50 x 24 x 30 Zentimeter. Damit die Powerstation transportiert werden kann, wurden auf beiden Seiten Kunststoff-Griffe angebracht. Die Griffe haben einen hervorragenden “Grip” und vermitteln einen stabilen Eindruck. Zum Transport ist dennoch ein beachtlicher Kraftaufwand notwendig. Mehr als 100 bis 200 Meter wird man die EcoFlow definitiv nicht ohne Verschnaufpause schleppen können. Zudem sollte man aus gesundheitlichen Gründen darauf achten, die Powerstation nicht mit krummem Rücken zu heben.

An den wirklich massiven Griffen sieht man aber, dass der Hersteller versucht hat, dem großen Akku eine gewisse Transportfähigkeit zu verleihen. Auch lässt sich die EcoFlow Delta Max gut zu zweit transportieren. Ein ausklappbarer, dünner Griff wäre bei diesem Gewicht wirklich eine miserable Entscheidung gewesen.

Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist dennoch ausgezeichnet und vermittelt einen stabilen Eindruck. Die vier Lüfter der Powerstation sind an den Seiten angebracht. Je nach geforderter Leistung liegt die Lautstärke bei 57, 48 oder 43 dBa, wobei die Lüfter unter 800 Watt ausbleiben. Außer beim Betrieb von sehr leistungshungrigen Geräten (z.B. einem Wasserkocher), sind die Lüftergeräusche dezent genug, um nicht zu stören.

Auf der Vorderseite befindet sich das Display, der Powerbutton und die USB-Anschlüsse. An der Hinterseite liegen die Auflade-Ports, die vier AC-Anschlüsse und die DC-Anschlüsse. Auf der rechten Seite gibt es zudem zwei Anschlüsse für Erweiterungen. Insgesamt wurden die Anschlüsse gut an dem Gehäuse verteilt. Lediglich wer vorhat, die EcoFlow Delta Max möglichst platzsparend in einen Van zu integrieren, könnte Probleme bekommen: Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite müssen gezwungenermaßen erreichbar bleiben, um neue Geräte anzuschließen oder die AC-Anschlüsse zu aktivieren. Kritisieren kann man zudem, dass es kein Wireless-Charging Pad wie bei der Konkurrenz von Bluetti gibt und auch keine LED-Lampe integriert wurde.

Der Hersteller bietet, ähnlich wie auch Bluetti, Erweiterungen für seine Powerstation an. So stehen im EcoFlow Shop verschiedene Battery-Packs bereit, mit denen sich die Kapazität der Powerstation erweitern lässt.

ecoflow delta max erweiterung

Im Vergleich zum Kauf von zwei “unabhängigen” Powerstations soll der Nutzer so Geld sparen können. Ein eigentständiger Betrieb der Erweiterungen ist im Vergleich zu den Extensions von Bluetti allerdings nicht möglich, da keine Ausgänge vorhanden sind. Die EcoFlow Delta Max agiert bei angeschlossenen Erweiterungen also als Zentrale zur Verwaltung der zusätzlichen Akkupacks. Zudem wird EcoFlow in den nächsten Monaten einen Dieselgenerator herausbringen, der zum Aufladen der EcoFlow Delta Max verwendet werden kann. In der App gibt es bereits eine Einstellung, um das Aufladen über den Generator zu automatisieren (z.B bei weniger als 20% bis 80% aufladen).

EcoFlow Delta max 11

Die Anschlüsse (AC, DC, USB) haben jeweils einen kleinen Button zum Ein- oder Ausschalten. Über den Status informiert eine kleine, in den Button integrierte LED-Leuchte. Das Licht ist dunkel genug, um abends nicht zu stören. Allerdings erkennt man bei Tageslicht kaum, ob die Eingänge ein- oder ausgeschaltet sind. Im Freien ist man daher besser beraten, den Status der Outputs über das Display abzulesen.

Das Display misst 73 x 30 mm und hat eine grafische Anzeige mit blauen und weißen Elementen. Wir können nicht sagen, ob es sich hier um ein OLED-Panel handelt, in jedem Fall ist die Lesbarkeit im Freien ausgezeichnet.

EcoFlow Delta Max Display anzeige 1

In der Mitte des Displays befindet sich eine Prozent-Anzeige für die vorhandene Kapazität. Die Anzeige visualisiert den verbleibenden Akkustand von 1 bis 100%. Die Angabe ist zuverlässig und gibt eine detailliertere Auskunft über die verbleibende Kapazität. Man weiß hier definitiv besser über die Kapazität Bescheid als bei den meisten günstigeren Powerstations mit 20%-Schritten. Angeschaltet wird das Display über einen Klick auf den Powerbutton darunter. Es sind keine Touch-Eingaben möglich. Neben der Anzeige der Akkukapazität gibt das Display noch Auskunft über die Eingangs- und Ausgangsleistung in Watt. Auch diese Angabe deckt sich mit unserer externen Messung. Weiterhin wird der Status der Ausgänge symbolisiert und eine Schätzung der verbleibenden Nutzungszeit bei aktueller Belastung bzw. die verbleibende Ladezeit angezeigt.

Lieferumfang der Ecoflow Delta Max

  • Kaltgeräte-Kabel
  • KFZ-Ladekabel
  • DC auf DC Adapterkabel
  • Solarladekabel
  • Bedienungsanleitung

Der Lieferumfang enthält alles, was für den Betrieb der Powerstation notwendig ist. Zwei Dinge fallen hier besonders positiv auf: Die Bedienungsanleitung (hier als PDF) ist in gutem Deutsch verfasst und sehr ausführlich. Zudem hat die Powerstation ein integriertes Netzteil. Zum Laden ist also nur ein herkömmlicher Kaltgeräte-Stecker nötig. Das spart Platz beim Transport, sorgt für weniger “Kabelsalat” und macht auch die Beschaffung eines Ersatzkabels sehr einfach!

App-Steuerung

Die EcoFlow Delta Max kann über die EcoFlow App für Android und iOS gesteuert werden. Nach dem Download der App ist es nötig, einen Account bei EcoFlow zu erstellen. Danach verbindet man sich über WLAN mit der EcoFlow Delta Max und wählt diese anschließend in das Heimnetzwerk ein. Die Delta Max ist nur mit 2,4GHz Netzen kompatibel, was im Alltag aber keine Einschränkung darstellen sollte. Nachdem die Powerstation dann mit dem WiFi verbunden ist, kann sie über die App von überall ferngesteuert werden. Die App ist ausgereift und hat ein ansprechendes Design. Zudem gibt es hier zahlreiche Funktionen, welche die Powerstation anpassbar machen:

  • Akkuanzeige & Input / Output
  • X-Boost ein- oder ausschalten
  • AC, DC oder USB-Anschlüsse ein- oder ausschalten
  • einstellen, zu wie viel Prozent die Station ge- und entladen werden soll. z.B. 20-80% zum Schonen des Akkus.
  • Piepen bei Knopfdruck ein- oder ausschalten
  • Automatisches Aufladen der Box über Dieselgenerator auf bestimmte Schwellenwerte festlegen (z.B. von 20% auf 90%)
  • Powerstation ausschalten nach X Minuten ohne Benutzung
  • AC-Anschlüsse ausschalten nach X Minuten ohne Benutzung
  • Display ausschalten nach X Minuten.
  • Maximale Ampere beim Laden über KFZ
  • Maximale Watt beim Laden über Netzstecker
  • Firmware-Updates

Die App hat unserer Meinung nach 5 von 5 Sternen verdient. Praktische Funktionen wie ein automatisches Abschalten haben wir schon bei vielen Powerstations vermisst. Hier lässt sich sogar einstellen, nach welcher Zeit sich die EcoFlow abschaltet. Zudem kann man den Akku schonen, indem man die Aufladegeschwindigkeit reduziert und die Box nur von 20 auf 80% laden lässt. Weiterhin kann die Box über Firmware-Updates gepflegt werden. Die Funktionen stellen eine echte Bereicherung im Alltag dar und tragen gegebenenfalls sogar zur Langlebigkeit der EcoFlow Delta Max bei.

Die Verbindung mit der Box erfolgt über WLAN. Prinzipiell wäre es gut gewesen, wenn es noch eine Bluetooth-Verbindung als Alternative zu WiFi gegeben hätte. Beim Outdoor-Einsatz hat man schließlich oftmals kein WLAN. Aushelfen kann man sich hier zwar mit der Hotspot-Funktion des Smartphones, aber etwas umständlich ist das schon.

Laden & Energieversorgung

EcoFlow Delta max test

Die EcoFlow Delta Max hat einen Akku mit 2016 Wattstunden. Das ist eine beeindruckende Kapazität für einen portablen Energiespeicher. Wie lange man mit dem Speicher von 2kWh auskommt, hängt natürlich vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Nutzt man die Powerstation für das Laden von Kleingeräten, LED-Leuchtmittel und ein bisschen Musikhören oder Fernsehen, sollte eine Ladung mehrere Tage bis zu einer Woche ausreichen. Wer mit Strom Kochen oder Backen möchte oder einen Heizstrahler betreibt, sollte hingegen eher mit 1 bis 2 Tagen Laufzeit rechnen.

Die EcoFlow Delta Max arbeitet mit einem NCM Akku. NCM steht für Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide und zählt zum Typ der Lithium-Ionen-Akkus. NCM-Akkus kommen in zahlreichen Elektroautos und E-Bikes zum Einsatz und weisen eine gute Belastbarkeit und Zuverlässigkeit auf. Wer sich für genauere Details interessiert, kann hier gerne den Wikipedia-Eintrag studieren. Für die Beurteilung der Akkuzellen in der EcoFlow Delta Max beschränken wir uns hier auf zwei Punkte: Zunächst sei ein Nachteil in der Haltbarkeit der Zellen im Vergleich zu Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Akkus genannt. Typischerweise haben NCM Akkus nach rund 800 Ladezyklen noch eine Restkapazität von 80%. Diese Angabe wird von EcoFlow auch exakt so gemacht. LiFePO4 Akku schlagen sich hier etwas besser. Prinzipiell sollte bei einer “sporadischen” Nutzung der Powerstation oder bei eher seltener Verwendung sehr leistungshungriger Geräte kein großer Nachteil daraus entstehen, da die Powerstation so auch nach Jahren noch nicht auf 800 Zyklen kommen wird. Wer die Powerstation jedoch im “Hardcore-Einsatz” betreiben möchte und jeden Tag einmal komplett entleeren will, der könnte eventuell mit einem LiFePO4 Akku besser beraten sein. Ob dies für Euch ein wichtiger Punkt ist, müsst Ihr anhand Eures Einsatzzweckes beurteilen.

Laden über USB

EcoFlow Delta max usb ports

Die EcoFlow Delta Max bietet verschiedene USB-Anschlüsse zum Aufladen von Smartphones, Laptops und anderen Elektrogeräten:

  • 2 x USB-A mit 12 Watt (5V/2,4A)
  • 2 x USB-A mit 18 Watt
  • 2 x UBS-C PowerDelivery mit 100 Watt

Besonders beeindruckend sind hier natürlich die beiden Ladeports mit PD-Standard und 100 Watt. Diese Ladegeschwindigkeit genügt, um auch aktuelle Laptops über USB-C mit voller Geschwindigkeit laden zu können. Die 100 Watt wurden bei einem MacBook Pro 16 2021 auch erreicht und auch ein Honor MagicBook Pro konnte mit voller Geschwindigkeit geladen werden. Theoretisch sollten über die USB-C-Anschlüsse auch die wenigen Smartphones mit PD-Standard schnell geladen werden können. Wir hatten hier aber nur ein iPhone 13 Pro Max zur Verfügung, das seltsamerweise nur mit 16 Watt geladen wurde.

Die USB-A Ports hingegen liefern nur 12 bzw. 18 Watt. EcoFlow gibt bei dem 18 Watt Anschluss nicht an, welcher Ladestandard hier verwendet wird: Wir schätzen Qualcomms Quick-Charge 3.0, wie in den meisten anderen Powerstations auch. Ob damit beim Endgerät wirklich 18 Watt ankommen, hängt vom Hersteller ab. Im Test konnte ein Xiaomi Smartphone mit 18 Watt geladen werden. Bei einem Smartphone mit Mediatek-Prozessor und einem Huawei hingegen lad die maximale Ladegeschwindigkeit bei 12 Watt. Prinzipiell genügt dies natürlich auch für ein halbwegs schnelles Aufladen. Bei einem Produkt dieser Preisklasse würden wir uns aber wünschen, dass die verschiedenen Schnellladestandards der großen Smartphone-Hersteller wie Samsung, Xiaomi und Huawei vorhanden wären. Dies würde die Ladegeschwindigkeit der meisten Smartphones deutlich erhöhen. Unseres Wissens nach bietet dies aber keine Powerstation auf dem Markt, sodass man im Zweifelsfall mit einem externen Netzteil besser beraten ist. Dann geht allerdings auch mehr Energie beim Ladevorgang verloren und man benötigt eben ein weiteres Netzteil im Gepäck.

Schließlich stellt sich noch die Frage, wie viel Kapazität die EcoFlow Delta Max beim Laden von Geräten über USB an Endgeräte liefert. Hierzu haben wir wie immer verschiedene Geräte mit der Powerstation aufgeladen, bis der Akku erschöpft war:

  • Xiaomi Mi Pad 5 – 32Wh
  • 4 x BlitzWolf BW-PG2 300Wh – 1200Wh
  • 1 x BlitzWolf BW-PG2 von 0 auf 60% – 180Wh

Insgesamt konnte die EcoFlow Powerstation in unserem Test 1400 Wattstunden über USB in die Akkus von Endgeräten befördern. Von den 2kWh können also ungefähr 70% zum Aufladen von Geräten benutzt werden. Dieses Ergebnis liegt leicht unter dem Durchschnitt, ist aber noch in Ordnung. Für typische 3,7V Akkus von Smartphones bedeuten die 1400Wh eine Kapazität von 381621mAh. Dies genügt, um einen durchschnittlichen Smartphone-Akku mit 4000mAh rund 95 Mal komplett aufzuladen. Durchschnittliche Laptop-Akkus mit etwa 50Wh können rund 28 Mal geladen werden. Das sollte genügen, um selbst einen Workaholic Digitalnomaden zwei Wochen auf einer einsamen Insel mit Energie für Laptop & Smartphone zu versorgen 😉.

Energieversorgung über AC

EcoFlow Delta max backside

Natürlich bietet die EcoFlow Delta Max auch Platz für Elektro-Geräte mit Schuko-Stecker. Auf der Rückseite befinden sich vier AC-Anschlüsse, über die Geräte mit bis zu 2400 Watt dauerhaft betrieben werden können. Bevor wir uns hier den Feinheiten widmen, wollen wir testen, wie effizient die Powerstation beim Betrieben von Elektrogeräten über die AC-Anschlüsse arbeitet. Hierzu haben wir die Powerstation einen Heizlüfter mit 1500 Watt und danach einen Föhn mit 300 Watt (unterste Stufe) bis zum Erschöpfen des Akkus betreiben lassen. Unter hoher Last mit dem Heizlüfter wurden 1880 Wattstunden erreicht und mit geringer Last mit dem Föhn 1900 Wattstunden. In unserem Test machte es hinsichtlich der Effizienz keinen großen Unterschied, ob man viel oder wenig Leistung von der Powerstation fordert: Der Wirkungsgrad über den AC-Anschluss lag im Test bei rund 94%, was ein ausgezeichnetes Ergebnis ist. Fast die gesamte Kapazität der Powerstation ist also wirklich über den AC-Anschluss nutzbar. Wir haben Euch die Ergebnisse unserer Messungen über AC und USB noch einmal in dieser Grafik zusammengefasst:

Powerstation Vergleich EcoFlow Delta Max vs Bluetti Blitzwolf Novoo

Für das Betreiben von Elektrogeräten kann die Powerstation dauerhaft bis zu 2400 Watt zur Verfügung stellen. Geräte, die beim Einschalten kurzfristig einen höheren Anlaufstrom benötigen, sollen kurzfristig mit bis zu 4600 Watt versorgt werden können. Diese Funktion konnten wir mangels eines solchen Gerätes leider nicht testen. Die Leistungsausgabe bis zu 2400 Watt funktionierte im Test allerdings ohne Fehl und Tadel. Bei Überschreiten des Schwellwertes für eine längere Zeit wird die Powerstation dann abgeschaltet.

X-Boost Funktion & Notstromversorgung

Wasserkocher & Toaster werden gleichzeitig betrieben

Es gibt allerdings auch eine Möglichkeit, eines oder mehrere Geräte, die zusammen mehr als 2400 Watt benötigen, an der Powerstation zu betreiben. Diese Funktion nennt sich X-Boost und kann in der App aktiviert oder deaktiviert werden. Die X-Boost Funktion funktioniert mit einfachen Geräten ohne elektronische Steuerung. Beispiele hierfür sind “primitive” Geräte wie ein Föhn, ein Wasserkocher oder eine Elektro-Herdplatte. Geräte, die mit strengen Spannungsanforderungen arbeiten bzw. eine selbstständige elektronische Steuerung haben, funktionieren hingegen nicht. Kompatible Geräte werden bei einer Überspannung von der Powerstation einfach mit weniger Energie betrieben. Ein Heizstrahler gibt also weniger warme Luft ab und ein Wasserkocher kocht langsamer. Mit dem X-Boost Mode kann die Powerstation bis zu 3000 Watt konstant liefern.

Ein weiteres spannendes Feature ist die integrierte Notstromversorgung. Die Powerstation hat eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Schließt man die EcoFlow Delta Max an das Stromnetz an, versorgt sie über AC angeschlossene Endgeräte mit Wechselstrom direkt über das Stromnetz.

Hier wird der Heizlüfter über Steckdose betrieben. Bei 100% Akkukapazität ist der Input daher identisch mit dem Output.

Die Energie wird also aus der Steckdose über die Powerstation zum Endgerät weitergeleitet, ohne dass der Akku beansprucht wird. Sobald der Strom ausfällt (bzw. man das Kabel zieht), schaltet die Powerstation auf Akkubetrieb um. Diese Funktion ist im medizinischen Bereich essenziell, kann aber auch beispielsweise zum Sicherstellen der Kühlung durch einen Kühlschrank oder Gefriertruhe verwendet werden. Laut Hersteller soll die Umstellung in 30 Millisekunden stattfinden – das können wir nicht beurteilen. Die Umstellung findet jedenfalls zügig statt, wobei Geräte ohne Akku (z.B ein Desktop-PC) dennoch neu gestartet werden.

Energieversorgung über DC

EcoFlow Delta max dc output

Die Powerstation bietet zwei 5521 DC-Anschlüsse mit 12,6V und 3A. Zudem gibt es einen KFZ-Anschluss mit 12,6V/10A bzw. maximal 126 W. Der KFZ-Anschluss liefert im Test einen stabilen Output und konnte auch mit wenig Restkapazität noch eine Kühlbox betreiben. Der Ausgang ist also stabilisiert. Hinsichtlich der Leistung wird man mit 126 Watt kaum Einschränkungen haben. Lediglich Geräte wie eine Dieselstandheizung könnten die EcoFlow Delta Max hier an ihre Grenzen bringen.

Aufladen

EcoFlow Delta max input

Die EcoFlow Delta Max kann nicht nur sehr viel Leistung beim Betreiben von Endgeräten aufrufen, auch die Ladeleistung ist extrem hoch. Beim Punkt “Lieferumfang” wurde bereits erwähnt, dass zum Aufladen über den Netzanschluss kein externes Netzteil nötig ist. Der Ladevorgang über den Kaltgeräte-Stecker kann mit bis zu 2000 Watt erfolgen. Die hohe Ladegeschwindigkeit ist allerdings nicht von Werk aus aktiviert, sondern lediglich 1200 Watt. Um die volle Ladegeschwindigkeit zu benutzen, muss man in der App den entsprechenden Wert einstellen und dann den Schalter auf der Rückseite auf Slow-/Custom schalten. Dass EcoFlow die 2000 Watt nicht im Standard aktiviert, liegt wohl daran, dass die hohe Ladegeschwindigkeit durch die entstehende Hitze eine Belastung für den Akku darstellt. Der Modus ist also eher dafür gedacht, wenn man es mal eilig hat. In der App kann die Ladegeschwindigkeit in 100-Watt Schritten auf bis zu 200 Watt heruntergeregelt werden. Wer die Powerstation über Nacht lädt, kann so den Akku schonen. Zudem erspart man sich mit langsamem Laden die Lüftergeräusche von 48dBa. Nutzt man die vollen 2000 Watt zum Aufladen der Powerstation, hat man nach 22 Minuten knapp 30%, nach einer Stunde 70%, nach 75 Minuten 80% und nach exakt 90 Minuten 100% im Akku. Das ist ein Rekordwert!

Beim Laden über den 12V KFZ-Anschluss ist man in der Regel auf rund 100 Watt begrenzt und der Ladevorgang dauert daher über 20 Stunden. In der App lasst sich das Aufladen über den KFZ-Anschluss auf 4, 6 oder 8 Ampere einstellen, falls der KFZ-Ausgang des Autos weniger Leistung hat. Zudem unterstützt die EcoFlow Delta Max natürlich das Aufladen über Solar. Wir konnten diese Funktion mangels eines Solarpanels nicht testen. Der Hersteller gibt an, dass die Powerstation über Solar mit 11 bis 100 Volt, maximal 10 A und maximal 800 W geladen werden kann. Im besten Fall dauert ein Ladevorgang über Solar also rund 3 Stunden – ein entsprechend großes Solar-Panel und pralle Sonne vorausgesetzt.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Die EcoFlow Delta Max kann in unserem Test in den meisten Punkten überzeugen. Die Verarbeitung ist hochwertig und das Display kann auch in der Sonne noch gut abgelesen werden. Mit einem Energiespeicher von 2kWh und bis zu 2400 Watt Leistung (3000W mit X-Boost) kann man nahezu jedes erdenkliche Elektrogerät betreiben. Die Effizienz bei der Nutzung über AC ist hier tadellos und es geht kaum Energie bei der Übertragung verloren. Ein großer Vorteil ist weiterhin die ausgefeilte App, mit der sich die Nutzung der Powerstation ausgezeichnet personalisieren lässt. Zudem ist eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 800 Watt über Solar und 2000 Watt (90 Minuten!) über die Steckdose beeindruckend.

Kritikpunkte an der Powerstation gibt es natürlich auch: Leider werden nur wenige Schnellladestandards für Smartphones unterstützt. Zudem wäre eine alternative Verbindung zur App via Bluetooth für den Outdoor-Einsatz praktisch gewesen. Des Weiteren ist die nutzbare Energie beim Laden über USB mit rund 70% deutlich niedriger als beim Betreiben von Geräten über den AC-Anschluss.

Insgesamt sind wir aber sehr positiv überrascht von der EcoFlow Delta Max. Es handelt sich definitiv um ein durchdachtes Produkt, das dem Nutzer für seinen hohen Preis auch viel bietet.

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Morten
Gast
Morten (@guest_90586)
18 Tage her

Guten Morgen,
Delta Max 2000 nach 10 Tagen ohne Nutzung von 90% auf 20% entladen.
Kein Abnehmer angeschlossen.
War auch vom Solarmodul getrennt.
Standort: Wohnbereich – normale Temperatur.
2 Monate alt.

Fall für die Gewährleistung?
Oder habe ich etwas nicht beachtet?

Ralf
Gast
Ralf (@guest_90257)
1 Monat her

Moin, ich betreibe die EcoFlow DeltaMax 2020 mit zwei Zusatzakkus und zwei 400Watt Modulen von EcoFlow als Inselanlage um unteranderem meine Teichpumpe zu betreiben. Leider entladen sich das Hauptgerät und die Zusatzakkus sehr ungleichmäßig. Wenn das Hauptgerät bei 1% steht haben die Zusatzakkus jeweils noch etwa 70%. Hat jemand eine Idee? Das neueste Software Update habe ich geladen.

Manfred
Gast
Manfred (@guest_89781)
1 Monat her

Frage: Kann die Ecoflow Deltamax bei einem Blackout, auch mit einem Strom-Diesel-Generator 5 kWh/230 V/Ausgang Schuko-Steckdose, aufgeladen werden?

Herbert
Gast
Herbert (@guest_89734)
1 Monat her

Hallo!
Ich habe eine Frage: Kann man Ecoflow Deltamax aufladen und gleichzeitig Strom entnehmen.Ich habe eine Photovoltaikanlage und würde unter Tag mit ca 300Watt pro Stunde aufladen wegen Überkapazität von Solarstrom. Und gleichzeitig Strom entnehmen.
Wenn eine Akkubatterie angeschlossen ist wird die automatisch mit geladen und kann man Strom entnehmen.
Danke im Voraus
Herbert

Herbert
Gast
Herbert (@guest_89748)
1 Monat her
Antwort an  Joscha

Hallo wenn ich denn Akku auf 90% auflade ist der Speicher voll dann wird bis 10% entnommen laut einstellung danach wieder geladen ist das richtig wurde das aufladen mit angeschlossenen Akku getestet geht das automatisch
Gruss herbert

Herbert
Gast
Herbert (@guest_89754)
1 Monat her
Antwort an  Joscha

Nachtrag:Gibt es von ElcoFlow Delta Pro 3600Wh schon Tests

puuhderbaer
Gast
puuhderbaer (@guest_88830)
2 Monate her

Ihr habt da einen gravierenden kleinen Fehler im Artikel. Die Umschaltzeit beträgt keine 30 Sekunden sondern sicherlich 30 Millisekunden.

Josef
Gast
Josef (@guest_88719)
2 Monate her

Ecoflow Delta Max Powerstation im Test Joscha schreibt: Der Wirkungsgrad über den AC-Anschluss lag im Test bei rund 94%, was ein ausgezeichnetes Ergebnis ist. Wenn es so wäre, wäre das ein ausgezeichnetes Ergebnis. Ich komme zu anderen Werten. In 3 Messreihen habe ich eine 100 W Glübirne angeschlossen und sie über 5, 9 und 12 Stunden leuchten lassen. Bei allen Versuchen liegt mein Wirkungsgradergebnis bei rund 75 Prozent. Ich habe den Akku auf 100% aufgeladen. Dann hat er 2016 Wh Energie gespeichert. Dann habe ich die Glühbirne an den AC-Anschluss angeschlossen und sie z. B. 12 Stunden brennen lassen. Die… Weiterlesen »

Josef
Gast
Josef (@guest_88745)
2 Monate her
Antwort an  Joscha

Hallo Joscha, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe in einem weiteren Versuch einen Heizlüfter angeschlossen, also ein Gerät, das eine hohen Last erzeugt. Die Leistung wird am Display des EcoFlow am Anfang mit 2140 W, am Ende des Versuchs mit 2126 W angezeigt. In 0,6 Stunden wird der Akku von 80% auf 10% entladen. Die dem Akku entnommene Energie beträgt also 1411Wh. Die vom Heizlüfter aufgenommene Energie beträgt gemittelt 1280Wh. Somit ergibt sich ein Wirkungsgrad von rund 91 Prozent. Du könntest also mit deiner Vermutung richtig liegen, dass der Wechselrichter bei geringer Last weniger effizient arbeitet. Eine Erklärung dafür… Weiterlesen »

Lothar
Gast
Lothar (@guest_89465)
2 Monate her
Antwort an  Joscha

Ich denke der Wirkungsgrad ist abhängig von der Entladezeit. Da der Wechselrichter eine konstante Leistungen unabhängig von der Last verbraucht ist es logisch dass in 10 Stunden Entladung mehr ” unnütze” Leistung für den Wechselrichter ” drauf geht* als in 1 Stunde Entladung.

Hareck@web.de
Gast
[email protected] (@guest_86573)
5 Monate her

Vielleicht könntet ihr in die Überschrift schreiben, um was für eine Art Gerät es sich handelt, also Generator oder wie das heißt. Würde mir Klicks ersparen. Danke!

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
5 Monate her

Servus, danke für den Hinweis. Das ist erledigt.

beste Grüße

Jonas

Pascal
Gast
Pascal (@guest_86572)
5 Monate her

Hallo Joscha, danke für den ausführlichen Test! Ich finde die Rubrik super. Nach langer Recherche für einen Akku für meinen Camper bin ich auf diesen hier gestoßen:
https://www.ective.de/AccuBox-240s
Der hat noch ziemlich interessante Features, wie direktes anschließen an die Lichtmaschine und die Möglichkeit ein Auto zu überbrücken. Leider ist die Abfrage des akkustands und der Einstellungen ziemlich rudimentär.

Letztendlich denke ich aber, dass diese besser für mein Camper Projekt geeignet ist.

VG,
Pascal

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