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FIMI X8 Mini v2 2023 Testbericht – eine Drohne, die Lust auf mehr macht

Getestet von Torsten S. am
Vorteile
  • gute, detailreiche Videoqualität bei Tageslicht
  • gute Stabilisierung durch Gimbal
  • direkte, unkomplizierte Steuerung
  • sehr gutes Flugverhalten
  • akzeptable Akkulaufzeit + schnelles Aufladen
  • viele Videomodi mit Smart Track
  • kompakte Bauweise der Fernbedienung und Drohne
  • vertikale Aufnahme möglich
  • 4k 30fps und 2,7k 50fps möglich + F-LOG
Nachteile
  • schlechte, verwaschene Aufnahmen bei Nacht
  • Aussetzer bei Schwenks und Bildruckler
  • laute Fluglautstärke gegenüber anderen Minidrohnen
  • Aussetzer bei Videoübertragung
  • Reichweite nur bis maximal 600m möglich
  • Plus-Akkuversion benötigt Drohnenführerschein
  • freiliegende Leiterplatte und Kabel hinter Gimbal
  • Software nicht auf Deutsch
  • App-Karte ohne No-Fly-Zones
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Im folgenden Test der FIMI X8 Mini v2 begeben wir uns für euch in luftige Höhen. FIMI HUBSAN, SJRC, Autel, DJI, Parrot … Was sich für den einen wie ein wirres Sammelsurium an technischen Geräten oder Abkürzungen anhört, lässt andere beim Lesen der Herstellernamen wahrscheinlich die Augen leuchten. Die Aufzählung hier sind Namen führender Kameradrohnenhersteller auf dem Markt. Wenig technische Objekte haben die letzten Jahre so derartig polarisiert wie Drohnen. Die einen sehen sie als üblen Eingriff in ihre Privatsphäre – die anderen lieben sie, weil sie damit spektakuläre Aufnahmen machen können und sich kurzzeitig wie ein Vogel in der Luft fühlen.

FIMI x8 Mini v2 flightDie FIMI X8 Mini v2 2023 ist die neueste Drohne im aktuellen Sortiment des Herstellers. In Deutschland sind insgesamt über 430.000 Drohnen im Umlauf. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft sagt voraus, dass der deutsche Drohnenmarkt weiterhin stetig wachsen wird. Ein Grund für das Wachstum, ist die zunehmende Popularität von „Mini“ – Drohnen, also Drohnen bis zu einem Gewicht von 250g. Für sie gibt es vereinfachte gesetzliche Regelungen in der EU. Ab einem Drohnengewicht von 250 Gramm benötigt man in Deutschland einen EU-Drohnenführerschein zur Steuerung der Drohne.

Die FIMI X8 Mini aus dem Jahre 2021 war eine ernstzunehmende Konkurrenz für einige DJI Mini Modelle. Die Drohne überzeugte primär mit besserer Auflösung, gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Signalverfolgung (Smart Track). Auch die FIMI X8 Mini v2 ist ab 318 € erhältlich. Die Drohne ist eine Einsteigerdrohne mit guter Ausstattung – dafür muss man leider einige Abstriche beim verbesserten Kamerasensor machen. Ob die neue Version etwas für euch ist, erfahrt ihr im folgenden Test. Doch zunächst gibt es hier für euch einen kleinen Überblick über aktuelle Mini-Kameradrohnen.

Einordnung von aktuell erhältlichen Mini – Drohnen unter 250g

Drohnen-name Kamera / Foto-auflösung Video-auflösung Besonderheiten max. Video- übertragung / Geschwindigkeit Ange-gebene Flugzeit Preis
FIMI X8 Mini Pro v2 1/2.5; f/2.0; 12MP 4k 30 fps/ 2,7k 50 fps Pro Akku – 245g

Plus Akku – 266g

(beim Plus Akku braucht man einen Drohnenführerschein)

vertikale Aufnahme

9 km / 57 km/h 31 min

37 min

 

 

 

335€
FIMI X8 Mini Pro v1 1/2.6; f/2.0; 12 MP 4k 30 fps/ 2,7k 50 fps 8 km / 57 km/h 31 min 350 €
DJI Mini 2 SE 1/2,3; f/2.8; 12 MP 2,7k 30 fps; 1080p 60 fps 10 km / 57 km/h 31 min 419 €
DJI Mini 3 1/1.3; f/1,7; 48 MP 4k 30 fps/ 2,7k 60 fps Vertikale Aufnahme 10 km / 57 km/h 38 min 469 €
DJI Mini 3 Pro 1/1.3; f/1,7; 48 MP 4k 60 fps/ 1080p 120 fps Hinderniserkennung, vertikale Aufnahme 12 km / 57 km/h 34 min 699 €
Hubsan Zino Mini Pro 1/1.3; f/1.85; 48 MP 4k 30 fps / 2,7k 60 fps Hinderniserkennung 10 km / 57 km/h 40 min 800 €
Hubsan Zino Mini SE 1/2.6, f/2.2; 12 MP 4k 30 fps / 2,7k 60 fps 6 km / 57 km/h 45 min 350 €
Autel Evo Nano+ 1/1.28; 50MP 4k 30 fps/ 1080p 60 fps Schwebesensoren 10 km / 47 km/h 28 min 625 €

Vor dem Kauf einer Drohne sollte man sich immer die entscheidende Frage stellen: „Was erwarte ich von einer Drohne?“ Wer eine Drohne mit Hinderniserkennungssensoren und sicherer Smart Track – Funktion möchte, der muss schon tiefer in die Tasche greifen und die FIMI Mini X8 v2 fällt damit aus dem Raster. Für wen sie dennoch ein empfehlenswertes Produkt ist, erfahrt ihr im folgenden Text.

Verpackung und Lieferumfang

Die FIMI X8 Mini v2 wird in einem kompakten Karton geliefert. Im Lieferumfang befinden sich neben der Drohne die RC-Fernbedienung, eine Bedienungsanleitung (auf Englisch und Chinesisch), vier Ersatzpropeller mit passenden Schrauben und Schraubendreher, ein Akku (in der Drohne bereits eingesetzt), der Gimbalschutz (auf der Kamera) ein USB-C Ladekabel und drei Verbindungskabel (Micro-USB, Typ-C, Lightning) mit der Fernsteuerung. Im Gegensatz zu DJI ist bei FIMI bereits die Fernsteuerung in jeder Variante mit enthalten.

Die FIMI X8 Mini V2 wird in verschiedenen Ausführungen angeboten. Wir haben die leichtere Pro-Version ohne MicroSD-Karte für euch geordert. Andere Varianten verfügen über einen größeren und schwereren “Plus”-Akku, enthaltene MicroSD Karten (64 GB, bzw. 128 GB) oder eine beigefügte Transporttasche. Falls ihr keinen Drohnenführerschein habt oder zum Fliegen machen wollt, nehmt unbedingt die günstigere Pro-Version. Die Plus-Version schafft zwar höhere Flugzeiten, ihr benötigt aber mit 266 Gramm Gesamtgewicht zwingend einen Drohnenführerschein, um in der EU abheben zu dürfen.

Design und Verarbeitung

Die Drohne wiegt mit Pro Akku 245g und misst zusammengeklappt 145 x 85 x 56 Millimeter. In dem Zustand ist sie sogar kompakter als eine DJI Mini 3. Kauft ihr euch den größeren Akku, kommt ihr auf 266g und benötigt einen EU-Drohnenführerschein.

Die FIMI X8 Mini v2 ist ihrem Vorgänger, der FIMI X8 Mini v1 aus dem Jahre 2021, sehr ähnlich. Die etwa handtellergroße Drohne passt sogar in eine kleinere Handtasche im eingeklappten Zustand. Ich nutze einen kleinen 10l Fahrradrucksack, um die Drohne mit Fernbedienung in einer passenden Tasche zu transportieren. Der Klappmechanismus ähnelt den DJI-Modellen, sodass alle Arme eingeklappt werden können und die zwei Flügel pro Arm voneinander bewegt werden können. Das spart Platz, da sonst immer einer nach außen abstehen würde. Anders als bei DJI klappt man aber alle Arme im bzw. gegen den Uhrzeigersinn aus.

Ist die Drohne ausgeklappt, zeigt sich die akzeptable Verarbeitung von FIMI. Sie ist dann mit 200 x 145 x 56 Millimeter so groß wie ein Handteller. Nach außen hin klappert nichts beim ersten Anfassen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man dann aber einzelne Platinen und offenliegende Kabel hinter dem Gimbal. Auch sitzt der Gimbal schon sehr locker auf der Halterung – beim Transport ohne Box oder kleineren Kollisionen hätte ich ohne den mitgelieferten Schutz bereits Angst, dass der möglicherweise abbricht. Die FIMI X8 Mini v2 ist also auf keinem Fall wasserdicht und kein robuster Urlaubsbegleiter ohne Tasche. Die Drohne besteht aus einer weißen, strukturierten Kunststoffschicht. Unter dem verschleißfreien, bürstenlosen Motor mit jeweils zwei Rotoren befindet sich an jedem Arm eine Antenne. Dreht man die Drohne, befinden sich Lüftungsschlitze, eine Akkuladestandsanzeige, der Powerbutton und optische Sensoren vor der LED-Positionsanzeige. Die Rückseite prägt der herausnehmbare Akku, ein MicroSD-Karteneinschub, ein Micro-USB Anschluss (zum manuellen Updaten der Firmware) und ein kleiner Schalter, durch den man die Übertragungsart von Fernbedienung auf WiFi stellen kann. Ist der Akku eingesetzt, kann die Speicherkarte nicht aus der Drohne entfernt werden.

Die Fernbedienung ist sehr schlicht gehalten. Sie ist 160 x 89 x 47 mm groß. Neben zwei ausklappbaren Antennen befinden sich vier selbsterklärende Tasten wie bei einem Gamepad auf der Fernbedienung. Oben links gibt es eine Taste zum Starten der Videoaufzeichnung, oben rechts für ein Foto. Unter den Joysticks befinden sich der Power- und Landeknopf. Die Joysticks können nach drei Steuerungsmodi angepasst werden. Auf der Unterseite gibt es einen USB-C-Anschluss zum Aufladen und zur Datenübertragung zwischen Smartphone und Fernbedienung. Die Fernbedienung ist seitlich ausziehbar, sodass Smartphones bis zu einer Größe bis 170mm dort eingespannt werden können. Praktischerweise versteckt eine Vertiefung auf der rechten Seite das USB-C Kabel. Hier wird das Kabel des Smartphones durchgeführt und nach unten geleitet. Die Joysticks werden auf die Fernbedienung aufgeschraubt. Sie sind in der Halterung an der Unterseite geschickt versteckt, wenn sie nicht angeschraubt sind.

Vorbereitungen für den ersten Flug

Wählt für euren ersten Flug nicht die schönste Umgebung, sondern ein freies Feld. Vergewissert euch aber, dass ihr dort wirklich abheben dürft. Häufig sind die schönsten Seen oder Landschaften mit Abstand oder nur teilweise anfliegbar. Diese Angaben findet ihr in nützlichen Seiten wie Dronemaps24 (zur Seite) oder der Droniq-App (zur Seite). Solltet ihr international unterwegs sein, bietet die Airmap-App (zur Seite) eine gute Anzeige von Gebieten, wo ihr mit unbemannten Luftfahrtzeugen abheben dürft. Leider bietet die Karte der FIMI-App keine No-Fly-Zones. Außerdem benötigt ihr zwingend eine Haftpflichtversicherung für eine Drohne, diese ist aber in vielen Privathaftpflichtversicherungen schon mit enthalten. Einen Drohnenführerschein braucht ihr nur, wenn ihr eine Drohne mit über 250 Gramm Gesamtgewicht besitzt. Ebenso bietet sich der Kauf eines ausklappbaren Landepads an, da die von FIMI und anderen Drohnen beim Landen häufig erkannt werden und sie ohne mögliche Beschädigung landen können.

Bitte wählt den Startort und die Startzeit klug aus – wie bereits erwähnt, wirkt die FIMI X8 Mini v2 nicht sonderlich stabil. Ich habe sie erstmals auf einem Weg gestartet, der nahe eines Feldes war, hohes Gras nebenan umfasste und von einigen Bäumen in 10m Abstand eingegrenzt wurde. Ebenso gab es leicht Windböen. Welche Probleme daraus resultierten, erfahrt ihr gleich.

Wenn ihr alle Vorgaben erfüllt, wird das Smartphone mit der Fernbedienung verbunden, die Drohne auf dem Landepad platziert und alles eingeschaltet. Öffnet man dann die FIMI Navi Mini-App seht ihr das Bild der Kamera der Drohne und sehr wahrscheinlich erst mal einige Fehlermeldungen (Gimbal, Kompass und Fernbedienung, Kalibrierung nötig). Nachdem die FIMI X8 Mini v2 dann GPS hat und eine grüne LED auf der Rückseite der Drohne leuchtet, könnt ihr trotz der Fehlermeldungen abheben. Der Start kann mit der App schnell durchgeführt werden. Nach der Abfrage, ob alles beachtet wurde, hebt sie zügig auf 2,5m Höhe ab.

Die FIMI-Drohne steuert sich in naher Umgebung ohne Verzögerung und fliegt auch im normalen Modus schnell und präzise. Durch wenig Druck des Joysticks kann sie langsame Bewegungen ausführen. Einzig die Gimbalsteuerung wirkt recht verzögert und der Schiebepunkt ist immer wieder ungenau. Das Neigen der Kamera ist recht langsam und auch nur in einer Geschwindigkeit möglich. Wenn man sich beispielsweise beim Landen unsicher ist, was sich direkt unter der Drohne befindet, dauert das schon mal fünf Sekunden, bis man direkt nach unten schaut. Ich war aber angetan von der Bildqualität und dem Gefühl, die schönsten Orte in der Umgebung von oben zu sehen. Der nächste kleine Dämpfer folgte aber prompt, als die Kamera der Drohne gegen das Licht gerichtet war – leider schafft es der Sensor nicht, den restlichen Teil der Landschaft zu belichten und man sieht sprichwörtlich alles bis auf den Himmel schwarz. Auch die Auflösung der übertragenen Aufnahme ist nur akzeptabel, da es SD-Niveau hat (angegeben für die Videoübertragung ist von FIMI 720p). Bei meinem ersten Flug gab es auch gelegentliche Aussetzer bei der Videoübertragung – ich war froh, dass ich als Failsafe-Einstellung RTH (return-to-home) eingestellt hatte, sonst wäre die Drohne wahrscheinlich direkt dort gelandet, wo sie die Funkverbindung verloren hatte (über einem See!).

Das passierte mir bereits ab rund 400m Entfernung zur Fernbedienung mitten auf dem Thüringer Land – die maximale Entfernung ist bis 9000m angegeben! Ansonsten bin ich vom Flugverhalten sehr angetan. Nur beim automatischen Landen war ich mir dezent unsicher, wie sie wohl landen würde. Generell weiß man ja als Anfänger nicht, ob sie den direkten Weg präferiert (ohne Rücksicht auf Objekte dazwischen) oder in einer bestimmten Höhe über das Landepad fliegt und dann direkt dort landet. Daher landete ich sie manuell, ohne mit ihr nach unten schauen zu können, bei Wind mit Bäumen und hohem Feld im Umkreis. Das hört sich abenteuerlich an – war es auch ein wenig. Aber da sich die Drohne sehr präzise steuern lässt, ging es auch recht problemfrei. Ich verwechselte nur gelegentlich einige Tasten, was dann doch den Puls hochschnellen ließ. Bei der Landung haben sich meine Flugsimulatorspielstunden der Jugend ausgezahlt. Denn trotz der Umstände konnte ich die Drohne wieder sicher zu landen.

SoftwareFIMI X8 Mini v2 2023 Software 28 1

Die FIMI X8 Mini v2 wird mit der FIMI Navi Mini-App gesteuert. Für meinen Geschmack nimmt FIMI unerfahrene Drohnenpiloten mit der App zu wenig an die Hand. Es gibt wenig Erklärungen der Einstellungen und Tasten. So wusste ich auch nach dem Lesen der Bedienungsanleitung nicht, wie man den Gimbal steuern kann. Die App ist nicht auf Deutsch einstellbar. Die wichtigsten englischen Einstellmenüs sind aber größtenteils selbsterklärend.

Hat man die Fernbedienung über Kabel mit dem Smartphone verbunden, alles eingeschaltet und eingerichtet, drückt man auf „Enter Flight“ und nach wenigen Sekunden verbindet sich die Drohne mit dem Handy und man sieht das Bild der Videoübertragung im Breitbildformat. Oben links erscheinen Warnhinweise, die man größtenteils beheben kann, wenn man auf sie anwählt. Nach kurzer Zeit hat die Drohne im Freien auch das GPS-Signal aufgebaut. Links ist eine Taste zum Starten bzw. Landen der Drohne. Oben sieht man den Verbindungsstatus, die aktuelle Höhe der Drohne (berechnet vom Startpunkt aus) und die Entfernung vom Startpunkt. Daneben ist die aktuelle Geschwindigkeit zur horizontalen und vertikalen Richtung, der GPS-Empfang der Drohne und die Qualität der Verbindungen zur Fernbedienung und zum Handy angezeigt. Es gibt auch eine Möglichkeit, die Drohne über WiFi zu steuern, wenn man den Controller mal nicht zur Hand hat. Auf der rechten Seite befinden sich die wichtigsten Steuerelemente (Wechsel Video- und Fotomodus, Auslöser, Anzeige der aufgenommenen Videos bzw. Fotos, und ein Quick-Button für die Drohneneinstellung. Am unteren Rand findet man verschiedene anpassbare Kameraeinstellungen, den verfügbaren Speicherplatz und die Karte des Standorts auf Google Maps (bzw. AMap für den chinesischen Raum).

Das Einstellungsmenü kann oben rechts aufgerufen werden. Es ist gegliedert in Drohnen-, Kamera-, Fernbedienungs- und Akkueinstellungen.

Bei den Drohneneinstellungen finden sich folgende wichtige Einstellungen:

  • Beschränkungen für Fluggeschwindigkeit, geflogene Distanz, Flughöhe (wichtig, da man in Deutschland nicht über 120m fliegen darf) und RTH (return-to-home)
  • Anfängermodus (mit Beschränkungen von Geschwindigkeit, Höhe und Distanz)
  • Sportmodus (Drohne fliegt bis 60 km/h schnell)
  • Präzise Landung
  • Drohnenindikator (LEDs an Drohne aktiviert oder deaktiviert)
  • Anzeige magnetischer Störungen
  • Kompass-Kalibrierung
  • Failsafe-Vorgehen (Auswahl zwischen Schweben, direkter Landung oder Rückkehr an Startpunkt)
  • Anzeige der Darstellung des Startpunktes
  • Dynamische Aktualisierung des Startpunktes im Verfolgungsmodus
  • Rückwärtsflug beim Verfolgen erlauben
  • Startpunkt auf Bildschirm anzeigen

Auch können verschiedenste Einstellungen für Fernbedienung, Kamera, Akku und Gimbal vorgenommen werden.

  • Anzeige möglicher Kameraraster
  • Kalibrierung der Fernsteuerung
  • Ändern der Joystick-Einstellungen mit Anzeige der aktuellen Steuerung
  • Gimbalkalibrierung und Gimbalgeschwindigkeit
  • Anzeige der Akkutemperatur, Einstellung, was passiert, wenn Akkustand zu niedrig oder leer ist
  • Flugstatistiken (zurückgelegte Strecke, Flüge und Flugzeit)
  • Kartenauswahl (zwischen Googlemaps und AMap (nur chinesische Karte)
  • Firmwareupdates für alle Komponenten
  • Wartungsmodus (Drohnenkörpersensor, Flugschreiber, Gimbal Sensor)
  • Einen Drohnensuchmodus (wobei man die Drohne auf der Karte angezeigt bekommt und sie auch einen Ton ausgeben kann)
  • Und eine mögliche Livevideofunktion über YouTube oder andere Portale

Flugverhalten

Wie bei vielen günstigeren Drohnen ist auch bei der FIMI X8 Mini v2 ein leichtes Schwanken beim Schweben zu beobachten. Sie schafft es leider nicht, so ruhig in der Luft zu stehen, wie die Konkurrenten der Marke DJI. Glücklicherweise hat das keinen Einfluss auf das Video, da es durch ein Gimbal stabilisiert wird. Aber dazu später mehr.

Für eine Drohne hat die FIMI X8 Mini v2 auf einer durchschnittlichen Fluglautstärke. Fliegt man sie direkt nach oben, hört man sie ab einer Flughöhe von 60m kaum mehr. Nur bei schnellen Flugmanövern ist sie bis ca. 100m Flughöhe dann noch akustisch wahrnehmbar. Umliegende Leute werden dadurch kaum gestört oder hören und sehen die Drohne also eher weniger. Die Minidrohnen von DJI schaffen es aber, sich deutlich leiser in der Luft zu bewegen. Die DJI Mini 3 habe ich ab 40m Flughöhe kaum mehr gehört.

Erfreulich ist die Steuerung der Drohne. Sie bewegt sich schnell und direkt nach der Eingabe auf der Fernbedienung in die jeweilige Richtung. Die FIMI-Drohne kann schnell fliegen. Unsere Spitzengeschwindigkeit war 16,8 m/s (60,5 km/h). Schade, dass die Gimbaleingabe auf der Fernbedienung zu ungenau ist und sich auch trotz vollem Anschlag langsam bewegt. Dafür gibt es aber eine Einstellung zur Veränderung der Gimbalgeschwindigkeit – allerdings mit dem Hinweis, dass eine schnellere Drehgeschwindigkeit Schäden beim Gimbal hervorrufen kann.

Die Funkverbindung der Drohne ist leider nur für kurze Flüge zu gebrauchen. Nach rund 200-600m Flugdistanz bei 40m Höhe ist Schluss, obwohl ich immer außerhalb von Ortschaften geflogen bin, die Antennen ausgeklappt in Richtung der Drohne gehalten habe und keine magnetischen Störungen angezeigt wurden. Erst friert das Bild kurz ein, dann musste sie wieder komplett zurückkehren, weil das Signal zu lange unterbrochen war. FIMI gibt eine verbesserte Funkverbindung bis 9 km an. Beachtet bitte, dass in der EU die Drohne ohnehin nur auf Sicht geflogen werden darf.

Die Standortbestimmung per GPS ist durch GLONASS, Beidou und Galileo innerhalb von 10 Sekunden hergestellt und blieb durchgängig stabil. Die Drohne kann erst gestartet werden, nachdem der Standort bestimmt wurde.

FIMI X8 Mini v2 2023 Design 14 1Kamera der FIMI X8 Mini v2

Die Drohne ist, wie alle Mini-Drohnen, mit einer Kamera ausgestattet. Sie schafft es sogar, vertikale Aufnahmen zu machen.

  • Kamera: 12 Megapixel, Sony 1/2.5 Zoll, Objektiv mit f/2.0-Blende, Gimbal-Stabilisierung

Fotos

Wollt ihr Fotos mit der Drohne schießen, macht die FIMI brauchbare Aufnahmen bei Tageslicht. Die Schärfe der Bilder ist in Ordnung, wenn man nicht unbedingt hineinzoomen oder das Bild groß ausdrucken möchte. Bei stark strukturierten Objekten wie Bäumen oder Feldern kommt es leider zu Bildrauschen. Die Farbgebung und Sättigung sind im normalen Modus weitestgehend natürlich, obwohl auch hier Probleme mit der Belichtung auftreten können. Es empfiehlt sich daher normalerweise, bei den Kameraeinstellungen die Auswahl des „Metering-Modes“ auf Spot zu stellen, weil man da selbst auf dem Bildschirm einen Fokus setzen und auch sperren kann. Allerdings fokussierte die Drohne leider nicht, wenn man ein Bildausschnitt gewählt hat. Der Drohne fehlt es, wie auch dem Vorgänger, an Dynamik. Der Horizont bei den Aufnahmen wirkt ebenso blass. Man hat zwar trotzdem einen Wow-Effekt, wenn man die Bilder dann einmal in voller Qualität sieht. Dieser kommt aber größtenteils davon, dass man die Motive von oben sieht. Vergleicht man die Fotos mit einer DJI-Drohne, siegt man einen deutlichen Unterschied in der Bildqualität bei der Schärfe und der Farbdynamik.

Vor allem bei dunklen Szenarien und Gegenlichtaufnahmen setzen sich die DJI-Drohnen deutlich gegen die FIMI X8 Mini v2 durch. Hier gelingt es dem FIMI leider kaum, ein zufriedenstellendes Bild zu liefern. In der Dämmerung und nachts wirken Fotos verwaschen und schlecht belichtet. Alles wirkt sehr unscharf und man sieht ein sichtbares Bildrauschen.

Erfreulich bei der FIMI-Drohne sind die vielfältigen Bildmöglichkeiten. Es werden Kugelpanorama und Panorama unterstützt. Ebenso gibt es einen vertikalen Foto- und Videomodus. Dadurch sind die Aufnahmen der FIMI Drohne besser für soziale Netzwerke geeignet. 

Videoqualität

Kommen wir nun zur Königsdisziplin einer Mini-Kamera-Drohne – der Videoqualität. Das Positive vorweg… Die Videoqualität der kleinen FIMI-Drohne ist etwas besser als die des Vorgängers. Sie überzeugt durch einen höheren Dynamikumfang, Schärfe, ein etwas homogeneres Bild und ruhigere Kamerabewegungen. Hier zeigt sich, dass FIMI durch einen neuen Kamerasensor und einen neuen Prozessor in der neuen Version eigentlich an den richtigen Stellen teilweise nachgebessert hat. Leider merkt man der Drohne den kleinen Kamerasensor an. Bei Tageslichtaufnahmen, wenn die Kamera die Sonne im Rücken hat, wirkt alles stimmig und es entstehen schöne, meist detailreiche Videoaufnahmen. Dreht man sich dann gegen das Licht, sieht es leider anders aus. Die Software regelt dann deutlich nach und alle Objekte außer der Lichtquelle werden deutlich dunkler. Stellt man dann auf die dunklen Objekte scharf, werden die hellen Motive wieder überbelichtet. Gerade bei Sonnenuntergangs- und Wetteraufnahmen, bei denen eine hohe Dynamik erforderlich ist, sehen die Aufnahmen dann zwar akzeptabel aus, aber nicht mehr. Oft sieht man dann bei Gegenlicht einen schönen Himmel oder eine stimmige Landschaft – aber selten beides zusammen. Die Videoschärfe nimmt zum Bildrand hin ab.

Bei Kamerafahrten wirkt das Video größtenteils ruhig und übergangsfrei. Durch den Gimbal ist das Video gut stabilisiert. Gelegentlich gibt es Aussetzer bei Kameradrehbewegung. Auch die Schärfe nimmt selbst bei langsamen Kamerabewegungen deutlich ab. Selbst bei 50 Bildern pro Sekunde wirkt das Bild bei Drehungen unscharf.

Die FIMI X8 Mini v2 unterstützt 50 Bilder pro Sekunde für 2.7k und niedrigere Auflösungen und auch 4k mit 30 oder 24 Bildern pro Sekunde. Als Farbprofile stehen Standard, Vivid, Monochrome und F-LOG zur Verfügung. Letzteres kann bei der Nachbearbeitung des Videos mit einem Videoschnittprogramm flexibler angepasst werden. Bitte beachtet, dass für die Drohne eine schnelle MicroSD-Speicherkarte benötigt wird. Ansonsten kommt es zu Videofehlern und die Videoqualität bricht stark ein. Empfohlen werden laut FIMI Speicherkarten bis 256 GB mit einer Geschwindigkeit von mindestens U3.

Zusammenfassung Kamera:

FIMI hat die Bildqualität der X8 Mini v2 weiter verbessert. So gelingen bei Tageslicht schöne Fotos und Videos und auch die Farben wirken natürlich. Allerdings merkt man der Drohne den kleinen Kamerasensor an. Vergleicht man die Mini-Drohnen nach der Größe des Kamerasensors, stellt man schnell fest, dass die FIMI-Drohnen den (mit Abstand) kleinsten Sensor haben. Und das wirkt sich leider auch stark auf die Bildqualität und vor allem auf die Bilddynamik aus.

Kameradrohnen in dieser Gewichtsklasse sind in der Regel dazu da, spektakuläre Aufnahmen von schönen Umgebungen und Objekten zu machen. Und das sind für mich Sonnenuntergänge oder Motive, bei denen der Lichteinfall nicht immer perfekt für die Kamera ist. Die Kamera muss in der Lage sein, auch mal einen Schwenk oder einen Kreis um ein Objekt zu machen, ohne dass der Hintergrund bei direkter Sonneneinstrahlung komplett überbelichtet wird und verschwimmt. Und gerade bei solchen Motiven und Wetterszenarien braucht man einen großen Kamerasensor, der mehr Details und Bilddynamik bringt und auch für unterschiedliche Tagesszenarien geeignet ist. Das sind schwierige Bedingungen für Kameras. Besonders ernüchtert war ich nach meinem ersten Flug, als ich ein Panorama über einige Seen aufnehmen wollte und die Sonne ziemlich tief durch eine Regenwolke schien. Eigentlich war das eine super Gelegenheit, die Drohne zu testen und man hätte spektakuläre Aufnahmen machen können… Leider blieb es beim „hätte“. Panoramen und Videos gegen das Lichtspektakel mit den Seen im Vordergrund konnte die Drohne nicht besonders gut aufnehmen. Ebenso sind Nachtaufnahmen sehr verwaschen und schlecht belichtet. Ich bin gespannt, ob FIMI hier bei der Software noch nachlegt, um bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch mehr Details aus dem Kamerasensor herauszuholen.

Akkulaufzeit der FIMI X8 Mini V2

Mit dem 3100 mAh Akku der Plus – Version verspricht laut FIMI eine längere Flugzeit (37 Minuten) und die leichtere Pro-Version 2400 mAh Akku 31 Minuten Flugzeit. Diese Akkulaufzeiten variieren stark und sind abhängig vom Umgebungseinflüssen (Wind) und dem Flugverhalten des Benutzers. Bei unseren Testflügen schafften wir mit der Pro-Batterie rund 18 Minuten im normalen Modus. Schaltet man den Sportmodus ein, merkt man sichtlich, dass der Akku schneller leer wird. Aufgeladen ist der Akku nach rund einer halben Stunde.

Testergebnis

Getestet von
Torsten S.

FIMI ist mit der X8 Mini v2 eine durchaus gute, günstige Drohne gelungen. Allerdings bin ich bei der Bewertung hin- und hergerissen. Positiv fallen das Flugverhalten und die kompakte Bauform auf. Auch Bilder und Videos gelingen der Drohne bei Tageslicht gut. Brauchbar sind ebenso die Akkulaufzeiten. All das klingt eigentlich nach einer gelungenen Drohne. Wenn DJI nicht letztes Jahr mit der Mini 3 und Mini 3 Pro und der Mini 2 SE neue Drohnen auf dem Markt gebracht hätte, die die FIMI Mini X8 v2 in der Kerndisziplin einer Mini-Kameradrohne deutlich schlagen: Der Bild- und Videoqualität. Da hat FIMI für meinen Geschmack einen zu kleinen Sensor für Kameradrohnen verbaut. Als Drohnenpilot möchte ich nicht unbedingt darüber nachdenken, ob das Wetter oder die Lichtverhältnisse heute zu meiner Drohne passen und sie dort zufriedenstellende Ergebnisse aufnehmen kann – mit der FIMI X8 Mini v2 muss ich das leider.

Die kleine FIMI Drohne pendelt sich aktuell preislich unter der DJI Mini 2 SE und der Mini 3 ein. Man bedenke, dass die DJI Mini 3 häufiger für 400 Euro zu bekommen ist und die FIMI X8 Mini v2 100 Euro weniger kostet und aus China angeliefert werden muss, dann würde ich mich für die bildstärkere neue DJI Mini 3 entscheiden. Ich bin sehr gespannt, ob FIMI die X8 Mini v2 auch global auf dem Markt an den Start geht. Die vorige Version war zwischenzeitlich immer wieder für 250 Euro zu bekommen. In dem Preisfeld konkurriert sie dann als günstige Alternative und hat einigen Vorteilen im Vergleich zur DJI Mini 2 SE. Ich würde mich sehr über eine echte FIMI X8 Mini Pro Version freuen, die etwas teurer ist, aber einen konkurrenzfähigen Kamerasensor im Vergleich zur DJI Mini 3 und Mini 3 Pro hat. Die FIMI X8 Mini v2 ist somit eine gelungene Einsteiger-Kameradrohne, wenn ihr keine allzu hohen Ansprüche an die Bildqualität habt.

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Al3x
Gast
Al3x (@guest_105709)
3 Monate her

Ist die Reichweite nun 600m oder 9km? Worauf beziehen sich die 9km?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
3 Monate her
Antwort an  Al3x

Servus, 600m ist die von uns ermittelte echte Reichweite, die 9km sind die theoretischen Reichweiten des Verbindungsstandards. So verstehe ich das zumindest, Torsten kann da sicher auch noch was zu sagen.

Beste Grüße

Jonas

The Stig
Mitglied
Mitglied
The Stig(@the-stig)
11 Monate her

Freut mich wirklich das ihr nach der langer Zeit wieder einen Drohnen Testbericht macht 👍 Also wenn meine DJI mini den Geist aufgibt, werde ich mir wahrscheinlich die Fimi anschaffen.

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