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Godox EM68X im Vergleichs-Test – die Rode NT-USB Alternative?

Getestet von Lennart Moog am
Vorteile
  • kompaktes Design des Godox EM68X
  • Rode NT-USB ist modular
  • Bedienfeld zur Stummschaltung beim Godox EM68X
  • Satterer und detaillierter Klang beim Rode NT-USB
Nachteile
  • Godox EM68X übersteuert schnell
  • App-Anbindung bei Godox EM68X funktioniert nicht
  • Beworbene Funktionen nicht nutzbar bei Godox
  • Standfuß des Rode NT-USB teilweise instabil
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Wer sich auf der Suche nach einem Tischmikrofon befindet, kommt am Rode NT eigentlich nicht vorbei. In der Kategorie „Podcast-/Tischmikrofone“ befindet es sich immerhin schon seit einigen Jahren auf den oberen Verkaufsrängen beim Tonspezialisten Thomann. Wie es aber in anderen Kategorien auch ist, gibt es oftmals Konkurrenz aus Fernost. Mit dem Godox EM68X will der chinesische Hersteller direkt mit dem Kassenschlager von Rode konkurrieren. Ob das knapp 200 Euro-teure Godox EM68X mit dem Rode Mikrofon mithalten kann, klären wir in diesem Test.

Rode NT USB vs Godox EM68 X 1

Einleitung Godox EM68X

Einleitung Rode NT-USB

Design & Verarbeitung

Godox EM68X

Beim Design zeigt sich schon schnell, dass sich die beiden Mikrofone stark unterscheiden. Das Godox EM68X zeigt prominent, an welche Zielgruppe es sich in erster Linie richtet: Gamer. Im Grunde handelt es sich hier um einen knapp 15 Zentimeter großen Zylinder mit 5,5 Zentimeter Durchmesser. Der Metall-Körper hat in der oberen Hälfte viele Löcher, hinter denen sich der Popschutz und die Membran befinden. Auf der Oberseite des Mikrofons finden wir eine berührungsempfindliche Fläche, mit der das Mikrofon durch ein Tippen stumm oder laut geschaltet werden kann. Auf der Unterseite befindet sich schließlich ein LED-Ring, der anzeigt, ob das Mikrofon stumm ist oder nicht. Ein praktisches Feature, das aufgrund der LED besonders bei Gamern Gefallen finden dürfte. Eigentlich soll es auch möglich sein, die Farben mithilfe einer Smartphone-App auf die eigenen Vorlieben anzupassen. Die App ist allerdings nur auf Chinesisch und stürzt beim Versuch, ein Mikrofon zu koppeln, jedes Mal ab.

Auf der Unterseite befindet sich in der Mitte außerdem ein Bewegungssensor, der erkennt, wenn eine Hand oder sogar ein Gegenstand unter das Mikrofon gehalten werden. Auch hierdurch kann das Mikrofon stumm geschaltet werden. Das Mikrofon wird von einem schwarzen Plastikring umgeben und somit am Standfuß befestigt. Der Standfuß selbst besteht auch aus Metall und ist unten mit Schaumstoff ausgestattet, sodass das Mikrofon sicher steht und nicht verrutscht. Der Fuß ist fest verbaut und kann nicht vom Mikrofon entfernt werden. Die Rückseite bietet Platz für einen USB-C-Anschluss, mit dem das Mikrofon mit dem PC verbunden werden kann. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem Rode NT USB, das über einen vollkommen unüblichen USB-B Anschluss verfügt. Darüber sitzt ein Anschluss für Kopfhörer.

Die Verarbeitung ist gut. Das Mikrofon wirkt hochwertig und steht stabil auf dem Tisch. Schade ist nur der Plastikring, der das Mikrofon am Metallfuß befestigt. An dieser Stelle wirken die Materialien etwas billig und die mögliche Neigung von maximal 45 Grad geht etwas holprig vonstatten. Das mitgelieferte Kabel ist mit Stoff ummantelt und ist knapp fünf Meter lang. Somit sollte hier auch jeder PC-Anschluss erreicht werden können. Falls dies aber doch nicht reichen sollte, kann jedes beliebige USB-C-Kabel angeschlossen werden. Hier liegt ein großer Vorteil des Godox EM68X, denn man verbindet es via USB-C.

Rode NT-USB

Das Design des Rode NT-USB ist grundsätzlich ein ganz anderes. Das Mikrofon selbst besteht auch hier aus Metall, ist aber eher oval. Einen eingebauten Popschutz hat das Mikrofon nicht. Hierfür gibt es einen separaten Schutz, der vor das Mikrofon gebaut werden kann. Die obere Hälfte des knapp 18 Zentimeter langen Körpers besteht aus der Membran. Die untere Hälfte ist blank gehalten. Auf der rechten Gehäuseseite sitzen lediglich zwei Regler. Der obere Regler stellt die Balance zwischen Mikrofon- und PC-Signal ein. Der untere regelt die Lautstärke, wenn man seine Kopfhörer über den darunterliegenden Kopfhöreranschluss verbindet. Auf der Unterseite sitzt ein USB-B-Anschluss, über den das Mikrofon schließlich mit dem PC verbunden werden kann. Solche Kabel kommen häufig bei Druckern oder bei MIDI-Musikaufnahmen zum Einsatz. Der Vorteil ist hier, dass nicht nur das Mikrofon Signale an den PC senden kann, sondern auch welche vom PC empfangen kann. Das ist aber nichts, was über USB-C nicht auch möglich wäre.

Der Standfuß des Rode NT-USB besteht aus Plastik und wird an das Mikrofon geschraubt. Der Dreibein-Standfuß steht einigermaßen stabil auf dem Tisch. Das Godox hat in Sachen Standfestigkeit dennoch die Nase deutlich vorn. Die Verschraub-Technik des Rode ermöglicht hingegen aber eine theoretische Neigung von 130 Grad. Hier kommt jedoch der Standfuß schnell an seine Grenzen, da die Gewichtsverteilung bei kompletter Neigung nicht mehr gut genug ist und das Gerät auf dem Tisch umfällt.

Die Verarbeitung des Rode-Mikrofons ist hervorragend. Das bezieht sich aber leider nur auf das Gehäuse selbst. Vom Standfuß bin ich etwas enttäuscht, da dieser nur aus Plastik besteht und so wirkt, als könne er das knapp 500 Gramm schwere Mikrofon nicht tragen. Durch die Dreibein-Bauform steht es außerdem nicht so stabil auf dem Tisch wie das Godox. Vorteil beim Rode ist aber, dass man es auch vom Standfuß abnehmen und bei Bedarf auch an jeden beliebigen Mikrofonarm montieren kann. Die Drehregler an der Gehäuseseite lassen sich angenehm justieren. Rode liefert ein mit Gummi ummanteltes sechs Meter langes USB-B auf USB-A-Kabel mit.

Klang – Godox EM68X vs. Rode NT-USB

Das Wichtigste bei einem Mikrofon ist zweifelsfrei der Klang. Auf diesen werfen wir jetzt einen Blick. Bei beiden Mikrofonen handelt es sich um sogenannte Mikrofone mit Nierencharakteristik. Diese Bauform der Richtcharakteristik ist besonders bei Tischmikrofonen sinnvoll, da diese Mikrofone nur mit der Vorderseite Klang aufnehmen. Da das Mikrofon auf dem Tisch steht und man nur die eigene Stimme aufnehmen möchte, lohnt sich diese Richtcharakteristik für die Art von Mikrofon.

Rode NT USB Design 16

Godox EM68X

Für das Godox EM68X gibt es wie bereits erwähnt eine App im Play Store, mit der man nicht nur das Licht anpassen kann, sondern wohl einen Gain-Effekt oder einen Rauschunterdrückungsmodus aktivieren können soll. Leider konnte ich all das nicht testen, weil die App wie angesprochen nicht funktioniert. So hat man beim Godox EM68X nur die von Werk an eingestellte Klangeinstellung zur Verfügung.

Klang aus fünf Zentimetern Entfernung

Klang aus 20 Zentimetern Entfernung

Klang aus einem Meter Entfernung

Der Klang des Godox EM68X ist gut, wenn man aus mindestens 20 Zentimetern hineinspricht. Ist man beim Sprechen zu nah am Mikrofon, übersteuert dieses schnell. Den Rauschunterdrückungsmodus hätte ich gern ausprobiert, denn im Hintergrund ist beim Godox EM68X immer ein latentes Grundrauschen zu vernehmen. Angenehm ist, dass der Popschutz direkt im Mikrofon verbaut ist und somit scharfe Laute wie „k, t oder p“ besser abgefedert werden.

Rode NT-USB

Das Rode NT-USB ist zwar insgesamt etwas leiser als das Godox EM68X, liefert dafür aber einen satten Klang. Auch hier ist ein geringes Hintergrundrauschen zu hören. Besonders wenn man etwas näher in das Mikrofon reinspricht, bemerkt man die Auswirkung des Pop-Filters. Aus knapp 5 Zentimeter Entfernung sorgen die „scharfen Laute“ für ein kurzes Übersteuern, was dank des Pop-Filters unterbunden werden kann. Sitzt man weiter weg, ist der Pop-Filter nicht mehr notwendig und der Klang ist zu jedem Zeitpunkt hervorragend.

Klang aus fünf Zentimeter Entfernung (ohne Popschutz)

Klang aus fünf Zentimeter Entfernung (mit Popschutz)

Klang aus 20 Zentimeter Entfernung (ohne Popschutz)

Klang aus 20 Zentimeter Entfernung (mit Popschutz)

Klang aus einem Meter Entfernung (ohne Popschutz)

Klang aus einem Meter Entfernung (mit Popschutz)

Testergebnis

Getestet von
Lennart Moog

Im Vergleich kann das Rode klanglich besonders beim näheren Hineinsprechen überzeugen. Generell ist auffällig, dass das Rode NT-USB etwas leiser ist als die Konkurrenz. Das ist aber kein Nachteil. Eher im Gegenteil. Dadurch übersteuert das Rode weniger und bietet den satteren Klang der Stimme. Man merkt, dass Rode seit Jahren im Geschäft ist und viel Expertise hat. Außerdem kommt hinzu, dass Rode sich fast ausschließlich auf Mikrofone konzentriert, während Godox auch einige andere Zubehör-Produkte im Angebot hat.

Das Design gefällt mir bei beiden Mikrofonen gut. Besonders die Idee der hardwaregesteuerten Stummschaltung bei Godox gefällt mir ausgezeichnet. Dafür ist die Verarbeitung des Mikrofons beim Rode NT-USB besser. Der Fuß hingegen gefällt mir beim Godox EM68X besser, da das Godox besser und sicherer auf dem Tisch steht. Dafür kann man das Rode vom Fuß entnehmen und bei Bedarf an einen anderen Mikrofonarm montieren. Beim Design bleibt es eine persönliche Entscheidung, was besser gefällt. Der Sieger der Kategorie „Klang“ steht aber fest und heißt für mich Rode NT-USB.

Preislich hat sogar ebenfalls Rode die Nase vorn. Während man das Rode NT-USB bei Thomann für mittlerweile 160 Euro bekommt, muss man für das Godox noch immer knapp 220 Euro zahlen. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Mikrofon aus dem Hause Rode lag ursprünglich ebenfalls bei 220 Euro.

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