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Hollyland Solidcom C1 Pro Full-Duplex Funk Headsets im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • astreine Verarbeitung
  • großzügiger Lieferumfang
  • sehr gute Reichweite
  • gutes Noise Cancelling
Nachteile
  • recht enger Sitz
  • kein Schnäppchen
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Heute nehmen wir ein außergewöhnliches Produkt unter die Lupe. Bei dem Solidcom C1 Pro von Hollyland handelt es sich um ein Funk Headset-System, dessen einzelne Headsets miteinander kabellos über DECT kommunizieren können. Ein solches Produkt ist dafür geeignet, für eine reibungslose Kommunikation innerhalb eines Teams zu sorgen, etwa auf einem professionellen Filmset. Als Full-Duplex System erlaubt das Hollyland Solidcom C1 Pro eine beidseitig aktive Kommunikation. Das bedeutet, dass alle Teammitglieder mit einem Headset theoretisch gleichzeitig miteinander kommunizieren können.

Bei dem Solidcom C1 Pro handelt es sich um den Nachfolger des Solidcom C1. Als neues Feature wurde nun auch Noise-Cancelling für Umgebungsgeräusche integriert, sodass die Headsets in lauter Umgebung störungsfreier übertragen können.

Lieferumfang Hollyland Solidcom C1 Pro

Geliefert werden die Solidcom C1 Pro in einer praktischen Transport-Tasche aus Kunststoff, die man mit einem Reißverschluss öffnen kann und die ein verschließbares Fach auf der Oberseite hat. Der Lieferumfang unseres Vierer-Sets umfasst:

Hollyland Solidcom C1 Pro scope of delivery 3 1

  • 1 x Solidcom C1 Master-Headset
  • 3 x Solidcom C1 Slave-Headset
  • 4 x Kunststoff-Tasche für Headsets
  • 1 x Sticker-Set zur Nummerierung der Headsets
  • 1 x Ladestation
  • 1 x Netzteil
  • 8 x Akku
  • 4 x Mikrofon Windschutz
  • 4 x On-Ear Schaumstoffpolster
  • 4 x Over-Ear Lederpolster
  • 1 x USB Typ A auf Typ C Kabel
  • 1 x Transportbox

Hier gibt es wirklich keinen Anlass zur Beschwerde. Kleinigkeiten wie die zwei Akkus pro Gerät und die austauschbaren Ohrpolster zeigen, dass der Hersteller nicht am falschen Ende gespart hat.

Design, Verarbeitung, Tragekomfort

Hollyland Solidcom C1 Pro 11

Die Headsets sind so konzipiert, dass immer nur ein Ohr von einer Ohrmuschel bedeckt wird. Das Mikrofon lässt sich aber um 360° drehen, sodass man den Speaker sowohl links als auch rechts auf dem Ohr platzieren kann.

Generell hat das Single-Speaker Design natürlich seine Vor- und Nachteile. Wer abgeschottet von der direkten Umgebung mit seinem Gegenüber kommunizieren will, profitiert natürlich von zwei Ohrmuscheln. Allerdings ist es deutlich einfacher, mit der Umgebung auditiv verbunden zu bleiben bei gleichzeitiger Kommunikation mit entfernten Gesprächspartnern, wenn man nur ein Ohr “belegt” hat. Für Filmcrews ist das Design mit einer Ohrmuschel sicher von Vorteil.

Das Gehäuse der Headsets besteht aus Kunststoff und Kunstleder. Zudem gibt es eine Metall-Schiene zum Anpassen der Größe. Auf der Unterseite ist auch ein USB-C-Anschluss zu finden, dieser dient aber nur zum Installieren von Firmware-Updates und nicht zu laden oder Verbinden des Headsets. Für den Vorgänger hat der Hersteller bereits auch Updates zur Verfügung gestellt, insofern ist es auch ein Vorteil, dass die Möglichkeit von Software-Verbesserungen auch für das Solidcom C1 Pro besteht.

Vonseiten der Verarbeitungsqualität wirken die Headsets sehr hochwertig und auch das Industrial Design ist definitiv gelungen. Der Tragekomfort ist dennoch nur durchschnittlich. Nach etwa einer Stunde treten leichte Ermüdungserscheinungen auf, die durch den Druck aufs Ohr entstehen. Generell hat sich Hollyland für einen eher engeren Sitz und einen stabilen Halt entschieden, als für einen lockeren und bequemen Sitz. Etwas Abhilfe schaffen hier die Ohrpolster aus Schaumstoff.

Das Set besteht aus einem Master-Headset und weiteren Slave Headsets. Dies bedeutet, dass das Master-Headset dafür zuständig ist, die Verbindung der Headsets untereinander herzustellen. Es dient also als Basis-Station, kann aber auch gleichzeitig wie auch die anderen Headsets zur Kommunikation verwendet werden. Um ein Slave-Headset mit dem Master Headset zu paaren, muss auf den beiden Headset der A-Button für 5 Sekunden gedrückt werden. Der B-Button hingegen dient zum Pairing mit einer Basis-Station, die man zusätzlich erwerben kann, um noch mehr (bis zu 9) Headsets gleichzeitig zu nutzen. Zudem gibt es zwei Buttons zum Regulieren der Lautstärke und einen Mute-Button.

Hollyland Solidcom C1 Pro 18

Das Mikrofon kann einfach heruntergeklappt werden. Durch das Hoch- und Herunterklappen wird gleichzeitig gesteuert, ob das Mikrofon Sound überträgt. Klappt man das Mic hoch, wird auch die Übertragung der eigenen Stimme stummgeschaltet. Der Status wird durch eine kleine LED in Blau oder Rot zudem visuell gekennzeichnet. Beim De- und Aktivieren des Mikros wird zudem ein leichtes Klick-Geräusch abgespielt. Diese Kleinigkeiten sorgen dafür, dass man das Headset im Praxiseinsatz mühelos bedienen kann.

Reichweite des Hollyland Solidcom C1 Pro

Google Maps entfernung

Wir haben einen Reichweite-Test mit zwei Headsets durchgeführt. Der Hersteller gibt an, dass es einen Abstand von bis zu 300 Meter zwischen den Headsets geben darf. Wir haben dies auf freier Fläche, in städtischer Umgebung und “durch” einen Gebäudekomplex getestet. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Hersteller ziemlich genau die 300 Meter Übertragung auf freier Fläche erreicht. In unserem Test haben wir die Entfernung mit Google Earth gemessen und kommen auf etwa 290 Meter. Danach gibt es kurze Aussetzer in der Verbindung. Entfernt man sich dann noch weiter, ertönt eine “Disconnect” Warnung. Die Verbindung wird dann automatisch wiederhergestellt, wenn man sich wieder nähert. Mit einer Hauswand zwischen dem Headset und freier Fläche außerhalb war die Verbindung ebenfalls noch sehr gut. Wir konnten hier etwa 150 Meter Distanz zu dem Headset aufbauen. Erst wenn sich wirklich viel Beton zwischen dem Master und dem Slave befindet, bricht die Reichweite drastisch ein. Hier konnten wir nach 30 Meter die ersten Störungen reproduzieren. Insgesamt ist das ein einwandfreies Ergebnis.

Audioqualität

Hollyland Solidcom C1 PRO 1

Die Audioübertragung findet über Funk im DECT Standard statt. Wer bei Funk an die Blecherne Soundqualität von Walkie-Talkies denkt, irrt sich zum Glück. Die Audioqualität ist etwa vergleichbar mit einer Übertragung durch die Smartphone-Ohrmuschel. Die Stimme des Gegenübers wird natürlich übertragen, sodass auch längere Gespräche gut möglich sind. Wirklich voll und kräftig klingt der Gegenüber aber nicht. Man bekommt also keine “Studio-Qualität” geboten, sondern doch eher etwas, das mit einem Telefonat vergleichbar ist. Die Kommunikation ist dabei bi-direktional, es können also beide Gesprächspartner gleichzeitig reden. 

Hollyland Solidcom C1 Pro 12

Als Special Feature der Solidcom C1 PRO gibt es nun Environmental Noise Cancellation (ENC). Um die Geräuschunterdrückung ein- oder auszuschalten, gibt es einen kleinen Schieberegler am Mikrofon. Dieses Feature ist natürlich sehr praktisch, wenn sich ein Teil der Filmcrew in lauter Umgebung befindet und trotzdem mit dem Rest des Teams kommunizieren muss. Prinzipiell waren wir mit dem Feature zufrieden. Die Stimmübertragung des Gegenübers wird nicht durch das Noise Cancelling verhindert. Auch mit deutlich gedämpfter Stimme kommt der Sound noch beim Gegenüber an. Insbesondere monotone Umgebungsgeräusche wie Brummen oder Hintergrundmusik werden fast gar nicht übertragen. Erst bei sehr lauten oder singulär auftretenden Geräuschen, besonders im Hochton-Bereich, werden die Störgeräusche mitübertragen. Das war allerdings auch mehr oder weniger so zu erwarten. Generell ist das ENC definitiv ein praktisches Feature, denn Hintergrundgeräusche sind für das Team deutlich weniger stark wahrnehmbar. In lauter Umgebung ist es aber dennoch nötig, die Mute-Funktion zu verwenden.

Akkulaufzeit des Hollyland Solidcom C1 Pro

Die Akkulaufzeit der Slave-Headsets und dem Master-Headset unterscheidet sich. In unserem Test hielt der Akku 5 Stunden beim Master und etwas mehr als 8,5 Stunden beim Slave. Danach kann der Akku in wenigen Sekunden ähnlich wie bei einer Systemkamera gewechselt werden. Hierzu muss man nur den Clipverschluss am Akkufach öffnen und die Batterie austauschen. Weil Hollyland dem Solidcom C1 Pro mehrere Akkus beilegt, ist das auch mit dem Standard-Lieferumfang möglich.

Die Verbindung wird beim Wechsel des Akkus bei den Slave-Geräten auch direkt wiederhergestellt. Lediglich beim Master setzt die Verbindung beim Wechseln des Akkus für alle Geräte aus. Das Aufladen der Akkus wird durch die Ladestation erledigt. Um die 700mAh Akkus aufzuladen, benötigt man 2,5 Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Solidcom C1 PRO von Hollyland kann in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen. Die Verarbeitungsqualität ist gut und die Gesprächsqualität über die Headsets kann überzeugen. Zudem erreicht der Hersteller im Freien die angepriesene Reichweite und zeigt sich auch beim Zubehör im Lieferumfang großzügig. Das Noise-Cancelling ist zudem ein netter Pluspunkt, wenn man die Headsets in lauten Umgebungen einsetzen möchte. Leichte Hintergrundgeräusche werden souverän ausgeblendet.

Abzüge gibt es nur für kleine Details. Der Sitz der Headsets ist etwas eng, sodass man nach einer Stunde Nutzung eine kleine Pause einlegen möchte. Zudem wird das Noise Cancelling nicht mit lauten, plötzlichen Nebengeräuschen fertig.

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