Der Elektronik-Riese Xiaomi verbündet sich mit Huami und heraus kommt die Amazfit Smartwatch. Und so stellte im Herbst 2016 dann Xiaomi die erste Huami Smartwatch vor. In letzter Zeit verwandelten die Ingenieure so ziemlich jedes ihrer Produkte in Gold. Wir waren selbst sehr gespannt auf das Ergebnis des Tests.

Verarbeitung und Design

Geliefert wird die Huami Amazfit in einer stylischen, durchsichtigen Box, auf deren Außenseite man schon die ersten Eckdaten und Informationen ablesen kann. Im Lieferumfang enthalten sind die Uhr, eine Ladeschale, die auf die Rückseite der Smartwatch geklipst wird, ein micro-USB-Kabel und eine kleine Anleitung.

Beim ersten Anziehen fällt sogleich das angenehme Gewicht auf. Mit 53 Gramm ist sie etwas schwerer als andere Smartwatches, fühlt sich dadurch jedoch auch hochwertiger an. Der Rahmen wurde aus dem neuen Lieblingsmaterial der Chinesen, Keramik, gefertigt und hat deshalb ein schillerndes Image und ist enorm kratzfest. Die Rückseite der Huami Amazfit wurde aus Plastik gebaut und besteht nahezu aus einem kompletten Stück. Nur in der Mitte befinden sich die Kontakte für die Ladeschale und der Pulsmesser. An der rechten Seite wurde ein Knopf verbaut, der für die Steuerung (Ein-/Ausschalten) der Uhr zuständig ist, allerdings ist dieser für unseren Eindruck etwas klein geraten. Dennoch spricht er direkt und zuverlässig an. Die ganze Uhr ist gegen Wasser und Staub nach IP68 geschützt und macht einen sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung stimmt rundum perfekt, es gibt keinerlei Kanten oder ähnliche Schwachstellen. Auch der Button sitzt fest und sicher an seinem Platz.

Das mitgelieferte Armband ist aus Gummi und strahlt relativ kräftig rot. Wem das zu grell ist, der kann es gegen ein handelsübliches Band austauschen.

Spezifikationen

Zu den Spezifikationen ist vorab zu erklären, dass die Huami Amazfit als Fitnessuhr ausgelegt wurde. So wurde der Schwerpunkt auf Fitnessapps gelegt und weniger auf ein umfassendes Smartwatch Angebot. Daher hat die Huami Amazfit auch kein Android Betriebssystem, sondern ein eigens hierfür entwickeltes System.

Über den Prozessor ist leider nichts zu finden, weder in der Anleitung als auch im Internet. Der interne Speicher beträgt 4GB, der Arbeitsspeicher 512MB.

Gekoppelt wird die Smartwatch mit dem Handy per Bluetooth 4.0 Schnittstelle, was sehr schnell und auch zuverlässig funktioniert. Die Amazfit App von Huami ist im App Store zu finden (kompatibel mit Android und IOS 7 und höher). Jedoch gibt es hier teilweise ein paar Probleme bei der Synchronisierung, was aber mit dem angekündigten Update aus der Welt geschafft werden soll.

Ein GPS-Modul lässt eine genaue Verfolgung der gelaufenen Runde zu mitsamt Dauer, Entfernung und Geschwindigkeit. Währenddessen wird zudem ständig der Puls gemessen und überwacht. Für den Fall, dass man die vorab eingestellte Herzfrequenz überschreitet, ertönt ein Signalton. Der Pulsmesser erstaunte uns im Test ebenfalls mit seiner Genauigkeit. Verglichen mit einem Polar Messgerät gibt es kaum Unterschiede. Über das WIFI lassen sich ebenfalls Daten mit dem Handy synchronisieren. Ein Schrittzähler und eine Erinnerung sich zu bewegen ist auch in der Huami Amazfit vorhanden.

Geliefert wird die Huami Amazfit in Chinesisch, das lässt sich jedoch leicht über die App umstellen. Allerdings ist Deutsch noch nicht verfügbar. Jedoch ist die englische Version gut übersetzt.

Display

Huami verbaute ein rundes 1,35 Zoll Display mit einer Auflösung von 320×300 Pixeln und liegt damit im Bereich der Apple Watch (zum Vergleich: 340×272 Pixel). Das Display passt die Helligkeit automatisch und somit gibt es auch bei hellem Sonnenlicht keine Probleme, den Bildschirm abzulesen. Die einzelnen Pixel lassen sich nicht mehr erkennen und das Ganze gibt ein sehr angenehm abgestimmtes Bild bezüglich der Farben ab. Der Touchscreen funktioniert einwandfrei und reagiert direkt auf die Anweisungen.

Apps

Vorinstalliert sind auf der Huami Amazfit nur die Fitnessapps, wie Schrittzähler, Aufsteh-Erinnerung, Pulsmesser und gelaufene Strecken. Außerdem gibt es eine Wetterapp, die über das Internet des Handys aktualisiert wird. Die Musik App lässt es zu, bis zu 500 Lieder auf der Uhr selbst zu speichern und diese dann per Bluetooth auf den Kopfhörern abzuspielen. Eine Fernsteuerung für die Musik auf dem Handy stellt die Huami Amazfit nicht dar. Ebenfalls vorhanden ist ein Programm, um Push Notifications anzeigen zu lassen. Hier werden alle möglichen Programme wie Whatsapp, Snapchat, Facebook oder ähnliche Netzwerke unterstützt. Antworten lässt sich jedoch leider nicht.

Akkulaufzeit

Huami verbaut in der Amazfit Smartwatch einen 280mAh Akku, der der Uhr eine Standby Zeit von bis zu fünf Tagen geben soll. Das zeigte sich auch bei uns im Test. Bei Gebrauch ohne GPS aber mit Bluetooth schafft die Uhr gut zwei Tage.  Bei eingeschaltetem Bluetooth und GPS macht der Akku auch im Test erst nach circa 30 Stunden schlapp.

Fazit

Die Huami Amazfit wurde als Fitnessuhr konstruiert und das ist sie auch geworden. Sportliches Design, wasserdicht, GPS-Modul und viele weitere Funktionen lassen keine Wünsche offen. Qualität und Verarbeitung sind, wie von Xiaomi gewohnt, exzellent. Alle Programme arbeiten zudem sehr akkurat. In der App gibt es noch etwas Probleme, was jedoch demnächst behoben sein sollte. Sonst fallen uns keinerlei Schwachstellen auf. Wer also eine Sportuhr mit weitreichenden Funktionen sucht, der kann hier getrost von anderen bekannten Herstellern auf die Huami Amazfit umsteigen. Xiaomi hat wieder einmal tolle Arbeit geleistet!

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11 Kommentare zu "Huami Amazfit – Xiaomi Smartwatch im Test"

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Lars
Gast
Lars

Kann man Bluetooth ausschalten?

Jussi
Gast
Jussi

Kann man die Uhr auch ohne Smartphone betreiben? Beim Sport habe ich keine Lust, mein schweres Smartphone mitzuschleifen, deshalb bin ich gerade auf der Suche nach einer Smartwatch, mit der ich meine Trainingsdaten aufzeichnen und dann hinterher synchronisieren kann.

Silas
Gast
Silas

Hallo,

ist es möglich ein Spotify App zu installieren und Lieder offline zu speichern und dann via Bt Kopfhörer diese beim Sport abzuspielen?

LG

Frank
Gast
Frank

Hmm der Bericht scheint an einigen Stellen nicht wirklich faktentreu. Zum einen ist die Uhr laut Hersteller nur IP67, nicht IP68. Zum anderen läuft sie klar unter Android, allerdings ohne play Store und mit einem custom launcher.
Auf xda läuft bereits einiges an Entwicklung. Aber es ist eben kein Android Wear.

Rumo
Gast
Rumo

Danke für den Bericht. Bei Gearbest wird eine chinesische und eine englische Version angeboten, wobei die chinesische deutlich günstiger ist, welche habt ihr getestet?

Hwinz
Gast
Hwinz

Hallo
Kann denn der Verlauf des Puls beim Joggen aufgezeichnet und direkt auf der Uhr gespeichert werden?
Gruß

Torben
Gast
Torben

Hallo,
kann man die Einheiten auf metrisch umstellen?
Inwieweit kann man die Aktivitäten wie joggen anschließend auswerten und speichern?

Vielen Dank,
Torben

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