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Imalent HR70 Testbericht

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • gute Verarbeitungsqualität
  • starke Lichtleistung
  • gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • recht hoher Preis
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Nachdem wir Euch mit der Olight M2R Warrior Pro und der Olight Warrior X Pro zwei taktische Taschenlampen vorgestellt haben, folgt mit der Imalent HR70 nun die erste Stirnlampe, die uns Home of Flashlights zur Verfügung gestellt hat. Wie sie sich im Test schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen

Die Imalent HR70 besteht grundlegend aus Aluminium, das auch in der Luft- und Raumfahrt verwendet wird. Es handelt sich hier um eine gewinkelte Stirnlampe, die aber auch normal als Taschenlampe benutzt werden kann.

Imalent HR70 (1)

Der Lampenkopf misst ca. 26 mm bei einer Länge von ca. 35 mm. Da es sich um eine Stirnlampe handelt, befindet sich die Cree XHP70.2 LED abgewinkelt an der Seite des Lampenkopfes. Die LED meines Testgeräts ist sehr genau zentriert verbaut. Als Reflektor ist hier ein sogenannter Orange Peel (OP) Reflektor verbaut. Dieser ist fein strukturiert und schafft dadurch ein sehr homogenes Lichtbild, das jedoch keine all zu großen Reichweiten zulässt. Das Frontglas wird von einem silberfarbenen Alu-Ring auf dem Reflektor gehalten. Auf der Rückseite der LED befindet sich der magnetische Ladeanschluss. Auf der Oberseite des Kopfes ist schließlich der Schalter samt Akku-Indikator LEDs.

Das Batterierohr ist ca. 70 mm lang und misst im Durchmesser ca. 21,5 mm. Es ist sehr dünn gefertigt, was ein möglichst geringes Gesamtgewicht möglich machen soll. Die Gewinde sind schön sauber geschnitten und trotz der geringen Materialstärke hat man nicht das Gefühl, es wäre instabil. Im Gegenteil: Die Verarbeitung der Imalent HR70 kann mich bis hierin absolut überzeugen! Im Batterierohr findet ein 18650er Lithium Ionen Akku Platz, der natürlich im Lieferumfang enthalten ist, aber dazu später mehr. Das Knurling des Batterierohr ist ziemlich fein und dadurch schon recht glatt – das hätte man durchaus etwas kräftiger gestalten können.

Die Tailcap der HR70 ist ca. 12,5 mm lang und hat einen Durchmesser von ca. 23,5 mm. Im Inneren befindet sich eine vergoldete Feder. Die Unterseite der Tailcap ist natürlich auch magnetisch. Dieser Magnet ist sogar so stark, die Lampe kopfüber und waagerecht an magnetischen Oberflächen zu halten – wirklich sehr praktisch! So kann sie neben ihrer Funktion als Stirnlampe z.B. auch gut bei Reparaturarbeiten im Auto genutzt werden, wo sie einfach mit der magnetischen Tailcap befestigt wird und so einen gezielten Bereich ausleuchten kann. Zu guter Letzt ist die HR70 natürlich auch tailstandfähig und steht somit auch ohne Magnet aufrecht auf glatten Untergründen.

Für eine Stirnlampe ist die Imalent HR70 mit 97 g ohne und 132 g mit Stirnband nicht gerade ein Leichtgewicht. Das Kopfband hat ein zusätzliches Überkopfband und ist in beiden Umfängen verstellbar. Das Band ist mit 2,5 cm angenehm breit und trägt ein Muster mit der “Imalent” Aufschrift. Die Lampe lässt sich recht einfach in die Halterung schieben und hält dann zuverlässig in jeder Position – auch das Drehen der Lampe im Halter ist kein Problem.

Imalent HR70 (6)

Ich finde das Stirnband insgesamt wirklich gut gemacht. Man kann die Lampe damit angenehm am Kopf tragen und für normale Arbeiten bis hin zum Wandern nutzen. Lediglich zum Sport (bspw. Laufen) finde ich sie etwas zu schwer.

Natürlich macht die Imalent HR70 auch Licht und das nicht zu knapp. Im Turbo-Mode kommt die Lampe sogar auf bis zu 3.000 Lumen was nochmal deutlich mehr als bei den bisher von mir gestesten Lampen von Olight ist. In insgesamt fünf verschiedenen Modes wird ein Bereich von 30 bis 3.000 Lumen abgedeckt, was für eine Stirnlampe schon sehr beachtlich ist.

Imalent HR70 (7)

Auch bei der Leuchtdauer verspricht der Hersteller Laufzeiten von bis zu 50 Stunden im Low-Mode. Die Imalent HR70 erfüllt, wie auch sehr viele andere Taschenlampen, den IPX8 Standard und kann somit bis in eine Wassertiefe von 2 m betrieben werden. Zudem übersteht sie auch einen Falltest aus 1,5 m Höhe.

Lieferumfang der Imalent HR70

Der Lieferumfang der HR70 kann sich durchaus sehen lassen. So befindet sich in der optisch ansprechenden Box folgender Inhalt:

  • Imalent HR70 Stirnlampe
  • passender 18650 Lithium Ionen Akku
  • ein Stirnband
  • ein magnetisches Ladekabel
  • ein Clip
  • zwei zusätzliche O-Ringe
  • eine Bedienungsanleitung

Imalent HR70 Lieferumfang

User Interface

Neben der Leuchtkraft ist die Bedienbarkeit von Lampen sehr entscheidend dafür, ob man sie im Ernstfall wirklich gut gebrauchen kann. Die Bedienung der HR70 erfolgt ausschließlich über den Schalter am Lampenkopf. Die einzelnen Möglichkeiten sind dann wie folgt:

1x kurz drückenEin-/Ausschalten (mit Memory-Funktion)
2x drückenTurbo-Mode (nochmaliges 2x drücken = Strobe Mode)
3x drückenLow-Mode (30 Lumen)
Gedrückt halten (bei eingeschalteter Lampe)Wechsel zwischen den Modes
5 Sekunden gedrückt haltenEnt-/Sperren der Lampe (wird über rot blinkende LED signalisiert)

Ich persönlich komme mit dem User Interface wirklich gut zurecht. Der Schalter hat einen angenehmen Druckpunkt und gibt dadurch ein Feedback für jede Aktion.

Direkt am Schalter sind zudem zwei Status LEDs verbaut. Die rechte LED leuchtet dauerhaft grün, sobald die Lampe eingeschaltet ist. Die linke LED leuchtet schließlich rot, sobald der Akku geladen werden muss (bei einer Spannung von 3,2 V).

Leuchteigenschaften

Mit dem bereits erwähnten OP Reflektor ist schon vor dem Einschalten zu erwarten, dass man mit der HR70 ein recht homogenes, breites Licht bekommt. In den Beamshots kann man den Unterschied zwischen den einzelnen Modes erkennen. Dabei leuchtet die HR70 auf den höheren Stufen den direkten Bereich vor ihr wirklich stark und recht breit aus. Die Reichweite mit maximal 150 m kann ich durchaus bestätigen und diese ist bei einer Stirnlampe eigentlich auch völlig ausreichend.

Im Video sieht man dann nochmal das Wechseln zwischen den einzelnen Modes sowie den Turbo- und den Strobe-Mode. Vor allem Turbo und Strobe sind wirklich extrem hell und sollten demnach mit Bedacht eingesetzt werden. Im Turbo-Mode hält die HR70 die 3.000 Lumen allerdings auch nur ca. 1,5 Minuten durch, bevor sie Hitze bedingt runterregelt und dann weitere 66 Minuten mit 1.000 Lumen leuchtet. Der High-Mode bringt die 1.500 Lumen auch nur für 3 Minuten, bevor wiederum auf 1.000 Lumen geregelt wird, die dann noch 69 Minuten zur Verfügung stehen. Im Middle-, Middle-Low- und Low-Mode gibt es kein Stepdown mehr und in diesen Leuchtstufen erreicht man mit 96 Minuten, 4 Stunden und 15 Minuten sowie 50 Stunden dann auch die längsten Laufzeiten.

Ich finde bereits die 700 Lumen völlig ausreichend für die meisten Anwendungsszenarien und in dieser Stufe hat man immerhin etwas mehr als 1,5 Stunden Licht – das ist wirklich richtig gut.

Insgesamt bin ich von den Leuchteigenschaften der Imalent HR70 wirklich sehr überrascht. Die Lampe deckt einen großen Anwendungsbereich ab und kann extrem hell sein.

Akku

Die Imalent HR70 wird mit dem mitgeliefertem 18650 Lithium Ionen Akku betrieben. Dieser hat eine Kapazität von 3.000 mAh und kann in der Lampe geladen werden. Die 18650er Bauform ist in der Welt der Taschenlampen sehr beliebt und weit verbreitet. Somit findet man recht leicht Ersatz und kann beispielsweise auch leicht einen Ersatz-Akku mit sich führen.

Geladen wird der Akku über das mitgelieferte magnetische Ladekabel. Dieses wird zum Laden einfach an der Rückseite des Kopfes angebracht. Während des Ladevorgangs leuchtet die linke LED am Schalter rot. Ist der Ladevorgang beendet und der Akku voll geladen, leuchtet die rechte LED schließlich grün. Während des Ladevorgangs kann die HR70 übrigens auch betrieben werden. Somit ist auch die Nutzung mit einer Powerbank denkbar.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Imlanet HR70 ist die erste Stirnlampe in unserem Test und setzt die Messlatte direkt mal ziemlich hoch. Neben der guten Verarbeitungsqualität überzeugen mich sowohl das User Interface und die Leuchtkraft der HR70. Auch die Akkuleistung ist wirklich stark und die Verwendung eines 18650er “Standard”-Akkus macht das Gerät zusätzlich interessant. Lediglich der recht hohe Preis trübt das Bild ein wenig.

Allen Usern, die eine Stirnlampe für möglichst viele Anwendungsbereiche suchen und sie nicht gerade für den Sport benötigen, sei die Imlanet HR70 also durchaus ans Herz gelegt – klare Kaufempfehlung!

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Lothar
Gast
Lothar (@guest_63780)
1 Monat her

Der Kommentar zum OP-Reflektor und Reichweite ist unpräzise.Ja, ein OP-Reflektor sorgt für weniger Reichweite als ein SMO-Reflektor. Allerdings haben wir es hier mit einer XHP70-LED mit einer gigantischen Emitterfl#che zu tun. Und das ganze in einem sehr kleinen und flachen Emitter. Da ist die Reichweite ohnehin minimal und der Unterschied zwischen OP und SMO-Reflektor dürfte kaum messbar, geschweige denn erkennbar sein.

Wackelohr
Gast
Wackelohr (@guest_63540)
1 Monat her

Hallo,
interessanter Bericht. Aber- das Knurling hat so geknurrt, daß sich da wohl ein kleiner Grammatikfehler eingeschlichen hat. Der Rändelung wäre das vielleicht nicht passiert?
Gruß Georg