Kuu LeBook im Test

Getestet von Jonas Schlag am
Vorteile
  • großer Massenspeicher
  • Stylus und Typecover im Lieferumfang
  • akkurater Touchscreen
  • schnellster China Surface Lookalike
  • stabiler Klappmechanismus
  • Windows 10 Pro
Nachteile
  • mangelnde Stabilität
  • Stylus und Typecover praktisch Elektroschrott
  • sehr schlechter und lauter Lüfter
  • nur USB-C und kein Thunderbolt
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Das Konzept des Convertibles ist eine dieser Ideen, die auf dem Papier genial klingen – in der Praxis aber oft enttäuschen. Laptop und Tablet in einem Gerät zu verbinden, ist einfach zu oft mit unschönen Kompromissen in einem der zwei Gebiete verbunden. Dabei werden unterschiedliche Arten von Convertibles angeboten. Die einen sind näher dran am Laptop und haben weniger mit einem Tablet zu tun, die anderen sind eher Tablet und weniger Laptop.

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Einer der Platzhirsche dieser tabletähnlichen Geräte ist Microsoft mit der Surface Pro Reihe. Dahinter verbergen sich Tablets mit Standhilfe und abnehmbarer Tastatur. Inzwischen sind die Geräte in der achten Generation angekommen. Ein besseres Tablet für produktives Arbeiten lässt sich im Windows Universum wohl nicht finden. Das lässt sich Microsoft natürlich teuer bezahlen. Kein Wunder also, dass andere Hersteller immer wieder versuchen, ein ähnliches Konzept für weniger Geld auf den Markt zu bringen. Solch einen Versuch unternimmt nun auch der chinesische Hersteller für Budget Laptops “Kuu”. Das Kuu LeBook sieht dem Surface Pro verdammt ähnlich, ob es auch ansonsten mit dem Microsoft Vorbild mithalten kann, lest ihr hier.

Vergleich zu Microsoft Surface Pro und Co.

Preislich klingt das Kuu LeBook sehr attraktiv. Für 730€ wird das 2 in 1 bei Amazon angeboten. Dafür bekommt ihr auf dem Papier einen Surface Pro Doppelgänger mit 512GB Festspeicher und einem Intel Core i7-8850u. Verglichen dazu gibt es das Surface Pro 7 ab knapp 700 Euro, dann allerdings mit i3 Prozessor, 4GB RAM und 128GB Speicher. Will man den i7, werden wenigstens 1650 Euro fällig. Gut, der Prozessor ist auch neuer und ihr bekommt 16GB RAM, dafür ist aber auch der Festspeicher nur 256GB groß. Das Surface Pro 6 mit Core i7-8550u und 16/512GB kostet laut Idealo immer noch über 2000 Euro. Entsprechend verlockend klingt das LeBook, zumal das schon mit Stylus und Tastatur ausgeliefert wird.

Lieferumfang des Kuu LeBook

Lieferumfang Kuu LeBook

Geliefert wird das Kuu LeBook in einem recht schmucklosen Karton. Darin befindet sich das LeBook selbst, die ansteckbare Tastatur, ein digitaler Stylus, die Bedienungsanleitung und ein USB-C Netzteil inklusive Adapter für deutsche Steckdosen. Das mitgelieferte Ladekabel ist USB-C auf USB-C (2.0) und nicht für Bildübertragung geeignet.

Design und Verarbeitung

Das Kuu LeBook hat ein eindeutiges Designvorbild: Das Microsoft Surface Pro. In der aktuellsten Version des Surface Pro, dem Surface Pro 8, hat Microsoft das zwar Design modernisiert, dennoch wirkt das Kuu LeBook nicht altbacken. Mit 288 x 205 x 9,5 Millimeter Größe und einem Gewicht von 1150 Gramm inklusive Hülle ist das LeBook für ein Tablet schwer, für einen Laptop hingegen recht leicht. Wobei Geräte, wie ein LG Gramm zeigen, dass Laptop auch noch leichter geht.

Kuu Leebook 2

Kuu schafft es, mit dem LeBook ein von außen gut verarbeitetes Gerät auf den Markt zu bringen. Große Spaltmaße sucht man vergebens, die Rückseite aus Aluminium wirkt stabil und alle Kanten sind astrein verarbeitet. Das mattgraue Finish der Rückseite wirkt schlicht und edel, Fingerabdrücke fallen nur im direkten Lichteinfall auf. Einziges kleines Manko ist für mich die nicht mittig sitzenden Rückkamera. Die wenigen Zentimeter, die sie nach links versetzt ist, sind für jeden Freund von Symmetrie ein Dorn im Auge. Insbesondere da die Kuu Schriftzug darunter “richtig” zentriert ist.

Kuu Leebook mit Tastatur 1

Soweit der sichtbare Eindruck. Wer aber mal richtig zulangt, der merkt, dass es dem Kuu LeBook an innerer Stabilität fehlt. Ich bin mir sicher, das Tablet in zwei Teile zerbrechen zu können. Ebenfalls besorgniserregend: Das Gerät ist so unstabil, dass ich den Lüfter im Inneren durch Druck auf den Bildschirm anhalten kann. Eindeutig mangelhaft! Dennoch sei dazu gesagt, dass ihr bei normaler Nutzung wenig von dieser mangelnden Stabilität mitbekommt. Aber kommt es mal hart auf hart, würde ich (mich) nicht auf das Kuu LeBook setzen.

Ein klares Lob hingegen gibts für den guten Klappmechanismus. Viele andere Surface Klone setzen auf eine billige Bügelkonstruktion, Kuu hingegen auf eine wirkliche “Klappe”. Zur Verdeutlichung hier mal drei Bilder:

Diese Konstruktion ist einfacher zu öffnen und vor allem deutlich weniger anfällig für Verbiegungen. Außerdem sieht sie in meine Augen einfach deutlich hochwertiger aus. Das Tablet steht in allen Winkeln stabil, maximal öffnen lässt sich die Klappe bis zu einem Winkel von 150 Grad. Richtig öffnen, also etwa, um eine neue SSD einzubauen, könnt ihr das Gerät übrigens nicht so einfach. In diesem Aspekt ist das Kuu LeBook deutlich mehr Tablet als Computer. Das gilt auch für das Tastaturcover. Dieses wird magnetisch mit dem Tablet verbunden. Der dafür genutzte Magnet ist schön stark, sodass man sich um ein versehentliches Lösen der Tastatur keine Sorgen machen muss.

Kuu Leebook Klappe

Ansonsten kann das Cover allerdings nicht überzeugen. Zum Schreibgefühl und dem Trackpad an späterer Stelle mehr, hier sei aber schon mal gesagt, dass das Cover in sich nicht stabil ist und sich leicht verbiegen lässt. Als Materialien für das Tastaturcover wählt Kuu Kunststoff. Außen hat der Kunststoff eine textilähnliche Oberfläche, innen ist er matt gehalten. Die mattblaue Farbe des Covers ist wohl Geschmackssache, mir gefällt sie nicht.

Zusammenfassend bleibt also zu resümieren: Das Tablet ist nicht wirklich stabil, aber ansonsten gut verarbeitet, schlicht und modern. Die  Tastatur ist ein Reinfall.

Anschlüsse des Kuu LeBook

Die Anschlussvielfalt des Kuu LeBook ist gelinde gesagt mau. Zwei USB-C-Anschlüsse verpasst Kuu dem Tablet. Ansonsten bekommt ihr nur einen Kopfhöreranschluss auf der rechten Seite. Geladen werden kann das LeBook über einen der beiden USB-C Ports, dann bleibt aber nur noch ein Port für Peripheriegeräte. Ihr könnt also wählen zwischen genau einem per Kabel angeschlossenem Gerät und einem Dongle. Viele mögen damit Probleme haben, unser Multimedia Experte Benjamin zum Beispiel würde sich wohl die Haare raufen. Ich hingegen würde mich also USB-C Ultra bezeichnen und komme in der Praxis mit den zwei Ports klar. Hier müsst ihr einfach eure Workflows abgleichen. Arbeitet ihr viel mit alten USB-Sticks, kabelgebundener Maus oder HDMI, dann wird es definitiv eng.

Kuu Leebook 4

Etwas über die wenigen Ports hinweg tröstet deren Anbindung. Über beide Ports kann das LeBook mit PD geladen werden, Datenübertragung ist ebenfalls möglich und auch der Anschluss von Bildschirmen ist möglich. Möchtet ihr ein Display verbinden, ist 4K 60Hz problemlos möglich. Bei zwei externen Bildschirmen ist immerhin noch 4K, 60Hz + 4K 30Hz oder 4K 60Hz + 2K 60Hz möglich. Allerdings bringt ihr das Leebook damit ganz schön zum Pusten. Für USB-C Enthusiasten bleiben dennoch zwei Wermutstropfen: Beide Ports befinden sich auf der gleichen Seite und sind keine Thunderbolt Ports.

Display des Kuu LeBook

Das Display des Kuu LeBook ist gute Standardkost. 12,6 Zoll, 2160 x 1440 Pixel, 60Hz, spiegelndes Display. So unaufgeregt, wie für den Arbeitsalltag völlig ausreichend. Die Pixeldichte von 206 Pixel pro Zoll sorgt für ein scharfes Bild, das 3:2 Seitenverhältnis ist für alle Arbeiten, die vom vertikalem Bildschirmplatz profitieren ein sofort spürbarer Vorteil gegenüber 16:9. Die 260 Lux, die das LeBook hell werden kann, sind in Innenräumen ausreichend, bei direktem Sonnenlicht wird Arbeiten allerdings schwer.

Kuu Leebook Display 2

Durch die Bildwiederholungsrate von nur 60Hz wirkt das System nicht so flüssig, wie wir es inzwischen von den meisten Handys gewohnt sind, das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Für mich war das Display im Home-Office, in der Uni und für Streaming gut genug. Wobei das 3:2 Format im produktiven Betrieb brilliert, beim Streaming aber für schwarze Balken oben und unterhalb des Bildes sorgt. Für Kreativschaffende ist die Farbraumabdeckung nicht ausreichend:

Helligkeiten

  • sRGB: 90%
  • AdobeRGB: 70%
  • DCI P3: 74%

Eingabegeräte

Das Kuu LeBook kommt direkt aus China zu uns und ist entsprechend leider mit einer QWERTY Tastatur ausgestattet. Per Software kann natürlich auf das gewohnte QWERTZ Layout umgeschaltet werden, gegen den Aufdruck auf den Tasten helfen aber nur Tastatursticker oder blind Tippen. Oder aber ihr macht, was ich allen Vielschreibenden im Besitz eines LeBook empfehlen würde: Eine andere Tastatur kaufen.

Kuu Leebook Tastatur

Die Mitgelieferte taugt nämlich nicht viel. Natürlich wird eine ansteckbare, dünne Plastiktastatur niemals so gut sein, wie eine fest verbaute Tastatur im Metallchassis eines Laptops. Aber Kuu macht selbst in der Kategorie Typecover keine gute Figur ab. Erst einmal ist die Befestigung des Covers ein Krampf. Wenn das Tablet nicht perfekt gerade aufgesetzt wird, greifen die Pins nicht und der Kontakt kommt nicht zustande. Nach 3 Wochen Test passiert mir das immer noch bei 2 von 3 Versuchen. Noch schlimmer sind aber die paar Millimeter, die die Tastatur oben in der Luft hängt. Dadurch hat man beim Tippen keine feste Unterlage und die komplette Tastatur gibt bei jedem Anschlag nach. Hier mal ein kleines GIF zur Verdeutlichung:

Kuu Leebook Tastatur

Für alles, was über eine kurze Notiz hinausgeht, ist das nervig. Magnetisch hochgeklappt werden, wie die Suraface Pro Tastaturen, kann die Tastatur des LeBook auch nicht.  Wer plant, das KUU LeBook zum Hauptcomputer zu machen, ist wohl mit einer externen Tastatur besser beraten. Leider fällt dann der Schutz durch das Typecover weg. Wirklich ärgerlich. Wer sich dennoch für die mitgelieferte Tastatur entscheidet und über die Unstabilität hinweg sehen kann, bekommt dennoch kein gutes Typecover. Der Druckpunkt ist extrem schwammig, die Tasten einfach nicht fest genug verbaut. Wenigstens gibts zuschaltbare Tastaturbeleuchtung. Das Trackpad ist aus Plastik und der Druckpunkt ist für meinen Geschmack zu doll. Die Größe des Trackpads in Ordnung. Allerdings verschenkt Kuu gute 3cm oberhalb des Tastenfeldes, die wären mit einem größeren Trackpad sicher besser genutzt gewesen.

Der mitgelieferte Stift ist leider auch Marke billig. Schon beim ersten Blick fällt der Micro-USB Eingang an der Oberseite auf. Laut Kuu stattet man das LeBook “for the sake of both use an beauty” also aus funktionalen und Schönheitsgründen nur mit USB-C Ports aus. Aber dann einen Micro-USB Stylus dazulegen? Das kann doch nicht der Weg sein. Die Mine fühlt sich ebenfalls billig an. Ein Glück unterstützt das LeBook das Microsoft Pen Protokoll und kann entsprechend mit anderen Stiften genutzt werden. Einer Nutzung mit dem Microsoft Surface Pen dürfte nichts im Weg stehen, wir haben es mit dem HP Tilt Pen probiert, kein Problem.Kuu Leebook Display 1

Ansonsten steht euch natürlich noch der Touchscreen zur Verfügung. Der ist mit Abstand das beste Eingabegerät. Multitouch ist mit bis zu 10 Berührungen möglich, Eingaben werden bis in die Ecken hin präzise und schnell verarbeitet. Das Schreibgefühl auf dem Display ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Zumindest so lange man nicht den mitgelieferten Stylus benutzt. Entsperrt werden kann das LeBook über einen Fingerabdrucksensor im Power Button. Dieser ist zwar schnell, aber leider nicht besonders zuverlässig.

Leistung des Kuu LeBook

Angetrieben wird das Kuu LeBook von einem Intel Core i7-8550U, also richtig viel Power für ein 2 in 1. Der Prozessor setzt auf vier Kerne und eine maximale Taktrate von 4GHz. Dazu ist eine Intel UHD Graphics 620 verbaut. Insgesamt hat man da wohl das stärkste Paket geschnürt, dass es in einem chinesischen Convertible zu kaufen gibt. Kuu wirbt entsprechend aggressiv damit und stellt insbesondere die Leistung des LeBook in den Vordergrund. Schauen wir doch mal auf die Benchmarks des Geräts. Hier kann sich das KUU zumindest halbwegs mit richtigen Laptops in seinem Preisbereich messen:

Geekbench Single
Geekbench Multi
3DMark Timespy
SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

In der Praxis war ich froh darüber, dass alle Programme, die ich in der Uni brauche, flüssig laufen. Die Office-Suite macht keine Probleme, Drawboard, Notion und andere Produktivitätstools laufen gut, auch wenn sich schon bei solch geringer Belastung gerne mal der Lüfter meldet. Apps starten schön schnell und auch innerhalb des Systems gibt es keine Ruckler. Begrenzt ist die Leistung des LeBook maßgeblich durch Hitze. Das Gerät ist kaum dicker als ein Smartphone und entsprechend wenig Platz bleibt für Kühlung. Das zeigt sich auch ab dem zweiten Benchmark-Durchlauf in Folge. Dennoch, für den Uni und Home Office Alltag bietet das LeBook Leistung satt. Die 512GB SSD ist ebenfalls erfreulich, auch wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten unterdurchschnittlich sind. Die festverbauten 8GB  DDR4 RAM reichen locker für Multitasking mit mehreren geöffneten Office-Programmen, Spotify und einigen Chrome Tabs.

Gaming haben wir auch mal probiert. Rocket League läuft bei sehr niedrigen Einstellungen spielbar mit rund 50fps, mehr dürft ihr aber nicht erwarten, dafür ist das Gerät einfach nicht gemacht.

Kuu Leebook Gaming

Wirklich nervig ist der Lüfter des LeBook. Der ist nicht sonderlich gut eingestellt und klingt dazu noch billig. Keine gute Kombination. Bei jedem kleinsten Leistungsanstieg geht der Lüfter an. Sprich: Ihr öffnet Chrome, der Lüfter rauscht los. Das aber auch nur für ein paar Sekunden, dann ist wieder gut. Dann macht ihr einen Screenshot, der Lüfter läuft wieder für 5 Sekunden. Dabei ist der Lüfterton kein tiefes Rauschen, sondern recht hoch und deshalb schwer zu ignorieren. Das zusammen mit dem ständigen Wechsel zwischen Betrieb und Stillstand ist einfach nur nervtötend.

Software

Die Software auf dem Kuu LeBook weiß zu überraschen: Windows 10 Pro ist vorinstalliert. Damit hätten wir nicht gerechnet, selbst bei Xiaomi gibts nur Windows 10 Home. Außerdem erfüllt des LeBook alle Bedingungen an Windows 11. Ein Update steht allerdings noch nicht bereit.

Konnektivität des Kuu LeBook

Das Kuu LeBook kann über WiFi 5 online gehen und unterstützt entsprechend 2,4GHz und 5GHz Netzwerke. Eine Verbindung über Mobilfunk ist nicht möglich. Bluetooth ist in der Version 4.2 verbaut. Mit der Verbindungsstabilität hatte ich bei Bluetooth und WLAN keinerlei Probleme. Direkt am Router kann das LeBook meine 250Mbit/s voll ausnutzen, zwei Wände weiter sinken die Geschwindigkeiten dann spürbar.

Die Lautsprecher des LeBook sind unterdurchschnittlich, klingen hohl und werden nicht laut. Also wirklich gar nicht laut. Ein durchschnittlicher Handylautsprecher hat da mehr Wumms.

Akku

Der Akku des Kuu LeBook misst 42Wh und kann über einen der beiden USB-C Ports mit bis zu 45 Watt geladen werden. So viel liefert auch das mitgelieferte Netzteil. Für eine volle Ladung braucht das LeBook 2,5 Stunden. In der Praxis bin ich mit dem Gerät gut durch meinen Unitag gekommen. Zwei oder drei Vorlesungen und Mitschreiben sind bei etwas abgesenkter Helligkeit möglich. Ein Blick auf die Benchmarks sieht ebenfalls vernünftig aus. Wie immer haben wir alle Benchmarks bei 150 Lux Helligkeit gemacht.

PCMark Gaming (Akkutest) Einheit: Std
PCMark Modern Office (Akku Test) Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von
Jonas Schlag

Ein Convertible steht und fällt mit seinen Eingabegeräten. Sie sind nun mal die Schnittstelle, über die man mit dem Computer interagiert. Urteilt man nach denen, ist das Kuu LeBook ein absoluter Reinfall. Die mitgelieferte Tastatur und der Stylus sind eigentlich Elektroschrott. Dann lieber nichts beilegen und den Preis noch etwas weiter senken. Zum Glück kann man das Typecover einfach abnehmen und das Leebook mit einem anderen Stylus benutzen. Die Eingabegeräte sind also schnell getauscht und dann fängt das Leebook an richtig Freude zu machen…. Wäre da nicht der Lüfter. Der Lüfter ist wirklich grottig. Sowohl hardwareseitig als auch im Softwaredepartment wurde da gepennt. Der Lüfterton ist einfach zu hoch und zu laut und klingt billig. Außerdem geht der Lüfter zu früh und zu stoßartig an. Immerhin das kann man theoretisch über Software ausbügeln. Ach, und dann wäre da ja noch die mangelnde innere Stabilität. Ich möchte einfach nicht das Gefühl haben, meinen Laptop jederzeit durchbrechen zu können.

Das LeBook wirkt zusammengefasst an vielen Stellen einfach billig. Das ist schade, denn das Gerät hat seine Stärken. Ein Core i7 ist in China Laptops die absolute Ausnahme und so kann man sich in puncto Leistung von der Konkurrenz absetzen. Obendrauf ein halbes Terabyte Speicher, das macht schon einiges her. Dazu gibts Windows 10 Pro mit Aussicht auf Windows 11, sehr schön! Die zwei USB-C Ports mit sehr stabiler Anbindung wollen wir noch einmal hervorheben, auch wenn kein Thunderbolt mit dabei ist. Außerdem ist der Touchscreen akkurat und auf dem LeBook Schreiben funktioniert gut.

Insgesamt lässt mich das Gerät dennoch frustriert zurück. Das Datenblatt lässt auf zu viel hoffen, wohingegen das LeBook in der Praxis oft enttäuscht. Auch der Preis von 690€ bei Amazon kann durch unser Testergebnis nicht gerechtfertigt werden.


Gesamtwertung
61%
Design und Verarbeitung
60 %
Display
70 %
Anschlüsse
60 %
Tastatur und Touchpad
30 %
Leistung
70 %
Akkulaufzeit
70 %
Preis Leistung
70 %

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Lede (@guest_81900)
1 Monat her

Mal wieder typisch für solche Produkte: das Produktbild entspricht nicht dem Produkt (siehe Bezels)

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