Redmi Note 13 Pro+ Test

Getestet von Joscha am
Updatezeitraum: 2+4
Bewertung: 86%
Vorteile
  • IP68 Zertifizierung & Curved-Display
  • exzellentes Display
  • Dual-SIM + eSIM Unterstützung
  • sehr gute Hauptkamera bei Tag und Nacht
  • zuverlässiger Fingerabdruckscanner im Display
  • Ladevorgang nur 20 Minuten
Nachteile
  • nur "Sometimes-On-Display"
  • Videoaufnahmen mit Hauptkamera mit Fokus-Problem
  • kein Kopfhörer-Anschluss
  • keine Auslieferung mit HyperOS (Android 14)
Springe zu:
CPUMediatek Dimensity 7200 Ultra - 2 x 2,8Ghz + 6 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher256 GB, 512 GB
GPUMali G610
Display 2712 x 1220, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemHyperOS - Android 14
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera200 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera16 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
5G1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano, eSIM
Gewicht204 g
Maße161,5 x 74 x 9 mm
Antutu (v10)768857
Benachrichtigungs-LEDNein
Hersteller
Getestet am18.01.2024

Das Redmi Note 13 Pro+ stellt das Topmodell der neuen Redmi Note-Serie dar. Erstmals kommt hier ein Curved-Display zum Einsatz, welches das Modell optisch näher an Premium-Smartphones rückt. Ansonsten hat Xiaomi nicht an spannenden Features gespart: 120 Watt Schnellladung, eine 200-Megapixel-Hauptkamera, IP68 Zertifizierung und ein neuer schneller Mediatek Prozessor stehen auf der Ausstattungsliste.

Xiaomi Redmi Note 13 proplus review test 2

Dieser Testbericht zeigt die Stärken und Schwächen des Redmi Note 13 Pro+. Außerdem gehen wir auf die Vor- und Nachteile im Vergleich zum günstigeren Redmi Note 13 Pro 5G ein.

Design und Verarbeitung

Ein Curved Display und eine IP68-Zertifizierung für ein Redmi Note Smartphone gab es noch nie! Über den Schutz vor Wasser und Staub wird sich wohl niemand beschweren. Ob einem das seitlich abgerundete Display gefällt oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Auf jeden Fall kann man nicht leugnen, dass das Smartphone durch die geringen Displayränder sehr schick aussieht. Diese betragen seitlich und oben nur 2 mm und unten 3,5 mm. Wischgesten sind durch die abgerundeten Ränder angenehm auszuführen. Auf der anderen Seite ist es kaum möglich, ein Panzerglas auf dem Display anzubringen. Die Abmessungen liegen bei 161,5 x 74 x 9 Millimeter und das Gewicht bei 204 Gramm. Damit ist das Redmi Note 13 Pro+ vor allem etwas schwerer als die normale Pro-Version (190 Gramm).

Das Smartphone liegt sehr angenehm in der Hand. Die Glasrückseite ist zwar anfällig für Fingerabdrücke, aber bei der weiß-violetten Version sind diese nicht wirklich zu sehen. Bei der schwarzen Version sollte das anders sein. Gegen Kratzer ist das Glas gut geschützt, auch wenn Xiaomi nur bei der Vorderseite von Gorilla Glass Victus spricht. Erfreulich ist jedenfalls, dass im Gegensatz zum Redmi Note 13 Pro 5G bei der Plus-Version auch das Kameramodul aus Glas besteht und somit robust gegen Kratzer ist.

Dennoch ragen die Linsen 3 mm aus der Rückseite heraus und sorgen dafür, dass das Smartphone auf flachen Unterlagen leicht kippelt. Ansonsten liegt das Smartphone mit seinem vorn und hinten abgerundeten Gehäuse angenehmer in der Hand als andere Note 13 Pro Smartphones mit eckigem Design.

Xiaomi Redmi Note 13 proplus fingerprint e1704978295179

Neu in der Note 13 Serie ist auch der Fingerabdruckscanner im Display. Ich war anfangs skeptisch, ob dieser bei einem günstigeren Gerät seine Aufgabe gut erfüllen kann. Aber es ist wirklich ein ausgezeichneter Sensor, der mindestens die Entsperrgeschwindigkeit eines Pixel- oder Samsung-Smartphones erreicht und zuverlässig funktioniert. Auch eine Gesichtsentsperrung über die Frontkamera ist möglich.

Das Redmi Note 13 Pro+ 5G verfügt an der Unterseite über einen USB-C-Anschluss (USB 2.0), ein Mikrofon, einen Dual-SIM-Steckplatz sowie einen Lautsprecher. Zur Erzeugung von Stereosound ist zudem eine zweite Lautsprecheröffnung an der Oberseite des Geräts integriert. Außerdem befinden sich auf der Oberseite ein weiteres Mikrofon und der für Xiaomi typische Infrarotsender. Der 3,5 mm Kopfhöreranschluss wurde beim Redmi Note 13 Pro Plus eingespart. Die linke Seite des Kunststoffrahmens bleibt ungenutzt, während sich auf der rechten Seite die Lautstärkewippe über dem Powerbutton befindet. Beide Tasten sind aus Metall gefertigt, bieten einen angenehmen Druckpunkt und sind fest im Rahmen verankert. Eine Option zur Speichererweiterung fehlt leider, was aber bei 512GB Speicherplatz nur die wenigsten Nutzer stören dürfte.

Lieferumfang des Redmi Note 13 Pro+

Der Lieferumfang des Redmi Note 13 Pro Plus ist gut. Neben dem Smartphone gibt es einen 120-Watt-Ladeadapter und eine Schutzhülle. Die Hülle ist dunkelgrau und ragt zum Schutz etwas über das Display hinaus. Zudem sind ein USB-A-zu-USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel und eine Kurzanleitung im Lieferumfang enthalten. Das Display ist ab Werk mit einer Displayschutzfolie versehen.

Display des Redmi Note 13 Pro+

Xiaomi Redmi Note 13 proplus review test 1

Sowohl das Redmi Note 13 Pro 5G als auch das Redmi Note 13 Pro 5G Plus verfügen über eine Displayauflösung von 2712 x 1220 Pixel. Ob die hohe Auflösung wirklich Vorteile gegenüber einem einfachen Full-HD bietet, bezweifeln wir. Dass die Auflösung mit 446 Pixel pro Zoll gestochen scharf ist, lässt sich aber nicht bestreiten. Dank der AMOLED-Technologie ist auch der Kontrast perfekt. Mit einer 120 Hz Bildwiederholrate läuft das Display zudem sehr flüssig. Die Hertz-Zahl kann ansonsten auch auf 60Hz festgelegt werden. 90Hz steht nicht zur Auswahl. Auch die Displayhelligkeit ist mit 1770 Lux vorbildlich und genügt für eine problemlose Nutzung im Freien. Kurzum: Das Redmi Note 13 Pro+ verfügt über eine Displayausstattung, die auch in weitaus teureren Smartphones zu finden ist.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Für empfindliche Nutzer steht eine PWM-Frequenz von 1920 Hz zur Verfügung. Ferner unterstützt das Display HDR10+ und Dolby Vision und ist Widevine L1-zertifiziert, was die hochauflösende Wiedergabe von Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+, Amazon Prime und anderen ermöglicht. Die hohe Bildschirmauflösung bleibt dabei konstant. Hier hätten wir uns eine Möglichkeit zur Reduzierung auf Full-HD gewünscht, um den Akku zu schonen. Die Bildwiederholrate von 120 Hz ist jedoch einstellbar. Diese kann entweder automatisch geregelt oder auf 60 Hz reduziert werden. Xiaomi wirbt ansonsten mit 100% P3 Farbraumabdeckung und 12 Bit Farbtiefe.

Die Farbdarstellung ist standardmäßig angenehm natürlich und passt das Farbprofil auf Wunsch an den Displayinhalt an. Eine Möglichkeit, die Darstellung an das Umgebungslicht anzupassen, gibt es im Gegensatz zu den Topmodellen von Xiaomi allerdings nicht. Standardfunktionen wie Dunkel- und Lesemodus stehen weiterhin zur Verfügung. Einziger Kritikpunkt bleibt die Einschränkung des Always-on-Displays. Dieses kann nicht dauerhaft, sondern nur bei Berührung des Geräts für 10 Sekunden angezeigt werden.

Wie schon seit Jahren räumt Xiaomi mit dem Redmi Note 13 Pro Plus auch in der Kategorie Display ab: Das Panel ist hochauflösend, leuchtstark und farbecht. Zudem kommen erstmals auch Fans von Curved-Displays auf ihre Kosten.

Leistung

Das Redmi Note 13 Pro+ 5G ist mit dem brandneuen Mediatek Dimensity 7200 Ultra ausgestattet, der im neuesten 4-Nanometer-Fertigungsprozess hergestellt wird. Der Octa-Core-Prozessor besteht aus zwei Arm-Cortex-A715-Kernen mit einer Taktrate von bis zu 2,8 GHz und sechs energieeffizienten Arm Cortex-A510-Kernen. Zusätzlich ist der Prozessor mit einer Mali G610 MC4 GPU ausgestattet. Der je nach Version 12 GB oder 8 GB große Arbeitsspeicher des Smartphones ist ebenfalls neuer LPDDR5 RAM und als Festspeicher kommt UFS 3.1 zum Einsatz. Es gibt die Speicherversionen 8/256GB und 12/512GB. Bei den Speicherchips gibt es also auch ein kleines Upgrade gegenüber dem Redmi Note 13 Pro 5G mit UFS 2.2. Wie schlägt sich das Redmi Note 13 Pro Plus nun in den Benchmarks?

Antutu (v9)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3D Mark (Wildlife)
3D Mark (Wildlife Extreme)

Geht man davon aus, dass das Redmi Note 13 Pro+ zeitnah für rund 350 Euro über die Ladentheke gehen wird, gibt es nicht viele Smartphones von Konkurrenten anderer Marken, die ihm das Wasser reichen können. Am ehesten ist hier noch das Pixel 7a zu nennen. Im Vergleich mit den Xiaomi-Smartphones schneidet das Redmi Note 13 Pro Plus ansonsten dem angestrebten Preis entsprechend ab: Es ist leistungsstärker als das Redmi Note 13 Pro 5G und sein direkter Vorgänger 12 Pro+ 5G, aber ein gutes Stück langsamer als das Poco F5 und das Xiaomi 13T.

Die Systemleistung ist hoch. Auch anspruchsvolle Apps und Webseiten werden flüssig dargestellt. Die Ladezeiten sind gelegentlich spürbar, aber angenehm kurz. Mikroruckler treten nur sporadisch auf. Auch die meisten 3D-Spiele kann das Redmi Note 13 Pro+ in hohen Grafikeinstellungen darstellen. Die Leistung kann auch ohne Thermal Throttling konstant gehalten werden. Auch der interne Speicher erreicht mit 2000MB/s beim Lesen und 1500MB/s beim Schreiben ausgezeichnete Werte. Damit ist auch der Speicher deutlich schneller als bei der Pro-Version mit UFS 2.2.

Im Hinblick auf die Leistung ist das Redmi Note 13 Pro+ im Xiaomi-Lineup kein Überflieger. Abseits vom Xiaomi-Universum ist es aber schwierig ein vergleichbar schnelles Smartphone im Preisbereich um 350€ zu finden. Die Bedienung ist jederzeit angenehm. Echte High-End Performance liefert das Smartphone aber nicht.

System

Das Redmi Note 13 Pro+ ist mit Android 13 und MIUI 14 ausgestattet. Da das Smartphone in China schon eine Weile auf dem Markt ist, konnte Xiaomi wohl schon einige Optimierungen vornehmen. Im Test lief das 13 Pro+ jedenfalls angenehm stabil. Vermutlich wird es im ersten Quartal 2024 ein Upgrade auf HyperOS und Android 14 geben. Sollte Xiaomi dem Redmi Note 13 Pro+ das gleiche Update-Versprechen wie dem Vorgänger geben, gibt es drei Jahre Android-Updates und vier Jahre Sicherheitsupdates. Das Gerät ist standardmäßig mit Werbung und einer beträchtlichen Menge an vorinstallierten Apps, sogenannter Bloatware, ausgestattet. Für ein Smartphone dieser Preisklasse ist das schon ziemlich frech. Die meisten Apps lassen sich aber problemlos deinstallieren. Wer das System noch weiter “entrümpeln” möchte, kann zusätzlich diese Anleitung verwenden. Zudem könnt Ihr die Werbung mit dieser Anleitung in 10 Minuten komplett deaktivieren.

Das Entsperren des Bootloaders ist mit dem Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ aktuell nicht möglich. Wenn man den MIUI-Account für diesen Prozess hinterlegen möchte, erscheint der Pop-Up “The system is being upgraded. Please try again later”.

Kamera des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+

Das Redmi Note 13 Pro+ verfügt über die gleiche Kameraausstattung wie die normale Pro-Version. Beeindruckend ist hier vor allem die Hauptkamera in Form des Samsung HP3 Sensors mit brachialen 200 Megapixel, optischer Bildstabilisierung und einer großen f/1.65 Blende. Daneben gibt es noch eine wenig beeindruckende 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine noch weniger beeindruckende 2-Megapixel-Makrokamera. Letzteren Sensor werden wir in unserem Kameratest nicht weiter berücksichtigen.

Xiaomi Redmi Note 13 proplus camer module 1

  • Hauptkamera: 200 Megapixel (Samsung HP3), f/1.65, 1/1.4 Zoll, Autofokus, OIS
  • Ultraweitwinkel-Kamera: 8 Megapixel (Sony IMX355), f/2.2,
  • Makro-Kamera: 2 Megapixel (OmniVision ov02b10), f/2.4
  • Selfie-Kamera: 16 Megapixel (OmniVision ov16a1), f/2.4, 1/2.74 Zoll

Hauptkamera Tageslicht

Die 200-Megapixel-Hauptkamera liefert hervorragende Bilder bei Tageslicht. Dank Pixel-Binning liegt die Dateigröße der Bilder zwischen 3 und 6 Megabyte. Besonders hervorzuheben für ein Mittelklasse-Smartphone ist die gute Performance in Innenräumen und bei schlechten Lichtverhältnissen. Farben werden natürlich dargestellt, wobei das Redmi Note 13 Pro+ deutlich weniger auf starke Sättigung setzt als andere Smartphones. Auch an Details mangelt es den Bildern nicht. Wenn es einen Unterschied zur Oberklasse gibt, dann betrifft dieser das Kontrastverhältnis. Teilweise wirken helle Bildpartien zu grell oder dunkle Bereiche gehen etwas unter. Für die Mittelklasse ist die Dynamik in den Aufnahmen trotzdem überdurchschnittlich.

Hauptkamera Nachtaufnahmen

Auch bei den Nachtaufnahmen ist die natürliche Farbwiedergabe zu loben. Der Nachthimmel erscheint komplett schwarz. Solange etwas Kunstlicht vorhanden ist, bleiben auch viele Details in den Aufnahmen erhalten. Auch Bildrauschen ist kaum vorhanden, was in dieser Preisklasse selten ist. Die Farbwiedergabe geht ebenfalls noch als realistisch durch, auch wenn bei schlechten Lichtbedingungen teilweise ein Gelbstich auftritt.

Ultraweitwinkelkamera

Die 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera liefert bei ausgezeichneten Lichtverhältnissen brauchbare Ergebnisse. Der Detailreichtum reicht gerade aus, um die Bilder auf einem großen Bildschirm zu betrachten. An den Rändern ist jedoch eine leichte Unschärfe zu erkennen. Die Farbwiedergabe ist bei guten Lichtverhältnissen ebenfalls in Ordnung, neigt aber bei schlechteren Lichtverhältnissen zum Ausbleichen. Die Schärfe der Bilder ist gut.

Sobald weniger Licht vorhanden ist, liefert die Kamera natürlich eine stärkere Qualitätsabnahme als die Hauptkamera. Dennoch sind die Aufnahmen für diese Preisklasse überdurchschnittlich. Solange die Lichtverhältnisse noch einigermaßen gut sind, bekommt man noch brauchbare Aufnahmen. Die Farbdarstellung ist teilweise etwas übertrieben, aber es bleiben noch recht viele Details erhalten.

Portraits

Bei der Aufnahme von klassischen Porträts eines unbewegten Objekts macht das Redmi Note 13 Pro+ eine gute Figur. Auffällig ist jedoch, dass bewegte Aufnahmen oft nicht souverän gelingen und Objekte schlecht freigestellt werden. Das Poco F5 konnte hier etwa einwandfreie Ergebnisse erzielen. Beim Redmi Note 13 Pro+ muss man schon einige Aufnahmen machen, um bewegte Szenen gut auf einem Foto einzufangen. Bei Portraits von unbewegten Objekten und Personen hingegen schlägt sich das Redmi Note 13 Pro+ exzellent. Die Farbdarstellung ist ausgezeichnet und auch die Schärfe und Hintergrundabtrennung gelingt sehr gut.

Selfies

Die Selfies des Redmi Note 13 Pro Plus sind zufriedenstellend. Man erhält eine akzeptable Menge an Details und die Bilder sind scharf. Auch die Farbdarstellung ist recht natürlich. Positiv erwähnen können wir den guten HDR-Modus, der Überbelichtungen vermeidet und die Bilder trotzdem nicht zu sehr verfälscht. Im anvisierten Preisbereich von rund 350€ sind die Selfies allerdings nicht mehr als durchschnittlich. Die Farbdarstellung ist teilweise etwas zu trist und beim Betrachten auf einem großen Bildschirm fällt auch auf, dass nicht allzu viele Details vorhanden sind.

Videos

Videos mit der Hauptkamera sind mit bis zu 4K und 30FPS möglich und auch Bewegungen werden durch die Software (EIS) und den optischen Bildstabilisator (OIS) gut ausgeglichen. Ähnlich wie beim Redmi Note 13 Pro 5G ist jedoch ein dauerhaftes Fokussieren zu beobachten, welches die Aufnahmen unruhig wirken lässt. Hier sollte Xiaomi unbedingt mit einem Softwareupdate nachbessern. Wir sind allerdings skeptisch, ob dies noch passieren wird, da bereits die Vorgängerversion ein ähnliches Problem hatte, das nie behoben wurde. Ansonsten ist die Bildqualität gut. Die Ultra-Weitwinkel-Kamera kann in Full-HD mit 30FPS aufzeichnen, ebenso wie die Selfie-Kamera. Die Qualität der UWW-Kamera ist gerade noch brauchbar. Die Aufnahmen der Selfie-Kamera sind guter Durchschnitt. Aufgrund des Fokusproblems ist das Redmi Note 13 Pro+ derzeit keine gute Wahl für Videofans.

Zwischenfazit Kamera

Das Redmi Note 13 Pro+ verfügt über eine ausgezeichnete Hauptkamera für Fotos. Sowohl bei Tageslicht als auch nachts liefert die Kamera hier ab. Zudem ist die Ultraweitwinkel-Kamera überdurchschnittlich gut und auch Portraits gelingen sehr gut. Bei Videoaufnahmen leistet sich das Smartphone erneut einen Patzer. Insgesamt ist die Qualität vergleichbar mit dem Poco F5, was sich auch in unserem Kamera-Vergleich (Redmi Note 13 Pro+ vs. Poco F5) gezeigt hat. Damit zählt das Kamera-Setup definitiv zu den besten im Preisbereich um 350€.

Konnektivität und Kommunikation

Xiaomi Redmi Note 13 proplus simslot e1704978434214

Das Redmi Note 13 Pro+ bietet Platz für zwei physische SIM-Karten. Alternativ kann eine SIM auch als eSIM hinterlegt werden, was für ein Smartphone in dieser Preisklasse ein tolles Feature ist. Unterstützt wird der 4G und 5G Standard mit allen für Europa wichtigen Netzfrequenzen. In der Bedienungsanleitung werden folgende Netzfrequenzen genannt, wobei diese Liste unvollständig sein kann:

  • 4G: LTE FDD: 1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/26/28/32/38/40/41/66
  • 5G: n1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/66/77/78

Der SAR-Wert liegt bei 0,982W/kg (Kopf) und 0,997 W/kg (Körper). Der Empfang war im Test durchschnittlich und die Gesprächsqualität einwandfrei. Auch VoLTE und VoWifi werden unterstützt.

Für die drahtlose Verbindung stehen Bluetooth 5.3 und WiFi 6 zur Verfügung. Der WLAN-Empfang war im Test perfekt und auch zwei Räume vom Router entfernt ist ein guter Datendurchsatz möglich. Für Bluetooth stehen die Codecs SBC, AAC, aptx, aptx-HD, LDAC, LHDC und LC3 zur Verfügung. Die Positionsbestimmung erfolgt über GPS, Galileo und GLONASS und funktionierte im Test ebenfalls tadellos. Da das Note 13 Pro Plus mit einem Mediatek-Chip arbeitet, kann der Standort auch auf 1 Meter genau lokalisiert werden. An Sensoren stehen neben den Standards für Helligkeit, Annäherung und Beschleunigung auch ein elektronischer Kompass und ein Gyroskop zur Verfügung. Außerdem sind NFC für kontaktloses Bezahlen und ein IR-Sender an Bord. Einen Kopfhöreranschluss gibt es allerdings nicht und entsprechend kein FM-Radio.

Die beiden Lautsprecher liefern einen lauten Sound. Bässe sind zumindest annähernd hörbar und Verzerrungen treten nicht auf. Insgesamt fehlt es dem Smartphone im Vergleich zu teureren Geräten etwas an Tiefen, aber der Klang geht noch als brauchbar durch.

Akkulaufzeit des Redmi Note 13 Pro+

Der Akku des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ hat eine Kapazität von 5000 mAh. Das entspricht der durchschnittlichen Größe aktueller Smartphones. Die Akkulaufzeit liegt im guten Mittelfeld. Im Test hielt das Gerät in der Regel 1,5 Tage durch, bevor es wieder an die Steckdose musste. Wer das Handy häufig nutzt, sollte mit einer Akkulaufzeit von einem Tag rechnen. Das Abspielen eines einstündigen YouTube-Videos bei einer Helligkeit von 200 Lux kostet den Akku nur 4-5%. In unserem Akkutest verbrauchte das Smartphone bei 1 Stunde Streaming, 1 Stunde Social-Media-Nutzung, 30 Minuten Videoaufnahme in Full-HD und 30 Minuten Gaming 34 Prozent des Akkus. Dies ist ebenfalls ein durchschnittliches Ergebnis, welches sich auch im PC-Mark Akkutest widerspiegelt.

Akkulaufzeit Einheit: Std
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Beim Aufladen kann das Redmi Note 13 Pro+ mit einer brachialen Ladegeschwindigkeit von 120 Watt auftrumpfen. Schließt man das Ladegerät an, fragt ein Pop-Up-Button, ob man den Boost aktivieren möchte. Bestätigt man, wird das Gerät in nur 20 Minuten von 1 Prozent auf 100 Prozent aufgeladen, wobei der Ladevorgang recht linear abläuft und nur bei den letzten Prozent etwas langsamer wird. Aktiviert man den Button nicht, dauert der Ladevorgang 28 Minuten. Aber auch so ist man nach 10 Minuten bei 50% und nach 20 Minuten bei 90%. Kabelloses Laden wird nicht unterstützt.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Seit Oppo, OnePlus und Realme den deutschen Markt verlassen haben, ist es ehrlich gesagt langweilig in der Mittelklasse geworden. Dass Xiaomi eigentlich kaum noch Konkurrenten hat, merkt man dem Hersteller zumindest nicht allzusehr an. Das Redmi Note 13 Pro+ bietet mit einem Curved-Display, IP68 Zertifizierung und 120 Watt Ladegeschwindigkeit einige sehr interessante Features. Auch hat das Smartphone ein tadelloses Display, eine astreine Verarbeitung und eine ausgezeichnete Hauptkamera.

Wie so oft stellen andere Xiaomi-Smartphones die härteste Konkurrenz für dar. Wer gewillt ist, auf Curved-Display, Glasrückseite und IP-Zertifizierung zu verzichten, bekommt mit dem Poco F5 mehr Leistung, eine bessere Akkulaufzeit und eine ebenso gute Kamera. Unserer Meinung nach stellt das Poco F5 damit die massentauglichere Alternative zum Redmi Note 13 Pro+ dar. Allerdings können wir auch jeden verstehen, der die “Premium-Features” des Redmi Note 13 Pro+ als Kaufargument sieht.

Bis das Redmi Note 13 Pro+ aber wirklich eine Kaufoption wird, muss der Preis ohnehin noch fallen. Der Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ ist mittlerweile bei 300€ im Angebot angekommen. Deutlich mehr als 350€ sollte ihr für das Redmi Note 13 Pro+ nicht bezahlen.


Gesamtwertung
86%
Design und Verarbeitung
95 %
Display
100 %
Leistung und System
80 %
Kamera
80 %
Konnektivität
85 %
Akku
75 %

Preisvergleich

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RaBe
Gast
RaBe (@guest_108241)
1 Tag her

Kann man eigentlich VERLÄSSLICH die 5G-Funktionalität deaktivieren und sich auf max. 4G beschränken? Also ohne dass das irgendwie wieder eingeschaltet wird, ohne dass man selbst dies war oder will?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
23 Stunden her
Antwort an  RaBe

Servus, klar, einfach einen Vertrag ohne 5G Funktionalität nutzen. Die lassen dich dann sicher nicht ins Netz.

Beste Grüße

Jonas

Steff
Gast
Steff (@guest_107988)
10 Tage her

Moin!
Kann man bei dem Redmi Note 13pro+ über den USB-C Anschluß Kopfhörer abschließen, bzw. über einen USB-C auf 3,5mm Klinkenadapter?
Gruß Stefan

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
10 Tage her
Antwort an  Steff

Hey, ja, das geht bei jedem Smartphone mit USB-C-Anschluss.

Beste Grüße

Jonas

Nik
Gast
Nik (@guest_107216)
1 Monat her

Ist das Note 13 Pro+ die aktuell etwa 50€ Aufpreis im Vergleich zum Note 13 Pro 5G wert? Oder gibt es sonst noch was vergleichbares in der Preisklasse? Vlt mit echtem always-on Display und guter Kamera?

René
Gast
René (@guest_105889)
2 Monate her

Würdet ihr eher das Redmi oder das Motorola Edge 40 empfehlen?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  René

Servus, wir hatten das Edge 40 (ohne Neo) leider nie im Test.

Beste Grüße

Jonas

Arne
Gast
Arne (@guest_105131)
3 Monate her

Ich verfolge eure Website eine halbe Ewigkeit. Dabei ist mir aufgefallen, dass euer Rating leider immer mehr an Aussagekraft verliert. Nicht weil ihr schlecht recherchiert. Sondern weil 8 von 10 Punkten z.b. bei der Kamera sich nicht mit einem 1000€ Handy vergleichen lässt welches 8 von 10 Punkte erhält. Daher schlage ich mit größtem Respekt ein doppeltes Rating vor. Ein Rating, welches den Preis ignoriert und reine Leistung/Kamera/Display honoriert. Und zusätzlich ein zweites Rating, ein Bang for the Buck Rating. Ihr macht einen tollen Job, doch hier besteht Verbesserungsbedarf.

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