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Roborock Dyad Wischsauger im Test: Die Roboraupe Nimmersatt frisst jeden Schmutz

Getestet von Philip Hauck am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • starke Reinigungsleistung
  • schnell einsatzbereit
  • Reinigung bis an den Rand
  • vielseitig und flexibel einsetzbar
  • hilfreiches Display und Sprach-Ausgabe
  • gut manövrierbar
  • solide Verarbeitung
Nachteile
  • Standfuß als Behelfslösung
  • Akku nicht wechselbar
  • passt nicht unter tiefe Möbelstücke
  • Lieferumfang etwas geizig
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Vorwerk gilt als Mercedes unter den Staubsaugern. Mit dem Saugwischer SP530 kam dann ein weiteres Modell der Begierde auf den Markt, später sogar akkubetrieben als SP600. Der Haken: Unter 1000 Euro geht und ging nichts.

Hier kommen die Chinesen ins Spiel, die mit Marken wie Dreame, Jimmy und Tineco weniger als halb so teure Konkurrenten auf den Markt schleudern. Roborock ist es durch die gute Preisleistung und Produktqualität sogar gelungen, sich mittlerweile zum Marktführer bei Saugrobotern hochzuarbeiten. Die jüngste Alternative zu einem Vorwerk SP600 ist nun der Roborock Dyad. Für gerade einmal 330 Euro bringt er offensichtlich alles mit, um nicht nur die China-Konkurrenz, sondern auch alteingesessene Platzhirsche wie Vorwerk aus dem Saugwischer-Revier zu vertreiben.

Chinahandys.net hat den Roborock Dyad auf Herz und Nieren geprüft – und ihn am Ende auch gegen den kabelgebundenen Vorwerk SP530 ins Rennen geschickt.

Lieferumfang des Roborock Dyad

Besitzer des Roborock Dyad würden vor Neid erblassen, wenn sie ihren Wischsauger beispielsweise mit dem Tineco Floor One S5 vergleichen. Während ersterer sogar mit eigenem Reinigungsmittel geliefert wird, zeigt sich Roborock eher knausrig: Neben dem eigentlichen Wischsauger und dessen Griff gibt es eine Ladestation mit EU-Stecker plus Bürste und Ersatzfilter. Bumms, Aus, Ende.

Verarbeitung und Design

Die Optik des Roborock Dyad reißt wohl niemanden vom Hocker. Das schwarz-weiße Haushalts-Gerät könnte auch aus dem vergangenen Jahrhundert stammen. Das soll aber auch nicht im Zentrum der Betrachtung stehen, schließlich handelt es sich um einen Wischsauger und keine Oberklasse-Limousine.

Roborock Dyad 7 von 40

Wie bei vielen Konkurrenz-Modellen hat auch der Roborock Dyad an der Vorderseite einen Abwassertank (Fassungsvermögen 620 ml), ein Stockwerk höher den Frischwassertank (850 ml). Der Unterschied im Fassungsvermögen erklärt sich dadurch, dass beim Nass-Saugen logischerweise Wasser auf der Oberfläche und den Walzen zurückbleibt.

Was die Qualität betrifft, fühlt sich jedes Bauteil (überwiegend Kunststoff) wertig an. So, als würde es durchaus ein Jahrzehnt halten. Der ansteckbare Griff könnte eine Schwachstelle sein, da er das Leergewicht von gut fünf Kilogramm halten muss. Aber, vorerst Entwarnung: Nach drei Wochen Extrem-Einsatz in einem Haushalt mit zwei kleinen Kindern hat er bislang keine Schwachstellen diesbezüglich offenbart.

Was ebenfalls das vorzeitige Lebensende des Wischsaugers besiegeln könnte, ist der integrierte Akku. Allerdings ist es prinzipiell möglich, den Akku zu wechseln und generell bekommt man auf Aliexpress einfach Ersatzteile für Roborock Produkte.

Display und Bedienung

Einen ganzen Haushalt zu schmeißen, kann eine eintönige und einsame Angelegenheit sein. Gut, dass der Roborock Dyad sprechen kann. Die nette Dame plappert (auch in deutscher Sprache), wenn der Abwassertank voll, der Wassertank leer und ein anderer Reinigungsmodus aktiviert ist. Die Sprachlautstärke ist ausreichend laut und gut verständlich, darf also durchaus als hilfreiches Feature bezeichnet werden. Wen das Gebrabbel nervt, der kann den Roborock Dyad stumm stellen.

Roborock Dyad 8 von 40

Auf dem Display lassen sich Akkustand oder Reinigungsmodus (Saugwischen, Trocknen, Selbstreinigung) ablesen sowie die oben erwähnten Statusmeldungen zum Tank. Insgesamt ist das Bedien- und Info-Konzept sehr einfach und übersichtlich gehalten. Gerade genug, um immer die wichtigsten Infos zu sehen und nicht zu viel, um überfordert zu sein. Insgesamt verfügt der Roborock Dyad über drei Tasten am Griff. Einer zum Starten, einer für den Modus, einer zur Selbstreinigung.

Das Gerät legt bei jedem Start im Automodus los. Betätigt man die Modus-Taste am Stiel, wird die Saugleistung hör- und spürbar erhöht (auf 13.000Pa). Die Nennleistung des Akku-Saugwischers liegt laut Hersteller bei maximal 260 Watt.

Sehr praktisch ist der „Nur Saugen“ oder „Trockenwischen“-Modus. Dann stoppt der Roborock Dyad die Wasserzufuhr und der Boden wird nur gesagt und “gerollt” – und wird damit nach dem Nasswischen früher wieder begehbar. Natürlich sind die Rollen noch feucht, ganz trocken saugt er also nicht. Ein sinnvolles Einsatzgebiet wäre beispielsweise ein Badezimmer nach dem Duschen, um den Boden schneller von Wasseransammlungen zu befreien.

Roborock Dyad 2 von 40

Das angeblich patentierte „DyadPower“-System verspricht, eine verbesserte Reinigungsleistung durch insgesamt drei Rollen: eine Frontrolle plus zwei hintere Rollen. Gut erkennbar ist, dass die beiden hinteren Rollen bis an den Rand reichen, damit der Schmutz auch an den Sockelleisten keine Chance hat. Die Rollen rotieren in entgegengesetzte Richtungen, wodurch Schmutz und Wasser gewissermaßen ins Saugrohr geschleudert werden.

Angenehmer Nebeneffekt: Der Roborock Dyad „zieht“ nicht nach vorne, sondern lässt sich in alle Richtungen gleichermaßen leicht bewegen, fast schon, als würde er schweben.

Schwer hingegen fällt dem Wischsauger aus dem Hause Roborock das Saugen unter Möbelstücken. Die Bodendüse mit den drei Bürsten trägt „nach oben“ einfach zu dick auf und kapituliert schonmal an der Unterkante der Vitrine. Und, wenn wir schon bei Schwachstellen sind: Wirklich lästig ist der Umstand, dass der Dyad nicht von allein aufrecht steht. Er lässt sich nur mit einem ausklappbaren Standfuß im 45-Grad-Winkel abstellen. Das kostet Zeit und ist frickelig. Insgesamt aber ein Makel, über den man angesichts seiner ansonsten starken Performance hinwegsehen mag.

Roborock Dyad 9 von 40

Der Roborock Dyad hat einen Sensor verbaut, der den Grad der Verschmutzung erkennt – und je nach Härtefall die Wasserzugabe und Saugleistung anpasst. Und das funktioniert je nach Untergrund erstaunlich gut, mal saugt er ein wenig leiser, mal lauter. Die Anzeige verrät, wie stark der Wischsauger gerade rödelt.

DyadReinigung2

Eine wirkliche Logik hinter der Automatik lässt sich allerdings nicht erkennen, denn egal ob der Boden fleckig und dreckig ist oder nicht: Die Automatik hat ihren eigenen Kopf. Wichtig ist: Der Dreck landet im Behälter und der Boden ist sauber. Im Zweifelsfall hilft ein Druck auf den Maximale-Leistung-Knopf, dann macht die Automatik nämlich Pause.

Reinigungsleistung des Roborock Dyad

Ganz großes Kino. Mehr bräuchte man an dieser Stelle eigentlich nicht zu sagen. Erwähnenswert sind noch die Lobeshymen der Frau im Hause: „Den möchte ich nicht mehr missen“, schnalzt sie mit der Zunge.

Roborock Dyad 22 von 40

Klar ist: Der Roborock Dyad bleibt. Vor allem, weil er ein echter Alleskönner ist. Er kommt mehrmals täglich zum Einsatz, bevorzugt dann, wenn die Kinder am Essenstisch das gewohnte Schlachtfeld hinterlassen haben. Zum Frühstück gibt es Haferflocken, Müsli und Milch, was meist zu gut 50 Prozent auf dem Boden landet. Der Dyad kann es kaum erwarten und saugt munter den matschig-pappig-flüssige Pampf vom Boden ab. Und hinterlässt tatsächlich einen blitzsauberen Boden.

Spaghetti-Massaker mit Tomatensoße? Easy peasy schlürft die akkubetriebene Roboraupe Nimmersatt ganze Nudeln ins Saugrohr. Es bleibt: Ein sauberer Boden.

Der Dyad kapituliert auch nicht an Kanten, dank der hinteren Rollen schrubbt er bis an die Sockelleiste. Erst bei angetrockneten Flecken ist Schluss mit sauber. Je nach Härtefall hilft es, mehrfach über die Stelle zu fahren, damit der Dreck weg ist. Meist reicht aber der Anpressdruck nicht, um dem Fleck ernsthaft gefährlich zu werden. Da hilft nur manuelles Schrubben, weil auch ansonsten kein normales Haushaltsgerät dafür gewappnet wäre.

DyadReinigung

Eine knappe halbe Stunde lässt sich mit dem Roborock Dyad arbeiten, dann will er in seine Station. Um ihn zu reinigen, aktiviert man den Reininigungsmodus in der Ladestation. Wenn noch Restakku sowie Platz bzw. Wasser in den Tanks ist, werden die Walzen gespült.

Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ist es auch. Denn die Selbstreinigung ist auf Dauer nicht ausreichend. Spätestens jedes Dritte mal sollten die Bürsten entnommen und gründlich manuell gereinigt werden. Da sammelt sich schon einiges an Schmodder… Eine intensive Trocknung in der Sonne schadet ebenfalls nicht, um Gerüche, die zwangsläufig entstehen, einzudämmen.

Roborock Dyad 13 von 40Auch der Filter und die Tanks brauchen von Zeit zu Zeit Zuneigung, damit der Roborock Dyad voll einsatzfähig bleibt. Alles kein Hexenwerk, aber gemacht werden muss es.

Vergleich mit dem Vorwerk Kobold SP530

Roborock Dyad 38 von 40Der Vergleich mit dem älteren Vorwerk-Modell hinkt ein wenig, schon klar. Allerdings dürfte der Vorwerk in vielen Haushalten vorhanden sein. Bis der Roborock Dyad einzog, galt er als die wirksamste Waffe gegen verschmutzte Böden. Nun muss er das Haus verlassen, weil er im Vergleich zum Dyad alt aussieht.

Für nicht mal ein Drittel der Kosten des Vorwerk-Gerätes liefert Roborock einen Wischsauger, der mehr kann, mehr leistet und leichter zu handhaben ist. Der Roborock Dyad saugt ganze Pfützen mit Dreck auf, verleibt sich Nudeln ein, saugt natürlich auch Staub – und lässt sich anschließend im Reinigungsmodus die Bürsten massieren. Herrlich.

Der Vorwerk braucht gefühlte zwei Stunden Vorbereitung, bis der Lappen befeuchtet und angebracht ist. Und selbst dann eignet er sich maximal zum feucht Wischen eines ansonsten vom groben Dreck befreiten Bodens.

Gegen Nudeln, Müsli und andere Schwergewichte kommt er gar nicht an. Lediglich unter Möbelstücke gleitet der Vorwerk leichter, weil sein Kopf mit dem Gelenk flacher aufgebaut ist.

Testergebnis

Getestet von
Philip Hauck

Der Roborock Dyad bleibt. Er ist aktuell Haushalts-Helfer Nummer eins und ein Leben ohne ihn nur schwer vorstellbar. Klingt übertrieben, soll aber schlicht heißen: Das Teil ist der Hammer und sollte in keinem Haushalt fehlen.

Seine Stärken sind die Kantenreinigung, die Saugleistung, die Wischleistung und die Selbstreinigung. Seine Schwächen sind der Standfuß (infolge fehlenden „Stehvermögens“) und das geringe „Duckvermögen“ (kommt nicht unter alle Möbelstück).

Geht man davon aus, dass der nicht wechselbare Akku viele Jahre seinen Dienst treu verrichtet, dann verdient der Roborock Dyad das Prädikat „Nobrainer“, erst recht in Anbetracht des vergleichsweise günstigen Preises von gut 300 Euro.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 08.12.2022

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Daniel
Gast
Daniel (@guest_92786)
8 Tage her

Hallo, bin durchaus Interessiert.
Wie siehts mit Tierhaaren, Katze im Haushalt aus, jemand Erfahrungen?

stef
Gast
stef (@guest_92598)
18 Tage her

Wenn der Sauger funktioniert ist der echt gut……aber nach 3 Monaten kam sporadisch Fehler E05 und nun ist E05 dauerhaft. Sauger auseinandergebaut und siehe da, Der Saugmotor ist verrostet und Schrott.
Etwas Recherche und ich bin mit dem Problem nicht alleine.

IMG_20221119_182927.jpg
philip-huack
Gast
Philip (@guest_92599)
18 Tage her
Antwort an  stef

Das ist ja echt bitter. Aber nach 3 Monaten hast du ja noch Garantie, richtig? Meiner läuft seit Testbeginn zuverlässig, bin immer noch begeistert und der Vorwerk steht im Keller.

Simon
Gast
Simon (@guest_89212)
4 Monate her

Wie verhält ich der Roborock im Vergleich zum Dreame H11 Max?

EinUser
Gast
EinUser (@guest_88124)
5 Monate her

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