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Soundcore Space Q45 Over-Ears im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • starker Sound mit Reserven
  • bärenstarker Akku, selbst unter Vollast
  • gute ANC integration...
  • SBC, AAC, LDAC & BT 5.3
  • sehr gute App mit vielen Features
  • gute Reichweite auch mit LDAC
Nachteile
  • durchwachsene Sprachqualität
  • gehobener Preis
  • komischer Geruch beim Auspacken
  • Smartphone mit LDAC Support nötig
  • Soundanpassung über Equalizer nötig
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Ein weiterer Neuzugang in der Soundcore-Family ist der neue Over-Ear-Kopfhörer Space Q45. Den kleinen Namensvetter, Space A40, hatten wir neulich im Test und Soundcore konnte weitestgehend überzeugen. Mit den Soundcore Space Q45 möchte man natürlich an den Erfolg der In-Ear Variante anknüpfen. Allerdings liegt der Preis mit 150 € nochmals höher. Im Test wird sich zeigen, ob Aufmachung und Features diesen rechtfertigen und wie sich das Over-Ear Modell in der Praxis geschlagen hat.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Soundcore Space Q45 Test 5

Moos. Eindeutig Moos. Oder doch Bioabfall. Nein, Moos. Moos und Waldboden. Oder? Und vor allem, woher?

Sicher nicht die übliche Einleitung, aber dieser Gedanke und insbesondere der Geruch stieg mir in die Nase, als ich die Soundcore Space Q45 erstmals in den Händen hielt. Da man auf unseren Fotos sieht, dass der Kollege die Kopfhörer nicht auf dem Waldboden fotografiert hat, wird das wohl der Geruch des Kunstleders sein. Fragrance by Woods. Kann man jetzt mögen oder nicht, ist aber in jedem Fall sehr befremdlich – ich wünschte, ich könnte euch eine Kostprobe geben.

Als Feature wird der Geruchsausflug zwar nicht aufgeführt, wohl aber die Ohrpolster, von denen er stammt. Samtweich und hautfreundlich werden die Polster beschrieben. Letzteres müsste ein Langzeittest zeigen, aber was den ersten Punkt angeht, so sind die Polster wirklich weich.

Sie umschließen die Ohren komplett, sind ca. 20 mm dick und hoch und lassen im Inneren einen Durchmesser von 45 x 60 mm zu. Zudem sind sie oval ausgeschnitten. Der Außendurchmesser wird mit 97 x 83 mm gemessen. Kunstleder dürfte die Wahl des Materials darstellen.

Im Inneren des Ringes liegt eine dünne Stoffschicht, welche die Ohren von den eigentlichen Treibergehäusen trennt. Meine Ohren passten vollständig zwischen die Polster. Außen wiederum besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Soundcore Logo und „Space Series“ Schriftzug sind vertreten, ebenso wie diverse Knöpfe und Anschlüsse an beiden Seiten.

Links hätten wir da den Power-Button, ebenso wie den „NC“(ANC)-Button, eine Power-LED sowie den USB-C-Anschluss fürs Laden. Auf der rechten Seite befindet sich eine 3,5 mm Klinkenbuchse, eine Lautstärkewippe, sowie ein Pause/Play-Knopf.

Gehalten werden die Treiber von einem recht dicken Metallgelenk. Dieses Gelenk hat einen angenehmen, irgendwie sanften, aber straffen Widerstand beim Drehen der Ohrstücke. Einklappen ist ebenso möglich, wie das nach hinten verdrehen, um sich an die Kopfform anzupassen. Ein weiteres Anpassungsmerkmal ist die herausziehbare Schiene. Auch diese ist mit Alu verstärkt, was insgesamt für einen recht stabilen Aufbau spricht. In 9 kleinen Stufen lässt sich die Schiene um bis zu 3 cm, auf beiden Seiten erweitern.

Der Scheitelpunkt ist dann wieder von einer Kunstlederschicht bedeckt, die leicht unterschäumt ist. Dadurch erhält das Polster eine Dicke von knapp einem Zentimeter. Optisch machen die Soundcore Space Q45 nicht so viel her. Im Detail zeigen sich zwar verspiegelte Schliffkanten, ein sehr sauberes Auftreten sowie die Nutzung von Metall an wichtigen Stellen, resultierend in einer ordentlichen Verarbeitung. Aber von Weitem wirkt der Soundcore Space Q45 etwas beliebig und kann nicht sonderlich hervorstechen.

Lieferumfang der Soundcore Space Q45

Soundcore setzt auf bedruckte Standardverpackungen mit hochwertigen Bildern und viel Beschreibung. Gewundert hat mich, dass LDAC als Codec mit keiner Silbe erwähnt wird, lediglich das nichtssagende „Hi-Res Audio“ Siegel hat es auf die Verpackung geschafft. Die Ausstattung besteht aus Standardkost.

  • Kunststoff Tragetasche (22 x 17 x 6 cm)
  • USB Type-C auf USB-A Kabel (40 cm)
  • 3,5 mm auf 3,5 mm Klinkenkabel (85 cm)
  • Mehrsprachiger Schnellstartanleitung
  • Mehrsprachiges Garantieheft

Tragekomfort

Getragen werden die Over-Ears natürlich über den Ohren. Die Soundcore Space Q45 sind geschlossene Kopfhörer, dichten also auch ohne ANC schon gut gegen die Außenwelt ab. Sie sitzen sehr bequem auf dem Kopf und haben eine gute Anpassung an dessen Form. Allerdings hätte das Scheitel-Polster etwas dicker ausfallen dürfen, man spürt den Druck schon leicht. Bei einer längeren Tragedauer kann das zu Kopfschmerzen führen.

Verlängert man die Schiene, damit der Druck abnimmt, leidet die Stabilität etwas. Hier wäre mehr Spannung durch die Ohrpolster gut gewesen. In Bewegung muss man etwas vorsichtig agieren. An Sport ist eher nicht zu denken. Liegend rutschen die Over-Ears gerne mal etwas nach hinten. Laufen ist möglich. Nach vorn Beugen, insbesondere mit leicht ruckartigen Bewegungen, sorgt für eine Lockerung der Kopfhörer.

Mir kommen die Space Q45 auch etwas schwer vor. Mit 294 Gramm zählen sie auch zu den eher schwereren Vertretern ihrer Art. Die Soundcore Life Q35 waren mit 268 Gramm immerhin fast 30 Gramm leichter. Unterwegs kann man die Over-Ears natürlich schön in die mitgelieferte Tragetasche stecken. Die darin befindliche Plastikform gibt eine Art für das Zusammenfalten der Kopfhörer vor, bei der trotzdem noch Platz für die Kabel bleibt, ohne dass diese in der Tasche herumfliegen.

Vor Wasser sollte man sich mit den Soundcore Space Q45 aber in Acht nehmen. Ich bezweifle, dass ein paar Spritzer oder leichte Regen zu Defekten führen, aber ein offizielles IP-Zertifikat gibt es nicht.

Soundqualität der Soundcore Space Q45

Soundcore Space Q45 Test 8

Nach den ganzen subjektiven Eindrücken gibt es nun ein paar handfeste Daten. So habe ich schon erwähnt, dass die Space Q45 LDAC unterstützen. Genauso, wie die Space A40 das schon getan haben. Natürlich steht als Backup auch SBC und AAC zur Verfügung.

Für die Treiber setzt Soundcore auf zwei 40 mm Modelle, die abgesehen von Marketingfloskeln nicht weiter beschrieben werden. ANC ist natürlich vorhanden und dem Trend entsprechend in mehreren Stufen, aber auch adaptiv nutzbar. Als Übertragungsweg kommt Bluetooth 5.3 zum Einsatz, vermutlich als LE Ausführung und natürlich lassen sich die Q45 auch über den AUX-Anschluss verbinden.

Frequenz: 20–40000 Hz
Bluetooth: 5.3 LE
Chipset: k.A.
Maximale Leistung: k.A.
Treiber Größe: 40 mm
ANC Dämpfung: 46 dB
Reichweite: 15 Meter
Modellnummer: A3040011
Widerstand: 16 Ohm
Einzelnutzung: Nein
Lautstärke: 90 dB
Hochauflösender Codec: Ja, LDAC
Profile/Codecs: AVRCP 1.6, A2DP 1.3, HFP 1.7, SBC, AAC, LDAC
Akkukapazität EB: 750 mAh / 5 V
Wasserresistenz:

Sound

Soundcore Space Q45 Test Driver 2

LDAC lässt sich nur über die App und nach einem Firmwareupdate aktivieren, trotzdem habe ich im Test mein Hauptaugenmerk daraufgelegt. Auch habe ich mich für den Test auf das Soundprofil von Soundcore „Soundcore Signature“ entschieden, da dies auch das aktive Profil darstellt, wenn man die App nicht nutzt.

Dazu sei gleich mal erwähnt, dass “Soundcore Signature” zwar in der Regel ein schön abgestimmtes Profil darstellt, aber für die Soundcore Space Q45 nicht unbedingt die beste Wahl ist. Viel mehr als bei den In-Ears, wirkt sich das gewählte Profil auf das Erlebnis mit den Q45 aus. Das ging so weit, dass ich am liebsten einen Automatismus gehabt hätte, der je nach Titel das richtige Profil wählt. Denn mit “Soundcore Signature” ruft man definitiv nicht alle Reserven ab, die in den Space Q45 schlummern.

Fangen wir aber mit etwas Kritik an. Die Soundcore Space Q45 könnten lauter sein. Eine ganze Schippe lauter. Soundcore hat mittlerweile in der App eine Funktion, welche die Lautstärke der Buds in Echtzeit in Dezibel misst. Bei einigen Liedern, besonders orchestralen Stücken, fällt die Abmischung etwas zurückhaltend aus, sodass man etwas lauter einstellen muss und hier fehlt den Q45 das letzte bisschen Power, zumindest über Bluetooth.

Soundcore Signatur wirkt bei den Space Q45 ein wenig zu zurückhaltend, gerade im Hochtonbereich, aber tatsächlich auch im Bassbereich. Mitten werden sehr präsent dargestellt, was man eigentlich nicht so häufig vorfindet.

Gerade die Höhen dürften, für meinen Geschmack noch angezogen werden, insbesondere bei akustischen Stücken. Bei den Bässen vermisse ich nicht ganz so viel, gelegentlich dürfte der Wumms etwas ausgeprägter ausfallen, ansonsten gliedern diese sich schön in das Gesamtbild ein. Richtig stark fällt mit den Q45 die Bühne aus. Es ist einwandfrei zu bestimmen, wo im Raum sich ein Instrument befindet. Gleichzeitig passt hier auch die Stereo Trennung. Kleines Beispiel:

Ich habe eine live Aufnahme, in der für einen Titel nur eine G😊itarre und ein Klavier spielen. Von diesem Liveauftritt gibt es auch ein Video. Das Klavier steht leicht links vom Mittelpunkt der Bühne, während die Gitarre nochmals weiter links steht als das Klavier. Nun kann man in dem Track deutlich hören, dass die Gitarre weiter links positioniert ist als das Klavier, rechts kommen keine direkten Töne an. So weit, so einfach. Man kann aber im Video sehen, dass zwei Mikrofone verwendet werden, um alleine das Klavier aufzunehmen.

In den Kopfhörern kann man diese Stereo-Aufnahme dadurch wahrnehmen, dass die hohen Töne des Klaviers ebenfalls links wiedergegeben werden, während tiefe Töne, deutlich hörbar, rechts abgebildet werden, weil das Mikrofon für die langen tiefen Saiten weiter rechts auf der Bühne positioniert ist.

Klingt natürlich logisch, wie ich das hier beschreibe, aber viele Kopfhörer schaffen die Trennung nicht mal ansatzweise so sauber. Mit den Soundcore Space Q45 hört man meist, dass alles aus der Mitte kommt oder alles nach links verschoben ist.

ANC

Soundcore Space Q45 Test Driver

Die Space Q45 bedienen sich für ANC einer ähnlichen Technik, wie die Space A40 Earbuds. Das heißt, es gibt eine „Normale“ Einstellung und einen „ANC-Modus“, sowie einen „Transparenz-Modus“. Außerdem gibt es noch eine „Adaptive“ Einstellung, die aber nur verfügbar wird, wenn man „ANC“ wählt. Diesen adaptiven Modus kann man dann noch mal manuell in 5 Stufen steuern oder man lässt die Software selbst regeln.

Egal, was man wählt, das ANC filtert vor allem tiefe Töne vortrefflich und greift nicht in das Klangprofil ein. Zumindest konnte ich das nicht feststellen. Deutlich Federn lassen muss das ANC im Hochtonbereich. Stimmen werden gut herausgefiltert, aber in etwa die Anschläge meiner Tastatur nur mäßig. Hier hatte ich schon bessere Ergebnisse, auch von Soundcore selbst. Solange keine Musik gespielt wird, ist bei aktiviertem ANC auch ein deutliches Rauschen hörbar, welches je nach Stufe stärker oder kaum wahrnehmbar ausfällt. Sobald die Musik läuft, ist es jedoch weg.

Soundcore präsentiert mit den Space Q45 also klanglich ausgezeichnete Kopfhörer, die aber eigentlich viel Babysitting benötigen, um das volle Potenzial abzurufen. Beim Test hören hätte ich gerne, am liebsten zu jedem Lied das Soundprofil angepasst, weil die Over-Ears einfach so viel mehr könnten und das angepasste Profil einen riesigen Mehrwert darstellt. Aber auch mit dem Standard Profil klingen sie nicht schlecht, eventuell muss man aber einen Equalizer bemühen.

Abzüge gibt es für die vergleichsweise leise Wiedergabe und für die nicht optimale ANC-Implementierung. Ersteres könnte durch ein Klinkenkabel samt Verstärker ausgehebelt werden, aber im mobilen Bereich ist das eigentlich Schummeln.

Pairing & App

Soundcore Space Q45 Test ANC

Die Verbindung mit dem Soundcore Space Q45 läuft super schnell und super unkompliziert. Alleine das Anschalten der Kopfhörer genügt, um sie im Bluetooth Menü anzuzeigen. Eine erneute Kopplung erfolgt oft schneller, als der Signalton dazu abgespielt wird.

Soundcore setzt für das Feedback auf einen Mix aus Signaltönen und englischer Sprachausgabe. Letzteres kommt vor allem bei den ANC-Modi zum Einsatz.

Die Bedienung erfolgt klassisch über die verschiedenen Knöpfe:

  • Plus-Button einmal drücken: Lauter
  • Plus-Button zwei Sekunden gedrückt halten: Nächster Titel
  • Minus-Button einmal drücken: Leiser
  • Minus-Button zwei Sekunden gedrückt halten: Vorheriger Titel
  • NC-Button einmal drücken: ANC ON / Transparenz / Normal
  • Power-Button zwei Sekunden gedrückt halten: Anschalten / Ausschalten
  • MF-Button einmal drücken: Pause/Play
  • MF-Butoon zwei Sekunden gedrückt halten: Sprachassistent
  • MF-Button zwei Sekunden gedrückt halten, während Anruf: Mikrofon abschalten / anschalten
  • MF-Button einmal drücken, bei Anruf: Annehmen / Auflegen
  • MF-Button zwei Sekunden gedrückt halten, bei Anruf: Ablehnen
  • Power-Button und Plus-Button gleichzeitig 5 Sekunden gedrückt halten: Zurücksetzen

Damit bilden die Space Q45 eine ganze Reihe an Funktionen ab. Egal, ob Mediensteuerung oder Telefonate, für beide stehen diverse Befehle bereit, wodurch man das Handy im Fall der Fälle in der Hose lassen kann.

Hört man über Kabel Musik, deaktiviert sich die Bluetooth-Verbindung, aber ANC kann weiter genutzt werden. Wie stark der Effekt ausfällt und viele weitere Einstellungen lassen sich in der App anpassen.

App – Soundcore

Wir hatten die Soundcore-App schon oft im Einsatz und können diese immer wieder nur empfehlen. Sie ist im Google PlayStore verfügbar und benötigt keinen Account für die Funktion, wohl aber ein paar Berechtigungen.

Für die Space Q45 ist die App fast schon ein Muss, denn nur über die App lässt sich der LDAC-Codec aktivieren. Überhaupt standen auch eine ganze Reihe an Firmwareupdates bereit. Leider nur einmal mit richtigem Change Log. Für die Nutzung von LDAC muss ein Update auf Version 2.X durchgeführt werden. Für die Nutzer ohne LDAC bleibt die Version bei 1.X, beide Versionen bekommen dann die gleichen Bugfixes und so weiter, sie bleiben dadurch nach der führenden Ziffer auf demselben Versionsstand. Aktuell in etwa 1.13 und 2.13.

Abgesehen von diesem recht wichtigen Part, ist natürlich die Steuerung des ANC-Modus möglich. Es lässt sich auch festlegen, in welcher Stufe dieser eingreifen soll und ob es manuell oder automatisch passiert. Eine recht neue Funktion ist die Echtzeitmessung der Dezibel, die von den Kopfhörern erzeugt werden. Weiterführend kann man dann ein dB Limit festlegen, um seine Ohren zu schonen.

Auch die Steuerung lässt sich leicht anpassen. Durch die vielen Knöpfe ist zwar fast alles abgedeckt, aber es lässt sich noch einstellen, durch welche Modi der NC-Button rotieren soll und ob die „BassUp“- Funktion für diesen Button aktiviert wird, wenn man ihn zweimal schnell drückt. Letzteres ist aber nur in Verbindung mit dem Soundprofil „Soundcore Signature“ möglich. Aktiviert man „BassUp“ mit einem anderen Profil, wechselt dieses auf „Soundcore Signature“. Nach dem Deaktivieren von „BassUp“ liegt dann wieder das vorherige Profil an.

Einen Hörtest à la HearID, wie bei den Space A40 gibt es leider nicht, aber auch so steht ein umfangreicher Equalizer, aber auch eine Vielzahl an vorgefertigten Profilen zur Verfügung, in die man definitiv mal reinhören kann.

In den erweiterten Einstellungen lässt sich außerdem eine Option gegen Windgeräusche aktivieren, die Kopplung mit zwei Geräten gleichzeitig ermöglichen und die paar Sounds deaktivieren. Auch wann sich der Kopfhörer bei nicht Nutzung abschaltet, kann hier in festen Schritten gewählt werden.

Sprachqualität

Zwar sind Over-Ears nicht primär dafür ausgelegt, um Telefonate zu führen, die Soundcore Space Q45 bieten aber trotzdem zwei Mikrofone und eine vollständige Telefonsteuerung.

Die Qualität der Telefonate ist allerdings eher durchwachsen. Mal versteht man den Träger der Over-Ears sehr gut, mal eher weniger. Die Stimme wirkt etwas entfernt und neigt auch mal dazu, blechern zu klingen. Hier würde ich allenfalls kurze Telefonate empfehlen, ansonsten kann das für den Gesprächspartner recht anstrengend werden.

Besser sieht es bei der Reichweite aus. Zwar muss man auch bei den Space Q45 zwischen LDAC Nutzung und der Nutzung von SBC oder AAC unterscheiden, aber alle drei Varianten haben eine deutlich bessere Reichweite, als die Space A40 In-Ears. So kann man sich mit aktiver LDAC-Verbindung auch mal in den Nebenraum begeben, ohne dass die Verbindung aussetzt. Ohne LDAC ist die Reichweite sogar mit über 15 Metern richtig hoch und bleibt auch bei einer Wand dazwischen stabil.

Akkuleistung der Soundcore Space Q45

Soundcore Space Q45 Test Akku

Akkus und Over-Ears sind eine nette Kombination. Soundcore verbaut einen 750 mAh Akku in den Space Q45 und gibt sich selbst wieder höchst selbstsicher mit den Angaben der Laufzeit. So sind alle eigenen Messungen wieder bei 60 % Lautstärke entstanden, was immerhin etwas mehr Saft erfordert als die üblichen 50 %. Allerdings sind die Messungen auch ohne LDAC entstanden, also nur unter AAC.

Eine volle Ladung, mit AAC und ANC bei 60 % Lautstärke soll bereits 50 Stunden für Musik sorgen. Ohne ANC sogar 65 Stunden. Das sind mal richtig krasse Werte. Im Test habe ich die Kopfhörer halb voll aus der Verpackung genommen und musste ewig nicht laden, dabei habe ich viel und recht laut Musik gehört. Die zweite Ladung war dann so beständig, dass ich die Kopfhörer nicht unter normalen Bedingungen im Testzeitraum entleeren konnte. Also haben Sie auch mehrere Stunden Musik abgespielt, ohne dass jemand zuhörte.

Ich kann somit sagen, dass die 50 Stunden mit aktivem ANC nicht so weit hergeholt sind. Ergänzt man LDAC, sollten immer noch zwischen 40 und 45 Stunden drin sein und bei maximaler Lautstärke, bleiben wohl noch 35-40 Stunden. Also mehr als genug, um auch einen langen Flug zu überstehen oder die Kopfhörer auf einen längeren Trip ohne Lademöglichkeit mitzunehmen.

Aber selbst, wenn die Space Q45 dann mal leer sind, braucht man nicht viel Zeit, um diese wieder aufzuladen. Lediglich 2 Stunden sind nötig, um eine volle Ladung in die Over-Ears zu pressen. Aber bereits nach 5 Minuten sind schon wieder 4 Stunden drin, zumindest unter den Bedingungen von Soundcore.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Zusammenfassend bieten die Soundcore Space Q45 ein gutes Klangerlebnis und haben viele Reserven in Form des Equalizers an Bord. Diese Reserven, in Form von anderen Soundprofilen, könnte manch einen stören, da er nicht die volle Leistung ab Werk abrufen kann. Die App ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Ich finde sie klasse und sehe den Mehrwert, wodurch es mich auch nicht stört, dass Features wie LDAC nur über diese zu haben sind. Eigentlich müsste es aber auch möglich sein, den Codec ohne die App zu aktivieren.

Aber auch eindeutigere Dinge, wie ein nicht optimaler Tragekomfort in Form eines zu losen Sitzes, graben den Soundcore Space Q45 Punkte ab. Hier sei jedoch gesagt, dass nur selbst Ausprobieren Klarheit bringt. Anderer Kopf, anderes Ergebnis. Stark ist wieder die Akkuleistung. So viele Stunden, mit so vielen aktiven Features halten nicht alle Over-Ears durch. Da hat die Space-Reihe anscheinend einen Fuß in der richtigen Tür.

Wer also für 150 € einen klanglich ausgezeichneten, ausdauernden Kopfhörer sucht und sich mit der App arrangieren kann, dem wird hier geholfen. Wer aber wirklich ein astreines Gesamtpaket will, bei dem alles stimmt, dem eher nicht. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung bekommt der Soundcore Space Q45 also nicht.


Gesamtwertung
82%
Design / Verarbeitung
85 %
Tragekomfort
75 %
Soundqualität
90 %
Sprachqualität
70 %
ANC-Qualität
80 %
Akkuleistung
100 %
Preis / Leistung
75 %

Preisvergleich

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