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Teclast T40s im Test – ein klassisches 150€ Couch-Tablet?

Getestet von Danny am
Vorteile
  • schickes Metallgehäuse, wertig und Stabil
  • gutes hochauflösendes Display
  • 128GB, Erweiterbarer Speicher
  • sehr gute Stereolautsprecher
Nachteile
  • kein SIM-Slot
  • durchschnittliche Performance
  • mittelmäßige Akkulaufzeit
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Das Teclast T40S ist eine abgespeckte, aber nicht uninteressante Lite-Variante der Teclast T40-Serie, von der wir erst kürzlich das Teclast T40 Pro im Test hatten. Während Hardware, Kamera, Speicher und Display gleich geblieben sind, beschränken sich die Einsparungen beim Lite-Modell auf die Akkugröße, den Prozessor und den Verzicht auf einen SIM-Slot. Reines Android 12, ein 10,4 Zoll großes IPS-Display, 128 GB Speicher und 8 GB Ram und ein MediaTek Kompanio 500 Prozessor versprechen dennoch zumindest eine solide Performance für einfache Aufgaben.

Design & Verarbeitung

Teclast T40S Test Testbericht 1

Die erste Überraschung von Teclast ist die einwandfreie und hochwertige Verarbeitung. Das kompakte Tablett strahlt durch sein Aluminiumgehäuse Robustheit und Stabilität aus. Die Tasten haben keinen Spielraum. Die Verarbeitung ist sauber. Links oben befinden sich die Lautstärkewippe und der Power-Button. Auf der gleichen Seite befindet sich der USB-C-Anschluss und das Mikrofon. Auf der Unterseite befinden sich links und rechts die beiden Stereolautsprecher, die ein hervorragendes und auch bei maximaler Lautstärke noch optimales Klangbild liefern. Auf der Oberseite haben wir noch den Einschub für eine MicroSD-Karte. Leider muss man auf einen Klinkenanschluss verzichten und auch ein Fingerabdruck-Scanner sowie Face-Unlock sind nicht vorhanden. Im oberen Bereich der Rückseite gibt es eine Plastikblende, die für einen besseren Empfang sorgen soll.

Mit 478 Gramm ist das Teclast T40s kein Leichtgewicht. Ein längeres Halten, auch mit zwei Händen, kann schon nach kurzer Zeit unangenehm werden. Auf der Rückseite befindet sich dann noch eine Kamera und ein Blitz, der durch das Kameraglas wie eine zweite Kamera aussieht. Darunter befinden sich das Logo des Herstellers.

Die Verarbeitung des Teclast T40s ist auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Eine Verarbeitung, die eher auf ein Gerät im höheren Preissegment schließen lässt. Saubere Übergänge, die Tasten sitzen fest, Stabilität und Haltbarkeit sind gegeben. Allerdings muss man mit dem höheren Gewicht leben. Ein typischer Nachteil von Tablets mit Metallgehäuse.

Zubehör des Teclast T40S

Teclast T40S Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind lediglich:

  • Netzstecker
  • USB-C Kabel
  • SIM-Nadel

Display des Teclast T40s

Teclast T40S Display 3

Teclast setzt beim T40s auf ein 10,4 Zoll großes IPS-Panel im 16:10 Format. Das Display löst mit 2000 x 1200 (Full-HD+) auf, was einer Pixeldichte von 230 Pixel pro Zoll entspricht. Für den Alltag ist diese Schärfe ausreichend, es gibt aber einen Treppeneffekt bei den Icons und eine gewisse Unschärfe über das gesamte Bild. Spiele und Filme lassen sich dennoch gut betrachten. Die Displayhelligkeit ist ausreichend. In Innenräumen ist das Tablet noch gut ablesbar, draußen im Freien ist jedoch kaum noch etwas zu erkennen.

Die Farben wirken kräftig, etwas zu warm kalibriert, die Kontraste hingegen sind zufriedenstellend. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig und auch die Blickwinkelstabilität ist ausgezeichnet. Nur an den Rändern gibt es den typischen IPS-Schatten. Mit MiraVision hat der Benutzer aber genügend Möglichkeiten, das Display an seine Bedürfnisse anzupassen. Dafür ist ein Lob angebracht.

Auf eine automatische Helligkeitsregelung muss leider verzichtet werden. Ein Dunkelmodus und ein Lesemodus sind vorhanden, letzterer sorgt dafür, dass die Anzeige den Blaulichtanteil reduziert, was ein angenehmeres Lesen ermöglichen soll. Mit Widevine L3 ist fehlt dem Tablet enttäuschenderweise die Zertifizierung, um pay-to-watch Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime Video in HD-Auflösung abzuspielen. Das gilt natürlich nicht für kostenlose Streaming-Plattformen wie YouTube.  

Leistung und System

Das Teclast T40s wird von einem MediaTek Kompanio 500 (MT8183) angetrieben. Dies ist auffällig, da Tablets in dieser Preisklasse eher Prozessoren des kleineren Herstellers UniSoc verwenden. Der MediaTek Chip stammt aus dem Jahr 2019 und wird im 12 nm Verfahren gefertigt. Als GPU kommt der Mali-G72 zum Einsatz. Vier leistungsstärkere Cortex A73 Kerne und vier stromsparende Cortex A53 Kerne, die alle mit bis zu 2 GHz takten.

Antutu (v9)
Geekbench Single (v5)
Geekbench Multi (v5)
3DMark (Wildlife)

Die Benchmarkwerte zeigen, dass der MediaTek Prozessor gar nicht so schlecht ist und sich im Vergleich zur Konkurrenz im gleichen Preissegment gut schlägt. Allerdings ist die Leistung im Alltag eher schwankend. Während Multimedia, wenn auch mit vereinzelten Rucklern, noch ausgezeichnet funktioniert, ist spätestens beim Multitasking schnell die Luft raus. Eingaben werden verzögert umgesetzt und erfordern oft einen dritten oder vierten Tastendruck, bevor sich das Programm öffnet. Viele Fehleingaben werden beim Tippen registriert. Das Nachladen von Apps dauert nicht selten bis zu zehn Sekunden. Auch der Wechsel vom Querformat zum Hochformat kann manchmal einige Versuche (und je nach Stimmung auch Nerven) kosten. Selbst ein einfaches Foto oder Video kann aufgrund der Verzögerungen schon etwas Geduld kosten.

Einfache 3D-Spiele laufen dagegen recht gut und bereiten keine Probleme. Auch die Ladezeiten der Anwendung sind zügig. An Bord sind 8 GB LPDDR4X Arbeitsspeicher, gefolgt von 128 GB UFS 2.1 Speicher. Sollte der Speicher einmal knapp werden, gibt es die Möglichkeit, den Speicher per Micro-SD Karte zu erweitern. Die Lesegeschwindigkeit des internen Speichers liegt bei 518,2 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit bei 346,5 MB/s. Das sind gute Werte.

System des Teclast T40s

Der chinesische Hersteller hat sich für ein reines Android 12, ohne jegliche Bloatware entschieden – eine gute Entscheidung. Der Google Play Store ist vorinstalliert, die deutsche Sprache natürlich auch. Der Sicherheitspatch ist vom April 23. Insgesamt lief das System in unserem Test gut. Zudem finden sich Einsteiger in der sauberen Android-Oberfläche schnell zurecht. Wer allerdings sein System den eigenen Vorlieben anpassen möchte, hat bei Stock-Android wie gewohnt etwas weniger Auswahl.

Kamera

Die 13,2-Megapixel-Kamera mit einer Blende von f/2.8 macht wahrlich keine schönen Fotos. Für einen kleinen Schnappschuss, um ein wichtiges Dokument festzuhalten oder für ein kurzes Videotelefonat sollte es reichen, aber etwas Ernstes ist es nicht. Zu verrauscht, zu flach, zu überbelichtet wären nur einige Probleme. Bei Videos zeichnet die Hauptkamera mit einer Auflösung von 1920 x 1080p und die Frontkamera mit 1280 x 720p auf. Die Bildqualität ist befriedigend. Die Tonqualität des Mikrofons ist in Ordnung.

Konnektivität und Kommunikation

Das Teclast T40s unterstützt sowohl WiFi 5 als auch Bluetooth 5.0. Ein Steckplatz für eine SIM-Karte ist vorhanden, jedoch ohne Funktion. Hier lässt sich nur die Micro-SD Karte zur Speichererweiterung einsetzen. Für das Surfen unterwegs muss man daher auf das Smartphone als Hotspot zurückgreifen. Die Verbindung über WiFi funktioniert problemlos und die Empfangsqualität ist einwandfrei. Selbst auf dem Balkon über mehrere Betonwände hinweg war die Verbindung stabil und es gab keine Aussetzer. Über Bluetooth konnten Headset, Smartphone und Controller problemlos verbunden und ohne Aussetzer genutzt werden. Das GPS funktioniert nur mittelmäßig. Eine Standortbestimmung ist mit den Satellitensystemen GPS, GLONASS und Galileo möglich, allerdings wird der Standort nicht allzu genau bestimmt. Für eine verlässliche Navigation ist das Teclast T40S daher nicht besonders gut geeignet. Das Teclast T40s verfügt nicht über ein Gyroskop oder ein FM-Radio.

Akkulaufzeit des Teclast T40s

Das T40s verfügt über einen 6000 mAh Akku, der mit maximal 10 Watt aufgeladen werden kann. Auch die Akkulaufzeit ist ein zweischneidiges Schwert. Während Musik oder Videos den Akku einigermaßen human belasten, lassen Office-Aufgaben, das Spielen von Games, einfaches Lesen oder Facebook den Akku rasant sinken. Die maximale Akkulaufzeit lag so bei etwa drei bis fünf Stunden aktiver Nutzung. Aufgeladen wird das Tablet mit dem mitgelieferten Kabel in etwa drei Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Danny

Der Teclast T40s ist ein solides Gerät, wenn man weiß, wofür man es benutzen sollte. Im Test glänzt das Gerät vor allem mit seiner sehr hochwertigen Verarbeitung. Auch das Display kann in dieser Preisklasse durchaus als gut bewertet werden. Die Leistung genügt für einfache Anwendungen, ein paar Sekunden Wartezeit sollten den Nutzer aber nicht abschrecken. Als positiv kann in diesem Zusammenhang der große System- und Arbeitsspeicher bezeichnet werden. Bei der Akkulaufzeit ist das Tablet aber unterdurchschnittlich und auch der Verzicht auf einen SIM-Slot könnte einige Nutzer stören.

Wer ein Tablet mit solider Leistung und hochwertiger Verarbeitung für Videos und Games auf der Couch sucht, bekommt mit dem Teclast T40S ein brauchbares Gerät. Wer hingegen auf eine gute Performance angewiesen ist, sollte eher zum Teclast T40 Pro (Zum Test) greifen.

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TesterBen
Mitglied
Mitglied
TesterBen(@testerben)
1 Jahr her

Das T40 Pro kostet bei Amazon mit Gutschein gerade 158 Euro.
Also definitiv die bessere Wahl! 🙂

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_97143)
1 Jahr her

Das T40s hat den gleichen SOC wie der Einsteiger-Tablett P30S. Mit wundert dass es im Antutu-Benchmark deutlich schneller ist (201500 vs. 162806 Punkte) während die Unterschiede beim Geekbench im Bereich von 5 % liegen.

Jason
Gast
Jason (@guest_97188)
1 Jahr her
Antwort an  Jürgen

Das T40s hat MT8163 und der P30s den MT8183

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_97199)
1 Jahr her
Antwort an  Jason

Dann steht das falsch in diesem Test und auch der eine Screenshot führt in die Irre.

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_97252)
1 Jahr her
Antwort an  Danny

Okay. Damit ist es der gleiche Prozessor wie im P30S und der geschilderte deutliche Leistungsvorteil von 24 % nur im Antutu-Benchmark ist schwer nachvollziehbar.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
1 Jahr her
Antwort an  Jürgen

Servus, es sieht mir so aus, als wären einfach Speicher und GPU Performance im Antutu vom P30S schwächer gewesen. Geekbench und 3DMark Werte stimmen nahezu überein.

Beste Grüße

Jonas

Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_97279)
1 Jahr her
Antwort an  Jonas Andre

Zusammenfassend würde ich da behaupten: Es ist ein P30S mit besserem Display und mehr Speicher, dafür aber auch deutlich teurer. Die Kameras sind nur unwesentlich besser. Der Vorteil beim Antutu-Benchmark dürfte in der Praxis kaum zu spüren sein – es lohnt sich, nach günstigen Angeboten für das T40pro Ausschau zu halten.

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