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Tronsmart Spunky Pro im Test – klein aber oho

Getestet von Max Drechsel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • sehr kleine Earbuds
  • guter Klang
  • angenehmer Tragekomfort
  • gute Touchsteuerung
  • Bluetooth 5.0
  • IPX5 Rating
Nachteile
  • recht kleiner Akku
  • Sprachqualität nur ausreichend
  • seltene, kurze Aussetzer

Schon wieder Tronsmart Spunky Buds? Hatten wir die nicht erst? Nicht ganz, zuletzt gab es die Tronsmart Spunky Buds als Neuauflage von Padmade unter dem Namen PAMU. Heute legt Tronsmart selber nach und führt ein neues Modell ein, die Tronsmart Spunky Pro. Wo die Reise mit dieser neuen Generation wohl hingeht?

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Tronsmart Spunky Pro Test 3

Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob Tronsmart eine höhere Liga anstrebt, die Spunky Pro in Koexistenz mit den Spunky Buds im Handel bleiben sollen oder ob die Spunky Pro der Nachfolger der Spunky Buds sind. Egal wie man sich das bei Tronsmart gedacht hat, die Spunky Pro machen vieles anders als die Spunky Buds und das fällt schon beim Auspacken auf und das ist auch gut so!

Zugegeben, die Verpackung ist nach wie vor keine Augenweide und relativ langweilig. Das Design der Ladestation hingegen war schon bei den Spunky Buds interessant.

Tronsmart Spunky Pro Test 4 Tronsmart Spunky Pro Test 15 Tronsmart Spunky Pro Test 14Tronsmart Spunky Pro Test 5

Man bekommt eine runde Station, deren Deckel etwas vertieft sitzt. Drückt man auf einen Knopf, der sich bei den Spunky Pro an der Nordseite befindet, klackt es und der Deckel springt einen Spalt auf. Dieser lässt sich anschließend zur Seite schieben. Dabei gibt es keinen Einrastpunkt oder eine Sperre, der Deckel lässt sich also um 360° drehen. Der Widerstand könnte etwas höher sein. Es ist außerdem immer noch davon auszugehen, dass der Deckel in geöffnetem Zustand eine Schwachstelle darstellt und voll ausgefahren recht einfach abbrechen kann. Immerhin ist die Überlappung zwischen Deckel und Ladestation etwas größer, sodass die Angriffsfläche kleiner ausfällt.

Überhaupt hat man für die Spunky Pro an den Maßen geschraubt. Die Ladestation hat etwas an Umfang eingebüßt und auch in der Höhe ist man etwas geschrumpft. Der Durchmesser beträgt jetzt 6 cm und die Höhe 3,3 cm. Bei den Spunky Buds kam man da noch auf 7,5 cm und 3,5 cm in der Höhe. Das Ganze macht die Spunky Pro etwas handlicher. Angeblich hat man aber beim Akku leicht zugelegt. Statt 470 mAh kommen nun 500 mAh zum Einsatz. Das revidiert sich allerdings schnell, sobald man in die Anleitung schaut. Hier steht nur noch etwas von 400 mAh, was wesentlich realistischer erscheint. Als Anzeige kommen weiterhin 4 weiße LEDs zum Einsatz, die den Akkustand der Station in 25 % Schritten anzeigen.

Tronsmart Spunky Pro Test 12 Tronsmart Spunky Pro Test 11 Tronsmart Spunky Pro Test 10Tronsmart Spunky Pro Test 13

Eine noch viel gewaltigere Veränderung haben die Earbuds, also die eigentlichen Spunky Pro vollzogen. Während die Spunky Buds Maße von 3 x 3 x 2 cm (L x B x H) an den Tag legen, haben die Spunky Pro eine krasse Schlankheitskur durchlaufen. 1,9 x 1,5 x 2,1 cm messen diese gerade noch. So richtig deutlich wird die Schrumpfung auf Zwergengröße allerdings erst im Direktvergleich, hier stellvertretend mit dem Padmate PAMU.

Tronsmart Spunky Pro Vergleich3 Tronsmart Spunky Pro Vergleich2 Tronsmart Spunky Pro Vergleich4

Das neue Design ist nicht nur besser, Tronsmart hat damit wohl die zurzeit kleinsten Earbuds im Angebot. Natürlich bleibt die Touch Fläche erhalten. Mit 14 x 19 mm fällt sie aber relativ klein aus. Das macht aber nichts, denn ertasten lässt sie sich trotzdem gut. Auch auf der Oberseite untergebracht wurde eine winzige LED die blau und rot leuchten kann und an derselben Stelle auch das Mikrofon. Ob dieses ebenso kleine Mikro brauchbar ist, klären wir gleich noch.

Tronsmart Spunky Pro Test 9 Tronsmart Spunky Pro Test 8 Tronsmart Spunky Pro Test 7

Für mich sind die Spunky Pro erstmal eine riesige Verbesserung. Mir gefällt, dass die Earbuds super klein sind und auch das allgemeine Design und die Verarbeitung hat sich verbessert, da alles kompakter ist und weniger Angriffsfläche bietet.

Lieferumfang der Tronsmart Spunky Pro

Tronsmart Spunky Pro Test 2

Die Verpackung ist wie gesagt etwas schmucklos und langweilig. So richtig aussagekräftig sind die Daten auf der Rückseite auch nicht. In der Schachtel erhält man dann, neben den Earbuds selbst:

• Ladestation (400 mAh 5V/2A)
• Mehrsprachige Bedienungsanleitung
• 3 Paar Aufsätze (S, M, L)
• USB Type-C auf USB-A Kabel (25 cm)
• Garantiekärtchen (englisch)

Tragekomfort

Tronsmart Spunky Pro Ohr 2

Tronsmart hat auch daran gedacht, die Aufsätze für die Earbuds der kleinen Bauform anzupassen, dadurch passen diese nicht nur optisch zu den Earbuds, sondern ergänzen diese auch gut. Schon die vormontierten Aufsätze dichten gut ab und sitzen bequem. Eine leichte Verbesserung gibt es dennoch, wenn man Foamschaum Aufsätze nimmt und auf den 5 mm Lautsprecherausgang stöpselt.

Tronsmart Spunky Pro Ohr 1Durch die geringe Größe passen die Earbuds auch locker unter einen Helm. Sie stören definitiv nicht bei der Arbeit und sollten auch in kleinere Ohren ohne Probleme passen. Der Halt ist ebenfalls sehr gut und ich musste quasi nie nachjustieren oder Angst haben, dass die Spunky Pro bald Flügel bekommen und das ganz ohne die wuchtigen Haken der Spunky Buds. Das Gewicht fällt mit 3,4 Gramm denkbar gering aus.

Ebenfalls toll ist die Ladestation. Die geringere Größe macht sich sofort bemerkbar – oder besser gesagt, macht sich nicht bemerkbar. Abgesehen vom Deckel ist diese vollkommen glatt und abgerundet. Schmiegt sich also gut in der Hose an und wirkte unter anderem durch das geringe Gewicht von 40,9 Gramm zu keiner Zeit störend. Definitiv eine starke Verbesserung zu den klobigen Spunky Buds, auch wenn die Ladestation damals schon gut weggekommen ist.

Soundqualität

Design also super, Tragegefühl ebenfalls toll, fehlt eigentlich nur eins oder? Stimmt auch der Sound. Die Spunky Buds konnten ja zuletzt im Nachtest mit den Padmade PAMU nicht mehr wirklich überzeugen, dafür gibt es einfach mittlerweile zu viel Konkurrenz, die es besser macht. Mit den Spunky Pro mischt sich das Feld allerdings neu und bisher hat man die klanglichen Qualitäten meist eher in größeren Earbuds untergebracht. Egal ob Xiaomi, 1More oder Meizu. Earbuds, die klanglich ordentlich was auf dem Kasten haben, fallen eher größer aus. Das ist nicht verwunderlich, da beispielsweise Bass besser wirkt, wenn er mehr Raum bekommt. Schafft es Tronsmart da mit den Zwergen mitzuhalten?

Rohdaten:

Frequenz: 20–20000 Hz
Bluetooth: 5.0
Chipset: –
Reichweite: 10 Meter
Modellnummer: Spunky Pro
Widerstand: 35 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 95 dB
Apt-X: Nein
Codecs: A2DP 1.3, HFP 1.7, HSP 1.2, SBC, AVRCP 1.6
Akkukapazität EB: 35 mAh / 5V
Akkukapazität LS: 400 mAh / 5V
Wasserresistenz: IPX5

Sound

Tronsmart Spunky Pro Treiber

Etwas ungewöhnlich ist, dass man nicht wenigstens mit dem AAC Audiocodec wirbt, nachdem aptX nicht zum Einsatz kommt. Im Datenblatt steht davon nichts, das Smartphone der Wahl nutzt AAC aber trotzdem. Wäre sonst auch etwas traurig gewesen, rüstet man doch immerhin auf Bluetooth 5.0 auf.

Nun aber zum Sound. Vorab direkt: Der ist gut, hinterlässt aber einen leichten Beigeschmack. Dieses Geschmäckle rührt daher, dass die Earbuds sehr Tiefen-betonend abgestimmt sind. Dadurch eliminiert man weitestgehend ein Kratzen in Höhen und kann auch ansonsten die Abtrennung der einzelnen Tonebenen weitestgehend gut über die Bühne bringen, es klingt aber auch alles leicht dumpf.

So richtig wollen die höheren Tonlagen dann nämlich auch nicht zum Spielen rauskommen und bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück. Dafür kann man mit dem Spunky Pro aber auch noch auf voller Pulle gut Musik hören.

Durch diese Tiefenbetonung kommt es auch vor, dass ein paar feine Details verschluckt werden. Insgesamt hat das Hören mit den Spunky Pro aber Spaß gemacht. Die Audiodateien müssen nicht in abnormal hoher Auflösung vorliegen, denn die Earbuds kommen auch mit mäßigerem Material gut zurecht.

Kurzum, die Spunky Pro sind toll und sollten definitiv in die engere Auswahl, haben aber nicht ganz den Detailreichtum der Spitzenklasse. Dafür sind sie aber auch nur halb so groß wie die meisten anderen Earbuds.

Pairing

Tronsmart Spunky Pro Bluetooth

Das Pairing ist dank Bluetooth 5.0 kinderleicht. Angeschaltet werden die Kopfhörer schon beim Herausnehmen aus der Ladestation, einen Moment später sind sie auch schon im Pairing-Modus. Ist dann ein Host Gerät in der Nähe, wird die Verbindung sofort hergestellt. Die Einzelnutzung ist ebenso einfach wie das nachträglich Einbinden des zweiten Earbuds, dafür wird das Lied nur kurz unterbrochen.

Es gibt auch eine Reihe an Steuerbefehlen, die man mit den Spunky Pro nutzen kann. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Belegung des “lauter und leiser” machens, sowie das Weiterschalten von Titeln. Nach einer Weile kommt man aber gut damit zurecht.

Tronsmart Spunky Pro Bedienung

3 Sekunden links/rechts drücken: einschalten
5 Sekunden links/rechts drücken: ausschalten
2 Sekunden links/rechts drücken: Sprachassistent

1 x links/rechts drücken bei Anruf: annehmen / beenden
2 Sekunden links/rechts drücken bei Anruf: ablehnen

1 x links/rechts drücken: Pause/Play
2 x rechts drücken: nächster Titel
3 x rechts drücken: vorheriger Titel
2 x links drücken: Lautstärke erhöhen
3 x links drücken: Lautstärke verringern

Manuelles Abschalten ist also ebenso möglich wie das Justieren der Lautstärke direkt am Earbud. Damit lassen die Spunky Pro kaum Wünsche offen. Automatisch wird nach vier Minuten abgeschaltet.

Das Pairing zu meinem Arbeitslaptop hat allerdings nicht so gut funktioniert. Aufbauen lässt sich die Verbindung einfach, das war kein Problem, aber es gab immer wieder Abbrüche. Es ist durchaus möglich, dass dies am Laptop liegt. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass dieser nicht der ideale Bluetooth Tester ist, allerdings war es bisher nicht so schlimm.

Aber mit dem Handy in der Hose gab es nur selten kurze Aussetzer, die sich aber nicht aktiv reproduzieren ließen. Abschließend ist mir nur aufgefallen, dass die ersten 1–2 Sekunden eines Liedes, nach einem Titelwechsel ab und an verschluckt werden, was ich persönlich aber nicht als besonders schlimm wahrgenommen habe, aber es ist eben aufgefallen.

Sprachqualität

Ja, wer kleine Kopfhörer baut, muss irgendwo Abstriche machen. Letztlich war es quasi von Anfang an klar, dass die Spunky Pro keine besonders guten Mikrofone haben. Das Gesprochene klingt dementsprechend sehr undynamisch, teilweise etwas robotisch. Verstehen kann man sich zwar noch ausreichend gut, aber die beste Qualität hat ein Gespräch nicht.

Zusätzlich werden relativ viele Störgeräusche aufgenommen. Nicht so viel wie ich erwartet hätte, hier und da war es aber dennoch störend. Die Spunky Pro sind also eher nichts für stundenlange Gespräche. Für kurze Intermezzos unterwegs reicht es aber.

Dabei darf man sich gute 15 Meter von seinem Host Gerät entfernen. Bei einer Wand dazwischen sind noch ca. 7 Meter möglich. Die Reichweite sackt also recht arg zusammen, was auch an der geringen Fläche für eine Antenne liegen könnte.

Akkuleistung

Tronsmart Spunky Pro Test 1

Auch akkutechnisch sind den Spunky Buds Grenzen gesetzt. Der einzelne Earbud muss mit einer Kapazität von gerade mal 35 mAh auskommen, das ist nicht sehr viel. Nicht insgesamt und schon gar nicht im Vergleich zu anderen Earbuds. Trotzdem erreichen die Earbuds für ihre Verhältnisse eine brauchbare Laufzeit von 3 ½ Stunden und das bei ca. 70-80 %. Auf voller Pulle sind es dann nicht ganz 3 Stunden. Man holt also relativ viel aus dem kleinen Akku heraus.

Die Ladestation ist durch die geringe Größe ebenfalls nicht besonders betucht und bietet 400 mAh. Von 5 möglichen Ladungen werden 4 vollständige Ladungen erreicht. Eine vollständige fünfte Ladung kommt nicht ganz zustande.

Die Earbuds brauchen dabei nur knapp 20 Minuten für eine Ladung, was relativ schnell ist. Die Ladestation ist in unter einer Stunde voll und nutzt übrigens einen modernen USB Type-C Port.

Tronsmart Spunky Pro Wireless Charging

Aber halt, Tronsmart hat noch ein Ass im Ärmel. Die Ladestation unterstützt auch kabelloses Laden! Dieses Feature funktioniert einwandfrei und lädt die Station in ca. 1 1/2 Stunden vollständig auf.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Mit den Spunky Pro macht man nichts falsch. Gerade Leute, die nach kleinen Earbuds suchen, kommen um die gelungenen Kopfhörer kaum herum. Hier hat man wirklich schmale Earbuds mit gutem Klang. Und auch wenn dieser vielleicht nicht auf Top-Niveau agiert, ist er keinesfalls als schlecht einzuordnen.

Schwächen gibt es hauptsächlich bei der Sprachqualität, was für die meisten nebensächlich sein dürfte. Ankreiden lassen muss man sich auch die geringe Akkukapazität, die aber noch für brauchbare Laufzeiten sorgt.

Ich empfehle die Spunky Pro gerne weiter. Tronsmart hat hier gezeigt, dass man kann, wenn man will. Die Spunky Buds hingegen haben ausgedient, egal ob von Tronsmart oder Padmade. Selbst der Preis kann sich sehen lassen. Mit ca. 35 € kann man durchaus von einem Preis/Leistungs-Tipp sprechen.


Gesamtwertung
83%
Design / Verarbeitung
95 %
Tragekomfort
95 %
Soundqualität
85 %
Sprachqualität
70 %
Akkuleistung
75 %
Preis / Leistung
80 %

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