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Xiaomi Mi 11 Pro – ein besseres Mi 11 nur für China

Mit dem Xiaomi Mi 11 und dem am 29. März vorgestellten Mi 11 Ultra sind zwei Flaggschiffe für dieses Jahr bekannt. Das gilt aber nur für den europäischen Markt – in China ist Xiaomi künftig breiter aufgestellt. So ist das neue Mi Mix Fold (ein faltbares Modell) nur in China erschienen. Selbiges gilt für das Xiaomi Mi 11 Pro, um das es in diesem Artikel gehen wird. Wir zeigen euch, was wir in Deutschland aktuell verpassen und ob sich ein Import des Flaggschiff-Smartphones lohnen könnte.

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Abmessungen, Design & Farbauswahl

Das Xiaomi Mi 11 Pro misst 164,3 x 74,6 x 8,53 Millimeter und wiegt 208 Gramm. Optisch erinnert es deutlich an das Mi 11 und weniger an das Mi 11 Ultra, dessen Design von einem riesigen Kamera-Element dominiert wird. Mehrere Kameras kriegen wir auch bei diesem Modell. Sie sind allerdings in der linken oberen Ecke angebracht. Daneben befindet sich der LED-Blitz und weiter unten ein vertikal angebrachter Xiaomi-Schriftzug. Das Mi 11 Pro erscheint in den Farbvarianten Schwarz, Grün und Lila.

Die Farbvarianten des Mi 11 Pro

Auf der Vorderseite haben wir es erneut mit einem gigantischen Display zu tun – 6,81 Zoll misst es in der Diagonale. An den Seiten geht das Display in den Rahmen über und die Ecken sind abgerundet. Die Frontkamera findet in einem Punch Hole ihren Platz, das in der linken oberen Ecke angebracht ist. Genau wie beim Mi 11 sieht die Front des Mi 11 Pro futuristisch und aufgeräumt aus, auch wenn das Kinn immer noch etwas größer ist als die anderen Ränder.

Im Rahmen verbaut Xiaomi einen Ein-/Ausschalter, die Lautstärkewippe und einen USB C-Anschluss (2.0). Der Schacht für die Nano SIM-Karten ist unten neben einem der beiden Lautsprecher – Stereo-Sound ist also auch wieder mit dabei. Auf einen analogen Audioanschluss oder ein Slot für microSD-Karten müssen wir leider weiterhin verzichten. Aber das Mi 11 Pro ist ebenso wie das Mi 11 Ultra komplett staub- und wasserdicht nach IP68 Standard.

Technische Daten des Xiaomi Mi 11 Pro

Prozessor, Speicher & Akku

Wie fast jedes aktuelle Flaggschiff-Smartphone ist auch das Xiaomi Mi 11 Pro mit dem Snapdragon 888 von Qualcomm ausgestattet. Lange Erläuterungen sind an dieser Stelle wohl nicht nötig. Es handelt sich um den aktuell schnellsten Chip für Android-Smartphones. Für die nächsten drei bis vier Jahre sollte er für alle Anforderungen genug Leistung bieten. Allerdings hat der Prozessor unter Vollast mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen. Mit wahlweise acht oder sogar zwölf Gigabyte RAM ist auch der Arbeitsspeicher des Mi 11 Pro großzügig bemessen.

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Der interne Speicher des Xiaomi Mi 11 Pro ist übrigens nicht erweiterbar und wahlweise 128 oder 256 Gigabyte groß. Der Akku misst 5.000 mAh – rund 400 mAh mehr als beim Mi 11 also. Geladen wir wahlweise per Kabel oder kabellos mit bis zu 67 Watt. Die Ladegeschwindigkeit stellt beim Wireless-Charging einen neuen Rekord auf. Ein entsprechendes Netzteil liegt auf Wunsch im Lieferumfang bei, für den Wireless-Charger zahlt man in China nur einen Aufpreis von 25 Euro. Reverse Wireless Charging mit bis zu zehn Watt wird ebenfalls unterstützt.

Display & Kameras des Xiaomi Mi 11 Pro

Spätestens seit dem Mi 11 ist Xiaomi in der Königsklasse der Displays angekommen. Für das Xiaomi Mi 11 Pro gilt das ebenso. Für dieses Modell wurde offensichtlich dasselbe Panel verwendet. 6,81 Zoll in der Diagonale, AMOLED mit 120 Hertz und 3.200 x 1.440 Pixel, HDR10+ und 1.700 Nits maximale Helligkeit – besser geht es eigentlich nicht. Geschützt wird der Bildschirm vom brandneuen Gorilla Glas Victus.

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Bei den Kameras hat sich Xiaomi hingegen nicht für Copy-and-Paste entschieden – das Setup des Mi 11 Pro ist ein gänzlich anderes. Als Hauptsensor kommt hier der Samsung ISOCELL GN2 zum Einsatz – mit 50 Megapixel und einer Größe von 1/1,12 Zoll. Wieder mit an Bord sind 8K-Video und die Weitwinkelkamera mit 13 Megapixel und einer Brennweite von 24 Millimeter (Kleinbildäquivalent).

Auch die Tele-Kamera unterscheidet sich vom Setup des Mi 11 – im Xiaomi Mi 11 Pro kommt der Sensor auf acht Megapixel und eine fünffache Vergrößerung. Auf der Front haben wir es erneut mit einem 20 Megapixel-Sensor von Samsung zu tun.

Konnektivität

In diesem Preisbereich kann und sollte man alles erwarten und Xiaomi liefert auch alles. Das Mi 11 Pro bietet Dual-SIM mit parallelem Zugriff auf 5G, VoLTE, Wifi 6, Bluetooth 5.2, NFC und natürlich GPS. Auch LTE Band 20 ist in der China-Version vorhanden.

  • 5G: n1 / n3 / n28 / n41 / n77 / n78 / n79
  • 4G: FDD-LTE: B1 / B2 / B3 / B4 / B5 / B7 / B8 / B12 / B17 / B18 / B19 / B20 / B26 / B28
  • TDD-LTE: B34 / B38 / B39 / B40 / B41 / B42
  • 3G: UMTS: B1 / B2 / B4 / B5 / B6 / B8 / B19
  • 2G: GSM: B2 / B3 / B5 / B8

Wer das Xiaomi Mi 11 Pro aus China importiert, wird also auch hierzulande ganz normal das deutsche Netz nutzen können. Wunderbar!

Preis, Verfügbarkeit & Fazit

Ist das Xiaomi Mi 11 Pro der bessere Deal als das hier gezeigte Mi 11?

Das Xiaomi Mi 11 Pro erscheint in China (und vorerst auch nur in China) zu Preisen ab 4.999 Yuan (646 Euro). Wer mehr Speicher und mehr RAM will, muss 5.299 Yuan (685 Euro) oder sogar 5.699 Yuan (737 Euro) bezahlen. Damit ist das teuerste Mi 11 Pro mit 12/256 Gigabyte günstiger als das günstigste Mi 11 mit 8/128 Gigabyte in Deutschland (799 Euro). Das macht einen Import über Shops wie Tradingshenzhen oder CECT-Shop interessant. Beide Reseller haben einen zollfreien Versand und übernehmen die Einfuhrkosten für den Käufer. Einen kleinen Preisaufschlag verlangen die Shops dafür aber auch.

Lohnt sich also der Import des Xiaomi Mi 11 Pro? Eigentlich spricht vieles dafür, unter anderem der größere Akku und die unter Umständen bessere Kamera. Das in Deutschland wichtige LTE-Band 20 wird auch vom chinesischen Xiaomi Mi 11 Pro unterstützt. Außerdem lässt sich beim Import möglicherweise ein Schnäppchen machen, wodurch ihr sogar ein bisschen sparen könnt. Die Kehrseite der Medaille ist das ausschließlich englischsprachige MIUI, das am besten durch die Xiaomi.EU ROM ersetzt werden sollte.

Quellen

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6 Kommentare
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Christian
Gast
Christian (@guest_76495)
7 Tage her

Es ist wirklich schade, dass nur das hässliche Ultra den Weg zu uns findet. Ich hatte extra mit dem Kauf des normalen Mi 11 gewartet bis das Pro erscheint. Wie sieht es denn bei einen Import mit Banking Apps aus? Kann man sie bedenkenlos installieren? Habe schon mehrfach gelesen, dass man das nur bei Smartphones machen soll, die auch in der EU verkauft werden. Mit einen englischen Menü könnte ich ja noch leben.

DaniSelk
Gast
DaniSelk (@guest_76488)
7 Tage her

Kleine Randnotiz: Scheinbar wurde beim Mi 11 Pro die Vaporchamber vergrößert (durch den größeren Akku war scheinbar mehr Platz vorhanden) und es wurde zusätzlich ein Wärmeleitpad, wie es mittlerweile auch bei Desktop Hardware üblich ist verwendet. Dadurch wurde der Benchmark Score des Mi 11 übertroffen. Throttling wurde zumindest in den ersten Videos nicht dokumentiert.
Ich hoffe dass dieses Kühlkonzept auch den Weg ins Mi 11 Ultra gefunden hat.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
7 Tage her

Hallo,
auch nach längerem Nachdenken erschließt sich mir nicht, was bei einem Smartphone ‘futuristisch’ ist, wenn das Display vorn ist und aussieht wie alle anderen auch.

Gruß Georg

Bleibt alle gesund!

Thomas
Gast
Thomas (@guest_76464)
8 Tage her

208g was ein Brocken…
Über 170g muss mich das Endgerät schon stark überzeugen, dass ich es kaufe.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
7 Tage her
Antwort an  Thomas

Hallo,
der regelmäßige Verzehr von ein paar Haferflocken hilft!

Gruß Georg

Thomas
Gast
Thomas (@guest_76469)
7 Tage her
Antwort an  Wackelohr

Dann solltest du noch ein paar davon essen. Vielleicht ist es dir dann möglich andere Interessen und Meinungen zu akzeptieren.