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Yi Outdoor & Dome 1080p Überwachungskamera im Test

Getestet von Leonardo Staub am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • gute Bildaufnahmen
  • gute App-Anbindung
  • viele Funktionen
Nachteile
  • keine Anbindung an Alexa und Co.
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Wer derzeit den Wunsch hat, seine eigenen vier Wänden mit Überwachungskameras auszustatten, hat es nicht gerade leicht. In den unterschiedlichsten Preisklassen finden sich nämlich benutzerfreundliche Systeme von einer Vielzahl an Herstellern, die alle versprechen, die intelligenteste und am besten zu bedienende Überwachung zu ermöglichen. Unter diesen befindet sich auch die chinesische Marke Yi, die Bekanntheit durch die Kooperation mit Xiaomi erlangte und bei uns bereits mit mehreren Kameraprodukten, die durch ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis hervorstachen, auf sich aufmerksam machen konnte. Neulinge im Portfolio des Herstellers sind die Yi Outdoor Camera 1080p und die Yi Dome Camera 1080p, die preissensiblen Käufern einen günstigen und qualitativ hochwertigen Einsteig in die Welt der Überwachungskameras versprechen. Wir haben die beiden Kameras in den letzten Wochen für euch getestet und herausgefunden, ob der Hersteller erneut seine Versprechen halten kann.

Lieferumfang

Beiden Kameras liegt im weißen Karton noch Zubehör bei, dass den Einsatz der Kameras „out of the box“ ermöglicht.

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Die Outdoor Kamera ist unterm Strich mit etwas mehr Zubehör ausgestattet als die günstigere Dome Camera. Neben den Befestigungsschrauben und den entsprechenden Dübeln, gibt es zu dem Gerät noch Kabelclips und einen Kreuz-Schraubendreher (dazu später mehr). Ansonsten bietet der Lieferumfang beider Kameras keinen Platz für Kritik. Die notwendigen Extras sind alle mit an Bord.

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Verarbeitung

Yi Outdoor Camera 1080p

yi kameras outdoordome 7Die Yi Outdoor Kamera besteht abseits des Kugelgelenks aus Aluminium vollständig aus weißem Plastik. Nur der Bereich um die Linse herum, unter welcher sich auch die Infrarotsensoren für die Sicht bei Nacht befinden, ist schwarz gehalten. Trotz der Auswahl der Materialien hinterlässt die Kamera aber einen hochwertigen Eindruck. Spaltmaße und Verarbeitungsqualität sind auf einem hohen Niveau.

yi kameras outdoordome 9An der Unterseite der Kamera sind hinter einem Gitter das Mikrofon und der Lautsprecher. Auf die Funktionen der beiden Komponenten gehe ich später noch im Detail ein. Ebenso auf der Unterseite befindet sich der Micro-SD Kartensteckplatz, der jedoch von einer Klappe abgedeckt ist, um die Kamera im Freien wasserdicht zu machen. Um diese zu öffnen, bedarf es den beigelegten Schraubendreher. Zwei weitere Schrauben in der richtigen Größe liegen als Ersatz bei.

yi kameras outdoordome 8Das Stromkabel der Outdoor Kamera endet an einem Ende in einem USB-A Anschluss, der an jedes erdenkliche USB-A Netzteil angeschlossen werden kann und damit nicht zwingend auf das mitgelieferte Netzteil angewiesen ist. Leider ist das Kabel jedoch an der Unterseite der Kamera fest angebracht, sodass ein Austausch des Kabels, beispielsweise bei Beschädigung, nicht ohne Weiteres möglich ist. Zum Verlängern des 3 Meter langen Kabels kann jedoch auf ein handelsübliches USB-A Verlängerungskabel zurückgegriffen werden.

Das Kugelgelenk wird an der Kamera angeschraubt und ermöglicht es, die Linse manuell in jede erdenkliche Richtung auszurichten. Einen Motor zum Verstellen des Winkels besitzt die Outdoor Kamera im Gegensatz zur Dome Kamera nicht. Der Mechanismus zum Verstellen des Winkels wirkte aber hochwertig und zeigte auch bei mehrfacher Verwendung keine Anzeichen davon, seine Kraft zu verlieren. Am Endstück des Kugelgelenks sitzt eine Plastikplatte, die der Anbindung an einer Oberfläche dient. Für sehr glatte Flächen, die nicht gebohrt werden sollen, kann man auf das bereits angebrachte Klebeband zurückgreifen. Ansonsten können die beigelegten Schrauben und Dübel genutzt werden.

Yi Dome Camera 1080p

yi kameras outdoordome 1Im Gegensatz zur Outdoor Kamera setzt der Hersteller bei der Dome Kamera auf ein schwarzes Gehäuse aus Plastik mit silbernen Akzenten. Auch hier sind um die Linse herum unter einer schwarz glänzenden Fläche die Infrarotsensoren für die Nachtsicht verbaut.

Im unteren Teil des Gehäuses, sitzt der Motor zum Verstellen der Kamera. Besonderheit bei der Dome Kamera von Yi schlechthin ist nämlich die Funktion, die Kamera um 360 Grad drehen zu können und auch den Winkel der Linse vertikal verstellen zu können. All dies erfolgt via App und lässt sich auch aus der Ferne tätigen. Die verbauten Motoren arbeiten dabei sehr genau und lassen somit auch feine Einstellungen zu. Zudem sind die Bewegungen nahezu geräuschlos und ziehen damit keine ungewollte Aufmerksamkeit auf die Kamera.

yi kameras outdoordome 2Im Sockel sind aber auch hier jeweils Mikrofon, Lautsprecher und ein frei zugänglicher Micro-SD Kartensteckplatz verbaut. Erfreulicherweise setzt der Hersteller bei diesem Modell auf die Stromzufuhr via Micro-USB, sodass das beigelegte Micro-USB auf USB-A Kabel unproblematisch durch ein anderes ersetzt werden kann.

An der Unterseite der Kamera kann zudem der beigelegt Sockel befestigt werden, den man dazu verwenden kann, die Dome Kamera hochkant an der Decke zu befestigen. Die dafür notwendigen Schrauben inklusive Dübeln sind Teil des Lieferumfangs. Auch bei der Dome Kamera leistet sich der Hersteller keine Patzer, sodass auch das günstigere Geräte mit einer hochwertigen Verarbeitung aufwarten kann.

App-Anbindung

Ein kleines Vorwort an dieser Stelle zum Thema App-Anbindung, denn mit der Vielzahl der heutzutage angebotenen Smart-Home Systemen verliert man doch schnell den Überblick. Die Entscheidung für ein System ist nämlich teils deutlich schwerwiegender als man womöglich beim Kauf der ersten Gerätschaft meist denken mag. Um nämlich alle Geräte über eine einzige App anbinden zu können und diese auch miteinander zu vernetzen, ist der Kunde meist dazu gezwungen, nur Produkte eines einzelnen Herstellers zu erwerben. Natürlich gibt es auch markenübergreifende Anbindungen wie Amazon Alexa, HomeKit oder Google Home, die genau diese Problematik zu lösen zu versuchen, doch nicht alle Hersteller unterstütze diese bereits. Dies ist leider auch bei den getesteten Yi Kameras der Fall.

Nun aber zu den Kameras selbst. Diese lassen sich nämlich über die App namens „Yi Home“ anbinden und ansteuern. Die einmalige Einrichtung am Anfang verlief problemlos und schnell. Zum einen wird der Einrichtungsprozess in der App angestoßen, zeitgleich berichten aber die Kameras selbst via Sprachansage über ihren Status und den nächsten Schritt, den man tätigen muss. Letzten Endes muss dann nur noch das Wlan-Passwort hinterlegt werden und ein QR-Code auf dem Display des Smartphones durch die Kamera selbst gescannt werden. Insgesamt bedarf es maximal 2 Minuten bis eine Kamera in der App angebunden ist und genutzt werden kann. Am Ende des Einrichtungsprozess kann man jeder Kamera einen individuellen Namen geben und sie einem bestimmten Raum zuordnen.

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In der App selbst stehen vier Hauptreiter zur Verfügung. Der erste und wichtigste ist die Hauptseite „Devices“, die eine Übersicht der angebundenen Kameras darstellt. Von hier aus können neue Geräte eingebunden, Aufnahmen abgerufen oder Einstellungen an den bereits vorhandenen Kameras vorgenommen werden. In den Einstellungen können allerhand Feinheiten angepasst werden. So können zum einen Komponenten wie das Mikrofon, die Infrarotlichter und die Status-LED am Gehäuse als auch die Kamera selbst ausgeschaltet werden. Des Weiteren können Funktions- und Netzwerkeinstellungen aufgerufen oder angepasst werden und die Kameras mit einem PIN versehen werden.

In den weiteren drei Reitern der App können die in der Cloud gespeicherten Aufnahmen abgerufen, neue Funktionen entdeckt und das Nutzerprofil angepasst werden.

Bei der alltäglichen Nutzung hat mir die Nutzung der App gut gefallen. Sie ist übersichtlich gestaltet und logisch strukturiert, sodass die benötigte Funktion immer schnell gefunden ist. Schade ist, dass die Oberfläche derzeit aus einer Mischung aus Englisch und Deutsch besteht und man daher bestenfalls des Englischen mächtig sein sollte. Zudem würde den Kameras die Unterstützung von Amazon Alexa oder Google Home wirklich gut stehen. Dieses Extra wäre mir persönlich auch ein paar Euro mehr wert.

Funktionen

Der primäre Unterschied zwischen den beiden Kameras liegt prinzipiell darin, dass die Dome Kamera beweglich ist, aber nicht mit Wasser in Kontakt geraten darf. Bei der Outdoor Kamera ist genau das Gegenteil der Fall: die Linse wird starr ausgerichtet, das Gehäuse ist aber gegen äußere Einflüsse geschützt. Ansonsten besitzen die Yi Outdoor Camera 1080p als auch die Yi Dome Camera 1080p nahezu die selben Funktionalitäten, die die Kameras für weitere Einsatzmöglichkeiten wappnen.

Bewegungserkennung

Natürlich besitzen beide Kameras die Funktion der Bewegungserkennung, die eine Aufnahme automatisch beim Erfassen einer Bewegung startet und auf Wunsch den Nutzer via Push-Benachrichtigung informiert, sowie auch optional einen akustischen Alarm auslöst. In der App lässt sich die Empfindlichkeitsstufe festlegen, um nicht durch irrelevante Bewegungen unnötig benachrichtigt zu werden. Zudem lässt sich auch ein Zeitplan erstellen, der dabei hilft, die Bewegungserkennung an bestimmten Wochentagen und zu bestimmten Uhrzeiten aktiv zu halten. Auch lässt sich eine sogenannte Aktivitätenregion bei der Outdoor Camera einrichten, welche die Bewegungserkennung auf einen Ausschnitt des Bildbereichs begrenzt.

Zusätzlich zu den genannten Optionen bietet die Dome Kamera auch die Möglichkeit, das Objekt mit der Linse zu verfolgen. Beide Kameras können außerdem auch als Babyphone verwendet werden, indem sie eine Pushbenachrichtigung und eine Aufnahme starten, wenn sie einen entsprechenden Lautstärkepegel über das Mikrofon wahrnehmen.

Nachtsicht

Beide Kameras besitzen Infrarotleuchten, die auch eine monochrome Aufzeichnung bei absoluter Dunkelheit ermöglichen. Vorteil dieser Technik ist, dass die Kamera nicht durch wahrnehmbare Beleuchtung Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Resultate sind zudem sehr ansehnlich und reichen beispielsweise zur klaren Erkennung eines Gesichts. Leider konnte man jedoch bei der Outdoor Kamera, im Gegensatz zur Dome Kamera, die Infrarotleuchten leicht schimmern sehen.

Panoramaufnahmen

Mit der Dome Camera lassen sich auch Panoramaaufnahmen erstellen, bei denen sich die Kamera einmal um ihre Achse dreht. Zudem können bei der Dome Kamera auch bestimmte Positionen als Favorit eingespeichert werden, die direkt eingenommen werden, wenn der entsprechenden Button gewählt wird. Auch kann die Kamera konstant automatisch schwenken, um den Radius der Bewegungserkennung deutlich zu erweitern.

Lautsprecher und Mikrofon

Mithilfe der verbauten Lautsprecher und Kameras ist es mit beiden Kameras möglich, akustische Signale aufzunehmen oder auch auszusenden. So kann mithilfe der Kameras mit dem Postboten am Hauseingang kommuniziert werden.

Kameraqualität

yi kameras outdoordome 3Die Kameras können entweder via Bewegungserkennung oder durch das manuelle Auslösen in der App eine Video- oder Bildaufnahme starten. Die verbaute Technik zur Aufzeichnung unterscheidet sich bei den Kameras dabei nur marginal, wie man der folgenden Tabelle entnehmen kann:

Yi Outdoor KameraYi Dome Kamera
Auflösung1080p1080p
Kamerawinkel110°112°
Brennweite3.9mm2.6mm

 

yi kameras outdoordome 10Die Aufnahmen sind unterm Strich bei beiden Kameras, dem Einsatzzweck entsprechend, gut. Die Auflösung ist auf einem vernünftigen Niveau und auch die Farbdarstellung sowie die Dynamik sind ausreichend.

In einer Timeline lassen sich im Nachhinein zudem alle Videoaufnahmen ansehen, um nachvollziehen zu können, zu welcher Zeit jeweils welche Aufzeichnung entstanden ist.

Speicheroptionen

yi screenshot 14Wie bei vielen anderen Konkurrenzmodellen lassen sich auch die Aufnahmen der beiden Yi Überwachungskameras entweder in der Cloud oder auf einer eingelegten Micro-SD Speicherkarte abspeichern. Für die Nutzung der Yi Cloud ist neben einem Account auch ein monatlich kostenpflichtiges Abonnement notwendig, das entsprechend des gewählten Umfangs sich in seinem Preis unterscheidet. Die detaillierte Staffelung ist umfangreich und lässt sich hier einsehen: Beeinflussende Faktoren sind die Dauer der Aufbewahrung, die Anzahl der Kameras und die Art der Aufzeichnung (Bewegungserkennung oder durchgängig). Gut zu wissen: für alle Neukunden gibt es einen Monat kostenlose Cloud Nutzung.

Testergebnis

Getestet von
Leonardo Staub

Mit den beiden Überwachungskameras von Yi, der Dome Camera und der Outdoor Camera, erhält man zu einem fairen Preis hervorragende Überwachungskameras, die sowohl in ihrer Verarbeitung als auch in ihren Funktionen zu überzeugen wissen. Last but not least ist auch die Qualität der Aufnahmen auf einem guten Niveau, sodass es schwer ist, Argumente gegen die beiden Kameras zu finden. Persönlich vermisse ich eine Anbindung an bekannten Smart Home Systemen wie Google Home, entsprechende Konkurrenzmodelle kosten aber meist deutlich mehr. Die Yi Überwachungskameras sind daher eine klare Kaufempfehlung! Alternativ könnt ihr euch zur Outdoor Überwachung auch Xiaomi Überwachungskameras oder die Anker EufyCam E mal genauer anschauen!

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Andre GöttelLeonardo_StaubChristophMike Letzte Kommentartoren
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Andre Göttel
Gast
Andre Göttel

Zeichnet die Outdoor Cam denn nun Bilder oder Videos auf? Wir haben Zuhause eine Cam, die auf Bewerbung reagiert und ein Foto schiesst. Dann habe ich ein top Bild vom rechten Fuss. Nun braucht die Cam 30 Sekunden bis zum nächsten Foto. Bis dahin ist der Einbrecher aus dem Blickfeld und ich muss ihn anhand des Fusses zur Fahndung ausschreiben. Video ist wichtig. Danke

Mike
Gast
Mike

Ich würde sie gerne mit meiner NAS oder einem anderen Cloud-Dienst nutzen… aber die Firmware erlaubt nur China-Cloud. Mit den Internet-Anleitungen komme ich nicht mit… Kannst du da helfen?

Christoph
Gast
Christoph

Das wäre auch meine Frage: besteht die Möglichkeit die Aufnahmem im eigenen Netzwerk zu speichern?