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AirAux AA-DH1 Bluetooth Lautsprecher im Test

Getestet von ManU L am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • rubustes Design und Verarbeitung
  • sehr guter Outdoorklang
  • RGB-LED Beleuchtung
  • viele Anschlüsse
  • TWS für zweiten Lautsprecher
  • sehr laut
  • schnelle Ladung möglich
  • Tragegurt
Nachteile
  • "nur" SBC-Codec
  • ausreichender Akku (4500mAh)
  • RGB-LED nicht im Takt zur Musik
  • Lautstärkeregelung sehr sprunghaft
  • Klang ist nicht sehr detailreich
  • keine Speicherung des RGB Modus
  • keine 3,5mm Klinke für AUX
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Bass! Bass! Wir brauchen … Ok … vielleicht brauchen wir erst mal wieder das perfekte Wetter um draußen Party zu machen, doch für die Hardliner unter uns gibt es immer was zu feiern, egal bei welchem Wetter. Und genau für diesen Anlass haben wir heute AirAux AA-DH1 Bluetooth Box für euch im Test.

Also Display heller drehen und es sich gemütlich machen, denn es wird heute laut – zumindest bei mir. Mit dem AirAux AA-DH1 will es Banggood in der eigenen Produktion mal so richtig „krachen“ lassen. Auch wenn die Modellbezeichnung nicht sofort im Gedächtnis hängenbleibt und eher an eine Batterie erinnert, die man normalerweise in Wanduhren steckt, lassen wir uns davon nicht abschrecken und gehen hier in dem Test richtig ins Eingemachte. Ob der AirAux AA-DH1 (zum Glück gibt es Copy-and-paste 😉) wirklich so „good-banged“, wird natürlich, wie immer hier, kritisch und ehrlich bewertet.

Im September hatte euch Erik bereits den Release des Lautsprechers angekündigt. Dort konnten wir auch schon einen ersten Eindruck erhaschen, was uns letztlich erwartet. Seine semi-euphorische Einschätzung war im ersten Moment auch völlig gerechtfertigt, da uns hier keine Wundertüte präsentiert wurde. 50W Gesamtleistung, coole RGB-Beleuchtung an der Vorderseite, Bluetooth 5.1, 4500 mAh Akku und IPX5 sind jetzt keine Spezifikationen, die einem die Tränen in die Augen treiben. Ein Special wäre hier vielleicht die „rhythm following dynamic“ RGB Beleuchtung. Schön ist hier auch die TWS Funktion, mit dem wir uns mit einem zweiten Lautsprecher koppeln können, auch wenn das mittlerweile schon fast Standard ist. Das hebt dann die Gesamtleistung auf 100W und kann schon ordentlich Dampf machen, wenn die Party etwas größer ist. Doch letzten Endes ist das alles „nur“ Theorie und gerade im Audio Bereich sagt das oft gar nicht mal so viel aus.

Blitzwolf – oder vielleicht auch nicht? … alles nicht so durchsichtig hier, leider. Auf der Internetseite von Blitzwolf finden wir diesen Lautsprecher momentan nicht. Auch die Produktbezeichnung gibt hier nicht so viel Aufschluss darüber, warum die „DH“ Serie jetzt für Bluetooth Lautsprecher steht. Mir sind die ganzen Bezeichnungen von AirAux und Blitzwolf sehr unschlüssig und ohne erkennbares System. So heißen die einen Bluetooth Kopfhörer von AirAux etwa „NH“ (vlt. für neckholder) und die Earbuds „UM“ (vlt. für … ähhm … joar …) Ich hatte schon mit Xiaomi meine Problemchen in der letzten Zeit, doch Blitzwolf toppt hier alles je dagewesene. Leider ist das in Bezug auf Marketing und Wiedererkennungswert sehr ungünstig. Das interessiert uns letztendlich aber deutlich weniger als das eigentliche Produkt mit dem Namen AirAux AA-DH1. 

Insofern starten wir, ohne noch groß auf unwichtigen Fakten rumzureiten, direkt erst mal ab ins …

Unboxing der AirAux AA-DH1 Bluetooth Box

Ich muss ehrlicherweise zugeben, als ich den Release gelesen und mir die Bilder zu dem AirAux AA-DH1 angeschaut habe, waren meine Erwartungen dazu nicht sehr positiv. Der Modellname hat jetzt auch nicht unbedingt meine Vorurteile vertrieben, sondern eher darin bestärkt, dass das ein nicht sehr ästhetisches Modell ist, was vermutlich so klingt, wie es aussieht. Ich habe mich gewaltig geirrt … dazu aber später mehr.

AirAux AA DH1 Unboxing14

Der Lieferumfang ist hier sehr unspektakulär, aber völlig ausreichend. Der Lautsprecher wird sicher durch eine Schaumstoffpolsterung in einer unscheinbaren weißen Kartonage geschützt. Als Zubehör finden wir hier oben in einer separaten Einkerbung, ein Handbuch, ein 1m langes USB-A auf USB-C-Kabel und einen ca. 1,40m langen Umhängegurt. Der Gurt macht einen soliden Eindruck und hat in der Mitte ein bewegliches Gummipolster.

 

Der Lautsprecher selber besitzt ein mattschwarzes und stabiles Plastikgehäuse und einen großzügigen und stabilen Haltegriff auf der Oberseite. Wer also seine 2 Kilogramm Kettlebells gerade nicht griffbereit hat, findet hier einen ordentlichen Ersatz.

AirAux AA DH1 Radiatoren15

An beiden Seiten der AirAux AA-DH1 finden wir zwei große passive Bass Radiatoren, die mit dem relativ unbekannten Markenlogo von AirAux versehen ist. Hier wäre eine Wiedererkennung da, wenn man das Logo häufiger auf den Geräten oder in der Werbung entdecken würde – ist aber leider nicht so. Das schwarze Gitter vorn schützt die Lautsprecherchassis ausgezeichnet gegen Stöße und Druck beim Transport oder Lagerung entstehen kann. Um die beiden 25W Breitbandchassis befinden sich 2 RGB-LED Ringe, die im ausgeschalteten Zustand von außen nicht erkennbar sind, allerdings einwandfrei und hell durchscheinen, sobald der Lautsprecher angeschaltet wird.

AirAux AA DH1 Unboxing13

Der Lautsprecher wiegt, wie oben schon angedeutet ca. 2kg, was nicht wenig ist, aber für die Größe und Leistung des Lautsprechers durchaus akzeptabel und nachvollziehbar scheint. Der AirAux AA-DH1 misst 34cm in der Breite, 13cm in der Tiefe und ist 17cm hoch.

%nameDer fest verbaute Akku des AirAux AA-DH1 ist mit 4500mAh nicht unbedingt übermäßig groß ausgelegt. Der Soundcore Motion Boom (Zum Test) klingt da im Vergleich mit 13400mAh deutlich mächtiger. Trotzdem reicht das für die meisten Anwendungszwecke allemal aus. Auf der Oberseite finden wir die gummierten Steuerknöpfe für unseren Lautsprecher, die leicht drückbar und eine gute Bedienung ermöglichen. Die Knöpfe sind mit einfachen und verständlichen Symbolen bzw. Text bedruckt und sind auch bei schwacher Beleuchtung gut lesbar. Wenn der Lautsprecher bei absoluter Dunkelheit im LED Betrieb ist, dann kann man die äußeren Knöpfe trotzdem erkennen, da sie passiv von der Innenseite angeleuchtet werden und ein wenig durchsichtig sind.

AirAux AA DH1 Knoepfe12

AirAux AA DH1 Test 15Ebenfalls auf der Oberseite finden wir an den beiden Rändern 2 Bügel für den Tragegurt. Diese sind aus Metall und sehr stabil. Ihr könnt hier also bedenkenlos den Gurt befestigen und diesen auch mit ordentlich Zugkraft belasten. Auf der Rückseite finden wir unter einem leicht zu öffnenden Gummideckel die Anschlüsse, mit denen wir unseren Lautsprecher laden, bzw. mit verschiedenen weiteren Musikquellen füttern können. Hier können wir ganz links Micro-SD Karten mit bis zu 64GB einlegen und Musik darüber offline abspielen. Rechts daneben kann man das Gleiche dann auch erneut mit einem USB-Stick machen oder alternativ diesen Anschluss dazu verwenden, um mit 5V/500mA sein Gerät zu laden, allerdings nur im eingeschalteten Modus. Leider haben wir hier nicht die Möglichkeit Analog über 3,5mm Klinke den Lautsprecher zum Beben zu bringen. Das ist ein kleiner Wermutstropfen.

Wem Musik hören allein nicht reicht, kann dann noch über die danebenliegende 6mm Klinke verwenden und ein Mikro aus dem Hut zaubern und rein grölen, was das Zeug hält. Die meisten von uns werden allerdings auf Bluetooth zurückgreifen. Hier bietet uns der AirAux AA-DH1 Bluetooth in der Version 5.1 allerdings nur mit einem sehr gewöhnlichen SBC Codec an. An sich hätte hier mehr drin sein können, doch am Ende ist das nicht so tragisch. Warum? – Erfahrt ihr später.

AirAux AA DH1 Unboxing 3

Auf der Unterseite finden wir auch 2 ordentliche Gummifüße, die einen stabilen Stand bieten und fest verklebt sind. Zusammenfassend kann man sagen, der AirAux AA-DH1 ist ein stabiler, gut verarbeiteter Lautsprecher, der viele Anschlussmöglichkeiten bietet, allerdings akkumäßig ein wenig unterdimensioniert ist. Der Lautsprecher erreicht euch gut verpackt, doch wird euch diese keine Freudensprünge entlocken, wenn ihr den Lautsprecher auspackt. AirAux spart hier für mich am richtigen Ende und bedient euch sehr emotionslos mit dem Wesentlichen.

Design und Verarbeitung

Auch wenn hierzu schon fast alles oben gesagt wurde, gibt es noch ein paar wichtige Einzelheiten zu erwähnen. Generell finde ich das Design nicht sehr ansprechend, schön ist für mich etwas Anderes. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nach dem ersten nicht so positiven Eindruck, ein wenig wohlwollender über das Aussehen gedacht habe, je länger ich den Lautsprecher genutzt habe. Der AirAux AA-DH1 soll kein Schönling, sondern ein Preis-Leistungs-Kracher sein. Und da muss man im Hinblick auf Optik ein wenig einsparen. Wobei ihr da natürlich auch ganz anderer Meinung sein könnt.

Wo AirAux beim AA-DH1 aber nicht gespart hat, ist im Thema Verarbeitung und Funktionalität. Das Plastikgehäuse ist wirklich sehr stabil und würde vermutlich ohne Weiteres auch stärkere Fremdeinwirkung gut wegstecken. Nichts wackelt hier, knarzt oder gibt einem den Eindruck, dass man bald was verliert. Auch die Integration der LED Beleuchtung ist nicht lieblos geschehen, sondern wirkt durchdacht und ist absolut gelungen. Man findet bei Banggood oder auch auf YouTube auch ein Video, wo ein asiatischer Kollege den Lautsprecher komplett zerlegt. Hier kann man auch gut sehen, dass alle Bauteile innen sicher verbaut und geschützt sind. Dank IPX5 Zertifikat müssen auch die wichtigsten Bestandteile gegen Staub- und Spritzwassereinfluss geschützt sein und das schafft der AirAux AA-DH1 mit Bravour.

Generell ist die Integration von Licht und Sound auf kleinen oder großen Feiern nicht mehr wegzudenken. Ob diese auch zwangsläufig in Bluetooth Lautsprechern integriert werden sollte, ist Geschmackssache. Ich finde es ehrlich gesagt als ein witziges, doch definitiv überflüssiges Extra. Leider hat AirAux hier auch nicht wirklich eine musik-synchrone Steuerung hinbekommen, sondern bietet eher eine Lightshow vom Fließband.

Da sich aber auch am Ende diesen Lautsprecher niemand in die Wohnzimmer-Wohnwand stellt, muss man auch ehrlich zugeben, dass der Fokus nicht zu sehr auf der Optik liegen sollte. Das gewählte Gehäusedesign (#kettlebell) ist für solch einen Lautsprecher durchaus sinnvoll und am Ende stellt man das Gerät auf Sand, Gras, Stein oder andere verdreckte Oberflächen.

Schade ist nur, wie bereits erwähnt, dass das Markenlogo bzw. der Markenname oben am Griff „versteckt“ wird und kein typisches Wiedererkennungsmerkmal sichtbar ist. Das Logo an den Radiatoren seitlich hat einfach noch nicht genug Marketing erhalten, um hier ausreichend im Kopf haftenzubleiben. Hier wäre es bestimmt noch besser, wenn man das Logo oder den Namen auf die Vorderseite packt, damit man auch gleich sieht, wer hier für Stimmung sorgt, weil sich AirAux hier auf keinen Fall verstecken muss, mit dem AA-DH1.

Bedienung und Pairing der AirAux AA-DH1 Bluetooth Box

Nachdem wir nun die Äußerlichkeiten erschöpfend behandelt haben, machen wir das Teil mal an und schauen uns die Funktionen genauer an.

AirAux AA DH1 Unboxing16

Die Bedienung findet hier ausschließlich über die gut zu drückenden Gummiknöpfe auf der Oberseite statt. Diese sind gut und verständlich beschriftet und haben einen sehr großen Abstand zueinander. Durch 2 Sekunden drücken des Power-Button ganz rechts, schalten wir den AirAux AA-DH1 an und wieder aus. Beim Einschalten begrüßt uns der Lautsprecher mit einem beherzten Startsound und einer kurzen Regenbogenanimation der LEDs. Kurz darauf kommt ebenfalls ein sehr ordentlich hörbares Glockenspiel, das uns anzeigt, dass sich der Lautsprecher im Pairing Modus befindet. Während des Pairingmodus wechselt auch die LED Beleuchtung in einen speziellen Modus, der abwechselnd auf der rechten und dann auf der linken Seite einen einfarbigen Farbkreis animiert.

Schade ist, dass der Lautsprecher über keine automatische Abschaltung verfügt. So würde sich unser Lautsprecher ohne unser Zutun bis zu einem kritischen Akkustand entladen und sich erst dann von allein verabschieden, wenn nichts mehr geht. Hier wäre eine frühere Abschaltung wünschenswert, doch AirAux appelliert hier an unsere letzten kognitiven Fähigkeiten und räumt uns noch ein wenig Restblut im Alkohol ein, daran zu denken den Lautsprecher am Ende der Party auch noch abzuschalten.

AirAux AA DH1 Ladung15Sollte eurer Akku sich durch Vergessen oder durch längeren Betrieb dem Ende zuneigen, könnt ihr diesem auch relativ schnell wieder in Betrieb nehmen. Mit 5V / 2A ladet ihr euren Lautsprecher in  weniger als den angebenden 4 Stunden. Bei mir waren es ungefähr 2,5 Stunden, bis der Akku wieder voll war.

Doch zurück zum Thema. Pairen können wir uns ganz gewöhnlich über das Bluetoothmenü unseres Gerätes. Dort sollten wir unter verfügbaren Geräten das Gerät „AA-DH1“ finden und problemlos koppeln können. Diese Kopplung wird auch akustisch durch den Lautsprecher bestätigt. Falls ihr kein Gerät mit dem o.g. Namen finden solltet, dann lasst die Playtaste für 2 Sekunden gedrückt. Damit werft ihr ein bereits gekoppeltes Gerät wieder raus und könnt ein neues Gerät damit koppeln – sehr nice.

Über die Lautstärketasten eures Gerätes oder des Lautsprechers ändert ihr die absolute Lautstärke des Lautsprechers. Schön ist, dass die Lautstärke auch über die RGB Beleuchtung angezeigt wird. Das bedeutet, dass die Lautstärke eures Gerätes mit der Lautstärke des Lautsprechers synchronisiert wird bzw. übernommen wird. In der Praxis bedeutet das – ändert ihr die Lautstärke am Zuspieler, ändert sich auch die Lautstärke am Lautsprecher um den Wert, der bei euch als Lautstärke am Gerät angezeigt wird – ändert ihr die Lautstärke am Lautsprecher über die + / – Tasten, ändert sich auch die Lautstärke auf eurem Gerät. Das heißt, 50% Lautstärke an eurem BT-Zuspieler = 50% absolute Lautstärke am Lautsprecher. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nicht 2 verschiedene Lautstärkeregelung hat (BT Ausgangspegel von eurem Gerät / Verstärker vom Lautsprecher), allerdings nimmt man hier auch leider die deutlich gröbere Regelung in Kauf, die am Ende gar nicht mal so unwesentlich ist.

Lässt man die beiden Knöpfe + / – 2 Sek gedrückt, können wir zu dem nächsten (+) oder zu dem vorigen (-) Titel springen. Der Playknopf spielt natürlich auch das eingelegte Medium auf Knopfdruck ab, bzw. startet den Streamingdienst, der im Zwischenspeicher von unserem BT Gerät liegt. Wenn wir beim Abspielen den Playbutton erneut drücken, wird, wie zu erwarten, der abgespielte Titel pausiert.

Über den Bass Schalter ganz links können wir den „bass mode“ aktivieren, der auch in einer teils sehr undeutlichen Stimme diesen noch mal akustisch bestätigt. Drücken wir diesen erneut, kommen wir zurück in den „normal mode“, welcher auch akustisch angesagt wird. Der AirAux AA-DH1 startet aber immer im „normal mode“.

Der Schalter mit dem sonnenähnlichen Symbol (2te von links) steuert die RGB Lichtshow der LEDs. Hierbei startet der Lautsprecher auch immer wieder im 1. Modus, bei welchem beide LEDs bunte Kreise ziehen. Insgesamt verfügt die Lichtshow über 8 Modi, die nacheinander anwählbar sind. Der 9. Modus, der danach kommt, ist der LED aus Modus. Diesen hätte ich mir gern als ersten Modus gewünscht, da für jeden, der nicht immer den Lichtshow-Modus verwenden möchte, gezwungen ist, sich erst mal einen Wolf zu drücken, bis die LEDs wieder aus sind. Am Ende ist das kein riesiges Unterfangen, doch mir persönlich würde die Reihenfolge deutlich mehr zusagen, wenn der Lautsprecher ohne LEDs starten würde. Optional wäre es natürlich auch praktisch, wenn der letzte eingestellte Modus gespeichert werden würde, hat hier dann aber anscheinend nicht mehr ins Budget gepasst.

AirAux AA DH1 RGB Akku

Als Referenz, was für einen Unterschied es machen kann, die LEDs anzulassen, habe ich bei dem Tronsmart Bang mini Lautsprecher gefunden. Hier wurde im Handbuch angegeben, dass man ohne LEDs bis zu 15h Musik hören kann und mit LEDs nur noch 5 Stunden. 10 Stunden weniger Musik ist schon echt eine Hausnummer … ich denke spätestens jetzt werden viele drauf verzichten, wenn sie das wissen.

Beim AirAux AA-DH1 können wir nur vermuten, doch hier sind ähnliche Werte angegeben. Einmal wird von 5 Stunden Spielzeit geschrieben und an anderer Stelle von 10 Stunden. Da hier der Akku auch ähnlich groß ist, können wir davon ausgehen, dass wir hier ebenfalls eine deutliche Laufzeitverringerung haben.

%nameAm Ende bleibt uns noch ganz rechts der TWS Button, der uns mit einem zweiten Lautsprecher verbinden lässt. Diese Funktion finde ich überaus hilfreich, da ich selber auch bei meinen Earfun und Dockin Lautsprechern diese Funktion nutze und das Endergebnis mehr als überragend ist. Man bekommt in einem Stereomodus so eine breite Bühne geliefert und verdoppelt die Leistung und das Klangerlebnis. In den Kopplungsmodus gelangt man durch einmaliges Drücken des Schalters und beendet ihn auch wieder, durch erneutes Drücken. Die TWS Funktion ist brachial. Die 100 Watt und saubere Stereotrennung stampft bei momentan 100€ PRO PAAR alles ein, was wir als Alternative auf dem Markt finden. Wer den Platz und Bock hat es richtig krachen zu lassen, wird vollste Zufriedenheit hier verspüren.

AirAux AA DH1 AnschluesseAuf der Rückseite habt ihr hier auch über den USB-Anschluss die Möglichkeit euer Zuspielgerät aufzuladen, allerdings, nur wenn der Lautsprecher aktiv ist und dann auch nur mit relativ schwachen 500mA bei 5V. Bei einem angeschalteten Tablet auf höchster Helligkeit könnte das noch nicht mal reichen um einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten und dient eher als Notreserve, anstatt eine vollwertige Powerbank zu ersetzen. Immerhin ist ein Parallelbetrieb von der Ladung unseres Lautsprechers und ein gleichzeitiges Laden über den USB-Port des AirAux AA-DH1 möglich.AirAux AA DH1 Test19 In die offline Modi gelangen wir, wenn der AirAux AA-DH1 bereits gestartet ist und wir dann entweder die Mikro-Sd-karte oder den USB-Stick einstecken. Lässt man eines dieser drei Anschlüsse eingesteckt und startet den Lautsprecher neu, ist man wieder im Bluetooth Modus und muss den gewünschten Eingang erst wieder trennen und erneut einstecken, damit er wieder aktiviert wird.

Dass das nicht komfortabel ist, muss ich wohl keinem von euch näher erläutern. Inwieweit es auch Sinn macht, über die Schnittstellen Mikro-SD und USB größere Musikdatenbanken zu managen, bleibt jedem auch seiner eigenen Fantasie frei zu bewerten. Meine hat jedenfalls nicht dazu gereicht, hier einen sinnvollen Gedanken zu erhaschen. Trotzdem habe ich mir die Mühe gemacht und geschaut, welche Formate der AirAux AA-DH1 frisst und siehe da, FLAC mag er schon mal nicht. Wer allerdings WAVE, MP3 oder WMA im Gepäck hat, kann hier problemlos durchstarten. Unterordner werden von dem Lautsprecher akzeptiert und problemlos in mindestens 2 Unterordnern noch ausgelesen. Das Abspielen findet alphabetisch vom obersten Ordner im Hauptverzeichnis des Datenträgers statt. Danach ist man gezwungen über 2sek. Drücken der + / – Tasten, die gewünschten Titel zu überspringen bzw. auszuwählen. Ich wünsche jedem, der dazu Lust hat, viel Erfolg und ein langes Leben.

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Zu guter Letzt eine wirkliche Besonderheit für einen Bluetooth Lautsprecher in dieser Größe: eine 6mm Klinke für einen Karaokebetrieb. Kulturell liegt der Wunsch, abgespielte Lieder mit seiner engelsgleichen Stimme zu begleiten, eher weiter im Osten, im Land des Herstellers, doch will ich hier niemanden die Freude daran nehmen und auch jedem, die Benutzung dieser Funktion von Herzen gönnen, wenn sie nicht so schlecht wäre. Eigentlich kennt man diese Funktion eher aus sündhaft teuren mobilen Riesenlautsprechern, die allerdings fast permanent ihres Angebotsdaseins mit unglaublichen Rabatten verkauft werden (90%+). Da ich von diesen nicht so viel halte und mir auch nur schwer vorstellen kann, dass auch nur ein halbwegs talentierter Straßenmusiker auf so ein Gerät zurückgreifen wird, will ich auch hier an der Stelle jedem talentierten Sänger die Vorfreude nehmen und sagen, dass er mit dem AirAux AA-DH1 seine Musikkarriere nicht wirklich pushen kann.

Der 6mm Klinke Karaoke Eingang ist mit einem sehr starken Hall und Equalizer versehen, dass es einfach nur grausam ist, darüber seine eigene Stimme zu hören. Der Eingang läuft parallel zur wiedergegebenen Musik und ist nicht in der Lautstärke regelbar, es sei denn, ihr könnt das Mikro separat regeln. Ok … meine Stimme ist generell überall grausam anzuhören, doch meine bessere Hälfte allerdings kann ausgezeichnet singen und selbst sie konnte es selber nicht ertragen sich zu hören, so schlecht ist hier der Effekt, der auf die Stimme gelegt wird. Schade, da dieses Feature ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal für die Sänger unter uns gewesen wäre. So ist es leider nur ein cooles Feature auf dem Papier, welches in Wirklichkeit einfach nutzlos ist. Und wenn ich schon bei der Kritikkeule bin, mach ich gleich noch ein wenig weiter, da das nächste Kapitel im Test überaus positiv ausfallen wird.

Was ebenfalls wirklich nicht gut ist, ist die Lautstärkeregelung. Die Sprünge, gerade in den unteren 4 Stufen sind derart groß, dass man oft in die Situation kommt, nicht die passende Lautstärke für sich zu finden. Die Stufe 1 ist schon ordentlich, da man erwarten würde, auf Stufe 1 noch nicht viel zu hören. Hier ist die Stufe 1 allerdings schon sehr deutlich hörbar und nur dann leise, wenn man im Freien ist. Aber auch die Stufen 2-4 sind sehr sprunghaft, sodass man ab Stufe 5 schon mit einem sehr ordentlichen Pegel unterwegs ist. Insgesamt stehen uns hier 16 Stufen zur Verfügung.

Als Beispiel könnt ihr hier im Vergleich einmal die Lautstärkeschritte bei dem Tronsmart Bang mini hören – ebenfalls ein 50W Lautsprecher, den wir im Test haben. (sorry, Sound ist nur links wegen mono Aufnahme und ich habe beim Exportieren nicht aufgepasst. Klappt aber zu Veranschaulichung trotzdem)

Und hier der AA-DH1

Wie man hier gut hören kann, sind die ersten 5-6 Stufen beim Tronsmart Bang mini kaum hörbar, wo allerdings der AA-DH1 schon fast auf 50% der Lautstärke springt. Die letzten 5 Stufen sind beim AA-DH1 kaum merkbar, wo der Tronsmart allerdings noch mal richtig zulegt.Die Lautstärkepegel sind beim AirAux AA-DH1 auf der Stufe 1 in meinem Testsetup bei um die -33dB. Stufe 2 hat schon -28dB. Stufe 3 springt dann schon auf -21dB und Stufe 4 schießt bereits das Transistormikro ohne Vordämpfung durch mit -15dB. Alles, was danach kommt, war auch nicht mehr interessant, da es im 1-stelligen dB Bereich war.

AirAux AA DH1 Test18

Das Testsetup war ein einfaches externes Mikro und Audacity. Gemessen wurde brownsches Rauschen auf 1,30m Entfernung. Die dB Werte sagen erst mal nichts über die Lautheit, doch zeigen, wie hoch die Sprünge hier sind in den ersten Stufen. Nachdem wir nun endlich wissen, wie das Teil funktioniert, kommen wir nun endlich zum Sound und finden raus, wie gut der AirAux AA-DH1 klingt.

Sound des AirAux AA-DH1

Der angeteaserte Song von „das BO“, in den ersten Worten meiner Einleitung zu dem Test, hat die Entwickler des AirAux AA-DH1 anscheinend sehr geprägt. Mein erster Klangtest war in der Wohnung und ich war wirklich positiv überrascht. Der Lautsprecher hat eine ordentliche Portion Bass erhalten und wurde mit deutlichen Höhen gepaart. Die Mitten fallen allerdings wirklich dünn aus, sodass man bei anspruchsvolleren Titeln eine Menge von Instrumenten und Nebenklängen vermisst.

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Der „normal mode“ ist hierbei ein wenig aufdringlicher in den Höhen und der „bass mode“ schiebt in den tiefen Frequenzen noch mal ordentlich Kohlen nach und reduziert die Höhen. Indoormusik klingt im bass mode sehr viel angenehmer als im normal mode, doch muss man hier auf ein paar Musikinhalte verzichten. Ebenso klingt der Lautsprecher sehr monohaft. Rechter und linker Kanal trennen sich überhaupt nicht auf und die Musik klinkt sehr lokal. 360° Klang, wie in der Werbung angekündigt, klinkt für mich leider etwas anders, liebes AirAux Team. Was der AirAux AA-DH1 aber richtig gut kann, ist laut sein. Leise kann er nicht wirklich, da schon bei der geringsten Lautstärke am Handy der Lautsprecher gut zu hören ist.

Bis hierhin klingt das alles nicht so prickelnd und ich habe mir auch lange überlegt, wie ich das Thema anfange. Zur Klarstellung muss ich allerdings sagen, das sind bis hier die subjektiven Fakten. Objektiv sind das aber keine zerstörenden Eigenschaften, denn was der AirAux AA-DH1 auszeichnet, ist draußen richtig und gut Lärm machen. Für jeden Outdoor-Sportler oder extrovertierte Partybiene ist dieser Lautsprecher perfekt. Warum? Dafür müssen wir ein wenig die Akustiktheorie überfliegen und uns anschauen, warum die eigentlich „schlechten“ Eigenschaften, am Ende passend sein können.

Dafür muss man sich bewusst sein, dass es eigentlich zwei große Anwendungsgebiete für Lautsprecher gibt: Heim- und PA-Beschallung (Public Adress). Bei der Heimbeschallung achten wir darauf, dass wir ein angenehmes Klangbild haben, was uns maximal viele Details bietet und auch bei geringer Lautstärke ausgewogen über das gesamte Frequenzspektrum spielt.

Im PA-Betrieb, will man allerdings etwas ganz Anderes – lineare Pegel (über das gesamte Frequenzspektrum gleich hohe Pegel), die möglichst laut spielen, ohne Feuer zu fangen, um die Inhalte über große Distanzen und Störeinflüsse (Wind, Nebengeräusche etc…) zu transportieren. Niemand käme auf die Idee PA-Lautsprecher an die Heimanlage anzuschließen oder andersherum (ok falsch, sorry … ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass es irgendwo bestimmt so einen Menschen gibt), denn hier kämen wir auf das gleiche Klangerlebnis wie ich bei den AirAux AA-DH1 oder würde dann in dem anderen Fall die Chassis seiner Heimlautsprecher in die Zuhörermenge schießen.

Sind PA-Lautsprecher deswegen schlecht? Nein! Und ich muss sagen, bei mir hat sich das Denken zum Thema “Anspruch” an Bluetoothlautsprechern ein wenig geändert. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt immer darauf geachtet, dass meine Bluetoothlautsprecher möglichst nah am Heimklang sind, ausgewogenes Klangbild usw. Das ist allerdings für meine Fälle nicht unbedingt optimal, da ich meine Bluetoothlautsprecher für draußen brauche und nicht für drinnen.

Hier können natürlich die Ansprüche auch andere sein, nicht umsonst sind die Bose Soundlink Mini eine der meistverkauften Lautsprecher in den letzten Jahren. Die holt man sich ja nicht, um damit an der heimischen Halfpipe oder am Streetballplatz neue Freunde zu finden. Und hier macht der AirAux AA-DH1 (mittlerweile brauche ich ab hier auch kein Copy-and-paste mehr 😁) alles richtig. Ordentlich laute Höhen, kräftigen Bass und stabiles Design. Das ist das, was man an Ansprüchen normalerweise an PA-Lautsprechern für die Party oder für die Outdoorbeschallung stellen sollte.

Ich bin mir trotz allem sicher, dass selbst die meisten unter euch den AirAux AA-DH1 klanglich super finden werden, da es ein Lautsprecher ist, der Spaß machen soll. Und das macht der AA-DH1 auf jeden Fall. Die oben genannten Defizite spielen im Outdoorbetrieb kaum mehr eine Rolle und die Lautstärke, mit denen hier der AirAux AA-DH1 spielt, ist wirklich enorm. Trotz höchster Lautstärke übersteuert weder der Bass noch die Höhen. Indoor klingen die Höhen bei höherer Lautstärke sehr überspitzt, im Outdoor Betrieb ist das allerdings super, da man hier trotz Umwelteinflüsse alles klar hören kann.

Unabhängig davon, wie gut der AirAux AA-DH1 draußen spielt, ist die Konkurrenz in diesem Bereich sehr stark aufgestellt. An guten Tagen bekommt man selbst die große Marke JBL zu erschwinglichen Preisen. Allerdings kommt man niemals in die Preiskategorie unter die 100 Euro bei einem JBL Xtreme runter. Hier hingegen kann AirAux voll punkten. Doch auch in der günstigen Preiskategorie schläft die Konkurrenz nicht. Der Tronsmart Bang mini ist in derselben Preiskategorie unterwegs und macht ebenfalls einen super Eindruck. Ob er es schafft im Rennen gegen den AirAux AA-DH1, erfahrt ihr bald im nächsten Test zum besagten Bang mini, indem ich auch mehr in den direkten Vergleich gehe. Es wird auf jeden Fall kein Leichtes werden, da der AirAux AA-DH1 hier ein ausgezeichnetes klangliches Ergebnis liefert.

Testergebnis

Getestet von
ManU L

Der AirAux AA-DH1 ist ein toller Outdoor-Lautsprecher, der mit vielen positiven Merkmalen hervorsticht. Zum einen haben wir hier einen sehr soliden Lautsprecher, mit IPX5, RGB Beleuchtung und TWS Möglichkeit. Outdoor klingen die Lautsprecher ausgezeichnet, Indoor dagegen fehlen hier einige Mitten und es hapert an Details. Zudem müssen wir hier auf höher auflösende Bluetoothcodecs verzichten und uns hier nur mit SBC zufriedengeben. Da wir aber auch keinen Klangwettbewerb damit gewinnen wollen, sondern Spaß haben wollen, wenn wir unterwegs sind, ist das kein Kaufhindernis. Die RGB Beleuchtung ist zwar nicht ganz stimmig zu unserer abgespielten Musik, sieht aber trotzdem cool aus, auch wenn sie enorm am Akku saugt. Wer also lange Musikabende plant, lässt die Beleuchtung aus, oder nimmt eine Powerbank mit. Der Akku ist nämlich hier mit 4500mA nicht der Größte und je nach Lautstärke, geht dem Großen auch relativ schnell die Puste aus.

Leider ist die Lautstärkeregelung hier leider ein wenig sprunghaft und teils unvorteilhaft. Die Lautstärke ist aber wirklich enorm. Auf maximaler Lautstärke klingt der Lautsprecher immer noch super und übersteuert nur wenig. Bei dem Preis von aktuell um die 100 Euro wird es schwer Lautsprecher zu finden, die ebenso gut sind wie der AirAux AA-DH1. Wenn der AirAux AA-DH1 unter die 100er-Marke rutscht, ist er wirklich bedenkenlos zu empfehlen. Wer auf Heimklang und Details steht, sollte hier nicht zugreifen, da der Lautsprecher für Outdoor optimiert wurde und seine Stärken in Lautheit und PA-Beschallung hat.

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Der Ausprobierer
Gast
Der Ausprobierer (@guest_92547)
20 Tage her

Danke für den ausführlichen Test. Eine Anmerkung: Hinsichtlich des 3,5 mm Klinkenanschluss gibt es im Text widersprüchliche Aussagen. Fakt ist, das Gerät hat keinen!
Die “großen” Sprünge in der Lautstärkeregelung kann ich über die Steuerung am Handy minimieren. Insgesamt ist das ein richtig gutes Teil. Ich erwäge, mir ein zweites Gerät zuzulegen um die TWS-Funktion zu testen. Bei momentan unter 100 € für zwei Geräte kann Man(n) schwer widerstehen.

Der Ausprobierer
Gast
Der Ausprobierer (@guest_92560)
20 Tage her
Antwort an  ManU L

Danke für die Info. Ich habe nun auch einen zweiten geordert. (Beide für insgesamt 94€.)
Bezüglich der Lautstärke Abstufungen habe ich neue Erkenntnisse. Mit unterschiedlichen Handy-Marken gibt es auch unterschiedlich feine Abstufungen. Mit einem Mi 11verbunden hatte ich schon Mal feinere als wenn ich die Lautstärke direkt vom Speaker aus regele. Von einem Realme x3 aus geregelt sind die Sprünge sehr fein und zufriedenstellend. Unterschiede gibt es auch bei der Regelung mit den Lautstärke Tasten des jeweiligen Handys bzw. einer Regelung über den Slider auf dem Bildschirm.

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