Notebooks aus China sind spätestens seit der Xiaomi Mi Notebook Reihe hierzulande ein Geheimtipp geworden. In heißumkämpften Markt möchte sich der Hersteller Chuwi mit seinem Lapbook Air einen Platz erkämpfen. Das Notebook bietet ein großes Full-HD Panel, einen neuen Intel Celeron Prozessor sowie 8GB RAM und eine 128GB SSD. Äußerlich bedient man sich dabei – wie so oft – an Apple und steckt die Hardware in ein Gehäuse mit Macbook-Air Optik. Kann das günstige Ultrabook aus China im Test überzeugen? Wir haben das Chuwi Lapbook Air 14,1 auf Herz und Nieren getestet.

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Design und Verarbeitung

Chuwi hat bei seinem Lapbook-Air besonders Wert auf ein hochwertiges Design gelegt, wobei man sich ordentlich von der Macbook-Air Reihe inspirieren ließ. Mit einem Aluminium-Gehäuse hebt es sich deutlich von günstigen Notebooks aus Kunststoff ab. Der Laptop ist kompakt gebaut. Auf der Vorderseite ist er gerade einmal 1,2cm und hinten 1,4cm dick. Die Maße betragen 33cm in der Länge und 22cm in der Breite. Das Gewicht ist mit 1,4kg angenehm leicht für einen Laptop mit großen 14 Zoll Display. Die Oberfläche des Metallgehäuses ist leicht angeraut und resistent gegen Fingerabdrücke. Auf der Mitte des Rückdeckels befindet sich das Hersteller-Logo, das im angeschalteten Zustand von einer weißen LED beleuchtet wird.

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Zum Aufklappen des Laptops muss die Unterseite mit einer Hand fixiert werden, sodass ein einhändiges Öffnen leider nicht möglich ist. Danach präsentiert sich eine große Tastatur im QWERTY-Layout mit LED Beleuchtung und ein 108x62mm großes Touchpad. Das Displayscharnier besteht aus Plastik und ist ausreichend verwindungssteif.

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Auf der Unterseite sind 4 Gumminoppen angebracht, die für einen sicheren Stand sorgen. Zudem gibt es einen M2-SSD Slot, der von einer Kappe mit einer Kreuzschraube geschützt wird. Mit weiteren 11 Schrauben kann die ganze Abdeckung abgebaut werden.

Display

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Das Chuwi Lapbook Air hat ein 14,1 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Es zählt damit zu den größeren Notebooks und eignet sich aufgrund der Displaygröße auch fürs Arbeiten. Das Display hat eine spiegelnde Oberfläche. Die Helligkeit liegt im mittleren Bereich. In Innenräumen kann das Notebook immer gut abgelesen werden, beim Außeneinsatz gibt es jedoch bei stärkerem Sonnenschein Probleme bei der Lesbarkeit. Richtig gut ist das Lapbook nur im Schatten zu benutzen. Blickwinkelstabilität ist in ausreichendem Maß vorhanden und nur bei einem unnatürlich großen Winkel bekommt das Display einen leichten Blaustich. Der Kontrast ist in Ordnung und Schwarz erscheint auch angenehm stark. Die Farbdarstellung ist ebenfalls weitestgehend natürlich und man kann sich über lebhaft dargestellte Inhalte freuen.

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Insgesamt macht das Display eine wirklich gute Figur. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass es etwas ungleichmäßig ausgeleuchtet ist und im unteren Bereich kleine Lichthöfe bestehen. In der alltäglichen Nutzung fällt dies allerdings nicht auf.

Leistung

Auf dem Chuwi Lapbook 14,1 verrichtet ein Intel Celeron N3450 Apollo Lake Prozessor die Hauptrechenarbeit. Der Chip wurde erst 2016 veröffentlicht und ist für günstige Laptops gedacht. Die vier Kerne takten mit 1,1GHz und verfügen über einen Boost-Mode mit bis zu 2,2GHz. Der Chip wird im energiesparenden 14 Nanometer-Verfahren hergestellt und integriert eine DirectX-12 fähige Grafikkarte. Zudem kommen auf dem Chuwi Lapbook 8GB DDR3L RAM zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist leider verlötet und kann daher nicht gewechselt oder erweitert werden.

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Die Leistung des Prozessors ist im unterem Segment angesiedelt und richtet sich an Nutzer, die ihren Laptop für einfache Anwendungen nutzen möchten. Zum Surfen im Internet, Youtube-Schauen und zur Textverarbeitung ist definitiv genügend Leistung vorhanden und dank des großen Arbeitsspeichers gibt es auch keine Probleme beim Multitasking. Für alle leistunghungrigeren Anwendungen fehlt dem Laptop allerdings die Puste. Wer häufiger Bild- oder Videobearbeitung oder Games auf seinem Laptop nutzt, sollte zu einem anderen Modell greifen. Erfreulich ist in jedem Fall, dass der Laptop auch unter Volllast komplett geräuschlos bleibt, da zur Kühlung kein Lüfter verwendet wird. Dabei erwärmt sich der Laptop auf maximal 45°, wenn man ihn durch Benchmarks in der Dauerschleife malträtiert. Auf dem Schoß platziert wird der Laptop dabei schon relativ warm, jedoch nicht unangenehm heiß.

SSD Benchmark Chuwi Lapbook Air 296x300Als interner Speicher kommt eine 128GB große SSD zum Einsatz. Auch diese ist auf dem Mainboard verlötet, allerdings steht ein weiterer m2-SSD Slot zur Verfügung, wofür man den Hersteller ausdrücklich loben muss. Die SSD ist eine SanDisk DF4128. Sie erreicht mit 240MB/s beim Lesen und 123MB/s beim Schreiben ziemlich langsame Werte.

Als integriete Grafikeinheit kommt eine Intel HD 500 mit dem Prozessor. Diese ist für aktuelle Computerspiele natürlich viel zu langsam, allerdings schafft es das Chuwi Lapbook Air, 4K Videos flüssig abzuspielen, was in diesem Preisbereich auch nicht selbstverständlich ist.

Windows 10

Auf dem Chuwi Lapbook Air ist Windows 10 Home in englischer Sprache vorinstalliert. Das System hat eine gültige Lizenz hinterlegt. Wenn man das System mit deutscher Sprache nutzen möchte, muss man einfach ein Sprachpaket in den Windows-Einstellungen herunterladen. Ansonsten ist das System sauber und ohne unnötige Drittsoftware.

Chuwi Lapbook Air System Properties

Eingabegeräte

Die Tastatur des Chuwi Lapbook hat einen Tastenabstand von 2,6mm. Das Layout ist das amerikanische QWERTY-Format. Wer mit diesem nicht auskommen, muss sich mit Tastaturaufklebern weiterhelfen. Prinzipiell hat die Tastatur einen guten Eindruck auf mich gemacht, wobei durchaus noch Luft nach oben besteht. Das Tippen fällt dank der großen Tastenabstände leicht. Allerdings sitzen die Tasten etwas locker im Gehäuse und das haptische Feedback ist nicht besonders ansprechend. Positiv hingegen ist die Tastaturbeleuchtung durch eine weiße LED-Beleuchtung. Diese ist zwar nicht besonders gleichmäßig, erleichtert in dunklen Räumen das Tippen ungemein.

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Das Touchpad ist ordentlich groß und reagiert auch auf Multi-Touch Eingaben. Es hat eine angenehm glatte Oberfläche und der Finger gleitet angenehm auf dem Pad. Die Bedienung funktioniert meistens gut, allerdings gibt es kleine Zeigersprünge. Diese fallen bei der „normalen“ Verwendung kaum auf. Möchte man allerdings in einem Text bestimmte Passagen markieren, fällt auf, dass die Maus häufig nicht genau das tut, was man will. Auch hier ist also noch Lust nach oben.

Konnektivität

Das Chuwi Lapbook Air hat links einen Mini-HDMI-Anschluss, einen MicroSD-Slot und einen weiteren Anschluss für das Netzteil. Rechts befinden sich ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und zwei USB 3.0 Anschlüsse. Beim Test der USB-Anschlüsse zeigt das Chuwi Lapbook allerdings einige gravierende Mängel. Zwar lassen sich USB-Sticks ohne Probleme lesen, größere Festplatten mit externer Stromversorgung wurden allerdings nur von einem der Anschlüsse korrekt erkannt. Beim oberen Anschluss brach die Verbindung immer wieder ab, sodass diese im Endeffekt nicht zu verwenden waren.

Chuwi Lapbook Air Anschlüsse 1200x338

Der Micro-SD Kartenleser ist sicher eine sinnvolle Erweiterung, denn der interne Speicher ist mit 128GB nicht besonders groß. In unserem Test funktioniert das Einlesen einer MicroSD ohne weitere Probleme. Allerdings sind die Transferraten mit etwa 50MB/s nicht gerade besonders schnell, für den Alltag genügt die Geschwindigkeit, allerdings könnte der etwas langsame Anschluss für Fotografen, die häufig Bilder kopieren, eine Krücke darstellen.

Zur Verbindung mit Wifi-Netzen steht ein WLAN Modul mit neustem .ac-Standard zur Verfügung. Die Empfangsstärke ist ausreichend stark und die 120Mbit meiner Leitung konnten komplett ausgenutzt werden.

Etwas enttäuschend ist allerdings der interne Lautsprecher. Der Klang ist zwar ausreichend laut, jedoch ziemlich blechern und fast gänzlich ohne Tiefen. Zudem ist die 2MP Webcam auf der Vorderseite von miserabler Qualität. Videotelefonie lässt sich zwar nutzen, Freude kommt bei der Bildqualität nicht auf.

Akkulaufzeit

Das Chuwi Lapbook 14,1 hat einen 36Wh Akku verbaut. Angesichts der Größe des Laptops ist dies ein durchschnittlicher Wert. Im Office-Betrieb mit halber Helligkeit erreicht der Laptop etwa 7 Stunden Laufzeit. Bei der Video-Wiedergabe eines Full-HD Films verliert der Laptop etwa 17% Akku Pro Stunde und kommt auf eine Laufzeit von etwa 6 Stunden. Für einen Tag ist also in den meisten Fällen genügend Kapazität vorhanden und die meisten Nutzer werden hier keine Probleme haben.

Mit dem mitgelieferten Netzteil ist der Laptop in 3,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen. Dies ist kein berauschender Wert, geht angesichts der ansonsten guten Laufzeit aber noch in Ordnung.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Das Chuwi Lapbook ist ein gutes Notebook mit einigen kleinen Schwächen geworden. Für Nutzer, die ihren Laptop primär für Surfen und Office benutzen, bietet der kleine Begleiter genügend Leistung und auch einen großen Bildschirm mit hoher Auflösung. Zudem ist die Akkulaufzeit zufriedenstellend und die Verarbeitung sowie Design weit über dem, was man normalerweise in diesem Preisbereich geboten bekommt.

Es gibt allerdings auch einige Schwachstellen an dem Laptop, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen. Die Eingabegeräte könnten noch etwas hochwertiger sein. Ebenso hat der integrierte Lautsprecher keinen besonders guten Klang und die interne SSD ist relativ langsam. Zudem bekommen anspruchsvollere Nutzer nicht genügend Leistung geboten. Angesichts des Preises von etwa 300€ sind diese Nachteile aber zu vernachlässigen, denn im deutschen Handel gibt es keine Notebooks, die so günstig eine vergleichbare Leistung liefern.

Wer nach einer Alternative unter den China-Notebooks sucht, wird mit dem Xiaomi Mi Notebook Air fündig. Der Laptop von Xiaomi hat mit 12,5 Zoll zwar ein kleineres Display, ist dem Chuwi Lapbook jedoch ansonsten dank des schnelleren Prozessors, dem besseren Display und der hochwertigeren Eingabegeräte deutlich überlegen. Dafür ist der Konkurrent von Xiaomi aber auch ein gutes Stück teurer.

75% Gut
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Schnittstellen und Kommunikation 80 %
  • Touchpad und Tastatur 70 %
  • Display 90 %
  • Leistung 70 %
  • Akkulaufzeit 60 %

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Gast
Paul

Im 13 Satz erstes Wort
LABOOK
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LG paul