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Dreame H11 Max im Test – Bühne frei für den Wisch-Akkusauger

Getestet von Christian Müller am
Vorteile
  • exzellente Wischfunktion
  • 4,4" LED-Farbdisplay
  • Selbstreinigungsfunktion
  • großer Frischwassertank
  • automatische Schmutzerkennung
  • Freistehendfunktion (Jaaaaa!)
  • Sprachmeldungen aktivier-/deaktivierbar
Nachteile
  • nicht ganz wertiger Plastikbomber
  • Saugkraft "nur" bei 10.000 Pa
  • Saugstufe nicht manuell änderbar
  • etwas unflexibler Saugkopf
  • lange Ladezeit
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Im folgenden Testbericht nehmen wir den Dreame H11 Max unter die Lupe. Der Akkusauger hat als besonderes Feature eine Wisch-Funktion. Ob der kleine Helfer überzeugen kann, erfahrt Ihr im Test.

Einleitung

Im Bereich des Smart Home’s wird es nie wirklich langweilig. Jeder Hersteller will mit besonderen Features die Gunst des Kunden gewinnen. Dabei stoßen wir aber nicht selten auf aufgebrühte Features, die wir schon bei zig anderen Geräten gesehen haben. Im Bereich der Staubsaugroboter waren es Neuheiten wie die Navigation per Gyroskop, dann per LDS und mittlerweile teilweise mit Unterstützung von Kamerasensoren. Darauf folgte die Wisch-Funktion, die schon in gewisser Weise obligatorisch ist, obwohl sie meist nicht mehr als ein nettes Gimmick ist. Hier ist der Yeedi mit Mop Station aber ein Paradebeispiel. Bei den Akkustaubsaugern tut sich ebenso recht wenig. Egal, ob beleuchtete Saugbürste, knickbares Saugrohr, integriertes Display, wechselbarer Akku oder sogar ein zusätzlicher Moppaufsatz, wie beim Dreame T20 Pro. Irgendwie herrscht auch hier eine gewisse Tristesse, ohne dass ich hier ein Gerät oder gar Hersteller diskreditieren möchte.

Mehr oder weniger Dank das chinesischen Pendant zu Dyson sehen wir uns mit dem “Dreame H11 Max” einem weiteren und neuen Feature konfrontiert. Schlägt nun die Stunde der Wisch-Akkusauger?  Wasser einlassen, Sauger an und wir werden es in diesem Testbericht erfahren.

Lieferumfang des Dreame H11 Max

Dreame H11 Max 01

Die Marke Dreame aus Xiaomi’s umfangreichen Ökosystem ist bei Chinahandys.net natürlich ein alter Bekannter. Wir haben so ziemlich alle Modellkonstellationen für euch in der Vergangenheit getestet. Mit dem Dreame T20 Pro versuchte man ein Spagat zwischen Akkustaubsauger und Wischmopp zu präsentieren. In der Praxis hat sich der Akkusauger bisher sehr gut in meinen vier Wänden bewährt. Einen Schritt weiter geht Dreame nun mit dem H11 Max, der auch in einer abgespeckten Version, dem “Dreame H11” erscheinen wird. Dabei handelt es sich um einen klassischen Akkustaubsauger, der aber zusätzlich Wasser verwendet, um eure Fußböden zu reinigen. Während beim T20 Pro “lediglich” ein Mopping-Pad angesteckt werden kann, welches ähnlich wie bei Staubsaugerroboter mit Wasser befüllt wird, kombiniert der H11 Max eine rotierende Softwalze mit direkter Wasserzufuhr, um Flecken und Verschmutzung aller Art den Kampf anzusagen.

Alle Komponenten, auch wenn es nicht sonderlich viele sind, werden vom Dreame gut und sicher verpackt. Beim Auspacken hatte ich sogar den leichten Eindruck, als hätte man den Karton noch etwas kompakter gestalten können. Teilweise sind die einzelnen Komponenten in etwas zu überdimensionierten Einzelkartons verpackt. Wie üblich sind alle Teile noch zusätzlich mit einer Folie umhüllt.

Dreame H11 Max Lieferumfang

Zum Lieferumfang des H11 Max gehören folgende Komponenten:

  • Staubsauger
  • Griffstange
  • 2x Bodensoftwalzen
  • 2x Filter
  • Ladestation
  • Netzteil (EU)
  • Zubehörhalterung
  • Reinigungsbürste

Verarbeitung und Design

Wenn uns Menschen etwas auszeichnet, dann ist es die Macht der Gewohnheit. So bin ich es gewöhnt, von Dreame gut verarbeitete Produkte zu testen, die sich trotz überwiegender Verwendung von Kunststoff als sehr wertig erweisen. Beim Dreame H11 Max ist das aber irgendwie anders. Obwohl nichts knarzt oder wackelt, empfinde ich den Kunststoff als nicht sonderlich hochwertig. Schon alleine die Ladestation ist so leicht, dass mir der Vergleich zu einer billigen PVC-Verpackung beim Kauf von Pflanzen ohne Übertopf im Garten-Center sofort ins Gedächtnis gestiegen ist.

Einkerbung im Innenbereich des Schmutzwasserbehälters

Auch der Saugkörper wirkt dem vermeintlichen Preis nicht ganz so gerecht. Bei unserem Testgerät befanden sich direkt nach dem Auspacken sogar kleinere Gebrauchsspuren am Gerät, die vermutlich nicht auf etwaige Ungereimtheiten beim Transport zurückzuführen sind. Da wären zum Beispiel einige Kratzer im Plexiglas beider Wasserbehälter oder eine kleine Einkerbung im Deckel des Schmutzbehälters (siehe Foto).

Sowohl der H11 als auch der H11 Max werden erst im Oktober 2021 veröffentlicht. Wir vermuten, dass sich die Preise zum Launch zwischen 250,00€ für die Standardversion und 350,00€ für das Max-Modell bewegen werden. Auf der Launch-Webseite von Dreamtech ist zumindest von “H11 €2XX | H11 Max €3XX” die Rede.

Der Aufbau des Staubsaugers ist selbsterklärend. Dennoch ist es in gewisser Weise vorbildlich, dass Dreame hier und da Sticker auf dem Gerät anbringt, die dem Nutzer kurz und knapp veranschaulichen, was zu tun, bzw. worauf zu achten ist. Vor dem ersten Start muss lediglich die Griffstange in den oberen Teil des Korpus der Haupteinheit gesteckt werden. Sofern man das Griffstück aus einem bestimmten Grund entfernen möchte, muss man einen harten Gegenstand (Schraubendrehen o.Ä.) in das Loch am oberen Ende des Saugers stecken, um die Verankerung lösen zu können. Nun lediglich den oberen Frischwasserbehälter mit Wasser füllen (ich nutze immer warmes) und schon kann die Fahrt losgehen. Dreame empfiehlt im Übrigen den H11 Max vor Erstnutzung komplett zu laden.

Im Griffstück sind alle 3 Bedientasten des Gerätes untergebracht. Ganz oberhalb befindet sich die schwarze Selbstreinigungstaste. Etwas weiter darunter sind die Wasseraufnahmetaste und der Power-Button untergebracht. Standardmäßig wird immer im Auto-Modus gereinigt. Dabei passt der H11 Max die Saugleistung entsprechend den Flecken auf dem jeweiligen Boden an. Wenn Wasser oder andere Flüssigkeiten auf dem Boden vorhanden sind, kann der Wasserabsorptionsmodus genutzt werden, um selbige abzusaugen.

Im Vergleich zu Dreame’s Trockenstaubsauger wird spätestens nach dem Zusammenbau klar, dass es bei der Bauweise und somit auch bei der Gewichtsverteilung deutliche Unterschiede gibt. Während die Motoreinheit, Schmutzbehälter und Griffstück beim Portfolio der Trocken-Akkustaubsauger im oberen Bereich der Geräte untergebracht sind, befinden sich diese beim H11 Max im unteren Teil des Saugers. Durch die Gewichtsverlagerung nach unten profitieren wir endlich von der lang ersehnten “Freihstehfunktion”. Befindet sich der Bürstenkopf im 90° Winkel zur Haupteinheit, kann der Fuß fest arretiert werden. Gut, fairerweise muss man anmerken, dass diese Funktion unabdingbar ist. Beim Hinlegen des Saugers würden ja beide Wasserbehälter auslaufen.

Hinzu kommt das nette Feature, dass im laufenden Betrieb der Nasssauger in den StandBy-Modus wechselt. Man kann also in aller Ruhe Stühle, Schuhe, Spielzeug usw. bei Seite stellen/legen und den Saugvorgang bequem fortführen, indem man die Saugeinheit etwas neigt, während man den Fuß leicht auf die Bürste drückt. Toll! Aufgrund des Vortriebs des Staubsaugers bei laufender Reinigung ist es tatsächlich nicht immer ganz so einfach, das Gerät in den StandBy-Modus zu versetzen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat man es aber verstanden, ein wenig Schwung zu holen. 🙂

Dreame H11 Max Animation

Der Frischwassertank des H11 Max umfasst 900ml. Im Schmutzwasserbehälter ist Platz für 500ml dreckiges Wasser. Die Differenz dazu sollte sich dann auf euren frisch gereinigten Hartböden befinden, bzw. bei der Reinigung verloren gegangen sein. Dass Dreame seit Längerem auch auf Farbdisplays setzt, ist ja bekannt. Beim H11, bzw. H11 Max haben sich die Produktmanager aber so richtig ausgelassen. So beherbergen beide Modellversionen ein rundes, 4,4″ großes LED Farbdisplay…und ich halte es für großartig!!!

Neben der Akkuleistung werden dem Nutzer etwaige Warnmeldungen, wie ein leerer oder nicht eingesetzter Frischwassertank, ein voller oder nicht eingelegter Schmutzwasserbehälter, Probleme mit der Softwalzenbürste oder gar ein verstopftes Rohr, bzw. ein zugesetzter Filter angezeigt. Highlight ist aber ganz klar der äußere LED-Ring. Bei normaler Nutzung leuchtet dieser in Grün. Bei mittlerer Saugstufe wechselt die Farbe in Orange. Dreht der H11 Max auf voller Leistung auf, wird das dem Anwender (man hört die unterschiedlichen Saugstufen ja praktisch sowieso) mit Rot signalisiert.

Haushaltsgeräte der heutigen Zeit besitzen aber nicht nur Displays, sondern erfreuen den Anwender mehr oder weniger auch mit einer Sprachausgabe. Zur Auswahl stehen 7 Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch. Zudem kann die Lautstärke wahlweise auf leise oder laut gestellt werden. Ich versichere euch, dass die Wahl auf “leise” völlig ausreichend ist. Es sei denn ihr möchtet gerne von einem Staubsauger angeschrien werden 🤣. Wem das ganze Gelaber aber auf die Ketten geht, kann die Sprachfunktion dankbarer Weise auch deaktivieren. Für all diese sprach-relevanten Optionen nutzt man einfach den Button auf der Rückseite des Staubsaugers, wie im Video gezeigt. Keep it simple!

Dreame H11 Max FailEin Werbebild wie aus dem Leben gegriffen. Die Kinder toben, verschütten ca. 3 Liter Milch, dekorieren die Pfütze mit 2 Tüten Gummibärchen und spielen dann vergnügt Jurassic Park. Der Mutter macht das natürlich überhaupt nichts aus, greift entspannt zum H11 Max und macht die Sauerei ohne vorher Frischwasser aufzufüllen weg. Und die Katze? Na, die guckt dem Treiben logischerweise entspannt zu, bzw. kommt der Mama noch mit ihren dreckigen Pfoten in die Quere. Katzen sind ja bekannt dafür, die lauten Geräusche von Staubsaugern anziehend zu finden, anstatt fluchtartig das Weite zu suchen. Ach, Chinesen und Werbung. Immer wieder entzückend! 🙂

Apropos Lautstärke, im Normalmodus beträgt der Lärmpegel ca. 65 dB. Sofern die automatische Sauganpassung den Turbo zündet, sind wir schon bei über 75 Dezibel.

Saugleistung & Vergleich

Hier einmal alle Key Features des H11 Max im Vergleich zur günstigeren Standardversion:

Modell Dreame H11 Max Dreame H11
Farbe Schwarz Weiß
Produktgewicht 4,7kg 4,7kg
Auto-Mode Ja Nein
Motor bürstenlos bürstenlos
Schmutzerkennung Ja Nein
Leistung 200W 170W
Saugkraft 10.000 pa 5.500 pa
Betriebslautstärke 76dB ~76dB
Größe Frischwassertank 900ml 900ml
Größe Schmutzwassertank 500ml 500ml
Laufzeit 36min 30min
Max. Reinigungsbereich 200m² 160m²
Akku 4000mAh 4000mAh
Ladedauer 5 Stunden 5 Stunden

Dreame H11 vs. H11 Max

Praxistests

Kommen wir zu dem wohl interessantesten Teil des Tests. Auf dem Papier stehen nur magere 10.000Pa an Saugleistung. Beim H11 sind es nur lächerliche 5.500Pa. Warum das aber in der Praxis nicht unbedingt ein Nachteil ist, liegt daran, dass beide Geräte ihr Augenmerk nicht auf das Saugen, sondern auf das Wischen legen.

Für unseren Wischtest habe ich Granatapfelsaft (li.), Vollmilch (mi.) und leicht verdünnten Ketchup (re.) als Beispielsauerein gewählt. Wie das Testvideo deutlich zeigt, werden alle Materialien beim ersten Darüberwischen vollständig entfernt. Selbst ich war von diesem Ergebnis etwas überrascht. Bei weiteren Tests mit anderen Schmierereien auf den Fußboden wurde sogar bereits angetrocknete Substanzen zum Großteil entfernt.

Man sollte allerdings nicht Speedy Gonzales nacheifern, sondern es eher etwas ruhiger angehen, damit mehr Wasser auf den Boden gelangt und die Bürste längere Zeit bekommt, den Schmutz an den Kragen zu gehen. Zudem habe ich mir angewöhnt, immer recht warmes Wasser in den Frischwassertank einzulassen und die Softwalze vorab schon zu benässen. Das spart etwas Zeit, weil der Staubsauger das sonst beim ersten Einschalten erst noch erledigen müsste. Noch ein weiterer Tipp: Sofern ihr sowieso vorhabt, die ganze Wohnung zu wischen, empfehle ich euch vorab mit einem anderen Staubsauger(-roboter) den Boden von etwaigen Staub zu entfernen. Natürlich kann man das mit dem H11 Max direkt erledigen, aber Staub hat eben die Angewohnheit, sich mit Wasser zu verbinden. Als Resultat kann es passieren, dass ihr nach dem Wischen hier und da kleinere nasse Staubklumpen herumliegen habt, die sich zuvor am Bürstenkopf angesammelt und anschließend gelöst haben. Zudem erhöht aufgesaugter Staub den Reinigungsaufwand im Nachhinein etwas.

Für den zweiten Testversuch, dem Absorptionsmodus, habe ich reichlich Tomatensaft gewählt. Bei Verwendung dieses Features können größere Missgeschicke, wie ein umgekipptes Glas Saft oder Ähnliches direkt beim Darüberfahren in den Staubsauger aufgesaugt werden. Die aufgenommenen Substanzen werden dann direkt in den Abwasserbehälter des H11 / H11 Max befördert.

Das Video veranschaulicht auch hier die überragende Effektivität des H11 Max. Ein kleiner Teil des Tomatensaftes wird in die Fuge geschoben, aber ein zweites Darüberwischen lässt ihm keinerlei Chance. Ebenfalls gut zu hören, ist die automatische Aktivierung der Schmutzerkennung. Jene erkennt mittels Sensoren im Bürstenkopf größere Verunreinigungen und erhöht mit leichter Latenz die Saugkraft. In einigen Fällen aktiviert sich diese aber auch ohne erkennbaren Grund. Sie geht aber dann recht schnell wieder aus. Ich könnte mir vorstellen, dass das aber an meinen Fliesen liegt, die nicht immer auf gleicher Höhe angebracht sind…Baufusch sag’ ich da nur.

Was ich mir allerdings gewünscht hätte, ist die Möglichkeit die Saugleistung auch manuell anpassen zu können. Warum muss ich mich ausnahmslos auf einen Sensor verlassen? Auch wenn Schmutzsensoren eine runde Sache sind, möchte ich dennoch auch gerne selbst entscheiden, mit wie viel Power ich saugen/wischen möchte. Einen Carpet-Mode kann der H11 Max nicht vorweisen. Ihr könnt also auch Teppiche theoretisch wischen, was aber eigentlich recht unsinnig ist. Er wird kaum sauberer, dafür aber eben nass. Deutlich zu sehen auf den Nachher-Fotos ist jeweils der feuchte Boden. Ebenfalls etwas ungewohnt ist, dass der Bürstenkopf nicht mehr so leichtgängig ist, wie es bei den anderen Akkustaubsaugern von Dreame der Fall ist.

Egal, welchen Akkusauger oder Staubsaugerroboter mit Moppfunktion ihr verwendet. Alle Haushaltgeräte teilen sich das gleiche Leid. Ein Mopping-Tuch, das nur vor- oder hinterher gezogen wird, verteilt den Dreck mehr, als dass er ihn aufnimmt. Probiert es selbst: Kippt ein kleines Glas Orangensaft um. Reinigt nun diese Stelle (gerne auch den kompletten Raum) mit einem Staubsauger(roboter), der auch über eine Wischfunktion verfügt. Gut möglich, dass der Fleck zwar beseitigt wurde und für einen Moment Freude aufkommt. Spätestens aber, wenn der Boden dann getrocknet ist, folgt die Ernüchterung. Jetzt klebt nicht nur die Stelle, wo das Glas umgeworfen wurde, sondern eben der gesamte Raum. Na herzlichen Glückstrumpf! 🙂

Wir halten also fest, dass beim H11 Max nicht die Saugkraft das Hauptkriterium ist. Bei Trockensaugern, die möglichst alle Partikel aus den Teppichen ziehen sollen, ist das sicher der Fall. Der Nass-Sauger von Dreame verlässt sich hingegen auf Wasser und eine rotierende Softbürste. Wir können unterschreiben, dass hier ganze Arbeit geleistet wird!

Pflege & Wartung

Dreame spendiert dem Nutzer eine “Ein-Klick-Selbstreinigung” und minimiert dadurch den Aufwand für Jedermann im Nachgang. Die Selbstreinigung kann ausschließlich auf der Ladestation durchgeführt werden, während der Akkustand mindestens 10% beträgt. Da es sich dabei um einen Spülprozess handelt, muss der Reinwassertank mit frischem Wasser gefüllt sein. Nach dem Saug/Wischvorgang ist also darauf zu achten, dass sich noch Wasser im Behälter befindet.

Startet man das Reinigungsprogramm, beginnt die (noch) nasse Hauptbürste an zu rotieren. Das dort und im Sauger enthaltene Schmutzwasser wird anschließend abgesaugt und dann zusammen mit all den anderen vorhandenen Schmutzpartikel in den Abwasserwasserbehälter abgepumpt. Während des Saugvorganges bleibt dieser leer, außer man verwendet den Wasserabsorptionsmodus. Der Lärmpegel beim Absaugen ist nicht außer Acht zu lassen bei gemessenen 85 Dezibel. Ist der Selbstreinigungsvorgang abgeschlossen, ist es ratsam, die noch leicht klamme Softwalze herauszunehmen und 24 Stunden trocknen zu lassen. Etwaige Restschmutzpartikel an der Softwalze können mit der enthaltenen Reinigungsbürste entfernt werden. Der Sauger ist aber auch so smart und erinnert den Nutzer nach jeder Selbstreinigung daran. Natürlich gilt es auch den Frisch- und Schmutzwasserbehälter entsprechend zu entleeren.

Ihhhh, nur weg mit der Brühe!

Akkulaufzeit des Dreame H11 Max

Im Gegensatz zu den Akkustaubsaugern, die man auch direkt am Gerät laden kann, muss der Max 11 auf die Ladestation gestellt werden. Wie üblich schließt man nur die Ladestation am Strom an. Der Ladevorgang des Gerätes erfolgt durch vorhandene Kontaktpins. Der Ladestand wird während des Ladevorgangs ohne Unterbrechung angezeigt. Sobald der Nasssauger vollständig geladen ist, schaltet sich das Display innerhalb von 10 Sekunden selbstständig aus.

Der Dreame H11 Max beherbergt einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 4.000mAh. Die Nennleistung beträgt 3.650mAh. Das ist genug Saft, um eine “normal” große Wohnung nass zu saugen oder anders gesagt es reicht für eine Laufzeit von 36 Minuten.

Während einer 5-minütigen Testreinigung hat der H11 Max genau 11% an Akkukapazität eingebüßt. Hochgerechnet würde das einer Laufzeit von ca. 45 Minuten entsprechen. Berücksichtigen muss man hierbei natürlich, inwieweit das Schmutzerkennungssystem die Saugleistung erhöht oder nicht. Bei meinem Test lief der H11 Max auf der Standardsaugstufe.

Für eine vollständige Ladung gönnt sich der H11 Max, Achtung schlechtes Wortspiel, maximal viel Zeit. Ganze 5 Stunden sind vonnöten, bis das Haushaltsgerät komplett geladen ist.

Testergebnis

Getestet von
Christian Müller

Generell sei (für mich) gesagt, dass die von mir bisher getesteten Geräte von Dreame in allen Fällen eines gemeinsam haben: Sie kommen, um zu bleiben!

Dreame ist in der Tat gut darin, ihre bisher sehr erfolgreiche Akkustaubsauger-Sparte kontinuierlich zu erweitern und sogar zu verbessern. Dass man dabei mitunter auch beim Großen Dyson abkupfert, versteht sich von selbst. Auch im Bereich der Saugroboter mischt Dreame nun mit, logisch! Mit dem H11 Max möchte man interessierten Käufern nun das lästige Wischen der Wohnung auf eine neue Stufe heben. Vorbei sind die Zeiten, in denen man ein Wischmopp nur vor sich herschiebt, was auch für den Schmutz gilt. Mit dem brandneuen H11 Max hat Dreame im Oktober 2021 den ersten reinen Nass-Akkustaubsauger veröffentlicht.

Hervorragend gefallen haben uns neben dem wunderschönen, wenn auch vielleicht überdimensionierten LED Display vor allem die Selbstreinigungsfunktion in der Ladestation und die Möglichkeit, das Gerät senkrecht hinstellen zu können. Selbstverständlich entscheidet das Reinigungsergebnis, ob Top oder Flop. In der Tat handelt es sich endlich um einen “richtigen” Nass-Sauger, der auf Hartböden zu überzeugen weiß. Spätestens beim Ablassen des Schmutzwassers wird einem bewusst, was der H11 Max alles vom Boden aufwischt.

Als etwas enttäuschend empfinden wir den billig wirkenden Kunststoff des Staubsaugers. Allen voran bei der Ladestation. Bisher war man es gewohnt, dass sich die Akkusauger der Marke sehr gut und leicht Dank des beweglichen Bürstenkopfs manövrieren lassen. Der H11 Max dagegen ist etwas bewegungssteif und gleitet nicht so einfach in die Kurve. Alles aber eine Sache der Gewöhnung. Zu guter Letzt verstehe ich nicht so recht, warum Dreame dem Nutzer nicht die Freiheit gewährt, die Saugstufe selbst einzustellen. Stattdessen bestimmt der H11 Max, mit welcher Leistung gereinigt wird. Dabei ist man auf die Sensorik angewiesen, die bei mir nicht immer einwandfrei funktionierte.

Insgesamt erhält man mit dem H11 Max einen sehr effizienten Nass-Sauger, für den wir, natürlich unter Berücksichtigung des Launchpreises, eine Kaufentscheidung aussprechen. Wir können uns aber sicher sein, dass auch anderen Hersteller nachziehen werden und freuen uns schon auf Vergleichsmodelle.

Bei Aliexpress bekommt ihr aktuell den H11 Max für 326,50€ mit dem Gutscheincode “H11MAX” direkt aus Europa. Beachtet bitte, dass die Sauger erst Ende des Monats versendet werden.

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