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Edifier R1280DBs – Bookshelf Speaker im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • guter anpassbarer Sound
  • viele Anschlussmöglichkeiten u.a. Bluetooth
  • zeitloses Design und saubere Verarbeitung
  • üppiger Packungsinhalt
  • Fernbedienung vorhanden
Nachteile
  • nur SBC Codec für Bluetooth
  • ohne Anpassung Höhen etwas schwach
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Wir haben Edifier durch die True Wireless Kopfhörer kennengelernt, aber eigentlich hat sich Edifier einen Namen mit Bookshelf- und Studio Speakern gemacht. Aus diesem Grund testen wir heute die R1280DBs. Edifiers moderner Ansatz für nahezu alle Lautsprecher kommt diesen 150€ Lautsprechern zugute. Was das im Detail bedeutet, lest ihr im folgenden Test.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

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Edifier ist, was das Design der Lautsprecher angeht, eher ein Freund der alten Schule. Das heißt, die Speaker haben oft eine Quaderform, sind mit (Kunststoff) Holz verkleidet und wirken auf den ersten Blick eher schlicht. In unserem Fall ist der einzelne Speaker 234 mm hoch, 146 mm breit und 196 mm tief.

Bei den R1280DBs kommt aber eine Echtholzverkleidung zum Einsatz. Neben der schwarzen Version gibt es die Speaker auch in einer braunen „Naturfarbe“. Wählt man die älteren R1280DB (ohne “s”), steht sogar eine schicke weiße Variante zur Verfügung.

Vorne werden beide Lautsprecher durch eine Stoffabdeckung vor Staub und Dreck geschützt. Diese Abdeckung ist abnehmbar und wird einfach durch vier Noppen auf den Speaker gesteckt. Darunter kommt ein Teil der eigentlichen Technik zum Vorschein.

Die komplette untere Hälfte füllt der 116 mm Tief-Mitteltöner aus. Darüber befindet sich der kleinere 13 mm Seidenkalotten-Hochtöner (“silk dome tweeter”) sowie ein Bassreflexrohr. Der rechte Speaker hat zudem noch einen Sensor, um die Infrarot Signale der beiliegenden Fernbedienung zu erkennen.

Der Sensor ist zudem mit zwei LEDs ausgestattet, von denen eine rot, die andere blau und grün leuchten. Sie werden genutzt, um anzuzeigen, in welchem Modus sich die Lautsprecher derzeit befinden. Blau steht natürlich für Bluetooth, Grün für Aux/Line und Rot für Coax/Opt.

Damit kommen wir auch schon auf die Rückseite des rechten Speakers. Hier sind alle Anschlüsse vertreten, die man so brauchen könnte. Einzig HDMI fehlt. Der Vollständigkeit halber liste ich diese trotzdem noch mal auf:

  • L Speaker Out – ausgeführt als Klemme
  • Line1/Line2 – ausgeführt als Cinch
  • OPT – ausgeführt als Toslink
  • Coax – ausgeführt als Cinch
  • Sub Out – ausgeführt als 3,5 mm Klinke

Schließt man einen Subwoofer an den dafür vorgesehenen Anschluss an, erkennen die R1280DBs automatisch das neue Gerät, reduzieren den eigenen ausgegebenen Bass und leiten diese Tonfrequenzen an den Subwoofer weiter.

Abgesehen von den Anschlüssen gibt es natürlich noch ein fest integriertes Stromkabel mit EU Stecker (150 cm) und einen Power-Button als Hauptschalter, um die Speaker komplett abzuschalten.

Weiter geht es auf der rechten Seite des rechten Speakers. In einer Vertiefung angebracht, befinden sich drei Drehregler. Einer für „Treble“, einer für „Bass“ und einer für „Volume/Input“. Direkt darunter kann man eine weitere rote LED finden, die anzeigt, ob die Lautsprecher angeschaltet sind.

Treble und Bass lassen sich jeweils mit einem sanften Widerstand von -6 bis +6 einstellen. Beim Nullpunkt gibt es zudem noch einen leichten Einrastpunkt, damit dieser auch blind gefunden werden kann. Der Volume/Input Regler hat für die Lautstärkensteuerung ein Rastersystem, mit dem man die einzelnen Stufen genau abzählen kann. Zudem lässt sich der Regler auch drücken, um zwischen den verschiedenen Eingangssignalen durchzuwechseln. Wie ihr wohl schon gemerkt habt, fungiert der rechte Speaker als Steuerungseinheit, am linken Speaker sind nur die Eingänge für die Verbindung untereinander vorhanden.

Was die Verarbeitung angeht, so kann ich bei den R1280DBs keine Mängel feststellen. Die Pins für die Abdeckung sind recht dick ausgeführt. Der Stoff ist ordentlich gespannt. Spiel an den Speakern, Anschlüssen oder Knöpfen, kann ich nicht feststellen. Alles wirkt solide und gut verarbeitet. Die Seitenteile sind aber prädestiniert dafür, Fingerabdrücke aufzunehmen.

Lieferumfang

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Angeliefert werden die R1280DBs in einem schlichten braunen Karton. Darauf abgedruckt, sind die nötigsten Informationen. Dafür legt Edifier den Lautsprechern alles bei, was man für eine erste Inbetriebnahme gebrauchen könnte:

  • Cinch auf Chinch Kabel (R/L, 180 cm)
  • Cinch auf 3,5 mm Klinke (180 cm)
  • Fernbedienung (136 x 38 x 8 mm, mit Batterie)
  • Lautsprecherverbindungskabel (240 cm)
  • Toslink auf Toslink Kabel (120 cm)
  • mehrsprachige Garantiebedingungen
  • mehrsprachige Bedienungsanleitung (u.a. deutsch, englisch, italienisch, spanisch)

Soundqualität der R1280DBs

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Nun da die äußeren Gegebenheiten geklärt sind, wird es Zeit, sich dem Sound zu widmen. Wie die Vielzahl an Anschlüssen schon zeigt, gibt es diverse Möglichkeiten, zu einer Audioausgabe zu gelangen. Die einfachste Variante dürfte Bluetooth sein, das bei den R1280DBs in Version 5.0 ausgeführt wird. Leider nutzen die R1280DBs nur den SBC Codec. Edifier setzt bei vielen teureren Speakern auf aptX oder sogar aptX HD, in diesem Fall jedoch nicht.

Grundsätzlich ist es für die Speaker egal, wie sie verbunden werden. Natürlich sollte man aber daran denken, dass die kabelgebundene Variante verlustfrei überträgt, während wir bei Bluetooth in diesem Setup eine Kompression herbeiführen.

Frequenz: 51–20000 Hz
Bluetooth: 5.0
Chipset: Qualcomm
Maximale Leistung: 42 W
RMS Leistung: 2 x 21 W
BT Reichweite: 20 Meter
Modellnummer: EDF100011
Widerstand: k.A.
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 85 dB
Apt-X: Nein
Codecs: A2D, HFP 1.7, HSP 1.2, AVRCP 1.6, SBC, SPP
Treiber: 13 mm tweeter + 116 mm mid-woofer
Wasserresistenz: Nein

Sound der Edifier R1280DBs

Ich habe die Lautsprecher einen Großteil der Zeit via Bluetooth getestet, einfach, weil es für mich einfacher war, verschiedene Lieder auszuprobieren. Auch ist mir ein gewisser Burn-In aufgefallen. In den ersten Stunden habe ich einige Lieder anders wahrgenommen, als dies nach einigen Stunden Einspielzeit der Fall war. Der Effekt hält nicht sehr lange an, ist aber am Anfang vorhanden.

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Um gleich mal mit dem negativen Hauptpunkt in die Tür zu fallen, möchte ich ankreiden, dass in der Ausgangsform die Höhen nicht das Wahre sind. Viel zu reserviert und eine deutliche Abwesenheit von Details, haben sie mich zu Beginn etwas stutzen lassen. Aber diese Drehregler an der Seite sind ja nicht umsonst vorhanden. Der Treble Regler landet daraufhin auf +4,5 während der Bass-Regler bei 0 schon recht gut rüberkommt. Sofort ändert sich das Klangbild und wird wesentlich ausgewogener. Höhen werden klarer, gehen besser in mittlere Tonebenen über und der Bass untermalt fortan das ganze Klangbild an den richtigen Stellen.

Wer es etwas fülliger mag, dreht beim Bass ebenfalls leicht nach rechts, sodass man zwischen +2 und +3 landet. Schon bei dieser Einstellung nimmt der gesamte Tieftonbereich deutlich zu und donnert noch etwas monumentaler.

Ohne diese individuellen Anpassungen bleiben die R1280DBs etwas fad. Die Brillanz muss Federn lassen. Nach der Anpassung wirkt das Klangbild, wie zuvor erwähnt, wesentlich homogener. Dabei entwickeln sich die Speaker zu richtigen kleinen Allroundern, denen Popsongs ebenso liegen wie orchestrale Klänge oder rockige Stücke.

Verglichen mit größeren oder 3-Wegesystemen (die oft auch teurer sind) bleiben insbesondere die Details etwas auf der Strecke. Hier kann man sicher noch einiges an Performance herauskitzeln, wenn man einen externen Subwoofer hat, wodurch auch aus dem R1280DBs eine Art 3-Wegesystem wird. Trotzdem liefern die Edifier Lautsprecher insgesamt super ab.

Einsatzgebiete der Edifier Speaker & Vergleich mit anderen Lautsprechern

Als Bookshelf Speaker mit moderater Größe sind die Einsatzgebiete natürlich stark variabel. In dieser Form gehen sie als PC-Lautsprecher durch, ebenso als Ersatz für die Soundbar am Fernseher oder als Ausgabegeräte für das normale Radio. Ich habe sie also auch als PC-Speaker und als Äquivalent für meine Aukey-Soundbar verwendet.

Edifier G2000 Gaming Speaker

Im Vergleich zu den Edifier G2000 wirken die R1280DBs natürlich deutlich voller. Höhen sind verglichen mit diesen Lautsprechern glasklar und der Bassbereich, der eigentlich beiden Lautsprechern fehlt, scheint im direkten Vergleich nur noch bei den G2000 abhandengekommen zu sein. Dazu sei aber gesagt, dass der Vergleich allein durch die Größe und die zusätzlichen Hochtöner der R1280DBs nicht ganz fair ist.

Aukey SK-M52 Soundbar

Was die Soundbar angeht: Die kann sich nicht hinter diesen Ausflüchten verstecken. Kurzum, bei ehemals fast gleichem Preis wischen die Edifier Lautsprecher mit der Soundbar den Boden auf. Voller, differenzierter und im direkten Vergleich die deutlich besseren Höhen. Einzig beim benötigten Platz gewinnt die Aukey SK-M52.

Möchte man einen Raum mit Musik füllen, leisten die Edifier Speaker ganze Arbeit. Die 21 Watt RMS können richtig laut werden. Dabei bleiben die Tonlagen weitestgehend stabil. Nur bei sehr spitzen Höhen neigen die Lautsprecher von Edifier zu leichten Verzerrungen. Da aber die volle Leistung nicht gerade Alltagstauglich erscheint, sollte das kein großes Problem darstellen.

Fernbedienung

Edifier liefert alle Bookshelf Speaker mit einer Fernbedienung aus. Diese wurde für die Neuauflage der R1280DBs modernisiert und ist nun sehr flach, was auch auf die Knöpfe zutrifft und wird in schwarzer Klavierlackoptik gehalten. Mit dabei ist auch immer gleich die benötigte Batterie.

Das Layout ist gut gewählt und schnell verstanden. Im oben angelegten Kreis, kann man Titel vor- und zurückschalten, beziehungsweise vorspulen, nach oben und unten wird jeweils die Lautstärke angepasst. P1010575Darunter befinden sich die Knöpfe, um die verschiedenen Eingänge durchzuschalten, Bluetooth zu aktivieren oder die Speaker verstummen zu lassen. Über allem thront der Power-Button.

Eine Besonderheit sind noch die mit „On“ und „Off“ gekennzeichneten Knöpfe. Diese aktivieren/deaktivieren die „Schallfelderweiterung“.

Ich bin mir nicht genau sicher, wofür diese Funktion gedacht ist, denn es wird nirgends beschrieben. Aktiviert man sie, werden die Höhen stark hervorgehoben, Bässe und Mitten zurückgefahren. Ich gehe also davon aus, dass es sich hier um ein simples Soundprofil handelt. Bei den richtigen Liedern angewandt, bekommen diese eine ganz neue Note. Aktiviere ich die Funktion bei „Raiders March“, klingen die Trompeten fast schon wie aus einem alten Fernseher. Irgendwie passend und stimmig. Bei moderneren Titeln oder bassbetonter Musik wirkt die Einstellung aber fehl am Platz.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Für mich sind die Edifier R1280DBs eine Bereicherung. Sie sorgen für einen guten Sound beim Fernsehen und können auch für die musikalische Untermalung bei Partys sorgen. Einfach kurz über Bluetooth verbinden und los geht’s.

Was den Sound angeht, so ist dieser in der Standard-Einstellung etwas schwach in den Höhen. Man sollte sich die paar Minuten nehmen, um die Drehregler in eine passende Position zu bringen. Anschließend erlebt man ein volleres und ausgewogeneres Klangbild, das für diese Leistungsklasse durchaus besonders gut ist.

Sollte man nicht unbedingt weiße Lautsprecher benötigen, um das Feng-Shui in der Wohnung aufrechtzuerhalten, würde ich in jedem Fall zu den R1280DBs greifen. Diese bieten eine modernisierte Bluetoothschnittstelle und einen Subwoofer Anschluss für mögliche Erweiterungen des Set-ups. Klanglich und technisch sind die R1280DBs und die R1280DB ansonsten identisch.

Letztendlich kann ich für die Speaker eine Kaufempfehlung aussprechen. Wer nach einem günstigen 2.0 Set-up mit ordentlich Dampf sucht, wird hier nicht enttäuscht.

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