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Godox Movelink UC Test – Funkmikrofon mit USB-C

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • günstiger Preis
  • AUX-Anschluss für Audio-Monitoring
  • einfach zu bedienen
  • Plug-and-Play Nutzung
  • brauchbare Soundqualität
Nachteile
  • schwächerer Sound als bei Saramonic
  • Reichweite nicht so hoch wie angegeben
  • kein Charging Case
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Der auf Fotografie und Audiotechnik spezialisierte Hersteller Godox hat ein Funkmikrofon mit USB-C Transmitter auf den Markt gebracht. Das System aus Transmitter und USB-C Receiver hört auf den Namen Godox MoveLink UC 1 (zwei Transmitter) bzw. UC 2 (zwei Transmitter). Ein solches Funkmikrofon eignet sich für alle, die mit ihrem Smartphone oder ihrer DSLM-Kamera Videos mit besserem Ton aufnehmen möchten. Zudem ist das Godox Movelink UC2 System wegen seiner beiden Transmitter besonders gut für Interviews geeignet. Im folgenden Test findet Ihr heraus, wo die Schwächen und Stärken des Systems liegen. Wir werden dabei auch einige Verweise zum Saramonic Blink 500 USB-C Set ziehen, das die gängige Alternative zum Godox Movelink darstellt.

Design und Lieferumfang

Godox Movelink UC2 Test 8

Unser Test basiert auf dem Godox MoveLink UC 2 System. Im Lieferumfang ist folgendes Zubehör enthalten:

  • 2 x Transmitter
  • 1 x Receiver
  • 2 x Lavalier-Mikrofone (1,3Meter Kabel)
  • 2 x Windschutz
  • 2 x Magnet-Clip
  • 2 x USB-A auf USB-C Kabel
  • 1 x Reset Stecker
  • Schnellstartanleitung

Wer sich stattdessen für das Godox MoveLink UC 1 System entscheidet, erhält nur einen Transmitter mit Lavalier-Mikro, Windschutz und Magnet-Clip.

Der gesamte Inhalt passt in eine weiße Box, die auch zum Transport geeignet ist. Die beiden Transmitter können über USB-C geladen werden und senden Audio an den Receiver. Wie auch bei dem Funkset von Saramonic haben die Transmitter bereits ein integriertes Mikrofon. Steckt man stattdessen ein Lavalier-Mikro in den Aux-Anschluss, wird der Sound über das Mikrofon drahtlos ans Smartphone weitergeleitet.

Receiver

Godox Movelink UC2 Test 9

Der Receiver des Godox MoveLink UC2 Systems misst 70 x 8 x 20 Millimeter und hat einen USB-C-Anschluss an der Oberseite. Er dient dazu, Audio-Signale von den Transmittern zu empfangen und diese an ein Endgerät (Smartphone, Laptop, Kamera) weiterzuleiten. Den Transmitter kann man einfach in das Smartphone oder die Kamera via USB-C einstecken. Wie auch bei dem Saramonic Blink 500 klappt das natürlich nicht, wenn sich das Smartphone in einer Hülle befindet, die den unteren Rand bedeckt. Nachdem der Receiver eingesteckt wurde, wird dieser vom Smartphone mit Strom versorgt und zeigt den Status mit fünf LEDs an. Die erste LED signalisiert, ob im Stereo- oder Mono-Modus aufgenommen wird und die anderen vier LEDs zeigen die eingestellte Lautstärke für das Audio-Signal an. Zwischen Mono und Stereo wechselt man, indem man die Taste an dem Receiver lange gedrückt hält. Die Lautstärke kann über ein kurzes Klicken geändert werden.

Zudem hat der Receiver an der Seite einen AUX-Eingang. Schließt man Kopfhörer an diesen an, kann man das aufgenommene Audio-Signal mithören. Auf diese Weise kann der Filmer während der Aufnahme überprüfen, ob alles richtig aufgenommen wird. Weiterhin befindet sich neben dem AUX-Anschluss ein kleines Loch. In dieses kann man den Stecker aus dem Lieferumfang (oder z.B. eine Nadel) einstecken, um den Receiver in den Pairing-Modus zu versetzen. Danach kann er mit neuen Transmittern gekoppelt werden. Im Auslieferungszustand ist das aber nicht nötig, weil die beiden Transmitter bereits mit dem Receiver verbunden sind.

Transmitter

Godox Movelink UC2 Test 2

Der Transmitter des Godox MoveLink UC Systems dient dazu, Audio-Signale aufzuzeichnen und diese an den Receiver zu senden. Er misst 38 x 48 x 13 Millimeter. Es handelt sich um den gleichen Transmitter, den Godox bereits bei den Movelink M2 Kits verwendet hat. Es können bis zu sechs Transmitter gleichzeitig mit einem Receiver verbunden werden.

Im Gegensatz zu Receiver benötigen die Transmitter natürlich einen Akku. Deshalb ist auf der rechten Seite ein USB-C-Anschluss zum Laden angebracht. Auf der Rückseite befindet sich ein Clip, mit dem man den Receiver an sich befestigen kann. Für den Einsatz ohne Lavalier-Mikrofon wählt man dazu am besten den Hemd- oder T-Shirt Kragen. Für den Einsatz mit Lavalier-Mikrofon kann man den Receiver an der Gürtelschnalle befestigen und das Lavalier-Mikrofon am Kragen. Alternativ kann der Receiver auch Metall-Oberflächen befestigt werden, denn er ist magnetisch. Dafür legt Godox auch zwei Metall-Clips in den Lieferumfang, die allerdings etwas zu klein sind, um einen wirklich sicheren Halt zu gewährleisten.

Logischerweise befindet sich das integrierte Mikrofon auf der Oberseite des Receivers. Hier kann auch ein Lavalier-Mikrofon eingesteckt werden, wodurch der Receiver automatisch das interne Mikrofon deaktiviert und über das Lavalier-Mic aufnimmt. Auf der rechten Seite befindet sich ein Powerbutton. Dieser muss lange gedrückt werden, um den Receiver an- oder auszuschalten. So wird eine versehentliche Bedienung vermieden. Darunter befindet sich ein Mute-Button, über den man das Mikrofon stumm schalten kann. Der Button reagiert zwar auf ein kurzes Klicken, aber er ist etwas in das Gehäuse eingelassen und sollte im Normalfall auch nicht versehentlich betätigt werden.

Nachdem man den Receiver anschaltet, sieht man das Godox-Logo für einen kurzen Moment auf dem Display. Der Boot-Vorgang ist nach etwa 2 Sekunden abgeschlossen. Danach bekommt man den Akkustand in einem Batterie-Symbol in 25% Schritten angezeigt. Zudem sieht man über ein Ketten-Symbol, ob eine Verbindung zum Receiver besteht und welchen Kanal (A,B,C…) der Transmitter dabei belegt. Neben dem Mikrofon-Symbol sieht man auch die Lautstärke von Eingaben. Diese ist allerdings ziemlich nutzlos, weil der Pegel eine ganze Sekunde Verzögerung hat und nur bei sehr lauten Geräuschen ausschlägt.

Soundaufnahme

Die Soundaufnahme funktionierte in unserem Test mit Smartphones von Xiaomi, OnePlus und Huawei. Auch auf einem MacBook und Windows-Laptop konnte der Receiver problemlos genutzt werden. Die Inbetriebnahme ist so einfach, dass eigentlich kaum eine Erklärung notwendig ist. Man hat hier ein echtes Plug-and-Play Erlebnis, was bei Audio-Equipment bekanntlicher Weise nicht häufig vorkommt.

Lavalier-Mikrofon:

Internes Mikrofon:

 

Die Soundqualität genügt für semiprofessionelle Aufnahmen von Interviews und VLogs. Es ist ein leichtes Grundrauschen hörbar, das sich in der Nachbearbeitung aber recht einfach entfernen lässt. Die Stimme wird deutlich übertragen und ist gut verstehbar. Es mangelt dem Sound aber sowohl an Tiefen als auch an Höhen. Die Qualität zwischen Lavalier-Mikrofon und dem integrierten Mikrofon ist etwa gleich gut – wir würden im Zweifelsfall sogar dem integrierten Mikrofon den Vorzug geben. Generell ist die Aufnahmequalität etwas schlechter als beim Blink500 Set von Saramonic. Vor der Soundaufnahme sollte man übrigens die Lautstärke auf Stufe 2 (von 4) stellen. Auf der höchsten Stufe übersteuert die Aufnahme bei normalem Abstand zum Sprecher.

Godox Movelink UC2 Test 11

Godox legt pro Receiver einen Windschutz in den Lieferumfang. Der Windschutz hat eine wirklich gute Qualität und kann auf den Receiver aufgesteckt werden. Es sitzt so fest, dass er auf keinen Fall versehentlich abfällt. Auch die Lavalier-Mikrofone werden mit einem kleinen Kunststoff-Aufsatz zum Windschutz geliefert.

Signalübertragung und Akkulaufzeit

Der Sound wird über 2,4GHz übertragen. Der Hersteller wirbt hier mit bis zu 50 Meter Reichweite. Wie so oft ist dieser Wert zu optimistisch. Wenn es wenige Elektrogeräte und andere Störquellen in der Umgebung gibt, bekommt man auf 25 Meter einen unterbrechungsfreien Empfang. Dreht man sich teilweise von der Aufnahmequelle weg, sinkt der Abstand auf 10 Meter, in dem eine unterbrechungsfreie Übertragung möglich ist.

Der Sound wurde bei niedriger Distanz immer problemlos übertragen. Falls ihr dennoch Störungen in der Aufnahme feststellen solltet, empfehlen wir Euch, den Flugmodus auf dem Smartphone einzuschalten. Insbesondere in Gegenden mit schlechtem Mobilfunk-Empfang kommt es häufiger zu Interferenzen, wenn das Smartphone nach Empfang sucht. Wir hatten dieses Problem im Test nicht, allerdings haben wir das Godox Movelink UC2 System auch in der Innenstadt von Köln benutzt.

Godox Movelink UC1 Test 1

Die Akkulaufzeit der Receiver wird vom Hersteller mit 6 Stunden beworben. In unserem Test kommen wir auf etwa 4,5 Stunden, was sich halbwegs mit der Herstellerangabe deckt. Praktisch ist auf jeden Fall, dass die Receiver während der Nutzung über USB-C geladen werden können. Schade ist allerdings, dass es kein Case mit Ladefunktion im Lieferumfang gibt. So etwas bietet Saramonic mit den Blink 500 Pro Sets. Unterwegs braucht man also pro Receiver eine Ladequelle, wenn man sie gleichzeitig laden möchte. Dafür empfiehlt sich eine Powerbank mit zwei USB-Anschlüssen. Der Ladevorgang dauert etwas weniger als drei Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Godox Movelink UC Funkmikro-System kann in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen. Das Design von Transmitter und Receiver ist durchdacht und die Audioqualität ist dem Preis entsprechend in Ordnung. Generell besteht hier aber doch ein qualitativer Unterschied zum Blink500 Set von Saramonic, das noch bessere Aufnahmen liefert. Ansonsten funktionierten die Aufnahmen problemlos auf allen von uns getesteten Geräten und die Akkulaufzeit ist ebenfalls gut. Weitere Kritikpunkte sind, dass der Hersteller auf ein Ladecase verzichtet hat und dass die Übertragungsreichweite nicht so gut ist, wie versprochen. Insgesamt können wir aber eine Kaufempfehlung aussprechen.

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