Huawei vs. USA – Worum es in Wirklichkeit geht

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In den jüngsten Artikeln wurde vielfach thematisiert, welche Auswirkungen der Google-Bann auf Besitzer eines Smartphones des Marke Huawei haben wird. In diesem Kommentar soll es aber um etwas anderes gehen: Die wirtschaftspolitischen und geheimdienstlichen Hintergründe des Vorgehens der US-Regierung.

Hintergrund

Huawei ist von Donald Trump auf eine „schwarze Liste“ gesetzt worden. Amerikanischen Firmen ist es fortan verboten, ohne eine Lizenz der Regierung Geschäfte mit Huawei zu betreiben. Die Begründung für diese drakonische Maßnahme sind Spionagevorwürfe gegen den chinesischen Hersteller. Die Auswirkung der Strafe ist für den Hersteller immens: Keine Google-Apps dürfen fortan auf Huawei-Smartphones installiert werden und der Hersteller darf keine Android-Updates mehr verteilen. Und es kommt sogar noch schlimmer: Da Huaweis Kirin-Prozessoren auf Kerne der Marke ARM zurückgreifen, soll der Hersteller zukünftig nicht einmal mehr Zugriff auf das Herzstück eines jeden Smartphones, den Prozessor, haben. Die Smartphones von Huawei könnten damit Geschichte sein.

Huawei beängstigt die USA?

Dass Huawei sehr erfolgreich ist, dürfte inzwischen fast jeder mitbekommen haben. Mittlerweile finden sich Huawei-Smartphones in jedem Elektronikfachhandel und sogar in der TV-Werbung zur Prime-Time werden die neuen Handys beworben. Im Jahr 2018 hat Huawei das erste Mal die Verkaufszahlen von Apple überboten und sich kurzzeitig auf dem zweiten Platz hinter Samsung eingefunden. Doch die Situation ist noch drastischer. Während Samsung im letzten Jahr einen Rückgang von 8% und Apple einen Rückgang von 3,2% verzeichnet, sind die Verkaufszahlen von Huawei um gigantische 33,6 Prozent im letzten Jahr gewachsen.

Smartphone Markt 2018 Weltweit

Es geht hier aber nicht um Smartphones.

Die steigende Bekanntheit von Huawei begründet sich durch die medienwirksame Smartphone-Sparte des Herstellers. Doch in dem Handelsstreit mit den USA geht es nicht um die Smartphones, sondern um 5G. Huawei ist mit 29% Marktanteil der weltweit führende Netzausstatter der neuen 5G-Technologie. Damit ist Huawei fast so groß wie die beiden größten Konkurrenten Nokia (17%) und Ericsson (13%) zusammen.

Laut Aussage des Huawei Geschäftsführers Liang Hua ist der Hersteller der Konkurrenz mindestens 12 Monate in der Entwicklung voraus und hält mit über 16.000 Patenten auch mehr Schutzrechte als alle amerikanischen Netzausstatter zusammen.

Wer nun denkt, dass 5G „nur“ das neue Mobilfunknetz sei, der irrt sich gewaltig. Die 5G Technologie wird das Fundament der neuen digitalen Infrastruktur und geht in ihrer Bedeutung weit über das Smartphone hinaus. So wird die hohe Bandbreite und geringe Latenz der neuen 5G Technik insbesondere im Bereich des Internet of Things und der künstlichen Intelligenz ein unverzichtbarer Bestandteil.

Wer das Rennen um 5G gewinnt, wird die digitale Autobahn des nächsten Jahrzehntes bauen. Und Amerika will nicht, dass China diese Macht zukommt.

Klage ohne Beweise

Die US-Regierung wirft Huawei vor, in Ihrer neuen 5G Technologie Hintertüren zur Spionage eingebaut zu haben. Nur leider gibt es für diesen Vorwurf keine handfesten Beweise. So haben staatliche Untersuchungen der philippinischen Regierung und der britischen Regierung keine Hinweise auf versteckte Spionage-Techniken erbracht und auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Wirtschaftsministerium und der Verfassungsschutz sehen „keine belastbaren Hinweise auf sicherheitskritische Eigenschaften“ (Quelle). Der einzige „Beweis“ in der ganzen „Spionage-Affaire“ um Huawei ist demnach eine Anschuldigung ohne Belege. Die Vorwürfe an Huawei erinnern dabei auf traurige Weise an die Lüge über Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen, die 2002 den Grundstein für einen völkerrechtswidrigen Krieg legte. „There is no doubt that Saddam Hussein now has weapons of mass destruction“

 

Wer glaubt, dass es bei den Anschuldigungen an Huawei tatsächlich darum geht, Spionage zu verhindern, der glaubt auch, dass die USA aus humanitären Gründen Afghanistan und Irak angegriffen haben.

Wenngleich vielleicht nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass es den USA auch um potentielle Spionage durch Huawei geht, sollte man sich zumindest die Frage stellen, was der Angriff auf Huawei dem Kläger USA bringt. Fakt ist, dass auch die amerikanische Wirtschaft ihren Preis für den Angriff zahlt. Die milliardenschweren Konzerne Google, Qualcomm, Intel und Broadcomm verlieren mit Huawei einen zahlungskräftigen Handelspartner. Aus einer wirtschaftlichen Perspektive ist der Huawei-Bann somit zumindest kurzfristig für beide Seiten schmerzhaft. Das drastische Ausmaß der Maßnahmen durch die US-Regierung legt nahe, dass die USA den chinesischen Konzern schädigen oder zumindest aus dem westlichen Markt verdrängen wollen. Dieses Ziel ist der USA eine noch weitere Verschärfung der diplomatischen Beziehungen mit China und Einbußen in der eigenen Wirtschaft wert.  Warum also das Ganze?

Könnte es sein, dass…

Hier betreten wir natürlich einen spekulativen Raum. Niemand außer Donald Trump und seinen Beratern weiß aus erster Hand, warum der Riese Huawei zu Fall gebracht werden soll. Dennoch ist es zur Beurteilung der Situation ziemlich erhellend, sich ein paar Fakten zur US-Beziehung und ihrem Verhältnis zu Spionage anzuschauen.

Im Rahmen des PRISM-Programms der NSA überwacht die USA im In- und Ausland die digitale Kommunikation der großen, westlichen Software-Anbieter, unter anderem Google, Microsoft, Apple und Facebook. Natürlich gibt es auch Exploits für Android und iOS, mit denen spezifische Geräte überwacht werden können.

Doch die Überwachung des Internet-Verkehrs beschränkt sich bei weitem nicht auf Software amerikanischer Firmen. Auch die hardwarebasierte Infrastruktur des Internets ist Ziel der Überwachung. So zapft die NSA in Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten verschiedene Internet-Knotenpunkte im In- und Ausland an, um den internationalen Datenverkehr zu überwachen. In Frankfurt wurde beispielsweise ein von der deutschen Telekom betriebener Knotenpunkt genutzt, um den Datenverkehr verschiedener Provider auszulesen (Quelle). Weiterhin gab es Hack-Angriffe auf alle großen Mobilfunkanbieter der Welt (Quelle) und der weltgrößte SIM-Anbieter wurde ebenfalls von der NSA gehacked (Quelle), um die End-zu-End Verschlüsselung von Telefonaten auszuhebeln.

Angesichts des großen Aufwands, welche der amerikanische Geheimdienst zur Infiltration ausländischer Telekommunikation unternimmt, wundert es nicht, dass auch Huawei bereits von Hacker-Angriffen durch den US-Geheimdienst betroffen war. So hat sich die NSA im Rahmen der Operation „Shotgiant“ seit 2010 auch Zugriff zur Zentrale von Huawei verschafft. Dies offenbarte ein von Snowden geleaktes Dokument, in dem auch auf die Gründe für den Angriff eingegangen wird. Neben Verbindungen zur chinesischen Regierung sollten insbesondere Exploits für die von Huawei produzierte Hardware gefunden werden, um Netzwerke mit Huawei-Technik zu infiltrieren:

“Many of our targets communicate over Huawei-produced products […] We want to make sure that we know how to exploit these products  […] to “gain access to networks of interest” around the world.“ (Quelle)

Neben den wirtschaftlichen Aspekten des Huawei-Banns geht es also auch um sogenannte “Networks of interests” zu denen man gerne “Zugang” haben möchte. Nüchtern betrachtet rücken diese Bestrebungen der US-Regierung die Spionage-Vorwürfe gegen Huawei in ein anderes Licht. Erstmal lässt sich ganz sachlich feststellen, dass die amerikanische Regierung sich der Vorwürfe gegen Huawei bereits selbst in vollem Umfang schuldig gemacht hat. In diesem Fall kann man jedoch von Fakten und nicht von Unterstellungen sprechen. „Wasser predigen und Wein trinken“ ist hier das Motto. Zum anderen zeigen die Hacker-Angriffe auf Huawei, dass es hier nicht nur um wirtschaftspolitische, sondern auch um geheimdienstliche Interessen geht.

Könnte es also sein, dass die amerikanische Regierung sich weit weniger vor Spionage durch Huawei fürchtet, als davor, keine Spionage mehr mit Huawei-Netzwerken betreiben zu können?

Aus einer technischen und politischen Perspektive scheint dies nicht unwahrscheinlich. Zum einen hat die chinesische Regierung schlichtweg kein Interesse daran, Daten an die NSA zu liefern. Angesichts der angespannten Beziehungen beider Länder dürften die Spionage-Aktivitäten der USA von China nicht als „Abhören unter Freunden“ abgestempelt werden.

Zum anderen könnte es im Rahmen der neuen 5G Technologie auch möglich sein, dass Huawei an neuen Verschlüsselungsmethoden arbeitet, die gegen die bisher bekannten Exploits immun sind. Auch dies ist aus Perspektive der chinesischen Regierung, mit welcher Huawei natürlich verstrickt ist, nur rational. Donald Trump selbst hat mit dem Ausrufen des nationalen Notstandes schließlich selbst gezeigt, wie empfindlich Supermächte auf Spionage von anderen Staaten reagieren. China wäre dumm, wenn sie nicht wenigsten an Technik arbeiten würden, Spionage in der eigenen Hardware zu vermeiden. Und China ist vieles, aber sicher nicht dumm.

Fazit

Bei dem Kampf zwischen Huawei und der US-Regierung geht es sicher nicht um Smartphones, sondern die Vorherrschaft in der kommenden 5G-Technik. Die Vorwürfe an Huawei mögen dabei nicht unbegründet sein, aber unbelegt sind sie bisher definitiv. Angesichts der Fakten über den NSA-Skandal und die andauernde, länderübergreifende Überwachung des Internets kann man das Vorgehen der amerikanischen Regierung mit Fug und Recht als Doppelmoral bezeichnen. Über die Gründe für den Angriff auf Huawei lässt sich derweil nur spekulieren. Mit großer Sicherheit geht es darum, einen zu stark gewordenen Konkurrenten aus dem Markt zu vertreiben. Wahrscheinlich geht es aber auch darum, sich den Zugriff auf den weltweiten Datenverkehr auch in Zukunft zu sichern.

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9 Kommentatoren
uweJoschbobeate13BenjaminWolfgang Hofer Letzte Kommentartoren
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beate13
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beate13

So viel Unsinn auf einmal.
Alleine die Gesetze in China (Zwang eine Hintertür in die Hardware einzubauen für die Zugriffe des Regimes) und Subventionierung von Huawei rechtfertigt die Vorgehensweise der Amerikaner.
LG
Beate

uwe
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uwe

beate 13 das nennt man Fake News !Das machen die Amerikaner Hintertür in Software
(Windows 10) oder W-Lan Router usw.
Keine Straftaten, keine Hintertüren.Und was ist dran an dem Vorwurf, dass Huawei laut chinesischem Recht dem Pekinger Sicherheitsapparat und den Geheimdiensten Zugriff auf Daten gewähren muss? Nichts, sagt Huawei. Das sei eine “offensichtlich politisch motivierte Fehlinterpretation des chinesischen Rechts”. Der Konzern verweist auf mehrere unabhängige Rechtsgutachten, die alle zu dem Schluss kommen, dass es keinerlei Verpflichtung von Huawei gebe, bei irgendwelchen Spionagetätigkeiten behilflich zu sein. “Huawei hat überhaupt keinen Zugriff auf die Daten der Netze, die es gebaut hat, den hat nur der Netzbetreiber”, so der Sprecher. Die chinesische Regierung habe eindeutig erklärt, dass kein chinesisches Gesetz von einer chinesischen Firma verlangt, im Ausland Straftaten zu begehen oder Hintertüren einzubauen.
“Wir sind das am meisten geprüfte Technikunternehmen der Welt”

Und was ist mit der Sicherheit der Sendesysteme, wenn sie von außen angegriffen werden? Hier verweist Huawei auf regelmäßige, unabhängige Prüfungen. “Kunden und die IT-Sicherheitsbehörden vieler Länder, inklusive Deutschland und Großbritannien und Prüfer wie der TÜV-IT haben die Möglichkeit, umfassende Prüfungen inklusive Quellcode-Analysen unserer Produkte und Lösungen vorzunehmen”, betont Berger. Etwas süffisant sagt er: “Vor dem Hintergrund der haltlosen Vorwürfe, denen wir ausgesetzt sind, sind wir mit Sicherheit, das am meisten geprüfte Technikunternehmen der Welt.”

Benjamin
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Benjamin

“insbesondere im Bereich des Internet of Things und der künstlichen Intelligenz ein unverzichtbarer Bestandteil.” Warum? Ist mir nicht klar. Es handelt sich doch um Schein-Pro-Argumente um 5g durchzudrücken. Warum braucht mein Kühlschrank, meine Toilette oder Mülleimer 5g? Ebenso ist die Künstliche Intelligenz – Algorithmen – von 5g unabhänig.

uwe
Gast
uwe

Huawei ist in der 5G Technologie allen anderen Unternehmen um viele Jahre voraus! Das ist der wahre Grund
und das die Amis unbedingt die Kontrolle über das 5G Netz haben wollen.Genauso wie über das Internet.
Sie wollen 5G Technologie und die Kontrolle des 5g Netzes von Huawei mit allen Mitteln erpressen !
Auch wollte Huawei Nr.1 der Smartphonehersteller werden noch vor Samsung und Apple.
Huawei hatte Apple schon für einige Zeit auf Platz 2 verdrängt,was die Amis nicht dulden.
Daher ist es auch ein Wirtschaftskrieg,man will Huawei gefügig machen und klein halten?

Wolfgang Hofer
Gast
Wolfgang Hofer

Der Artikel ist sehr gut und gibt die wesentlichen Hintergründe prägnant wider. Die amerikanische “Vorherrschaft” muss nach Trump wohl mit “allen Mitteln” erhalten werden. Um die wahren Werte geht es dem “Repräsentanten des amerikanischen Volkes” eindeutig nicht. Sehr schade für die wahren Amerikaner.
Nachhilfe: :=wahr: Anstand, Ehre, Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Wahrheit, Anerkennung, Fairness
Oh, … armer Trump, armes – dem “Präsidenten” folgendes” (..) Amerika
Ich dachte immer, ihr seid die “Guten” …. sorry,ist auf “neu-deutsch”

Rob
Gast
Rob

Meine Meinung: man muss nicht lange recherchieren, um die wahren Zügelhalter und Sporentreiber zu erkennen: der Militärisch-Industrielle Komplex. Den gibt es freilich nicht nur in Amerika, allerdings ist er dort am mächtigsten. Wenn wir, ja wir, nicht aufpassen und das Prinzip von Ursache und Wirkung in diesen Dingen nicht erkennen und schlichtend entgegen treten, werden wir irgendwann zerrieben. Und das wird, so wie es aussieht, eher früher als später sein.

Selime Altay
Gast
Selime Altay

Ich stimme ihrer Aussage
“Wer glaubt, dass es bei den Anschuldigungen an Huawei tatsächlich darum geht, Spionage zu verhindern, der glaubt auch, dass die USA aus humanitären Gründen Afghanistan und Irak angegriffen haben”
voll zu. Aber daraufhin kann ich bezüglich China auch sagen:
“Wer glaubt, dass China die muslimischen Uighuren in Konzentrationslagern bringt, nur um mit ihnen gemeinsam Tennis zu spielen und die Zeit schön zu vertreiben, der glaubt auch, dass China ein demokratisches Land ist, wo Menschen ihre Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit genießen können”
Also die Chinesen sollen mal selber aufhören alle Muslime als radikal und als eine Bedrohung zu sehen und ihnen ihre “chinesische” Kultur aufzuzwingen. Die Uighuren in Ost-Turkestan werden geolftert, vergewaltigt und verhaftet ohne irgendwelche gültigen Gründe. Sie werden ganz und gar nicht wie Menschen sondern wie Dreck behandelt. Was diese Dinge angeht, hat China und USA viel gemeinsam.

Reinhard_Schaefer
Mitglied
Reinhard Schäfer

Die Uighuren interessieren Donald Trump ebensowenig wie die Unversehrtheit der Berater von Kim Jong Un in Nordkorea. Da fehlt ihm gänzlich die Empathie, denn man hört nach den Enthüllungen, dass Un die Berater nach dem letzten gescheiterten Gipfel inhaftieren und vermutlich zum Teil auch ermorden ließ, um diese für das Scheitern verantwortlich zu machen, keine Reaktion der amerikanischen Regierung. Trump wird sich sicher erneut mit seinem “Freund Kim” treffen und nicht darauf bestehen, dass dessen neue Berater keine solche Behandlung erfahren. Auch der internationale Protest nach der Ermordung des Journalisten Kashoggi durch Männer des saudischen Prinzen hat ihn nicht gejuckt – ihm waren seine Geschäfte wichtiger. In dem Fall reichten ihm die Beweise nicht aus…Und die Foltervorwürfe gegen seine Truppe im In- und Ausland haben auch nicht zu drastischen Maßnahmen geführt.

Leider ist gerade die amerikanische Nation kein Vorbild für Demokratie, sondern in vielen Feldern eher eine der schlechtesten Formen. Geld hat dort oberste Priorität, und wer Geld und Einfluss hat, muss nur wenig befürchten. Deshalb kann Amerika aktuell auf niemanden mit Fingern zeigen, denn Lügen, Foltern, Ermorden findet z.T. mit dem Segen der Regierung statt. Das Säbelrasseln mit dem Iran und viele andere Schlachtfelder, auf denen sich aktuell ausgetobt wird, zeigt, mit welcher Dreistigkeit Trump und seine Mannen vorgehen, um ihren Willen durchzusetzen. Verträge werden einfach außer Kraft gesetzt, unbewiesene und falsche Behauptungen als Wahrheit dargestellt und die Verbündeten und Abhängigen mit wirtschaftlichen und politischen Nachteilen bedroht, wenn sie nicht mitziehen. Firmen können Lizenzen verlieren, wenn sie mehr als 25% ihrer Geschäfte mit den USA machen, sollten sie sich nicht an die Vorgaben der USA halten. Und alle anderen Nationen, die die amerikanische Software nutzen wollen, werden mit in Geiselhaft genommen. Deshalb wird auch ein Umstieg auf mögliche neue Betriebssysteme und soziale Medien doppelt schwierig, weil dann Drohungen an Firmen und Länder erfolgen, dass sie mit Sanktionen, Zöllen usw. rechnen müssen. Trumps Weg ist der der Erpressung, so wird er als Geschäftsmann gehandelt haben und so handelt er als Präsident.

Wolfgang Hofer
Gast
Wolfgang Hofer

Herr Trump steht für “Geld ist Macht” und Geld ist “Alles”
Er hat noch nicht einmal eine Ahnung, was wirklich richtig und wahr ist – ich hoffe, das der Schaden den diese Person an sich selbst, seinen “Anvertrauten” und … seinem Volk … gering bleiben wird.

Wolfgang Hofer
Gast
Wolfgang Hofer

Hallo ehrenwerter Selime Altay,
ich möchte feststellen, zu Ihrem Zitat:
“Die Uighuren in Ost-Turkestan werden gefoltert, vergewaltigt und verhaftet ohne irgendwelche gültigen Gründe.
Dass es niemals “Gültige” Gründe zu etwas dergleichen gibt.
Folter, Vergewaltigung und Gefängnis sind Gewaltmittel, die letzen Endes alles nur schlimmer machen – man kann sich nicht der Werkzeuge des Bösen bedienen um dann auf gerechte und wahre Ergebnisse zu spekulieren (zu hoffen) – das geht nicht.
Menschen sollen wie Menschen behandelt werden – von jedem Menschen – egal woher

Rüpel
Gast
Rüpel

Vielleicht sollte man den Artikel als Kommentar kennzeichnen, schließlich geht er weit über objektiven Journalismus hinaus.
Eins sollte man jedoch festhalten: Auf lange Sicht schaden diese Auseinandersetzungen primär den US-Firmen, statt ihnen zu nutzen. Warum sollte es für chinesische Unternehmen nicht möglich sein ein eigenes Betriebssystem auf die Beine zu stellen? Android ist ja nicht im Besitz von Google, auch wenn mancher dies zu glauben scheint. Mehr noch, ebenso werden sich unter 1,7 Chinesen genügend fleißige und schlaue Köpfe finden, die eigene Prozessorkerne entwickeln und produzieren. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man vielerorts immernoch denkt, die Chinesen wären Hinterwäldler.
Allerdings sollte man nicht so blauäugig sein und die Masche fahren: Amerika böse, China gut. Das haben wir leider viel zu oft gemacht (i.Ü. auch mit Russland). Fakt ist dass alle Staaten Partialinteressen verfolgen und diese auf Gedeih und Verderb durchsetzen werden. Schade nur, dass wir Europäer selbst zu zerstritten, unkoordiniert und verschlafen sind um in dieser Gemengelage ernsthaft mitzuspielen. Da bleibt uns nur dafür zu sorgen, dass es auch weiterhin ausreichend Konkurrenz am Markt gibt und nicht nur ein Konzern / Land ein technologisches Monopol aufbauen kann. Der Feind meines Feindes ist mein Freund…

Reinhard_Schaefer
Mitglied
Reinhard Schäfer

Es geht nicht darum, dass Amerika böse ist und China oder Russland gut, sondern darum, dass wir als westliche Demokratien eine Vorbildfunktion eingenommen haben, wie wir miteinander umgehen, und dass nach 9/11 erst Bush und jetzt in viel größerem Ausmaß Trump auf diese Gepflogenheiten pfeift und diktatorische Maßnahmen einleitet, die nicht viel mit gesundem Menschenverstand und vernünftigem Umgang auch mit Gegnern zu tun haben. Nein, sogar ehemalige Freunde werden jetzt für Trump zum Gegner, nicht zuletzt Deutschland, insbesondere Europa als starkem Gegenpol. Deshalb unterstützt er alle, die Europa schädigen wollen, seien es die Brexit-Befürworter oder die Ungarn. Er spielt alle gegeneinander aus, und viele machen allzu gerne mit, um ihre Interessen durchzusetzen. Ein Europa der vielen kleinen Nationen ist für Trump weniger Konkurrenz und er kann noch mehr Druck auf diese ausüben. Leider spielen momentan so viele mit den gewonnenen Möglichkeiten durch die offenen Grenzen und die gemeinsame Währung – auch in unserem Land, dass ein Scheitern der Idee möglich erscheint. Wer möchte denn wieder Visa oder Reisepässe an den Grenzen vorzeigen müssen, Geld umtauschen, teure Telefonate führen und kleinbürgerlich denken? Ein paar schon – leider.

uwe
Gast
uwe

Ihr Fazit ist plausibel und scheint logisch.Trump hat Huawei zum Teil der Wirtschaftsverhandlungen mit
China gemacht, somit besteht noch Hoffnung.Ich persönlich glaube an eine Einigung.
Huawei hat einen Vorsprung bei 5G von vielen Jahren ,einige sagen 10 Jahre und viele Patente.
Ohne Huawei dürfte es schwierig werden?
Somit haben sie auch Vorteile.Auch hat Huawei vorgesorgt und hat Chips für mindestens 1 Jahr vorrätig.
Ein eigenes Betriebssystem ist seit Jahren in Arbeit.
Außerdem klagt Huawei vor US Gerichten.Die US Sanktionen von mind.200 Mrd.müssen ja die
US Verbraucher bezahlen und nicht China.Das kann sich auch Trump nicht lange erlauben.Es ist Teil von
Erpressungen und eines Wirtschaftkrieges.Daher Verhandlungsmasse.
Meine Frage.Ihr habt doch schon seit Jahren Erfahrung mit chinesischen Roms und Smartphones
ohne Google Play und Googel Services.In China ist Google Play seit Jahren geblockt auch Huawei oder
Xiaomi haben App Stores.1 Mrd. Menschen in China kommen ohne Google Play gut klar, warum soll das
nicht auch bei uns gehen? Was haltet Ihr von APK Pure oder Aptoide Android für alle Apps gibt es doch
Alternativen? Da China 90% aller Smatphones herstellen ,könnten sie da nicht ein eigenes Betriebssystem
durchsetzen? Erpressung seltene Erden,Apple usw.? Verkaufsverbot von Apple in China wegen erwiesener Spionage?Eine Alternative für Google in Europa ist auch schon überfällig und notwendig wie Huawei zeigt !