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Intel NUC 11 PAH i7 Mini-PC im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • sehr umfangreiche und moderne Anschlüsse
  • freier 2.5 Zoll SSD Slot
  • vorinstalliertes und aktiviertes Windows 11 Pro
  • starke Leistung
  • 2 x Thunderbolt
  • gute Verarbeitung und kompakt
Nachteile
  • relativ teuer für ein 2021 Modell
  • Verfügbarkeit und Garantie fraglich
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Seit 2021 testen wir regelmäßig sogenannte Mini-PCs für euch. Gleichbedeutend mit dem Namen Mini-PC stand lange Zeit der Name NUC. Nach knappen 10 Jahren hat Intel Mitte letzten Jahres seine NUC-Serie offiziell eingestellt und nun haben wir mit dem Intel NUC 11 PAH i7 unseren ersten Mini-PC des Herstellers im Test. Der Intel NUC 11 PAH i7 stammt aus dem Jahr 2021 und war schon damals seiner Zeit weit voraus, weshalb ein Test auch im Jahr 2024 noch Sinn macht. Neben einem leistungsstarken Intel Core i7-1165G7 Prozessor ist der NUC 11 mit vielen modernen Anschlüssen und schnellem Speicher ausgestattet. Ob und für wen sich der Computer auch im Jahr 2024 lohnt, schauen wir uns in diesem Test genauer an.

Intel NUC PAH i7 Test Testbericht

Design und Verarbeitung

Wenn nicht gerade bunte LEDs am Gehäuse blinken, ist das Design eines Mini-PCs kaum ein relevanter Faktor beim Kauf. Der Intel NUC 11 steckt in einem quadratischen Mini-PC-Standardgehäuse aus hochwertigem Kunststoff mit einer Metallplatte auf der Unterseite. Der NUC 11 misst 11,2 x 11,7 x 3,8 Zentimeter und wiegt 579 Gramm. Die umfangreichen Anschlüsse befinden sich hauptsächlich an der Vorder- und Rückseite. Links und rechts befindet sich jeweils ein Lüftungsgitter aus Metall, rechts ein Kensington Lock-Anschluss und links ein SD-Kartenleser. Der Powerbutton ist mit einer LED beleuchtet, etwas störend ist die zusätzliche Power-LED, die im Betrieb ständig blinkt.

Das komplett in Schwarz und Grau gehaltene Gehäuse steht auf vier Gummifüßen, die jeweils von einer Schraube gehalten werden. Wenn man diese vier Schrauben entfernt, kann man auch die Metallplatte abnehmen. Der Intel NUC 11 wirkt zweifelsohne stabil und hochwertig und erinnert an die Nachbauten des bekannten China-Herstellers Geekom.

Lieferumfang des Intel NUC 11

NUC 11 PAH i7 Lieferumfang

Das zweitgeteilte Netzteil besteht aus einem 60cm langen Kaltgerätekabel mit Mickey-Mouse Stecker und 1,80m Hohlsteckerkabel. Damit lässt sich das Netzteil problemlos verlängern und ist mit einer Länge von insgesamt 2,50m auch nicht schlecht gewählt. Neben einer kurzen Anleitung befindet sich eine VESA-Standardhalterung (100 x 100 und 80 x 80) in der Box samt Schrauben.

Upgrade und Erweiterbarkeit des Intel NUC 11

Die vier Schrauben auf der Unterseite sind schnell gelöst und keine weitere Abdeckung trennt uns von der Hardware des Mini-PCs. Den Speicher kann man problemlos mit einer 2,5 Zoll SSD erweitern, die einfach an der Bodenplatte befestigt und angeschlossen wird. Ansonsten kann man die Kingston 2280 PCIe 4 SSD und den 16 GB DDR4 RAM (3200MHz) nur upgraden. Weitere Steckplätze stehen nicht zur Verfügung.

Anschlüsse und Konnektivität des Intel NUC 11 PAH i7

Wer gern mehrere Bildschirme mit 4K Auflösung und 60Hz betreiben will, ist mit dem Intel NUC 11 PAH i7 bestens beraten. Mit dem Prozessor sollten sogar 4 Displays gleichzeitig möglich sein. Dafür stehen ein HDMI 2.0 Anschluss und ein Mini-DP 1.4 Anschluss bereit. Obendrein sind die beiden USB-C-Anschlüsse natürlich auch Displayport fähig, mit einem entsprechenden Adapter. Genau wie bei Geekom glänzt auch die Intel NUC Serie mit einem SD-Kartenleser und einem Kensington Lock Anschluss.

Vorn und Seiten:

  • Powerbutton mit integrierter blauer LED
  • 1 x USB-A 3.1 Anschluss 10 Gbit/s
  • 1 x USB-C Thunderbolt 3 (Daten und Display) 40 Gbit/s
  • 3,5mm Aux-Anschluss (Lautsprecher & Mikrofon)
  • Rechts: Kensington-Lock Anschluss
  • Links: SD-Kartenleser
  • 1 x nerviges orangenes Akkublinklicht

Hinten:

Intel NUC 11 Anschluesse Test 3

  • 2.5 Gigabit-LAN-Anschluss
  • 1 x USB-C Thunderbolt 3 (Daten und Display) 40 Gbit/s
  • 2 x USB-A 3.1 Anschluss (Blau) 10 Gbit/s
  • 1 x HDMI 2.0 Anschluss
  • 1 x Mini-DisplayPort 1.4 Anschluss
  • Stromanschluss (DC-In)

Die Anschlüsse habe ich diesmal auch mit einem neuen NVME Gehäuse für den Thunderbolt Standard gemessen. Ich komme damit nun auf 30GBit/s, was die Geschwindigkeit der Thunderbolt 3 Anschlüsse bestätigt. Wer gerne mal Smartphones flasht oder uralte Peripherie über USB nutzen mag, sollte lieber zu einem Modell mit USB 2.0 Anschluss greifen.

Auch wenn der Intel NUC 11 nicht mehr der neuste Mini-PC ist, hat er mit WiFi 6 eine weiterhin aktuelle Ausstattung und auch Bluetooth 5.1 ist definitiv nicht uralt und für alle erdenklichen Aufgaben nutzbar. Beim WLAN Test erreichte der Intel Mini-PC hervorragende Werte mit einem Datendurchsatz von 280/50Mbit/s bei einem Abstand von 10m und 2 Wänden zum WiFi 6 Router. Volle Geschwindigkeit gibt es dann wie immer über LAN.

Leistung

Der Intel Core i7-1165G7 Quad-Core Prozessor wird noch im älteren 10nm SuperFin Verfahren gefertigt und wurde bereits Q3/2020 vorgestellt. Die 4 Kerne liefern einen Basistakt von 2,8GHz und 4,7GHz im Turbo. Für grafisch anspruchsvolle Aufgaben ist eine Intel Iris Xe G7 zuständig, die damals zwar ein großer Schritt nach vorn war, aber heute nicht mehr mit den aktuellen Modellen mithalten kann. Ein sparsamer High-End Prozessor aus dem Jahr 2020 ist aber auch in diesem Jahr noch eine zuverlässige Wahl, wie die Benchmarks eindrucksvoll zeigen:

Intel Nuc DMark

Geekbench Single
Geekbench Multi
3DMark Timespy

Die verbaute Kingston NVME SSD liefert im Test solide Werte. Das System ist zusammengefasst pfeilschnell und es kommt weder zu langen Wartezeiten noch zu Rucklern. In 28 Sekunden bootet der Intel NUC 11 auf den Desktop.

SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

SSD Geschwindigkeit integriert

Der NUC11 PAH i7 liefert durch die Bank eine adäquate Leistung. Die Iris Xe-Grafik-GPU gibt ihr Bestes, kann aber bei Weitem nicht mit den aktuellen Ryzen-GPUs mithalten. Der NUC 11 Mini-PC ist zwar in der Lage, aktuelle Spiele in 1080p und hohen Details zu spielen, wenn man aber bereit ist die Auflösung und Details etwas zu reduzieren, laufen auch aktuelle Spiele flüssig. Für Gamer ist nach wie vor eine dedizierte Grafikkarte die bessere Wahl. Bei normalen Arbeiten im Home-Office jenseits von 4K-Videobearbeitung wird man mit dem Intel NUC 11 PAH i7 keine Leistungsprobleme haben.

Lüftersteuerung und Hitze

Als aktiv gekühlter Mini-PC ist der Lüfter immer am Laufen, aber ohne Belastung und auch beim normalen Arbeiten mit 38-39 dB(A) kaum wahrnehmbar und auch nicht störend. Auch gab es während meiner Arbeitssession kein unerwartetes Aufheulen und Intel hat die Lüftersteuerung definitiv im Griff. Mittels Stresstest, Benchmarks oder Gaming bekommt man die Lüfterkulisse auf maximal 46 dB(A) hochgeschraubt. Das passiert spätestens bei einer Temperatur von 80°C und die wird auch nicht überschritten. Das Kühlkonzept des Intel NUC 11 PAH i7 ist damit durchdacht und beim normalen Arbeiten überzeugend.

Aktiviertes Windows 11 Pro

Nachdem man alle Updates durchgeführt hat, bekommt man ein aktiviertes und aktuelles Windows 11 Pro System mit dem NUC 11. Auch der TPM 2.0 Sicherheitschip ist aktiviert und verfügbar.

Anstatt einem BIOS ist beim NUC 11 PAH i7 sogar ein UEFI verfügbar, das sich mit der Maus bedienen lässt. Alle Einstellung habe ich im folgenden Video festgehalten.

Stromverbrauch des Intel NUC 11 PAH i7

Das Netzteil des NUC 11 PAH i7 liefert maximal 120 Watt und im Stresstest konnten wir maximal 82 Watt erreichen. Damit ist genug Luft für zusätzliche Peripherie und natürlich auch für eine zusätzliche 2,5-Zoll-SSD. Bei Gaming Benchmarks und Spielen lag der Durchschnittsverbrauch bei niedrigen 40 Watt und ein 4K YouTube Video schlug mit 23 Watt zu Buche. Im Leerlauf sind es nur 10 Watt, was ebenfalls ein hervorragender Wert ist. Am Ende meiner 5 Stunden Arbeitssitzung mit Skype, viel Surfen und dem ein oder anderen YouTube Video standen 123Wh auf der Uhr. Das entspricht einem Verbrauch von knapp 25 Watt und selbst modernere Mini-PCs in diesem Leistungssegment sind nicht viel sparsamer.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Mit über 500€ ist der Preis für einen Intel NUC Mini-PC aus dem Jahr 2021 auch 3 Jahre später noch happig. Dafür bekommt man aber auch einen nahezu perfekt ausgestatteten Mini-PC, der lediglich bei der Leistung nicht mit den aktuellen Geräten von Beelink, Minisforum oder Geekom mithalten kann. Ansonsten ist der NUC 11 ein hervorragendes Gesamtpaket eines Mini-PCs, dessen Hersteller die Serie leider eingestellt hat. Die Verarbeitung ist überzeugend und durchdacht, die Anschlüsse umfangreich und modern, die Leistung für einen Office-PC mehr als ausreichend und die Geräuschentwicklung meist nicht wahrnehmbar. Wenn China-Minis keine Option sind, dann ist der NUC 11 PAH i7 auch 2021 eine exzellente Wahl. Den Preis würde ich mir bei ca. 400€ wünschen, dann gäbe es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Auf jeden Fall ist er in unserer Bestenliste der Mini-PCs zu finden.

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