Jimmy HW8 Pro im Test

Getestet von Erik Zürrlein am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • sehr gute Wischfunktion
  • Saugkraft von 15.000 pa
  • Saugstufe manuell änderbar
  • Selbstreinigungsfunktion
  • Freistehfunktion
Nachteile
  • lange Ladezeit
  • etwas unflexibel (unter Schränken, in Ecken)
  • weniger Features als der Dreame H11 Max:
  • - keine Sprachausgabe
  • - keine automatische Schmutzerkennung
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Nachdem Dreame mit dem H11 Max im Oktober 2021 den ersten Wisch-Akkustaubsauger veröffentlicht hat, freuen wir uns, nun den direkten Konkurrenten begrüßen zu dürfen – den Jimmy HW8 Pro. Der Dreame H11 Max hatte uns im Test mit seiner exzellenten Wischfunktion, seiner Selbstreinigungsfunktion und der Möglichkeit, das Gerät senkrecht hinstellen zu können, überzeugt. Auch der Jimmy HW8 Pro bringt eine Selbstreinigungs- und Freistehfunktion und mit 15.000 pa sogar eine noch stärkere Saugkraft mit. Ob das neuste Modell der Jimmy-Flotte, der Jimmy HW8 Pro, mit seinem Mitbewerber mithalten kann und welche Features sonst noch mit an Bord sind, erfahrt ihr in diesem Testbericht. Wasser ein, Wischsauger an und Film ab!

Vorab: Neben dem Jimmy HW8 Pro ist ebenfalls eine Standardversion verfügbar. Der normale Jimmy HW8 kostet deutlich weniger mit einer UVP von 250€ statt 335€. Der größte Unterschied liegt in der (Saug-) Leistung: Unser Jimmy HW8 Pro ist mit 15.000 pa bei 300 W ausgeschrieben, der normale Jimmy HW8 schafft gerade mal 7.000 pa bei 220 W. Der Akku ist deshalb mit 8 x 2500mAh statt 8 x 3000mAh entsprechend kleiner gehalten. Im Lieferumfang zeigt sich nur ein geringfügiger Unterschied: Die Pro-Version bringt eine zusätzliche Rollenbürste mit. In der Funktionsweise unterscheiden sich der Jimmy HW8 und HW8 Pro nicht.

Lieferumfang des Jimmy HW8 Pro

Von anderen Jimmy-Modellen sind wir einen ordentlichen Lieferumfang und sicher verpackte Komponenten gewohnt. Daran hat sich auch beim HW8 Pro nichts geändert – auch wenn er als Wisch-Akkusauger weniger Zubehör mitbringt als reine Akkusauger.

Geliefert wird der Jimmy HW8 Pro in einem schlichten, weißen Karton. Öffnet man ihn, findet man den Staubsauger, zerlegt in seine Einzelteile, vor. Alle Komponenten sind gut verpackt: Der Akku steckt in einem Karton, die Bedienungsanleitung befindet sich noch mal in einem Briefumschlag und die restlichen Teile werden von Kunststofffolien umhüllt. Das ist im Lieferumfang enthalten:

  • Staubsauger in Grau mit schwarzem Display und lilafarbenen Akzenten: Im zusammengebauten Zustand bringt der Jimmy HW8 Pro 4,45 kg auf die Waage.
    • Display: Das LED-Display zeigt den Akkustatus an und informiert darüber, wie viel Wasser sich im Wasser- und Abwasserbehälter befindet.
    • Wassertank mit einem Volumen von 450 ml
    • Abwassertank mit einem Volumen von 350 ml
  • Jimmy HW8 Pro Test ZubehoerSaugrohr in Lila mit Griffstange in Grau: Gemeinsam sind Saugrohr und Griff 55 cm lang, womit der Staubsauger zusammengebaut auf eine Höhe von 1,15 m kommt.
  • Zwei Bodensoftwalzen: je 23 cm lang
  • Reinigungsbürste zum Säubern der Bodenwalze
  • Ladestation in Schwarz, inklusive Rollenhalter
  • Netzteil mit EU-Stecker: 1,80 Meter lang
  • ein Reinigungsmittel mit floralem Duft, das laut Herstellerangaben für alle Arten von Heimböden geeignet ist
  • Bedienungsanleitung (inkl. Deutsch)

Was den Lieferumfang angeht, unterscheidet sich der Jimmy HW8 Pro kaum von der normalen Version. Hier ist nur eine zusätzliche Bodenwalze dabei, die beim HW8 fehlt.

Verarbeitung und Design

Der Jimmy HW8 Pro in der Praxis

Treuen Jimmy-Fans dürfte die Farbgebung bekannt vorkommen: Mit einem lilafarbenen Saugrohr, dem grauen Griffkörper, dem schwarzen Display und lilafarbenen Akzenten erinnert uns der Jimmy HW8 Pro stark an den Jimmy JV85. Die Farbkombination aus Lila und Grau bringt Schwung in die sonst eher schlicht gehaltene Farbwelt der Akkusauger, in der sonst „glamouröse“ weiße, graue oder bronzefarbene Töne dominieren. Was man für besser befindet, bleibt wohl Geschmackssache.

Was die Verarbeitung betrifft, können wir uns nicht beschweren: Das Saugrohr aus Metall wirkt stabil und hochwertig, nichts wackelt und alle Komponenten lassen sich geschmeidig zusammenfügen und voneinander lösen. Lediglich die Ladestation aus Kunststoff wirkt etwas billig und erweist sich optisch nicht gerade als ein Highlight – das ist allerdings die Norm und auch andere Hersteller wie Dreame setzen auf eine einfache, leichte Ladestation aus Kunststoff.

Beim Auspacken sollte man Vorsicht walten lassen, da der Griffkörper und die Haupteinheit im Karton bereits mit einem Kabel verbunden sind. Wir glauben zwar nicht, dass das Kabel sofort reißt, wenn man voller Elan an nur einem der Teile zieht – dennoch ist es besser, beide Komponenten gleichzeitig aus dem Karton zu heben. Nachdem wir beim Dreame H11 Max nach dem Auspacken kleinere Gebrauchsspuren am Gerät entdeckt haben, haben wir beim Jimmy HW8 Pro genauer hingeschaut. Umso erfreuter waren wir, dass wir hier keine Gebrauchsspuren gefunden haben und das Plexiglas beider Behälter unversehrt war.

Der Aufbau erklärt sich von selbst: Sind alle Komponenten ausgepackt, muss der Griffkörper in die Haupteinheit gesteckt werden. Möchte man den Griffkörper wieder herausnehmen, muss man den Verriegelungsknopf auf der hinteren Körperabdeckung drücken, die Abdeckung öffnen und ein hartes Werkzeug (z. B. einen Schraubendreher) in das Loch am oberen Ende stecken, um die Verankerung zu lösen. Das ist zwar etwas nervig, läuft bei anderen Modellen aber genauso ab – etwa beim Dreame H11 Max, den wir im Oktober für euch getestet haben. Außerdem sollte das ja nicht allzu oft notwendig sein.

Kleine Problemlösung beim Jimmy HW8 Pro noch vor dem Start

Danach muss man nur noch die hintere Körperabdeckung entfernen, den Akku einsetzen und den Frischwasserbehälter auf der Rückseite mit Wasser befüllen. Dann kann es in der Theorie losgehen. In der Praxis haben wir uns dann erst mal gewundert, warum unser Jimmy das gesprühte Wasser und andere Flüssigkeiten nicht einsaugt. Die Lösung: Man muss erstmal die Mesh-Abdeckung, die im Abwassertank oben auf dem Filter liegt, entfernen. Erst danach kann es losgehen.

Bedienung und Funktionen des Jimmy HW8 Pro

Frischwassertank: Der Frischwassertank sitzt auf der Rückseite und umfasst 450 ml. Um ihn zu entfernen, muss man lediglich den Knopf darüber drücken – und schon kann man den Behälter herausnehmen. Dann kann man den Drehverschluss abdrehen, das Wasser hineingeben, den Drehverschluss wieder anbringen und den Behälter kopfüber wieder einsetzen. Anmerkung: Nach einiger Zeit ist bei uns das Schaumstoffpolster abgefallen, wie das Foto zeigt. Das war nicht weiter schlimm, da immer noch alles dicht war – dennoch ging uns das etwas zu schnell. Wir haben das Problem gelöst, indem wir es mit Sekundenkleber vorsichtig wieder in Position gebracht haben.

Abwassertank: Der Abwassertank sitzt auf der Vorderseite und umfasst 350 ml, also 100 ml weniger als der Frischwassertank. Diese Differenz werdet ihr auf euren Böden und in der Wischrolle wiederfinden. Der Abwassertank lässt sich genauso leicht entnehmen wie der Frischwassertank: Einfach den Knopf darüber drücken und den Abwassertank herausziehen – das läuft geschmeidig und geht sogar mit einer Hand.

Freistehfunktion: Nachdem uns bereits der Dreame H11 Max mit einer Freistehfunktion begeistert hat, werden wir auch beim Jimmy HW8 Pro nicht enttäuscht. Befindet sich die Haupteinheit im 90°-Winkel zum Bürstenkopf, rastet der Fuß ein, wenn man die Haupteinheit nach vorne neigt.

Display des Jimmy HW8 Pro

Display mit verbleibender Akkulaufzeit

Das LED-Display, das sich oben an der Haupteinheit befindet, versorgt den Nutzer mit allen wichtigen Informationen: Es zeigt den prozentualen Akkustand an und informiert den Nutzer, sollte der Frischwassertank leer oder der Abwassertank voll sein. Sollte ein Problem auftreten, weist eine Fehlermeldung den Nutzer darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Was das ist, muss man mithilfe des gesunden Menschenverstands oder der Bedienungsanleitung allerdings selbst herausfinden. Das glauben wir zumindest, denn tatsächlich ist bei uns nämlich nicht einmal ein Fehler aufgetreten – egal, was wir durch den Staubsauger gejagt haben. Läuft gerade die automatische Reinigung, wenn der Staubsauger in der Ladestation steht, verrät ein Clean-Symbol, dass der Reinigungsprozess im Gange ist.

Obwohl das Display die wichtigsten Informationen bereithält, sieht es im Vergleich zum Display des Dreame H11 Max, das mit farbigen Symbolen arbeitet, etwas trostlos aus. Auch eine Sprachausgabe ist beim Jimmy HW8 Pro nicht mit an Bord.

Wisch- und Saugleistung im Vergleich

Damit ihr wisst, wie sich der Jimmy HW8 von der günstigeren Standardversion und dem Dreame HW11 Max unterscheidet, gibt es hier mal die Spezifikationen im Überblick:

Jimmy HW8 Pro

Jimmy HW8 Pro Test Beitragsbild

Jimmy HW8

Jimmy HW8 Test Beitragsbild

Dreame H11 Max

Dreame H11 Max Titelbild

Dreame H11

Dreame H11 vs. H11 Max

Gewicht: 5,4 kg nach Herstellerangabe, tatsächlich 4,45 kg 5,2 kg 4,7 kg 4,7 kg
Saugkraft: 15.000 pa 7.000 pa 10.000 pa 5.500 pa
Saugleistung: 300 W 300 W 200 W 170 W
Wassertank-Volumen: 450 ml 450 ml 900 ml 900 ml
Abwassertank-Volumen: 350 ml 350 ml 500 ml 500 ml
Akku: 3.000 mAh 2.500 mAh 4.000 mAh 4.000 mAh
Akkulaufzeit: 33 Minuten 25 Minuten 36 Minuten 30 Minuten
Ladezeit: 5 Stunden und 40 Minuten 5 Stunden 5 Stunden 5 Stunden
Preis: ab 280 Euro ab 220 Euro ab 330 Euro ab 300 Euro

Praxiseinsatz

Auf dem Papier bringt der Jimmy HW8 Pro mit 15.000 pa also eine höhere Saugkraft mit als die anderen Modelle. Das muss aber nicht unbedingt ein Vorteil sein – immerhin wollen wir nicht nur einen guten Staubsauger, sondern vor allem einen überzeugenden Wischer. Wie schlägt er sich in der Praxis also wirklich?

Allgemeines: Gewicht, Modi & Lautstärke

Jimmy HW8 Pro Test Produktbilder 10Im zusammengebauten Zustand und mit leeren Behältern bringt der Jimmy HW8 Pro ein Arbeitsgewicht von 4,45 kg auf die Waage, obwohl vom Hersteller ein Produktgewicht von 5,43 kg angegeben ist. Woraus sich dieser Unterschied ergibt, können wir uns nicht erklären – wir haben unseren Jimmy sogar einige Tage hintereinander gewogen, um zu überprüfen, ob er nicht zugenommen hat ?. An seinem Gewicht hat sich aber nichts geändert. Damit ist er sogar noch 255 g leichter als der Dreame H11 bzw. der Dreame H11 Max und man kann ihn auch dann mit einer Hand noch gut hin und her tragen, wenn der Frischwassertank gefüllt ist.

Um die Wohnung auf Vordermann zu bringen, stehen einem zwei Saugstufen zur Verfügung, zwischen denen man über den Button am Griff  hin- und herwechseln kann. Dabei reicht die niedrige Stufe für herkömmliche Verschmutzungen völlig aus, womit die hohe Stufe nur selten zum Einsatz kommt. Die Lautstärke ist mit 75 dB im Normalmodus und 80 dB im Turbomodus in Ordnung – dennoch schneiden andere Modelle wie der Dreame H11 Max in dieser Kategorie besser ab. Bei der Selbstreinigung gewinnt jedoch unser Jimmy: Während die Selbstreinigung beim Dreame H11 Max mit einer Lautstärke von 85 dB nicht gerade unauffällig vonstattenging, läuft das Ganze beim Jimmy HW8 Pro mit 70 bis maximal 80 dB etwas anmutiger ab.

Jimmys Wischleistung im Praxistest

Um das herauszufinden, haben wir uns mal so richtig ausgetobt und unseren Boden mit Mehl, Chilisauce, Knoblauchschalen und dem Dreck bekleckert, den man von draußen eben so mit reinträgt.

Wie das Video im Folgenden zeigt, entfernt unser Jimmy alle Sauereien beim ersten Darüberwischen zuverlässig. Dabei macht er sowohl Flüssigkeiten als auch trockenem Dreck den Garaus. Diese Performance waren wir schon vom Dreame H11 Max gewohnt – umso begeisterter waren wir, dass unser Jimmy mithalten kann. Übrigens hat er auch mit den meisten bereits getrockneten Flüssigkeiten kein Problem – im schlimmsten Fall müsst ihr zwei-, dreimal darüberwischen oder die Rollenbürste kurz zur Massage auf dem Schandfleck verweilen lassen.

Mit Ecken und Kanten kommt der Jimmy HW8 Pro, wie auch die Nass-Akkustaubsauger anderer Hersteller, nicht so gut zurecht. Da das Gehäuse weiter heraussteht, gelangt die Bürstenrolle nicht ganz bis an die Kante, womit ca. ein Zentimeter ungewischt bleibt. Will man ein wirklich ordentliches Ergebnis, müsste man die Kanten also noch mal per Hand abwischen. Tipp: Steuert man gerade auf eine Kante zu, bleibt mehr Dreck verschont, als wenn man an der Wand entlangfährt, wie das zweite und das dritte Foto verdeutlichen.

Entfernen von Tierspuren mit dem Jimmy HW8 Pro

Wie die Produktbeschreibung und der süße Hundesticker an der Front vermuten lassen, soll der Jimmy HW8 Pro auch für Haustierbesitzer bestens geeignet sein und Tierhaare und Pfotenabdrücke zuverlässig beseitigen. Nachdem unsere Hauskatze längere Zeit nicht zu Besuch war, mussten eben unsere eigenen Pfoten und Haare herhalten.

Wie das Video zeigt, sagt der Jimmy HW8 Pro den vermeintlichen Haustierspuren selbstbewusst den Kampf an. Die Pfotenabdrücke, die sich übrigens aus Kaffeesatz ergeben haben, entfernt er schnell und sauber. Noch mehr überrascht hat aber, dass er Haare auch auf Stufe 1 schon aus einigen Zentimetern Entfernung an- und einsaugt. Wir würden also unterschreiben, dass der Jimmy HW8 Pro für Haustierbesitzer geeignet ist.

Eine Kleinigkeit haben wir trotzdem zu bemängeln: Während wir auf unserem Küchenboden und den Fliesen im Bad keinerlei Probleme hatten, hat der Jimmy HW 8 auf unserem Laminat zunächst ungewollte Streifen hinterlassen. Das liegt vermutlich darin, dass man nicht diagonal hin und her wischen sollte. Zieht man stattdessen gerade Bahnen und verwendet die Sprühfunktion eher sparsam, bleiben keine Muster zurück. Tipp: Das beste Ergebnis erzielt man, wenn man die Wohnung nicht in rekordverdächtiger Zeit säubert, sondern es etwas ruhiger angehen lässt.

Absorptionstest mit dem Jimmy HW8 Pro

Um herauszufinden, ob der Jimmy HW8 Pro auch größere Mengen an Flüssigkeit absorbiert, haben wir Kaffee und Milch verschüttet. Anders als beim Dreame H11 Max muss man hierfür nicht extra zu einem Absorptionsmodus wechseln – der ist beim Jimmy HW8 Pro immer aktiviert. Verschüttet man mal etwas Kaffee oder passiert ein noch größeres Missgeschick, hilft er einem zuverlässig aus der Patsche, wie das Video deutlich zeigt. Saugt bzw. wischt man einfach normal vor sich her, nimmt der Jimmy HW8 Pro die entsprechenden Substanzen auf und befördert sie direkt in den Schmutzwasserbehälter.

Manuelle Anpassung der Saugleistung: Beim Dreame H11 Max hatten wir bemängelt, dass man die Saugleistung nicht manuell anpassen kann und sich ausnahmslos auf einen Sensor verlassen muss, der diese teilweise auch ohne erkennbaren Grund erhöht hat. Der Jimmy HW8 Pro verzichtet hingegen auf eine automatische Schmutzerkennung. Dafür könnt ihr frei zwischen zwei Saugmodi wählen, wobei man mit der niedrigeren Stufe eigentlich bei allen herkömmlichen Verunreinigungen prima zurechtkommt.

Pflege & Wartung

Nach der Reinigung geht es daran, den Frischwasser- und dem Schmutzwasserbehälter zu entleeren und den Letzteren kurz auszuspülen. Tipp: Die Einheit lässt sich in drei Teile zerlegen und der Filter aufklappen, was die Reinigung erleichtert. Den Rest erledigt die Selbstreinigungsfunktion, die dem Anwender einiges an Arbeit abnimmt. Während man bei einem herkömmlichen Wischer das Mikrofasertuch entfernen und in die Waschmaschine geben muss, kann man beim Jimmy HW8 Pro einfach die Selbstreinigung durchlaufen lassen, wenn er in der Ladestation steht.

Drückt man drei Sekunden lang auf die Taste, die die Geschwindigkeit regelt, startet die Selbstreinigung. Dann zieht er Wasser aus dem Frischwassertank, um die Rolle und die Rohre durchzuspülen. Man sollte also immer darauf achten, dass noch genügend Wasser vorhanden ist – etwa zur Hälfte sollte der Tank noch gefüllt sein. In der Theorie zieht er das Wasser wieder in den Abwassertank, in der Praxis findet man auch dreckiges Wasser in der Ladestation wieder. Einmal wegkippen und/oder trockenwischen und den Abwasserbehälter leeren – und gut ist. Wir sind mit der Funktion sehr zufrieden und nach der Selbstreinigung ist die Rolle wirklich schön sauber.

Nachdem man das Abwasser herausgekippt und den Tank kurz ausgespült hat, kann man den Tank einfach wieder einsetzen und das obere Ende reindrücken, bis es einrastet. Tipp: Die Einheit lässt sich in drei Teile zerlegen und der Filter aufklappen, was die Reinigung erleichtert.

Akkulaufzeit

Akku lässt sich auch einfach entnehmen

Nutzt man die niedrige Stufe, die für herkömmliche Verschmutzungen ausreicht, konnten wir 35 Minuten lang saugen und wischen. Saugt man durchgehend auf der höchsten Stufe, hält der Akku etwa 25 Minuten durch. Je nachdem wie schmutzig die Böden sind oder wie genau man arbeitet, schafft man so mit einer Akkuladung etwa 50m² reine Fläche (entsprechen etwa 70m² Wohnfläche).

Ist der Akku leer, könnt ihr den Staubsauger einfach in die Ladestation stellen und an die Steckdose hängen. Damit müsst ihr den Akku nicht ständig herausnehmen und wieder einbauen – und der Staubsauger hat seinen festen Platz.

Hängt der Akku am Strom, zeigt das Display den aktuellen Ladestand in Prozent an. Während des Ladevorgangs leuchtet die Anzeige am Griff rot. Leuchtet die Anzeige grün, ist der Akku vollgeladen. Das dauert laut Bedienungsanleitung etwa 5 Stunden. Tatsächlich fällt die Ladezeit doch etwas länger aus: Bis der Akku wieder zu einem Drittel gefüllt ist, vergehen 2 Stunden und 15 Minuten. Nach weiteren drei Stunden sind wir erst bei 90 Prozent und vollständig geladen ist der Jimmy HW8 Pro nach insgesamt 5 Stunden und 40 Minuten.

Damit braucht der Jimmy HW8 zwar etwas länger als der Dreame H11 Max – aber sind wir mal ehrlich: Ob der Wischsauger nach der Reinigung „nur“ 5 Stunden oder noch 40 Minuten länger am Strom hängt, macht auch keinen großen Unterschied mehr.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Hallo Jimmy, tschüss lästiges Saugen UND Wischen! Während man den Schmutz mit einem herkömmlichen Wischer nur vor sich hin und her schiebt, saugt der Jimmy HW8 Pro sämtlichen Dreck einfach ein: Dass er dabei durchaus mit seinem Konkurrenten, dem Dreame H11 Max, mithalten kann, hat er im Test bewiesen.

Mit einer Saugkraft von 15.000 Pascal bei 300 Watt und einer Akkukapazität von 3.000 mAh sagt das neuste Modell der Jimmy-Flotte dem Dreck in den eigenen vier Wänden den Kampf an. Das LED-Display sowie die Selbstreinigungs- und Freistehfunktion und die Möglichkeit, das Gerät senkrecht hinstellen zu können, erleichtern einem die Arbeit und machen das sonst so anstrengende Wischprozedere zu einer bequemen und unkomplizierten Angelegenheit.

Selbstverständlich muss ein Nass-Akkustaubsauger primär mit dem Reinigungsergebnis überzeugen. Das gelingt dem Jimmy HW8 Pro allemal: Staub und Schmutz werden zuverlässig entfernt, Haare und „Pfotenabdrücke“ beseitigt, eingetrocknete Flecken werden aus dem Boden massiert und auch größere Mengen an Flüssigkeiten werden ohne große Anstrengungen in den Abwassertank befördert. Dass der Jimmy HW8 Pro durchaus etwas draufhat, wurde vor allem daran ersichtlich, was aus dem Schmutzwasserbehälter alles rauskommt.

Ein Manko ist die lange Ladezeit: Hier kann der Jimmy HW8 Pro mit einer Ladezeit von 5,5 Stunden jedenfalls keine neuen Rekorde aufstellen. Außerdem ist er etwas unflexibel, was sich vor allem in Ecken und Kanten oder unter Schränken bemerkbar macht. Da bleibt dann doch mal etwas Schmutz liegen. Das liegt vielleicht aber auch einfach in der Natur der Nass-Akkustaubsauger – denn das war beim Dreame H11 Max nicht anders. Ob man nun den Jimmy HW8 Pro oder Dreame H11 Max präferiert? Deutlich besser ist keiner der beiden! Nehmt also einfach den günstigeren.

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sto
Mitglied
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sto (@sto)
3 Monate her

Hallo, schöner Test und ich habe mich gleich hinreisen lassen einen zu kaufen. Ein wichtiger Punkt fehlt im Test, bzw. wird nicht erwähnt, oder habe ich überlesen. Der Jimmy befeuchtet seine Reinigungsrolle nicht selbst, oder automatisch. Man muss quasi immer mit dem Sprühmechanismus den Fußboden “bewässern”. Wir haben fast nur Laminat, was immer erstmal richtig nass gesprüht werden muss. Leider habe ich das nicht aus dem Testbericht herausgelesen, sonst hätte ich mich sicher für einen Reiniger mit Automatik entschieden. Für groben Schmutz ist die Technik des Jimmy sehr gut, aber für größere Flächen eher nervig. Nun habe ich ihn und… Weiterlesen »

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