Jumper EZpad 6 Plus Testbericht

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Mit dem Jumper EZpad 6 Plus bietet die Marke ein günstiges 2 in 1 Gerät mit der für die Preisklasse üblichen Ausstattung. Somit kommt auch im EZpad 6 Plus ein Intel Apollo Lake zum Einsatz, der von 6GB RAM unterstützt wird. Was das Gerät als Tablet taugt, und wie gut die optionale Tastatur ist, erfahrt ihr im Testbericht.

Design und Verarbeitung

Das Gehäuse des EZpad 6 Plus besteht größtenteils aus Plastik, lediglich das Scharnier zum Aufständern des Gerätes ist aus Metall gefertigt. Normalerweise für mich ein Minuspunkt, bedenkt man aber das Gewicht des Gerätes, ist dies ein notwendiger Schritt, um ein paar Gramm einsparen zu können. Durch das große 11,6“ Display kommt das Gerät auf eine Größe von 29,7 x 18,3 x 1,6  cm und bringt stolze 890g auf die Waage. Mit Tastatur wird das Ganze noch etwas schwerer, nämlich ganze 1190g. Damit ist es was die Handlichkeit angeht für meinen Geschmack zu groß und zu schwer, um es gemütlich auf der Couch zum Surfen zu benutzen.

Die Verarbeitung ist bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut. Alles ist sauber verarbeitet und größere Spaltmaße sucht man vergeblich. Einen Verarbeitungsfehler gab es aber bei unserem Testgerät doch. Die rechte obere Ecke sitzt nicht komplett fest im Gehäuse und lässt sich an dieser Stelle leicht hineindrücken. Das Scharnier ist dafür top verarbeitet und lässt sich in zwei Winkeln einstellen. Unter diesem ist der Schacht für die Micro-SD Karte, mit der der Speicher erweitert werden kann.

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Auf der Rückseite ist eine Aussparung zu sehen, die mit schwarzem Plastik bedeckt ist. Darunter verbirgt sich allerdings keine Kameralinse. Auf der linken Seite sind die Lautstärkewippe, ein Micro-USB Anschluss und der Klinkenanschluss für die Kopfhörer untergebracht. Die gegenüberliegende Seite bietet einen USB 3.0 Anschluss, den Mini-HDMI Port und den Eingang für das Ladegerät. Leider sitzt das Ladekabel nicht fest in dieser Buchse und rutscht leicht heraus. Auch wurde hier das Plastikgehäuse nicht stabil genug verarbeitet, sodass am USB 3.0 Anschluss die dünne Leiste schon nach 2 Wochen Gebrauch gebrochen ist. Der Powerbutton befindet sich übrigens auf der Oberseite des Tablets. Generell sitzen die Buttons recht fest im Gehäuse, haben aber etwas Spiel. Der Druckpunkt hingegen ist super.

Die Vorderseite wird durch das große Display dominiert. Über diesem befindet sich Frontkamera für die Videotelefonie. Rechts im Rahmen ist der Homebutton untergebracht. Für den Audiogenuss wurden dem Jumper EZpad 6 Plus Stereolautsprecher spendiert, die tatsächlich etwas her machen. So macht das Schauen von Filmen, in Kombination mit dem großen Display, auch wirklich Spaß auf dem Gerät. Im schwarzen Rahmen verborgen befindet sich übrigens auch eine Status-LED fürs Laden des Gerätes. Diese leuchtet rot während des Ladevorgangs und erlischt, sobald das Gerät voll ist.

Display des Jumper EZpad 6 Plus

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Das Display des EZpad 6 Plus ist definitiv das Highlight des Gerätes. Mit einer Abmessung von 11,6 Zoll und einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln bekommt man große Inhalte mit guter Auflösung. Das Touchpanel verarbeitet bis zu 10 Berührungspunkte gleichzeitig und reagiert gut und flott auf jede Eingabe. Somit lässt sich sogar über die Bildschirmtastatur gut schreiben, wenn es denn notwendig ist. Ab Werk befindet sich eine Folie auf dem Display, die ich aber ziemlich schnell in den Müll beförderte, da die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays stark eingeschränkt war. Davon mal abgesehen war die Folie ein wahrer Fingerabdruck-Magnet und sah nach nur kurzer Benutzung immer fürchterlich aus. Die maximale Displayhelligkeit ist sehr hoch und so kann das Gerät auch trotz spiegelnder Oberfläche im Freien genutzt werden. Für den Gebrauch in Räumen reichte mir meistens eine Helligkeit von 25%, war es dunkel, habe ich die Helligkeit sogar auf 0 reduziert.

Eingabegeräte für das Jumper EZpad 6 Plus

Um das volle Potential des EZpad 6 Plus nutzen zu können, kann man optional noch die Tastatur mitbestellen. Damit wird das EZpad zu einem 2 in 1 Gerät. Die Tastatur wird an die dafür vorgesehenen Anschlüsse an der Unterseite angeschlossen und wird durch Magnete an Ort und Stelle gehalten. Eine zweite Magnetleiste sorgt dafür, dass man die Tastatur auch im leichten Winkel nutzen kann, für mich, der auch am PC die Tastatur nicht im flachen Modus nutzt, eine willkommene Funktion. Das Touchpad der Tastatur ist ok, allerdings nicht gut genug, dass ich die Bedienung per Touchscreen aufgegeben habe. Die linke und rechte Maustaste besitzen einen sehr festen Druckpunkt und man muss schon fest klicken, um diese auszulösen. Alternativ kann natürlich ein Linksklick auch durch leichtes Tippen ausgeführt werden. Positiv hingegen: Das Touchpad unterstützt auch die üblichen Multitouchgesten. Wer das Pad nicht benutzen möchte, kann es per Tastendruck glücklicherweise auch deaktivieren, für mich eine Must-Have-Funktion, da ich beim Tippen immer aus Versehen eine Aktion auf dem Touchpad auslöse.

Die Tastatur an sich eignet sich definitiv zum Vieltippen. Der Tastenanschlag ist nicht zu weich und für mich perfekt. Die Tastatur weist alle üblichen Sonderfunktionen auf, die man auch von gewöhnlichen Notebooks kennt (Helligkeitsregelung, Multimediasteuerung und Co). Nachteil: wie so oft bei Marken aus China, ist auch diese Tastatur nur im US-Layout verfügbar. Wer beim Schreiben nicht auf die Tastatur schaut, stört sich daran kaum. Alle anderen müssen sich mit Tastatur-Aufklebern behelfen.

Leistung des Jumper EZpad 6 Plus

Auch im EZpad werkelt der bei Chinageräten dieser Kategorie beliebte Intel N3450 der Apollo Lake Serie. Der Intel taktet im Basistakt mit 1,1 Ghz und erreicht bei Volllast bis zu 2,2 Ghz. Unterstützt wird er im Jumper von 6GB DDR3 RAM, die fest verlötet sind. Für die Grafik-“Power“ sorgt die integrierte Intel HD 500 GPU, welche bei den CPUs der Apollo Lake-Serie eine abgespeckte Variante der Intel GPUs der i-Serie darstellt. Für genügend Speicherplatz sorgt der 64 GB große eMMC Speicher, der sich mit dem Micro-SD Kartenanschluss unter dem Scharnier erweitern lässt. Leider gehört der verbaute eMMC Speicher mit 186/98 MB/s Lese-/Schreibgeschwindigkeit nicht zu den schnellsten Kandidaten.

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Insgesamt haut einen die Leistung beim Jumper EZpad 6 Plus nicht vom Hocker, reicht allerdings gut für Officeaufgaben, kleinere Spiele und auch 4K-Filme aus. Das Convertible eignet sich also als Arbeits- oder Multimediabegleiter.

System

Auf dem Gerät ist Windows 10 Home vorinstalliert und aktiviert. Somit bietet einem das Jumper EZpad 6 Plus alle Vorzüge des Desktop-PCs im handlichen Format. Was hingegen nicht gut funktioniert, ist der Tablet-Modus, wobei das kein direktes Problem des Gerätes ist. Die Bildschirmtastatur wollte bei mir nie automatisch bei der Auswahl eines Eingabefeldes erscheinen, weshalb ich sie immer manuell über die Taskleiste aufrufen musste. In der gesamten Testzeit hatte ich das Convertible täglich bei meiner Pendelei im Zug dabei, um zwischendurch zu arbeiten oder mir auch eine Serie unterwegs anzuschauen. Dafür ist es nahezu perfekt. Leider verliert die Tastatur aber auf den Knien ab und zu den Kontakt, ohne dass sie von den Anschlüssen getrennt wurde, wodurch manchmal die Eingaben verloren gingen. Ansonsten ist das EZpad 6 Plus aber ein treuer Begleiter.

Kamera

Das Jumper EZpad 6 Plus hat auf eine Rückkamera verzichtet und lediglich eine Frontkamera mit 2 MP eingebaut. Diese schießt keine guten Bilder, bei dieser niedrigen Auflösung aber auch kein Wunder. So kann natürlich auch bei der Videotelefonie kein einwandfreies Bild gewährleistet werden.

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Konnektivität und Schnittstellen

Das Jumper EZpad 6 Plus bietet Bluetooth 4.0 und WLAN nach a / b / g /n Standard, leider unterstützt das Gerät aber keinen 5 Ghz Standard. Die Sendeleistung ist dafür gut und auch noch in Nachbarräumen mehr als akzeptabel. Die Verbindung von Audiogeräten via Bluetooth oder auch die Dateiübertragung verlief problemlos. Ein Lagesensor ist ebenfalls mit an Bord, wodurch sich das System automatisch hochkant oder quer anzeigen lässt. Auch in Spielen ist dieser nutzbar.

Leider bietet das Jumper zu wenige Anschlüsse. So gibt es lediglich einen USB 3.0 Anschluss zur Nutzung anderer Geräte oder Speicher. Warum man einen unsinnigen Micro-USB Anschluss bieten muss, anstatt eines zweiten vollwertigen USB 3.0 Anschlusses, erschließt sich mir nicht. Zur Ausgabe des Bildes ist ein Mini-HDMI Port an Bord. Hier hätte man definitiv noch einen drauflegen können und ebenfalls einen USB-C Anschluss zur Verfügung stellen können, wie es beispielsweise Chuwi tut.

Akku

Im Convertible sorgt ein 3500 mAh Akku für die Energie. Diese heute für Smartphones fast übliche Größe sorgt im Tablet leider nicht für eine lange Ausdauer. Im normalen Office betrieb und bei niedriger Helligkeitsstufe kann man immerhin 3 Stunden arbeiten. Bei 4K-Videos oder etwas anspruchsvolleren Aufgaben geht dem Jumper schnell die Puste aus. Geladen wird das Gerät dafür recht flott und in 2,5 Stunden ist man wieder voll einsatzbereit. Leider sitzt das Ladekabel nur sehr locker in der Buchse, wodurch es leicht herausrutschen kann, definitiv ein Minuspunkt.

Fazit und Alternative

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Mathias:

Das Jumper EZpad 6 Plus ist durchaus ein gelungenes Convertible, allerdings mit einigen Kompromissen und hat dadurch gegenüber dem Chuwi surBook mini das Nachsehen. Durch das hohe Gewicht verliert das Tablet deutlich an Charm und ist damit keine Alternative zum Surfen auf der Couch, ein Smartphone mit großem Display hat hier zu viele Vorteile. Auch der kleine Akku ist kein Vorteil des Gerätes, bei täglichem Laden und meiner Pendelstrecke von knapp 2 Stunden aber gerade so ausreichend. Ohne Steckdose wären aber beispielsweise der Genuss eines Filmes oder einer Serie nicht möglich.

77%
  • Design und Verarbeitung 70 %
  • Display 100 %
  • Eingabegerät 90 %
  • Leistung 70 %
  • Schnittstellen und Kommunikation 80 %
  • Akkulaufzeit 50 %

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