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Kuu LeBook Pro im Test

Getestet von Jonas Schlag am
Vorteile
  • Typecover und Stylus im Lieferumfang
  • stabile Performance
  • 16/512GB Speicher
  • USB-C mit DP und PD
  • 3:2 Display praktisch in vielen Workflows
  • gutes Scharnier
Nachteile
  • störender Lüfter
  • Verarbeitungsqualität teils nur gerade ausreichend
  • Prozessorwahl unstimmig
  • QWERTY Tastatur
  • Nur USB C Ports + alle auf einer Seite
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Mit dem Kuu LeBook (zum Test) hatten wir vor etwa einem halben Jahr zum ersten Mal ein Gerät der jungen chinesischen Firma im Test. Leider hat uns das LeBook mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Irgendwie war das Gesamtpaket nicht stimmig. Zwar konnte das Surface Pro Look-Alike mit einem starken Prozessor und viel Speicher glänzen, aber das ganze drumherum ist im Test negativ aufgefallen. Angefangen bei einem schlechten Typcover, über leise Lautsprecher bis hin zu einem nervtötenden Lüfter.

IMG 9834

Das Kuu LeBook ist quasi das perfekte Argument, warum Testberichte so wichtig sind und ein einfacher Blick auf die Specs eines Geräts nicht ausreicht. Nach unserem Test ist Kuu mit uns in Verbindung getreten und hat verkündet, man habe die Schwachstellen aufmerksam zur Kenntnis genommen. Nun steht der Nachfolger des Kuu LeBook zum Verkauf. Das Kuu LeBook Pro soll die Fehler des Vorgängers beseitigen und endlich die günstige Surface Alternative schaffen, die sich Viele wünschen. Ob das klappt, lest ihr in unserem Test.

Kuu LeBook Pro im Spec Vergleich

Was macht Kuu also neu mit der Pro Version des Kuu LeBook? Naja, auf dem Papier nicht viel. Die Specs sahen ja auch beim Vorgänger schon sehr ordentlich aus. Beim Display, Prozessor und den Konnektivitätsstandards bleibt alles beim Alten. Die Software kennen wir so auch schon vom normalen LeBook. Verändert hat sich der Arbeitsspeicher. 16GB DDR4 RAM ersetzen die 8GB aus der Vorgänger-Version. Und das war es tatsächlich schon mit den Veränderungen auf dem Datenblatt. Hier noch mal die wichtigsten Specs für euch als Tabelle zusammengefasst. Im Vergleich dazu das Huawei MateBook E als Premium Windows 2:1 und das Surface Pro 8 mit Core i7 als “Inspirationsquelle” für das LeBook.

Kuu LeeBook Pro

Kuu LeBook Pro 1

Huawei MateBook E

Huawei MateBook E Beitragsbild

Surface Pro 8

Surface Pro 8

Abmessungen 288 x 205 x 9,5 mm; 885g 287 x 184,7 x 7,99 mm; 709g 287 x 208 x 9,3 mm; 891g

 

Display 12,6 Zoll IPS, 60Hz mit 2160 x 1440 Pixel, 60Hz 12,6 Zoll OLED, 60Hz mit 2560 x 1600 Pixel, 120Hz 11 Zoll IPS, 120Hz mit 2560 x 1600 Pixel, 120Hz
Prozessor Intel Core i7 8550u

 

Intel Core i5 1130G7

 

Intel Core i7 1185G7

 

Speicher 16/512GB 16/512GB 16/512GB
Kamera Rückseite: 5 MP

Vorderseite: 2 MP

Rückseite: 13 MP

Vorderseite: 8 MP

Rückseite: 10 MP

Vorderseite: 5 MP

Anschlüsse 2x USB-C, 3,5mm Klinke 1x USB-C (TB4), 3,5mm Klinke 2x USB-C (TB4), 3,5mm Klinke, Surface Connect
Konnektivität Fingerabdrucksensor, Wifi 5, Bluetooth 4.1 Stylus & Tastatur-Support Fingerabdrucksensor, Wifi 6, Bluetooth 5.1,  Stylus & Tastatur-Support Gesichtserkennung, Wifi 6, Bluetooth 5.1, Stylus & Tastatur-Support
Lautsprecher 1 Speaker, 1W 4 Speaker 2 Speaker, 2W
Akku 42Wh, Laden bis 45W 42Wh, Laden bis 65W 52 Wh, Laden bis 65W
Preise in China 750€ (inkl. Tastatur und Stylus) 1199€ (exkl. Tastatur und Stylus) 1849€ (exkl. Tastatur und Stylus)

Ihr seht schon, das Kuu LeBook Pro ist für seinen Preis exzellent ausgestattet. Schneller Prozessor und massig Speicher, insbesondere diese Punkte machen auf das Convertible aufmerksam. Verglichen zu den anderen beiden Geräten aus der Liste fällt das 60Hz IPS Display auf, das kann mit den 120Hz des Surface oder dem OLED Panel bei Huawei nicht mithalten. Insgesamt liest sich das Specsheet des LeBook aber echt gut. Das tat es beim Vorgänger aber auch schon, für eine gute Wertung hat das aber nicht gereicht. Legen wir also mal los mit dem eigentlichen Test :).

Design und Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität war einer der Punkte, der uns im Test des originalen Kuu LeBook negativ aufgefallen ist. Leider hat sich das beim LeBook Pro nicht vollständig geändert. Aber von Anfang an. Das Kuu LeBook Pro misst 288 x 205 x 9,5 Millimeter und wiegt 511 Gramm ohne Typecover. Dieses wiegt selbst noch mal 391 Gramm.

Kuu LeBook Pro 23

Das Vorbild des Kuu LeBook Pro ist einfach zu erkennen. Vom Design des Scharniers über die Farbe zur Anbringung des Typecovers, überall sind die Anleihen an die Surface Pro Reihe von Microsoft zu erkennen. Das Design Update, das Microsoft dem Surface 8 Pro spendiert hat, gibts für das LeBook nicht. Das ähnelt er den älteren Versionen des Surface Pro. Sehr froh über die Übernahme dieses Designs bin ich beim Standfuß. Das breite Design ist gleichzeitig stabil, einfach zu öffnen und sieht gut aus. Zusätzlich erfüllt es seinen Job einwandfrei und hält das LeBook bei bis zu 165° auch bei Toucheingaben stabil.

“Stabil” trifft auch auf das ganze Tablet zu. Nachdem ich beim Kuu LeBook das Gefühl hatte, das Tablet mit etwas Kraft einfach zerbrechen zu können, wirkt die Pro-Version deutlich besser verbaut. Bei Beanspruchung knarzt das Gehäuse zwar etwas, mehr aber auch nicht. Das ist wohl dem aus einem Stück gefertigten Aluminium-Unibody Design des Convertibles zu verdanken. Der Powerbutton des LeBook Pro ist mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet, der das Tablet mit akzeptabler Zuverlässigkeit zügig entsperrt.

Richtig öffnen, also etwa, um eine neue SSD einzubauen, könnt ihr das Gerät übrigens nicht so einfach. In diesem Aspekt ist das Kuu LeBook deutlich mehr Tablet als Computer. Insgesamt hat Kuu bei der Stabilität und Verarbeitung auf jeden Fall eine Schippe zugelegt. Ein Kritikpunkt bleibt aber dennoch: Mit etwas Druck auf das Display kann man einfach den Lüfter im LeBook Pro anhalten. Bei wenig Druck schrappt der Lüfter erst spürbar über die Innenseite des Tablets, dann bleibt er ganz stehen. Wirkt alles andere als vertrauenswürdig.

Lieferumfang

Kuu LeBook Pro 10

Der Lieferumfang hat sich gegenüber dem ersten LeBook leicht verändert. Weiterhin im Lieferumfang enthalten, sind neben dem eigentlichen Tablet ein TypeCover und ein Stylus zum Schreiben auf dem Display. Außerdem im Lieferumfang enthalten ist ein europäisches Netzteil mit USB-C Ausgang. Daran angeschlossen werden kann ein USB-C auf USB-C Ladekabel. Als kleines Schmankerl legt Kuu noch Tastatursticker bei und nun auch ein USB A Dock. Damit könnt ihr einen der zwei USB-C Ports des LeBook Pro in drei USB A Ports wandeln.

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen des Kuu LeBook Pro kann ich nur 1:1 wiederholen, was ich schon zum Modell ohne Pro geschrieben habe, denn in diesem Punkt hat sich das Convertible nicht weiterentwickelt. Zwei USB-C-Anschlüsse verpasst Kuu dem Tablet. Ansonsten bekommt ihr nur einen Kopfhöreranschluss auf der rechten Seite. Geladen werden kann das LeBook über einen der beiden USB-C Ports, dann bleibt aber nur noch ein Port für Peripheriegeräte übrig. Immerhin legt Kuu euch jetzt noch ein Dongle mit ins Paket. USB-C auf dreimal USB A. Kann natürlich ganz praktisch sein, wenn ihr mit kabelgebundener Maus und Tastatur arbeitet. Aber nativ verbaute USB A Ports, ein SD-Karten Slot oder gar ein HDMI Ausgang wären natürlich die praktischere Option gewesen. Insgesamt kann man auf jeden Fall mit den beiden USB-C Ports auskommen, mehr wäre dennoch schön gewesen.

Etwas über die Anzahl der Ports hinweg tröstet deren Anbindung. Über beide Ports kann das LeBook mit PD geladen werden, Datenübertragung ist ebenfalls möglich und auch der Anschluss von Bildschirmen ist möglich. Möchtet ihr ein Display verbinden, ist 4K 60Hz problemlos möglich. Bei zwei externen Bildschirmen ist immerhin noch 4K, 60Hz + 4K 30Hz oder 4K 60Hz + 2K 60Hz möglich. Allerdings bringt ihr das Lebook damit ganz schön zum Pusten. Beide USB-C Ports befinden sich übrigens auf der linken Seite des Convertibles und verfügen nicht über Thunderbolt Anbindung.

Display

Kuu LeBook Pro 22Das Display des Kuu LeBook Pro ist gut, wenn auch an keiner Stelle hervorragend. 12,6 Zoll, 2160 x 1440 Pixel, 60Hz, spiegelndes Display. So wenig spannend, wie für den Arbeitsalltag völlig ausreichend. Cool ist das 3:2 Format, das ich im Arbeitskontext sehr zu schätzen gelernt habe. In Feeds, langen Dokumenten und vielen anderen textbasierten Anwendungen ist der zusätzliche Platz gegenüber 16:9 gern gesehen, auch wenn das Format nur bedingt für Medienwiedergabe geeignet ist. Die 260 Lux, die das LeBook hell werden kann, sind in Innenräumen ausreichend, bei direktem Sonnenlicht wird Arbeiten allerdings schwer. Somit hat sich im Vergleich zum Vorgänger beim Display nichts getan.

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Der nächste Schritt für ein spürbar besseres Display wäre dann eine höhere Bildwiederholungsrate oder OLED, für den Arbeitsalltag bin ich mit dem Display des LeBook Pro allerdings vollkommen einverstanden. Wer viel Wert auf Farbtreue legt, dürfte mit der Farbraumabdeckung von 91% in sRGB, 71% in AdobeRGB und 75% in DCI P3 nicht glücklich werden. Der Gamma Wert von 1,6 ist ebenfalls ein gutes Stück weit weg von optimal. Im alltäglichen Gebrauch müssen sich die Meisten von euch darum allerdings keine Gedanken machen.

Eingabegeräte

Das Kuu LeBook kann per Touch, über den mitgelieferten Stylus oder das mitgelieferte Typecover bedient werden. Während der Touchscreen schon im originalen LeBook einen guten Job gemacht hat, traf das auf die anderen beiden Eingabegeräte nicht zu. Der Touchscreen macht auch im LeBook Pro weiterhin einen guten Job. Eingaben werden bis in die Displayecken zuverlässig erkannt, bis zu 10 Berührungen gleichzeitig verarbeitet und das präzise und schnell. Hier also keinerlei Probleme. Werfen wir als nächsten Mal einen Blick auf die anderen beiden Eingabegeräte:

Typecover

Das Typecover war einer unserer größten Kritikpunkte am normalen Kuu LeBook. Das hat Kuu glücklicherweise erhöht und die Tastatur mit einem Umklappmechanismus ausgestattet, wie man ihn vom Surface Pro kennt. Nachdem die Tastatur über eine Magnet/Pin Verbindung am Tablet angebracht wurde, kann an der Oberseite ein kleines Stück umgeklappt werden. Dadurch hält die Tastatur jetzt endlich stabil am Tablet und gibt nicht mehr nach, wie beim originalen LeBook. Außerdem können wir keine Probleme beim Verbinden der Tastatur mehr feststellen. Auch hier hat Kuu augenscheinlich nachgebessert, sehr schön!

Leider ist aber nicht alles besser geworden rund um das Typecover. Zwischen Tablet und Tastatur ist eine dünne Plastikschiene angebracht. Diese dient dazu, die Tastatur mithilfe von zwei Plastiklippen in Position zu halten. Bedauerlicherweise ist diese Plastikschiene innerhalb von Tagen von der Tastatur abgerissen. Das ist zwar mit Hausmitteln zu reparieren, allerdings natürlich kein gutes Zeichen in puncto Langlebigkeit. Ansonsten ist die Tastatur insgesamt gut zu benutzen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit komme ich auf 95% der Tippgeschwindigkeit, die ich auf meiner gewohnten Tastatur erreiche. Wer allerdings nicht blind tippt, dürfte mit dem englischen QWERTY Layout der Tastatur Probleme bekommen. Da helfen dann nur Tastatursticker, die legt Kuu freundlicherweise direkt bei.

Sehr erfreulich ist, dass die Tastatur über Hintergrundbeleuchtung verfügt. Diese geht automatisch an, sobald eine Taste berührt wird. Weiterhin erfreulich ist die voll vorhandene Reihe an Funktionstasten. Das Trackpad unter der Tastatur könnte gern etwas größer sein, reagiert aber zuverlässig auf Bewegungen und Gesten. Eine Handballenerkennung fehlt leider gänzlich. Der Druckpunkt des Trackpads ist etwas zu hoch.

Stylus

Kuu LeBook Pro 12

Der Stylus ist magnetisch an der Seite des LeBook Pro zu befestigen. Dafür ist er an einer Seite abgeflacht. An dieser Seite sind zwei Knöpfe untergebracht, die je nach Programm unterschiedlich belegt werden können. Zusätzlich befindet sich eine kleine LED über den Tasten. Sie zeigt an, wenn der Stift geladen wird oder geladen werden muss. Die Spitze des Stylus besteht aus hartem Plastik, was für ein schlechtes Schreibgefühl sorgt. Außerdem sind Eingaben mit relativ hoher Latenz versehen.

Dennoch taugt der Stift für einfache Aufgaben, wie das Aufnehmen einiger Notizen und erkennt zuverlässig unterschiedliche Druckstufen. Für Kreativschaffende ist der Stift insgesamt eher nichts. Glücklicherweise unterstützt das Kuu LeBook Pro das MPP (Microsoft Pen Protocol) und kann deshalb mit anderen Stiften verwendet werden. Geeignet ist etwa der Microsoft Surface Pen.

Leistung und System

Das Herzstück des Kuu LeBook Pro ist, wie schon im Vorgänger, ein Intel Core i7-8550U. Das bedeutet viel Power für ein 2 in 1. Der Prozessor setzt auf vier Kerne und eine maximale Taktrate von 4GHz, bei einer TDP von 15Watt. Dazu ist eine Intel UHD Graphics 620 Teil des Prozessors. Damit ist das Kuu LeBook Pro, zusammen mit dem normalen LeBook, das schnellste Convertible aus China. Das ist wohl auch der größte Verkaufspunkt am LeBook, zumindest legt der Hersteller auf seiner Website großen Wert auf die Nennung des Core i7. Ein Blick auf die Benchmarks zeigt, dass das Kuu LeBook Pro andere Convertibles locker hinter sich lässt und es halbwegs mit richtigen Laptops aufnehmen kann:

Geekbench Single

Geekbench Multi
3DMark Timespy
SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

In der Praxis erfüllt das LeBook bei mir hauptsächlich einfache Alltagsaufgaben. Die meistert es ohne Probleme. Die Office-Suite läuft, Drawboard, Notion und andere Produktivitätstools laufen gut, auch wenn sich schon bei solch geringer Belastung gerne mal der Lüfter meldet. Apps starten schön schnell und auch innerhalb des Systems gibt es keine Ruckler.

Kuu LeBook Benchmark 2

Begrenzt ist die Leistung des LeBook maßgeblich durch Hitze. Das Gerät ist kaum dicker als ein Smartphone und entsprechend wenig Platz bleibt für Kühlung. Das zeigt sich auch ab dem zweiten Benchmark-Durchlauf in Folge. Dennoch, für den Uni und Home Office Alltag bietet das LeBook Leistung satt. Die 512GB SSD ist ebenfalls erfreulich, zumal Kuu wohl bei der Speicheranbindung nachgebessert hat. Zumindest sind die von uns gemessenen Übertragungsgeschwindigkeiten nun deutlich besser.  Die festverbauten 16GB  DDR4 RAM reichen locker für alles an Multitasking, was der Arbeitsalltag so bereithält, solange es nicht um große Videoschnitt Projekte oder Ähnliches geht. Aber dafür ist das LeBook auch nicht gedacht.

Soviel also zur alltäglichen Belastung. Aber wenn ihr schon zum i7 greift, braucht ihr den wahrscheinlich auch für anspruchsvollere Aufgaben. Um euch ein Bild des Kuu LeBook unter Last zu geben, haben wir es einem Gaming Test unterzogen und auch mal ein wenig in CAD rumgespielt. Das Ergebnis des Gamingtest ist recht mau, bei niedrigen Einstellungen laufen einfache Spiele stabil bei bis zu 60fps, mehr ist aber nicht möglich mit dem LeBook Pro. In Rocket League schafft es das Tablet auf den niedrigsten Einstellungen auf bis zu 60 Bilder in der Sekunde.

Als Test für anspruchsvollere Arbeiten haben wir PTC Creo genutzt. Darin können auch mittelgroße CAD Dateien noch problemlos aufgerufen und angesehen werden, auch das Bearbeiten ist begrenzt möglich. Selbst Rendern funktioniert. Tatsächlich funktioniert das Echtzeit-Rendern erstaunlich gut, wenn auch natürlich nicht vergleichbar mit einem Desktop PC. Insgesamt war die Performance in CAD aber besser als erwartet.

Ein großes Problem in unserem Test des Kuu LeBook war der Lüfter und leider ist er das auch im Kuu LeBook Pro. Ich saß in der Uni zwischen zwei Kommilitonen mit Surface Pro 6 bzw. 7 und bei beiden hat sich der Lüfter kein einziges Mal gemeldet. Bei mir und dem Kuu LeBook Pro schon. Bei kleinen Leistungsspitzen geht der Lüfter los. Immerhin ist der Lüfterton deutlich weniger nervtötend als beim Vorgänger, aber die Häufigkeit, mit welcher der Lüfter läuft, ist einfach störend. Wenn selbst zwei Chromtabs und Spotify im Hintergrund schon den Lüfter brauchen, muss man meiner Meinung nach das Kühlsystem komplett überarbeiten oder der Prozessor ist halt einfach nichts für so ein dünnes Gerät. Wenn ihr Interesse am LeBook Pro hat, müsst ihr euch darauf einstellen, den Lüfter manuell neu zu konfigurieren oder mit den Geräuschemissionen leben.

Systemseitig kommt erneut Windows 10 Pro zum Einsatz. Ein Update auf Windows 11 wird momentan nicht angeboten, obwohl der Prozessor grundsätzlich von Microsoft als dafür geeignet eingestuft wird.

Konnektivität und Kamera

Die Kamera des Kuu LeBook verfügt über 2MP und schießt Videos in 1080p mit 30 Frames in der Sekunde. Das reicht für Videotelefonie aus, mehr aber auch nicht. Das Bild ist sichtbar verpixelt und die Farbpalette dürftig.

Rund um die Konnektivität hat sich im Vergleich zum normalen LeBook ebenfalls nichts getan. Das Kuu LeBook Pro kann über Wifi 5 online gehen, einen Sim-Slot für mobile Datennutzung hat das Gerät nicht. Wer will, kann Peripheriegeäte über Bluetooth 4.1 mit dem 2 in 1 verbinden. Mit der Verbindungsstabilität hatte ich bei Bluetooth und WLAN keinerlei Probleme. Die abrufbaren Geschwindigkeiten sind allerdings nicht ideal. Direkt am Router ruft das LeBook nur 70% der Bandbreite ab, zwei Wände und zwei Räume weiter sinkt die Geschwindigkeit unter 10% des Sollwerts. Das ist, ehrlich gesagt, ziemlich ernüchternd und unter den von mir getesteten Geräten Negativ-Rekord.

direkt am Router

2 Wände weiter

 

 

 

Die Erüchterung geht bei den Lautsprechern weiter. Die zwei Lautsprecher sind an der rechten und linken Seite des Tablets untergebracht. Nimmt man das Tablet in die Hand, verdeckt man beide Lautsprecher vollständig. Dazu gesellt sich dünner, blechender Klang. Bässe erwarten wir ja gar nicht in so einem dünnen Tablet, aber das LeBook verschluckt auch die Höhen zuverlässig. Auch mit der Lautstärke gewinnt Kuu keine Preise, mein Handy ist hörbar lauter als das Convertible aus China.

Akku

Der Akku des Kuu LeBook Pro misst genau wie der Akku des Vorgängers 42Wh. Geladen werden kann über einen der beiden USB-C Ports mit bis zu 45 Watt. So viel liefert auch das mitgelieferte Netzteil. Um das LeBook Pro einmal voll aufzuladen, müsst ihr 2,5 Stunden einplanen. In der Praxis reicht der Akku gerade so für einen Arbeitstag. Ganze acht Stunden Arbeit sind ohne Nachladen unrealistisch. Mit einigen Pausen und moderater Helligkeit kommt ihr aber durch den Tag. Die Benchmarks sprechen in etwa die gleiche Sprache:

PCMark Gaming (Akkutest) Einheit: Std

PCMark Modern Office (Akku Test) Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von
Jonas Schlag

Was ist nun also von der günstigen Surface Alternative aus China zu halten? Nicht ganz einfach. Erstmal sind wir froh, dass Kuu das Typecover verbessert hat. Damit bügelt das LeBook Pro eine der größten Schwächen des Vorgängers aus. Der schwache Stylus wirkt allerdings immer noch eher wie ein Werbegeschenk als ein wirkliches Werkzeug. Eine weitere willkommene Verbesserung ist die deutlich gesteigerte Stabilität. Auf der Kehrseite der Medaille kann das Tablet immer noch ohne große Kraftanstrengung so weit zusammengedrückt werden, dass der Lüfter stehen bleibt. Ihr seht schon, die perfekte Surface Alternative ist das LeBook Pro immer noch nicht. Bezieht man allerdings den Preis mit in die Diskussion ein, sieht das Bild schon wieder anders aus. 512GB Festspeicher, 16GB Arbeitsspeicher, ein i7 und brauchbare Verarbeitungsqualität für unter 1000€ und das inklusive Typecover und Stylus, das ist schon ein Brett!

Dennoch das Kuu LeBook mit Core i7 fühlt sich nicht so wirklich nach einem runden Paket an. Es bleibt die Frage, ob der Intel Core i7 8550u der richtige Prozessor für dieses Gerät ist. Ich würde sagen, dass ein neuerer, effizienterer Chip und dafür vielleicht etwas weniger Leistung dem Kuu LeBook Pro gut zu Gesicht gestanden hätte. Insgesamt soll das dem Kuu LeBook Pro aber nicht seine deutlichen Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger absprechen. In diesem Zustand ist das Gerät durchaus eine Möglichkeit für preisbewusste Personen, die ein flottes Convertible suchen und nicht allzu empfindlich gegenüber Lüftergeräuschen sind.


Gesamtwertung
75%
Design und Verarbeitung
70 %
Display
80 %
Anschlüsse und Konnektivität
70 %
Eingabegeräte
70 %
Leistung
75 %
Akkulaufzeit
70 %
Preis/Leistung
90 %

Preisvergleich

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[email protected] (@guest_86927)
5 Monate her

Ich bin beruflich auf sehr leichte Windows – Tablets angewiesen und freue mich auf jeden Fall, dass etwas Bewegung in den Markt kommt.

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