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Minixtec M1 Mini-PC im Test – Der bessere Ouvis S1?

Getestet von Korbinian am
Vorteile
  • außergewöhnliches Design
  • solide Verarbeitung
  • leichte Zugänglichkeit austauschbarer Komponenten
  • individuell anpassbares Display
  • schnelle SSD für die Preisklasse
Nachteile
  • Display bietet keinen konkreten Nutzen
  • kein USB-C-Anschluss
  • Windows-Sicherheitsmeldung bei jedem Neustart
  • lautere Kühlung (im Vergleich zum Ouvis S1)
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Der Ouvis S1 Mini-PC hat in unserem Testbericht einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Durch sein außergewöhnliches Design und das konfigurierbare Mini-Display haben wir den Rechner im Laufe des Tests ins Herz geschlossen. Der Intel N95 sorgte zudem für eine flüssige Navigation durch Windows 11 sowie Office- und Streaming-Apps. Nun ist der Mini-PC unter dem Namen Minixtec M1 mit für ca. 260€ auch mit dem neuen Intel N200 erhältlich. Doch bedeutet eine höhere Zahl in Intels Modellbezeichnung auch nennenswert mehr Leistung? Im folgenden Artikel wagen wir den Vergleich der beiden Geräte und werfen vorweg einen genaueren Blick auf Intels N-Serie in diesem Preisbereich.

Hinweis
Achtung! Auf Mini-PCs von AceMagic, AceMagician und NoPoGi wurde gefährliche Spyware entdeckt. Aktuell betroffene Modelle sind AD08, AD15 und S1. Auch der baugleiche Ouvis S1 ist betroffen. Schaut euch das Video von Moschuss, um herauszufinden, ob euer PC betroffen ist. Ihr müsst in diesem Fall komplett neu installieren! – Zurücksetzen reicht nicht aus.

Auch wenn die Verpackung des Minixtec M1 durch ihre schiere Größe höhere Erwartungen an den Inhalt weckt, bleibt dieser identisch zum Ouvis S1. Und auch die Mini-PCs selbst gleichen sich äußerlich, abgesehen von zwei Details. Zum einen unterscheidet sich das Design des oberen Lüftungsgitters und zum anderen findet sich rechts am Minixtec M1 ein Herstellerlogo. Diese Kleinigkeiten stellen wohl kein ausschlaggebendes Kriterium für eine Kaufentscheidung dar. Zudem haben wir sicherheitshalber das installierte System und die Verbindungseigenschaften der Rechner verglichen und konnten quasi keine Unterschiede feststellen. Die Entscheidung fällt somit mit der verbauten Hardware, allem voran mit dem verbauten Prozessor. Doch bevor wir uns einem detaillierten Vergleich widmen, bringen wir etwas Ordnung in Intels Budget-Prozessoren.

Intels Quad-Core-Prozessoren der 12. Generation

Intels Vierkerner der Alder-Lake-N-Serie siedeln sich unter den Core i3-Modellen der Architektur an und bilden im Einstiegsbereich die Nachfolge der Celeron-Prozessoren. Hauptmerkmal der Chips ist der Verzicht auf Intels Leistungs-Kerne, das Cluster setzt sich aus vier Effizienz-Kernen ohne Hyper-Threading zusammen. Grafische Berechnungen übernimmt die integrierte Intel Iris Xe Grafik. Zum derzeitigen Stand besteht die Reihe aus den folgenden Modellen:

  • Intel N95: 3,40 GHz Turbo, TDP 15W, GPU: 1,20 GHz, 16 EUs
  • Intel N97: 3,60 GHz Turbo, TDP 12W, GPU: 1,20 GHz, 24 EUs
  • Intel N100: 3,40 GHz Turbo, TDP 6W, GPU: 750 MHz, 24 EUs
  • Intel N200: 3,70 GHz Turbo, TDP 6W, GPU: 750 MHz, 32 EUs

Den N95 und den N100 konnten wir bereits in diversen Artikeln ausgiebig testen. Mit dem Minixtec M1 ist nun auch der N200 bei uns aufgeschlagen und muss sich in diesem Artikel beweisen. Auf dem Papier äußert sich der Unterschied der CPUs in ein paar hundert Megahertz im Turbo-Modus mit einem Kern. Unter dem Einsatz aller Kerne ist der maximale Takt mit 3,20 GHz gleich. Damit sind die Unterschiede zwischen den Modellen im Multi-Core-Betrieb wohl eher marginal. Interessanter wird es bei der internen Grafik. Vom N95 zum N200 verringert sich die Taktrate um 450 MHz, dafür verdoppeln sich die Ausführungseinheiten (EU’s). Im folgenden Vergleich der beiden Mini-PCs wird sich zeigen, welcher der beiden Faktoren in den Benchmarks stärker ins Gewicht fällt.

Leistung des Minixtec M1

Der höhere Turbotakt des N200 äußert sich in der Praxis in circa 10 bis 14 % mehr Leistung gegenüber dem N95 in den gängigen Single-Core-Benchmarks. Sind alle Kerne gefordert, befindet sich der M1 mit den Pendants der N-Reihe auf Augenhöhe. Am deutlichsten wird der Unterschied zum Ouvis S1 in den GPU-Benchmarks. Der höhere Takt des Intel N95 kann hier nicht kompensieren, dass der N200 über die doppelte Anzahl an EUs verfügt. Hierdurch liegt der Minixtec M1 in den Grafik-Benchmarks sogar knapp hinter dem AceMagician CK10-C mit seinem Intel Core i7-10810U. Die Leistung mit einem Rechenkern zeigt hier ein ähnliches Bild, der Hexa-Core-Prozessor aus dem Jahr 2020 kann sich lediglich im Multi-Core-Benchmark klar absetzen. Geekoms Mini Air 12 (Zum Test) siedelt sich mit seinem Intel N100 wie zu erwarten zwischen den Werten der beiden an, liegt aber näher am N95.

Geekbench Single
Geekbench Multi
3DMark Timespy

Minixtec hat es nicht nur beim Upgrade des Prozessors belassen. Erfreulicherweise setzt man bei der verbauten M.2-SSD auf den PCIe-Standard. In den Benchmarks erreicht diese beinahe die dreifache Geschwindigkeit des im Ouvis S1 verbauten Speichermediums. Die Handhabung großer Dateien stellt also kein Problem dar, zumal die Größe des Datenträgers mit 1TB großzügig bemessen ist. Die 20 € günstigere Version mit 512GB Speicher wird derzeit für Deutschland nicht angeboten. Allerdings hat man die Möglichkeit, den Minixtec M1 mit dem Intel N100 zu erwerben. Aufgrund des geringen Leistungsunterschieds zum Ouvis S1 sollte man hier unbedingt die Preise der beiden Geräte vergleichen.

SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

Leistungsaufnahme und Lautstärke

Dass das Netzteil des M1 im Gegensatz zum Ouvis S1 nicht 38, sondern 48 Watt liefert, ist ein erstes Indiz dafür, dass die höhere Leistung des N200 mit einem entsprechenden Energieverbrauch verbunden ist. Und tatsächlich braucht der Minixtec M1 unter Leistung gerne mal über 30 Watt. Der Ouvis S1 überschreitet hier quasi nie die 21-Watt-Marke. Unter moderater Last verzeichnen die beiden Mini-PCs mit 13 bis 17 Watt einen ähnlichen Stromverbrauch. Unabhängig davon hat Minixtec wohl einen anderen Lüfter verbaut. Während beim Ouvis S1 die Kühlung praktisch nicht hörbar ist, erreicht die des M1 bei normaler Nutzung eine leicht wahrnehmbare Lautstärke von bis zu 36 dB(A). Während der Benchmarks stieg dieser Wert dann auf bis zu 40 dB(A) an, was dann genau an der Konzentrationsgrenze liegt. Also immer noch leise, aber eben lauter als der Mini-PC mit N95 Prozessor.

Testergebnis

Getestet von
Korbinian
Hinweis
Achtung! Auf Mini-PCs von AceMagic, AceMagician und NoPoGi wurde gefährliche Spyware entdeckt. Aktuell betroffene Modelle sind AD08, AD15 und S1. Auch der baugleiche Ouvis S1 ist betroffen. Schaut euch das Video von Moschuss, um herauszufinden, ob euer PC betroffen ist. Ihr müsst in diesem Fall komplett neu installieren! – Zurücksetzen reicht nicht aus.

Wie auch der Ouvis S1 schlägt sich der Minixtec in unserem Testbericht souverän. Da die Rechner sich nicht großartig voneinander unterscheiden, verwundert dies auch nicht. Interessenten können guten Gewissens zuschlagen, sobald einer der Mini-PCs im Angebot ist. Wer darauf nicht warten will und sich zwischen den Rechnern entscheiden muss, dem sei von unserer Seite der Minixtec M1 ans Herz gelegt. Zwar kostet dieser mehr, bietet hierfür aber auch einiges. Die höhere Leistung und die PCIe-SSD sind Punkte, für welche man gern den höheren Energieverbrauch unter Last und den lauteren Lüfter in Kauf nimmt. Grundsätzlich merkt man auf unserem Testgerät keinen großen Unterschied zum Ouvis S1 bei der Systemnavigation und der Nutzung von Office-Apps oder des Browsers. Allerdings bietet der Minixtec M1 mit seinem Intel N200 durchaus auch Leistungsreserven für Aufgaben, die über diese Nutzung hinaus gehen.

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lars
Gast
lars (@guest_104965)
2 Monate her

Also für mich ist dieser Mini-PC nichts, irgendwie mag ich dieses Display nicht. Ich brauche es nicht und kann die Daten auch über Windows herausfinden (Taskmanager). Der Preis ist echt verlockend für den Mini-Pc aber irgendwie bleibe ich wohl bei Geekom wobei ich dort etwas mehr ausgeben würde für meinen neuen Haupt-PC. Mich reizt zur Zeit der Geekom Mini 12 Air oder der IT-Mini -PC13 mit I7,32GB Ram und 1TB SSD. Wie ihr sehen könnt kommt es für mich nicht auf die Leistung an. Ich mache nur Office, Surfen, Streamen usw. aber ich brauche auch was für die nächsten Jahre.… Weiterlesen »

H.H. E.
Gast
H.H. E. (@guest_104955)
2 Monate her

Wäre schön, wenn ihr In der Überschrift kurz die Produktgruppe erwähnen würdet. So erspart man sich unnötige Klicks. Danke und Gruß.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
2 Monate her
Antwort an  H.H. E.

Servus, aber logisch, das sollte immer so sein 🤔.

Beste Grüße

Jonas

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